Hallo Wuschel,
danke Dir für deinen schönen, langen, offenen und lustigen Beitrag!! Wie war dein Besuch im Schwimmbad und in der Sauna? Ich gehe auch sehr gerne schwimmen und in die Sauna und fühle mich hinterher meistens pudelwohl! Du schriebst wirklich sehr geklärt, das kann ich gut lesen.
Erst mal Glückwunsch zu deinen 2.5 trockenen Jahren. Das hört sich für mich schon sehr lange an. Ich würde auch gerne auf einen längeren trockenen Zeitraum zurückblicken, andererseits möchte ich aber nicht so schnell älter werden. Also lieber die Zeit wie sie ist genießen und an mir arbeiten. Ich würde gerne mehr über deine Geschichte lesen, wie es zum Rückfall kam, wie ist das nach 2,5 Jahren, wie hast du vorher gelebt? Dazu muss ich mich wohl im geschützten Bereich anmelden, was gar keine schlechte Idee ist. Im offenen Bereich ist man so sehr präsent und das macht die Offenheit schwerer. Ich überlege mir das mal.
So mein Besuch ist wieder weg und ich bin etwas erschöpft. Wir haben Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und eben noch Abendessen, dazu gab es Tee. Ich habe irgendwie auch eine soziale Phobie und das Zusammensein mit Menschen strengt mich an
Das liegt bestimmt daran, dass ich immer meine Maske aufhabe: alles bestens, alles prima. Ist nicht immer so und im Büro ist es viel leichter, weil ich ja mit den Kollegen täglich zu tun habe. Da ist dann doch mehr Übung da. Aber in meiner Freizeit bin ich am liebsten alleine, oder sagen wir es mal so, es fällt mich am leichtesten alleine zu sein. Ich treffe mich schon mit Leuten brauch aber danach meine Zeit der Erholung.
Ich bin wirklich gespannt wie es ist, wenn ich mal die erste wirkliche Hürde überwunden habe. Die kommt bei mir ja noch, da ich nur alle 3-4 Wochen Alkohol getrunken habe, dann aber richtig! Wenn der Schalter erst mal umgelegt war konnte ich nicht mehr stoppen und es wurde ein richtiger Rausch. Wenn ich jetzt daran denke, bäh! So was braucht man doch nicht, warum habe ich mir das nur angetan? Oberflächlich weiß ich, ich wollte Ängste und Sorgen einfach mal ne Zeitlang nicht wahrhaben. Aber was so richtig dahinter steckt weiß ich noch nicht. Liegt es in den Genen oder warum musste ich mich wegbeamen? Manchmal denke ich schon, ich fürchte mich auch vor dem Weiterkommen im Leben. Na ja mal sehen wie es nun weitergeht.
Übrigens ich mag das Wort „alkoholkrank“ auch nicht, mag das jemand? Flaschengeist gefällt mir da schon besser. (Du bist echt lustig
Scherz beiseite, mir ist sehr wohl bewusst, dass ich mich damit auseinandersetzen muss und lernen muss dazu zu stehen, wenn es mir besser gehen soll.
Hallo Matthias,
da komme ich direkt zu deinem Thema: ich kann dir sagen, ich habe auch schon meine Jugendsünden aufgeschrieben und das waren einige
Ich hatte als Teenager und auch noch später eine richtig rebellische Zeit und einiges angestellt. Damit habe ich mir hauptsächlich selber geschadet. Meine Psychologin, bei der bin ich schon lange bin, hat mir mal geraten alles aufzuschreiben was mich aus meiner Vergangenheit so belastet und das habe ich gemacht und mir ging es dabei richtig schlecht. Habe beim Schreiben richtig psychosomatische Beschwerden entwickelt. Als es raus war ging’s mir besser und ich hatte eigentlich das Gefühl schon einige Traumata verarbeitet zu haben. Deswegen bin ich traurig, dass ich mir nun selber wieder neue Traumata hinzugefügt habe.
Bei kleineren Themen und Problemen habe ich diese auch schon auf Zettel geschrieben, dann im Freien verbrannt und symbolisch ans Universum zur Klärung geschickt
Hat immer ein bisschen geholfen 
So ich werde mich dann auch mal in deine Geschichte einlesen! Habe mich echt gefreut, dass du mir ein bisschen mehr als 2 Stichworte geschrieben hast! Ich finde es übrigens richtig klasse, dass du ehrenamtliche Arbeit machst.
Jetzt wünsche ich euch erstmal einen schönen Abend und sorry wenn mein Geschreibe etwas unsortiert ist, so fühle ich mich gerade.
Morgen geht die Arbeitswoche wieder los und ich bin auch ein bisschen froh, wieder so ein „anstrengendes Wochenende“ geschafft. In meinen Augen habe ich übrigens 2 Wesen, ein öffentliches und ein privates. Das öffentliche ist stark, positiv und fröhlich, das private ist ängstlich, schüchtern und komisch. Ich wünsche mir diese beiden Wesen nun endlich zu vereinen 
Viele Grüße
Annastasia