Und wie fühlst Du Dich so als Betreuerin von 2 Kindern?
Beiträge von Kaleu
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Macht über andere Menschen hat man nicht - sie wird einem von diesen gegeben. Du hast in der Hand ob Du das tust oder nicht. Solange Du aber Deiner Mum (ich vermute es geht um Deine Mum) weiter Macht über Dich gibst um zu testen ob sie diese missbraucht, um die Bestätigung dessen zu bekommen was Du wissen willst, hast Du nur leider noch nichts verstanden.
Es ist kein Liebesbeweis Deiner Mum, wenn sie sich für Dich verändern würde. Auch wenn Du das noch so sehr willst.
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Na das sind doch mal schöne Gedanken die es wert sind weiter verfolgt zu werden.
So golden war Dein Käfig ja nun nicht.

Zu den Schuldgefühlen schreib ich mal morgen oder so etwas mehr. War gar nicht so leicht da was rauszufinden. Da konnte mir auch kein Therpaeut weiterhelfen. Kurioserweise zuckt da jeder mit den Achseln und keiner weiss wie man damit umgehen kann ausser aussitzen. Dabei gibt's einen Weg. Der tut zwar weh, funktioniert aber.
Wenn ich etwas mehr Muse habe, mehr dazu.
Derweil mag ich Dir aber wenigstens mitgeben, daß ich großen Respekt vor dem habe was Du da durchziehst. Es gehört unheimlich viel dazu aus dem bequemen Ohrensessel aufzustehen und über sich hinauszuwachsen obwohl man Gegenwind hat.
Gegenwind kann man prima zum Segeln nutzen.
Und wenn ich eins weiss, dann daß dieser Weg sich lohnt. Mag er am Anfang hart sein, irgendwann ist er normal. Und dann geht alles aus dem Ärmel. Entscheidungen, Verantwortung und das Abenteuer Leben fangen dann an wirklich Spass zu machen und man schaut ein bisschen ungläubig auf sich selbst zurück.
Wenn ich da meine alte Jacke anschaue. Ach Gottchen war die eng. Wie ich da mal reingepasst hab?
ZitatIch würde mich auch sehr über ein neues zu Hause freuen. Neu anfangen, neues aufbauen, neue Menschen....
Wird alles folgen, geht gar nicht anders. Da kannst Dich ruhig drauf freuen.
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Zitat
Der Schwung ist da, was mir gerade fehlt, ist der letzte entscheidende schubs. Wie, wenn man auf einem Sprungbrett steht und steht und sich nicht traut, und dann kommt der Moment, und man Springt.
Ist das so? Manchmal brauchts auch einfach eine Pause um wieder durchzuatmen. Für Dich selbst, beantworte Dir erstmal die Frage, holst Du Luft um zu springen oder hälst Du die Luft an um vielleicht doch nicht springen zu müssen?
Und was viel wichtiger wäre - willst Du denn springen? Selbst wenn es der Sprung in's Ungewisse ist?
Es sind nie die Schuldgefühle. Oder die Ehe. Oder der Alkohol. Oder die Kinder. Oder die Schwiegereltern. Oder der Hamster. Oder der Darmverschluss des Hamsters um den man sich doch erst noch kümmern muss. Das alles ist es nie.
Es ist der Weg von der Sicherheit durch Andere hin zur völligen Unsicherheit, dort wo Andere nicht mehr da sind. Dort wo einem klar ist - ab hier muss ich selbst für mich sorgen und kann mich auch gar nicht mehr verstecken.
Das Eine - die dysfunktionale Ehe - das ist bekanntes Gelände. Da weiss ich was morgen ist. Da wird mir gesagt was ich zu tun und zu lassen habe. Da muss ich mich nicht vor mir verantworten. Da muss ich nicht entscheiden, was morgen ist. Da kann ich das bequem abgeben. Sicher geht's mir da mies. Aber ist das so? Geht's mir da so mies? Ich weiss wo die Granaten niederregnen und weiss wo ich welche abfeuern muss um mir ein paar Krümel zu sichern. Da wird drum gestritten wer morgen das Auto haben darf. Und wer die Sandförmchen sauber zu machen hat. Kinderthemen eben.
