Hallo Melinak,
Die Phase, die du beschreibst kenne ich auch , ich bin auch Einzelgängerin, lang, lang habe ich mich an meinem Mann angeschlossen,denn ich dachte, er sei okay und ich nicht und es sei meine Pflicht als Ehefrau ihm das Leben schön zu machen....
Ich habe Kuchen gebacken für seine Vereine, bin ihm gefolgt an Oerter, die mich nicht zusagten, habe gelächelt zum verdecken, dass es mich langweilig war, habe sicher in den vielen Jahren tonnenweise Salatbuffet angefertigt für seine Kumpeln und Partnerinen und hatte von den vielen "Freunden" wenig, die mich zusagten... immerhin wollte ich mein Ideal entsprechen von nette und fleissige Ehefrau....
Und dann ist die Zeit gekommen, wo ich beschlossen habe mich selbst im Mittelpunkt zu stellen und mich emotional von meinem Mann zu trennen, und dazu gehörte, dass ich mich nicht mehr abhängig machte von seine Erwartungen.
Also bin nicht mehr mit ihm an Festen hingegangen, wo Hauptthema Sauferei war, oder wo mich Leuten nicht gefallen haben, habe in Gesellschaft nicht mehr gelächelt, wenn ich frustriert war, bin von selber viel schneller heimgegangen, auch wenn er geblieben ist.... und auf einmal war ich weg...
Mein Mann hatte sich daran gewöhnt mit seine Kumpeln ohne meine Gesellschaft zu verbringen, ich wurde nicht mehr gebraucht, wurde mmer weniger gefragt, ob ich irgendwo mit ihm hingehe und es hat mich sehr traurig gemacht aber innerlich wusste ich, es muss so sein, denn ICH HATTE ES GEWOLLT...
Ich glaube, auch unter andere Voraussetzungen war ich ungefähr da, wo du dich jetzt befindest.
Ich war die Dumme, ich fühlte mich verstossen, ging ich alleine irgendwo hin und traf ich Leuten, die ich früher x mal bewirtet hatten, bekam ich nicht mal ein Gruss, als würden sie mich nicht mal kennen.. ich dachte: sehr wahrscheinlich hat er mich überall schlecht hingestellt!
sowas tut denn schon Weh...
Fast hätte ich ein Rücktritt gemacht, nach dem Motto, lieber schlechte Gesellschaft als gar keine, aber ich dachte, nein, jetzt ziehst du die emotionale Trennung durch... es wird irgendwie weiter gehen!
Und da habe ich mich ein Zettel aufgehängt, schön sichbar, und da steht geschrieben:
wer mich nicht mag, hat meine Aufmerksamkeit nicht verdient.... wer meine Aufmerksamkeit nicht verdient, braucht mich auch nicht zu mögen!
Zuerst bin ich auf die Suche gegangen, wollte alte Freundschaften abklopfen aber so einfach ist es nicht...
Nun habe ich bemerkt, dass ich gar nicht suchen muss, wenn ich jemanden passe, bekomme ich ein Signal, sei es ein Lächeln oder ein paar Wörter, da ich die Menschen viel bewusster begegne, merke ich das, auch per Foren habe ich Leuten gewählt, die meine Wellenlänge haben und ich betone extra: ICH habe Freunden gewählt, denn ich warte nicht mehr, bis ich mich wählen lasse, überlasse nicht mehr der Zufall, ob mich jemand mag oder nicht, mein Hauptanliegen ist mein Bauchgefühl, könnte mich die Person mögen, ja oder nein?
Ehrlich gesagt, wenig Leuten ertragen meine offene Art und wenig Leuten mögen meine Gespräche, da ich gerne in der Tiefe gehe.... aber die Leuten, die ich mich als Freunden ausgesucht habe sind mich so wertvoll geworden wie Juwelen, auch wenn es solche sind, die ich nie direkt sehen werde, ich sage immer, wenn zwei Menschen sich begegnen, die sich mögen, zählt weder Grenze noch Distanzen, wichtig ist die Zuneigung....
Bleib immer schön bei dir und die Leuten, die dich sympathisch finden, werden dir Signalen geben, danach kannst du wählen, ob du mit diese Leuten Freundschaften schliessen kannst...