Beiträge von DanielG

    Hallo Marlies,

    insofern haben die Ärzte wohl recht. Nur er selbst kann sich da raus helfen.

    Mir hat jemand einen ganz sarkastischen Rat gegeben: wenn Du deine Frau los werden willst, gib ihr genug zu trinken.

    Das ist brutal, und das habe ich auch so empfunden. Aber es ist was Wahres dran. Wenn er weitermacht, macht er Dich zu seiner jungen attraktiven Witwe- und er selbst liegt auf dem Friedhof..........

    idS Daniel

    Zitat von Rose2


    Deine Frau hat sich jetzt für eine psychosomatische Klinik entschieden, d.h. vorrangig geht es da wohl um ihre Depressionen ?

    Hallo Rose,

    für die psychosomatische Klinik hat sie sich nicht aktiv selber entschieden. Sie ging auch nicht wegen ihres Alkoholproblems in Behandlung begeben, sondern wegen ihres körperlichen Verfalls (fast zwanzig Kilo Gewichtsverlust seit November). Angeblich kann sie nichts mehr essen- weil ich ihr so auf die Nerven gehe......ob sie Depressionen hat, kann ich gar nicht sagen.

    Ich habe auch ganz bestimmt keine Flaschen gesucht oder gezählt, aber es ist mir halt aufgefallen, dass eben diese eine Flasche fehlt (die seit Ostern dort stand).

    Das mit der Co-Abhängigkeit habe ich so weit begriffen. Mir ging es ja ursprünglich auch nur um EINE Antwort auf EINE Frage- nämlich, ob meine Frau nach ein paar Wochen Nicht-Trinken als trocken zu betrachten ist oder sich nur "trocken" fühlt. Sich also in einem Akt der Selbstüberschätzung für jemanden hält, der sein Akl-Problem ganz alleine lösen konnte.

    Nicht mehr, nicht weniger.

    idS Daniel

    Halte Abstand!

    Trennung heißt Trennung, nicht nur Wechsel der Wohnung.

    Aber mal eine ganz andere Frage: nach deinem Profil bist Du 32 Jahre alt, dein Mann hat vor drei Jahren einen Schlaganfall gehabt. Ist dein Mann in etwa in deinem Alter? Wenn ja, wieso hat er dann so früh einen Schlaganfall erlitten? Hat man vorher nichts gemerkt, zu hoher Blutdruck oder so?

    Und was sagt der Facharzt/Internist zu der Tatsache Alkoholmißbrauch?

    idS Daniel

    Hallo miteinander,

    ich will mal den aktuellen Stand hier zur Diskussion stellen.

    Eurem Rat folgend, habe ich mich zurückgehalten und mich nicht weiters gekümmert, was Sie nun macht. Es hatte den Anschein, als sei sie immer noch trocken (obwohl ich hier und da noch Flaschen gefunden habe, manche noch halb voll - ich weiß aber nicht mehr, aus welcher Zeit die stammen..).

    Heute morgen nun ist sie abgereist zur stationären Behandlung in einer psychosomatischen Klinik. Wenn ich es richtig bemerkt habe, hat sie sich mindestens eine Flasche Quitten-Schnaps eingepackt (und wenn ich die Ouzo-Flasche im Keller nicht mehr finde, die auch noch).

    Es ist also alles wie gehabt.

    idS Daniel

    Hallo Pantherina,

    ich weiß jetzt nicht, ob Dir damit wirklich geholfen ist- aber ich habe lernen müssen, dass man niemandem gegen seinen Willen helfen kann. Damit scheiden alle "Zwangsmaßnahmen" von vornherein aus. Er wird nicht trocken werden oder bleiben, weil Du es so willst.
    Meine Frau hat mir und den Kindern heilige Eide geschworen, mit dem Alkohol aufzuhören - und weiter gesoffen.
    Jetzt, nach fast dreissig Jahren Ehe, habe ich einsehen müssen dass ich mein Leben leben muss, sie führt ihres. Und für die Kinder ist es besser so, denke ich. Wenn sie, wie in Deinem Fall, den Vater betrunken erleben müssen, werden sie mit der Zeit Achtung und Respekt verlieren.
    Wenn es denn nicht schon so weit ist.

