Beiträge von Emma2010

    Hallo SHG,

    bitte, bitte wer streut mir Asche auf mein Haupt?

    Je näher nämlich die Zeit rückt, wo ich zu meinen (Partner?) fahren will, desto mehr gefriert mein innere Welt, die ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe,.... zu EIS.

    Wenns zwischen uns wirklich nur um ein bisserle Schuldgefühl geht,
    wäre es doch irgendwie doch blöd, wenn ich schon jetzt alle meine neuen Zelte, Bekannte, Job, Beratungsstelle,.... abbrechen würde.

    Denn das fällt mir nämlich immens schwer.

    Wie gesagt, die Angst in mir, setzt mich langsam unter Druck.

    Auch hat zwischen uns die letzten Tage gar kein Kontakt bestanden,
    und das nährt meine Zweifel.

    Also habe ich heute mit Ihm telefoniert, weil ich nach mehr Gewissheit
    suche, und noch mehr Klarheit brauche.
    Das Gespräch ist auch gut gewesen, denn ich habe alle meine Befürchtungen einbringen können.

    Na, er meint halt, ja wegen die fast 8 Jahre Beziehung.
    Na und wegen dem Hund....
    Auch weil er aber spätestens im Frühjahr nach einer Frau suchen möchte.
    .... und so leicht ist das ja auch nicht.

    Dazu habe ich mitgeteilt, dass mir seinerseits zu viel Gleichgültigkeit rüber kommt, dass das für mich kein Grund ist, zurück zu kommen.

    Also ihr seht schon, ich passe gut auf mich auf.

    Weiß ja nicht was Er macht, vielleicht probiert er das
    gezielte Trinken aus.
    Jedenfalls scheint es ihm besser zu gehen, doch in seiner gemütlichen Ecke hängt er sicher noch drinnen.

    Ja das geht mich zwar eh nichts an, das ist schon seine Sache, doch im Falle einer gemeinsamen Zukunft meine ich, betrifft mich
    das natürlich wieder.

    Deshalb möchte besser noch mehr Zeit verstreichen lassen,
    und mein Leben so wie jetzt weiterleben.
    Nur das was Er tun will, kann er mir ja mitteilen oder eben auch nicht.
    Dann sehe ich schon weiter, wies kommt.

    Na, das mußte einfach raus, jetzt gehts schon wieder besser.
    LG und ein schönes WE
    Emma

    HALLO

    hm, über das Wort Chance habe ich mir bisher eigentlich nie Gedanken
    gemacht. Habe auch noch nie eine Chance vergeben.
    Nichtdestotrotz empfinde ich sind immer sehr viele Chancen allgegenwärtig.

    - z.B. die Chance, meinen Tag heute voll auszuschöpfen,
    - oder die Chance, eine destruktive Gewohnheit abzulegen,
    - die Chance, durch ein bisserl Fitness, meinen Körper besser zu spüren
    - oder wenn ich unterwegs bin, dass ich neue Kontakte knüpfen kann
    - .......
    - oder wieder auf nen Thread zu antworten?? :lol:

    Ich denke mir, etwas als Chance zu erkennen und diese anzunehmen, (und wenn ich mir dadurch einen interessanten Erfolg ausrechnen kann), dass bringt noch dazu meinen inneren Schweinehund ganz schön ins Schwitzen.

    Oh je, bin mir nicht ganz sicher ob ich das Thema noch richtig aufgegriffen habe.
    Ach so, ja das sind dazu so meine Begiffe zum Thema Chance.

    Emma

    Hallo Paddy,

    dein Verhalten gegenüber diesen Freund finde ich recht erstaunlich.

    Ich muß jetzt aber genau aufpassen, was ich schreibe, weil ich selbst an einem Scheideweg stehe, ich stehe zwischen einem Rückfall ins
    Co-Wirrwarr oder dem möglichen Neuland, also jenseit des Gewohnten.

    Frage: :)
    Was möchtest du mit deiner Unterstützung erreichen?
    Und welche Rolle glaubst du, dass dieser Mann von dir erwartet?

    Falls Er noch ein nasser Alkoholiker ist, besteht die Gefahr, dass er
    dich als Ersatz für seine Co-Abhängige Frau einspannt.

    Überlege dir auch, dass dieser Mann momentan auch vor einer wichtigen
    Entscheidung stehen könnte.
    Durch die Trennung ist nämlich gerade nichts mehr so, wie es mal war.

    Ich z.B. würde mich in dieser Phase sehr zurück halten, weil ich das
    Karussell in seinem Kopf nicht sortieren könnte oder es möchte, lass ihm diese Arbeit schön selber tun.
    Höre zu, aber halte dich eher raus und beobachte mal, was das bei
    dir ins Rollen bringt.

