Beiträge von Jabo

    Hallo Karsten Hallo Hartmut

    Jetzt habe ich etwas mehr Zeit.

    Hm. Also ich bin nun etwas hin und hergerissen.
    Wie sage ich es am besten, ohne wieder jemanden auf die Füße zu treten.

    Ich bin immer an einer Tiefgreifenden und Konstruktiven Diskussion interessiert. Auch kann ich verbal schelte vertragen, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Nur finde ich die Art und Weise wie hier mit @myworld umgegangen wird sehr unsensibel.
    Sie hat bis jetzt beschrieben, was in ihrem Leben nicht so gerade gelaufen ist. Versucht sich zu Heilen und ist auch auf eure Erfahrungen angewiesen. Sie ist auf der Suche nach ihrem Weg, ohne Familie und ohne Freunde. Da ist das besonders schwierig. @ HansHa hätte ihr die Meinung auch behutsamer geigen können. Aufgrund meines, in euren Augen, Fehlverhaltens. Wird sie in einen Gewissenskonflikt gestoßen, der für ihre Genesung nur Hinderlich sein kann.
    Ihr wist es doch am besten. Wenn man am Anfang steht, ist man mit seinen Gedanken in erster Linie alleine. Um sich mitteilen zu können ist sie hier und was passiert? Sie kann ohne an zu ecken ihre Gedanken nicht äußern. Frei über alles sprechen und darüber, in ihrem Fall, sensibel Diskutieren halte ich für angebrachter. Frei nach dem Motto und ich Zitiere: Das Alkoholikerforum ist nur ein Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Bitte darauf achten, dass nicht alle Erfahrungen auf jeden anwendbar sind, da jedes Suchtproblem individuell ist.


    der Jabo

    Hallo myworld

    Da habe ich ja was Angerichtet. Das wollte ich natürlich nicht. Verzeih mir. :oops:
    Ich fände es schade wenn du dich zurück ziehst.

    In den letzten Tagen habe ich mir Gedanken über die Verbal schelte gemacht. Zum einen muss ich sagen das die Langzeittrockenen selbstverständlich bezogen auf ihren beschriebenen Krankheitsverlauf recht haben. Jegliche Konfrontation mit dem Suchtstoff zu vermeiden. Zum anderen werde ich die Richtfeste in Zukunft meiden. Das wird nicht einfach, aber mal sehen.

    Ach und myworld.
    Es tut mir wirklich leid das du hier zwischen die Fronten geraten bist. :oops: Ehrlich. Wie kann ich das wieder gut machen?
    Schön ist, dass du darüber nachdenkst deinen Schulabschluss nach zu holen. Das finde ich sehr wichtig.

    So nun muss ich erst mal was Arbeiten, später mehr.

    der Jabo

    Hallo HansHa

    Also im allgemeinen bin ich nicht so begriffsstutzig. So richtig kann ich mit deiner Argumentation nicht anfangen.
    Bring es doch mal auf den Punkt.
    Vieleicht bin ich aber auch nur nicht feinfühlig genug um zwischen den Zeilen zu lesen.
    Was mache, denke und schreibe ich in deinen Augen falsch?

    Trockene Grüße der Jabo

    Hallo HansHa

    Wie sagte meine Oma immer so schön, " Des Herren Wege sind unergründlich."
    Selbstverständlich ist das ein Fauler Kompromiss. Aber ich, Ich kann damit leben.
    Wenn wir uns mal anschauen, wo überall Alkohol in unserem Kulturkreisen dazu gehört. Dürfte man die Wohnung nicht mehr verlassen. So lange es Gesellschaftlich akzeptiert ist, das Alkohol bei jeder sich bietenden Gelegenheit, Konsumiert wird. Ist es für einen Alkoholiker sehr schwer in der Gesellschaft trocken zu Leben.
    Ein Großteil derer, die mit dem Alkohol umgehen können, macht sich doch über solche Sachen keine Gedanken. Das würde doch ihr persönliches Leben einschränken.
    Solange der Staat an dem Verkauf von Alkohol seinen Anteil bekommt, der ziemlich beträchtlich ist wohlgemerkt. Hat auch die Führung des Staates kein wirkliches Interesse , den Gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol zu ändern. Ich glaube, erst wenn 50% der Bevölkerung Alkoholabhängig wäre. Dadurch das Bruttosozialprodukt singt und die Brand- und Schaumweinsteuer diesen Verlust nicht ausgleicht. Erst dann wird ernsthaft was unternommen, den Gesellschaftlichen Status des Alkohols zu verändern. Bisher sind aber in alle Regierungen, in Ländern wo es versucht wurde daran gescheitert.

