Beiträge von viola

    Liebe Aurora,

    schön, dass es wieder aufwärts geht!
    Du kennst das ja, dieses Auf und Ab und dann wieder Auf..... immer kommt auch ein "Auf"! :wink:

    Freut mich auch, dass dein Sohn einen Job gefunden hat. Eine Sorge weniger!
    Das Verhalten von deinem Schwiegersohn finde ich völlig normal. er denkt in erster Linie an sich und seine neue Patchwork-Familie, das ist ja für alle ein Umbruch. Bedenke, dass er gut für sich sorgt - das ist nämlich nicht gegen dich gerichtet! (ein bisschen klingt es so, als wäre das dein Gefühl....)

    Zitat

    nee, nicht mit mir. Die haben Fehler gemacht, da wurde falsch gemessen und sowas alles und meine Kasse soll bezahlen? Solche Strümpfe kosten mal eben ein paar Hundert Euro! Geht ja gar nicht!


    Es liest sich so, als würdest du es zwar hier schreiben, und hättest auch einen Plan, wie du weiter vorgehst - aber als wären das Worte, die du gerne ausgesprochen hättest, ohne das aber getan zu haben.
    Falls ich mit meiner Interpretation richtig liege: da kommt bei mir sofort die Frage auf, warum du geschwiegen hast, also in der Situation. War es für dich einfacher, als deine Meinung zu sagen? Hast du dich hinterher dann trotzdem auch ein bisschen über dein Schweigen geärgert? Oder nur über die doofe Verkäuferin?

    Wie lief es denn heute, konntest du dein Begehren als Kundin klarmachen? Manche brauchen offenbar länger, und diese Dame nochmal hoch zehn.... ich finde ihre Art unverschämt!
    Kennst du die Papagei-Technik? Überleg dir einen starken, kurzen, unmissverständlichen Satz, und wiederhole ihn in solch einer Situation so lange, bis du gehört wirst.

    Heute habe ich die erste Hummelkönigin zwischen den Krokussen rumdüsen sehen. Jedes Jahr wieder ein tolles Erlebnis!
    Liebe Frühlingsgrüße von
    viola

    Hallo Marius,
    nur mal als Anregung, weil meine Anfänge hier vor über sieben Jahren im Geschlossenenbereich zu lesen sind:
    Ich bin gerade in einer fremden Stadt mit 15 fremden Leuten auf einem externen Lehrgang. Heute erster Tag, das Programm ging ich bin gerade in einer fremden Stadt mit 15 fremden Leuten auf einem externen Lehrgang. Heute erster Tag, das Programm ging bis 18:45 Uhr.
    Nun das übliche, man hat sich zum Abendessen verabredet in irgend so einem Brauhaus in der Innenstadt. Und ich? Gehe nicht mit. Bin jetzt hier auf meinem Zimmer und fühle mich wohl.
    Vor dem Alkohol habe ich keine Angst, aber Lust auf die bekannte Atmosphäre dort auch nicht. Erklärt habe ich nichts, denn auch darauf hatte ich keine Lust. Mir ist nur wichtig, dass ich mit mir selbst im Reinen bin. Und wozu etwas riskieren, was nicht not tut? Darin sehe ich keinen Sinn.

    Und auch wenn ich mich als stabil einschätze und wieder sucht Druck hatte noch einen Rückfall - keine Ahnung, ob nicht eine Kombination aus Müdigkeit, neuen interessanten Menschen, und eine Erinnerung an unzählige solcher Abende in meinen Rezeptoren irgendeinen Mist verursachen kann.
    Ich habe keine Lust, es herauszufinden. Gute Nacht.

    LG viola

    Gestern abend Brot mit Bärlauch-Scharbockskraut-Sauerklee-Quark, heute mittag Nudeln mit selbstgemachtem Bärlauch-Pesto, dazu ein Brennnessel-Tee, und heute abend ein grüner Smoothie mit Erdbeerblättern, Scharbockskraut und Weintrauben.
    Frühling!!!!! :D

    LG viola

    Hallo Marius,

    für den Artbesuch drücke ich dir die Daumen. Das kriegst du hin!


