Hallo Melanie
Selbstverliebt trifft es auch nicht wirklich richtig – unkritisch wäre in diesen Zusammenhang die wohl bessere Wortwahl gewesen.
Danke – Uwe.
Hartmut, wenn ich gelassen auch mal Un-Gelassenheit zulassen kann, ausgelassen sein - auch Lassen kann - was für eine Ausgeglichenheit. Zum Glück ist Abstinenz kein Wettbewerb – ich hätte das Gefühl in Rückstand zu liegen. So weiß ich lediglich um der Erreichbarkeit persönlicher Wünsche. Das tut gut.
Gute Nacht für heute – Uwe.
Beiträge von uwe.rothaemel
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Hallo
Wenn sich „das andere Ich“ mit mir beschäftigt, braucht es nicht zwingend gerecht und objektiv zu sein – wichtig ist es mir, dass es einen anderen Blickwinkel aufzeigt. Das Ego an sich ist zu selbstverliebt. Eine Sicht von der vermeintlich anderen Grenze, lässt eine genauere Standortbestimmung zu. Wo schlinger ich gerade lang, auf dem breiten Grat der Mitte - zwischen den Extremen.
Hartmut, mir hat mal ein Mitarbeiter einer Kopie-Werkstatt erläutert, dass selbst die simpelsten Drucker rund 243 Grauabstufungen zwischen schwarz und weiß besitzen. Diese Aussage hat einiges in meinem Denken verändert. In puncto Toleranz und was die „Verurteilungen“ von richtig und falsch angeht. Bei der persönlichen Bewertung komm ich mittlerweile von Hell-Schwarz bis Dunkel-Weiß – ich mach also auch Fortschritte.
Gruß –Uwe. -
Hallo Herr Rothämel
Wenn Sie Ihre letzten Beiträge noch mal lesen, werden Sie feststellen, dass Sie doch recht besserwisserisch und oberlehrerhaft „rüberkommen“ (kein Wunder, dass es zu „Abwehrreaktionen“ kommt). Da ich Sie besser kenne, als Sie meinen, würde ich mir von Ihnen etwas mehr Bescheidenheit und Verständnis wünschen.
Hochachtungsvoll – Ihr „Alter Ego“ -
Hi, Melanie
Nun, wenn ich mal bewerten darf: ich halte dich für einen wichtigen Bestandteil dieser SHG. Und hinter den Bestandteilen des Forums stehen Menschen mit all ihren Eigenschaften.
Sicher war die „Rakete“, die ich aus deinen Worten herausgelesen haben will eine Spekulation, meine Phantasie. Doch nicht weil ich unsensibel bin, sondern weil ich deine Beiträge gerne und oft lese. Wo ich meinen Knöpfe fürs „hochgehen“ habe, steht „Gerechtigkeit“ und „Freiheit“ drauf. Hat mit meiner Geschichte zu tun und dem Gefühl zu wenig davon abbekommen zu haben. Es ist natürlich nur eine Ahnung von mir, wenn ich behaupte: „Dein Knopf für explosionsartige Rechtfertigung ist das Wort Egoismus.“ Und das, (unterstelle ich mal) aus dem gleichen Grunde. Selbst wenn es nicht explizit geschrieben steht und du dein Selbstbewusstes handeln in Frage gestellt siehst. Der Thread „gesunder oder kranker Egoismus“ ist ja ebenfalls ein Beispiel dafür, dass dir das Thema am Herzen liegt. Das ist doch auch völlig legitim.
Meine Wahrnehmung (auch fürs Selbst) ist letztlich nichts anderes, als das ungenaue erraten der gegebenen Ereignisse. Mehr an „Wahrheit“ ist meiner Meinung nach nicht möglich. Selbst wenn ich hier alle Sinne zur Verfügung hätte, sehe ich immer ein Stück von meiner Historie und werde aus dieser Erfahrung und den dazugehörigen eigenen Vorstellungen heraus antworten. Das wird nur gelegentlich zu den gleichen Ergebnissen führen. Das wir uns darüber austauschen können ist ein Privileg, dass vielen versagt bleibt, da sie meinen Sich und die Welt verstanden zu haben.
