Beiträge von Nea

    Hab mich getrennt.

    Müssen den Rohbau denk ich, noch fertigkriegen, mit Dach, damit wir ihn verkaufen können.

    Alles besser als das, was läuft.

    Schimm für ihn, weil ers nicht versteht.

    Schlimm für ihn, weil ich es ihm nicht verklickern kann.

    Schlimm für mich, weil ich meinen Traum begraben muss.

    Gut, dass keine Kinder da sind.


    Ich glaub, ich in schwerst depressiv und ich brauch dringend Hilfe,damit ich das durchsteh (finanziell und mental).

    Danke für deinen Beitrag, Sweetnina...

    War es bei deinem Mann also gar nicht so, dass er lieber bei seiner Familie u in seinem schönen Haus selbstgebauten Haus war als in der Kneipe zu hocken? :(

    Er sagt mir, dass ihm das Kneipengehocke und Gesaufe schon selber auf die Nerven geht, und dass er sich schon so auf die Familiensonntage freut, und darauf, mit mir und den zukünftigen Kindern was zu unternehmen, bzw., was für uns zu tun, Arbeiten am Haus, im Garten, im Stall...

    ...und dass ihn dann die Kneipe nicht mehr interessieren wird.


    Wenn einem das so dezidiert gesagt wird, möchte man das doch gern glauben.

    Wenn er von heut auf morgen sagt:"Du, mir ist die Kneipe wichtig und ich werde weiterhin mit meinen Kumpels nach der Arbeit meine Bierchen trinken, und mich am Sonntag ab 11 zudröhnen. Du kannst da gerne mit machen und wenn nicht, dann halt nicht." Dann könnte ich mich problemlos u strikt entscheiden.

    Aber ich möcht doch so gern diese zukunft leben und seinen Worten glauben.

    Und mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was er eigentlich tun könnte, um mich aus meinem Misstrauen raus zu holen.

    Weil ers problemlos 60 Tage (und davor 2 Jahre lang) ohne Alk aushält, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Weil er für mich nicht einstufbar ist, als Quartal-, Spiegel- oder was auch immer-Trinker.

    Weil ich es für möglich halte, dass wir auf einem Level miteinander leben können, wo es mich nicht stört, dass er Alkohol trinkt und ich mein Ding mach und er eben seins.

    Für mich und nur für mich hängt Liebe zu jemandem damit zusammen, wie weit man sich ihm öffnet. Wie gut man mit ihm reden, Quatsch machen, auf einer Wellenlänge sein kann.

    Wenn mein Partner das nicht gelernt hat, oder wieder verlernt hat, oder sich nicht öffnen will, dann bin ich verzweifelt.

    Außer S., Planen und Arbeiten haben wir augenblicklich nicht viel miteinander. :oops:

    Ihm reicht das völlig. Mir ist es zu wenig. :cry:

    Das liest sich alles nicht gut an. Gar nicht gut...

    *räusper* mit so schonungslosen Kommentaren hab ich nicht gerechnet.

    Vermutlich, weil ich nicht bemerke (n will), was da passiert.

    Danke für die ehrlichen Worte.

    Hey ihr!

    Ich schreib leider nur, wenns grad nicht so toll läuft... :oops:

    Jetzt hatten wir bitte über 50 nüchterne Tage (Osterfasten!) und nahtlos ist mein freund wieder auf seine 6-7 Bier täglich ugestiegen...ich fass es nicht!!!

    Ich hatte 3 bier und hab mich volle Wäsch angekotzt...ging gar nicht!!!

    Kann seitdem gar kein Bier mehr sehn, bäh.

    Der Rohbau steht, Kumpels arbeiten alle wie die Irren u ich fahr wochenends runter u arbeite fr. u sa. wie ein ganz normaler Hilfshackler (Ziegel schleppen u zureichen, Bretter u Schalungen putzen u stapeln usw., )

    Im Dorf wird gelästert, weil ich die Mannschaft nicht zusätzlich bekoche (das macht seine Mutter, meine hochachtung).Naja, damit kann ich leben.

