Beiträge von lavendel

    hallo bessy,

    willkommen hier im forum.

    ja, ein bisschen mehr musst du schon schreiben, damit wir dir helfen können. was möchtest du genau von uns wissen? ich weiss nicht so recht, was ich dir schreiben soll...

    hat deine mutter deinen vater denn jetzt ins krankhaus bringen lassen? an unterzuckerung kann man sterben, das weisst du sicher. das wäre mal das erste, vorausgesetzt, er wehrt sich nicht. sie könnte auch einen rettungswagen holen, die werden dann beurteilen, ob dein vater nicht vielleicht im krankenhaus besser aufgehoben wäre.

    ja, es ist besonders bitter, wenn ein elternteil schon mal trocken war und dann doch wieder anfängt zu trinken, ich kenne das auch. gerade als kind - egal ob man noch zuhause wohnt oder nicht mehr - ist man da völlig hilflos. diejenige, die jetzt etwas tun müsste/könnte, ist deine mutter, gerade wenn dein kleiner bruder (wie alt ist er denn?) noch zuhause wohnt. für sich selbst und für ihren sohn müsste sie verantwortung übernehmen. sie könnte zum beispiel mal zu ner suchtberatung gehen. oder auch mit deinem vater reden, wenn er nüchtern ist, dass sie so nicht mit ihm leben will.

    aber aufhören wollen muss dein vater selbst, sonst wird das nichts. zwingen kann man einen alkoholiker nicht, aber das weisst du sicher selbst. aber vielleicht hilft es DIR ja, wenn du dir deinen kummer hier von der seele schreibst, hier sind viele, die dich verstehen werden und dir auch erzählen können, wie sie mit der situation umgegangen sind.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo leominda,

    Zitat von leominda

    Hallo, Ihr Lieben, ich danke Euch sehr, dass ihr noch mitlest- und leidet! Ich werde sicher noch hier schreiben, es ist anstrengend, konsequent zu sein und dem Verstand Vorrang vor Gefühlen zu geben - so wie Lavendel mal beschrieb...wenn die Gedanken an die schönen Stunden mit dem Partner hochkommen und der Wunsch, wie schön wär es doch...wenn,...!

    dafür ist ja dieses forum da - und bei dir habe ich wirklich das gefühl, dass du auf einem guten weg bist - deshalb mag ich dir auch immer antworten. im übrigen freuen wir mods uns sehr, wenn auch mal jemand danke sagt :wink:. danke DIR.

    im übrigen habe ich das forum hier auch von mai bis august 2006 vollgeheult, ehe ich konsequenzen gezogen habe - und schreibe jetzt (im geschlossenen bereich) fleissig weiter an meiner/unserer geschichte. das tut einfach gut. und deine gedanken und gefühle sind mir sehr vertraut - in ganz vielem ging es mir ganz ähnlich wie dir.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo blondie,

    dazu möchte ich nur eins sagen: vielen frauen kommt das keine arbeit haben aber auch gerade recht als ausrede, um sich nicht trennen zu müssen. es ist nämlich im zweifelsfall leichter zu sagen "ich kann ja nicht, das geld, die kinder, wie soll das gehen" und dann auch noch von gott und der welt bemitleidet zu werden als eine trennung durchzuziehen. das gebe ich dir nur mal so zum nachdenken mit auf den weg.

    lavendel

    liebe dia,

    tja, was soll ich dir wünschen? finde das in deinem fall ganz schwer - ich weiss ja, was du an ihm magst und kann vieles verstehen - aber manchmal frage ich mich, ob er das auch so sieht. ob er familie sein WILL, ob er dich als seine frau und seine töchter an seiner seite haben WILL, oder..... ob er einfach nur froh ist über das "nest", in dem er aufgefangen wird und sein kann. denn letztlich hat er ja keine andere perspektive. das ist sehr böse, ich weiss.

    ich kenne ihn ja auch nicht, aber sowas wie das nachhause kommen nach so vielen monaten des weg-seins mit dem handy statt mit der familie zu verbringen, finde ich schon krass. ich persönlich wäre jedenfalls stinkebeleidigt.

