Hallo Joanne,
ich hoffe Dir geht es etwas besser.
Tja, eigentlich haben die anderen ja schon alles gesagt.
Ich, wie so viele hier stecken/steckten doch in der gleichen Misere wie Du.
Bei meinen Kids dachte ich immer, sie verstehen viele Sachen noch nicht.
Und gerade weil hier nicht alles so rosig lief, sollten sie doch bitte ihren Papa lieb haben dürfen.
Und früher hatte Er ja auch noch Rücksicht genommen...wenn sie schliefen..wenn sie nicht allein mit ihm waren etc.
Irgenwann Mal ging auch das nicht mehr.
Und nachdem sie dann einen Ausrutscher nach dem anderen mitbekamen, hab ich angefangen mit ihnen zu sprechen.
Das es eine Krankheit ist...
Dann musste man ja auch noch vermitteln, dass man diesem Kranken am besten hilft, wenn man ihm nicht hilft.
Auch ein schweres Kapitel, weil sie sich ebenfalls geschwächt fühlten, werden sie dann auch losgelassen ?
Da hab ich sehr viele Gespräche, sehr viele Tränen gehabt.
Hab ihnen Zugeständnisse gemacht, als sie Ihrem Papa glaubten und ihm nochmal ne Chance geben wollten.
Und Enttäuschung um Enttäuschung fühlten sie, dass es mit ihm nicht mehr ging, und wollten dann auch dass Er geht.
Ich hab gemerkt, dass ich ihnen so wenig Einsicht und Verständnis zugetraut hab,
aber das ganze Drama, dass sie hautnah mitbekommen haben, hab ich ihnen zugetraut.
Glaub mir, Kinder verstehen wesentlich mehr als wir denken.
Ich habe meinen Kindern dann noch bei einer Kindertherapeutin bei der Suchtberatung eine Möglichkeit gegeben, Ängst zu äußern, die sie mir gegenüber nicht erwähnen wollten, um mich zu schützen oder nicht noch mehr zu belasten.
Das wär für Euch vielleicht auch eine Möglichkeit.
Ich wünsch Dir viel Kraft und die Einsicht, dass Richtige für Euch zu tun.
Liebe Grüße,
nici