Wenn ich völlig danebenliege -
Jetzt handle ich mal (augenscheinlich) selbstlos und versuche ein paar Gäste zufrieden zu stellen. Herzlichst – Uwe. -
Hi BC.
Da bin ich gerade dran. Das ist im Moment ein Stück meine Aufgabe. Ich habe zwar erkannt, also auf „Verstandesebene“ durchaus eingesehen, dass nicht ich der Grund für die mir widerfahrenen Kindheitserlebnisse bin. Als Kind habe ich mich wohl für jede Kleinigkeit als ungeliebt und schuldig empfunden. Auch wenn ich das heute weiß - das dazugehörige Gefühl hat sich aber noch nicht eingestellt. Das war ein Grund der Ungeduld in den vergangenen Wochen. Einiges braucht halt mehr als nur die „Kopfgesteuerte“ Betrachtung.
Ich habe wohl sehr früh damit begonnen, meine eigenen Neigungen denen anderer unterzuordnen, sehr früh Verantwortung für andere übernommen und die persönlichen Erfordernisse verdrängt. Mir fehlt noch ein wenig der emotionale Zugang zu mir selbst. Sozusagen die Empathie fürs eigene Schicksal. Wissen sammeln, als intelligent zu gelten, ist ein guter und ausreichender Schutz vor der eigenen Bedürftigkeit und den damit einhergehenden Entbehrungen. Die Illusion einer „guten, umsorgten Kindheit“ einstürzen zu sehen, nachdem ich sie so lange aufrechterhalten habe, ist schließlich keine Bagatelle. Da ist noch Wut übrig und Gelegenheit zur Trauerarbeit.
So habe ich das auch noch nicht für mich gedacht geschweige denn geschrieben. Danke BC – Zeit für einen vor österlichen Frühlingsspaziergang – weg vom faustischen Wissensdrang hin zu poetischer Natur. -
Hallo Hartmut
Ich weiß nicht, ob es eine Verantwortlichkeit für die Gefühle gibt. Die sind ja nun mal einfach da – und stehen so ziemlich außerhalb meiner Beeinflussbarkeit. Was es gelegentlich so schwierig macht, ist nun mal die Tatsache, dass eine Menge der erlebten Gefühle eher einen Bezug in meinem Vorleben haben und diese auch noch schneller sind als jene, die im Jetzt eine Berechtigung haben sollen. Für meine Entscheidungen und mein Tun, die sich aus dem Erleben heraus ergeben, trage ich allerdings die Verantwortung. So auch für mein Handeln in der Vergangenheit.
Wenn ich heute anders reagiere, als damals, liegt es an den anderen Umgang mit den Emotionen. Der Abgleich fällt sozusagen leichter – ob es so angemessen ist, also zur Gegenwart gehört, oder wiedermal ein „erinnertes“ Gefühl aus verronnenen Tagen ist.
Ich habe woanders schon mal geschrieben: „Ein schlechtes Gewissen“ macht mich nicht zu einen besseren Menschen. Du meinst dir keine Gedanken mehr über die suchtspezifischen Fehlinterpretationen der Wirklichkeit in deiner Geschichte machen zu müssen? – Recht so! – Meine Absolution hast du auch. Ich denke auch, dass unsere „Ablasszahlungen“ – bewusst, wie unbewusst – für mehrere Leben ausreichen. Ich spreche mich frei – nicht von jeder Schuld, aber von der Notwendigkeit, mich ständig darauf zu konzentrieren.
Das ich mir nunmehr die Freiheit nehme, jenseits der Schuld zu leben endbindet mich nicht von der Verantwortung für die weitere Entwicklung – nicht immer einfach, manchmal auch nicht wirklich schön – doch für die zukünftigen Rückblicke sehr zufriedenstellend.
Schönen Sonntag – Uwe. -
Hallo BlueCould
Ich finde es gut, dass du von Verantwortung schreibst – und nicht von Schuld, was ganz andere Assoziationen bereithält. Ein Thema, was meiner Meinung nach, auch erst nach einer gewissen Entwicklung seine Berechtigung hat. Therapievorbelastet, habe ich natürlich einige Vorgehensweisen mit auf den Weg bekommen, wie ich mit Schmerz und persönlichen Leid umzugehen habe, wie Wut und Hass förderlich zugelassen wird, wie ich die eigenen Ängste aushalte, um der Seele ein Stückweit zu „entlüften“.
