Beiträge von Waldliebende

    Hallo, ich kenne dich zwar nicht, aber auch von mir
    mein aufrichtiges Beileid.
    Da sieht man, wo diese Krankheit hinführen kann.
    Ich hoffe für dich, dass du deine Trauer überwindest und irgendwann
    ein erfülltes und zufriedenes neues Leben beginnen kannst.
    Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Partner eines Alkoholikers
    sich das Leben genommen haben oder es noch vorhaben.
    Dein Mann hat sich gegen sein Leben entschieden, es schien
    ihm nicht mehr lebenswert, es war seine eigene Entscheidung,
    mach du dir jetzt um Himmels willen keine Vorwürfe, bitte, bitte nicht.
    Ich wünsche dir in dieser schweren Zeit viel Kraft.
    Alles Liebe
    Waldliebende

    Liebe Mohn,
    haha, da muss ich lachen, sorry, aber natürlich gucke ich nach anderen Männer, aber: Ich habe es aufgegeben, weil ich Angst habe, dass es dann von Seiten meines Mannes eines Tages heissen würde, dass ich ihn wegen eines anderen Mannes verlassen habe und nicht wegen des Alkohols und vieler anderer Sachen, die es nach sich zieht.
    Allerdings, wenn da mal ein Traummann kommen würde, dann weiß ich
    nicht, ob ich alle meine guten Vorsätze über Bord werfen würde.
    Eigentlich könnte ich sehr gut alleine leben, das habe ich gelernt, früher wäre das für mich undenkbar gewesen, ich habe immer gedacht, dass ich es nicht kann.
    Aber was mache ich denn jetzt? Ich mache doch wie du auch alles alleine, nur hätte ich weniger Sorgen, weniger Hausarbeit, weniger Wäsche, keine leeren Schnapsflaschen. Und endlich mal Ruhe, müsste mir nicht ewig den Kopf zermartern, was kommt jetzt wieder?
    Dass du gerne schreibst ist wirklich lustig, ich tue es auch , kann mich schriftlich gut ausdrücken und habe eine gute Fantasie, habe auch schon mal eine Kindergeschichte und mehr geschrieben, hatte aber nie den Mut es zu veröffentlichen, das ist auch ziemlich schwer, da braucht man einen ziemlich langen Atem, mein Vater hat aber ein Buch geschrieben, es wurde aber erst nach seinem Tod von meiner Mutter veröffentlicht.
    Wir könnten so viel machen, wenn wir den Kopf frei hätten, für die schönen Dinge des Lebens. Manche Tage mag ich gar nicht aufstehen, frage mich immer öfter, wozu noch, man steckt in einem Hamsterrad
    und möchte so gerne ausbrechen, hat aber Angst vor dem Neuen...?
    Genau, wenn da diese Schuldgefühle nicht wären, mein Mann sieht es ja nicht als so schlimm an, er wohnt in seiner kleinen Welt und die ist für ihn in Ordnung. Heute habe ich ihm z.B. am Telefon mal ein bischen die Ohren vollgejammert und da kam dann nur ein: Jaa, jaaa jaaa...
    Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig. Ich habe wohl zu viel gedroht, dass ich ihn verlassen werde, wenn dies und das sich nicht ändert, er nimmt mich ja gar nicht mehr ernst....er sieht da gar keinen Änderungsbedarf. Ich habe ja nie was durchgezogen, habe immer weiter zu ihm gehalten. Er fühlt sich absolut auf der sicheren Seite. Nur wenn ich einen heftigen Streit vom Zaun breche, merkt er, dass da was nicht richtig läuft in unserer Beziehung und ist dann ganz entsetzt, dass seine kleine heile Welt zusammenbricht. Dann ist er wieder aufmerksamer, reisst sich eine Zeit zusammen, um dann im alten Trott weiter zu machen.
    Ich glaube wie gesagt nicht, dass es gut ist sich den nächsten Mann zu nehmen, nur um aus einer Beziehung auszubrechen.
    Ich träume oft davon alleine zu leben, mir meine Freunde einzuladen,
    nicht nur Saufabende zu veranstalten, aber das ist schon lange vorbei, ich meine die Saufabende. In die Kneipen gehen wir so gut wie nie mehr, das habe ich hinbekommen. Auch ich treffe meine Freunde lieber ausserhalb meiner vier Wände, oder eben wenn mein Mann nicht da ist, natürlich auch bei mir. So muss ich nicht ständig auf der Hut sein, dass wieder was peinliches passiert. Es gibt einen guten Bekannten, der sagte mal zu mir, dass er es verstehen könne, wenn ich meinen Mann verlasse.
    Ich war erstaunt, wie gut er meinen Mann durchschaut hatte, man täuscht sich da gewaltig, ich hatte immer gedacht, dass andere die Fassade nicht durchschauen. Die Mitmenschen bekommen mehr mit, als man denkt, auch das habe ich gelernt. also vermeidet man den Umgang in der Öffentlichkeit immer mehr. Das kann der Sinn einer Beziehung natürlich nicht sein, es darf nicht sein, dass einem der eigene Partner peinlich ist.
    Dann sieht man die anderen Männer und denkt, so war meiner auch mal, ich konnte stolz auf ihn sein, habe mich gerne mit ihm gezeigt, war stolz auf ihn. Man sieht den Trinkern an, dass sie trinken, oder....?
    Das sehen auch andere, denke ich. Sie verändern ihr Aussehen, werden dünner, können nicht mehr so viel essen, reden oft dummes Zeug, mal nett ausgedrückt, bleiben in der Entwicklung stehen, während man sich selbst weiterentwickelt, sie können nicht mehr objektiv urteilen, machen Gott und die Welt für ihr eigenes Elend verantwortlich, an allem ist die Regierung schuld. Schlimm ist das, da einfach nur die Faust in der Tasche zu machen und zu hoffen, dass das Umfeld es nicht so krass mitkriegt wie man selbst. Man muss sich oft schämen und das tut weh, denn so hat man den Partner nicht geheiratet und als man es dann mal endlich begriffen hat, waren schon 25 Jahre rum. Bzw. man hatte es schon viel früher begriffen und wollte es nur nicht wahrhaben.
    Ich bewundere auch, genau wie du, die Menschen, die den Mut haben sich zu trennen, sich zu befreien, wieder glücklich zu werden.
    Warum haben wir den Mut nicht, ist es wirklich nur Mitleid?
    Siehste, Mohn, auch ich schreibe immer ellenlang, ist aber immer schnell gelesen und es tut uns beiden sehr gut alles von der seele zu schreiben, uns zu unterstützen, zu analysieren, das ist unsere Therapie, so sehe ich es.
    Wer weiß, vielleicht kommt eines Tages das große Aufwachen für uns Beide und wir haben es geschafft, das wünsche ich mir und dir so sehr.
    Alles Liebe
    Waldliebende