    Zitat

    Den häufigen Besuch in der Stammkneipe haben wir drastisch reduziert


    :shock:

    Stammkneipe = das Lokal, bei dessen deine Rezeptoren "juchu, Nachschub!" feuern
    wir = also inklusive deiner Wenigkeit
    reduziert = stattfinden lassen und nicht auf Null gesetzt

    Das Leben ohne Alkohol bedeutet nicht nur, nichts zu trinken.
    Es bedeutet auch, das Verhältnis zum Alkohol an sich völlig neu zu justieren und ihm keinen Raum mehr zu geben in deinem Leben. Und keinen Raum bedeutet, gar kein Raum. Ohne Ausnahme.

    Ein schönes WE ohne Alk für dich,
    LG viola

    Hallo Marius,

    willkommen hier, und danke für deine ausführliche und schonungslose Beschreibung! Das ist doch ein guter Anfang.

    Zitat

    Ich muss aufhören


    Das fiel mir auf, und ich wollte schon nach deinem Willen fragen. Dann schreibst du aber weiter unten, dass du nicht mehr trinken willst. Sehr gut!!!!

    Du hast gerne getrunken und es hat dir geschmeckt. Du bist zu der rationalen Einsicht gelangt, dass ein Schlussstrich bzgl. deines steigenden Konsums und deiner Toleranzentwicklung her muss.
    Das eine ist diese Einsicht. Die ist wichtig.
    Das andere ich aber das Emotionale. Solange du mit dem Trinken angenehme Gefühle verbindest, ist es schwer bis schwierig, sich komplett für alle Zeiten zu lösen. Aber unmöglich ist es nicht!

    Du hast den Vorteil, dass du noch halbwegs rechtzeitig aussteigst aus der Spirale, die immer weiter nach unten führt.
    Dieser Check-Up Termin ist doch eine gute Möglichkeit, das Thema zu erwähnen. Beim ersten Mal kostet es Überwindung, aber es passt doch perfekt in diese Art von Arzt-Patienten-Gespräch. Nach dem Motto "das Unangenehme zuerst" kannst du ja ziemlich am Anfang bereits sagen, dass du zu der Einsicht gelangt bist, dass du zu viel trinkst und bereits abhängig geworden bist und nun seit Tag X nichts mehr getrunken hast und vor hast, nie mehr zu trinken. Fertig.
    Sag doch mal Bescheid, wie dein Hausarzt reagiert hat.

    Und zum Thema "müssen": Du musst nichts. Du kannst jederzeit trinken, saufen, dich totsaufen, niemand kann oder wird es dir verbieten.
    Aber du kannst viel. Du kannst dich dazu entscheiden, verantwortlich mit deiner Suchtvergangenheit umzugehen, und du kannst deinen Willen einsetzen, um die nächsten Schritte in dein zukünftig trockenes Leben zu gehen. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und hier einen guten Austausch.

    LG viola

    Guten Morgen Holk,

    herzlich willkommen hier! Schön, dass du hergefunden hast.

    Mach dir klar, wie die Suchtmechanismen sind, d.h. beginne zu verstehen, was gerade bei dir abläuft.
    Über sehr viele Jahre hast du ein Muster eingeübt: der Alkohol war eine Belohnung für dich eine Art "Medizin". Dazu noch der Begleiter von anderen Tätigkeiten (wie Musikhören etc.), um diesen Genuss noch zu steigern.
    Nun hat dein Gehirn ganze Autobahnen eingerichtet, indem es seine Rezeptoren auf dieses Muster ausgerichtet hat. Nicht-Trinken erfordert daher neue Mechanismen.
    Du kannst die alten Muster im Gehirn überschreiben, indem du neue, schöne, gute Erfahrungen ohne Alkohol machst.

    Du hast eine sechsjährige Tochter? Wunderbar.
    Hör ihr zu, stell dich ihren Fragen. Erklär ihr die Welt. Entdecke mit ihr die Welt. Interessier dich für ihre Welt. Schnapp sie dir und mach mit ihr einen langen Waldspaziergang. Findet gemeinsam heraus, wie die Kohlmeise singt und wie der Buchfink.