    Ich sage dem Bauherren das ich Alkoholiker bin und das in meinem Glas Wasser sein wird. Mansche akzeptieren das sofort. Andere kommen mir dann mit Traditionen und so. Entweder es hält jemand anderes den Richtspruch oder er lässt sich überzeugen, das mit dem Wasser in meinem Glas der "Feuerteufel" abgeschreckt werden soll und somit die Tradition gewarnt sei.

    Glaubst du ernsthaft, das die Radikale Verteufelung und militanter Antialkoholismus in allen Fällen hilfreich und richtig ist? Das war jetzt kein Angriff auf dich oder deine Argumentation. Vielmehr bin ich an einer Konstruktiver Diskussion interessiert.

    Tag 11, Trockene Grüße der Jabo

    Hallo Karst, FrankyFresh und Martin

    @ Karst und Martin
    Ach wenn es nicht so rüberkommt.
    Aber ich bin dankbar für eure Hinweise, Anregungen und den erhobenen Zeigefingen. :D
    Ich bin ja immer noch der Suchende. Ihr habt natürlich viel Erfahrung von der ich ja schließlich auch profitieren möcht. Also nicht ungehalten sein wenn ich manches anders mache. :oops:
    Wie ich schon sagte hatte ich mein Leben schon mal komplett umgestellt. ich werde natürlich weiter an mir Arbeiten. Z.B. habe ich beschlossen mal ne weile nicht zum Fußball zu gehen, auch mein derzeitigen Freundeskreis werde ich überdenken müssen.
    Ihr seht über eure Hinweise wird Nachgedacht.

    @ FrankyFresh

    Danke für den Zuspruch.
    Frust saufen ist schei..e da kann ich dir nur recht geben.
    Du hast mich aber auf eine Idee gebracht. In der Firma habe ich noch einen recht dicken Pappelstamm liegen. Den stelle ich auf und dann drauf mit der Wurfaxt, wenn es mir Tagsüber nicht so dolle geht. Genau. Da können die Brüder am Montag gleich mal ein Loch dafür buddeln. :lol:

    Schönes WE euch allen noch.

    der Jabo

    Hallo Gotti

    Danke für die Unterstützung. :lol::lol:
    Ne im ernst. Ich finde Traditionen, auch in unserer heutigen "modernen" Gesellschaft, ganz wichtig.
    Ja ich bin der Chef. Werde aber erst etwas unternehmen, bei meinen Jungs, wenn ich sehe es läuft aus dem Ruder.

    Soviel zur Toleranz @ Karsten, das ist nicht böse gemeint. :) Nur bin ich nicht deren Mutter, sondern ihr Arbeitgeber und wie ich schon gesagt habe, werde ich niemanden seinen Lebenswandel vorschreiben. Meine Jungs wissen das ich Alkoholiker bin und es wird akzeptiert. Es hat mich von dehnen auch noch nie einer Trinken sehen.
    Mein Problem liegt doch wo anders. Ich falle in alte Verhaltensmuster zurück, wenn der Frust über was auch immer mich zu zerreißen droht. Diese muster will ich aufbrechen.

    trockene Grüße der Jabo

    Hallo Martin

    Das geht leider nicht anders. Tradition und so. Da der Bauherr und ich, nach dem Richtspruch das Glas zerschleißen.
    Aber wie schon mehrfach erwähnt. Saufe ich bisher nur, wenn ich sehr sehr gefrustet bin. Darum bin ich ja auch unteranderem hier um zu lernen, wie ich in solchen Situationen dem Saufen aus dem Weg gehe. Im normalen täglichen Leben schaffe ich das. Alle Angebote und Versuchungen des "Flüsterer" zu wiederstehen.

