Beiträge von drybabe

    Moin Jamor!
    Mir geht es genauso, wie Dir, Ich habe im realen Leben schon häufig die Aussage getroffen, dass ich froh bin, Alkoholikerin zu sein, dass ich froh bin, durch die Hölle gegangen zu sein und dass ich froh bin, es geschafft zu haben, mein Leben komplett umzukrempeln und zufrieden zu leben.
    Klar, die meisten Menschen achten auf sich und brauchen solche Tiefschläge nicht. Aber ich gehöre leider nicht zu dieser Gruppe. Ich mußte erst mit dem Feuer spielen und immer wieder tiefer sinken, bis ich verstand, dass ich leben will und vor allem gut leben will.
    Aber solche Erfahrungen sind ja sehr individuell.
    Trocken und heiter grüßt
    drybabe

    Hallo lutiste!
    Ich schließe mich meinen Vorschreiben an. Vielleicht mit dem Unterschied, dass ich nicht co-abhängig bin sondern trockene Alkoholikerin.
    Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung versichern, so wie Du reagiert hast, ist es absolut richtig. Er muß merken, dass er mit seiner Art nicht mehr durchkommt. Ein Alkoholiker lügt das Blaue vom Himmel runter, beschwichtigt, gelobt Besserung, schwört etc., doch dahinter steckt nur eines: Der nächste Schluck, das nächste Glas Alkohol, der nächste Vollrausch. Das wirst Du nicht ändern können, nur er selber. Er muß an einen Punkt kommen, den wir die Kapitulation vor dem Alkohol nennen. Er muß merken, dass er nicht gegen den Alkohol gegen an kämpfen kann, da verliert er immer. Er muß komplett sich vom Alkohol trennen. Nur: Dieses Vorhaben und dieser Wunsch muß von ihm, und nur von ihm.
    Für Dich und für Deine Mutter ist es das wichtigste, dass Ihr für Euch schaut, was Euch gut tut!
    Ich drück Euch die Daumen.
    Viele Grüße
    drybabe

    Moin Uwe!

    Zitat

    drybabe : gerade der scheinbare Versuch Anerkennung zu erlangen, der Hang mich beweisen zu müssen, aus absurden Schuldverständnis; nach „überstandener“ Sucht übermäßig „helfen“ zu wollen (und nicht nur an der Arbeit), macht mein Verhalten verdächtig oder besser bedenklich. Die Strukturen und Muster, meiner süchtigen Verhaltensweisen, haben die Eigenart, gerne und nachdrücklich von meinen wesentlichen Aufgaben abzulenken. Zumindest ein hinschauen auf die Motivation meines Tuns, ist vorteilhaft.


    Dankefür diesen Denkanstoß. Find ich gut :wink: .
    Schönen Abend!
    drybabe

    Moin Old F!
    Meinst Du denn wirklich, dass der Typ ein Workaholic war oder wollte der einfach nur auf der "Karriereleiter" nach oben? So ein richtiger Workaholic macht die Arbeit ja zu seinem Lebensinhalt, damit er dadurch ein oder mehrere Probleme nicht mehr spürt.
    Ich arbeite zwar stundenmäßig sehr viel, aber das hat nichts mit Workaholic zu tun sondern mit Tarifvertrag und Stellenschwund.
    Ich kann mir vorstellen, dass es Süchtige gibt, die nach der Abstinenzentscheidung eine Suchtverlagerung machen und arbeitssüchtig werden.
    Vielleicht sollte man dabei auch bedenken, dass Menschen, als sie nass waren, sehr unzuverlässig waren. Wenn sie dann trocken sind, wollen sie natürlich alles viel besser machen und stürzen sich in die Arbeit, aber ohne das als Suchtverlagerung zu sehen, sondern eher um sich und anderen zu beweisen, dass der ehemalige Alkoholabhängige auch zuverlässig und gut arbeiten kann.
    Gruß
    drybabe