    Wie hat dein Diabetes auf die zweimonatige Abstinenz reagiert? Bist du regelmäßig beim Arzt? Hörst du dort ermutigende Sätze? Weiß dein Arzt, dass du mit dem Alkohol aufgehört hast?
    WIe regaieren deine Frau, deine Verwandten, deine Freunde? Sind sie eingeweiht? bieten sie dir ein soziales Netz?

    Halte dich an das, was dir in deinem Leben Stabilität bietet. Probier Dinge aus, die wegen deines Trinkens zu kurz gekommen sind. Wofür hast du dich interessiert, bevor deine Trinkerkarriere begann? Dort kannst du wieder anknüpfen.

    Innere Leere?
    Stell dir eine Medaille vor. Auf der einen Seite steht "Innere Leere". Aber auf der anderen Seite: "Neue Freiheit".

    Du hast nun Zeit. Zeit, die dir vorher das Trinken genommen hat.
    Das Leben ist spannend und bietet dir unendliche Möglichkeiten. Brauchst nur genau genug hinzuschauen.

    Schönen Sonntag dir,
    LG viola

    Hallo luthien,

    willkommen hier! Schön, dass du hergefunden hast.

    Du sollst gar nichts!
    Du musst auch nichts machen!

    Aber: wenn du was sagst, dann steh auch dazu und sei konsequent.

    Zitat

    ich hab ihm gesagt, dass er nun eine Therapie machen muss, oder ich bin weg.


    Das ist doch eine gute Ansage! Denn nun hat er eine klare Wahl. Entweder die Therapie plus dich, oder keine Therapie plus Alkohol, aber ohne dich.

    Weißt du denn schon konkret, wie deine nächsten Schritte aussehen werden, wenn er sich gegen eine Therapie entshceidet? Oder wenn er sich gar nicht entscheidet, sondern alles so weiterschleifen lässt wie bisher? D.h. er kommt aus der Klinik, trinkt zunächst nicht, dann nur ganz bisschen "wegen der Schmerzen", dann wieder mehr und der Kreislauf beginnt von vorn.......!
    Was tust du dann? Wohin gehst du? Wovon lebst du? Wem vertraust du? Wie wird dein alltägliches Leben dann aussehen?

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für all das. Tu es für dich! Das tut nämlich sonst niemand.

    LG viola

    Hallo XY,

    Zitat

    Man macht sich ständig gedanken was man falsch gemacht hat , was man noch machen kann und egal was man macht es für den betroffenen nie richtig. Immer werden gründe für den konsum gesucht,


    Dieses "man", das bist ja du. Kannst ruhig "ich" schreiben.

    Natürlich sucht ein nasser Alkoholiker immer Gründe für seinen Konsum.
    Aber meiner Meinung nach bist du das nicht "besser", denn du suchst nach Gründen, weshalb du dich nicht trennen kannst / willst / solltest.
    Daher nützt es nichts, wenn du dich auf eine moralisch höhere Stufe stellst. Such lieber nach Wegen, wie ein Ausweg aus deinem Dilemma aussehen kann.

    Alles Gute dafür wünscht
    viola

    Hallo XY,

    dass das keine gesunde Beziehung ist, weißt du selber. Schön, dass du hergefunden hast!

    Kannst du evtl. mit ihm reden, wenn er nüchtern ist? Hört er dir dann zu, erreichst du ihn noch?
    Die aggressiven Aktionen klingen nicht gut. Und die Spirale scheint enger zu werden, d.h. dir fällt auf, dass es eine negative Tendenz gibt.
    Hast du Freunde, Freundinnen, mit denen du gut reden kannst und wo du evtl. auch mal hin kannst? Was ist mit deinen Eltern?

    Außerdem gibt es Frauenhäuser. Bestimmt auch in deiner Nähe. Kannst dich ja mal erkundigen, wie die Tel. Nummer ist, damit du sie griffbereit hast, wenn du da hin willst.