    Paddy, ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute auf deinem Weg.

    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo Linde66,

    Zitat

    wie meinst du das konkret?

    Ehrlich gesagt, dass weiß ich selbst auch noch nicht so genau.

    Weißt, ich habe halt irgendwie das Gefühl, dass ich dem Menschen (XY)
    noch etwas schuldig bin.
    Immerhin war Er, abgesehen von den ganzen Turbulenzen, die passiert sind, auch wie ein Spiegel, hat manchmal mein Verhalten bis zum Korrigieren herausgefordert.

    Ihm verdanke ich eine für mich gute Weiterentwicklung.

    Ich werde nächste Woche nochmal hinfahren.
    Ich weiß aber nicht was da auf mich zu kommt.
    Doch intuitiv habe ich dabei ein gutes Gefühl.

    Vielleicht kommt es auch nur zu einer letzten Aussprache.
    Vielleicht ist ihm meine Gegenwart hilfreich.
    Vielleicht erlebe ich eine weitere Enttaüschung.
    Vielleicht erlebe ich, dass sich seine Orientierung verbessert.

    Das alles sehe ich erst dann, wenn ich dort bin.
    Ich denke, als Partnerin kann man schon genau feststellen, in welche Richtung auch der andere unterwegs ist.
    Natürlich will ich seiner Genesung nicht im Wege stehen.

    Wenn ich es schaffe, dass ich tatsächlich gut bei mir bleiben kann, dann denke ich, wird schon nicht alles schief gehen.


    Hallo DesperateS,

    schönen Dank für deine tiefgreifenden Überlegungen.

    Aber ich muß zuerst noch herausfinden, woran ich wirklich bin.


    Unter dem Motto: LEBE DEIN LEBEN
    wünsche ich allen einen schönen Tag,

    LG Emma

    Hallo liebe SHG,

    ich möchte mich gerne bei jeden Einzelnen für das Feedback bedanken, habe gemerkt, dass jeder von uns an einer anderen Stelle steht und deshalb auch entsprechend den Erfahrungen interpretiert.

    Langsam verstehe ich auch, dass meine radikale Wendung nicht
    nachvollziehbar ist.
    Mein Thread ist noch dazu etwas konfus, durch manche Gedankensprünge, dann kommt wieder ein Stückerl Vergangenheitsbewältigung und mittendrin ist meine gegenwärtige Reflexion.

    Eine Selbstfindung beschäftigt mich nicht erst seit dem Zeitpunkt, wo ich mit einem Alkoholiker zusammen gekommen bin, sondern die hat schon angefangen als ich 14 Jahre war und
    in eine Bulimi geflüchtet bin.

    Nun als es zur Abspaltung vom Expartner gekommen ist, war das sozusagen für mich dann wie das Tüpfelchen auf dem i, auf meinen Weg in ein gesundes Verhalten.
    Beim XY ist es jedoch genau andersrum. Denn während ich mich immer weiter aus dem Sumpf rausgezogen habe, ist ER immer noch weiter abgerutscht.

    Dementsprechend sind zwischen uns die Fetzen geflogen. XY ist trotz der Trinkerei ein liebenswerter Mensch, war nie gewalttätig oder bewußt aggressiv (mein absolutes No go),
    doch wenn ich ihn wieder unter Veränderungsdruck gesetzt habe, dann
    ist bei ihm der Kragen geplatzt.

    Nur was soll jetzt plötzlich anders sein?

    Anders ist, dass Er inzwischen am Boden aufgeschlagen ist, noch dazu ist Er nach 30 Jahren Alkoholkonsum auch schon auf dem halben Weg in eine Alkoholikerdemenz.

    Klar ist es schlau, wenn ich unter den guten Bedingungen der bereits vollzogenen Trennung, schnell das Weite suchen würde.
    Es ist bestimmt auch keine Herausforderung einen hoffnungslosen
    Fall zu pflegen.
    Und natürlich möchte ich keine Co-Abhängigkeit verherrlichen.

    Meine einzige Intention in der ganzen Sache ist die weitere Sicherstellung meines guten gesundheitlichen Zustandes. Weiters das Erreichen meiner persönlichen Ziele, die ich bestimmt
    auch neben ihn umsetzen kann.
    Möchte wenns geht auch seine Selbstständigkeit erhalten, weil ich eben an seiner Intelligenz, seiner Philosophin und an seiner Nähe, oft viel Freude erleben kann.

    Das ich von diesen Mann mittlerweile wirklich sonst nichts brauche, das verdanke ich meiner eigenen Schaffenskraft.
    Ich bin ganz glücklich nur mit dem, was ich bereits habe.

    Ich hoffe, ich konnte jetzt für etwas mehr Klarheit sorgen.
    Ich erwarte mir dazu kein Verständnis, sondern nur etwas Gelassenheit.