Die Frage, woher diese Gefühle kommen, auf wen ich sie projiziere und warum, kamen später. Sie waren aber notwendig, um mit mir selbst und den früheren Lebensumständen eine Aussöhnung zu finden. Damit bin ich auch noch nicht durch – soweit dies überhaupt möglich ist. Im „Wollen-Thread“ habe ich am Anfang des vergangenen Novembers mal geschrieben – „Ich habe die Abgründe erst durchleben besser durchleiden müssen, um jetzt mit Verlust, Misslingen und Schuld besser umgehen zu können. Nicht von der Last der Vergangenheit erdrückt zu werden, erfordert daher ein „vergessen“ können, denn zu viel Erinnerung bringt Schmerz.“ – Heute würde ich diese Aussage relativieren – weg vom Vergessen (selbst dann, wie zu der Zeit gemeint, im Sinne von „sich selbst verzeihen“) – und von einer Aussöhnung mit dem Vergangenen sprechen. Der Schmerz gehört dazu. Die Trauer um „verlorene Zeit“ auch. Melanie schrieb als Antwort: „…es tut nicht mehr weh. Das ist wichtig. Ich lebe JETZT damit und ich lebe gut damit. Das kann ich, weil ich für mich und mein Handeln die Verantwortung übernommen habe und dazu stehen kann was ich tat.“
Diese Einsicht hat sich bei mir erst durchgesetzt. Ich nehme nunmehr meine Verantwortung wahr, inklusive der vergangenen.
Schönen Sonntag – Uwe. -
Hallo Beagle
„Nasse Gedanken“, genauso wie „nasses Verhalten“, erinnern mich an meine Zeit, als ich noch getrunken habe. Das kann, sehr individuell sein. Ich habe zum Beispiel immer wieder darüber spekuliert, was andere von mir erwarten könnten – und danach gehandelt („vorauseilender Gehorsam“ sozusagen). Wenn ich mich heute dabei erwische, frage ich einfach nach – schon verlasse ich ein Verhalten, dass mir auf längere Sicht großen Kummer bereitet hat. So gibt es viele Beispiele, welche ich für mich persönlich als bedenklich eingestuft habe (selbstmitleidigen Gedanken nachzuhängen - anstatt zu Handeln; auf andere Hoffen – anstatt selbst aktiv zu werden; u.v.m.).
Gruß Uwe -
Hallo Matthias
Ganz so einfach ist es wohl auch nicht. Braucht es auch gar nicht zu sein. Es ist nun mal so, dass ich gerne zu Allem und Jedem auch „bitte sofort“ ein Ergebnis haben möchte – trotz besseren Wissens.
Ich habe meine momentan zu bearbeitenden Aufgaben (die viel mit: siehe Seite 30, zu tun zu haben scheinen) etwas aufgeteilt und oder verlagert. Von der damit zurzeit überforderten Region „Verstand“ – in die Zuständigkeit der „Instanz“ Bauch. Dort wird gelegentlich härter, intensiver und erfolgreicher geschuftet, als ich es wahrhaben möchte. Ich merke es daran, dass das Unwohlsein in dieser Gegend zwar namenlos ist, aber sich richtig anfühlt. Dass da wieder Träume sind, zwar ohne Erinnerung und Deutung, doch vorhanden. Und es behindert nicht so maßgeblich mein tägliches Auftreten. Dafür war der Ausflug, das „mal auf was anderes Einlassen“ sehr hilfreich. Ändert weniger an der Ungeduld – lässt die Unruhe aber verschwinden. Insofern geht es mir „den Umständen entsprechend“ hervorragend, weil das was ich will – Bewegung im weiteren Sinne – auf jeden Fall stattfindet.