    Guten Tag Mohn,
    Ja, es scheint, dass meine Pechsträhne erstmal vorbei ist.
    Momentan versuche ich, wieder etwas zur Ruhe zu kommen.
    Wie ich die Erziehung meiner Kinder gemeistert habe, fragst du.
    Nun, anfangs haben wir es beide gemeistert, als mein Mann dann aber immer mehr dem Alkohol zusprach und er nicht mehr objektiv urteilen konnte, sobald Probleme auftauchten, habe ich den Part alleine übernommen. Er war dann oft nicht mehr in der Lage eine vernünftiges Gespräch zu führen, wurde oft laut, ungerecht und hat bei meinem Sohn dann schnell versch...er konnte ihn dann auch nicht mehr ernst nehmen und hatte irgendwann natürlich keinen Repekt mehr vor seinem Vater.
    Das alles war ein schleichender Prozess, ich habe darunter enorm gelitten, habe oft an Trennung gedacht, aber dann waren da wieder die guten Zeiten und ich redete mir ein, dass er so schlecht nicht ist.
    Unser Sohn ist heutzutage auch ziemlich aggressiv, er kann schlecht mit Problemen umgehen, das hat ihn wohl ziemlich geprägt, ist ja auch kein Wunder.Auch ich musste ihn letztens unserer Wohnung verweisen, weil er sich mal wieder nicht im Griff hatte, welche Paralellen zu deiner Situation...
    Ich ziehe heutzutage schnell die Notbremse, lasse mich auf Streitereien, die aus dem Ruder laufen, gar nicht erst ein. Bei meinem Sohn ist es aber nicht der Alkohol, er trinkt nicht, raucht nicht, hat aber eben leider eine aggressive Grundhaltung im Leben entwickelt.
    Mit 22 habe ich ihn sanft aus dem elterlichen Haus geschupst, es war besser so. Nun hat er selber Beziehungsprobleme, aber die muss er meistern, da kann ich ihm nicht helfen, ich muss an mich denken, sonst geh ich kaputt.
    Ja, es ist absolut richtig was du schreibst, gerade Söhne brauchen einen Vater, zu dem sie aufschauen können und Mütter können das nur bedingt auffangen. Mein Sohn hatte sich zeitweilig dann als Beschützer und Aufpasser entwickelt, als er schon ausgezogen war.
    Er fing dann an uns zu bemuttern ,so unter dem Motto, kommt ihr auch zurecht, kann ich hier und da und dort helfen, das wurde zu einer richtigen Manie.
    ich konnte ihm dann aber klarmachen, dass wir unser Leben im Griff haben, dass er sich auf sich selbst konzentrieren muss, er machte das auch mit anderen Menschen und merkte dabei nicht, dass er auf der Strecke blieb, bzw. seine Beziehung darunter zu kurz kam, er sah seine eigenen Probleme nicht mehr.
    Nun ist es so weit, dass wir uns erstmal eine Zeit nicht mehr sehen, Pause ist angesagt, manchmal ist es so besser, dann können alle verschnaufen und die Gemüter sich hoffentlich beruhigen.
    Ich habe auch keine Kraft mehr zu endlosen Diskussionen, weder mit meinem Mann, noch mit meinem Sohn.
    Schlimm ist auch, dass die Partnerin meines Sohnes über alles bescheid was, welche Kreise das zieht im Leben.
    Ich werde immer bedauert, aber das will ich gar nicht, ich zeige mich nicht gerne bedauernswert. Bin immer ein starker Mensch gewesen und werde es hoffentlich auch bleiben.
    Wenn es dann nicht mehr geht, werde ich andere Wege gehen müssen, aber das Handtuch nach so vielen Jahren schmeissen, das kann ich jetzt noch nicht. So ist die Situation momentan zu ertragen, noch....
    Das Leben könnte so schön sein, warum müssen wir solche Probleme haben und gibte wirklich nur den Weg der Trennung, wie hier so viele schreiben..? Wieviel kann/muss ein Mensch im Leben ertragen, erdulden, was ist richtig und was falsch? Kann man immer nur mit Gefühlen arbeiten, oder muss eines Tages nur noch der Kopf entscheiden?
    Und könnte man diesen neuen Schmerz der Trennung dann auch ertragen? Kommt man danach vom Regen in die Traufe?
    Stichwort Problemverlagerung.....Keine Mensch kann uns in die Zukunft blicken lassen, leider...
    Liebe Grüße
    Waldliebende

