Beiträge von Penta

    Hallo Old Flatterhand, entschuldige Uwe,

    Zitat

    Ich bin frei und unkontrollierbar.


    bist du dir da so sicher?
    Ist es nicht vielmehr ein Wunsch, den zu erfüllen, du bisher noch nicht in der Lage warst?
    Das tut mir ehrlich leid.
    Ich würde sogar noch einen provokanten Schritt weiter gehen, wenn Zeit irgendeinen Wert hätte: Schade um die Zeit.

    Gruß Penta

    Hallo klabund,

    das Suchtgedächtnis ist eine Geschichte deines süchtige Hirns.
    Dein Gehirn hat lange gelernt, Belohnungen und das damit verbundene gute Gefühl mit dem Trinken von Alkohol zu verbinden. Das ist tatsächlich ein biochemischer Prozess, der da vollkommen automatisch ablaufen kann, wenn ein klitzekleiner Reiz vorhanden ist.
    Das kann die geöffnete Flasche Wein auf dem Tisch sein oder der Duft des Bieres, das der Nachbar gerade trinkt...
    Die Folge kann Suchtdruck sein. So ungefähr isses wohl. :?

    Ich hatte davon zunächst auch keine Ahnung und hab mich mal kundig gemacht, als ich auch darüber nachdachte, ob ich solche Veranstaltungen besuchen möchte.
    Austesten wollte ich das nicht. Mir ist das Risiko zu hoch gewesen und mich triffst du noch heute nicht auf Feiern, bei denen es Alkohol gibt. Mir gefällt das Leben jetzt ohne so gut, dass ich keine Veranlassung sehe, das zu ändern.

    Gruß Penta

    Hallo Sascha, hallo klabund,

    Zitat

    Sowas zu dürfen und können, finde ich gehört zur zufriedenen Abstinenz,(in meinen Augen) was auch arbeit an sich selbst beinhaltet.Ich will mich ja nicht zuHause einmauern, nur weil ich für mich entschieden hab das ich nichts mehr trinke, und mir eingestanden hab das ich Alkoholiker bin, und fort an Abstinent leben möchte.


    ich denke, das Meiden oder nicht von derartigen Situationen hat weniger mit zufriedener Abstinenz, sondern vielmehr damit, dass ein Risiko besteht, dass das Suchtgedächtnis anspringt.
    Das kann anspringen, egal ob du zufrieden oder abstinent oder beides bist. Da ist wenig, was bewusst zu steuern ist.

    Gruß Penta

    Hallo schnuffig,

    Zitat von <woltlab-metacode-marker data-name=

    19.07.11, schnuffig" data-link="">

    Ich weiß, dass ich mit 12, 13 ein Stamperl Rum zum Einschlafen getrunken habe, wenn ich alleine war und mich gefürchtet habe.
    Danach war ich wochenends aus und habe solange gesoffen bis mein Geld weg war.
    Dann habe ich gekifft. Später war ich schwanger und immer nüchtern bis die Kinder selbst gegessen haben.
    Ab dann war ich einmal die Woche aus und habe mich besoffen, seit einem Jahr habe ich mehr Zeit für mich, die ich dahingehend verschwendet habe, mich bis morgens in Lokalen aufzuhalten, wo ich weder Musik noch Leute mochte, dafür aber viel gesoffen habe.

    Zitat von <woltlab-metacode-marker data-name=

    heute, schnuffig" data-link="">

    Ich mag die schönen Gläser und die bunten Farben, die laute Musik, die Leute.

    Schleichst du genau dahin wieder zurück, wo du herkommst?

    Gruß Penta

    Guten Morgen Old Flatterhand,
    nein, ich habe mich nicht ins kalte Wasser gewagt. Ich habe ganz schlicht und einfach eine Frage gestellt, auf deren Antwort ich sogar gespannt war, denn ich fand meine eigenen Einträge in mein Tagebuch aus der Zeit und das war seinerzeit schon Thema.
    Weißt du, meine Erfahrung (!) hier im Forum hat mir gezeigt, dass es ganz sicher viele interessante und lehrreiche Geschichten gibt, die Qualität des Austauschs ist für mich jedoch recht verschieden. Da ist sicher für jeden etwas dabei. Vielleicht auch für dich.