    Liebe Grüsse
    Emma

    Hallo Joanne,

    Zitat

    Mir fehlt die Wärme,den Spass etwas zusammen zu unternehmen
    Ich würde mich freuen wenn ich zu Hause bei meinem Mann Kraft tanken könnte,miteinander reden,füreinander dasein,
    aber er sitzt in der Küche und ich im Wohnzimmen

    Joanne, ich kann mir vorstellen, wie dir zumute ist. Nur lese ich in deinen Worten, die Wünsche und Sehnsüchte an einen gesunden und gefestigten Mann.
    Doch das ist bei deinem Mann derzeit sicher nicht der Fall.
    In jeder Beziehung braucht es Nähe und Distanz. Er wird halt oft auch die Ruhe brauchen um für sich zu sein, um Abschalten zu können.

    Das solltest du dir auch gönnen.
    Dann fällt mir bei dir auf, wie sehr du noch in der Spirale, der
    Co-Abhängigkeit drinnen steckst. Weil ein gesunder Mensch braucht gar nicht mehr soviel Zuwendung durch andere, sondern hat in sich das freudvolle Leben entdeckt.
    Auch wenn dir die Zukunft große Sorgen macht, ist ja auch verständlich, mußt du trotzdem aus der Abhängigkeit heraus kommen.
    Lies Bücher darüber, lass dich begleiten.

    Zitat

    Was mich bei ihm hält
    die Hoffnung.........immer wieder die Hoffnung,obwohl ich genau weiß er schafft es nicht,

    Ich denke mal Hoffnung ist nicht das Schlechteste. Doch wenn du hoffst, dass nur ER die Probleme lösen kann, steht die nächste Enttäuschung
    schon vor der Tür.

    Weißt du, dass mußt du dir im Klaren sein. Wenn in einer Beziehung beide
    Suchtkrank sind, dann können die sich gegenseitig zwar immer wieder mal trösten, aber helfen kann der eine dem anderen nicht.

    Daher wirst du dich entscheiden müssen, was für Dich das Beste ist.

    Ich wünsche Dir die Kraft dazu.
    LG Emma

    Hallo,

    komme gerade von der Arbeit nach Hause und dachte mir, bevor ich etwas zu Essen herrichte, schaue ich mal kurz hier rein.

    Also wirklich Nici, was du dir mir gegenüber für Unterstellungen erlaubst, dass ist schon ne ganz schöne Frechheit.

    Ich bin nicht hier im Forum, damit man mich blöd anmacht.
    Halte Du dich auch bitte wieder mal an die Grenzen des Erträglichen, sonst schreibe ich an die Forumleitung eine Beschwerde.

    Was bitte reibt dich gerade so auf, dass du in hellseherischer Art über mich herfällst.

    Du weißt nichts über mich. Das was ich mit Selbstzufriedenheit gemeint habe, dass ist meine Erleichterung nach einem harten und langen Weg.

    Dass was dich ankotzt, brauchst du nicht mir entgegen spucken.
    Das kann nur mit dir selbst zu tun haben.

    Ich bin daher wirklich nicht beleidigt, wenn du dich anderweitig
    abreagierst.

    Herzlichen Dank
    Emma

    Hallo Hartmut, liebe Feeli und all die anderen,

    Ich danke Euch für die gutgemeinte Unterstützung, bitte nehmt es mir nicht Übel, wenn ich mich nicht rechtfertigen will, das würde mich
    momentan zu sehr von mir wegbringen.

    Aber vielleicht nützt es auch was, wenn ich ein bisserl was von
    mir erzähle.
    Das glaubt mir jetzt vielleicht niemand, aber in den Augenblick, wo nicht ich den XY losgelassen habe, sondern er mich in die Wüste geschickt
    hat, hat sich bei mir ein Schalter umgelegt.
    Ab dem Moment habe ich plötzlich das, was ich mir inzwischen aufgebaut habe, neu betrachtet und richtig genießen können.
    Mir wurde bewusst, wie schön meine neugewonnenen Freiheiten sind. Vorher war auch meine innere Leere immer leer, egal was ich unternommen habe, das habe ich nicht wirklich an mich rangelassen.
    Inzwischen bin ich aber drauf gekommen, wie angenehm es doch ist, sich selbst Tag für Tag mit Gefühlen umgeben zu dürfen, die mir Freude machen.

    Noch dazu bin ich ein Typ, der schon mit sehr vielen Situationen klar kommen mußte, dadurch habe ich schon längst nicht mehr den Drang nach Familie, Zweisamkeit und Partnerschaft.
    Würde jetzt mein Exmann nicht nochmal bei mir anklopfen, würde ich wirklich auch gar keinen Mann mehr wollen.
    Es ist ja nicht so, das nur mit einer guten Beziehung alles geregelt ist, da muß man ja auch ganz schön viel von sich hergeben, das hat aber für mich keinen Reiz mehr.
    Kurz gesagt, ich fühl mich wohl, so wie ich bin und mag nix mehr daran
    ändern.