    Das unter der Woche abends am Bau gesoffen wird, damit musste ich rechnen.

    Gönne auch allen gerne ihre vielen vielen Bierchen, die saufen bis drei in der Früh und sind am nächsten Tag um 6 am Bau und geben ein Tempo vor.... :shock: wie machen die das denn????????????

    Mein Freund wiegt keine 60 kg mehr bei eins achtzig Größe und ist der erste, der kommt und der letzte, der geht.

    Ist am Bau normal u lobenswert, denk ich... :?

    Arbeitswoche mit Besäufnis natürlich einschließlich Samstag.

    Sonntag dann um 11 das erste Bier im Gasthaus "Wohnzimmer".

    Usw.

    Hm.

    Mein Freund ist total lieb zu mir, Lebensplanung passt, wir können gut miteinander reden.

    Er hat auch ein schlechtes Gewissen, weil er am Sonntag ins Gasthaus geht (ich geh da nimmer hin, ist mir ekelig, Rauch und Bierdunst am Vormittag :roll: ) und ist zum angegebenen Zeitpunkt wieder zu Hause, hilft mir packen u verabschiedet mich. Dann wieder zurück ins Wohnzimmer.
    :evil:

    Ich bin total hin- und hergerissen.

    Was soll er denn zu Hause ohne mich, wenn alle seine Kumpels den Sonntag im Gasthaus verbringen u den Montag unserem Bau planen wollen?

    Kann man von ihm verlangen, als einziger nix zu trinken?

    Mich störts halt deshalb so, weil ich das Gefühl hab, er "beamt sich weg" von mir.

    Tut mich in die Schublade, macht zu, lebt derweil sein Leben mit Bier und Freunden und wenn´s ihm gefällt oder wenn ich zu laut an der Schublade rüttle, dann holt er mich halt raus....

    :cry:

    Ich trink ja auch gern Wein am Abend, aber nicht jeden Abend und nicht viel ...schon gar nicht beim Hackln am Bau, da hab ich DURST u trink lieber was alk-freies....

    Aber das verstehen ahrsch. nur Nicht- Biertrinker *seufz*

    Danke fürs Schreibenlassen u viell. lesen.

    Hallo, Rosa Li :)

    So einfach ist das mit dem Geld u dem Hausbau natürlich auch nicht;

    Wir müssen schon beide zusammenlegen, um uns das zu schaffen, was wir uns vorstellen.

    Ich such ja schon seit Ewigkeiten ein Häuschen mit Stall, aber bei mir in der Gegend gibts das nicht, um das Geld, das ich hab.

    Mein Freund wollte schon lange bauen, sein Plan wurde aber nicht genehmigt.

    Mit der Nachbarschaftshilfe ist das so eine Sache...mein Freund nimmt so etwas wahnsinnig ernst, wir haben im Sommer mehreren Freunden geholfen, Dachstuhlbauen, Dachdecken usw. und waren immer die ersten bzw. letzten auf der Baustelle.

    Und das erwartet sich mein Freund natürlich dann auch von den anderen (das es das aber nicht spielen wird, hab ich ihm eh schon gesagt...es ist keiner so "extrem" wie er).

    Ups, achja, ein email hab ich ihm auch geschrieben, in dem ich ihm alles, alles gesagt haben, was mich bedrückt, und zwar nicht sachte, sondern schonungslos.

    und letztes We hab ich ihm auch gesagt, dass ich innerlich mit dieser Beziehung schon abgeschlossen hatte, dass es mir wirklich wie auf Entzug besch.eiden gegangen ist, ich das aber gut überlebt hab und fest gestellt hab, dass es mir ohne ihn eigentlich sehr prima geht :D

    Weiters habe ich klar gestellt, dass er gerne Haus und Stall bauen kann, es aber bis auf Weiteres von mir kein Geld und auch kein Kind geben wird, weil ich mir erst sicher sein will, dass ich das, was ich tue, auch tun will.

    Urks.

    Hart und gar nicht herzlich.

