Beiträge von lavendel

    hallo vesper,

    auch von mir ein herzliches willkommen hier.

    ja, das ist schlimm, ein elternteil so zu sehen, das ist mir auch so ergangen. plötzlich ist man als "kind" der stärkere teil, und das elternteil ist hilflos. kein wunder, dass du dich durch den wind fühlst.

    ja, wie geht es weiter? es geht überhaupt nur weiter, wenn dein vater will. vielleicht hat ihm der jetzige zustand solch einen schock versetzt, dass er jetzt endlich nicht mehr trinken will? das wirst du sehen, wenn er wieder ansprechbar ist. normalerweise bekommt man schon im krankenhaus die ersten infos, wie es weitergehen könnte, da gibt es ja verschiedene möglichkeiten. wenn nicht, dann sprich doch mal einen arzt oder eine schwester drauf an. aber all das funktioniert nur, wenn dein vater abstinenz lernen will, ansonsten klappt das nicht, auch wenn sich das hart anhört.

    was jetzt auch ganz wichtig ist: versuch, dir kleine oasen der ruhe am tag zu schaffen, bewusst. solch ein zustand zehrt viel mehr an den nerven, als man das in dieser situation merkt, ich hab das auch durchgemacht. also versuch zumindest, dir ab und zu was gutes zu tun, wenigstens mal ne badewanne oder kaffetrinken mit ner freundin. vergiss DICH nicht dabei.

    wünsche dir viel kraft, und wie spedi schreibt: frag ruhig. das macht es uns auch leichter, dir konkret zu helfen.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

    stümmt. und nicht immer so furchtbar viele punkte zwischen den sätze. und sätze mit subjekt, prädikat und objekt lesen sich auch leichter als solche, wo nur eins davon vorkommt :wink: .

    lavendel

    hallo farina,

    willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast.

    du bist hier eine von ganz vielen, wenn du ein bisschen liest wirst du feststellen, dass du mit deiner geschichte nicht allein bist. und ebenso wirst du feststellen, dass alkoholiker-eltern zum großen teil gleich ticken, das ist wohl ein teil der krankheit. was keien entschuldigung sein soll.

    ganz viel von dem was du schreibst, habe ich auch so erlebt. ich bin auch erwachsen und hab mich jahrelang zuerst für bekloppt gehalten, dann angefangen, mir ernstahft gedanken über mich und mein leben zu machen, auch mit psychotherapie und seelsorgegeschichten. und irgendwann bin ich ganz brutal drauf gekommen: sie oder ich. ich bin fast an meiner mutter kaputtgegangen. an diesen zwei seiten, die sie hat: nüchtern früher immer wie eine gute freundin, und besoffen ein monster, das mich, die nun wirklich oberbrave tochter, beschimpft hat mit allen gossenausdrücken, die man sich vorstellen kann. die mich beschuldigt hat sie anzuschwärzen, zu beklauen, zu hintergehen. die mich dafür verantwortlch gemacht hat, dass sie trinken muss. die mich bei meinem freundinnen lächerloch gemacht hat, indem sie besoffen in der gegend herumtelefoniert und erzählt hat, ich sei eine schlampe.

    und trotzdem hab ich mir ewig lange ein schlechtes gewissen gemacht "aber es sit doch deine mutter", bis ich - aber auch erst durch fremde hilfe - wirklich erkannt habe, dass sie zwar biologisch meine mutter ist, aber mehr auch nicht mehr. weh tut es mir immer noch, ein schlechtes gewissen hab ich nicht mehr. ich lege auf, wenn sie betrunken anruft und ich fühle mich nicht mehr verantwortlich.

    soetwas allerdings dem sohn zu erklären uist schon schwer, glaube ich. die schwester meiner mutter hat mich mal angemault, dass ich mich nicht um meine mutter kümmere. ich hab dann versucht ihr klarzumachen, was ich alles erlebt habe mit ihr und dass ich einfach nicht mehr kann. sie konnte es nicht verstehen, sie hat es nicht miterlebt, und sie meint wohl bis heute, dass ich übertreibe. aber vielleicht kannst du deinem sohn einfach mal erzählen, wie es DIR damals erging, was deine mutter DIR getan hat, wie DU gelitten hast. vielleicht kann er es dann eher verstehen, als wenn du auf sie schimpfst?