    Liebe Mohn,
    oh je, das ist alles shit für dich und deine Familie und tut mir leid.
    Ich finde den gesicherten Bereich auch ziemlich teuer.
    Wir müssen eben aufpassen, dass wir nichts schreiben, was sozusagen nicht erlaubt ist. Sollten wir es versehentlich doch tun, dann wird Karsten uns schon in die Schranken weisen.
    Ich finde es wichtig, dass wir uns hier weiterhin austauschen können.
    Ja, meinem Mann liegt tatsächlich viel an mir, das hatte ich schon
    mal geschrieben.
    Sag mal, sind deine Söhne nicht in einem Alter, in dem sie sich langsam eine eigene Wohnung suchen können? Dann wärst du ein Problem schon mal los.
    Aber das eigentliche Problem ist und bleibt dein Mann, das weisst du ja.
    Ich mache mir da auch nichts vor und bin ständig auf der Lauer, ob er es nicht doch wieder übertreibt, das ist auch nicht der Sinn der Sache, ich weiß.
    Kannst du deinem Mann nicht ein Ultimatum stellen? Wenn er es bis da und da nicht lässt, sich ständig volllaufen zu lassen, dass du dann auf jeden Fall die Scheidung einreichst?
    Ach Mona, ich wünsche dir so sehr, dass du wieder glücklich wirst.
    Aber mit deinem Mann kannst es wohl nicht mehr werden.....
    Ich drück dich mal ganz fest.
    Melde dich bitte weiterhin und Kopf hoch.
    Alles Liebe
    Waldliebende

    Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst antworte.
    Ich bin schon fast 3 Wochen wieder zurück.
    Der Urlaub war nicht so wie erhofft. Die Insel hat sich verändert,
    bzw. die Menschen, die dort Urlaub machen.
    Es gab plötzlich neue Hotels voller grölender, Quadfahrender,
    lauter Engländer in unserer Nähe.
    Wir konnten kaum in Ruhe Fahrrad fahren, sie rasten um uns rum wie die
    Irren.
    Unsere Lieblingstaverne war eigentlich wie vor 8 Jahren, nur das Essen ist wesentlich besser geworden, es hat sooo gut geschmeckt und die
    Besitzer haben sich immer gefreut, dass ich jeden Tag meinen
    Teller leer gegessen habe.
    Unser Hotel war voller Holländer, sie waren sehr nett zu uns, aber
    wir hätten auch gerne mal wieder deutsch statt englisch gesprochen.
    Uns fehlte einfach der Kontakt, es ist doch nett, wenn man ein paar gleichgesinnte Menschen hat.
    Wir haben auch Deutsche aus dem Osten kennengelernt, aber die wollten jeden Abend mit uns zusammensein, das war dann doch ein bischen nervig, wir haben uns dann auch woanders unser Essen einverleibt.
    Nur da waren die Tavernenbesitzer "unserer" Taverne immer ganz überrascht, dass wir hier und da woanders waren. Sie sind sehr lieb und nett, behandeln einen wie Familie, haben uns spontan nach 8 Jahren wiedererkannt, aber sie wollen einen dann eben nicht missen.
    Was soll ich sagen? Mein Mann hat sich an die Spielregeln gehalten.
    Wir hatten zusammen eine entspannte Zeit, es wurde nicht gebechert wie verückt, alles im Rahmen.
    Unser Alltag hatte uns schneller wieder, als uns lieb war.
    Wir hatten bis zum heutigen Tage keine Zeit mehr für uns.
    Auto auf der Rückfahrt vom Flughafen kaputt, neues gekauft, besch... worden, miese gemacht, nachdem der Verkäufer es gnädigerweise zurücknahm.Wieder ein anderes gekauft, gestern gerade, heute schon wieder in der Werkstatt, war aber nur eine alte Zündkerze.
    Nun läuft die Karre. Sohnemann hat Beziehungprobleme, das geht nun schon seit Wochen so.Er hat uns sogar im Urlaub damit belastet, dann war die Pre-Paid Karte leer, Gott sei Dank, endlich Urlaub.
    Wir haben sie einfach nicht mehr aufgeladen.
    Mein Onkel ist im Urlaub gestorben, eine gute Freundin meiner Mutter auch. Ich hatte letzten Samstag einen Wegeunfall, habe mir den Nacken dermassen geprellt, das ich mindesten 8 Tage nicht arbeiten kann, meine Herzrythmusstörungen fangen wieder an, aber sonst geht`s gut.
    :twisted: Sonst noch Fragen?
    Ich weiß gar nicht, wie man so eine lange Pechsträhne haben kann.
    Ach ja, die waschmaschine konnte wir noch nicht ersetzen, keine Kohle mehr da, muss noch 3-4 Wochen warten, aber ich habe liebe Nachbarn :lol: , die helfen gerne mit ihrer aus.
    Meine beste Freundin soll angeblich Fahrerflucht begangen haben.......
    Es ist wirklich so, dass ich jeden Tag neue Hiobsbotschaften erhalte.
    Ich bin schon wieder urlaubsreif, sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt.
    Deshalb, liebe Mohn, nicht wundern, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe.
    Wie geht es dir?
    Ganz liebe Grüße
    Waldliebende

    Liebe Polly
    vielen Dank für deine ehrliche Antwort,
    ich wünsche dir so sehr, dass du stark bleiben kannst.
    Tu es für deine Familie, sie wird es dir ewig danken.
    Alles alles Liebe
    Waldliebende

    Hallo Martha, hallo Susanni,
    ich weiß ja im Innersten, dass ihr recht habt, aber im Moment
    kann ich da noch nicht gegen an.
    Leider habe ich immer noch die Hoffnungen, dass ich es ändern kann.
    Ich bin noch im Lernprozess, habe mich doch erst vor einigen Tagen
    intensiv mit dem Thema befasst.
    Auch habe ich hier sehr viel gelesen und ich habe allmählich begriffen,
    dass einmal Alki immer Alki heisst, es sei denn, trockener Alkoholiker-
    Ich muss das hier doch alles erst lernen umzusetzen.
    Im Urlaub habe ich es immer verdrängt, viele trinken dort ja.
    Diesesmal werde ich es mit offeneren Augen sehen und werde
    es mehr verurteilen, als jemals zuvor.
    Habe auch Angst, dass es mir den Urlaub vergellt.
    Es hat sich genau aus diesem Grund auch noch überhaupt keine
    Vorfreude auf unseren gemeinsamen Urlaub eingestellt.
    Das hatte ich noch nie. Das kommt, dass ich jetzt die Diagnose habe:
    Mein Mann ist ein Alkoholiker, das ist mir noch nie so bewusst gewesen, erst seitdem ich hier Hilfe suche und auch finde.
    Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, das ist mir klar.
    Trotzdem dank ich euch sehr für eure Ehrlichkeit.
    Ich melde mich in gut 2 Wochen wieder.

