Beiträge von linthe

    Hallo Karsten,

    ne, so war das nicht gemeint, ich habe ja seinerzeit nach dem Tag hundert noch einige weitere 100 Tage abstinent gelebt, aber ich denke heute, dass es für mich ein Fehler war danach aufzuhören, die Tage zu zählen. Es war mir klar, ich trinke nicht mehr, ich gehe zweimal die Woche zur Thearpie und mehr muss ich nicht tun, aber genau das war der Trugschluss, eben nicht mehr jeden Tag bewusst als weiteren trockenen Tag zu empfinden, sondern irgendwann nicht weiter darüber nachzudenken.

    Ich habe in der abstinenten Zeit irgendwann nicht mehr überlegen müssen, was ich bestelle und ob ich Alk trinke oder nicht, es war selbstverständlich, dass ich nichts Alkoholisches getrunken habe und ich glaube, dass genau dieses Selbstverständnis mich hat straucheln lassen, als bei der Trennung plötzlich der Gedanke an ein Glas Wein kam.

    Naja, so sehe ich das jedenfalls.

    Viele Grüße

    linthe

    Hallo Ihr,

    heute ist Tag 6. Ein wenig wehmütig denke ich schon an meinen Tag 100, als ich diesen mit einem Wellness-Urlaubstag gefeiert habe, aber es liegt ja an mir, dort wieder hinzukommen.

    Ne, das Essengehen ist für mich kein Problem, da ich meistens mit dem Auto unterwegs bin und sich das für mich schon immer ausgeschlossen hat, glücklicherweise. Schwieriger wären eher private Grillabende oder so, aber die stehen ja erstmal nicht an.

    Was noch ein Problem wird, sind neue Bekanntschaften, die nun nach Beziehungsende auch anstehen, aber ich habe das heute früh in der Gruppe thematisiert und da ich zur Zeit nur Leute kennenlernen will, aber keine enge Beziehung suche, da die alte noch zu frisch ist, soll ich das als Übung betrachten und schauen, wie die anderen reagieren, wenn sie hören, dass ich nichts trinke. Ich denke das wird für mich noch sehr spannend.

    Ansonsten geht es mir recht gut, wenngleich es mich wundert, wie froh ich bin, dass ich nächste Woche noch krankgeschrieben bin. Das schlechte Gewissen, nicht arbeiten zu können ist eher dem Gefühl gewichen, ersteinmal Kraft tanken zu wollen. Das ist neu für mich.

    Viele Grüße

    linthe

    Hallo Mario,

    ja, deshalb bin ich hier, denn ich denke, der Fehler, den ich während der zwei Jahre gemacht habe, war, es als normal anzusehen, dass ich nicht trinke. Nach dem ersten Jahr habe ich mich dann nicht weiter damit auseinandergesetzt und ein wenig verdrängt, dass Alkohol für mich ein Problem ist.

    Da will ich dieses Mal besser aufpassen und ich tagtäglich erinnern, dass ich bewusst keinen Alkohol trinke, weil er mir nicht gut tut.

    Vielen Dank für Deine Antwort und Dir noch einen schönen Tag.

    Hallo und guten Morgen,

    bis zur Freischaltung des geschützten Bereichs möchte ich hier nun auch schreiben, da ich bereits gestern Abend schon wieder gemerkt habe, wie sehr der Gedanke kommt, dass es nicht für immer sein muss.

    Es ist idiotisch, da ich es ja gerade hinter mir habe. Also ich war fast 2 Jahre trocken und habe dann langsam wieder angefangen Wein zu trinken, bis ich im Januar wieder bei einer Flasche abends an mindestens 4 Tagen in der Woche war und das Gefühl hatte, da allein nicht mehr rauszukommen.

    Also habe ich mich wieder bei der Suchtberatung gemeldet und gehe dort jetzt erstmal in die tägliche Gruppe. Am 13.02. habe ich meinen letzten Alkohol getrunken und bin sozusagen seit dem 14.02. abstinent, was ja ein schönes Geschenk für mich selbst zum Valentinstag wäre.

    Dennoch, gestern hatte ich einen sehr schönen Tag, viel erlebt, abends schön essen gegangen, körperlich gehts mir auch gut und schon kommen wieder die Gedanken, wie isbeau sie hier auch sehr anschaulich beschrieben hat, dass es nicht sein kann, dass ich es irgendwann nicht auch schaffen werde, mal genüßlich ein Glas Wein zu trinken.

    Aber ich kann es nicht und dass ich es nicht kann, habe ich ja auch gerade bewiesen.

    Erstmal bin ich hier und heute ist der vierte Tag für mich.

    Wünsche Euch allen einen schönen Tag, viele Grüße

    linthe