    Moin jamor!
    Also, ich find´s erstmal gut, dass Du Dich mit den Begrifflichkeiten auseinander setzt. Das Du das nun auch noch studiert hast oder studierst, kann für unsere SHG doch nur von Vorteil sein. Das heißt ja nicht, dass Du trockener bist als ein 5-Jahre-Trockener.
    Ich mag es gerne, wenn man seine Hirnzellen auch mal anstrengen muß.
    Und ich glaube nicht, dass Du durch das Verfassen von so einem 3 Zeile Deine Trockenheitsarbeit vernachlässigst. Wenn Du den Buddenbrook neu schreibst - ok.
    Also, ich bin dafür, dass Du uns weiterhin mit solchen Dingen beglückst. Ich lerne gerne im Leben dazu und lasse mir was erklären.
    Schöne Grüße
    drybabe

    Moin!
    Also, so ein Ritual, wo man sein letztes Bier trinkt, finde ich im Nachhinein total bescheuert. Ich glaube, das hab ich hundert mal gemacht.
    In der LZT sollten wir einen Abschiedsbrief an den Alkohol schreiben. Das wiederum fand ich gut, denn es ist ein Abschied ohne Wertung. Das hat vielen von uns gut getan. Einige haben den Brief verbrannt, andere in einen Fluss geworfen.
    Was das Zählen von Monaten der Abstinenz angeht, hat es mir gerade am Anfang sehr geholfen. Es hat mich bestärkt, mich selber angefeuert, wenn es mir mal nicht so gut ging. Und Trockengeburtstag feiern find ich super wichtig. Den normalen Geburtstag haben sich unsere Eltern für uns ausgedacht, aber den Trockengeburtstag hab ich mir selber nur für mich festgelegt. Das mag ein Ritual sein, ich find´s aber gut. Meistens gönne ich mir an dem tag was Schönes , obwohl es ja erst 2 waren.
    Das so meine Gedanken dazu.
    Gruß
    drybabe

    Moin!
    Ich gebe zu, dass ich diese Feste schon irgendwie verteufle , na vielleicht das falsche Wort, verabscheue.
    Ich habe da früher selber mitgesoffen, dass es kein halten gab. Nun bin ich nüchtern und es ist glaube ich die Scham, die ich habe, weil ich da früher mitgemacht hab. Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum ich das so immens verabscheue.
    Denn: Im Grunde können mir solche Veranstaltungen ja am Allerwertesten vorbei gehen.
    Gruß
    drybabe

    Hallo Verena!
    Ich hab Deine Zeilen hier gelesen und erkenne mich da in Teilbereichen wieder. In kurzer Zeit zur Hardcore-Säuferin. Das kann auch schnell mal 1,80m in die Tiefe gehen. Aber klasse, Du hast die Entgiftung gemacht und bringst jetzt Sachen in Bewegung. Und dich. Und Du tust Dir was Gutes mit dem Saunabesuch. Deinen Körper wieder zu spüren, wird Dir vielleicht anfänglich komisch vorkommen. Bei mir war es so. Aber mit der Zeit hab ich richtig Lust darauf bekommen, etwas für mich zu tun. Ich denke, Du bist auf einem guten beginnenden Weg. Hier kannst Du alles fragen, was Du willst. Und bezüglich des Suchtdrucks: Hast Du schon einen Notfallkoffer, so wie Silberkralle ihn angesprochen hat? Und vielleicht wäre ja auch der erweiterte Forenzugang etwas für Dich. Dort ist es ein geschützter Rahmen, das www kann nicht mitreden und es macht einfach Spaß, sich gegenseitig zu begleiten, zu loben, zu kritisieren, ja einfach gemeinsam mit dieser Krankheit zu leben. Nicht mehr gegen sie anzukämpfen.
    Ich wünsch Dir viel Kraft und einen guten Austausch!
    Gruß
    drybabe