    trockene Grüße der Jabo

    Hallo Karsten

    Eigentlich alles wie immer, ist ja nicht mein erstes.
    In meinem Schnapsglas war wie immer Wasser !!!!!!!!
    Auf dem Dach habe ich noch nie was getrunken. Unten was das schon mal anders.
    Was habe ich gefühlt? Wenn ich so drüber nachdenke, nichts. Wollte das alles nicht so in die Länge ziehen.
    Die Meute des Bauherren hatte schon ganz schön zugelangt bevor es überhaupt los ging.
    Das Übliche halt. Ich glaube wenn es eine Baustelle wäre wo man einen besseren Bezug zu den Leuten hat, wäre es schwieriger geworden.
    Meine Jungs waren auch froh schnell wieder weg zu kommen. Schließlich ist ja WE. Freitags bleiben dann einige schon mal sitzen. Aber von denen hat es bis jetzt auch noch keiner Übertrieben. Kenne ich von anderen Firmen auch anders.

    trockene Grüße der Jabo

    Guten Morgen myworld

    Ist das nicht ein wenig einsam? Deine Antwort hat mich schon etwas erschreckt. Da steckt viel Traurigkeit drin. Aber ich denke mal wir sollten das nicht weiter vertiefen. Das es nicht zu persönlich wird.
    Wie geht es dir denn heute?
    Ich fühle mich gut, nur das Wetter drückt aufs Gemüt. Nachher muss ich zum Richtfest. Werde aber nicht lange bleiben um nicht in Versuchung zu kommen.

    Dir einen schönen Tag.

    Tag 10, trockene Grüße der Jabo

    @ myworld

    Sowas in der Art, wie du deine Familiensituation beschreibst, habe ich mir schon gedacht.
    Das finde ich sehr schade. Aber sie es mal so, Freunde kann man sich aussuchen Verwandtschaft nicht.
    Ich würde mich für dich freuen, wenn du trotz deiner angespannten Beziehung zu deiner Familie, den Mut nicht verlierst. Bleib trocken, zeige ihnen das du auch ohne ihre Hilfe deinen Weg gehst und etwas erreichen kannst.
    Eine Frage hab ich noch. Warum glaubst du, den Freunden oder Bekannten eine Last zu sein?
    Jeder Mensch ist doch anders, im Charakter, im aussehen, in der Denk- und Lebensweise. Man muss halt nur die richtigen Freunde für sich finden. Selbstverständlich braucht dieses Zeit. Aber es lohnt sich. Gerade wenn die Familie nicht für einen da ist wie man es sich wünschen würde.

    Nun zu mir. Tag 9, ich bin weiterhin trocken und habe auch kein Bedürfnis diesen Zustand zu ändern.
    Der Gedankenaustausch hier tut gut, hilft er doch besser über mich nach zu denken, zu hinterfragen und endlich anderen gegenüber meine Gedanken zu öffnen.

    Tag 9, trockene Grüße der Jabo

    Hallo murmeltier

    Ich bin doch nicht böse auf dich. Warum auch. :lol:
    Ehrlich gesagt gatte ich keine Lust den Text den ich schon geschrieben hatte noch mal zu schreiben. :oops:
    Da muss ich die Beiträge anders unterteilen. Sprich nicht jedem einzeln antworten.

    trockene Grüße der Jabo

    Hallo murmeltier

    Also bei mir ist das so. An normalen Tagen trinke ich nicht.
    Wie ich in der Antwort für Karsten und Hartmut schon versucht habe zu beschreiben.
    Ich konnte mich anderen gegenüber nicht öffnen. Ich fresse alles in mich rein bis es dann Bumm.. macht. Das muss ich ändern.
    Beantwortet das deine Frage?
    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