    Wenn ich am letzten Freitag den EX nicht gesehen hätte, ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, meinen Rückzug zu planen.
    XY ist zudem nicht nur ein Trinker, auch noch ein Nazißt und
    Co-Abhängig, aber trotzdem kann er mich mit seinem Charme um den Finger wickeln.

    Also der Reiz ist für einen Neubeginn bei mir nicht wirklich groß.

    Natürlich könnte ich mich hier in meiner Selbstzufriedenheit noch weiter ausrasten, aber dort wartet auf mich ein Mensch,
    der mich braucht und eine Herausforderung ist.

    Bin ja selbst gespannt wie eine Flunder, was da auf mich zu kommt.

    Schöne Grüsse
    von Emma

    Hallo Hartmut,

    kann es sein, dass sich da jetzt die Geister scheiden, zwischen einer stoffgebundenen und einer nicht stoffgebundenen Sucht?

    Nici,

    ich wollte dich nicht angreifen. Wollte auch niemanden anderen vor den Kopf stossen, möchte wirklich nicht das Gefühl vermitteln, dass vlt. der Co schuld ist, wenn eine Ehe zerbricht.
    Ich kenne auch das Leben mit einen nassen Alkoholiker, wenn der Familienfrieden gefährdet, ist man gut beraten da wegzukommen.

    Aber bitte Nici, lass es gut sein, hier alle meine Leichen auszugraben.
    Ich weiß, was ich geschrieben habe.

    Hallo Susanne,

    Warum seid ihr alle jetzt so angestachelt, weil ich mir erlaube, dass ich zu einen nassen Alkoholiker Kontakt habe?

    Und ja Susanne, ich spiele gerne auch mal die Mutter Theresa, die auch mal zuhören konnte, was ein Hilfesuchender zu sagen hat.

    Dieser Thread hier ist mein persönlicher Weg, soll sich niemand zur
    Nachahmung aufgefordert fühlen.
    Doch wenn sich hier deshalb wirklich jemand so beleidigt fühlt, dann gehe ich lieber.

    Emma

    Hallo,
    einen schönen heiteren Guten Morgen,


    Na, liebe Nici, ein bisserl was, möchte ich schon dazu sagen!

    Zitat

    .... ich will ganricht das Du antwortest, aber bitte sei ehrlich zu Dir selber.

    Implizit kann ich aber eh nicht drauf eingehen, denn da müsste ich Zwetschken, Birnen, Äpfel, die Gegenwart und die Vergangenheit mit der Zukunft mischen, doch das hift keinen von uns weiter.

    Zitat

    Gerade weil ich nie die Unterdrückte war, gerade weil ich genau wusste wo der Hund bei meinem Mann vergraben war, hat es mich so lange getrieben in dieser Alkbeziehung.

    Siehst du, das ist das Paradoxe dran, warum hast du bei deinen Mann gesucht, wo doch in dir der Hund begraben ist.
    Aber da ich als Co auch auf diesem Trip unterwegs war, ahne ich was dahinter steckt.

    Oft wird bei den Co-Abhängigen mit zweierlei Maß gemessen.
    Einerseits ist da der böse, böse Alki, andererseits wird viel Zeit damit verbracht, über ihn zu reden.
    Wissen eigentlich die meisten hier, dass die Co-Krankheit annähernd genauso tiefe Wurzeln hat, wie die Alkabhängigkeit des Partners/in.


    Hallo Hartmut,

    Zitat

    bist du nun Co oder nicht? Was ist deine Motivation hier im Forum?

    danke für deine Frage. Die gefällt mir, da darf ich auch mal aus der ISt-Situation sprechen.

    Die Co-Abhängigkeit weist doch eindeutige Verhaltensmuster auf, wenn ich mich über diese hinausgewachsen fühle, so darf ich mich doch als
    Trockene bezeichnen.
    Ich schreibe hier als Angehörige eines Alkoholikers.

    Meine Motivation ist hier der Erfahrungsaustausch, dann meine Reflexion über die Ereignisse und natürlich auch noch ein bisserl
    Trockentraining.


    Also, so wies aussieht, wird das heute wieder ein sehr
    sonniger Tag, den will ich genießen,
    und das wünsche ich auch Dir
    LG Emma

    Hallo Aufbruch2010,

    deine Worte berühren mich. Ich kenne nur zu gut die Situationen, die du beschrieben hast, weiß wieviel Herzblut wir vergossen haben und wie sehr wir für unsere edlen Ziele um den Partner gekämpft haben, dennoch wurden wir getreten und zurück gestossen.