Das Andere ist die Welt der Erwachsenen. Unbekannt. Niemand da der einem sagt was man tun soll. Da muss man es selbst herausfinden, Fehler machen und dazu stehen. Selbst dafür sorgen dass es mir morgen auch noch gut geht. Da muss ich selbst entscheiden. Brauch mich aber im Gegenzug nicht um Sandförmchen zanken. Da gibt's eine ganze Welt die nur auf einen wartet. Und eben das macht Angst.
Das Eine ist von der Hand in den Mund. Einfach nur dafür sorgen, daß es mir wenigstens in der nächsten halben Stunde nicht ganz so schlecht geht. Der Rest wird unter den Teppich gekehrt, dafür ist sowieso keine Zeit.
Das Andere ist viel langfristiger. Dafür sorgen daß es mir morgen gut geht. Ruhiger. Aber eben auch ohne Wegweiser. Ohne Geländer. Ohne Stützräder. Und eben unbekannt.
Es geht immer nur darum. Das Eine ist zu Hause, so wie's schon immer war. Das Andere fremd. Furchteinflössend.
Das Eine kann ich, das Andere müsst ich erst lernen.
Zu den Schuldgefühlen schreib ich gerne noch mehr. Bist Du denn bereit dazu auch für die die Verantwortung zu übernehmen? Ist ein ziemlich hartes Pflaster da draussen. Da stehst Du nämlich allein.
Wie ich aber schon sagte. Ich traus Dir zu.
Du Dir auch?
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Naja, was er abzieht ist nun nichts Unerwartetes. Erst die Nummer mit der Therapie, hat nicht geklappt und er hat's sofort aufgegeben. Und jetzt wird das nächste Geschütz aufgefahren und solange durchprobiert, bis er die Schwachstelle gefunden hat.
Die Frage die sich für Dich stellt ist aber, willst Du aufgrund einer Schwachstelle die er erwischt hat wieder mit ihm zusammenleben, nur um einen halben Tag keine miesen Gefühle zu haben oder willst Du wirklich mit diesem Mann zusammenleben?
Was dabei eine ganz große Rolle spielt ist tatsächlich der Alkohol. Doch in einem ganz anderen Sinne als das vordergründig der Fall ist. Wenn Alkohol der Trennungsgrund ist - ist logischerweise mit der Abwesenheit von Alkohol auch der Trennungsgrund weg. Und dann brennt die Hütte richtig.
Deswegen musst Du irgendwann anfangen einen Schritt weiter zu gehen. Willst Du mit diesem Mann eine Beziehung? Ja oder Nein. Kein vielleicht. Kein Mal sehen.
Vergiss den Alkohol dabei, denn der ist nur vorgeschoben. Bei Dir selbst. Willst Du einen Mann bei dem Du selbst dazu neigst Dich unterzuordnen und der das von Dir will? Willst Du eine Beziehung die ein Machtkampf ist und in der es vorranging darum geht kurzfristig wenigstens sich nicht ganz so schlecht zu fühlen? Ist das das wie Du Dir Dein Leben vorstellst?
Die Co-Knöpfe werden da gerne mal vorgebracht. Sicher sind die antrainiert. Man kann aber gegenwirken, vom ersten Moment an. Ich bin da schon drauf eingegangen.
Es geht dabei nur um Eigenverantwortung. Eigenverantwortung die eben die eigenen Gefühle einschliesst. Und eben auch die Frage bin ich bereit die Ehe fortzusetzen nur weil ich mit den Gefühlen die mit der Trennung zusammenhängen nicht umgehen mag?
Schuldgefühle sind dabei eins der wichtigsten Themen. Ich hab Jahre gebraucht um mit Sculdgefühlen umgehen zu lernen. Das ging erst als ich gemerkt habe, was Schuldgefühle eigentlich sind.
Schuldgefühle entstehen mitnichten durch Andere oder deren Verhalten sondern wenn ich selbst versuche mich hinter Anderen zu verstecken und diese Personen benutze um mich selbst nicht weiterentwickeln zu müssen.
Erst als ich das verstanden habe, konnte ich meine Schuldgefühle hinter mir lassen.
Ach ich Arme(r) zieht da nicht. Es gibt weder Opfer noch Täter. Daß der Kerl jetzt rumeiert ist klar. Die Frage für Dich ist - wo willst Du hin und kann er dazu gehören?