    Sorry, hab übersehen, dass du geantwortet hast, martha :oops:

    Irgendwie kann ich die verschiedenen blau´s der Beiträge nicht unterscheiden :roll:

    Ich hab darüber mit seiner besten Freundin und seiner Lieblingsschwester gesprochen, die haben beide gemeint, wenn er nicht checkt, warum ich nicht mit ihm reden will, dann ist ihm eh nimmer zu helfen-

    er hat mich dann per sms gefragt, was er mir denn getan hat, dass ich nimmer mit ihm reden möchte und ich hab ihm geantwortet, dass er MIR gar nichts tut, aber Sachen mit sich selbst anstellt, die ihn mir total entfremden, und dass ich nicht mehr weiß, was ich mit ihm reden soll, weil es eh nicht bei ihm ankommt.

    Er hat geantwortet, alles käme an, er würde ab sofort wieder der alte, den ich kenne und liebe.

    Seine Freundin hat ihm unabhängig von mir einen Brief geschrieben und an seinen Verstand bezüglich seiner Gesundheit apelliert...

    Kurz und gut, ich bin am letzten We wieder zu ihm gefahren und muss sagen, er hat sich sehr sehr bemüht, war Kavalier vom Feinsten, er hat wohl zwei Bier getrunken, aber in ein einem Zeitraum von 4-5 Stunden.

    Es war wirklich ganz so wie früher *seufz*

    Diese Woche musste er viel arbeiten und hatte eigentlich keine Zeit, auf ein Bier zu gehen, vielleicht waren es 3 in der Woche--- :?

    Wenn er nicht für seine Firma arbeitet, arbeitet er am gemeinsamen Haus oder an meinem (!) Stall.

    Wie ein Wilder.

    Dieser Mensch ist dermaßen extrem, hab ich festgestellt... :shock::(

    Da gibts kein Mittelmaß...weder beim Arbeiten noch beim Haus/Stallbau noch beim Trinken, noch beim Sex...da gibts nicht "ein bisschen", sondern er muss beweisen, dass er am längsten durchhält... :oops: ...und auch, dass "sein Werk" nachher das absolut beste ist!


    Dieses We bin ich wegen der widrigen Wetterumstände zu Hause geblieben...bin schon gespannt, was ich so von ihm hören werde; er hat das gesamte Bauholz geliefert bekommen und muss meinen Stall innen verputzen...ich wär ja so gern dabei :cry:

    Aber ich hab für mich gesorgt; ich hab eine Aufräumorgie in meinem Haus geplant, der Sonntag ist auch schon ausgefüllt, mit lauter neuen Sachen, die ich mit meinem Hund und meinen Pferden machen möchte...freu mich schon drauf.

    Danke, für die vielen Rückmeldungen, ihr gebt mir echt ganz viel Kraft.

    Er hat mir heute viele sms geschickt, von "guten Morgen" über "was machst du grad" bis hin zu "warum meldest du dich nicht, ich mach mir Sorgen!", dazu unzählige Anrufe.

    Habe bis jetzt nicht reagiert, weil ich nicht gewusst hab, was ich mit ihm reden soll.

    Ich hab ihm jetzt ein sms geschickt, dass er, wenn er mir was Wichtiges zu sagen hat, mir ein e-mail schicken kann.

    Darauf kam die sms, ob ich nicht Zeit zum Plaudern hätt, er baut grad am Stall weiter und der wird so toll :shock:
    Und prompt wieder angerufen :roll:

    Kapiert ers nicht?

    Mir ist sein Handeln mir gegenüber schon peinlich.... :oops:

    Ich find eure Antworten auch ganz toll, danke :)

    Er hat gerade angerufen, aber ich hab nicht abgehoben, was sollte mich auch erwarten, um diese Uhrzeit?

    Fühlt sich gut an, das Nicht-Abheben 8)

    Händezittern ist auch weg.

    Atmen geht auch wieder...hab den ganzen Tag lang echt das Gefühl gehabt, mein Herz hört gleich auf zu schlagen....so ein Dauerschock.

    Na, jetzt wart ich mal auf morgen.