    Ich bin keine Freundin von Rumeierei (das habe ich lange fast bis zur Perfektion gemacht) oder „von hinten durch die Schulter in die Brust“.
    Das ist für mich kein Phänomen, was nur bei Frischlingen auftritt. Trotzdem möchte ich wohl manchmal Dinge wissen, an die andere wohl niemals denken würden. Kann schon sein.
    Keine Ahnung, was dir wichtig ist. Und ich hab keine Ahnung, was das hier werden soll, wenn es fertig ist, trotz deiner 28 Beiträge, die ich gelesen habe.
    Ich zweifle die Grundbausteine nicht an, ich hab kein Problem damit, an einer mir unbekannten Stelle etwas zu fragen und nun???!!! Du hast offenbar wirklich keine Ahnung, was derzeit mein Thema ist. Das ist etwas, was mich sehr wundert, denn auch du warst mal jemand, der 19 (so viele sind es nach genauem Nachzählen tatsächlich) Monate „ohne“ unterwegs war.
    Und nein, ich habe mich nicht aufgemacht, das Fürchten zu lernen. Zum Fürchten hätte ich mich nicht aufmachen müssen.
    Wie wär’s, wenn du dich einfach hier um dich und dein Ansinnen, hier zu sein, beschäftigst, denn nur wenn Augen auch wirklich offen sind, kann ich durch sie sehen?

    Übrigens ging es seinerzeit in meinem Tagebuch darum, dass Leute nach 3 Monaten, die ich gerade erreicht hatte, rückfällig wurden. Jemand besuchte mich in meinem Tagebuch und berichtete von einem Rückfall nach 9 Monaten. Das hielt mich wach, denn ich war fast so weit zu denken, dass 9 Monate ja schon sooo viel seien. Für mich wäre irgendeine Denke in die Richtung, dass ich doch schon sooo lange abstinent unterwegs bin, schlichtweg gefährlich. Nachdem ich jetzt sogar von Rückfällen nach 20 Jahren hörte, ist mir klar geworden, dass die Dauer der eigenen Abstinenz für mich vollkommen wurscht ist. Es kommt für mich darauf an, heute nicht zu saufen. Nix sonst. Anders wird wohl nur die Art und Weise dessen, wie ich das erreiche. Stolz, Bewunderung, eine gewisse „Alters-Überheblichkeit“ sind da für mich vollkommen deplatziert.

    Gruß Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Harmonie ohne Zeit und Raum, wenn mein Licht unterm Scheffel steht, weil ich ne alte Häsin Penta bin, weil meine abstinente Zeit länger ist als die anderer? :?
    Hm. Da hab ich wieder keine Ahnung zu... Gut so.

    Danke für deinen Thread hier. Da hab ich ja doch etwas mitnehmen können. Nix Neues zwar, denn der Schlüssel scheint wohl eher nicht die Hartnäckigkeit, sondern vielmehr die Geduld zu sein. Dank an Uwe!

    Ich wünsch dir gute Besserung!

    Gruß Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Zitat

    Nur sie kann dir das näher bringen.
    wenn sie das möchte gern hier.


    Danke dafür.
    Und danke für deinen Tipp mit der Literatur. Ich zähle zu den wichtigen Informationsquellen zum Thema "Wege in ein zufriedenes suchtmittelfreies Leben" für mich unbedingt den Austausch und das Lesen hier dazu.

    Hallo Tina,

    Zitat

    Es kann hilfreich sein, etwas zu machen, auch ohne sofort den Hintergrund vollständig zu erfassen. Speziell denke ich dabei an die Grundbausteine. Wie wichtig ein alkoholfreies Umfeld ist, merkte ich erst in dem Moment, wo es richtig wichtig wurde, z.B.

    Ich darf ab und an auf die Erfahrung der schon länger Trockenen vertrauen und muss ihre Stolpersteine nicht unbedingt selber ausprobieren.