    Moin!
    Alkoholismus ist eine tödliche Krankheit, die ich und die Ihr habt. Da möchte ich für mich größtmögliche Hilfe, und zwar auch unbedingt in professioneller Art, und das möchte ich in einer SHG den neuen Mitgliedern auch aufzeigen, dass es sowas gibt.
    Ich für meine Person wußte bei meiner ersten Anmeldung hier gar nix über LZT oder Motivationsbehandlung.
    Natürlich kann man auch nicht mehr trinken, Dinge in seinem Leben ändern , nach den Grundbausteinen leben und das trocken bis zum Schluß. Ohne Frage.
    Aber es gibt sicherlich viele Süchtige, die einfach verstehen wollen, was steckt hinter meiner Sucht, was ist Sucht, warum bin ich süchtig geworden etc.
    Deshalb rate ich sehr früh neuen Mitgliedern, sich an professionelle Therapeuten und Einrichtungen zu wenden und dennoch hier bei uns zu schreiben, zu lesen und sich auszutauschen. Bzw. nicht "dennoch", sondern zusätzlich.
    Gruß
    Michi

    Moin!
    Also, ich hab die Erfahrung gemacht, dass in den stationären Entgiftungsanstalten oftmals davon gesprochen wird, dass ein Rückfall zur Krankheit gehört. Warum sagen die Leute im Krankenhaus das? 1. weil es so viele Drehtürpatienten gibt, die halt immer wieder kommen und 2. wollen die vielleicht auch ihren Arbeitsplatz sichern (das ist jetzt etwas zynisch).
    Auch in der Motivationsphase in der Tagesklinik war das Thema Rückfall eher ein softes Thema. "Ja, das gehört eben dazu". Es hatten in den 6 Wochen Tagesklinik so einige einen Rückfall, mich eingeschlossen. Wir sollten dann schon in der Gruppe darüber sprechen, wie es dazu kam. Aber dann war es auch gegessen.
    Erst in der LZT wurde gesagt, dass soundsoviele Prozent aller Alkoholiker einen Rückfall bauen, auch in Relation zur Zeit, in der sie bereits trocken sind. Und es wurde ebenfalls gesagt, dass er durchaus tödlich ausgehen kann. Aber im Nachhinein empfand ich die Einstellung auch zu soft. Denn zum Ende meiner Therapie kamen einige Neue, die sich richtig verabredet haben, einen Rückfall zu bauen mit allem, was dazu gehört: Prügelei, Zimmer in Brand setzen, Personal tätlich angreifen etc.. Da hatten wir, die am Ende der Therapie waren, schon gesagt, nun geht's den Bach runter. Zum Glück hat dann der Chefarzt eine klare Linie gefahren: 1 Rückfall und dann ist die Therapie erstmal beendet. Nach einer gewissen zeit konnte die Therapie wieder aufgenommen werden.
    Also, alles in allem finde ich den Umgang mit den Rückfällen in den Therapieeinrichtungen, in denen ich war, zu lasch und es wird der Eindruck vermittelt "Ach, einen kannst Du Dir leisten". Tja, der eine kann aber auch der letzte sein, in zweierlei Hinsicht: Zum einen begreift der Alkoholiker, wie ernst es ist und wie er seine Triggerpunkte einzuschätzen hat. Zum anderen ist es nicht unwahrscheinlich, dass er nicht mehr aus dem Rückfall rauskommt und verreckt.
    Das war mal meine Meinung zu diesem sehr interessanten Thema.
    Michi

    Moin Hartmut!
    Alkoholikerin zu sein, war am Anfang demütigend für mich, weil ich mich sehr geschämt habe, so weit unten zu sein. Weil ich nicht vorher kapiert habe, dass ich jeden Kampf gegen den Alkohol verlieren werde.
    Nach der LZT änderte sich meine Einstellung. Ich habe eine tödlich endende Erkrankung, die ich nur selber stoppen kann. Die neuen Erfahrungen ohne Alkohol waren erstmal komisch, wurden mit der Zeit immer besser und heute sage ich es ganz trocken " Du, ich bin trockene Alkoholikerin"! Und das Ganze hat ja auch einen Sinn für mich: Ich erlebe das Leben intensiver, bin tiefgründiger aber auch lebensfroher geworden. Es macht mir Spaß, so zu leben!
    Schöne Grüße
    Michi