    Wenn ich daran denke, dass ich möglicherweise nochmal in die Höhle des Alkoholikers zurück gehen werde, so liegt mir schon jetzt eine
    zehntnerschwere Last auf der Brust.

    Aber ich erkenne auch, dass es die alten Emotionen sind, die ich ablegen
    und nicht weitertragen will.

    Daher werde ich bestimmt sehr wachsam sein, um wie du richtig gesagt hast, in keine unveränderte Situation zurückzukehre, um da anzuknüpfen wo ich schon einen Schlussstrich gezogen habe.

    Liebe Aufbruch, ich wünsche Dir, dass sich auch deine Verstrickungen auflösen und deine Wunden heilen dürfen, für ein liebevolles Leben.


    Hallo Linde66,

    ehrlich, als ich deine Zeilen gelesen habe, hat mich ein bisschen der Schmerz und die Wut gepackt. Dann bin ich eine 1/2 Stunde gelaufen um mich zu sammeln. Ich weiß ja, dass du eine sehr Liebe bist und mich mit deinem Scharfsinn nicht verletzen willst.

    Zitat

    was meinst du mit "pflegerischer Konfrontation"? Und in dem Zusammenhang sprichst du von "gezielter Förderung". Wie meinst du das? Bist du seine Krankenschwester?

    Dazu kann ich zum Schutz des Betroffenen nicht darauf eingehen, ist mir im öffentlichen Bereich unangenehm.
    Aber das mit der Krankenschwester würde schon passen, ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Rollen man in einer Verbindung ausleben kann. Gefährtin, Ehefrau, Hausfrau, Putzfrau, Taxidienst, Beraterin oder Gegnerin, Psychologin oder die Verliererin, oder der Sündenbock....

    Zitat

    Suchst du dir einen alkoholkranken Patienten, um deine Co-Abhängigkeit auszuleben? Würde sich jemand, der die eigene Co-Abhängigkeit wirklich bearbeitet hat, sich jemals nochmal auf einen nassen Alkoholiker einlassen?

    Gestern Abend hat mir der EX noch auf den AB gesprochen.
    Und da habe ich einen gebrochenen Mann gehört. Mein erster Impuls war sofort die Feuerwehr zu spielen, aber ich habs dann sein lassen, weil
    ich mir dachte, dass er nur selber wieder aufstehen kann.

    Letztens als ich Ihn gesehen habe, hatte ich einen Mann vor mir, der
    völlig erledigt und am Tiefpunkt ist, da wollte ich am Liebsten gleich
    helfen, aber ich dachte mir, dass nur er seinen Zustand ertragen oder ändern kann.

    Natürlich ist mir bewusst, dass es da noch diese Helferrolle in mir gibt.
    Therapie ist Klasse, aber dann was umzusetzen, das bringt ein neues Risiko.
    Würde ich weiterhin eine Co-Abhängigkeit weiterführen, würde ich meine
    Verletzungen, Kränkungen, mein abhängiges Verhalten, ehest in
    die Verdrängung schicken müssen, doch diese Zeit hat ihre Spuren hinterlassen, mit denen ich heute noch fertig werden muß.
    Glaubst du das wirklich, dass ich mich so wenig ernst nehme?

    Aber es gibt da noch eine andere Seite.
    Dieser Mann, mein Ex-Partner berührt mich in meiner Seele, bringt in
    mir etwas zum Schwingen. Und auch das ist etwas sehr Wertvolles.

    Und ja, ich wage nochmal dieses Projekt Partnerschaft.
    Aber diesmal nicht nur mit Herz sondern mit Köpfchen.
    Die Suche nach dem Mann hinter dem Alkohol habe ich aufgegeben.
    Nun möchte ich den Alkoholkranken kennenlernen, ihn so akzeptieren, eben weil es so ist wie es ist.

    Ich verliere ja nichts dabei. Wenn wir uns finden können und wir fühlen und wohl miteinander, okay.
    Gehts im alten Trott weiter, wo mir die Luft zum Atmen fehlt, wird es mein Rückfall sein. Dann weiß ich aber, woran ich bin.

    Ich bin mutig, ich probiers aus, möchte wissen, ob ich meine Balance, mein Selbstwertgefühl und meine Selbstachtung noch aufrecht halten kann, wenns drauf an kommt.

    Herzlichen Gruß
    Emma

    Danke, dass Ihr euch die Zeit genommen habt,
    für eine Antwort.


    Hallo co-Elfi,

    ich verstehe deine Bedenken vollkommen und muß mir auch dein Feedback noch mal genau anschauen.