    auf der anderen seite berichten ja auch viele alkis nach einer lzt, dass sie sich am anfang in die klinik zurücksehnen, nach der geborgenheit, und dass ihnen das draussenleben erstmal angst macht. das wiederum kann ich verstehen - für eine gewisse zeit. aber irgendwie fehlt mir bei deinem männe das gefühl, dass er wieder familie sein will, weil er das GUT findet. aber vielleicht täusche ich mich ja auch....

    wünsche dir sehr, dass dein bauchgefühl dir sagt, was los ist, und dass du in erster linie für dich und deine mädels denkst und handelst...

    lieben gruß

    lavendel

    hallo xenja,

    auch von mir ein herzliches willkommen hier, schön dass du hergefunden hast, und du langweilst keinen hier :wink:.

    was ich erschreckend finde: letztlich sind fast alle geschichten hier gleich. keiner der trinkenden partner hat ein problem, immer ist es die partnerin, die alles hochspielt und dramatisiert. auch die worte sind fast alle gleich "man wird sich doch mal einen genehmigen dürfen, das ist ganz normal". ebenso wie das runterschrauben, wenn die partnerin zu sehr meckert, und dann doch wieder das hochschaukeln. deine geschichte ist wie 100 andere geschichten hier auch, und manchmal "tröstet" allein schon diese vorstellung: du bist nicht allein, und du wirst hier verstanden.

    auch die lösungen sind immer gleich: der partner muss trocken werden wollen, sonst hilft alles meckern und flaschen ausschütten nicht. er muss es für SICH wollen und schritte gehen: arzt, suchtberatung, entgiftung, therapie. alles andere hat keine aussicht auf erfolg.

    du musst dir für DICH überlegen, wie du dir deine zukunft vorstellst. du musst für dich versuchen, aus diesem alkohol-dunstkreis rauszukommen. dich abgrenzen. ihm sagen, bis wohin du noch mitmachst und wann schluss ist. dir eine eigenes leben aufbauen: freundinnen, ausgehen, dir was gutes tun. du gehst sonst nämlich irgendwann mit unter. und im schlimmsten fall hilft nur noch eine (zeitweise oder dauerhafte und/oder räumliche) trennung. das ist oft so, aber auch nicht immer. manchmal hilft diese drohung, bzw. das umsetzen, manchmal aber auch nicht.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    hallo leominda,

    schiebe dir auch mal wieder eine portion durchhaltevermögen den rhein runter. ich denke auch, ignorieren ist das beste. du hast in deinem brief alles notwendige gesagt, seine reaktion war wie zu erwarten rotzig und beleidigt, also kapiert er nix und will das auch nicht. solange hast du sowieso keine chance.

    versuch dich abzulenken und tu dir und deinen kindern etwas schönes.

    es wird irgendwann besser, ganz bestimmt. es kann nur besser werden, im alltag, in deinem selbstwertgefühl, mit der ruhe und der freude am leben.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo teufelchen,

    schreib du nur mal ruhig viel, das tut bestimmt gut, und du wirst auch reaktionen bekommen, wie man dich und dein verhalten von aussen sieht. manches wird dir vielleicht nicht schmecken, aber denk immer dran, dass wir hier wissen, wovon wir reden :wink:.

    das mit den gefühlen kenne ich auch nur zu gut. wenn mein freund mal einen tag nüchtern war, wir ein paar schöne telefonate hatten hab ich mich wieder gefragt, ob ich spinne. als nächstes hab ich mich gefragt, ob ich das schöne mit ihm - was es zwischendurch immer mal wieder gab - missen möchte. dann hab ich mich gefragt, ob ich sechs jahre einfach so wegwerfen möchte.

    wenn es aber wieder los ging mit trinken, mit schimpfen, mit gemeinheiten und ungerechtigkeiten "du tust mir weh, du bildest dir das ein, du machst mir das leben zusätzlich schwer, du lässt mich im stich...." bis hin zu türen knallen, telefon auflegen.... dann wusste ich, dass ich NICHT spinne, dass ich so NICHT weitermachen will - bei aller liebe, die nach wie vor für diesen mann da war (ist). bei mir war der "klick", mein persönlicher tiefpunkt, dass ich mir auf der autobahn überlegt hab "warum reiss ich jetzt eigentlich das steuer nicht rum, dann isses alles vorbei".- da hab ich mich so über mich erschrocken, und alle meine kräfte mobilisiert, mich abzugrenzen, wieder zu mir und meinem wollen zu finden und mein leben zu leben - unabhängig davon, was mein freund tat oder auch nicht.