    Ich werde für mich so viel Erholung rausholen, wie es geht, ich habe
    es so nötig.
    LG Waldliebende

    Daniel....?
    Warum ist das nicht typisch für den Alkoholiker?
    Das verstehe ich nicht :?:
    Meine Erfahrung ist die, dass ein Alkoholiker sehr wohl
    typisch dafür ist, dass er lügt in Bezug auf seinen
    Alkoholkonsum, und wie....
    Vor allem ist mir aufgefallen, dass sie sich sogar empören, wenn
    andere durch den Suff ihren Führerschein verloren haben,
    obwohl sie selber unter "Stoff" fahren.
    Sie ekeln sich, wenn eine Person total betrunken im Karneval
    auffällig ist.
    Sie regen sich auf, dass die Jugend zuviel trinkt, obwohl sie
    selber schon mit 17 damit anfingen.
    Sie wollen eine hilflose Person (die offensichtlich betrunken über
    dem Gartenzaun ihrer Nachbarn hängt), nicht aus der beschämenden
    Lage befreien, obwohl sie selbst in solch eine Situation kommen könnten.
    Ich frage mich immer wieder... WARUM???
    Warum tun sie so, als ob das das Allerletzte ist, obwohl sie sich an
    die eigene Nase packen müssten.
    Vielleicht kann mich jemand mal aufklären, damit ich es verstehe.
    Danke

    :roll::roll:
    Waldliebende

    Hallo Polly, darf ich dich fragen was dich bewogen hat, mit dem
    Alkohol aufzuhören?
    Was war der ausschlaggebende Punkt.
    Ich selber bin eine Co-Abhängige.
    Wenn dir meine Frage unangenehm sein sollte,
    dann ignoriere sie einfach.
    Ich finde es jedenfalls toll, dass du den Absprung geschafft hast.
    Hat dich deine Familie dabei unterstützt?
    Warst du vielleicht schon kurz davor, dass dein Mann, deine
    Kinder dich verlassen /aufgeben wollten/mussten?
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen.
    Liebe Grüße
    Waldliebende

    Sorry, aber was sind EKA`s ???

    Liebe Mohn,
    schön, dass du mir geschrieben hast.
    Ja, wie sieht es aus...? Noch reisst er sich zusammen.
    Er teilt sich seine Drinks ein, d.h. dass er nicht mal die Hälfte von dem trinkt
    was er sonst zu sich genommen hat.
    Am Tage trinkt er nun nicht mehr.Auch nicht mehr täglich. Der Schuss vor`n Bug hat wohl erstmal gesessen, die Betonung liegt auf erstmal.
    Ich sehe das nicht durch eine rosarote Brille, es ist mir klar, dass er
    jederzeit in sein altes Muster verfallen kann...wird?
    Ich weiß es nicht. Im Moment freue ich mich einfach auf einen
    wohlverdienten Urlaub, danke für deine netten Wünsche.
    Mein Mann hat sich fest vorgenommen, dass er es dort nicht übertreibt.
    Er will sich erholen und nicht jeden Abend betrunken ins Bett gehen.
    Auch wenn hier jetzt wieder alle aufschreien, ich werde ihn bremsen, wenn er mit Raki und Ouzo übertreiben sollte. Noch hört er auf mich.
    Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen, liebe Mohn.
    Ich bin gerade dabei die Koffer zu packen, muss noch 2 Maschinen Wäsche wegwaschen, wenn ich am Montag abdüse, soll hier alles ordentlich sein. Nun gehe ich mit meinem Hund eine runde Gassi, er steht schon in den Startlöchern.
    Bis dann, alles Gute für dich und melde dich wieder.
    LG Waldliebende

    Hallo Mohn,
    eigentlich ist das hier Daniels Seite und es ist wohl nicht so gut, dass wir hier nur noch über uns schreiben.
    Sorry Daniel, wie geht es dir überhaupt?
    Kommst du zurecht? Melde dich doch ruhig mal wieder.
    Mohn, vielleicht sollten wir unser Thema lieber auf unseren Seiten weiterführen.
    LG Waldliebende

    Liebe Mohn,
    das ist genau der Punkt, den du hier ansprichst:
    Nur nicht unter Druck setzen lassen, das ist dann der nächste Fehler,
    den wir machen würden. Ich sage extra "würden", denn auch ich
    habe nicht vor, mich unter Druck setzen zu lassen.
    Es kommt von vielen Seiten hier immer als Erstes der Tipp, sich zu trennen.
    So einfach ist es denn aber nicht, dass wissen wir.
    Ich bin schliesslich, wie du auch, sehr sehr lange verheiratet und man
    hat ja auch sehr schöne Zeiten gehabt. Natürlich weiß ich, dass ich ihn da nicht alleine rausholen kann, ich versuche trotzdem ihn zu überzeugen, dass
    er seine Gesundheit ruiniert, da ist ein "Packan", er hat wahnsinnig Angst, dass er irgendwann so krank ist, dass er nicht mehr kann. Seine gelben Augen.....Im Moment reden wir über sein Problem ganz offen und ehrlich, das war sonst nicht so der Fall, es wurde immer um den heissen Brei herumgeredet. Ich male mir das jetzt auch nicht schön, nicht unter dem Motto:"Wird schon werden.", das auf keinen Fall, aber ich werde am Ball bleiben. Er weiß auch, dass ich jetzt voll auf dem Laufenden bin, er kann das Thema nicht mehr schön reden.
    Es gibt inzwischen klare Absprachen, an die er sich im Moment zumindest hält.
    Wie lange, das weiß ich nicht, sollte er wieder so abrutschen, dann muss ich wieder umdenken und mir Gedanken machen, wie lange ich das noch mitmachen will, das weiß er auch. Es ist noch ein Funken Hoffnung da, aber ich weiß auch, dass er nie ganz davon loskommen wird, nicht ohne Hilfe von aussen und er wird erst bereit sein, sie anzunehmen, wenn ich
    ihn verlassen werde. Das ist sicher, er hat wohl auch noch die Hoffnung, dass ich mich wieder beruhigen werde, aber da täuscht er sich gewaltig,
    das werde ich nicht den Rest meines Leben so weiter erdulden.
    Erstmal fahren wir nächste Woche für 12 Tage in den Urlaub, bin gespannt, wie er da mit dem Alkohol umgeht, oder ob er in der Urlaubsstimmung gleich wieder seine guten Vorsätze über Bord schmeisst.
    Lass wieder von dir hören.
    LG Waldliebende