Beruhigende Grüße – Uwe. -
Gut gebrüllt, Löwe Karl
Als sicher kann womöglich gelten, dass eine Sucht Schrammen hinterlässt, welche NIE wieder richtig gekittet werden können. Selbst wenn ich für mich behaupte, einiges überwunden zu haben. Daraus aber zu schließen, mir das Wort „NIE“ untersagen zu müssen, mir ein Gefühl von Genugtuung über erreichtes zu versagen, weil es ja: „ach so gefährlich ist“ im Weiterleben, führt mich immer zurück auf „Los“. Jede Entwicklung mit Argwohn zu betrachten scheint mir Lebensfremd und unangemessen.
Das ist aber eine Betrachtungsweise, welche sich mit der Zeit eingestellt hat. Sie hätte vermutlich zu Beginn des Weges zu kaum verwertbaren Resultaten geführt. Mir hat zu jenem Zeitpunkt einfach eine Vielzahl der heutigen Informationen über mich selbst gefehlt.
Wenn ich heute sage: „Ich werde dauerhaft ohne Alkoholkonsum leben“, ist das eine Bewertung aus meinem Momentanen empfinden heraus. Daher auch völlig legitim.
Das was du, Bruce beschreibst, erinnert mich mehr an „Hintertürchen“ freilassen. So etwas kann durchaus dazu führen, dass der Nachhaltigkeit ein Knüppel zwischen die Beine gerät. Das ist meine ich kein „Sicherheitsgefühl“, was mich einholt – sondern gelebte Unsicherheit über eine Entscheidung, die eben bestenfalls den Rest des Lebens Gültigkeit haben soll. Diese fragwürdige Sicherheit, die nach Beschönigungen sucht, kann ich für mich beantworten, wenn ich hinschaue und frage: „Was ist anders als noch vor einigen Tagen/Wochen? Wo steck ich in verlassen geglaubten Pfaden fest?“ Ich persönlich stolpere dabei immer mal wieder über gewisse Eitelkeiten, denen ich gerne Ade sagen möchte. Es ist meiner Meinung nach weniger ein Gefühl, sondern eine Frage meiner persönlichen Akzeptanz –oder in diesen Fall besser - der Nichtakzeptanz.
Sichere Grüße Uwe. -
Hallo Hartmut
Es gibt den Spruch: „Die Iren haben ein bleibendes Gefühl für die Tragik sie trägt sie durch die zeitlich befristete Zeiträume der Freude.“
Was ich in ihrer Nähe so angenehm (weil für mich selbst so schwierig) finde, ist ihr Leben in der Gegenwart. Zeit spielt für sie irgendwie eine untergeordnete Rolle – so empfinde ich es zumindest. Selbst in der Niedergeschlagenheit ist Lebensfreude – ein höflicher Umgang mit der eigenen „Neurose“ – bemerkenswert.
Das „Noel `s Irish Times“ in Lauf gibt es schon lange nicht mehr. Bedauerlich wegen dem Ambiente und den Menschen, die sich (nicht nur wegen der „Dunklen Brühe“) dort trafen.
Ich denke mal, dass ich nicht allzu viel Zeit verstreichen lasse, um wieder etwas für mich „Unnormales“ zu unternehmen. Ein Stückweit „unvernünftiges Kind-sein“ zulassen. Eigentlich wollte ich mich schon eher darum bemühen – da ist es aber beim „Eigentlich“ geblieben – war wohl noch nicht die rechte Zeit dazu. Kein Grund für Traurigkeit.
LG – Uwe. -
Es ist schon eigenartig, dass die einfachsten Mittel gewissermaßen auch die Wirkungsvollsten sind. Trotz allen komplizierten Denkens, „gesammelten“ Wissens und der nicht zu unterschätzenden eigenen Erfahrungen.
Nicht wirklich unvermittelt hab ich heute Vormittag meinen letzten Eintrag hier gelesen und mich gefragt: „Was wäre für mich denn mal was tatsächlich ungewöhnliches, für einen Sonntag?“ Mit der Intension den ersten Impuls auch zu ausführen.
Einfach in den nächsten Zug setzen und mal ohne genaues Ziel wegfahren. Wichtig - Kein Buch oder Magazin einstecken!
Also habe ich mir ein Bayernticket Single gekauft und bin los den verbleibenden Tag „Sinnlos“ zu verbringen.