    leicht war das nicht, natürlich war ich ständig in gedanken bei ihm, aber ich habe schritt für schritt wieder etwas eigenes begonnen. mit freundinnenn ausgehen, kino, theater, oper, für mich alleine schön kochen. ich hab das auch nicht GEGEN ihn gemacht - auch wenn der das so gesehen hat - sondern FÜR mich. langsam kam dann die lebensfreude zurück und damit auch ein gefühl für das, was mir MIT meinem trinkenden freund alles entgeht. und da war ich dann so weit zu sagen "entscheide dich zwischen dem alk und mir". dieses ultimatum hab ich ihm aber erst gestellt, als ich mir ganz sicher war, dass ich ihn wirklich verlassen würde, wenn er weitertrinkt.

    ich hab dazu auch einen nüchternen moment abgepasst. wie wäre es denn bei euch morgens? da ihr zusammen wohnt, müsste das doch machbar sein. geh mit ihm spazieren und sag ihm, was du willst. ich hab das bei mir lange schriftlich vorformuliert, immer wieder gefeilt und dann fast auswendig gelernt, um eben keine emotionalen ausbrüche oder anschuldigungen zu haben. das kann ich nämlich auch :wink:, aber das ist kontraproduktiv. ich hab ausschliesslich von mir geredet, wie ich mich fühle, was ich will und was nicht.

    mein freund hat das problem auch bei mir gesehen und nicht bei ihm. aber zumindest hat er nach besagtem gespräch angefangen nachzudenken. er war ganz still, und das passierte bei ihm sonst selten, sonst hat er immer verbal draufgehauen, wenn ich gemeckert hab. deshalb: ruhig, konzentriert und mit ernst mit ihm sprechen. keine vorwürfe.

    ja, ich kann dir nur viel kraft wünschen. der weg ist schwer, ich weiss das, und er dauert. aber es lohnt sich.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo bernd,

    schön, dass du dir nicht auf den schlips getreten fühlst, da hatte ich ein bisschen sorge. aber es ist mir eben so aufgefallen, und ich denke auch, dass es DIR nicht gut tut, von ute wie von einem möbelstück zu reden.

    dass du dich um dich kümmern musst und sollst ist unbestritten, und auch das mit dem dasein und regeln ist so eine gratwanderung. aber ich hoffe, du findest da das richtige mass von nicht-helfen und katastrophenvermeidung, in deinem EIGENEN interesse.

    ich kann mich gut in deine situation hineindenken, bei meinen eltern hab ich genau das erlebt: mit ach und krach ins krankenhaus befördert, nur damit sie am nächsten tag - wieder halbwegs nüchtern - dort theater machen und sich auf eigene verantwortung entlassen haben. da steht man wirklich hilflos davor, und da weiss ich einfach auch nicht, ob und wie man sich da wehren kann.

    ich denke halt nur, dass es auch für deinen inneren frieden wichtig ist, ute nach wie vor als menschen zu sehen, der mal zum eigenen leben dazu gehört hat, den man mal geliebt hat und mit dem man hätte alt werden wollen. dass das jetzt alles nicht mehr ist, kann ich gut verstehen, und ich denke auch, dass du schon viel zu viel ausgehalten hast. aber eben für einen selbst ist es (meiner meinung nach!) wichtig zu sagen "ja, ich wollte diesen menschen, ich hab ihn geliebt, aber es ging nun eben nicht mehr." damit man in frieden mit sich leben kann.

    gerade bei den cos lese ich oft, dass sie ihre/n ex verteufeln, verdammen und sich damit oft - für meine begriffe - das leben schwer machen. in liebe fallen lassen - loslassen. statt weiter zu kämpfen. das trifft es immer wieder gut.

    wünsche dir viel kraft.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo bernd,

    ja, es ist gut, dass du nägel mit köpfen machst, und ich wünsche dir von herzen, dass du den absprung schaffst und irgend wann mal wieder ein eigenes, friedliches leben leben kannst.

