Wieder ein Mal, 5 Tage danach

  • Hallo Jabo, hallo myworld,
    was mir auffällt ist, dass ihr auf die Frage was die Gründe für die Rückfälle sind, sehr einschneidende Erlebnisse nennt.
    Nun, ich zweifle daran, dass dies allein der Fall ist.
    Sicher, Todesfälle, Probleme in der Familie usw. können schon zum erneuten Trinken führen, aber Tatsache ist ja, dass wir auch an ganz normalen Tagen tranken, sogar dann wenn eigentlich alles zum Besten steht, oder?
    Ich war z.B. in meinen Urlauben ständig blau.
    Und da sehe ich die Gefahr dass man seine Sucht nicht wirklich beim Namen nennt, vor allem von dir Jabo habe ich noch nicht lesen können warum du glaubst es diesmal anders machen zu können, und was die Gründe waren warum du immer wieder zur Flasche gefriffen hast.
    Kannst du dich nur unter Alkoholeinfluss entspannen, oder Spass haben oder Krisen bewältigen usw.
    Verstehst du was ich meine? Es gibt viele Gründe zum Saufen, - aber noch mehr Gründe es nicht mehr zu tun! :D
    LG, murmeltier

  • @ All

    Oh, oh. Da habe ich ja ne Menge abzuarbeiten. Das will ich gerne tun. Dauert nur ein wenig. Aber ich werde auf alle Fragen Antworten. :D

    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

  • Hallo Karsten und Hartmut

    Natürlich denke ich über mein Verhalten, mein Umfeld und über Veränderungen nach.
    Nur zum Allgemeinen Verständnis. Ich bin eigentlich über Monate, auch schon über Jahre, konsequent im persönlichem Umgang mit dem Dämon Alkohol. Ich will einfach keinen Trinken.
    Warum es dennoch nicht dauerhaft klappt, liegt in mir. Die Verarbeitung des täglichen Sorgen und Nöte. Ich fresse alles in mich rein. Bis der Druck zu groß wird und es sich einer Nacht des totalen Rausches entlädt. Das habe ich schon begriffen. Da meine ich sind für mich die denk Ansätze und die Lösungen. Einen Weg zu finden den Druck zu mindern.
    Mein Umfeld habe ich schon vor Jahren verändert, so dass ich aus dem täglichen Suff heraus kam. Von falschen Freunden getrennt, Wohnort gewechselt, Lebensweise, Tagesablauf geändert. Eine andere Arbeitsstelle gesucht und gefunden. Ich war danach fast 3 Jahre trocken. Für mich persönlich ein riesen Erfolg. Da ich vorher meine Sucht verleugnet habe. Ich hatte in der Phase auch trinkpausen von bis zu 14 Tagen. Aber wann immer es möglich war wollte ich trinken :oops: . Als meine Frau mir die Pistole auf die Brust zu setzen drohte, veränderte ich wie beschrieben mein Leben. Am Anfang sicherlich nur unter Druck von außen. Aber ich stellte schnell fest das es mir besser ging.
    Die traurige Wahrheit ist, ich habe mich wohl auf diesem Erfolg zu lange ausgeruht und die Anfänglichen Ausrutscher nicht ernst genommen.
    Heute weiß ich, ich muss die Warnsignale herausfinden. Dann kann ich auch gegensteuern.

    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

  • @ myworld

    Danke für die Antwort. Wann sie kommt spielt doch keine Rolle. Schön finde ich das du überhaupt antwortest.
    So wie ich es deiner Antwort entnehme, fühlst du dich als "Schwarzes Schaf" der Familie. Glaube mir das bist du bestimmt nicht. Jeder Mensch lebt nun mal nach seinen Vorstellungen. Natürlich gibt es einen Gesellschaftlichen Rahmen in dem man sich bewegen sollte. Aber die Lebensweisen von Familien sind doch sehr unterschiedlich. Wenn dieses nicht dein Weg ist, dann sollten sie das auch akzeptieren. Wenn man das nicht tut ist man schnell das "Schwarze Schaf". Ich hoffe du findest einen Weg damit um zu gehen, ohne dass du dich alleine fühlen must.
    Hast du in deinem privaten Umfeld jemanden mit dem du dich darüber austauschen kannst?
    Ich glaube so eine Vertrauensperson die dich kennt, kann da schon viel helfen.

    Bleibe du auch trocken.