    Wenn es Dir gelingt, eine Trennung "menschlich sauber" hinzubekommen, dann sei froh drum. Mir ist das nicht gelungen, leider.

    idS Daniel

    Hallo co-la,

    wirklich gute Ratschläge kann ich Dir wahrscheinlich nicht geben, da ich selber noch zu frisch in der "Szene" bin. Mir geht bzw. ging es ähnlich wie Dir, nur sind meine Kinder zum Glück schon älter, so dass sich die Frage nach der Betreuung nicht so dringend stellt wie bei Dir.

    Eines jedoch habe ich hier gelernt: Du kanns niemandem gegen seinen Willen helfen! Wenn deine Frau weiter trinken will, wird sie es tun. Und sie wird damit nicht aufhören deinetwegen oder für die Kinder. Meine hatte unseren Kindern heilige Eide geschworen, mit der Sauferei aufzuhören - und weitergemacht.
    Es wird deshalb nach meiner Meinung wenig Sinn machen, wenn Du auf irgend etwas warten willst. Du bist jetzt gefordert, etwas zu tun. Am Rande bemerkt: wenn es später mal zu ernsten Konsequenzen kommen sollte, wird Dich ein Richter fragen, warum Du nicht schon früher was unternommen hast.......und wenn es der Scheidungsrichter sein sollte.

    Als ersten Schritt solltest Du die Wohnsituation ändern. Schmeiß sie aus der gemeinsamen Wohnung, und halte sie von den Kindern so fern wie irgend möglich.
    Wenn das nicht geht, nimm die Kinder und zieh aus. Wie schon der Chinese sagt: auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    Organisiere jetzt Dein neues Leben - deine Frau wird ihres führen (und Dich nicht fragen, ob Dir das so gefällt..).

    Wenn Deine Frau tatsächlich eines Tages trocken und gesund vor der Tür steht, kannst Du ja immer noch darüber nachdenken - aber mach Dir vorher keine Hoffnungen. Der Alkohol wird noch für eine ganze Zeit stärker sein als Du (meine hat an dem Tag aufgehört zu trinken, als sie gemerkt hat, dass ich eine Andere gefunden habe - und keinen Tag vorher! Allerdings war es da schon zu spät...).

    Ich wünsche Dir die Kraft, dies alles durchzustehen.

    idS Daniel

    Zitat von dorothea

    hallo daniel

    willst du denn nicht verstehen das es um dich geht, nicht um deine frau. du bist schon so von den vorwürfen deiner frau eingenommen das du sogar meinst wir würden dir ihre sucht vorwerfen. und genau das ist es was kaltblut meint, was zerrt an dir? das sind doch zb schon mal ihre ständigen haltlosen anschuldigungen. die haben dich schon so vereinnahmt das du seinen satz als anschuldigung gegen dich auffasst. schau hin was mit dir passiert. die sucht verändert nicht nur den süchtigen, sondern alle die mit ihm leben. und auch diese personen merken das genau so wenig wie der süchtige bis es zu spät ist. es ist ganz sicher nicht nur ihr saufen, da gibt es sicher noch eine ganze menge mehr das aber im vordergrund von ihrer sucht verdeckt wird.

    das du kontakt zu alten freunden und bekannten aufgenommen hast ist schon mal ne gute idee. du mußt gucken das du dein leben wieder in normale bahnen leitest, das es für dich wieder lebenswert ist. du bist hier wichtig, nicht deine frau, auch wenn du wegen ihr hier gelandet bist. das mußt du wirklich trennen.

    doro

    Danke. War wohl notwendig, ich drehe mich nur noch im Kreis.

    idS Daniel

    Zitat von kaltblut

    Was wäre, wenn all das was an Dir zerrt nichts mit Saufen und Deiner Frau zu tun hat sondern mit Dir?