Je eher Du vollumfänglich für Dich dazu stehen kannst (es reicht erstmal für Dich selbst im stillen Kämmerchen) - um so weniger beeinflussbar wirst Du. Sich beeinflussen lassen ist letzten Endes nichts weiter als sich billig für ein wenig Zuspruch und ein Tätscheln auf den Hinterkopf von Mama zu verkaufen.
Du hast von Anfang an ziemlich flott Nägel mit Köpfen gemacht. Ich denke Du hast das Zeug dazu das und Deinen Weg fortzusetzen.
Ja, es ist manchmal beschissen, ja, es ist manchmal hart. Und ja, immer wieder kommen die Zweifel hoch. Alte Jacken in denen man sich sein Leben lang wohlfühlte, vermisst man erstmal eine Weile und wenn man sie plötzlich wieder an hat, kommt schnell ein vertrautes und heimeliges Gefühl hoch.
Nur - war das eigentlich mal Deine Jacke? Ich behaupte, sie passt Dir jetzt schon nicht mehr. Also lass sie in der Gammelkiste und tritt statt dessen mal einen Mülleimer um wenn alles zum Kotzen ist.
Es wird nicht das letzte Mal sein, daß alles zum Kotzen ist.
Ich werd Dir keine Hoffnungen machen, daß Du Dich ausruhen kannst und irgendwann alles von allein Wunderbar wird. Du wirst dafür immer wieder in Zitronen beissen müssen obwohl Du am liebsten den Kopf unter die Decke stecken möchtest.
Aber Du hast das Zeug dazu. Und den Schwung. Vergleiche ich Deinen Thread und Deinen Weg mit einigen Anderen bist Du sehr schnell voran gegangen. Und das nicht ohne Grund. Irgendwas drückt da bei Dir. Hab Vertrauen, daß es Dich schon richtig leitet. Bleib bei Dir selbst.
Wird werden.
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Ich hatte mal wieder die Hoffnung, friedlich diese Dinge lösen zu können.
Sowas lässt sich nur friedlich lösen, wenn zwischenmenschlich soweit alles in Ordnung ist. Das war es während der Ehe nicht - wieso sollte es das plötzlich in der Trennung werden?
Mal abseits von all dem Ärger...das Wörterbuch Deines Handys oder mit was auch immer Du geschrieben hast ist ja göttlich...
ZitatDas war mir auch bewusst, dazu gibts ja das Familiengruft.
ZitatSpäter bei Gicht kann dieses Gespräch aber doch wichtig sein.
Einfach köstlich.

Lass krachen Neuweg. Bist schon auf der richtigen Spur jetzt. Hut ab. Das wird. Immer enen Fuss vor den Anderen. Auch wenn mal ein spitzer Stein durch die Sohle drückt - trotzdem weitergehen. Es wird leichter.
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Naja, wie Sunshine schon schrieb, wie soll denn jemand auf Dich eingehen? Bisher hat noch Niemand was von Dir gelesen oder erfahren.
Ich fass mal zusammen was ich so weiss. Ne Menge über Deinen Mann, seine Probleme, seinen gesundheitlichen Zustand, seinen Suff und ein bisschen was aus eurer Ehe.
Von Dir - nichts. Nada. Gar nichts.
Nun frag ich mich, wie kann ich auf Jemanden eingehen, von dem ich nichts weiss?
Vielleicht fang ich mal mit einer Frage an, einer einfachen Frage.
Wie geht es Dir?
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Wobei es gar nicht die Hoffnung auf xy ist, sondern eben diese heile Welt.
Und diesen Traum kannst - und solltest - Du behalten. Denn genau dahin sollte Dein Weg führen. Zu bemerken, daß Du Deine Träume verwirklichen willst und vor allem, daß Du's kannst.
Wie's nicht geht weisst Du schon. Das ist unbezahlbar.
Du schaust noch viel zu viel nach der falschen Person. Schau weiter mehr nach Dir.
ZitatWahrscheinlich, bzw. ziemlich sicher wäre es besser gewesen, ich wäre wirklich mit Sach und Pack ganz weg und nicht nur nach nebenan.
Diese Berührungspunkte sind wirklich zermürbend.Du hast einen großen Schritt getan. Was bringt es Dir wieder in Hätte, Hätte, Damentoilette Muster zurückzufallen?
Es läuft doch alles Bestens. Du hast einen Schritt geacht um Ruhe für Dich zu bekommen. Und um Nachzudenken. Dieser Schritt bringt erste Ergebnisse. Die Erkenntnis, daß Du noch mehr Abstand brauchst.