    [quote='Johanna-Josefine']Das Haus sei total "versifft", überall stolpere man über Katzen und deren Klos (er hatte in den letzten Jahren immer mindestens vier, zu diesem Zeitpunkt sogar 10 Katzen)

    ----Sorry, ich wollte nur mal fragen wer sich jetzt um die Katzen kümmert?. Die Sozialstation des Krankenhauses hat mir versprochen, ggf. etwas für ihn zu arrangieren, damit er ißt und seine Medikamente nimmt.
    ------Ich glaube nicht, dass es damit auf Dauer getan ist.
    dnung ist. Je länger ich darüber nachdenke, um so zwiegespaltener bin ich. Kann ich ihm das antun?
    enn er sich weigert, Hilfe anzunehmen?
    - Kann eine Tochter ihrem Vater einen gesetzlichen Betreuer antun? Ich werde das Thema wohl irgendwie ansprechen müssen, habe aber Angst davor ...
    ------Das entscheidet sowieso das Gericht, einen Antrag kannst du dennoch stellen, das wird von Vorne und Hinten geprüft und du tust es ja nicht, um
    an sein Geld zu kommen, sondern um ihm zu helfen.

    LG Waldliebende

    Hallo Johanna-Josefine,
    ich heisse dich hier herzlich willkommen.
    Hier wirst du bestimmt von erfahrenen Menschen Unterstützung
    bekommen.
    Das was du im Moment mitmachst, nimmt dich sicher sehr mit,
    es ist dein Vater.
    Aber die Alkoholsucht deines Vaters besteht ja nicht erst seit heute
    und ich frage mich wie lange das noch gut geht.
    Ich könnte mir vorstellen, dass vom Krankenhaus aus in Kürze
    reagiert werden wird, sollte dein Vater da immer wieder in einem
    sehr schlechten Zustand eingeliefert werden.
    Anhand der Blutergebnisse kann ein Arzt sich schnell ein Bild machen,
    es wird bekannt sein, dass dein Vater ein Trinker ist.
    Wenn er zudem in einem verwahrlosten Zustand eingeliefert wird,
    dazu gehört auch sein schlechter Ernährungszustand, wird er
    bald nicht mehr ohne Weiteres nach Hause entlassen werden.
    In jedem Krankenhaus gibt es Sozialarbeiter, die ihm sicher auch schon ihre Hilfe angeboten haben. Ich weiß nicht, ob er dir davon erzählt hat, aber wahrscheinlich ist es ihm peinlich und er hat die Ärzte überzeugen können, dass er keine Hilfe braucht und er jemanden hat, der sich kümmert. Wenn ich du wäre, dann würde ich mich im Krankenhaus mit dem zuständigen Sozialarbeiter verbinden lassen,so kannst du es telefonisch evtl. besprechen. Es ist wichtig, dass die Ärzte dort von einer Angehörigen erfahren in welchem Zustand er sich zu Hause befindet.
    Denn, wie gesagt, er selber wird da bestimmt nicht ehrlich sein.
    Andererseits wird es hier einige Stimmen geben, die meinen, dass dein Vater erst ganz tief sinken muss, bevor er Hilfe annimmt.
    Aufgrund seines hohen Alters denke ich aber, dass du das versuchen solltest. Denn ich kann mir vorstellen, sollte ihm was passieren,dass du schlimmstenfalls in ein tiefes Loch fällst und dir ewig Vorwürfe machen wirst, weil du nicht eingegriffen hast.
    Diesen Ratschlag gebe ich dir auch, weil ich Krankenschwester bin.
    Das heisst natürlich noch lange nicht, dass dein Vater dann ruckzuck vom Alkohol wegkommt, aber in erster Linie geht es jetzt erst mal darum, dass er aus einer lebensbedrohlichen Situation herauskommt, es ist keinem damit geholfen, wenn er plötzlich sozusagen verhungert aufgefunden wird. Dass er eine Woche nichts gegessen hat, mag ich allerdings nicht glauben, das wäre schon tötlich gewesen.
    Die weiteren Schritte müssen allerdings von ihm kommen.
    Mit den Glücksspielen am Telefon, da kann er doch schnell rauskommen, meines Wissens ist sowas am Telefon doch sowieso verboten.
    Er sollte sich einen Anwalt nehmen, wenn er da selbst nicht rauskommt.
    Mit der Betreuung finde ich, ist es wohl Zeit. D.h. nicht, dass er entmündigt wird, sowas gibt es heute nicht mehr. Auch das kannst du mit den Sozialarbeitern im KH besprechen. Ich hoffe, dass ich dir ein klein bischen weiterhelfen konnte.
    Für dich alles Gute und Gute Besserung für dein Bein, oder war es der
    Fuss?
    LG

