Beiträge von n i c i

    Liebe Mietzekatze,

    Zitat

    Auch wenn es sich vielleicht für euch nach einem Rückschlag ausschauen mag, war es keiner


    Aber ein laues Gefühl im Bauch hast ja schon selber, sonst hättest es ja nicht erwähnt .

    Wir standen bestimmt alle auch schon diesem Punkt, - mehrmals.
    Dein Thema war "Wie kann ich ihm wieder Vertrauen?"
    da kann ich Dir nur dazu sagen > GARNICHT !
    Solange Du nicht lernst DIR zu vertrauen, auf DEIN Gefühl zu horchen,
    wirst Du immer wieder "es passend machen"
    Ich habe es genauso praktiziert. Jahrelang. Und doch blieb da das Gefühl "bin ich rückfällig geworden ??!!!
    Iwannmal bist dann so weit unten, sooft enttäuscht, so verletzt,
    dass Du spürst...ich will so nicht mehr.
    Du bist viell noch nicht an deinem Tiefpunkt angekommen,
    achte auf DICH.
    Mein XY wollte mir auch nie was böses, hatte nichts von mir verlangt,
    aber das war es teilweise ja auch, ich hab als liebende CO ja freiwillig gemacht, ...zu abhängig um die kranken Strukturen zu erkennen.
    Das geht eine lange Zeit lang :cry: bei mir einige Jahre, die ich Dir nicht wünsche.
    Du bist noch jung, hast dein ganzes Leben vor Dir,
    ich wünsche Dir, das Du iwann mal sagen kannst,
    ich spür es - ich will es nicht mehr - ich will mein Leben so nicht mehr haben.
    Viel Kraft,
    LG nici

    IASS -wie schnell sich mir bei diesem Begriff doch die Haare sträuben.
    Und doch ein gebissener Hund bellt.
    Es hat was von zerfliessendem Selbstmitleid, - und dabei hab ich doch so selbstlos schlechthin gehandelt - zumindest hab ich das jahrelang so genährt.

    Man/Frau will es nicht hören. Und doch triffst zu.
    Eine Lebenslüge, die so viele Leben gekostet hat.

    Auch das auf den Grund gehen, spielt für mich nicht mehr so die Rolle, wie es anfangs war.
    Klar kann auch ich - wenn auf nicht aus einer Suchtfamilie kommend - für mich das Passende rausfiltern.
    So kann wohl jeder für sein Verhalten oder auch Fehlverhalten etwas passendes aus der Kindheit ziehn,
    nur was bringts mir ?
    Ich bin nun eine erwachsene Person, die sich mit den eigenen Wünschen und Verhaltensmustern auseinander setzen muss.
    Ich kann und konnte "nein" und "ja" sagen und meinen Lebensweg selbst bestimmen.
    Ein Kind kann das wohl nicht, stimmt. Zu groß sind da Abhängigkeiten.
    Aber ich kann und will mich nun unabhängig MIR und MEINEM Leben stellen.
    Auch wenn ich mich wie ein begossener Pudel stellen muss :
    Ja, ich hab mein Ego mit dem IASS gestärkt und konnte mit der CoAbhängigkeit ja auch ganz gut leben, war ja soo selbstlos und dumm.
    Und das braucht man bei mir auch nicht in angenehmere Worte packen, das war so.
    Und dem Alkoholiker meines Vertrauens - tja der nahm das Programm dankend an.
    Habs ja stellenweise ja auch aufgedrückt.

    Nun die angelernte Verhaltensweisen ansehen und ändern,
    macht Angst, macht wütend, macht FREI.
    Jeden Tag ein bisschen mehr.

    LG nici

    :wink:

    Zitat

    Ich weiß nicht, ob ich den Schritt gegangen wäre, wenn ich vorher gewusst hätte, was da an Gefühlen auf mich einstürzt und zu verarbeiten ist.


    Ja, das kenne ich auch. Was da an Gefühlen XY gegenüber kommt, war mir ja fast klar : Wut Enttäuschung Einsamkeit Verlustangst
    Mit dem allem hab ich mehr oder weniger gerechnet und habs an einem bestimmten Zeitpunkt ja auch gerne in Kauf genommen.
    Hauptsache es/Er hört auf.
    Mit was ich aber nicht gerechnet habe, war zu hören, dass ich ja selber schuld bin, dass ich ja selber krank bin, selber süchtig bin.
    Hat sich doch in den letzten Jahren so schön alles auf IHN konzentriert.
    Ich musste nicht an mich denken, mein Leben leben.
    Meine Gefühle fühlen. Drehte es sich doch bei der ganzen Familie um SEINE Gefühlswelt und dieses in i.eine Art und Weise zu manipulieren.

