Hallo BC.
Manchmal zeigt mir eine empfundene Niedergeschlagenheit, einfach nur, dass ich mich in der Wirklichkeit befinde. Was Du als „mit Gewalt herausgerissen“ beschreibst, zeigt Deine Aufmerksamkeit. Die (Wieder-) Bildung einer authentischen Persönlichkeit bezieht die gelegentliche Schwermut mit ein. Mir darf das so sein, da es ein Teil meines Hier und Jetzt ist. Die Übersetzung von einem Leben im Augenblick, ist ja nicht fortwährende Glückseligkeit. Seitdem ich mir das zumute und zutraue – geht es mir grundsätzlich besser.
Un-getriebenes, jedoch umtriebiges Wochenende – Uwe.
Beiträge von uwe.rothaemel
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Hallo Matthias
Wozu die Fragezeichen? Da ist kein Widerspruch in sich. Ich kann gut spielen (leben), auch wenn es andere vermeintlich „Besser“ hinbekommen. Lediglich der Neid kann mir die Freude daran nehmen.
Doch nochmals zu oben - Zitat: „wie sähe das aus: "ich fühl mich schlecht, kann aber nischt näheres schreiben - hängt mit jemand anderem zusammen"
Die Beschwerlichkeiten, die ich mit einem anderen habe und wenn ich mich dadurch schlecht fühle – sind in meinem Verhalten begründet. Mir geht es darum, wie ich mit mir in der Konstellation und dem Gefühl dazu umgehe. Der Andere und die Situation sind dabei wirklich nebensächlich und austauschbar, und benötigen keine detaillierte Benennung.
Sonniges Wochenende – Uwe. -
Hallo Old Flatterhand
Ich denke, du vermisst den Thron nicht. Zumindest nicht wie ihn City `s Nobi damals errungen und verloren hat.
Die imaginäre Krone hat nun ein anderer auf - und darunter besitzt er eine Narrenkappe. Das erschallen der Schellen hört sich für den Träger meist weit entfernt an. Lediglich die Passanten finden das laute Läuten unerträglich. Warum wohl?
Es ist die Niedergeschlagenheit die mich überwältigt, weil der Spiegel des Tills mir meine eigenen Unzulänglichkeiten aufzeigt. Selbst wenn sie der Vergangenheit angehören – erschrecken sie mich in der Gegenwart.
Das zu wissen zaubert allerdings ein Lächeln ins Gesicht.
LG. – Uwe. -
Hallo Hartmut
Ich komme nicht umhin, auf das Bild mit dem Fußballspiel zu reagieren.
Ohne Schiedsrichter kann ich mir das Spiel vorstellen – aber nicht ohne Regeln.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Spieler untereinander mit großer Verantwortung um das Spiel und der Bedeutung, umgehen würden (bei Kinder- und Jugendspielen wird dies im Rahmen des Fair-Play-Gedankens auch praktiziert). Ob allerdings die „Zuschauer“ in ihrer emotionalen Betroffenheit ähnlich Verantwortungsvoll mit der Situation umgehen können, wage ich zu bezweifeln (die Eltern der Kinder von obigen Beispiel, werden vom Spielfeldrand ferngehalten).
Was hat das in einem Alkoholiker-Forum verloren? Ich bin wieder bei der Eigenverantwortung und beim Vertrauen. Für beides braucht es Augenmaß.
Ich wünsche uns ein schönes faires Spiel, heute Abend. LG. – Uwe. -
Und erfreulicherweise nicht humorlos!
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Hi BC.
Ich hab zu dem Thema bei Matthias schon etwas abgelegt.
Natürlich ist in unserer SHG die Anwesenheit der Angehörigen gewollt, für manche auch selbstverständlich. Doch in einen solchen vertrauten Kreis, können in der direkten Interaktion, Missverständnisse aktuell bearbeitet werden. Beide haben zeitnah die Möglichkeit Freude oder Ärger zu ordnen. Das ist eine andere Ebene.
Schlussendlich liegt es in Deinem Selbstverständnis, was Du hier preisgibst und was nicht. Jedoch sind die Reaktionen (oder gelegentlichen Sanktionen) letztendlich zu akzeptieren.