    Liebe Hanna, ich möchte dir sagen, dass ich dich so gut verstehen kann.
    Genau das was du mitmachst, erlebe ich momentan auch.
    Ich habe vieles genau wie du erlebt.
    Jetzt sitze ich hier (mein Mann ist arbeiten) und denke doch ernsthaft,
    dass ich mal besser nicht daran gerührt hätte.
    Jetzt kann ich nämlich an nichts anderes mehr denken, als:
    WIE GEHT ES WEITER???
    Augen zu und durch, das ist vorbei.
    Aber nun habe ich einen Stein ins Rollen gebracht und nun muss ich
    auch am Ball bleiben, sonst wäre ich unglaubwürdig und mein Mann
    würde denken, ach, das war nur eine kleine Auflehnung von ihr, sie hat es nicht so gemeint. Ich weiß auch schon seit Jahren, dass mein Mann Alkoholiker ist und habe es verdrängt, bis es nicht mehr ging.
    Mit 50 fragt man sich dann, ob man immer so weiterleben möchte.
    Nein, möchten wir NICHT!!!!
    Sonst wären wir nicht hier und würden uns den Kopf zerbrechen, wie es weitergeht. Auch diese Eifesüchteleien, nein, diese wirklich krankhafte Eifersucht habe ich erst vor ca. 2 Jahren durchschaut (auch du schreibst von der Eifersucht deines Mannes).
    Das ist doch jämmerlich, dass der eigene Mann nach 28 Ehejahren noch eifersüchtig reagiert, wenn ich auf einer Feier nur mit einem Gast rede, mehr nicht und er dann , in natürlichem angesoffenem Kopf vor lauter netten Gästen eine Szene hinlegt, dass es nur noch peinlich ist.
    Ich bin schon lange soweit, dass ich mit ihm gar nicht mehr abends ausgehe. Ich könnte das jetzt endlos weiterführen, aber es geht ja um uns, wir sollen UNS HELFEN, das wird hier immer wieder geraten, auch gewünscht. Deshalb sind wir hier, das habe ich auch begriffen, das macht ja auch Sinn.
    Ich habe gerade einen Co.Abhängigkeitstest gemacht und BINGO, ich bin das lebende Beispiel für eine CO.Abhängige. Aber das ist mir schon länger bewusst, wusste nur nicht, dass es dafür einen Namen gibt.
    Seit ein paar Tagen nun befasse ich mich mit der Alkoholabhängigkeit meines Mannes und mir geht es schlecht dabei.
    Ich kann nicht mehr schlafen, muss sogar ab und zu eine Schlaftablette nehmen und morgens fühle ich mich dann so richtig gerädert und habe eine sch... Laune, die lasse ich nicht raus, weil ich ziemlich froh bin, dass mein Mann nach einem Gespräch vor ein paar Tagen wenigstens scheinbar einsah, dass er zuviel trinkt, nun will ich das nicht wieder kaputt machen. Er wartet doch nur darauf, dass es knallt und er einen Grund hat, sich zuzuschütten, ich bin ja dann die Böse. Ich kenne seine Gedanken wie meine eigenen, ich weiß nach den ganzen Jahren wie er tickt. Und das ist das Schlimme, ich weiß genau, dass es nicht besser wird, immer ist es mit ihm ein Drahtseilakt, bloss aufpassen, dass er bei Laune bleibt, er soll ja noch eine Chance haben nd noch eine und noch eine.....So gehe ich ganz nebenbei mal eben mit drauf. Weißt du, ich habe seit Jahren einen Reizdarm, eben oft Durchfälle. Habe es auf unverträgliche Lebensmittel geschoben, mal geht es mit Weizenmehl, dann wieder nicht. Ich weiß aber seit ein paar tagen, dass es eindeutig meine Psyche ist. Seitdem ich hier gelesen habe und es war schlimm
    zu lesen, wieviele Familie durch Alkohol kaputt gehen, musste ich während des Lesens immer wieder zum Klo rennen. Es war ja schon so weit, dass, als ich im Krankenhaus war, ein geplanter Eingriff, ich meinen Mann gebeten habe, um Gottes Willen nicht mit einer Fahne zu Besuch zu kommen. Ich kann nur noch auf der Arbeit entspannen, obwohl ich in einem sozialen Beruf arbeite, der mir viel abverlangt, aber da bin ich wirklich froh, dass ich Abstand habe.Ja, liebe Hanna, so weit ist es gekommen. Und nun überlege ich jeden Tag, wie ich mich verhlten soll.
    Momentan reisst er sich einigermassen zusammen, aber das ist keine Lösung, das wissen hier alle, es ist nur ein Aufschub und das Loch in das wir fallen, wird grösser, es wird nicht kleiner.
    Ich habe meinen Mann gebeten mit seinem Hausarzt darüber zu reden, aber das ist kein Thema für ihn. Sein Hausarzt hat früher selber getrunken, das macht die sache doch leichter, habe ich ihm gesagt, er duzt ihn sogar, aber es wird einfach nicht auf meinen Vorschlag eingegangen. Ist nur ein Tipp von mir gewesen, ich will ihm helfen, ich weiß, dass es falsch ist, wir sollen uns selber helfen.
    Ich habe immer nur gelernt anderen zu helfen, schon rein berufstechnisch, das macht die Sache noch schwieriger.
    Es gibt hier die AA`s, kann man ja auch als Angehöriger hingehen, aber in deisem kleinen Kaff kennt einen jeder und da denkt doch jeder, dass ich....Weiter weg ist schwierig, weil ich kein Auto habe, zumindest nicht immer und dann macht es keinen Sinn, wenn ich nur ab und zu dahingehe. Deshalb bin ich froh, erstmal hier schreiben zu können, das ist wenigstens ein Anfang und ich hoffe so sehr, dass wir unseren Weg finden.
    Alles Gute für dich
    Liebe Grüße
    Waldliebende

