Beiträge von drybabe

    Moin Frank!
    Deine Trinkpausen kommen mir so bekannt vor. So war es früher bei mir auch! Ich hab dann für eine zeitlang gedacht, ich hätte es jetzt im Griff, ich saufe nicht mehr. Aber dann .... .
    Ich wünsche es Dir eigentlich nicht, denn es ist verdammt hart. Aber ich kann nur von mir berichten und ich mußte erst ganz unten angekommen sein, Freundschaften und Beziehungen zerstört haben, meine Gesundheit ruiniert haben, mich aufgegeben haben, um vor dem Alkohol zu kapitulieren. Um zu erkennen, dass der Alkohol IMMER stärker ist, als ich. Dass ich ihm also aus dem Weg gehen muß.
    Das Ganze gestaltete sich dann bei mir mittels LZT. Vielleicht wäre das ja eine Option für Dich? Ich kann nur von mir schreiben, dass mir die Therapie sehr geholfen hat, meinen Weg zu starten.
    Gute, trockene 24 Std. wünsch ich Dir!
    drybabe

    Moin!
    Kapitulation vor dem Alkohol bedeutet, dass Du erkennst und auch vor allem spürst, dass er immer stärker sein wird als Du. Dass ein Kampf gegen den Alkohol nichts bringt, wie zum Beispiel so ein Mist wie kontrolliertes Trinken.
    Wenn Du vor dem Alkohol kapituliert hast und weißt, dass Du nur trocken leben kannst, wenn Du ihm aus dem Weg gehst. Wenn Du selbstbestimmt Dein Leben in die Hand nimmst, ein Leben, in dem der Alkohol keinen Platz einnimmt.
    Jeder Alkoholiker, der denkt, er könne nach einiger Zeit des Nichtstrinkens wieder einen Schluck probieren, landet schneller unter der Erde, als er gucken kann.
    Daher auch der vielzitierte Spruch " Nur nicht trinken reicht nicht".
    Das Verinnerlichen ist wichtig. Eine Sucht ist eine immer tödlich endende Erkrankung. ABER: Der große Vorteil des Erkrankten, er selber kann diese Sucht stoppen. Das hast Du gemacht! Das ist der Schritt, Dein Leben zu retten.
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin Red Phönix!

    Zitat

    ab wann kann man das Gefühl haben, dass man sich auf einer Strecke des Weges befindet, wo man sagen kann „ es ist nicht nur eine Trinkpause oder der Beweis, dass es auch ohne Alk geht?“ Denn eigentlich bin ich froh, dass es mir meistens so gut geht und ich wenig an Alk denke.


    Das ist bei jedem sehr unterschiedlich. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, ob Du vor dem Alkohol kapituliert hast. Kennst Du die Kapitulation vor dem Alkohol?
    Trinkpausen haben meistens ne Hintertür . So nach dem Motto " ich beweis es mir jetzt für ein halbes Jahr und dann sehen wir weiter ".
    In meinen Augen tödlicher Mist!
    Du bist und bleibst Dein Leben lang alkoholkrank. Wenn Du wieder anfängst zu saufen, wird Dich der Alkohol über kurz oder lang umbringen.

    Klar, am Anfang ist alles noch ganz neu, etwas wirr usw. Dein Hirn braucht Zeit, sich wieder zu normalisieren. Sei nicht zu streng mit Dir, nach dem Motto, Du mußt gleich die " Super-Trockene " werden. Das soll natürlich nicht heißen, dass Du unachtsam mit Alkohol umgehst. Sondern vielmehr jetzt Achtsamkeit erlernst!
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin!
    Zu vielem schon gesagten fällt mir noch ein :
    - meine beiden Haustiere. Die habe ich mir nach meiner LZT angeschafft, da ich vorher noch nicht mal für mich selber sorgen konnte. Jetzt sorge ich für mich und die beiden.
    - meine vielen Bücher über die Alkoholkrankheit, mehrfach gelesen, stehen sie an einem ganz besonderen Ort im Regal. Davon geb ich auch keines her. Manchmal Blätter ich in dem einen oder anderen.
    - Viele Fotos aus der Zeit meiner LZT
    - mein Beruf, in dem ich fast täglich Menschen sehe, die sich durch den Alkohol zerstört haben
    - einen Leuchtturm aus Ton und einen Speckstein, den ich in der LZT Ergotherapie gemacht habe, haben ihren festen und besonderen Platz im Wohnzimmer
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin Red Phönix!
    Ich kenne Dein Problem sehr gut. Mir ging es ebenfalls so. Jahrelang jeden Abend gesoffen und dann plötzlich soooooo viel Zeit!
    Ich bin für 16 Wochen in eine Langzeittherapie gegangen, weil ich fast gar keine Struktur mehr hatte.
    Das ist das Stichwort : Struktur. Ein Alkoholiker , also ein trockener, braucht Struktur. Das stützt ihn. Und es gibt ihm Schutz und Sicherheit.
    Der Anregung, Dich bezüglich Deiner Depressionen behandeln zu lassen, stimme ich voll zu. Ich habe es auch so gemacht und kenne viele Trockene, die anfänglich diese Unterstützung in Anspruch genommen haben.
    Weißt Du, Du und ich und auch all die anderen haben in ihren nassen Zeiten die Zeit weggesoffen. Da haben wir zwar alle irgendwas gemacht, aber es war nicht wirklich echt.
    Jetzt hast Du die Chance, Deine Freizeit sinnvoll zu gestalten und das ganze trocken in vollen Zügen zu genießen . Das ist ein unglaublich schönes Geschenk, das Du Dir selber machen kannst - jeden Tag!