    Und nun..da kamen alles mögliche an eigene Gefühle auf mich eingerasselt...emotionale Löcher, die es galt zu stopfen.
    Oder auch mal nicht zu stopfen, sie auszuhalten, sie zu fühlen - sich zu fühlen. Au weija.
    Und schnell wieder der Focus auf die Probleme Anderer gerichtet,
    tja ich glaube das konnte ich auch hier im Forum bedienen.
    Man muss sich schon überall sich mit sich auseinander setzen, das ist das wichtigste was ich für mich lerne.
    Und das ist es was ich nicht erwartet hatte und erst lernen muss,te.

    Wir sind ja noch jung und lernfähig liebe Lütte
    :wink:
    LG nici
    Geduld mit sich selber :? und das aus meinem Munde

    Zitat

    Tun muss man tun, es serviert mir niemand was auf dem goldenen Tablett


    Ja, Aurora
    und ich finde gut, dass Du es zulässt und Dir Hilfe suchst.
    Das ist auch etwas, was zu einem alten Verhaltensmuster gehört " wir schaffen das schon alleine " - nee, wir dürfen es auch nicht alleine schaffen.
    Wir dürfen, müssen uns auch mal helfen lassen.
    Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.

    LG nici

    Zitat

    Dass Kontrolle und Manipulation uns beherrschen.
    Das heißt, wir versuchen Dinge, Situationen etc. zu erzwingen, andere Menschen zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen


    ich hab immer noch gern die Kontrolle, über mein Leben, über einzelne Situationen, über eigentlich jeden Sch..
    Dieses "ich weiß nicht, was dann kommt/passiert..." macht mich fertig.
    Selbst wenn ich nur eine Woche in Urlaub fahren würde, würd ich schon 2 Wo vorher überlegen, was ich brauch, eine wo vorher waschen, packen,..
    Ich sollte wohl mal einfach losfahren und schauen was passiert,
    .aber soweit bin noch nicht.
    Dann kommt wieder mal so´ne Situation, wo Jemand zuspät kommt, weil er sich nicht informiert hat (wie ich - 3 Tage vorher die Strecke prüft)
    und schon meldet sich der Geist :twisted: > siehste, dass wär DIR nicht passiert. Und schon hab ich mir meinen Co-Knopf wieder poliert.

    Und so taucht so viele der Co-Punkt immer wieder auf.
    Ich versuch sie zu erkennen und mein Verhaltensmuster zu ändern,
    gelingt mir immer mehr "davor"
    :wink:

    Hallo liebe Lindi,

    ich kenn deine Ängste und Zweifel so gut.
    Ich weiß nicht wer es war, aber Jemand hier aus dem Forum hat mir dann geschrieben "mach Dir nicht so viel Sorgen - das Leben wird Dich schon tragen"
    Und es stimmt. Es gibt Lösungen, auch wenn man sie noch nicht sehen kann.
    Bei gemeinnützigen Vereinen, bei mir war es ein Frauenverein gibt es Beratungen. So wie Zimttee schon schrieb, Caritas etc.
    So etwas gibt es auch in deiner Nähe, da erfährst Du einiges, was Dir zusteht und wo Du das beantragen kannst.

    Und auch wegen der Arbeit, geh aufs AAmt, hol dir Infos.
    Und auch wenn Du erstmal putzen musst,
    wenn Du langsam deine Unabhängigkeit spürst, deine Zukunftsängst ablegen kannst, und das erste Geld in der Hand hast,
    es fühlt sich gut an.
    Kleine Schritte, aber mit großer Bedeutung, verstehst ?!!
    Keine Angst, in Deutschland verhungert man nicht so leicht.

    Nehm Dir eins nach dem anderen vor. Wirst sehen es geht.
    Viel Spaß beim Neustart - und es macht auch iwann mal wieder Spaß,
    freu mich es dann zu lesen.

    LG nici :wink:

    Hallo liebe Nancy,

    na viel Spaß mit dem Autofahren. Ich hab auch bereits Narben auf der Unterlippe vorlauter Draufbeissen *lach
    Seh es mal positiv > jetzt müssen unsere Kinder uns mal zuhören !
    Mal eine ganz neue Welt 8)

    Schön, dass sich bei Dir gerade soviel tut.
    Klar bist de fertig, aber dafür wieder ein frei geräumter Weg und das erleichtert in der Zukunft wieder etwas.