    Vielen Dank, ihr Lieben, fürs Zuhören und Antworten!

    Lg Nea

    Wie gesagt, ins Zimmer pinkeln kam auch schon 2 mal vor :evil:

    Allerdings unsabsichtlich. klo nicht gefunden. Bett auch nicht gefunden, hat sich ins Bett seines Vaters gelegt :shock:

    Ja, ich hab zwei threads, im anderen hab ich so viel gesudert, dass die Wichtigkeit dieser Eingangsfrage womöglich untergegangen ist.

    Hab ich mir halt gedacht :?

    :lol:

    Mir gehts leider besch....eiden.

    Gestern hab ich ihn am Abend mal wieder kaum verstehen können am Telefon, sehr selbstmitleidig war er, er muss sich um alles kümmern (er muss sich jetzt ein neues Auto kaufen und ich helf ihm zuwenig dabei...ich bin die einzige, die sich hinter den Computer geklemmt hat und Autos in seiner Gegend ausfindig gemacht hat; nur, bis er sich die angeschaut hat, waren die schon alle weg!)

    Dann hab ich ihn mal vorsichtig gefragt, wann er denn gedenkt, die Sauferei zu beenden?

    Er war irrsinnig empört, hat gemeint, er hätte noch nicht mal angefangen damit, und er erträgt es nicht mehr, dass wir jeden Tag deshalb streiten, und ich hätte schon das gesamte Dorf und seine Geschwister gegen ihn aufgehetzt, jetzt trinke er erst recht weiter und zwar aus Trotz!!!

    Ich hab ihn dann gar nicht mehr richtig verstanden und hab ihm gesagt, dass ich so nicht mehr mit ihm reden möchte. Haben dann gute Nacht gesagt und aufgelegt.

    Geschlafen hab ich die ganze Nacht nicht.

    Er hat sich heute nicht gemeldet, ich mich auch nicht.

    Es tut unbeschreiblich weh.

    Ich hab mit seinen Schwestern und einer guten Freundin von ihm gesprochen, die mir raten, ihn einfach eine Zeit lang komplett zu ignorieren.

    Mir gehts so mies, ich heul durch, ich hab Schweißausbrüche, Händezittern, rauche eine nach der anderen, lass das Sch----Handy nicht aus den Augen...Entzugserscheinungen?

    Schönen guten Abend allerseits !

    Ich hätt da mal ne Frage :

    Wieviel Alkohol ist denn eigentlich noch "normal"?

    Man muss ja kein Antialkoholiker sein, um nicht Alkoholiker zu sein...ich hab da ein bisschen ein Problem mit der Definition.

    Könnt ihr mir weiterhelfen?

    Vielen lieben Dank!

    Nea

    Zitat von Linde66

    Hm. Wenn er jetzt schon so ein nettes Wohnzimmer mit seinen Saufkumpels hat, meinst du, daß er das jemals mit eurem noch zu bauenden Wohnzimmer wieder eintauschen wird?


    Lg, Linde

    Irgendwie hoff ich, schon :oops:

    Heimkommen ins eigene Haus, gutes Pappi kriegen, die Kinder knuddeln und vorm Fernseher knotzen sollte doch eigentlich Ziel von Familienvätern sein, oder?

    Liebe Linde,

    ja, die Grundbausteine hab ich schon gelesen.

    Ich hab auch schon erfahrung mit Coabhängigen und als Co, mein Stiefsohn aus der ersten Ehe, mit dem ich 10 Jahre lang zusammengelebt habe, war drogenabhängig (Heroin).

    Seine 3 Geschwister und sein Vater, alle im gleichen Haushalt lebend, waren Co´s vom Feinsten.

    Ich hab immer versucht, mich zu distanzieren und gerade an mir hat er sich am ärgsten gerieben, eh klar :roll:

    Ich hab echt gehofft, dass diesmal bei diesem Mann nicht mein Helfersyndrom zum Tragen kommt...dass er als Antialkoholiker plötzlich zu trinken anfängt, ist mir einfach...unerklärlich, unfassbar, suspekt...