    Zitat

    Wenn ich beim Therapeuten bin,verstehe ich alles und weiss das ich keine schuld habe aber wenn ich allein zu Hause bin,kreisen wieder ständig die Gedanken und ich mach mich selbst schlecht.
    Vielleicht hat jemand eine Idee,wie ich lernen kann damit umzugehen.

    ich hab das so gemacht, dass ich mir bei den anwandlungen von schlechtem gewissen immer wieder vorgebetet hab, was sie mir alles angetan hat, was ich durchlitten habe, welche macken ich immer noch mit mir rumschleppe. und auch, dass sie nicht wollte, sich nicht gekümmert hat, gelogen hat... kurz gesagt, ich "kultiviere" meine negativen gefühle, die ich damals hatte - und dann weiss ich wieder, dass ich kein schlechtes gewissen haben muss. sie hätte ihr leben ändern können, und könnte das immer noch, aber sie will nicht. es ist ihre entscheidung, so zu leben, meine ist es, "gesund" in körper und geist leben zu wollen, und da hat sie keinen platz, von dem aus sie mir noch weh tun könnte.

    gruß

    lavendel

    hallo nur für heute,

    willkommen hier im forum. ich verschiebe dich mal in die vorstellungsrubrik. und wenn du einen eigenen längeren threat aufmachen möchtest, würde der in die rubrik "alkoholsucht" passen. dieser bereich hier ist für die angehörigen, die sich untereinanader austauschen.

    gruß

    lavendel

    hallo leominda,

    Zitat

    VERSTEHEN kann ich es nicht! Es muss - wie so oft - wohl erst was passieren...das macht mich so wütend! Aber ich fühle mich nicht im Recht, z. B. auf der Arbeit anzurufen und da Terz zu machen, wäre es mein Ehemann, wär das vielleicht was anderes..komisch, nicht?

    ne, garnicht komisch. ehemann ist einfach auch gefühlsmäßig nochmal was anderes. aber so oder so: du solltest da NICHT anrufen. du mischst dich in sein leben ein, das ist nicht gut. er ist erwachsen, er KÖNNTE was tun, wenn er das will. aber er will ja scheinbar nicht. du setzt dich nur in die nesseln, wenn du dich da einmischst.

    Zitat

    Nun, wie reagiere ich denn bei so einem alkoholkranken Menschen, der in meiner Gegenwart Entzugserscheinungen bekommt??? Könnte ja sein, dass das wieder auf mich zukommt, sollte er es ernst meinen und nochmal versuchen (glaub ich aber eigentlich nicht)

    du rufst den notarzt. wenn jemand richtig in den entzug gerät, kann das zu krämpfen und einem delir führen, daran kann man sterben, das ist ganz gefährlich. und dass ein arzt tropfen verschreibt und sagt "machen sie das zuhause" halte ich ja schon fast für körperverletzung!

    das "normale" wäre - immer nur unter der voraussetzung, dass dein (ex)freund trocken werden will, dass er ins krankenhaus geht und dort erstmal den körperlichen entzug macht. der dauert 7-10 tage, nicht vier wochen. dort bekäme er dann auch eine beratung, wie es weitergehen könnte, da gibt es verschiedene möglichkeiten. ambulante oder stationäre therapie, manche schaffen das auch "nur" mit der unterstützung einer selbsthilfegruppe oder des forums hier. aber das gilt eben alles nur, wenn er will, und das hört sich derzeit wirklich nicht so an.