    Holla,

    irgendwie hab ich das geahnt - irgendeinen Grund muss die Sauferei meines Weibes doch haben, oder? Und was liegt da näher, als den Grund beim Ehemann zu suchen?

    Komischerweise ist ihre eigene Mutter genau wie ihre Schwester der Ansicht, dass sie ein wunderbares Leben führen durfte - verglichen mit dem, was andere so erlebt haben.......
    Sicher bin ich auch nicht ohne Fehl und Tadel, aber der Grund für ihr Alkoholproblem bin ich sicher nicht (habe mich mit genügend Leuten aus unserem Umfeld unterhalten, um das sicher sagen zu können).

    Andererseits- wenn unsere Probleme miteinander NICHT vom Alkohol herrühren, dann bin ich vielleicht im falschen Forum. Aber um das herauszufinden, bin ich hier unterwegs.

    idS Daniel

    Zitat von kaltblut

    Dein Recht kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ist Deine Frau als Grundschuld eingetragen oder an Dich abgetreten?

    Was hat sich denn in der Zeit, seit der Deine Frau scheinbar trocken ist bei Dir geändert und was tust Du für Dich?

    LG Kaltblut

    Hallo Kaltblut,

    natürlich ist meine Frau nicht mein Privateigentum. Allerdings lebt sie länger mit mir und von mir als mit oder von irgendjemand anderem in dieser Welt. Bei mir ging es ihr besser als in ihrem eigenen Elternhaus. Der Vater war ebenfalls Alkoholiker und gewalttätig.

    Was sich getan hat seit letzten November? Wir leben in einer Art Partisanenkrieg im gleichen Haus nebeneinander her. Sobald ich auch nur irgendetwas sage, ist die Hölle los (habe ich schon erwähnt, dass ich an allem schuld bin, an ihrem Bauchweh genauso wie an der Weltwirtschaftskrise...?). Die nervliche Anspannung ist extrem, zumindest für mich.

    Was ich für mich getan habe? Ich habe wieder Kontakt aufgenommen zu Menschen, denen ich vertraue. Und von denen ich weiß, dass sie mich mögen. Meine beiden Schwestern, ihre Männer, meine Eltern. Jugendfreunde - alles Menschen, die meine Frau im Laufe der Jahre aus meiner Nähe vergrault hatte.
    Sie hat Probleme mit ihrem Selbswertgefühl; da sie selbst aus einem Umfeld der sozialen Unterschicht stammt, fühlt sie sich offenbar auch nur in solcher Umgebung wohl.
    Die Kinder sind jetzt groß genug, dass sie die Situation vertehen können. Und wenn sie so aus der Klinik zurück kommt, wie sie hineingeht, dann endet diese Ehe eben.

    idS Daniel

    @ Martin

    Bitte um Entschuldigung, aber mir ging es nicht per se um die Anleitung für einen kalten Entzug, im Gegenteil.

    Meine Frau hat einen kalten Entzug hinter sich, und ihr Verhalten seither ist weiter oben schon beschrieben.

    Mir geht es darum, zu verstehen, ob es sich dabei um eine Folge des Alkoholismus handelt, oder ob dieses Verhalten eventuell noch andere Ursachen haben kann. Für mich ist das wichtig, denn wenn dieses Verhalten die Folge der Krankheit Alkohol ist, dann besteht Aussicht auf Änderung, Besserung, Heilung.

    Und ich werde die Scheidung nicht weiter vorantreiben.

    Deshalb ist das für mich so wichtig.

    idS Daniel

    Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

    Ich muß zugeben, dass ich mit diesen Aussagen nicht gerechnet habe. Jedenfalls nicht in dieser Klarheit.

    Wenn ich Euch richtig verstanden habe, so ist es nun an mir, MEIN Leben und das der Kinder zu gestalten. Auf alles andere habe ich eh keinen echten Einfluss.