    Noch eins zu der Feier bzw zu den Grundbausteinen: es ist einfach absolut ratsam, sich an die Grundbausteine zu halten. Im ersten Jahr der Trockenheit auf keine Feier oder Fest oder ähnliches, wo es Alkohol gibt.
    Druck Dir die Grundbausteine am besten aus und häng sie Dir irgendwo hin, wo Du sie täglich siehst.

    Wenn Du zur Zeit nicht arbeitest, wie wäre es denn mit etwas ehrenamtlichem? Vielleicht was mit Tieren?
    Alles Gute für Dich und toll, dass Du Dich hier bei uns angemeldet hast!
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin Tina!
    Also, was Ziele in Bezug auf die Trockenheit und das Nicht-mehr-saufen angeht, hab ich eine ganz klare Zielsetzung: ich möchte nicht wieder trinken! Denn wenn ich dies täte, wäre ich schneller unter der Erde, als man gucken kann. Da habe ich sozusagen keine Wahl, denn ich will leben.

    In Bezug auf Sport oder auch Ernährung setz ich mir nahezu täglich Ziele. Das finde ich für die Motivation und vor allem das Weiterkommen extrem wichtig. Und da dann lieber kleinere Etappenziele, die realistisch sind. Und später dann zum Gesamten werden, also den ganzen Marathon :D !
    Beste Grüße !
    drybabe

    Moin!
    Am Anfang hab ich sicherlich viel mehr hier gelesen. Teilweise auch aufgrund meiner " Arbeitspause ", da hatte ich mehr Zeit. Jetzt ist es aber so, dass ich nahezu jeden Morgen ins Forum schaue. Auch wenn ich nicht alles lesen kann, so verfolge ich doch einzelne Threads, schreibe in mein TB und habe da eine gewisse Regelmäßigkeit. Die ist mir ganz besonders wichtig. Da ich keine reale SHG hab.
    Und in der Geschlossenen ist´s ja familiär und auch heimelig.
    Gruß
    drybabe

    Moin Tina!
    Diese Frage hab ich mir auch mal gestellt. Ich hab alles rigoros aussortiert, als ich aus der LZT kam. Und bei mir kommen auch keine noch so netten Mitbringsel, Werbeartikel oder irgendwas ins Haus, was mit Alkohol zu tun hat. Manchmal denke ich : Is das Übertrieben? Und dann kommt meine Antwort : Nein! Es bedeutet für mich Risikominimierung.
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin Hartmut!
    Meinst Du es so: ich mache einen Entzug, nach der Entlassung setze ich die Grundbausteine ein und lebe mich sozusagen in mein trockenes Leben ein. Wenn ich durch die Beachtung der Grundbausteine eine relative Stabilisierung meines Zustandes erreicht habe, kann ich mich der eigenen Achtsamkeit widmen. Ohne natürlich die Grundbausteine jemals über den Haufen zu werfen. Erst mit einer gewissen äußeren Stabilität kann ich mich an die innere Stabilität machen?
    Beste Grüße
    drybabe

    Hallo Jens!
    Herzlich willkommen hier bei uns!
    Erst einmal meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss , trocken leben zu wollen. Den ersten Schritt - die Entgiftung - den hast Du gemacht. Super! Jetzt gehts ans eingemachte : Den Alltag als ganz frisch Trockener einfach so zu bewältigen, ist sehr schwer. Sich Hilfe suchen, in jeglicher Hinsicht, ist der richtige Weg. Suchtberatung, Deine Schwestern, ein alkoholfreies Umfeld/Wohnung, eine Notfallnummer und auch dieses Forum natürlich!
    Du schreibst sehr klar über Deinen jetzigen Weg!
    Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch und mach weiter so, Du bist auf dem richtigen Weg!
    Alles Gute!
    drybabe

    Moin Maik!
    Ich hab eben Deinen Thread gelesen und ich möchte Dir auch alles Gute für Deinen weiteren Weg wünschen!
    Du machst das echt total gut, lebst nach den Grundbausteinen, bewußte Risikominimierung. Super!
    Beste Grüße
    drybabe

    Moin Angie!
    Ich freu mich mit Dir, dass Du die Kraft aufbringen konntest, gerade in so einer Situation nicht dem Teufel Alkohol zum Opfer zu fallen! Das ist ein großer Schritt, den Du gemacht hast! Super! Und Du hast Dir intuitiv was gutes getan, mit den Enkel-Fotos! Genau wie die anderen sagen, die passen sehr gut in Deinen Notfallkoffer.
    Und Hundi schaut vom Hundehimmel und ist ganz doll stolz, dass sein Frauchen trocken geblieben ist!
    Liebe Grüße
    drybabe

    Hallo Angela!
    Genau wie die anderen es sagen, wenn Du jetzt säufst, hilfst Du weder Dir, noch Hundi ( der schaut vom Hundehimmel zu Dir und möchte doch, dass es seinem Frauchen gut geht).
    Lass alle Deine Gefühle raus. Und Trink ganz, ganz viel Wasser oder Saft. Beiß auf einer Scheibe Zitrone rum, die ordentlich sauer ist, oder geh ganz heiß/kalt duschen!
    Wir sind hier für Dich da, Angela!
    Lieben Gruß
    drybabe