    Weißt du, ich bin durch den Zustand, indem ich diesen Mann gestern
    gesehen habe, noch etwas ratlos. Aber ich will mich auch noch gar nicht
    in die Situation reindenken, weil ich auch überhaupt nicht weiß, was er weiter tun wird.
    Bei aller Tragik muß erstmal sowieso nur die Zeit und der Abstand
    Wunder bewirken.

    Zitat

    Ich denke, dass ich ihn auch gezielt nochmal fördern könnte.
    Weil er willig ist, dieses und jenes zu tun, wenn ich ihm sag wie.

    Diese Aussage bezieht sich aber wirklich nur für den Fall, dass er die Kurve nicht mehr erwischt und deshalb eine pflegerische Konfrontation eintreten könnte.

    Zitat

    Mein Selbstwertgefühl war nicht stark genug. Ich habe es nicht ausgehalten, ihn so zu lassen wie er ist. Ich habe meine Nerven beruhigt, habe die Kontrolle übernommen, damit ich mich nicht so hilflos fühle.

    Ja ich kenne diese Hilflosigkeit auch und daher werde ich mich ganz, ganz vorrangig um meine Bedürfnisse und um meine Grenzen kümmern.
    Ehrenwort!

    Aber ich glaube, dass man es als Angehöriger nochmal schwerer hat, manchmal kann man auch nur den Sinn in der Hilflosigkeit zulassen.

    Zitat

    Diese Gefühle und die Hilflosigkeit musste ich erstmal lernen auszuhalten.
    Das war echt schwer und ich knabbere da immer noch dran.

    Klar, weil wir da an unsere Grenzen stossen.
    Deshalb ist es auch gut, dass wir nicht alles lösen können und müssen, und noch dazu gibt es in jedem Einzelnen auch noch die Selbstheilungskraft.

    Zitat

    Du entscheidest ganz alleine, was du willst. Ob du das tust, was DIR ganz alleine gut tut oder dich dafür entscheidest einen Umweg zu gehen.

    Co Elfi, ich wünsche Dir, dass du alles, ganz egal was noch
    kommen mag, erledigen kannst, du hast viele Fähigkeit, sie zeigen Dir den Weg.

    Hallo Ette,

    ich habe nicht gewusst, dass ein Persönlichkeitsdefizit schon CO ist.
    Co-Abhängigkeit habe ich bisher als Steigerungsstufe meiner verzwickten
    Entwicklung diagnostiziert.
    Daher werde ich auch alle weiteren Schritte in diese Richtung lieber
    sein lassen.


    Hallo Grazia,

    ich kann deine Botschaft nicht kommentieren.
    Das ist nicht meine Baustelle.
    Doch ich wünsche dir noch genug Vertrauen bis zur Stabilität.


    Lieben Gruß und einen schönen Abend
    Emma


    Oh, hallo Monty,
    habe dich übersehen. Ich werde deine Überlegung sehr zu Herzen nehmen.
    Dir wünsche ich noch viel schöne Kuschelstunden.

    Danke Ette,

    für deine Rückmeldung. Ich lese dich total gerne, weil man so gut nach-
    empfinden kann, wie weit du schon gegangen bist, Richtung Selbstliebe, Freude und Gelassenheit.

    Zitat

    In deinem Beitrag vom 12.11. lese ich nichts anderes als Co-Abhängigkeit. Aber es ist deine Entscheidung. Warum bist du überhaupt dahin gefahren? Wegen des Hundefutters? Wohl kaum. Und Post, die dort noch sein könnte, nun, er kann sie dir doch hinterher schicken. Na ja, es ist dein Leben.

    Natürlich akzeptiere ich deine Meinung.
    Ja, warum bin ich hingefahren.
    Nicht wegen ihm.
    Einfach nur weils mein Heimatort ist, da wo ich aufgewachsen bin.
    Mir ist es nebenbei tatsächlich nur um die Post gegangen, denn Briefe von öffentlichen Ämtern werden nicht nachgesendet.
    Mein Ex macht sich bestimmt nicht die Mühe, mir irgendwas nachzuliefern,
    denn er ist matt und er ist selbstbezogen durch diese Krankheit.
    Ich erwarte mir von einem Menschen, der verfällt, keinen Beistand mehr.

    Eines jedoch verstehe ich hier im Forum tatsächlich nicht.
    Warum wird jedes Tohuwabohu, jede Gefühlsanwandlung, jede
    Anhänglichkeit unter dem Deckmal Co-Abhängigkeit weiter getragen?
    Es könnte ja manches auch ein Persönlichkeitsdefizit sein.
    Aber das lässt sich gut und gerne beheben, ist auch gar keine Schande.

    Wahrscheinlich ist es aber eh ganz egal unter welchen Aspekt wir das Kind beim Namen nennen, denn wir müssen uns alle weiter entwickeln und an uns dran bleiben, ein Leben lang.