    Und ob sie sich helfen läst oder nicht, ist zunächst ohne Belang?

    idS Daniel

    @ Linde 66

    Vielen Dank für den Link - aber ich glaube nicht, dass ich insoweit Co-Abhängig bin. Ich habe kein Bedürfnis nach Anerkennung als "Helfer" oder "Aufopferer".

    @ Dorothea

    Bezüglich dem Thema mit den Koffern vor der Tür: Sie braucht mich nicht rauszuschmeissen, vorher gehe ich freiwillig. Aber dann drehe ich auch den Geldhahn zu, bis hin zur Zwangsversteigerung unseres Hauses. Ich habe absolut kein Helfersyndrom, eher das Gegenteil. Ich habe keine Lust, mich um mein Lebenswerk bringen zu lassen. Sie wird mich nicht um unsere Altersversorgung bringen, das will ich mit allen Mitteln verhindern.

    Und ich will mich nicht länger an der Nase herumführen lassen. Mir erzählen lassen, es gäbe kein Alkoholproblem mehr, schliesslich hat sie seit November keinen Schluck mehr getrunken (sagt sie). Und dann in einigen Monaten mir den Rückfall ansehen dürfen.

    Darauf habe ich absolut keine Lust mehr. Wenn sie am 16. April nicht in der Klinik ist, fliegt sie hier raus. Oder ich gehe.

    Ich glaube nicht, dass ich Co-Abhängig bin.

    idS Daniel

    idS Daniel

    Zitat von MrHardcore

    was machst du eigentlich für dich, um deine doch sehr ausgeprägte kontrollfunktion mal zu "behandeln"? ich an stelle deiner frau hätte mir derartige "querschüsse" hinter meinem rücken massiv verbeten - auch und besonders, als ich noch gesoffen habe...

    cu
    MrHardcore

    Hallo Meister Hardcore,

    zur "Kontrollfunktion": Ginge es nur um sie, würde ich sie ihrem Schicksal überlassen. Aber da sind drei Kinder, ein gemeinsames Haus mit noch in bißchen Hypothek drauf und noch ein paar Dinge, die es erforderlich machen, dass ich mich kümmere.

    Wenn sie sich alleine totsaufen wollte, würde ich sie das tun lassen. Aber sie reißt uns alle mit sich. Und ich habe keine Lust, am Ende meines Berufslebens finanziell ruiniert dazustehen. Aus diesem Grund ist es nicht nur ihre persönliche private Angelegenheit, ob sie trocken wird oder bleibt- oder eben nicht.

    Und es ist mein gutes Recht, mich um den Gesundheitszustand meiner Frau zu kümmern, mit der ich im Oktober dreissig Jahre verheiratet sein werde.

    Meine Meinung jedenfalls.

    idS Daniel

    Hallo Doro,


    folgendes ist Stand der Dinge: meine Frau hat selbst entgiftet, im November. Seither hat sie ca. 20 Kilo abgenommen, es geht ihr wirklich nicht gut. Aus diesem Grund (und nicht wegen des Alkohols!) hat sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Und zwar bei einer neuen, jungen Ärztin in der hiesigen Praxisgemeinschaft, bei der sie nie zuvor gewesen ist.
    Ich habe ebenfalls einen Gesprächstermin bei dieser Ärztin vereinbart und ihr die ganze Vorgeschichte erzählt. Dabei hat sich, wie erwartet, herausgestellt dass meine Frau dieser Ärztin eine Lügengeschichte aufgetischt hat. Angeblich kann sie wegen ihrer Nerven nichts mehr essen (und an diesem Zustand bin natürlich ich schuld, wer sonst?). Dass sie ihren radikalen körperlichen Verfall selbst mit Hilfe von Glaubersalz und Heilfasten (welches sie natürlich ohne jede medizinische Begleitung selbst gemacht hat) herbeigeführt hat, hat sie geflissentlich verschwiegen. Und dass sie Alkoholikern ist, natürlich auch.
    Angeblich hat diese Ärztin für sie einen "Platz zur Kur" gefunden in Bad Neustadt/Saale. Ich habe allerdings noch keinerlei Post von der Krankenkasse erhalten (sie ist bei mir mitversichert). Auf Nachfrage bei der Krankenkasse wurde mir erklärt, dass noch keine Nachricht von der Ärztin dort vorliege. Danach habe ich mich bei der Ärztin erkundigt - die hat mir daraufhin erklärt, dass es sich um eine Einweisung in eine Fachklinik handele und nicht um eine Kur. Und deshalb gebe es auch keine Post vn der Krankenkasse.
    Übrigens eine Einweisung in eine psychosomatische Fachklinik. Im selben Ort befindet sich allerdings auch eine Entzugsklinik, vom gleichen Betreiber.