    du solltest dich jetzt um DICH kümmern. versuch, nicht ständig am rad zu drehen und zu überlegen was wäre wenn. was vielleicht ne idee wäre (weiss aber auch nicht, ob das nicht wieder zu viel einmischung wäre), dass du ihm ausdruckst, was bei einem kalten entzug passieren kann und ihm in den briefkasten steckst. dann kannst du für dich sagen "ich hab ihn ja gewarnt". und dann kompletter abbruch der kontakte. oder eben ultimatum, wenn dir das leichter fällt. und vor allem: tu was für dich, verwöhn dich. badewanne, sport, freundinnen, was auch immer dir spaß macht. du musst spüren können, dass du auch ein SCHÖNES leben haben kannst, ich hatte das üner den ganzen alkoholsch*** fast vergessen und bin soooo froh, es wieder entdeckt und jetzt auch geniessen zu können.

    ich hätte mich auch nicht von kanll auf fall trennen können, wie oft geraten wird, für mich war der zwischenschritt mit dem ultimatum wichtig, um mir auch sagen zu können, ich habs nochmal versucht und dann auch wirklich zu SEHEN, dass er nicht will (wollte). ich hätte sonst ewig gezweifelt, ob es richtig war, aber so, und auch mit unterstützung des forums und meiner realen shg hab ichs geschafft, und das war GUT für uns BEIDE. er trinkt nicht mehr, und mir gehts auch besser. und wenn er trotzdem weitergetrunken hätte, wäre es wenigstens mir besser gegangen. ich konnte nur gewinnen. du auch.

    gruß

    lavendel

    hallo leominda,

    lass dir nichts erzählen von ihm, du machst das richtig!!!

    ich hab das bei meinem freund so gemacht: als er nüchern war (wichtig!!!) mal richtig tacheles geredet, was ich will und was ich nicht will. ich hab ihm dann ein ultimatum gestellt (etwa 10 wochen) und dhab ihm gesagt, dass ich innerhalb von 10 wochen SCHRITTE sehen will, d.h. gespräch mit dem arzt und etwas in richtung therapie. was, hab ich offen gelassen.

    er hat dann drei wochen nix getrunken, rückfall, wieder nix getrunken, aber KEINERLEI bewegung in richtung einsicht, mit dem alk ein problem zu haben, geschweige denn etwas ernsthaftes zu tun. dann habe ich ihn verlassen und über sieben wochen JEGLICHEN kontakt verweigert. er hätte wissen können, dass das passieert, ich hab es ja angedroht, scheinbar hat er es nicht ernst genommen. ich hab auch auf seine anrufe nicht mehr reagiert. hab erst wieder reagiert, als er um ein klärendes gespräch gebeten hat und ich auch schon aus anderer quelle gehört hatte, dass er jetzt zu einer selbsthilfegruppe geht. wie es wird, wird man sehen, aber nur so hat sich überhaupt etwas bewegt, und er konnte mir nicht sagen, ich hätte ihn im stich gelassen oder so. es war eine klare ansage meinerseits mit ausreichend zeit, etwas zu tun. das er damals nichts tun wollte war seine entscheidung. kannst du bei interesse nachlesen unter https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…opic3517-0.html.

    ich hab auch gedacht, ich kann ihn nicht hängen lassene, es geht ihm doch so schlecht undundund. aber letztlich hat er mich hängenlassen, er hat mich gegen die flasche eingetauscht. das war auch nicht schön.

    was bei deinem freund aber noch ganz wichtig ist: weiss er(theoretisch), dass er nicht zu hause entziehen darf (sofern er überhaupt entziehen will)? das ist lebensgefährlich. denn die symptome, die du beschreibst, sind schon sehr heftig.

    aber: lass dich nicht beirren, geh deinen weg, ich kann dich nur ermutigen. es lohnt sich, ich weiss das. hab zwar auch gelitten wie hund, aber JETZT geht es mir viel besser, ich würds jederzeit wieder so machen.

    gruß

    lavendel

    hallo mala,

    herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast.