    Also hier bei uns ist dieses Wochenende im Ort Martinimarkt, freu mich schon auf ein paar edle Gaumengenüsse und die lustigen Leut.

    Ich wünsche allen noch ein entspanntes und
    ein bewegendes WE.

    Lieben Grüsse
    Emma

    Hallo Linde,
    danke für den Link, aber da ich schon eine Weile hier bin, kenne ich in natürlich. Doch ehrlich gesagt, halte ich mich nicht für Krank und fühle mich auch nicht mehr Co-Abhängig.

    Co-Sein ist für mich, wenn meine Gedanken überwiegend dem Tun und Treiben des Alkkranken gelten. Wenn ich mich erniedrigen, klein machen,
    ausnützen lasse, in der emotionalen Abwärtzspirale festsitze, oder auf ein bisserl Zuwendung warte, wie ein Hündchen auf nen Keks.

    Ich kenne das von mir und drum bin ich ganz froh, dass mir der Ex, da den Spiegel vorgehalten hat, bis ich zusammen geklappt bin.
    Dann kam die Trennung, ein sich wieder aufrappeln und meine Suche nach dem Warum.

    Fündig geworden bin ich bei meinen geringen Selbstbewusstsein und
    bei etlichen Kränkungen im Laufe meines Lebens, sodaß ich in einen ziemlichen introvertierten Charakterzug rein gewachsen bin.
    Aber das ist für mich kein Grund nun zur chronisch Kranken zu mutieren.
    Ich erkenne meine Stärken und Schwächen an und handle jetzt auch wieder so, dass es mir im Herzen gut geht. Ich fühle mich stark, emphatisch und befreit.


    Hallo Aufbruch2010,

    danke für deine Fragen. Ich freue mich immer über Denkaufgaben, die ein neues Licht auf die Sache werfen.

    Zitat

    Du ziehst in Erwägung, wieder bei ihm einzuziehen. Für welches hohe, edle Ziel lohnt es sich, dein Leben zu opfern, eine Märtyrerrolle einzunehmen??

    Ja ich ziehe in Erwägung, wieder bei ihm zu wohnen. Doch zuerst, erwarte ich mir von seiner Seite noch etwas mehr Reflexion. Es kommt mir vor, als schwimmt er gerade auch in Selbstmitleid.
    Da möchte ich eh nicht stören, nur er kann spüren, ob und wie er sich wieder aufraffen kann.

    Ich glaube nur die Co`s opfern sich auf, aber wenn ich mich in der Lage fühle, aus meiner Mitte zu handeln, und alles dafür gebe um mich nie wieder selbst zu verlieren, dann kann ich auch einen Weg einschlagen, der steinig und holprig ist.

    Zitat

    Kannst Du bei ihm Wertschätzung, Respekt und menschliche Wärme erfahren? Gedankenaustausch?

    Ja, das kann ich. Denn XY ist jenseits der Trinkerei ein Mensch mit
    hohem Niveau.

    Zitat

    Oder gibt es dir eine Erfüllung, ihn zu "pflegen" mitsamt dem Haus und dem Garten?

    Stimmt es gibt mir Erfüllung, sein Haus und den Garten miteinander zu
    pflegen. Doch ich sehe meine Zukunft auf jeden Fall hier, wo ich jetzt bin und mir ein Nest aufbauen will auf Dauer.
    Ich will den Ex nicht pflegen, erst dann vlt. wenn alle Ressourcen ausgeschöpft sind, aber das liegt noch ganz weit weg und so wie ich ihn kenne, findet er eine Lösung.


    Ich fühle mich bereit für alles was kommt, mit oder ohne ihn.
    Lieben Gruß Emma

    Danke,
    liebe Co-Elfi, deine Tipps kommen für mich gerade im richtigen
    Augenblick, sodaß ich die Atemübungen gleich anschließend testen
    werde, weil ich ziemlich fertig bin.

    Gerade komme ich vom Ex-Mann retour, weil ich ja was abholen sollte.
    Aber die ganze Tour heute war nur Chaos. Bin über 240 km gefahren bei strömenden Regen und als ich dann dort angekommen bin, wußte er schon nichts mehr von dem angekündigten Besuch und hat mich ganz überrascht reingelassen.
    Anschließend haben wir zusammen nach meinen Sachen gesucht, aber nichts gefunden. Hätte gehofft, dass es noch Post für mich gibt, auf die ich schon die ganze Zeit warte. Sicherheitshalber habe ich dann auch noch in der Altpapiertonne gestöbert und noch ein paar Reste gefunden, war zum Glück aber nichts wichtiges dabei.
    Mein ganzer Gewinn der heutigen Fahrt, war sage und schreibe ein
    Sackerl Hundefutter.