    Hallo Kerstin!
    Willkommen hier im Forum!
    Du wirst hier immer Leute finden, die sich austauschen wollen. Du kannst den Leuten Löcher in den Bauch fragen. Nur bitte tu eines nicht: Saufen!
    Du hast geschrieben, dass Dein Rückfall im Dez. für Dich ganz schlimm war. Willst Du jetzt wieder dieses schlimme Gefühl, diese Scham, diese Schuldgefühle erleben?
    Genau wie die anderen schon schrieben, lenke Dich ab, trink ganz viel Wasser und esse was, damit Du ja kein Durst- und Hungergefühl bekommst. Vielen hilft ein heißes Wannenbad oder aber ein Spaziergang bei der Kälte.
    Hast Du einen Notfallkoffer? Du kannst das mal hier als Suhbegriff eingeben. Jeder trockene Alkoholiker sollte einen virtuellen Notfallkoffer haben. Da sind dann z.B. Telefonnummern von guten Freunden, von der Suchthilfe, Telefonseelsorge etc drin. Bei mir ist z.B. ein Spiegel drin, in den schaue ich und während ich mir in die Augen schaue, frage ich mich "Willst Du wieder saufen?". Viele haben auch Bilder von ihren Lieben drin , die sie nicht enttäuschen möchten.
    Vielleicht legst Du Dir auch so einen Notfallkoffer an.
    Ich wünsche Dir, dass Du trocken bleibst und das erste Glas stehen lassen kannst.
    Gruß
    drybabe

    Moin Viola,
    Das ist ja mal wieder hochinteressant.
    Ich hab vor einiger Zeit mal geschrieben, als es um neue Ansätze in der Suchttherapie mit KT gab, dass solche Versuche und Studien von triefnassen Profs geführt werden. Kein normaler gesunder Mensch würde sowas machen. Und genau das ist auch mein Gedanke über diese Alk-is-gut-fürs-Herz Geschichte. Wie kann der verantwortliche Kardiologe das mit seinem Gewissen vereinbaren?
    Wie auch immer, was Spedi sagte, dass es trotz Klärung der Manipulation weiter in den Birnen der Leute rumgeistert, is bestimmt so. Schlimm genug. Aber richtig, die Leute wollen das denken und es sich schön reden bzw schön saufen .
    Gruß
    Michi

    Moin Eric!
    Ich habe ungefähr ein Dreivierteljahr versucht, gegen den Alkohol zu kämpfen. Einmal hatte ich schon entgiftet. Ich wollte einfach nicht, dass der Alkohol mein Leben bestimmt - und damit meinte ich damals die Abstinenz, die sollte mein Leben nicht bestimmen. Ich war überzeugt davon, dass ich es anders hinkriege als die anderen. Ich war überzeugt davon, dass ich meinen Weg gehe. Ich war ja noch nicht so tief unten wie andere. Das gab mir diese arrogante Sicherheit. Schnell sollte es sich ändern: das Dreivierteljahr war die Hölle. Saufen - Entgiftung - Trinkpausen - Rückfall - wieder Entgiftung. Das zog sich so hin. Ich dachte immer, beim nächsten Mal schaffst Du es, da kannst Du ausprobieren, in eine Kneipe zu gehen und nichts zu trinken. Und das Gequatsche in den SHG's fand ich außerordentlich nervig. Sowas mußte ich mir nicht geben. Ich war durchtränkt von Arroganz. Bis zum 17.8.2009: Da blickte ich dem Tod in die Augen. Ich konnte mich entscheiden, runtergekommen, wie ich war, lange nichts gegessen, vollgekotzt, eingenässt, mit einer entzündeten Bauchspeicheldrüse , noch ein paar Tage weiter Vollsuff und dann hat das Elend ein Ende. Oder ich gebe jetzt auf, gegen den Alkohol zu kämpfen. Ich merkte, der Alkohol wird immer stärker sein als ich. Jeder Kampf gegen ihn ist aussichtslos. Meine persönliche Kapitulation.
    Ich habe mich für die Variante 2 entschieden und bin darüber sehr glücklich. Während der LZT lernte ich wieder, was es heißt, zu leben. Dafür, dass ich trocken leben darf, bin ich überaus glücklich und ich empfinde auch Demut.
    Vielleicht hilft Dir diese Geschichte ein wenig auf Deinem Weg. Es würde mich freuen.
    Gruß
    Drybabe