    was jetzt angesagt wäre, haben dir die anderen ja schon gecshriben. ein satz von dir ist mir aber noch besonders aufgefallen: du schreibst, du hast deinen job zu verlieren, wenn du eine entziehung machst. mal ganz brutal: meinst du, dass du ihn erst recht verlierst, wenn du weitertrinkst? irgendwann KANNST du nämlich keine gute arbeit mehr machen, das ist einfach so.

    so ein körperlicher entzug im krankenhaus dauert garnicht so lange, und dein arbeitgeber erfährt nix davon, auf der krankschreibung steht ja keine diagnose. oder du nimmst dir urlaub.

    so wie es jetzt läuft, wird es jedenfalls früher oder später richtig schief gehen, überleg es dir.

    gruß

    lavendel

    hallo turn

    immerhin, du hast nicht geritzt, das ist doch schon mal was.

    aber beantworte mir doch bitte mal eine frage: WARUM machst du nichts?

    schau, du könntest, deine schwester anrufen.

    du könntest mal OHNE deinen vater zu deinem hausarzt gehen und ihm erzählen, wie es dir wirklich geht. ich meine, du gehst doch auch sonst alleine weg, das kannst du doch auch ohne deine eltern machen, und der arzt darf deinen eltern nicht erzählen, dass du da warst, das ist ihm verboten.

    du könntest bei einem kindernotruf anrufen. ich weiss nicht, wie das bei euch in österreich ist, aber hier gibts sowas in jeder stadt, da ist der anruf meist sogar kostenlos. hier heißt das telefonseelsorge, kindernotruf, nummer gegen kummer oder so.

    dann haben wir dich schon mal gefragt, ob du nicht einen vertrauenslehrer in der schule hast, mit dem du mal reden kannst.

    du siehst, du hättest ganz viele möglichkeiten, erwachsene anzusprechen und um hilfe zu bitten. tu das doch mal, bitte. du willst so doch nicht weiterleben. bite tu es für dich.

    weisst du, für uns ist das ganz schön schwer. wir mögen dich und wir sind ganz hilflos, und mir tut das echt weh, dass du so leidest. ich wünsche mir so sehr, dass du ein fröhliches mädchen wirst, das gerne lebt.

    lieben gruß und eine gute nacht

    lavendel

    hallo,

    Zitat von Meni

    Danke für die schnelle Antwort, Karsten. Ich komme mit der Form dieses Forums sehr gut zurecht, was ich interessant war, fand die Frage, ob Menschen, die hier hereingucken, sich eine schnelle Lösung ihres Problems erhoffen, sozusagen im Happen, im Vorbeigehen, wie es mit einem Burger für den schnellen Hunger ja auch möglich ist.

    LG, Meni

    ich kann das kaum beziffern, aber ich tippe mal, dass höchsten 5% der hier "hereinschneienden" dauerhaft und produktiv dabeibleiben. das ist sicher in einer realen gruppe anders, weil die überwindung größer ist hinzugehen als im internet mal was (anonym und womöglich auch noch geschönt) zu schreiben. auch wird zum beispiel in meiner gruppe sehr schnell klar, wer eiert, und die bekommen harte worte gesagt und kommen oft nicht wieder. für viele ist das hier sicher fast food, aber die die wirklich wollen, finden hier alle hilfe die sie brauchen.

    aber meni, sorry: solltest du dich nicht lieber um dich und dein leben kümmern, als über die wirksamkeit verschiedener selbshilfeangebote zu philosophieren? brauchst du diese bewertungen anderer fpr deine trockenheit? ich denke, du weisst, was ich meine. nebenschauplatz und weglaufen, sage ich nur dazu.

    lavendel

    hallo sunflower,

    willkommen hier im forum!

    ich verstehe dich auch, mir geht es da ein bisschen wie dir. ich wohne seit 20 jahren nicht mehr zuhause, und trotzdem nimmt es mich immer wieder mit, wenn meine mutter betrunken ist, auch wenn ich das nur durchs telefon mitbekomme. das werden wir kinder wahrscheinlich nie ablegen, die enttäuschung, die angst, die wut. aber du solltest versuchen, dich davon nicht allzu sehr beeinträchtigen zu lassen. ich lege einfach auf, wenn sie hier betrunken anruft. sage "so rede ich nicht mit dir" und lege auf. das könntest du zum beispiel auch tun. oder wenn er in deinem beisein etwas trinkt, aufstehen und gehen. er sollte merken, dass du ihn SO nicht magst.