    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

  • Hallo murmeltier

    Also bei mir ist das so. An normalen Tagen trinke ich nicht.
    Wie ich in der Antwort für Karsten und Hartmut schon versucht habe zu beschreiben.
    Ich konnte mich anderen gegenüber nicht öffnen. Ich fresse alles in mich rein bis es dann Bumm.. macht. Das muss ich ändern.
    Beantwortet das deine Frage?
    Tag 8, trockene Grüße der Jabo

  • Hallo Jabo,
    Daumen hoch - 8er Tag!
    Hab das Gefühl du bist ein bisserl gspunnert (Össi-Deutsch für: böse, nein eher ungehalten) auf mich, aber du hast meine Frage im Vorfeld bereits beantwortet!
    Ein bisserl gegrübelt hast du anscheinend schon, find ich klasse!
    Wünsch dir alles Gute für deinen 9ten Tag!!!
    murmeltier

    edit - bitte keine Zitate einfügen, danke - edit

  • @Karsten: Ich weiß du willst keine Zitate, aber war grade im Radio und ich habs so sinnvoll wie sinnlos empfunden, und ich fands zum Thema Rückfall grade passend! :? Wenn du willst kannst es auch löschen...
    Grüsse, murmeltier

  • Hallo murmeltier

    Ich bin doch nicht böse auf dich. Warum auch. :lol:
    Ehrlich gesagt gatte ich keine Lust den Text den ich schon geschrieben hatte noch mal zu schreiben. :oops:
    Da muss ich die Beiträge anders unterteilen. Sprich nicht jedem einzeln antworten.

    trockene Grüße der Jabo

  • Hi jabo

    Ich möchte dir hier ne kurze antwort eben auf deine fragen zu mir geben. nur ebn nicht so ausführlich denke mal das ich wenn dazu selbst ein thema erstellen sollte da es sonst hier ein durcheinander wird weil hiere sind wir bei dir und dein Themen.
    Mit dem schwarzen schaf hast du ihrgendwie recht ja lebe nicht so wie eltern es gern würden. eltern hatten euine genaue vorstellung wie mein leben zu laufen hat und alles geplant meine geschwisster sind den vorgegeben weg gegangen und ich nicht(beispiel schwester ist auf die vorgegbene grundschule witerführende schulle gegangen hatt immer die wahlfächer genommen die eltern vorgaben und hat genau das studiert und auch in der stadt was eltern wolllten und lebt und arbeitet jetzt auch da wie eltern es geplant hatten) mein weg sollte eigentlich gymasium mit super abschluss sein und dann ein medizinstudium und beleiben in der stadt wo sie leben. na ja ausführlicher vielleicht in einemeigen thema dazu.
    vertrauensperson habe ich nur die ambulanten betreuer 3mal die woch die für 2 stunden vorbeikommen. ein freundeskreis habe ich zur zeit nicht bin im direkten kontakt mit menschen sehr zurückhalten und es fällt mir schwer kontakte zu halten weil ich immer denk ich bin andern zu viel.

    wie gehts dir heute bist du weiter trocken. dir nochmal portion kraft für den hgeutigen tag schiken. und kopf hoch das wird.

    murmeltier
    ich weiß das auch kleine dinge oder auch freude zu einem rückfall führen kann und manchmal es auch ausreicht wenn man eine gefühllage sei es positiv oder negativ verändern will.
    ich hatte zum glück bis jetzt nur den ein rückfall wo hlt die gedanken und gefühlke an den kontaktabruch wieder hoch kamen.
    täglich im alltag kann es ein auslöser geben der ein zu einem rückfall verleiten auslösen könnte. das ist mir auch bewusst das ich deswegen auch wachsam mit mir im alltag umgehen muss.

    gruß

  • @ myworld

    Sowas in der Art, wie du deine Familiensituation beschreibst, habe ich mir schon gedacht.
    Das finde ich sehr schade. Aber sie es mal so, Freunde kann man sich aussuchen Verwandtschaft nicht.
    Ich würde mich für dich freuen, wenn du trotz deiner angespannten Beziehung zu deiner Familie, den Mut nicht verlierst. Bleib trocken, zeige ihnen das du auch ohne ihre Hilfe deinen Weg gehst und etwas erreichen kannst.
    Eine Frage hab ich noch. Warum glaubst du, den Freunden oder Bekannten eine Last zu sein?
    Jeder Mensch ist doch anders, im Charakter, im aussehen, in der Denk- und Lebensweise. Man muss halt nur die richtigen Freunde für sich finden. Selbstverständlich braucht dieses Zeit. Aber es lohnt sich. Gerade wenn die Familie nicht für einen da ist wie man es sich wünschen würde.

    Nun zu mir. Tag 9, ich bin weiterhin trocken und habe auch kein Bedürfnis diesen Zustand zu ändern.
    Der Gedankenaustausch hier tut gut, hilft er doch besser über mich nach zu denken, zu hinterfragen und endlich anderen gegenüber meine Gedanken zu öffnen.