    trotzdem fällt mir bei deinen postings etwas auf, und das möchte ich doch noch schreiben. bis vor 14 tagen war sie noch deine süße und deine ute und deine liebe, und jetzt hat sie nicht mal mehr einen namen, sondern nur noch eine bezeichnung wie ein möbelstück?

    lavendel

    hallo teufelchen,

    willkommen hier im forum.

    ja, deine geschichte ähnelt ganz vielen hier, das hast du ja schon raus. dann hast du sicher auch schon gelesen, dass es aus solch einer situation nicht viele wege gibt. dein freund muss von selbst aufhören wollen, sonst nützt all dein schimpfen, reden und weglaufen nichts.

    er bräuchte erst einmal eine professionelle entgiftung, das heißt im krankenhaus (siehe seine entzugssymptome) und dann eine art von nachsorge, wobei es da viele möglichkeiten gibt. eine suchtberatungsstelle ist hierfür die richtige anlaufstelle. aber all das funktioniert eben nur, wenn er das auch will.

    du musst für dich überlegen, was DU willst. die gute fee, die dir den mann von früher wiedergibt, gibt es nicht. also musst du was tun :wink:, nämlich dir einen plan für DEIN leben überlegen. willst du so weiterleben? willst du es anders? wie willst du es? und wo kannst DU ansetzen? dazu gehört auch, sich, seine gefühle und bedürfnisse ernst zu nehmen und nicht immer zurückzustecken.

    der alkoholker braucht einen tiefpunkt, damit er etwas tut. manchmal ist so ein tiefpunkt der führerscheinverlust, ärger auf der arbeit oder eben die angst vor dem verlust der partnerin/familie. du solltest ihm in einem nüchternen augenblick sagen, wie es dir geht und wie du dir ein SCHÖNES gemeinsames leben vorstellst. und dass du das leben an der seite eines nassen alkoholikers nicht willst und er sich überlegen möge, was ihm wichtiger ist, du oder der alkohol. aber pass auf, keine leeren drohungen auszusprechen, dann wirst du unglaubwürdig. wenn du also sagst "wenn..., dann..." musst du drohungen auch umsetzen.

    gruß

    lavendel

    hallo blondie,

    auch von mir noch ein verspätetes willkommen hier im forum.

    auf zwei punkte möchte ich eingehen, weil sie mir ganz ähnlich gingen.

    mein freund hat mir, als ich angefangen habe mir gedanken übr seinen alkoholkonsum zu machen und ihn darauf anzusprechen, gesagt, ich würde übertreiben, übertragen aus meiner kindheit, sei doch alles nicht so schlimm.... auch sein umfeld fand das alles "nicht so schlimm". keiner hat es ernst genommen, und dann hab ich auch angefangen an mir zu zweifeln. zum glück habe ich immer schon tagebuch geschrieben, und da alle meine gedanken, beobachtungen und sein verhalten und seine worte aufgeschrieben. ihn hat das zur weissglut gebracht, aber für mich war wichtig nachlesen zu können, dass ich NICHT spinne. wenn ich jetzt im nachhinein so aufzählen sollte, was im letzten jahr so alles passiert ist, würden mir wahrscheinlich die drei schlimmsten abstürze einfallen. wenn ich nachlese weiss ich wieder, dass JEDE WOCHE irgendwas war. mir war das wichtig.

    und um das mangelnde selbstbewusstsein zu stärken, bin ich irgendwann in eine selbsthilfegruppe gegangen, zum kreuzbund. das sind (theoretisch) gemischte gruppen, praktisch war/bin ich da die einzige angehörige unter lauter alkis. der regelmäßige besuch brachte/bringt mir zwei dinge: zum einen war mein freund anfänglich entsetzt, dass ich das tue, hat versucht, das zu hintertreiben und lächerlich zu machen. das hat mir eine gewisse, heimliche freude bereitet, weil es ihm ein wöchentlicher stachel im fleisch war. das hat ihm nämlich gezeigt, dass ich mich nicht einlullen lasse von seinem "ist ja alles nicht so schlimm, ich schaffe das auch so." quasi eine demonstration meinerseits "ich glaube dir nicht".