Der Grat dafür liegt beim gegenseitigen Verständnis.
Da mach ich mal keine Sorgen – wir sind ja alle erwachsen.
LG. – Uwe. -
Hallo Matthias
Dein persönlicher Umgang mit dem Thema ist die eine Seite. Du schreibst dass jeder über Dich alles wissen darf. Recht so – und Deine ureigene Entscheidung! Du kannst auch ohne weiteres dafür die Verantwortung übernehmen, da die Konsequenzen einzig die Person Matthias betreffen.
Eigenverantwortung, der wohl wichtigste Leitfaden für Suchtselbsthilfe.
Doch wie sieht es mit den Anderen aus? Woher nehme ich das Mandat, für die Verantwortung und Konsequenzen, die sich aus einer unbedachten Äußerung über einen mir nahe stehenden Menschen ableitet?
Es geht ja nicht nur darum, ob ich bereit bin diese Verantwortung anzutreten – ich weiß ja gar nicht, ob ich in der Position und in der Lage bin, sie zu übernehmen und zu tragen.
In der realen SHG herrscht im Bezug auf die „Außenwelt“, „Schweigepflicht“. Das hat was mit Vertrauen zu tun – und so etwas ist kein Selbstläufer, sondern ein gewachsener Prozess in einer verantwortungsvoll geführten Beziehung.
In das Internet habe ich nicht dieses Vertrauen. „Sucht und Beziehungen“ ist zwar ein wichtiges, nicht zu vernachlässigendes Thema für eine zufriedene Abstinenz, doch auch ein sehr sensibles. Ich kenne schließlich immer nur meine eigene Wahrheit, meine persönliche Wahrnehmung der Geschichte. Dabei sollte ich auch bleiben.
Grüß unbekannterweise die Familie von mir – Uwe. -
Hallo Matthias
Noch kommt es nicht zu „handwerklichen“ Verbesserungen. Erst mal lediglich die formalen Vorarbeiten: AOK; medizinischer Dienst; Rententräger. Wer zahlt was und wann. Ich denke mal, dass ich dies so unaufgeregt, wie es sich liest (Danke Manfred – ich werde mich bemühen), über die Bühne bringe.
Mary Lou
Zur Anthroposophie habe ich ein distanziertes Verhältnis, was aber weniger mit der ursprünglichen Begrifflichkeit, als mit dem Namen Rudolf Steiner und seiner vertretenen spirituelle Weltanschauung zu tun hat.
Jedoch schreibt Tolstoi zum Thema Unbekümmertheit bei Anna Karenina etwas Interessantes.
Ich habe es wortwörtlich nicht mehr im Sinn (und Linde würde es als Zitat auch sofort editieren
).
Ein Kind in seiner Naivität ist der Kompass, der uns aufzeigt, wie weit wir von unserem Wissen abweichen, es jedoch nicht wissen wollen.
Das hat Charme und Weisheit.
LG. – Uwe. -
Hallo B. C.
Wenn dem so ist (und ich habe keinen Beleg für einen Zweifel), dann ist Dein Umgang mit dem Thema beispielhaft. Nur ist das leider nicht die Regel.
Den Partner in die reale SHG mitzunehmen, ihm die Chance zu geben, einen persönlichen Einblick in einen wichtigen Bestandteil Deines Lebens zu bekommen, können bestehende Vorurteile abbauen und bietet die Möglichkeit für ein besseres Verständnis.
Ich selbst halte wenig von der strikten Trennung in Angehörigen- oder gar Frauengruppen. Das wirkliche Leben findet ja auch nicht isoliert statt.
Ich wünsch dir einen sonnigen Tag – Uwe. -
Hi B. C.
Warum denn gleich wieder so spitz? Dabei haben doch beide Aspekte der Betrachtung ihre Berechtigung.
Ich freu mich, wenn ich lese, dass Beziehungen mit Suchthintergründen eine Chance haben. Das macht nicht nur mir Hoffnung. Das steht für eine konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema. Trennungen können in so vielen Fällen vermieden werden, wenn sich zwei Gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe begegnen, und einen Weg gegenseitigen Verständnisses beschreiten.