    Tag 9, trockene Grüße der Jabo

  • hi jabo

    jetzt kommt die antort doch mal am abend. morgen kann ich ja ausschlafen da ann ich auch hier nochmalabends reinschauen. :)

    super das du das so für dich gut schafst (klopf dir selbst mal dafür auf die schulter)undmach weiter so du bist auf einem guten weg.

    so kurz zu mir mein das ich immer andern zu viel werd oder zur lasst falle weil ich genau aus dem grund weil ichdenangeblich zu viel wurd mein ersten freundeskreis verloren hhabe der 4jahre stabil war(2004 bis 2008 konnte uns nichts trennen) seitdem habe ich dies so für mich übernommen und seitdem hat sich dies gefestigt und ich halt mich ehr in kontakten zurück.

    lieben gruß

  • Guten Morgen myworld

    Ist das nicht ein wenig einsam? Deine Antwort hat mich schon etwas erschreckt. Da steckt viel Traurigkeit drin. Aber ich denke mal wir sollten das nicht weiter vertiefen. Das es nicht zu persönlich wird.
    Wie geht es dir denn heute?
    Ich fühle mich gut, nur das Wetter drückt aufs Gemüt. Nachher muss ich zum Richtfest. Werde aber nicht lange bleiben um nicht in Versuchung zu kommen.

    Dir einen schönen Tag.

    Tag 10, trockene Grüße der Jabo

  • Hallo Karsten

    Eigentlich alles wie immer, ist ja nicht mein erstes.
    In meinem Schnapsglas war wie immer Wasser !!!!!!!!
    Auf dem Dach habe ich noch nie was getrunken. Unten was das schon mal anders.
    Was habe ich gefühlt? Wenn ich so drüber nachdenke, nichts. Wollte das alles nicht so in die Länge ziehen.
    Die Meute des Bauherren hatte schon ganz schön zugelangt bevor es überhaupt los ging.
    Das Übliche halt. Ich glaube wenn es eine Baustelle wäre wo man einen besseren Bezug zu den Leuten hat, wäre es schwieriger geworden.
    Meine Jungs waren auch froh schnell wieder weg zu kommen. Schließlich ist ja WE. Freitags bleiben dann einige schon mal sitzen. Aber von denen hat es bis jetzt auch noch keiner Übertrieben. Kenne ich von anderen Firmen auch anders.

    trockene Grüße der Jabo

  • Hallo Jabo,

    Zitat

    In meinem Schnapsglas war wie immer Wasser !!!!!!!!

    Wasser trinken ist ja ok, aber aus einem Schnapsglas :shock:

    Für mich wäre das ein fauler Kompromiss.

    LG Martin

  • Hallo Martin

    Das geht leider nicht anders. Tradition und so. Da der Bauherr und ich, nach dem Richtspruch das Glas zerschleißen.
    Aber wie schon mehrfach erwähnt. Saufe ich bisher nur, wenn ich sehr sehr gefrustet bin. Darum bin ich ja auch unteranderem hier um zu lernen, wie ich in solchen Situationen dem Saufen aus dem Weg gehe. Im normalen täglichen Leben schaffe ich das. Alle Angebote und Versuchungen des "Flüsterer" zu wiederstehen.

    trockene Grüße der Jabo

  • Hallo Martin!


    Was kann er in diesem Beruf ändern?
    Das mit dem Glas gehört zum "Geschäftsabschluss" = Ritual.

    Sich nen anderen Job suchen?

    ??Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti,

    ich habe ja nicht geschrieben dass er sich einen anderen Job suchen soll.

    Ich halte bloß nix von veralteten Ritualen die evtl. zu Suchtdruck führen können.

    Da wird mit modernster Technik gearbeitet aber auf Traditionen soll nicht verzichtet werden :roll:

    LG Martin

  • Ich denke, Jabo kann versuchen, mit der Tradition zu brechen - macht er ja schon insofern er Wasser trinkt - , aber solange er allein auf weiter Flur ist/ bleibt, wird er keine Chance haben.
    Es sei denn er ist der Chef und "verbietet" es. Oder bricht eben mit der Tradition.
    Ach, es ist nicht leicht in unserer Gesellschaft alkoholfrei zu leben und zu arbeiten.

    Jabo! ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!!!
    Und ein schönes WE! Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti

    Danke für die Unterstützung. :lol::lol:
    Ne im ernst. Ich finde Traditionen, auch in unserer heutigen "modernen" Gesellschaft, ganz wichtig.
    Ja ich bin der Chef. Werde aber erst etwas unternehmen, bei meinen Jungs, wenn ich sehe es läuft aus dem Ruder.

    Soviel zur Toleranz @ Karsten, das ist nicht böse gemeint. :) Nur bin ich nicht deren Mutter, sondern ihr Arbeitgeber und wie ich schon gesagt habe, werde ich niemanden seinen Lebenswandel vorschreiben. Meine Jungs wissen das ich Alkoholiker bin und es wird akzeptiert. Es hat mich von dehnen auch noch nie einer Trinken sehen.
    Mein Problem liegt doch wo anders. Ich falle in alte Verhaltensmuster zurück, wenn der Frust über was auch immer mich zu zerreißen droht. Diese muster will ich aufbrechen.

    trockene Grüße der Jabo

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