Ich habe in einen fremden Irish Pub, in einer mir fremden Stadt, völlig „gedankenlos“, das beste Steak des Frühlings gegessen, habe Kindern beim Stepptanzen zugeschaut (und unbeobachtet mit den Füssen mitgetanzt) sowie irische Live-Musik gelauscht (und leise mitgesungen). Da war wohl erst St. Patrick `s Day und ich mal (fast) mittendrin.
Jetzt gehe ich müde und zufrieden ins Bett – morgen ist wieder Alltag – auch gut.
Gruß – Uwe. -
Tief bewegt und voller Trauer wünsche ich euch beiden, Aurora und Dante, Zuversicht und Kraft.
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Wie wahr! Hartmut; Danke Matthias
Allein die Gedanken daran, reichen vorerst. Nicht in einer Zwangsjacke zu stecken, sondern alle Möglichkeiten zu haben. Um die Konsequenzen eines „unentschuldigten Fehlens“ zu umgehen und den „moralischen Ansprüchen“ von Linde gerecht zu werden, habe ich eine virtuelle Reise zum Kyffhäuser unternommen.
Keineswegs wird mir aber der Bart (wie Kaiser Friedrich der Robert) durch den Tisch wachsen, ehe ich nicht wirklich was „verrücktes“ unternehme. Ein wenig Ablenkung ist ja kein verdrängen der Situation (lediglich ein in Sichtweite zur-Seite-schieben). Sonntag ist die Zeit dazu.
Gruß –Uwe. -
Hallo
Die Frage „Was ich Wollen will“, plagt mich im Moment immens. Irgendwie hat sich eine latente Unzufriedenheit mit mir selbst eingeschlichen – der ich noch nicht so genau auf die Schliche komme. In der realen SHG und an der Arbeit bekomme ich die Rückmeldung einen sehr in-mich-gekehrten Eindruck zu hinterlassen. Dabei kann ich gar nicht genau benennen, was mich so beschäftigt.
Da ist ein meckerndes Etwas, dass permanent der Meinung ist: „Du müsstest schon viel weiter sein!“ (Keine richtige Ahnung von was denn, wie weit weg – als wenn ich irgendwo ankommen könnte.)
Da ist ein kümmerliches, trotziges Etwas, dass ruft: „Ich will, ich will…!“ (Keinen wirklichen Verdacht - was und wieso?“)
Da schreit was in mir nach Veränderungen – obwohl ich nicht den Eindruck habe, auf der Stelle zu treten.
Naja, da versucht womöglich mal wieder der Verstand etwas von der Emotion zu verstehen. Ein recht unsinniges Unterfangen. Schreibt jetzt bitte nichts von Geduld haben – die fehlt mir gerade.
Gute Nacht Uwe. -
Hallo Old Flatterhand
Was lässt dich so sicher sein, dass es eine weiße Wolke war auf der ich frohlocken konnte?
Und selbst wenn - ist mir der Blick von oben herab fremd. Es sei denn ich betrachte mich selbst aus den Blickwinkel eines Außerirdischen. Dabei fällt es zwar schwer nicht zu werten, aber das ist die Aufgabe. Nur anschauen – wie sieht mein Wollen und Handeln vom Standpunkt eines völlig neutralen Betrachters aus. Das verändert die Tragweiten des eigenen Tuns, relativiert die Wichtigkeit der persönlichen Auffassungen.
So kann ich gelegentlich dem eitlen Ego seine Grenzen zeigen. Die Position verschiebt sich dann nicht selten aus absoluter Höhe. Ich sitze dann eher auf den schwarzen Dunstglocken niederer Feuerstellen, nicht mit einer Harfe sondern mit dunklen Posaunen.
Da gilt es wieder zurück zu entsprechender Mitte zu finden.
Das geht nunmehr ohne Wehmut - aus beiden Richtungen.
Gruß – Uwe. -
Hallo Bruce
Was wäre denn die absolute Sicherheit? Sicherheitsverwahrung, selbstgewählte Einzelhaft – und damit verbundene Lebensangst!