    Moin!
    Ich sage auch nicht "Boah, war krass, aber ich hab nicht gesoffen". Sondern ich vergleiche eher, wie war es früher, wie ist es jetzt, was hab ich gelernt, was hat sich bei mir geändert. Nehmen wir mal das Beispiel von der Arbeit nach Hause kommen. Da hab ich mir früher immer nach betreten dr Küche erstmal ne Pulle Bier aufgemacht und hastig getrunken. Heute ist es anders. Da es unumgänglich ist, zur Arbeit zu gehen und auch wieder nach Hause zu kommen, kann ich da recht wenig in Bezug auf Risikominimierung machen. Ich kann aber mit der Situation nach der Arbeit anders umgehen. Zum Beispiel Entspannung suchen. Und da sag ich mir hezte schon "Ja, ich bin stolz drauf, so wie ich das heute mache". Das Anspringen des Suchtgedächtnisses kommt bei mir ja hin und wieder und da denke ich, wird es noch eine Zeit dauern, bis diese neuronalen Bahnen überschrieben sind. Aber für sich selber stolz sein und sich zu motivieren ist eine tolle Sache. Sowas hätte ich zu nassen Zeiten nie gemacht, da war ich mir ja nix werd. Jetzt, trocken, bin ich mir sehr viel wert.
    Gruß
    drybabe

    Moin Noty!
    Erst einmal Glückwunsch zu Deinem neuen Leben und Deinem Entschluss.
    Es werden sich viele Dinge ändern/ändern müssen. Und das wird Deine Frau auch bemerken und am besten ist es, wenn Ihr von Anfang an über die Situationen redet.
    Ich wünsche Dir viel Kraft!
    Gruß
    drybabe

    Moin Anton!
    Ja, ich habe eigentlich häufig bei meinen Entzogen in der Klinik und auch während ambulanter Therapien Akupunktur bekommen. Es gibt da viele unterschiedliche Meinungen zu. Mir persönlich hat es nichts gebracht, anderen tat es total gut.
    Probier es einfach aus. Ich weiß, dass viele Suchtberatungen so was anbieten.
    Gruß
    drybabe

    Moin Henderson!

    Code
    Irgendwer muss mich mal auseinandernehmen und wieder zusammenbauen.


    Irgendwer?
    Wer? Soll Dich trocken machen? Wer soll Dein Leben ändern?
    DU!!!
    Gruß
    drybabe

    Moin else1234!
    Den Schalter umlegen, also die Kapitulation vor dem Alkohol, das kann niemand sagen, wann es soweit ist. Bei dem einen reicht es, wenn die Familie ihm die Pistole auf die Brust setzt und sagt "Hör auf zu saufen oder wir verlassen Dich", bei dem anderen müssen sich erst die Eingeweide so langsam auflösen, bis er merkt, dass er immer den Kampf gegen den Alkohol verlieren wird. Und deshalb auch kapituliert, d.h. nicht mehr versucht, gegen den Alkohol zu kämpfen. Jeder Süchtige verliert diesen Kampf. Sondern sich klar zu machen, dass ein lebenswertes Weiterleben nur möglich ist, wenn man Alkohol komplett meidet und viele Dinge in seinem eigenen Leben und Umfeld, die mit Alkohol zu tun haben, umstellt. Das ist nicht von heute auf morgen getan, das ist ein längerer Prozess.
    Du selber kannst gar nichts machen. Man, also Außenstehende, können einen Alki nicht trocken legen. Das muß er ganz alleine für sich entscheiden.
    Du mußt für Dich schauen, dass es Dir gut geht. Du kannst ihm nicht helfen. Sonst gerätst Du mehr und mehr in den Strudel der Co-Abhängigkeit.
    Ich wünsche Dir viel Kraft!
    Und das Gute ist, hier kannst Du immer jemanden fragen!
    Halt die Ohren steif!
    drybabe