    Dem gibt es durch mich nichts hinzuzufügen.
    Zu Beginn waren die Grundbausteine der Wegweiser für mich. Heute sind sie das, was ich leben möchte und es auch tu. Nicht weil sie hier stehen, sondern weil ich gerade erlebe, wie es so Leben überhaupt erst für mich gibt.

    Hallo Uwe,
    was du schreibst, trifft mein derzeitiges Thema ziemlich genau.

    Zitat

    Es hat einmal etwas mit Glück zu tun, genau diese Menschen zu treffen, welche einem gut tun. Andererseits lag es in meiner Verantwortung genau jene Leute zu suchen.


    Möglicherweise schwingt bei mir etwas "Verzweiflung" mit oder durch, dass ich sie zu selten treffe. Stimmt. Ich werde weiter suchen.
    Es wird nie maßgeblich für mich sein, was wer auf seinem Konto hat und ich bin wohl wirklich (zwar bisher unbewusst) auf der Suche.
    Vielleicht möchte ich deshalb gern genau wissen, mit wem ich es zu tun habe, wenn hier jemand aufschlägt, der sich darüber beschwert, dass niemand mit ihm Eishockey spielt. Keine Ahnung...

    Gruß und danke!
    Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Zitat

    Es sind die Begegnungen mit den zuvorderst erwähnten, lange Zeit, zufrieden trockenen Alkoholikern, die mich dies gelehrt haben: „Kritisch zum „Ich“ zu sein


    das ist jetzt ja keine besondere Erfahrung, die nur Langzeittrockene machen.
    Wenn mir ein demütiger trockener Alkoholiker begegnet, geht es mir ähnlich.
    Ob zitiert oder nicht zitiert oder ob von einem Langzeittrockenen geschrieben oder von irgendwem, ist für mich kein Kriterium. Ich fühle da ähnlich. Darf ich das?

    Ich habe an anderer Stelle geschrieben, dass ich nie eine Langzeittrockene sein möchte. Das war offenbar nicht ganz korrekt.
    Meine Demut möchte ich nie verlieren. Danke.
    Das ist unter anderem eine Folge von Erfahrungen, die ich in meiner kurzen Zeit als Abstinenzlerin machen durfte, wie auch dies hier eine für mich ist.

    Zitat

    was immer du
    benötigst für ein nüchternes und
    selbstbestimmtes Leben.


    Nüchtern ist nicht sooo schwer (mal ganz platt).
    Selbstbestimmt wird schon komplizierter. Wo ist die Grenze zwischen "Anderen hinterher dackeln" und "seinen eigenen Weg gehen"?
    Kritisch hinterfragen ist für mich der Schlüssel und Verstehen (dürfen).
    Wie kann ich sonst mit etwas zufrieden werden, was ich nie verstanden habe?

    Gruß Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    für die Darstellung meines Weges ist ja ganz sicher dein Thread hier nicht gedacht gewesen, aber ich bin gespannt auf das, was du weiter berichtest.
    Ich freu mich sehr, dass du etwas von dir mitteilst, so kann ich dich vielleicht auch "erspüren" und möglicherweise das eine oder andere verstehen.
    So lange bin ich ja noch nicht abstinent unterwegs, erst knapp anderthalb Jahre.
    Dabei hat mir dieses Forum mit seinen teilweise sehr erfahrenen Schreibern unwahrscheinlich geholfen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie meine An- oder Abwesenheit hier zukünftig aussieht. Bisher schrieb ich im geschlossenen.

    Dass du nicht wusstest, was ich will, ist für mich nicht neu. Ich weiß es ja selbst oft nicht. Aber von dir ignoriert habe ich mich nicht gefühlt. Es ist für mich vollkommen legitim, wenn jemand nicht auf alle Posts antwortet.

    Gruß Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    ich hatte vor einigen Monaten eine ähnliche Begegnung. Ich wurde irgendwann gefragt, was mich so umtreibt und wir unterhielten uns auch darüber, was ich lese. "Bring mal eins von deinen Büchern mit!", so war unsere Verabschiedung. Ich komme da immer wieder gern hin.

    Gruß Penta

    Hallo,

    Zitat

    In den Desinfektionsmitteln ist ja sicherlich kein Trinkalkohol drin, aber die Endung -ol findet sich ja schon als Inhaltsstoff. Ist das auch bedenklich?


