Falls es jemanden interessiert,
hier die Fortsetzung der Geschichte:
seit dem 23. November ist meine Frau (nach eigenen Angaben) trocken. Ich entdecke seit kurzem aber wieder halbvolle Flaschen hier und da- könnten aber auch von früher übrig sein......
Mittlerweile hat sie mindestens 15 Kilo abgenommen, sie sieht furchtbar aus. Ich bin für ein paar Tage ausgezogen und gestern abend zurückgekommen. Meine beiden Jungs wohnen ja noch hier, und ich habe meiner Frau einfach nicht mehr über den Weg getraut.
Gleich eine Stunde nach meinen "Auszug" ging es los, der Psychoterror gegenüber den Kindern. Als erstes wurde unsere Tochter, 23 Jahre alt und schon selbstständig, d.h. außer Haus beizitiert. Alle drei Kinder wurden überflutet mit Gejammer und Geheule, ein angeblicher Nervenzusammenbruch soll stattgefunden haben, un die Kinder wurden vollgeschüttet mit Mitleidsforderungen für die Mutter und Beschimpfungen für mich, den Vater. Dienstag abend das Gleiche, Mittwoch nacht bis morgens um halb zwei. Die Tochter und der ältere Sohn sind berufstätig, beide arbeiten in der gleichen Firma.
Mit systematischem Psychoterror gegenüber den Kindern hat sie diese so weit gebracht, dass sie nunmehr das leidende Opfer ist und ich der Depp - seis drum. Jedenfalls hatte meine Tochter sie zum Arzt karren müssen, weil sie sich mitten in einem Nervenzusammenbruch wähnte - war aber nicht. Ihren Job hat sie natürlich hingeschmissen, um mich zu treffen. Jetzt hat sie wohl eine Ärztin dazu gebracht, sie auf eine Kur zu schicken (Entzug?). Komischerweise durfte meine Tochter nicht mit hinein ins Behandlungszimmer zum Gespräch mit der Ärztin (obwohl sie eine halbe Stunde zuvor die Mutter fahren mußte, da diese wegen des nervlichen Zustands nicht in der Lage war, selbst zum Arzt zu kommen....). Ich habe also keinen Schimmer, was sie der Ärztin als Ursache für den körperlichen Verfall erzählt hat.
Ab 15.04. soll sie nun behandelt werden in Bad Neustadt / Saale. Mehr weiß ich im Moment nicht.
Würde es Sinn machen, das Gespräch mit der Ärztin zu suchen (die kannte meine Frau nicht bis zum vergangenen Mittwoch, hat also keine Ahnung von einer Vorgeschichte...) und diese ergänzend zu informieren?
Wie verhalte ich mich, so lange sie zum Entzug in Bad Neustadt ist? Besuchen, obwohl ich nicht mehr mit ihr zusammenleben will, Therapieerfolg hin oder her? Oder isoliert und alleine lassen, damit ihr ihre Situation bewußt wird?
Was tue ich also?
idS Daniel