    zum zweiten habe ich da jede woche akribisch berichtet von meinen eindrücken und gedanken, und mir oft ein herzhaftes gelächter eingefangen über ihn und seine manöver. ich hab völlig harmlos erzählt, was er macht oder sagt, und hab das dann aus alki-sicht interpretiert bekommen. nämlich, dass sie es alle ganz genauso gemacht haben, um die frau ruhigzustellen und in sicherheit zu wiegen. viele kleinigkeiten hab ich da "gelernt", wie ein alkoholiker taktiert, und wo ich oft immer noch zu naiv war, um ihn zu durchschauen. ich möchte diese treffen nicht missen und kann dir nur empfehlen, das auszuprobieren. mir tut das sehr gut, nach wie vor, auch wenn mein freund jetzt endlichendlich ernsthaft auf eine langzeittherapie zusteuert.

    lieben gruß

    lavendel

    huhu funnie,

    ich übersehe dich nicht, ich lese dich immer. ich finde es auch gut, welche gedanken du dir machst und dass du auf dich und dein kind aufpasst. aber viel mehr weiss ich auch nicht zu schreiben. es fällt leichter zu schreiben, wenn du konkrete fragen hast. und alles kann ich einfach auch nicht erklären, beantworten und kommentieren. in manchem kenne ich mich nämlich auch nicht aus :wink:.

    lavendel

    hallo elle,

    schön, dass du durchhälst. auch deine gedanken zur eigenen mitte hören sich gut an.

    mir geht es ganz ähnlich. ich habe auch immer einen felsbrocken im bauch, wenn wir mal wieder eine fruchtlose diskussion hatten, mit der ganzen show von erpressung über kontrollertes trinken bis hin zu "du bist schuld und übertreibst". seit ich mir das nicht mehr angehört habe, ging es besser, und dann hab ich mich ja auch wieder schnell bekrabbelt. noch immer ist es so, wenn wir streit haben, dass mich das sehr belastet und mir schlaflose nächte bereitet, aber dann führe ich mir all das schöne vor augen, was ich jetzt eben habe - und was mit ihm nicht ging. und davon lasse ich mich auch nicht mehr abbringen, egal was kommt. eben sowas wie ein frühstück mit einer freundin, eigene wochenendpläne... das heißt nicht, dass der schmerz über die situation nicht da ist. aber es heisst, das eigene leben wieder gern zu leben.

    du schreibst:

    Zitat

    Man dreht sich nicht einfach um und ist ruckzuck in einem anderen, freien, zukunftsoffenen Leben, wenn man sich vom alkoholkranken Partner getrennt hat.

    nein, das ist man gewiss nicht. aber anders, als wenn man in einer hoffnungslosen bezoiehung verharrt, gibt es wenigstens die chance auf ein freies zukunftsoffenes leben. und das ist doch schon viel mehr, als man vorher hatte!

    lieben gruß aus beuel :wink:

    lavendel

    hallo icegirl,

    aushalten! stark bleiben! nicht anrufen!!!!

    ich hab mir auch nach der trennung die augen aus dem kopf geheult, meiner freundin die ohren voll, laut musik gehört. dann hab ich mir meinen terminkalender so zugekleistert, dass ich abends nur noch todmüde ins bett gefallen sind, zum beispiel mit:

    * sport (laufen, fitnessstudio)
    * kino
    * theater, oper
    * bummeln
    * kochen
    * telefonieren
    * baden und sich verwöhnen
    * sauna

    bei mir hat es etwa zwei monate null-kontakt gebraucht, bis ich mich halbwegs damit abgefunden hatte. und diese zwei monate hab ich wirklich mit eisernem willen mich daran festgehalten, dass sich NICHTS bessern wird, wenn ich mich jetzt melde. dass er dann wieder mal gesiegt hat, dass er wieder mal stärker gewesen wäre, dass dann der schmerz der trennung umsonst gegwesen wäre....