    und noch etwas zu deiner therapie: hast du dir schon mal überlegt, eine spezielle gruppe für alkoholismus aufzusuchen. es gibt da verschiedene, in manchen sind nur alkoholiker, in manchen nur angehörige und manche sind gemischt. ich mache das auch, und es tut mir sehr gut, weil ich da - wie hier - verstanden werde. im freundeskreis kannn das einfach keiner verstehen, weil es keiner mitgemacht hat. das wäre doch mal einen versuch wert, oder?

    gruß

    lavendel

    hallo funnie,

    ich sehe das genauso wie little: sei froh, dass er weg ist. wenn er nämlich nicht aufhören will zu trinken wird sich das steigern, irgendwann wirds richtig schlimm und dann leidest du noch mehr, und dein kind auch.

    ich weiss, wie bitter das ist. mein freund hat auch erst einmal den alkohol vorgezogen. das tut tierisch weh, das kann ich dir gut nachfühlen. aber sieh zu, dass du dich jetzt nicht in deiner trauer vergräbst, versuch, dir etwas gutes zu tun, iregendetwas, was dir spass macht.

    gruß

    lavendel

    hallo darkangel,

    willkommen hier im forum. ich hab dich mal in die rubrik "kinder von alkoholikern" verschoben, da bekommst du sicher mehr antworten von ebenfalls betroffenen.

    tatsache ist, dass du nichts machen kannst, kein kind kann die ehe seiner eltern kitten, das geht einfach nicht. wenn dein vater sich scheiden lässt, wird er das tun.

    sag mal, hat denn deine mutter schon mal eine entziehung gemacht oder versucht trocken zu werden? will sie das überhaupt? ohne den willen des betroffenen geht nämlich garnichts. weisst du, ob dein vater grundsätzlich nicht mehr will, oder wegen des trinkens? denn dann könnte er ja vielleicht nochmal mit deiner mutter reden und ihr klarmachen, dass er SO nichtmehr mit ihr leben wird, wenn sie aufhört zu trinken vielleicht aber schon.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo leominda,

    herzlich willkommen hier im forum, schön, dass du hingefunden hast, und glückwunsch zu deinem entschluss. ich hab das genau wie du gemacht, lange gedacht, mit "liebe", hilfe und dasein könne ich meinen freund "trockenlegen". ist aber völlig nach hinten losgegangen. ich hab ihm dann auch ein ultimatum gestellt, bis zu dem er sich hilfe suchen sollte, um trocken zu werden, dann gab es erste ansätze, war aber wieder nix, und dann hab ich mich schweren herzens getrennt.

    JETZT hat er sich auf den weg gemacht, er trinkt seit vier monaten nichts mehr, geht regelmäßig in eine selbsthilfegruppe und hat mit seiner ärztin tacheles geredet. ob es dauerhaft was wird, wird man sehen, und auch, ob dann die zukunft ein "wir" oder ein "ich" und "du" bringt. aber es war der einzige weg.

    kann dich nur ermuntern standhaft zu bleiben, und vielleicht auch hier zu schreiben, wenn du magst. ich hab damals (hört sich so ewig weit weg an, ist es aber garnicht) hier auch jede kleinigkeit in "meinem" threat aufgeschrieben, meine gedanken, rückzieher, hoffnungen, streit... hat mir sehr gut getan, mich auch nicht wieder einwickeln zu lassen. und du bekommst hier eine menge feedback, wenn du magst. liegt an dir. ich würd mich freuen :wink: .

    gruß

    lavendel

    hallo honig,

    schlimme situation, in der du da steckst. ich hab mit meinem vater das gleiche erlebt, und es ist nicht gut ausgegangen, er ist gestorben.