    Ich seh es eigentlich nicht als Rechtfertigung, ich versuch wirklich, Gründe dafür zu finden, warum er denn plötzlich Bier statt Frucade trinkt *waaaaaaah*

    ...ich seh mich schon in ein paar Jahren, immer noch auf demselben Level, noch immer keinen Grund gefunden.....

    ...und ich lese von sovielen hier, die sich so gerne trennen möchten, um das zu haben, was ich jetzt habe:

    Ein eigenständiges Leben, eine eigene Wohnung, keinen Problempartner mehr.

    Ja, aber IST es denn schon der Ernstfall?

    Grad hat er mich angerufen, hat 11 Std am Stück gearbeitet und war danach noch "auf ein Getränk".

    Hat wohl 2,3 Bier getrunken, man kann aber normal reden mit ihm.

    Er redet ja im Wirtshaus auch über nix anderes als über mich und das Haus, die Leut, die mit ihm im Wirtshaus sitzen, sind die Nachbarn, die uns später beim Hausbau helfen werden....die Situation ist echt schwierig, natürlich mag er sich nach der Arbeit entspannen bei ein paar Bier, zuHause hat er kein eigenes Wohnzimmer, er kann zu Hause eigentlich nur essen und schlafen gehen.

    Das Wirtshaus ist für ihn eigentlich sein Wohnzimmer, sein Ort zum Abschalten.

    Blöde Situation :?

    Der Kopf sagt:

    "Dieser Mann ist deine Chance für ein Leben mit deinen Pferden im selbstgebauten Haus, mit Kindern, die du mit ihm haben möchtest, an dem Ort, der für dich der schönste auf der Welt ist."

    Der Kopf sagt auch:

    " So schnell findest du an diesem schönsten Ort der Welt keinen Job, du müsstest in Karenz gehen, um dorthin zu kommen, und dich dann dort um einen Job bemühen.
    Im Ernstfall hast du ein Haus am Arsch der Welt, keinen Job, ein paar kleine Kinder, 4 Pferde und einen Alki als Mann."

    uiuiui

    :shock:

    Danke für deine Antwort...ist es also wohl doch schon so weit, dass man von Alkoholismus sprechen kann :cry: ich hatte gehofft, es wär einfach nur eine Phase.

    Ich denk eh an mich...ich hab mich erst vor kurzer Zeit scheiden lassen, hab damit noch genug zu tun, emotional...dann der Abort, mein schöner und aufreibender Job...als Ausgleich hab ich meine Pferde und meinen Hund, die mich sehr glücklich machen.

    Dieses We war ich seit langer Zeit...oder eigentlich zum ersten Mal nicht bei ihm...es ging auch, ich vermiss ihn halt total und er hat auch 2 Tage lang nicht getrunken.

    Wies heut ist, weiß ich leider nicht, aber da er sich noch nicht gemeldet hat, wird er wohl einen Grund haben (ich hör am Telefon, ob er was getrunken hat, oder nicht).

    Wie kann ich denn noch mehr an mich denken?

    Ich hab meinen Job, meine Freizeitgestaltung, eine einzige beste Freundin, ich hab genug Geld, ich würd mir gern ein Haus bauen damit, ich hätt gern ein Kind....*seufz*...aus dem Bauch heraus wär er der Richtige dafür.

    Ich hab schon einige eurer Geschichten gelesen und es hat mich sehr berührt.

    Es kostet mich ein gutes Stück Überwindung, mich hier zu öffnen, aber ich komm alleine mit meinen Sorgen und Gedanken nicht mehr zurecht. Auch Freunde und Geschwister/Familie von meinem Freund können mi nicht helfen, es geht ihnen ähnlich wie mir.

    Es geht, wie schon zu erraten war, um meinen Freund. Ich bin 35, er ist 39, seit genau einem Jahr sind wir zusammen.

    Wir haben uns kennen gelernt, als er auf Reha war, seine Bauchspeicheldrüse wurde operiert; die war mißgebildet von Geburt an, die OP hatte nichts mit Alkoholkonsum zu tun.
    Er hatte damals seit gut zwei Jahren nichts getrunken, ein blitzgescheiter, charismatischer mann.
    Bald war klar, wir wollen miteinander ein Leben beginnen, Haus bauen, Kinder haben.