Schau nach vorne. Nicht was Du hättest in der Vergangenheit hättest anders machen sollen, sondern was Du morgen anders machen kannst.
Immer wieder kommt zwischen Deinen Zeilen sehr eindeutig hervor, was Du willst, obwohl Du stur behauptest, Du wüsstest das nicht. Es ist alles da. Die gesamte Richtung.
In Deinem letzten Posting steht schon Deine Zukunft und der nächste Schritt. Brauchst es nur erlauben.
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Du schriebst nur wenige Nachrichten vorher, Du wüsstest nicht was Du willst.
Bist Du Dir da so sicher?
Du weisst doch sehr genau was Du willst.
Nur macht Dir zweifeln mehr Spass

Noch

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vielen Dank. Schlimm genug, dass ich überhaupt darüber nachdenke, ihn nicht dorthin zu lassen.
Genau darauf wollte ich mit meiner Frage hinaus. Die ist damit nämlich beantwortet.
Wenn diese Art Umgang des Miteinanders, des Lebens, von Konflikten und Problemen nicht Deinen Werten entspricht, warum kommst Du überhaupt auf den Gedanken Deine Werte anderen, die Deinen widersprechen, unterzuordnen?
Ich komme immer wieder darauf zurück. Du hast eine Hauptverantwortung. Die gegenüber. Deinen Wünschen; Träumen und Gefühlen, Deinem Leben und Deinen Werten. Du bist dafür verantwortlich Dein Leben nach diesen auszurichten. Du. Niemand sonst.
Werte sind nicht logisch zu begründen und lassen sich auch nicht argumentativ rechtfertigen oder widerlegen.
Werte sind da oder nicht. Sie können sich durchaus verändern und manchmal stehen sich 2 im Weg und dann ist zu entscheiden welcher Vorrang hat. Aber letzten Endes bist Du dafür zuständig, die verantwortung für Deine Werte zu übernehmen. Nicht diese zu rechtfertigen. Denn das ist etwas unmögliches.
Doch konsequent verfolgen.
Woher kommen Deine Zweifel an Deinem Tun? An dem was Du willst? Wirklich von Deinem Mann?
Das bezweifel ich widerum.
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Zitat
Mein Sohn hat heute Nachmittag seinen wöchentlichen Termin beim Psychologen.
XY will das überhaupt nicht mehr, da dort die Probleme offen angesprochen werden.
Er würde am liebsten die Therapie sofort abbrechen.Probleme gehören ja auch nicht an- oder ausgesprochen, sondern unter den Teppich gekehrt. Aussenwirkung zählt, wen interessiert da wie es dem Einzelnen geht.

Und wieder komm ich und sage die Kids sind ein Nebenschauplatz. Auch auf die Gefahr hin immer wieder missverstanden zu werden.
Meine Frage an Dich lautet - entspricht diese Art des Umgangs mit Problemen und von Menschen die Dir etwas bedeuten, incl. Dir selbst Deinen Werten?
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[quoteDie gehören einfach dazu. Sie sind ein Teil von mir! [/quote]
Bevor ich's vergesse, genau deswegen sage ich die Kids sind Nebenschauplatz. Das mag unverständlich klingen - ist es bei näherer Betrachtung aber nicht. Wenn Du tatsächlich für Dein Wohl sorgst, wirst Du Deine Kinder mitnehmen. Es geht gar nicht anders!
Lass niemals zu, daß irgendwer Dir Schuldgefühle wegen Deiner Kids macht. Weder Dein Mann noch sonst irgendwer auf der Welt. Auch nicht hier im Forum. Denn Schuldgefühle Deinen Kindern gegenüber trennen Deine Verbindung zu Deinen Kids!
Wenn Du für Dich entscheidest wirst Du von allein für Deine Kids sorgen!
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Ein Sätzchen das mich lage begleitet und mir treue Dienste geleistet hat:
"I never make the same mistake twice. I make it like five or six times, you know, just to be sure"
Vergiss das Lachen nicht. Lass krachen!