    @ myworld

    Danke für die Antwort. Wann sie kommt spielt doch keine Rolle. Schön finde ich das du überhaupt antwortest.
    So wie ich es deiner Antwort entnehme, fühlst du dich als "Schwarzes Schaf" der Familie. Glaube mir das bist du bestimmt nicht. Jeder Mensch lebt nun mal nach seinen Vorstellungen. Natürlich gibt es einen Gesellschaftlichen Rahmen in dem man sich bewegen sollte. Aber die Lebensweisen von Familien sind doch sehr unterschiedlich. Wenn dieses nicht dein Weg ist, dann sollten sie das auch akzeptieren. Wenn man das nicht tut ist man schnell das "Schwarze Schaf". Ich hoffe du findest einen Weg damit um zu gehen, ohne dass du dich alleine fühlen must.
    Hast du in deinem privaten Umfeld jemanden mit dem du dich darüber austauschen kannst?
    Ich glaube so eine Vertrauensperson die dich kennt, kann da schon viel helfen.

    Bleibe du auch trocken.

    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

    Hallo Karsten und Hartmut

    Natürlich denke ich über mein Verhalten, mein Umfeld und über Veränderungen nach.
    Nur zum Allgemeinen Verständnis. Ich bin eigentlich über Monate, auch schon über Jahre, konsequent im persönlichem Umgang mit dem Dämon Alkohol. Ich will einfach keinen Trinken.
    Warum es dennoch nicht dauerhaft klappt, liegt in mir. Die Verarbeitung des täglichen Sorgen und Nöte. Ich fresse alles in mich rein. Bis der Druck zu groß wird und es sich einer Nacht des totalen Rausches entlädt. Das habe ich schon begriffen. Da meine ich sind für mich die denk Ansätze und die Lösungen. Einen Weg zu finden den Druck zu mindern.
    Mein Umfeld habe ich schon vor Jahren verändert, so dass ich aus dem täglichen Suff heraus kam. Von falschen Freunden getrennt, Wohnort gewechselt, Lebensweise, Tagesablauf geändert. Eine andere Arbeitsstelle gesucht und gefunden. Ich war danach fast 3 Jahre trocken. Für mich persönlich ein riesen Erfolg. Da ich vorher meine Sucht verleugnet habe. Ich hatte in der Phase auch trinkpausen von bis zu 14 Tagen. Aber wann immer es möglich war wollte ich trinken :oops: . Als meine Frau mir die Pistole auf die Brust zu setzen drohte, veränderte ich wie beschrieben mein Leben. Am Anfang sicherlich nur unter Druck von außen. Aber ich stellte schnell fest das es mir besser ging.
    Die traurige Wahrheit ist, ich habe mich wohl auf diesem Erfolg zu lange ausgeruht und die Anfänglichen Ausrutscher nicht ernst genommen.
    Heute weiß ich, ich muss die Warnsignale herausfinden. Dann kann ich auch gegensteuern.

    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

    Hallo Karsten

    Das ich Rückfällig geworden bin liegt doch nicht an meinem Umfeld. Wenn du das meinen solltest.
    Aber die Frage ist natürlich berechtig, wenn man voraussetzt das ich nur mit versoffenen Fußball Fans zu tun habe. Dort bin ich 2 Mal im Monat, zu Heimspielen. Das war bis jetzt 2-3 mal der Fall. Da bin ich aber wenn ich mich recht entsinne schon Angetrunken angekommen.

    Oder kann das sein das ich dich vollkommen falsch verstehe?

    der Jabo

    Hallo Karsten

    Ich bin dabei mir Hilfe zu suchen.
    Z.B. war ich heute im Suchtberatungszentrun bei mir in der Stadt. Habe dort einen Vortrag gehört zum Suchtverlauf, Suchtgedächtnis und Suchtverhalten. Der war sehr Allgemein gehalten. Also nicht auf einen Bestimmten Suchtstoff bezogen. Ganz ehrlich, habe ich mich in vielen Punkten wiedergefunden. Am WE will ich zu einer SHG gehen und ich habe mich hier angemeldet.
    Selbstverständlich denke ich auch über mich nach. Warum, wieso und weshalb ich Alkoholiker bin.

    Das alle ist schon mehr wie die letzten 10 Jahr zusammen. Mehr würde mich glaube ich auch im Moment überfordern.

    der Jabo