    Wir wohnen 300 km auseinander, deshalb fahre ich meistens am We zu ihm, weil wir auch dort bauen wollen, wo er zu Hause ist (ist viel schöner als bei mir daheim ;))
    Er wohnt in einem kleinen Kaff, wo es außer 2 Lokalen eigentlich nichts gibt.
    In diesen zwei Lokalen spielt sich natürlich das tägliche Dorfleben ab, und gesoffen wird sowieso auch. Mein Freund war immer Teil der dörflichen Gemeinschaft, nur getrunken hat er eigentlich nie mit. Immer nur Wasser und Kaffee.
    Er wird sehr geschätzt im Dorf wegen seiner Hilfsbereitschaft und Kompetenz.
    Er hat einen sehr anstrengenden Job, ist oft von 4 Uhr morgens an 48 Std durch auf der Baustelle und kommt kaum zum Essen.

    Nun zum Problem: Nach der Reha hatten wir am We eine sehr schöne und glückliche Zeit, wir schrieben und schreiben uns täglich 20 sms und telefonieren täglich über eine Stunde lang. Nach und nach versuchte mein Freund mal den einen oder anderen Radler und wagte sich schließlich an Bier heran. Am We wurden bald schon 2,3 Bier gekippt, danach war er ohnehin nicht mehr in der Lage, noch mehr zu trinken, weil er komplett dicht war.
    Fand ich damals noch irgendwie lustig.
    Dann kam die Kontrolle im Spital und es stellte sich heraus, dass seine Werte überdurchschnittlich gut waren.
    Das war anscheinend für ihn wie ein Startschuss, seitdem trinkt er nun täglich nach der Arbeit seine 3,4,5,6 Bier, ist jeden Abend betrunken.

    Das ist seit Oktober so.

    Ich versuche ständig, mit ihm darüber zu reden, wir haben beide das leidige Thema schon so satt, haben auch schon oft darüber gestritten.
    Er sagt, es geht ihm selber schon so auf die Nerven, das Gesaufe, aber i, Gasthaus ist das nun mal so, durchs Reden kommen die Leut zam, einer bestellt eine Runde und los gehts!

    In diesen Feiertagen haben wir nichts anderes gemacht, als im Gasthaus zu sitzen, d.h., ich bin zu unserer Baustelle gegangen, mit dem hund spazieren gegangen, Freunde besuchen gegangen, während er im Wirtshaus saß, um wichtige Dinge zu besprechen :roll:

    Ich kenn ihn eigentlich kaum mehr nüchtern :(

    Meine Frage: Ab wann ist man Alkoholiker? Was kann ich tun?

    Irgendwie hab ich schon den perversen Wunsch, seine Bauchspeicheldrüse würde wieder kaputtgehen....*seufz*

    Vielleicht verkraftet er unsere doch ziemlich intensive Beziehung nicht. Wir haben leider auch schon ein Kind verloren (9. Woche), was ihn wohl mehr getroffen hat als mich...vielleicht ist er auch durch den Hausbau Plan überfordert...aber darauf angesprochen, sagt er natürlich, er sei es nicht.

    Seine Familie ist mittlerweile schon ziemlich angfressen auf ihn, weil er, wenn er betrunken ist, nur in Selbstmitleid versinkt und alle gegen ihn sind.
    Sogar sein bester Freund hält ihn nicht mehr aus.
    Alle können sich den Zustand nicht erklären und geben wohl zum Teil mir die Schuld :oops:

    Wir haben eigentlich die besten Voraussetzungen für ein schönes Leben zu zweit. Geld ist genug vorhanden, wir können das haus schuldenfrei bauen, wir lieben uns, wir haben beide eine Ausbildung und einen Job.

    Was will man denn mehr vom Leben?

    Ich versteh das alles nicht mehr....
    :cry:
    was sagt ihr denn dazu?


    Alles Liebe, Nea