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Kaleu und Sunshine, ihr habt sehr recht. Ja, ich denke, dass vieles in mir damit zu tun hat, dass ich die Liebe, die Gute sein will. Ich will es richtig machen, für die Kinder, die eine glückliche Kindheit wollen. Für die Schwiegermutter, die hofft, dass die Schweigertochter daür sorgt, dass der Sohn wieder gesund wird. Für die Freunde, die denken, prima, er macht eine Therapie, da kann sie ihn unterstützen und alles wird gut. Und für das Forum, die mich warnen und sagen, geh besser heut als morgen.
Ja, ich hab keine Ahnung, was ich eigentlich will. Vielleicht ist das der Kern des Problems?
Nicht nur vielleicht.
Dein Mann ist der totale Nebenschauplatz. Das gilt nicht nur für den mann sondern für all das. Ehe. Schwiegereltern, Eltern. Menschen drumherum. Ja selbst die Kinder.
Auch wenn die Kinder immer wieder, auch gerne hier im Forum, hervorgekramt werden sind die trotzdem nebenschauplatz. Es ist genausowenig eine Lösung wegen der Kinder zu gehen als wegen der Kinder zu bleiben.
Zuerst sollte Dir wenigstens in Ansätzen klar werden, was Du willst. Was Deine Werte sind. Was Du verfolgen willst, wie Du leben willst, was Du Dir vom Leben erhoffst.
Selbst wenn Du Dich dann dafür entscheidest die Ehe fortzusetzen, weil es Dir nunmal am Wichtigsten ist, angebliche gesellschaftliche Konventionen zu erfüllen, dann musst Du eben genau dies tun.
Das Einzige was Du tun solltest ist - es eben auch konsequent zu tun. Was immer das nun ist. Du wirst Dich keinen Meter bewegen, wenn Du versuchst es "richtig" zu machen.
Weil es immer Menschen geben wird die A für richtig halten und andere die B für richtig halten.
Aus deren Sicht ist auch genau das das Richtige - nämlich das was sie tun würden oder was sie glauben was Du tun solltest.
Das muss Dir nur insgesamt ziemlich schnuppe sein: Egal ob's die Schwiergermama ist, Dein Mann oder Jemand aus dem Forum.
Nur Du kannst und solltest für Dich entscheiden und das geht nur, wenn Du eine Vorstellung davon hast wo Du eigentlich hin willst.
Erst im zweiten Schritt kannst Dir dann Gedanken machen mit wem Du gern da hin willst. Und im Dritten Schritt kannst denenigen dann fragen ob der auch da hin will.
Du fängst aber nimmer noch bei Schritt drei an.
Wenn man nicht weiß wo hin man segeln will, ist kein Wind günstig.
Zumindest in einem würde ich Dir gleich handeln. Nichts ernstes entscheiden solange ich keinen Plan hab was ich will.
Du hast Dich prinzipiell getrennt und auch für räumliche Trennung gesorgt. Zumindest zu Teilen kann jetzt etwas Ruhe einkehren.
Nutz diese um herauszufinden was Du willst.
Aber nutz diese Zeit auch. Sitze es nicht aus. Mit jedem Tag den Du abwartest was Andere tun oder nicht tun, gibst Du bereits Deinen Weg wieder auf. Weil Du wieder die Lücke suchst in die Du Dich vielleicht einpassen kannst.
Ich weiss nicht welche Sichtweise Dich am ehesten dazu bewegt im Inneren in bewegung zu kommen Bei mir war's die, daß ich gemerkt habe, daß ich zu feige war mich für mich zu entscheiden und mich aus Feigheit auf Anderen ausgeruht habe.
Für mich war die Erkenntnis, daß ich ganz genauso wie mein gegenüber - extrem egoistisch - gehandelt habe, ausschlaggebend ernsthaft etwas zu verändern. Denn so wollte ich nicht sein. War ich aber.
Es ist im Grunde wurscht was Du willst. Nur find's raus, vertritt es und lebe es.
Tust Du das nicht, wirst Du niemals anfangen können echte Achtung vor Dir selbst zu entwickeln.
Es ist eben immer einfacher brave Tochter zu spielen, die brav im Kinderzimmer sitzt und brav alles richtig macht was Mama und Papa sagen.
Du bist nur nicht mehr im Kinderzimmer. Du bist heute selbst für Dich verantwortlich. Auch für Deine Träume und Wünsche.
Du kannst drauf hoffen und warten, daß Dein Mann die wahr macht. Dann brauchst Du Dich nicht drum kümmern und kannst bequem im Ohrensessel sitzen.