    Du musst nicht ausharren in Situationen, die dir nicht gut tun. Vergiss die Versprechungen eines nassen Alkoholikers. Seine Sucht wird immer stärker sein.
    Manchmal reicht Liebe eben nicht, um ein harmonisches Zusammensein hinzubekommen. Frag dich ehrlich, was du möchtest. Und was dir gut tut und was nicht. Und dann handele danach.

    Du bist für dich selber verantwortlich. Sei gut zu dir, das kann dir niemand abnehmen.
    LG viola

    Hallo William,

    wenn du die letzten drei Jahre wirklich trocken gelebt hast (und nicht nur abstinent), dann weißt du ja, was Carl Friedrich mit "Respekt" und mit "Demut" meint. Und wie wichtig gerade diese beiden Dinge sind. Und wie sie zusammengehören.
    Es sind essentielle Ingredienzien für einen stabilen trockenen und zufriedenen Alltag. Mir ist hier noch kein drei Jahre trockener Alkoholiker in die Quere gekommen, der auf solch einen Blödsinn kommen würde, auch nicht "zwanghaft".

    Da frage ich mich schon, was das soll und was du damit bezwecken möchtest. Außer einem Rückfall mit Ansage, versteht sich.....

    Ich wünsche dir einen angenehmen trockenen Abend,
    LG viola

    Ich war einige Tage krank und hatte gar keinen Appetit. Ist immer noch nicht normal, das Essen schmeckt auch anders bzw. nach nichts.
    Trotzdem habe ich mir heute einen Gemüseeintopf aus Porree, Pastinaken, Fenchel, roter Paprika und Dosentomaten gekocht, mit Rosmarin, Thymian und Lorbeer.
    Für morgen ist auch noch was da, Hat mir gut getan.

    LG viola

    Hi William,

    was genau meinst du mit Tunnelblick?
    Ist das was Optisches bei dir, also hast du beim Gucken das Gefühl, du guckst wie durch eine Röhre? Ist das Gesichtsfeld rechts und links eingeschränkt?

    Wenn dir so etwas häufiger im Straßenverkehr passiert. dann würde ich an deiner Stelle mal sicherheitshalber zum Augenarzt gehen und eine Untersuchung machen lassen, notfalls beim Optiker mal nachfragen. Denn das ist ja auch ein Sicherheitsproblem, für dich und für andere....
    Ob es einen Rückfall andeutet, kann ich nicht sagen. Habe davon noch nie gehört. Aber eventuell deutet es auch auf eine Veränderung in deinem Gehirn hin, das meine ich jetzt ganz prinzipiell - vielleicht hängen der Suchtdruck (neu) und das Tunnelgefühl (neu) ja irgendwie zusammen. Hierfür wäre dein Hausarzt ein passender Ansprechpartner. Hier im Forum kann dir ja niemand eínen ärztlichen oder sonst wie therapeutischen Tipp geben.

    LG viola

    Hallo Foffi,

    Morgenrot hat dir schon alles Passende gesagt.

    Bitte bedenke auch, dass hier das ganze WWW mitlesen kann. Ich an deiner Stelle würde nicht so detailliert über die Drogen meiner Schwester oder meinen Wohnort oder die Kosten für mein Handy Auskunft geben.
    Es gibt hier ja einen gescchlossenen Bereich. Überleg dir doch mal, ob du da mit deiner Geschichte nicht besser aufgehoben bist. Dort kannst du z.B. auch ein eigenes Tagebuch eröffnen und bekommst viel mehr Rückmeldungen, und du kannst auch offener schreiben, da der Zugang eben geschützt ist.

    LG viola

    Hallo William,

    ich finde es sehr schwer, zu erahnen, was du meinen könntest... ist deutsch eventuell nicht deine Muttersprache?

    Mit Falle meinte ich, dass es manchmal einfacher scheint, ein Problem zu bearbeiten, dass sich in den Vordergrund schiebt. Das ist dann aber nicht das eigentlich wichtig Ding, sondern es macht sich nur wichtig. Und es hält uns davon ab, da hin zu gucken, wo es wirklich weh tut.

    LG viola