    LASS ES. es wird dir damit nicht besser gehen, ganz bestimmt nicht.

    lavendel

    hallo leominda,

    fühl dich auch von mir mal gedrückt. ja, es ist eine sch***-situation, und natürlich kommt das heulende elend hoch - hab ich auch alles gehabt. irgendwann kommen dann die zweifel, ob mans nicht doch alles zu eng gesehen hat, die erinnerungen an die schönen stunden.... und deshalb ist es ganz wichtig, dass du sowas wie gestern/heute aufschreibst und immer wieder nachlesen kannst. sowas schafft selbstvertrauen, und das geht bei dir ja grade kräftig den bach runter.

    es ist auch unsinn, jetzt an sich selbst zu zweifeln, dass man sich immer die falschen männer aussucht und sowas. jetzt bringt das nichts mehr. aber wenn du dich wieder ein bisschen beruhigt hast könntest du ja mal analysieren, was du dir für männer suchst, vielleicht kommst du auch dahinter, warum. den erstbesten, weil du nicht alleine sein kannst/willst? einen vermeintlich starken, weil du dich schwach fühlst? einen vermeintlich schwachen, damit du dich stark fühlst? über all solche dinge lohnt es sich irgendwann mal nachzudenken, vielleicht siehst du dann ein bisschen klarer. mir haben bei solchen themen auch immer gespräche mit meiner besten freundin geholfen, sie kennt mich sehr gut und sehr lange, und bringt oft dinge auf den punkt, die ich (noch) nicht sehe. das hilft.

    aber jetzt solltest du versuchen alle gedanken an ihn zu verbannen und mit deinen kiddies rausgehen. versucht euch abzulenken, kölner zoo, aquarium, kino. bleib nicht zuhause, da geht das grübeln wieder los.

    ich wünsche dir auch sehr, dass sein auftritt dir jetzt endgültig die augen geöffnet, mehr "beweise" braucht es doch nicht, oder?

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    hallo katrin,

    willkommen hier im forum.

    also, da du nicht viel schreibst, kann ich dir nur einfach mal einen der möglichen wege aufzeigen.

    normalerweise gibt es erst einmal ein gespräch mit dem hausarzt. der entscheidet auch, ob man zum entzug ins krankenhaus gehen sollte. ein kalter entzug zuhause kann tödlich enden, das solltet ihr garnicht erst in erwägung ziehen. danach eine suchtberatungsstelle. dort wird geschaut, was das beste für deine mutter wäre, eine ambulante oder eine stationäre therapie. dann muss sowas beantragtt werden, sie muss einen sozialbericht schreiben, dann wartet man auf die zusage vom versicherungsträger und dann kommt man irgendwann in eine therapieeinrichtung.

    es gibt aber auch zwischenformen, manchmal kann man das beschleunigen, sowas hängt alles von den gesprächen im vorfeld ab. hilft dir das ein bisschen? ansonsten müsstest du ein bisschen konkreter fragen.

    und letztlich ist es so, dass - wenn deine mutter nicht will - dass ihr nichts machen könnt. ihr könnt sie nicht vom trinken abbringen, ihr könnt nur versuchen, euch abzugrenzen und im äußersten fall muss sich dein vater von ihr trennen, ehe er mit den bach runter geht. das hört sich brutal an, aber häufig ist das die einzige lösung, wenn der betroffenen nichts ändern will.

    ausserdem schieb ich dich jetzt in die rubrik "kinder von alkoholikern", da bekommst du wahrscheinlich auch noch ein paar paar antworten von betroffenen.

    gruß

    lavendel

    hallo leominda,

    dann drücke ich dir mal die daumen, dass du es durchziehst. er will nicht, er kann nicht. ich würd auch kein neues ultimatum stellen, damit wirst du unglaubwürdig. mach dein ding, versuch dich abzulenken, mit freundin, kino, allem, wo du weg von zuhause und möglichst in gesellschaft bist. bei mir hat das geholfen.

    schicke dir mal ne portion kraft den rhein runter, 30 km sollten die wohl bis morgen früh geschafft haben :wink:.

    lavendel

    hallo detti,

    auch von mir ein willkommen hier im forum.

    also, butter bei die fische. du möchtest dich ganz augenscheinlich mitteilen, dann tu das und schreib nicht in jedem posting, dass du dir nicht sicher bist, ob wir dich lesen wollen :wink:. wenn es nicht "passt", oder wenn es für gefährlich gehalten wird, werden wir hier schon eingreifen.

    gruß

    lavendel