Du kannst aber auch aufstehen, ernsthaft aufstehen und Dich selbst darum kümmern.
In meinen Augen wird hier im Forum viel zu sehr auf dem verhalten Deines Mannes rumgetreten. Denn das ist völlig nebensächlich. Es geht nur um Dich. Nur. Dein Mann ist scheissegal und sollte mit Deinen Entscheidungen nichts zu tun haben.
1. Find raus was Du willst
2. Wenn Du das weisst, dann frag Dich mit wem Du das willst
3. Frag den ob der das auch will und akzeptiere die AntwortAlles andere funktioniert nicht und dient nur dazu, daß Du Dich um 1. drücken kannst.
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Na, immer noch im guten alten Machtkampf? Ja, das braucht eine Zeit um aus dem auszusteigen.
Jetzt ist er offensichtlich der Gute - was ja nichts Anderes heissen kann als Du bist die Böse. Denn es muss ja immer einen Guten und einen Bösen geben. Und wer bleibt als Böse übrig wenn er der Gute ist?
Das hört erst auf wenn Du damit aufhörst. Egal ob zusammen oder nicht, ihr seid zwei Menschen. Der Eine ist so, der andere so. Mehr nicht. Das ist alles. Kein Guter, kein Böser.
Klar ist es leicht einen Machtkampf zu führen wenn man sich obenauf fühlt und im Recht. Das kickt so richtig. Man zieht ja nicht aus um sein Leben zu führen, nein, man ist Robin Hood, William Wallace und Ghandi in einem. Bis es eben nicht mehr kickt. Und plötzlich ist der Feind weg. Endlose Leere.
ZitatIrgendwie würde ich mir wünschen, er würde sich heute Abend so richtig betrinken, so dass ich wieder diese gewünschte Rechtfertigung habe, vor mir und vor ihm.
Na endlich. Das wäre die Rettung. Der Feind ist wieder da. Und Du wieder Robin Hood.
Merkst Du Deine Abhängigkeit von ihm?
Grundlage Deines Lebens ist aber nicht er, auch nicht ob er säuft oder nicht. Auch nicht ob er sonstiwie böse, gemein, super, toll ist, auch nicht ob er säuft oder nicht. Grundlage Deines Lebens bist Du. Niemand sonst.
Wie willst Du ernsthaft eigene Entscheidungen treffen und halten, wenn Du erstmal schaust wer der Gute und wer der Böse ist und ob Du mit dieser Entscheidung die Gewinnerin bist?
Es geht und ging nie darum gegen Deinen Mann zu sein oder gegen ihn zu gewinnen. Du fängst aber gerade wieder damit an. Du eröffnest gerade wieder den Machtkampf und das Konkurrenzdenken.
Es gibt nur einen Menschen vor dem Du Deine Entscheidung rechtfertigen bräuchtest. Du.
Jetzt geht's langsam los, jetzt beginnt langsam nebenher die Aufarbeitung.
Je schneller es Dir gelingt das Konkurrenzverhalten Deinem Mann gegenüber, das Buhlen um die Zuneigung der Kinder, die Einteilung in Gut, Böse etc. zu lassen und auf Dich zu schauen um so leichter wirds.
Im Moment jedenfalls möchtest Du's gern allen recht machen. Damit alle Dich lieb haben.
Denn Du bist böse. Und Du magst aber die Liebe sein. Und das sollen Dir bitte doch die Anderen sagen. Weil Du's Dir verweigerst.
Zuhause ist es halt am Schönsten. Da weiss man wie's funktioniert.

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Übrigens, wie Du das beschreibst wär mir der Suff von diesem mann gleichgültig. Solange seine Bösartigkeit präsent ist und er sie immer wieder unter Beweis stellt, wäre das jemand der für mich weder als Partner noch als Vater für meine Kinder in Frage käme.
So einfach ist das.
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Gibt nicht viel mehr zu sagen als was Sunshine schon geschrieben hat. Würde er was ändern wollen - könnte er's. Ab sofort. Dafür braucht er Dich nicht.
Genau das ist der Punkt. Solang er aber an Dir rumzerrt will er genauso weitermachen - inklusive mit Dir.
Denn um nichts Anderes gehts ihm. Lässt Du Dich davon einlullen, wird's eher schlimmer werden. Denn dann ist aus seiner Sicht nachgewiesen, daß Du das Problem bist.