    kann dich auch nur dazu ermuntern, möglichst viel bei ihr zu sein, ihr die dinge zu sagen, die dir noch auf dem herzen liegen, damit DU nachher das gefühl haben kannst, ihr seid in frieden auseinander gegangen, bzw. du kannst in frieden damit leben, dass sie nicht mehr da ist. ich glaube, dass das für uns alkoholikerkinder ganz wichtig ist, dass wir nicht immer weiter mit unseren eltern hadern, das macht uns nur kaputt.

    versuch auch weiter die ärzte zu löchern, aber ich glaube nicht, dass sie dir was definitives sagen können.

    bei mir war es so, dass ich noch abends bei meinm vater auf der intensivstation war, die ärzte sagten mir, ich solle mir keine sorgen machen, er sei stabil, er war auch klar. irgendwie war ich dann doch unruhig und bin nachts nochmal hingefahren, durfte dann zu ihm, und dann hat er mich ganz fest in den arme genommen und hat nur gesagt "ich hab angst". ich hab das damals nicht kapiert, aber wahrscheinlich hat er es da schon gespürt. acht stunden später kriegte ich den anruf, es geht zu ende, eine halbe stunde später war er tot. was ich damit sagen will: prognosen gehen in solch einem zustand wahrscheinlich wirklich nicht.

    wünsche dir viel kraft.

    lieben gruß

    lavendel

    hallo nicki,

    willkommen hier im forum, und in dieser rubrik bist du gut aufgehoben.

    nur raten kann ich dir nicht so wirklich :( . mir scheint es bei deinem mann eher eine allgemeine antriebslosigkeit oder etwas wie eine depression zu sein die ihn quält, oder? so lese ich es wenigstens heraus. ob so etwas aus dem alkoholismus herrühren kann, kann ich dir nicht beantworten, hoffe, dass dir da andere besser raten können.

    was ich mir aber gut vorstellen kann ist dass dein mann sich einfach wertlos vorkommt. das ist ja oft so, gerade bei (früher) erfolgreichen männern, dass der sturz in das berufliche nichts besonders schlimm ist. wenn du ihm nun noch alle alltagsdinge abnimmst, fühlt er sich vielleicht erst recht nutzlos. ich würde das nicht tun. er ist erwachsen, und er muss bestimmte dinge auch allein tun (können), du willst doch nicht sein kindermädchen oder seine mama sein, sondern seine partnerin.

    wenn er jetzt noch trinken würde, wäre das das "übliche" co-verhalten: die anderen machen lassen, weil man es sebst nicht mehr geregelt bekommt, dann wärst du die klassische co, die ihrem partner den rücken zum trinken freihält. so lässt mich dein beitrag aber einfach ein bisschen hilflos.

    hat er mal mit einem arzt oder einem therapeuten gesprochen, woraus die antriebslosigkeit resultieren könnte? frust, wirklich eine depression, nachwirkungen des trinkens.... ich hielte das für sinnvoll.

    lieben gruß

    lavendel

    hi little,

    vielleicht sollteste deinen nick mal in biggie ändern lassen :lol::lol::lol: . so von wegen selbstwahrnehmung und aussendarstellung 8) . nix da die kleine!

    ohne scherz: ich finde/fand diesen threat auch sehr spannend, und ich freu mich sehr, dass beide seiten so rege schreiben (he lilly, drängel nicht so, darfst ja gleich wieder :wink: ).

    als ich gestern abend in der bahn nach hause fuhr schoss mir so durch den kopf (eben gerade angeregt durch diesen threat), dass das im prinzip eine psychologische gruppenstunde ist, was wir hier betreiben. und ich denke auch eine, wo viele ehrlicher sind, als sie das vielleicht von angesicht zu angesicht wären, und wo einfach auch mehr beteiligt sind und sich dadurch immer wieder ganz neue sichtweisen auftun. das gefällt mir sehr.

    dank dir, little, dass du dich getraut hast!

    lavendel