Wenn ein solcher Pfad jedoch eine gewisse Öffentlichkeit erfährt, ist das beiderseitige Einverständnis zumindest fair.
Luftholen>Nachdenken>Schreiben. (gelingt mir; gelingt mir nicht, gelingt mir…).
LG. – Uwe. -
Hallo
Die momentane Standortbestimmung: Nichts Neues auf der Baustelle.
Ich hader nur sehr selten mit der Situation. Ein Hinarbeiten in die Position. „Es ist so, wie es ist!“
Ich hatte ein richtig gutes Wochenende. Freitagabend das Fußballspiel mit vielen Bekannten und weniger Bekannten „Freundeskreislern“, die zum Bayerntag unseres Selbsthilfeverbandes angereist waren. Samstag besagte Jubiläumsfeier. Eine Menge attraktiver, kurzweiliger und aufschlussreicher Gespräche. Gemütlichkeit und Anspruch in sehr ausgewogenem Maß.
Gestern dann Altstadtfest in Lauf. Da habe ich einige meiner ehemaligen Lehrlinge getroffen. Die gehen alle ihren Weg und haben jetzt schon beruflich weit mehr erreicht, als dass ich mich je getraut habe. Ich habe dabei keinen Neid verspürt (was in Hinsicht meiner „natürlichen Verhaltensweisen“ durchaus kompatibel gewesen wäre). Ich war richtig erfreut darüber.
Ich versuche die positiven Emotionen des Wochenendes noch eine Weile festzuhalten. Ab Mittwoch begebe ich mich dann in die Fänge der „Genesungsbürokratie“. Da werde ich die vermutlich brauchen können.
Gruß - Uwe -
Hi Anonymus
Lass Dich mal nicht durcheinander bringen. Es besteht kein Grund zur Rechtfertigung Deiner Vorgehensweise.
Irgendwo sind die Reaktionen auch verständlich, selbst mit genauen Lesen des ersten Beitrags zum Thema.
Alkoholiker> Verleugnung>Suchtdruck wecken in einem Alkoholiker-Forum heftige Reflexe. Dahinter steht eben auch nur ein Mensch mit seiner eigenen Betroffenheit und dem persönlichen „Gewissensbissen“.
Schönen Abend noch – Uwe. -
Hi
Da dich die Situation beschäftigt hat, ist sie eben nicht lächerlich. Und dabei ist es egal, was andere darüber spekulativ denken würden.
Du hast dich damit auseinandergesetzt und darüber gesprochen – eine andere, als die „erlernte“ Lösung für den inneren Konflikt gesucht.
Das ist die Größe, die den Schwankenden vom Zielstrebeigen unterscheidet.
Mir kommt meine eigene Unzulänglichkeit ab und an auch noch in die Quere. „Du sollst nicht Lügen“ ist dabei eine mächtige Forderung und unmöglich erfüllbar. Manche holt mich irgendwann wieder ein. Das ist ärgerlich, peinlich und unangenehm - selten aber wirklich gefährlich. Ertappt werden kratzt am Ego.
Erlösend ist die Befreiung durch die Auflösung der Widersprüche im Gespräch. Und manchmal reicht es nunmehr mir einfach zuzugestehen, eben auch nicht unfehlbar zu sein.
Dein „Gewissen“ ist auch nur ein überhöhtes Ideal. Es weiß nichts von der Wirklichkeit.
Schönen Sonntag – Uwe. -
Mary Lou,
wenn ich noch einmal ein Drahtseil betrete (was auch als Metapher herhalten kann), dann bestimmt aus dem irregeleiteten Ansporn heraus mir etwas beweisen zu wollen, was ich besser wissen sollte. Eine Verhaltensweise, die auch gerne als „mehr vom Gleichen“ bezeichnet wird und selten erfolgsversprechend ist.
Aber auch Eitelkeit, der Glaube an die persönliche Besonderheit, kann mich zu einer derartigen „Unsinn“ verleiten. Eine hochmütige Laune oder Verhaltensweise, die auch selten Zufriedenheit hinterlässt (jedenfalls wenn Wunsch und Wirklichkeit weit voneinander entfernt sind).