Es mag im Moment so aussehen als wäre es eine wirklich schlimem Zeit für die Kids, ist es vielleicht auch. Aber kurzfristiges Denken hilft Niemandem.
Klar kannst heute zu Deinem Mann zurück der Kinder wegen. Er freut sich und ihr habt vielleicht sogar einen Tag heile Welt und alle sind ganz doll happy und wir kommen vorbei und werfen Konfetti.
Und MORGEN?
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Zitat
Tabuisieren und Pathologisieren (Stichwort "krank") hilft da meiner Ansicht nach wenig.
Da bin ich komplett der gleichen Ansicht. Führt eher dazu, daß sich sowas manifestiert.
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Naja, ich war sowohl alkoholabhängig als auch co-abhängig. Und da ist viel passiert, ich kann deswegen auch sehr gut verstehen, daß da nicht immer gesunder Menschenverstand greift, hat er ja bei mir auch nicht. Weder beim Saufen noch in meiner Rolle als co-abhängiger Partner.
Aber ich war im Grunde "nur" einsam in der Beziehung. Es gab auch jede Menge Manipulation, emotionale Erpressung und Machtkampf. Auf beiden Seiten, da nehm ich weder mich noch sie aus.
Trotzdem gab es nicht ein einziges Mal, nichtmal im Ansatz, physische Übergriffe. Das war eine völlig unantastbare Grenze, ebenfalls bei Beiden.
Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen die ich während meiner Geschichte als auch danach mit anderen ungesunden Beziehungen machte, kann ich's auch nachvollziehen (nicht gut heissen) wenn es soweit kommt, das es so stark eskaliert, daß es zu körperlicher Gewalt kommt. Aber - ich hätte auf keinen Fall dann die Beziehung fortgesetzt. Weder wenn ich Gewalt ausgeübt noch wenn ich darunter gelitten hätte. Ich hätte sofort alles abgebrochen.
Das hat nichtmal was mit Moral oder so zu tun, es geht dabei um Respekt vor mir selbst und dem Anderen. Im Falle von körperlicher Gewalt, die weiter ausgetragen und geduldet wird, muss ich mich und den anderen als vollkommen wertlos sehen. Das ist so lebensverneinend und menschenverachtend, daß es für mich einfach nicht nachvollziehbar ist.
Wenn Jemand tatsächlich freiwillig in eine solche Beziehung zurückgeht, was soll da bitte ein Gesetz helfen? Wenn da oben Jemand "sehr häufig" ankreuzt, geht der nicht zur Polizei.
Gesetze gibt es heute schon jede Menge. Aber wer macht denn davon Gebrauch? Tatsache ist doch, daß das von Beiden unter den Teppich gekehrt wird.
Wenn schon von staatlicher Seite eingegriffen wird, dann für die Kids. Aufklärung an Schulen und mehr Möglichkeiten, dass Kids Chancen haben sich aus gewalttätigen Familien zu befreien. Denn dort wird der Grundstein gelegt. Aber das kostet Geld. Und somit hat die Gesellschaft auch kein Interesse daran.
Die traurige Wahrheit ist doch - wenn jemand schon so kaputt ist, dass er nach einer Trennung freiwillig in eine solche Beziehung zurückgeht, ändert kein Gesetz der Welt mehr was dran.
Aber das ist typisch für diese Gesellschaft. Da werden Mittel gesucht um die krankhaften Auswüchse irgendwie loswerden zu können, statt sich mal anzusehen wo das her kommt und dort zu handeln.
Das Problem ist viel, viel grundsätzlicher. Aber kaum gibt's mal eine Studie über ein Symptom, müssen sich auch wieder Gedanken über eine neue Pille gemacht werden. Machen wir eben ein Gesetz - dann können wir wieder die Augen zu machen.
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Wenn ich die oberen 3 Punkte sehe Sehr häufig, häufig, manchmal, wird mir ehrlich gesagt schlecht.
Bis heute konnte mir Niemand, aber wirklich Niemand irgendwie nachvollziehbar begreiflich machen, wie man überhaupt nur auf die Idee kommen kann, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, in der man (Geschlecht gleichgültig) Gewalt erlebt.
Es ist für mich schlicht und einfach nicht zu verstehen. Ich kann's nicht, auch wenn ich mir noch so Mühe gebe.
Und kommt mir bloss nicht mit Liebe...