    Ich hätte jetzt ganz gerne gewußt, wie ich das einordnen soll? Wird hier der Wille zum Trocken sein erkennbar?

    idS Daniel

    Hallo miteinander,

    erst Mal danke für die Antworten.

    Die Situation ist aktuelle so: nachdem meine Frau seit November fast 20 kilo Gewicht verloren hat, lässt sie sich von ihrer Ärztin jetzt eine Kur verschreiben-wegen psychosomatischer Störungen. Sie kann angeblich wegen ihrer Nerven (die ihr der Ehemann ruiniert hat, logisch!) nichts mehr essen und hat deshalb so dramatisch körperlich abgebaut.

    Ich habe nun das Gespräch mit ihrer Ärztin gesucht, ohne allerdings Auskunft zu verlangen, sondern um die Ärztin mit zusätzlichem Wissen zur Vorgeschichte zu informieren. Es ist letztlich wohl so, wie ich es befürchtet habe: sie hat ihrer Ärztin eine Lügengeschichte präsentiert.

    Fakt ist jedenfalls, dass sie ab Mitte April in einer Klinik für psychosomatische Störungen behandelt werden wird. Ich hoffe jetzt mal, dass das medizinische Personal dort merkt, was eigentlich Sache ist. Und vor allem, dass die darunter liegenden psychischen Defekte und Probleme erkannt werden. Wenn nicht, dann war es das. Ich habe keine Nerven mehr, das auch nur noch weitere drei Monate durchzuhalten. Wenn sie von der Kur zurück kommt und ist NICHT gesund, dann weiß ich nicht, wie es weitergehen soll.

    Kann sich ein Patient so verstellen, dass er Fachärzte für psychische Erkrankungen über eine bestehende Alkoholabhängigkeit täuschen kann?

    idS Daniel

    nach einem kalten Entzug körperliche Probleme wie Deli oder Krämpfe oder so zu bekommen?

    Nach über drei Monaten immer noch?

    Meine Frau hat (angeblich!) im November mit dem Alkohol aufgehört, d.h. mit Hilfe von Glaubersalz/Heilfasten und danach Unmengen von Buttermilch ihre Leberwerte "frisiert".

    Sie glaubt, das Thema sei für sie gegessen, die Leberwerte wieder im Normbereich (nach fünf Jahren täglicher Trunkenheit...) - und Bedarf für weitere Maßnahmen wie Langzeittherapie usw. bestehe nicht.

    Gehört das unter die Rubrik "Selbstüberschätzung"? Oder kann man nach drei trockenen Monaten davon ausgehen, das sie vom Alkohol weg ist?

    idS Daniel

    Hallo zusammen,

    wir sind jetzt räumlich getrennt, d.h. sie bewohnt jetzt ihre eigenen Zimmer im gemeinsamen Haus (das hat 380 Quadratmeter, da ist Platz genug..).

    Mir hat man gesagt, sobald ein Alkoholiker körperlich entgiftet ist, ändert sich sein Verhalten bzw. sein Charakter. Meine hat sich kein bißchen geändert, sie ist nur furchtbar abgemagert. Manchmal glaube ich, dass nur der Haß auf mich sie auf den Beinen hält.