    Musst Du dann nicht mehr soviel pendeln, oder ?!
    Oder hab ichs falsch verstanden.
    Denn bei deiner ganzen Pendelei blieb doch viel Nancy auf der Strecke,
    gelle.

    LG nici :wink:

    Liebe Sylvia,

    gut, dass Du das erkennen konntest und Dich für Dich eingesetzt hast.

    Zitat

    War ich zu voreilig, zu empfindlich, stimmen meine Gefühle wirklich, was mögen die Kollegen jetzt denken, ich lass die ja im Stich... all solche Gedanken sind auf einmal da.


    Ja, wie Du selber schon geschrieben hast - Du konntest dagegen steuern.

    Die Trauer und dann noch der neue Job...ich glaube das war viell. auch zuviel auf einmal, klar dass man da eher wieder in alte Muster fällt und sich das eine oder andere gefallen lässt.
    Aber gibt Dir die Pause zu Sammeln, und fang dann auf einem neuen "Blatt"(Arbeitststelle) wieder für Dich an.

    Liebe Grüße und einen dollen Drücker,
    nici

    GuMo.

    momentan merk ich wie sich in mir was bewegt.
    Ich bin hin und her gerissen zwischen ausgepowert und strotzend vor Kraft.
    Unsicher und doch weiß ich mehr denn je, was ich will.
    Die letze Zeit sehr unruhig für mich und doch kam in mir die Ruhe auf, nicht mehr so planlos zu rennen.
    Viell. hab ich mich nun dahin manövriert, wo ich ja doch landen musste.
    Etwas wirr. Aber ich kann es nicht anders beschreiben.

    Ich hab mich in letzter Zeit rar gemacht, bei vielen Lieben ( auch hier vom Forum), hab sie in Gedanken aber dabei.
    Die Zeit hab ich gebraucht, musste anders gefüllt werden.
    Ich hoffe, es kommen wieder andere Zeiten.

    Ich werde in letzter Zeit immer mehr gefragt nach einem anderen Partner.
    Etwas, was mich eher ärgert.
    Als wenn mein "neues Leben" nur als "gelungen" gilt, wenn man sich zu zweit präsentieren kann.
    Dabei freu ich mich über mein ganz eigenes Leben, und ein Partner stellt für mich da eher eine erneute "Einschränkung" dar.
    Viell. tickt ich da ja auch nicht richtig.
    Aber dieses Erklären müssen, nervt.
    Und bringt mich eher noch weiter zu einem Abstand.

    Bald hab ich paar Tage für mich, ich freu mich.
    Liebe Grüße,
    nici

    Gestern waren meine Jungs und ich auf einem Fest eingeladen, und XY auch.
    Und da der Papa mal so präsent war und auch nüchtern, hat sich mein Kleiner für den nächsten Tag mit ihm verabredet.
    Nun die Kinder haben nicht wirklich viel Kontakt zu ihm, und Sohnemann hat sich so gefreut mal wieder was mit Papa zu machen und wollte dann am nächsten Tag auch gleich bei ihm übernachten.
    Ok.

    Heute nun war der besagte Tag. Er kam. Und ich sah gleich, dass Er was geladen hatte.
    Normal sprech ich nicht mit ihm oder nur solche Sachen wie " er muss aber um die und die Uhrzeit wieder zu Hause sein"etc.
    Aber zum Kindswohl hab ich ihn angesprochen.
    Klar und emotionslos gesagt, dass Er für mich keinen trockenen Zustand macht, und ich hab gesagt, dass Er unter diesen Umständen den Kleinen nicht mit dem Auto mitnimmt.
    Er kann gern hier bei uns mit ihm was spielen, aber ins Auto kommt er nicht.
    Natürlich hat Er´s verneint und versucht mir Böswilligkeit zu unterstellen.
    Ich wollte mich nicht auf i.eine Diskussion einlassen, und hab gesagt, dass das hier kein Thema mehr ist und Er soll es so jetzt annehmen.
    Er ist dann ne Weile geblieben und ist dann gegangen.
    Für den Kleinen war es blöd.
    Aber auch gut.
    Denn genau nach der vorsichtig und langsam aufkeimenden Hoffnung von ihm, (Papa hat viell doch aufgehört zu trinken)
    hat Er gemerkt, dass Xy noch mittendrin ist.