Beide Eigenschaften sind mir nicht fremd. Mein Umgang damit hat sich verändert.
LG. - Uwe -
Hallo Blizzard
Ich kann Deinen Unmut nachvollziehen, jedoch ist mir der Hinweis auf das Suchtgedächtnis unverständlich. Auch die (unterschwellig endschuldigenden?) Verweise auf einen neurobiologischen/chemischen Zusammenhang Erklären mir nicht Dein Verhalten.
Ich weiß von mir, dass mir Seiltanzen nicht gut tut. Ich habe es zweimal versucht und bin gehörig auf den Steiß gefallen. Ich habe also eine schmerzliche Erfahrung gemacht an die ich mich sehr gut erinnern kann. Es sind lediglich mein Verhaltensweisen aus missverstandenen Ehrgeiz (oder Eitelkeit) oder aber sehr spezielle Lebensumstände, die nun noch in der Lage dazu wären, mich wieder auf ein Drahtseil zu zwingen. Mein Gedächtnis sagt mir aber vorher, dass ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit, wieder den Hintern prellen werde.
Mein Wollen und Handeln, also mein Verhalten in bestimmten Lebensumständen kann durchaus von äußeren Einflüssen und/oder inneren Konflikten beeinflusst sein – enthebt mich aber nicht der Verantwortung für mein Tun. Mein Gedächtnis, meine Erinnerungen können mir Irrtümer aufzeigen, die mich frei machen für neue andere Wege, um von „A“ nach „B“ zu kommen. Das Gedächtnis ist aber nicht dafür verantwortlich, dass ich die Irrtümer immer wieder wiederhole.
Schönen Sonntag - Uwe. -
Hallo Manfred
Schön dich hier zu haben. Ich freue mich auf Deine Gedankengänge, die meines Erachtens aus einem klaren nichtverzerrten Spiegel heraus reflektiert werden.
Ein einfach ge(er)lebtes Wochenende – Uwe. -
Hallo Verena
Vorsicht Satire! Ich kann nicht wissen, in wie weit Deine Schwester eine fachkundige Diagnose über ein äußerst differenziertes Persönlichkeitsprofil erstellen kann – doch ich rate erst einmal zur Vorsicht. Zu leicht hüpft man in schon offene Schubladen und kommt nicht wieder heraus.
Weniger lustig an dieser „Schublade“ ist allerdings, dass sich so mancher in jener „Rolle“ aus Unkenntnis und falsch verstandener „Samariterfunktion“ so wohl fühlt, dass es weit entfernt von sozialer Kompetenz ist.
Ich denke allerdings, dass ist nicht Dein Thema. Vielleicht stellst Du Dir in solchen Situationen (es werden neue kommen!) einfach die Fragen: „Was hat es mit mir zu tun? Wie viel ist Mitleid und Barmherzigkeit, rational gesteuertes helfen wollen? Und welcher Anteil gehört zu dem Versuch, von mir selbst abzulenken?“ Gerade die dritte Frage, ehrlich für mich selbst beantwortet, hat sich für mich als sehr wertvoll erwiesen. Die Antwort darauf war zwar selten wirklich schön (weil so entfernt vom persönlichen Ideal), aber das hab ich ja nur mir eingestehen brauchen.
Gute Zeit – Uwe. -
Glück Auf, Matthias
An den meisten Gräbern trauert lediglich der Schleier eines ungelebten Lebens!
Und dazu braucht es nicht einmal ein Suchtmittel.
Ich schau nunmehr, dass ich irgendwann rückblickend sagen kann: „So war`s für mich in Ordnung!“
Ich hatte jetzt erst wieder eine Begegnung, wo jemand der Meinung ist: „Erst brauche ich das Wissen darum, warum ich trinke, ehe ich damit aufhören kann!“
Ich habe keine Ahnung, ob dies so herum auch eine Aussicht auf Erfolg hat – es ist aber nicht mein Leben, als dass ich da korrigierend eingreifen muss.