    Die leider oft gebräuchliche Bezeichnung Trinkalkohol ist für mich etwas einfach.
    Wenn ich Menschen erlebe, die Glasreiniger oder eben Desinfektionsmittel trinken, um ihre Sucht zu befriedigen, frage ich mich, was in diesen Flüssigkeiten wirklich "trinkbar" ist.
    Da geht's nicht um trinkbar oder nicht trinkbar.
    Es handelt sich um eine Substanz, von der Menschen abhängig werden oder es schon sind.
    Wenn ich den Stoff, von dem ich eigentlich wegkommen will, weiterhin (be-)nutze, weiß ich nicht, ob das für andere "bedenklich" ist. Für mich schon.

    Gruß Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Zitat

    Es gibt eigentlich keinerlei Absicht bei
    meinem Schreiben


    dann bist du ja auch ein Handballer, denn fast alle anderen Schreiber sind mit einer Absicht hierher gekommen.
    Oder bist du doch ein gewöhnlicher Eishockeyspieler, der nur nicht klar benennen kann, was seine Absicht ist, wie es so vielen anderen oft auch schwer fällt?

    Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Zitat

    Und Penta
    Ja, ja, ja.
    Was soll ich sagen?
    Mir fällt nix ein.
    Lass uns spielen.


    weißt du, ich kam mit einer ganz einfachen Zielsetzung hierher. Ich wollte einfach nicht mehr so weiter machen, wie bisher. Das heißt, nicht mehr saufen.
    Ich wollte nicht spielen und will es jetzt auch nicht.

    Schönen Abend dir.
    Penta

    Hallo Old Flatterhand,

    Zitat von Old Flatterhand


    Das Entscheidende ist jedoch wenn ich in meiner
    Eishockeykluft in die Halle komme und alle spielen
    Handball, obwohl am Eingang steht "Für Eishockeyspieler"
    dann brauch ich schon eine Klärung.


    Ich nicht immer. :?
    Wenn dann niemand mit mir Eishockey spielen will, nützt es mir auch nix, dass ich die Handballer vom Eis gebürstet habe. Eishockey is ja nun mal ne Mannschaftssportart.
    Wenn ich Eishockey spielen will, such ich mir welche, die das auch wollen.

    Gruß Penta

    Hallo Leonia,

    Zitat

    Denn im tiefsten Inneren sehnt sich ja auch der Co nach einem gleichberechtigten, starken Partner an seiner Seite

    als ich begann abstinent zu leben, wollte ich keinen Co mehr.
    Ich war endlich gleichberechtigt und stark genug, mich aus kranken Beziehungen zu lösen und mich zu trennen.
    Ob meine Cos heute noch Co sind, weiß ich nicht.
    Bedenkst du diese Möglichkeit in deinen theoretischen Abhandlungen auch?

    Penta

    Warum steht in diesem Thread eigentlich so oft "man" wie im gesamten restlichen Forum? :roll:

    Hallo BC,

    Zitat von BlueCloud

    Es geht mir nicht um das Thema, wie ich etwas interpretiere, sondern um die wirkliche Abwertung, wie sie tagtäglich vorkommt. Z. B. ruft ein wütender Kunde bei mir an und beschimpft mich persönlich - obwohl es um eine sachliche Geschichte geht. Der Arbeitskollege macht abwertende Bemerkungen mir gegenüber, weil ihm meine Arbeitsweise nicht paßt. Sowas meine ich.


    ich auch.
    In dem Moment, in dem du die "Info" in Empfang nimmst und sie für dich verarbeitest (interpretierst), wird sie doch erst zur Abwertung.
    Wenn sich jemand an dir austobt, ist es dein Ding, auf diesen Kampf einzusteigen oder eben nicht.
    Mir wird deshalb in letzter Zeit manchmal Gleichgültigkeit nachgesagt.
    Is mir aber relativ..., denn mir geht es damit recht gut und ich fühle mich nicht abgewertet.
    Manche Dinge sind es mir wert, geklärt zu werden. Andere nicht.

    Schöne Zeit dir noch!
    Penta