    Für mich war es aber dann auch wieder gut zu sehen, dass XY bei den Jungs zwar kurz am Co-Herz pochen konnte, aber dass auch sie nun ihre Herzrhytmus nicht gleich verlieren.
    Sie sind dann zwar kurz enttäuscht gewesen, aber es hat sie nicht aus dem Tritt gebracht.
    Sie sind froh gelaunt, strotzen vor Kraft und Unternehmungslust und genießen ihre Ferien.

    Schön, dass ich auch sie habe in diesem Punkt stärken und aufklären können.
    I.wie sind sie ja auch mit mir diesen Weg gegangen "raus-aus-dem-Co-Leben".

    Ich hatte sehr Angst, dass ich sie zulange diesem kranken System hab teilhaben lassen und ich mich nicht schon früher getrennt habe.
    Aber sie sind gewachsen, gewachsen mit mir.

    Das wollt ich nur mal loswerden, denn es zu sehen und zu spüren hat sehr gut getan.

    Zitat von inbetween


    Wie war es bei dir, Nici - habt Ihr beide auch noch weiter an Euch gearbeitet, nachdem Entzug und Therapie durch waren?
    Wir haben das nicht gemacht - beide nicht.


    Hallo Lea,

    "Entzüge" waren es wohl nie, wohl eher Trinkpausen. Und auch wenn wir teilw gemeinsam und jeder separat bei Therapeuten waren, kann man wohl auch nicht von einer Therapie sprechen.
    Trinkpausen können sehr sehr lang sein, und bieten Platz für sehr viel aufkeimende Hoffnung.

    Deinen Satz mir der kopfgesteuerten Distanz ohne innerliche Beteiligung -
    find ich so super trefflich.
    Und das Gefühl der darauf folgenden Traurigkeit,
    ja wie sehr ich das noch kenne.
    Ich war traurig .... ja warum ? teilweise über die verlorene Liebe ? die eingebildete Liebe ? die verpatze Zeit ? über meine Dummheit es nicht gemerkt zu haben ?
    das ich soo lang brauchte um zu verstehen ? über die Einsamkeit, die ich nun spürte und die doch schon soo lange da war ?über die Tränen der Kinder?...
    Ja, liebe Lea, die Traurigkeit darf schon sein.

    Aber sie wird auch ersetzt. Du wirst es spüren, und Du wirst immer mehr davon wollen.
    LG nici

    Zitat

    Also menschen auf die ich auch bauen kann und nicht nur welche mich als klagemauer für ihre eigene probleme gebrauchen.


    Naja, das soz Umfeld war bei mir schon da,
    aber was mir wirklich was gebracht hatte, war,
    zu erfahren und es zu verinnerlichen,
    dass ich ganz und gar auf mich selber bauen kann.

    Das fand ich sehr wichtig. Ich hab viel geregelt und gemacht, mach ich heut noch,
    aber das mal für sich und NUR für sich tun -
    das hat sich anfangs komisch angefühlt, leer und unbedarft.
    Ich hab´s ausgehalten, gelernt diese Gefühle zu spüren und sie zuzulassen und nicht wieder gleich mit was auszublenden.
    Und siehe da: ich kann mit mir auch.
    Nun bin ich meine beste Freundin.

    Du wirst sicher deinen Weg finden, liebe Topas,
    Du bist schon längst drauf,
    nun musst Dir nur etwas vertrauen.

    Langsam gehen, ja, dass hab ich auch anfangs, der Kinder zuliebe,
    wo ich innerlich doch schon längst am rauskrabbeln war.
    Langsam, nach deinem Tempo, ist schon ok,
    nur hab ich gemerkt, dass es einiges schwieriger wird, wenn man dem täglich ausgesetzt ist.
    Also stets die Richtung kennen und das Ziel im Blick behalten.

    LG nici
    :wink:

    Diese Erfahrung hatte ich mehrfach !
    Und dazu natürlich auch mehrfach die Achterbahn: Hoffnung-Enttäuschung.
    Dieses Spiel haben wir (XY und ICH !!!) beide jahrelang so betrieben.

    Ich konnte aber aus der Achterbahn aussteigen, als ich merkte,
    ich kann nur für mich,
    und dazu muss es ohne ihn gehen.


    Das wünsch ich Dir auch Miriel.

    LG nici