Für mich ist das Wort <STABILITÄT> weit wertvoller. Es ist gegenwartsbezogen. Für eine dauerhafte Unnachgiebigkeit der Abstinenz werde ich auch die Stützen dafür gelegentlich begutachten.
Während meiner ersten Schritte in die „Alkoholunabhängigkeit“ sind die Wegbegleiter in kontinuierlicher Gleichmäßigkeit neben mir umgefallen, abgestürzt, liegengeblieben und einige auch wieder aufgestanden. Ich habe daher lange nicht daran geglaubt, dass so etwas wie Sicherheit überhaupt möglich ist. In meiner Vorstellung, lauerte hinter jeder Ecke eine Gefahr oder einer, welcher mich gefährden könnte. Ich habe an vielen Beispielen erleben und erlernen können, wie es nicht geht und habe diese Erfahrungen nicht in Frage gestellt. Ich habe eineinhalb Jahre gebraucht, um Vertrauen in mich und mein handeln zu erlangen. Heute fühle ich mich stabil, auch wenn es mir nicht immer gut geht (wem obliegt schon dieses Privileg).
Meine Persönlichkeit umfasst so viel mehr, als lediglich den Alkoholiker. So wie sich die anderen Anteile wieder eine Berechtigung erarbeitet haben, desto kleiner werden die Verhaltensweisen des letzteren. Diese unterstehen aber einer gesonderten Aufmerksamkeit.
Gruß - Uwe -
Hallo zusammen – ich mach mal Pause.
Mein persönliches Selbstverständnis von Selbsthilfe und Gruppenarbeit kollidiert im Moment massiv mit den Anforderungen und Erwartungen des Forums.
Da ich der festen Überzeugung bin, dass Harmonie und die Befriedigung persönlicher Eitelkeiten zwar ein Ergebnis – nicht aber das Ziel von Selbsthilfeerfahrungen sein kann, lasse ich meine aktive Rolle erst einmal ruhen.
Ich möchte mir erst klar darüber werden, ob ich mich den Gegebenheiten anpassen will oder kann.
Dies schreibe ich nicht wütend oder ärgerlich – etwas traurig aber tief zufrieden.
Bis auf weiteres – eine gute Zeit – Rothämel. -
Ich! Willkommen im Zweifel, Wasser auf die Mühle der Ungläubigkeit.
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Hallo Matthias
Es geht nicht um Gesetze und Normen von gesellschaftlich relevanter Größenordnung.
Mich erschreckt der Umgang innerhalb der Gruppe. Sicher sind auch hier Regeln und eine gewisse Grundausrichtung erforderlich – die sind aber meiner Meinung nach nicht in „Stein gemeißelt“. Im Sinne von Entwicklung, ist es mir immer wieder einmal wichtig, auch „Eingefahrenes“ und „Bewährtes“ zu hinterfragen. Mir etwas Veranschaulichen heißt ja nicht, dass ich es auch ändern brauche. Die Frage: Ist die Orientierung noch zeitgemäß oder kann ich mich ein Stück weiterentwickeln? Sind meine/unsere Interessen, noch die gleichen, oder hat sich der Blickwinkel erweitert/verengt? Die Ergebnisse dieser Kontroverse auch zu erläutern - dem Warum und Weshalb ein Fundament geben, wäre der nächste Schritt
Mir fehlt die offene Auseinandersetzung mit kritischen Themen. Eine Tabuisierung ist in diesen Sinn, ein „Kopf-in-den-Sand-stecken“ und bringt mich nicht voran.
Zitat: „4. Die Administratoren und Moderatoren werden bei gegebenem Anlass Beiträge editieren oder notfalls auch löschen, wenn sie nicht im Interesse des Forums stehen.
…Die Regeln können sich ändern, wenn es für die Aufrechterhaltung des Forums notwendig ist….letzte Überarbeitung: 19.07.2007 Karsten Wollbrück/Administrator“ Zitat ende.
An anderer Stelle ein Zitat: „Wir werden uns mal im Moderatorenteam darüber austauschen, was wir machen können. Gruß Karsten.“
Mir erscheint auch, dass es einen Handlungsbedarf gibt.
LG - Uwe