    Liebe Mohn,
    das wollen wir doch hoffen, dass wir es schaffen, wie auch immer.
    Das Schlimme ist nur, dass mal wieder was von UNS verlangt wird,
    das macht es so unsagbar schwer.
    Im
    Moment habe ich das gleiche Gefühl wie in einem Nichtraucherforum.
    Alle schaffen es, warum ich nicht. Wieder habe ich das Gefühl, etwas schaffen zu MÜSSEN.
    Vor dem Rauchen kann man die Augen verschliessen und es später versuchen, ist nicht so schlimm, darunter leidet meine Umgebung nicht.( bei mir jedenfalls nicht, dafür kann ich selber sorgen).
    Ich kann für mich entscheiden, ob es mir gut tut. Nur, das Dumme ist, je mehr man hier darüber liest (ich meine natürlich das Trinken), um so mehr werden einem die Augen geöffnet.
    Und das ist der Punkt, man wird immer wieder drauf gestossen, wie widerlich der Zustand schon lange zeit ist, wie unerträglich, ja und wie du schon schriebst, was man statt dessen alles versäumt hat.
    Wir verschwenden einen grossen Teil unseres Lebens, um stark für unsere Partner zu sein.Meine Mutter sagte mal: In deinem Alter brauchst du deinen Mann nicht mehr zu verlassen....
    Was für ein Schwachsinn. Ich bin 50 und nicht tot, ich fühle mich fit, ausser ein paar Wehwehchen. Ich fahre besser Inliner als mein Sohn, ich kann stundenlang wandern, ohne dass ich jammere. Alles dies würde ich natürlich lieber mit meinem Mann machen, aber ihm fehlt natürlich oft der Antrieb. Das ist das was einen so fertig macht. Rundherum sieht man fite Menschen im Alter meines Mannes und wenn ich sehe wie er auf Grund des Alkoholismus altert, das tut weh.
    Nach unserer "Aussprache" hat er tatsächlich mal Erfrischungsgertränke zu sich genommen, darüber habe ich mich schon gefreut, gibt es denn sowas? das Schlomme ist, dass er schon in frühester Jugend getrunken hat, da aber "nur" am Wochenende, das fand ich immer merkwürdig, warum habe ich denn damals nicht besser hingeschaut?
    LG Waldliebende