Es ist allerdings schwer, es einfach so stehen zu lassen. Kein Werturteil über die Person zu fällen. Ich war geneigt sofort mit: „Nun, wenn man sonst nichts erreicht, kann man immer noch als schlechtes Beispiel dienen!“ zu antworten. Doch das wäre würdelos gegenüber dem Menschen gewesen. Letztendlich ist es jedermanns eigene Entscheidung – die ich auch so respektieren sollte. Ich kenne mittlerweile einige, die ihren „Selbstmord auf Raten“ in einer vermeintlich selbstzufriedenen Art und Weise zu Ende leben (und gelebt haben), die mir, mit weniger glücklichen Umständen, durchaus auch beschieden hätte sein können. Ich habe mich anders entschieden – und das reicht erst mal aus.
Zufriedenen Gruß – Uwe. -
Hallo BlueCloud
Nur mal so aus Neugier. Wo gehst Du mit der „Weißglut“ hin? Gibt es eine „Abklingbecken“?
Mein Erlebnis war, dass eine reine Gelassenheitsübung nicht wirklich ausreicht. Irgendwann hat meist die Wut dann irgendjemanden getroffen, der nichts mit meinem Ärger zu tun hatte. Nun rede ich bei angemessenen Zeitpunkt darüber. Im Idealfall mit dem Menschen, den es betrifft. Sofern es Personen sind, die es mir Wert sind (inklusive meines Chefs), hat das zu ganz neuen Erfahrungen geführt.
Schöne Woche – Uwe. -
Hallo Mary Lou
Ob es keine Gewissheit gibt? Ich habe da so meine eigene Philosophie. Ob das ein Thema zu Beginn der Abstinenz ist? – Ich weiß nicht genau.
Ich hatte zu Beginn oft ein Gefühl der Sicherheit und eine gelegentliche Gewissheit. Doch ohne Stabilität, ohne Ahnung. Es war ohne einer genauen Vorstellung des „Warum?“ und einem Bild vom „Weshalb?“
Dieses Gefühl war oberflächlich, unbenannt – ohne Konturen.
Diese „Sachte Aussicht“ auf Dauerhaftigkeit, war zu Anfang eher beängstigend und verdächtig.
Das hat mir aber einen Einblick in die Möglichkeiten gegeben. Auch ohne einer ordentlichen Wegbeschreibung.
Nicht die Jahre Abstinenz sind für mich entscheidend, sondern die persönlichen Einsichten. Es war ein Prozess, der eben auch Zeit in Anspruch nimmt. Und dabei gab (und gibt) es immer wieder Aufgaben, die zu bewältigen waren. Nicht so sehr die äußeren Umstände waren dabei maßgebend, sondern die inneren Konflikte waren zu erkennen, zu bestehen und einzuordnen.
Gewissheit? Ich weiß nicht genau, ob der Begriff den Zustand trägt. Eine Klarheit und Beständigkeit im individuellen Umgang, ein Wissen um die eigene Handlungsfähigkeit und das Bewusstsein um die persönliche Verantwortung, gab irgendwann das Vertrauen in die Entscheidungen fürs Leben (und auch in die gelegentlich notwendigen Korrekturen).
Das ist mein Ansatz, mir eine große Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte, zufriedene Nüchternheit zu erarbeiten. Das schließt Enttäuschungen nicht aus, lässt auch der eigenen Fehlbarkeit Platz – ist jedoch sehr Wirklichkeitsnah.
Eingebettet in das Verständnis der persönlichen Historie (ohne Selbstanklage und dem Gefühl von vergeudete Zeit), mit einem geschärften Blick für die Gegenwart (und der Fähigkeit darin auch verweilen zu können) und eben auch einer Vorstellung vom Zukünftigen (ohne dabei trotzig festgelegt zu sein), geben mir die Zuversicht.
Zuversicht beschreibt es sachlicher.
Das sind Gedanken, die eine Reifung hinter sich haben. Vor viereinhalb Jahren waren die so nicht so zu denken - geschweige denn so zu formulieren.
Geduldigen, optimistischen Gruß – Uwe.