    Ab Mitte April hat sie einen Kur-Platz in einer Klinik für psychosomatische Erkrankungen (sie hat offenbar ihrer Ärztin nicht die volle Wahrheit gesagt - in der gleichen Stadt befindet sich auch eine Entzugsklinik, aber dort geht sie nicht hin). Sie ist also offenbar immer noch damit beschäftigt, nach außen hin das Lügengebäude aufrecht zu erhalten. Niemand darf wissen, was sie wirklich hat. Seit Ende Februar war sie nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz, angeblich ist sie krank geschrieben. Sie provoziert ihre Kündigung - nur um mich zu treffen. Sie hat zwar nicht viel verdient dort, aber immerhin. Es geht ihr nur noch darum, mich zu treffen wo sie kann. Ist das typisch? Macht der Alkoholiker auch dann alle schuldig an seinem Zustand, auch wenn er schon entgiftet und trocken ist?

    idS Daniel

    Falls es jemanden interessiert,

    hier die Fortsetzung der Geschichte:

    seit dem 23. November ist meine Frau (nach eigenen Angaben) trocken. Ich entdecke seit kurzem aber wieder halbvolle Flaschen hier und da- könnten aber auch von früher übrig sein......

    Mittlerweile hat sie mindestens 15 Kilo abgenommen, sie sieht furchtbar aus. Ich bin für ein paar Tage ausgezogen und gestern abend zurückgekommen. Meine beiden Jungs wohnen ja noch hier, und ich habe meiner Frau einfach nicht mehr über den Weg getraut.
    Gleich eine Stunde nach meinen "Auszug" ging es los, der Psychoterror gegenüber den Kindern. Als erstes wurde unsere Tochter, 23 Jahre alt und schon selbstständig, d.h. außer Haus beizitiert. Alle drei Kinder wurden überflutet mit Gejammer und Geheule, ein angeblicher Nervenzusammenbruch soll stattgefunden haben, un die Kinder wurden vollgeschüttet mit Mitleidsforderungen für die Mutter und Beschimpfungen für mich, den Vater. Dienstag abend das Gleiche, Mittwoch nacht bis morgens um halb zwei. Die Tochter und der ältere Sohn sind berufstätig, beide arbeiten in der gleichen Firma.

    Mit systematischem Psychoterror gegenüber den Kindern hat sie diese so weit gebracht, dass sie nunmehr das leidende Opfer ist und ich der Depp - seis drum. Jedenfalls hatte meine Tochter sie zum Arzt karren müssen, weil sie sich mitten in einem Nervenzusammenbruch wähnte - war aber nicht. Ihren Job hat sie natürlich hingeschmissen, um mich zu treffen. Jetzt hat sie wohl eine Ärztin dazu gebracht, sie auf eine Kur zu schicken (Entzug?). Komischerweise durfte meine Tochter nicht mit hinein ins Behandlungszimmer zum Gespräch mit der Ärztin (obwohl sie eine halbe Stunde zuvor die Mutter fahren mußte, da diese wegen des nervlichen Zustands nicht in der Lage war, selbst zum Arzt zu kommen....). Ich habe also keinen Schimmer, was sie der Ärztin als Ursache für den körperlichen Verfall erzählt hat.

    Ab 15.04. soll sie nun behandelt werden in Bad Neustadt / Saale. Mehr weiß ich im Moment nicht.

    Würde es Sinn machen, das Gespräch mit der Ärztin zu suchen (die kannte meine Frau nicht bis zum vergangenen Mittwoch, hat also keine Ahnung von einer Vorgeschichte...) und diese ergänzend zu informieren?

    Wie verhalte ich mich, so lange sie zum Entzug in Bad Neustadt ist? Besuchen, obwohl ich nicht mehr mit ihr zusammenleben will, Therapieerfolg hin oder her? Oder isoliert und alleine lassen, damit ihr ihre Situation bewußt wird?

    Was tue ich also?

    idS Daniel