    Wir haben natürlich auch ein bisserl geredet, alles im ruhigen Bereich.
    Dann hat er mich noch einkaufen geschickt, weil er im ganzen Haus kein WC-Papier finden konnte.
    Überhaupt verkommt schön langsam dieses schnuckelige Zuhause zu einer Messi-Bude. Rund um, drinnen und draußen stehen überall leere Flaschen.
    Ich habe ihm nochmal gefragt, ob er nicht doch mal vielleicht zum Doc
    gehen möchte. Antwort: Was soll der schon machen, ich bin nicht süchtig, aber das Herz tut mir weh.

    Was soll ich bloß tun?
    Ehrlich gesagt, ich wäre irgendwie am liebsten fast geblieben.
    Ist es wirklich Co-Verhalten, wenn wir uns wieder
    zusammen raufen würden?
    Kann mir nicht vorstellen, dass er seine Sucht jemals aufgibt, da fehlt an allen Ecken die Basis für.
    Aber mein Gott, andere Leute haben Asthma oder Krebs, er ist halt ein Trinker.
    Bestimmt könnten wir beide noch eine schöne Zeit lang unsere
    angenehmen Seiten ausleben.
    Ich denke, dass ich ihn auch gezielt nochmal fördern könnte.
    Weil er willig ist, dieses und jenes zu tun, wenn ich ihm sag wie.

    Ich könnte mich ja auch noch den pflegenden Angehörigen anschließen. Ich will nicht wegschauen, nicht aus Mitleid, sondern als Mutprobe, denn auch vom Herzen her traue ich mir dieses Leben zu. Ich habe
    in der Zeit alleine einiges gelernt, dass würde sich jetzt vlt. umsetzen lassen.

    Natürkich warte ich sicherheitshalber noch eine Weile zu.
    Ich muß alles nochmal sacken lassen und stimme mich inzwischen
    auf die Atemübungen ein.

    LG Emma


    d

    Hallo inga,

    deine Einstellung gefällt mir gut.
    Ja ich sehe es auch so, dass uns, die wenn auch katastrophale Partnerschaft uns einiges begebracht hat.
    Der "Wink mit dem Zaunpfahl" stimmt, aber gut ist, dass wir uns letztlich wieder für uns entschieden haben. Wenn ich aber mit meinen Änderungsversuchen beim Ex nicht gnadenlos gescheitert wäre, würde ich vlt. gar nicht glauben wollen, dass mein eigenes Verhalten schon fast genauso bedenklich war.
    Schon immer, in jeder Beziehung war mein Selbstbewusstsein das einer grauen Maus. Genauso ist mein Selbstwertgefühl gleich mal gestiegen oder gesunken, je nachdem wie man mich halt bewertet hat.

    Zitat

    Heute bin ich dabei, mir ein neues und anderes, sichereres Selbstbewußtsein aufzubauen. Mit dem Bewußtsein, daß ich auch eine gegenteilige Seite habe.

    Aber es ist dann auch wieder schön, dass dadurch die Chance besteht, uns selbst anders zu erfahren. Auch diese Seiten gehören zu uns und möchten angenommen sein.

    Zitat

    ich habe weder die Möglichkeit noch das Recht, einen anderen Menschen zu ändern, auch wenn ich es mit ihm nur gut meine.

    Aber da bin ich auch empfindlich. Denn wenn mich jemand bemängelt oder verändern will, reagiere ich schnell mit Rückzug.

    Morgen habe ich einen schweren Tag. Der Ex hat wieder angerufen, denn ich soll mir noch ein paar Sachen abholen.
    Deshalb bin ich etwas aufgeregt, möchte da gerne neutral bleiben können und darf auf gar keinen Fall sentimental werden. Ich muß gelassen bleiben, damit er nur ja nicht an die alten Zeiten anknüpfen kann.

    Entweder bilde ich mir das ein oder bemerke ich eine positive Veränderung. Denn XY war am Telefon freundlich, sachlich und nüchtern.
    Das ist schon mal ungewöhnlich, aber das ist hoffentlich nicht
    nur die Ruhe vor dem Sturm morgen.

    Biite, bitte, ich muß freundlich und sachlich bleiben, kann ich das überhaupt???
    LG, bis Morgen
    Emma

    Also ich denke auch, dass das Bild der Frau, die Co-Abhängigkeit fördert.
    Das sich Kümmern ist uns Frauen doch schon in die Wiege gelegt worden.
    Habe sogar mal gehört, dass besonders kinderlose Frauen ganz gerne in der Pflege gesehen sind, weil sie mit noch nen Tick mehr Emphatie arbeiten.
    Möchte gerne wissen, wieviele nasse Alkoholiker sich noch um ihre Frauen sorgen?
    Ich denke mal, wir Frauen tun schon ganz schön viel für das Wohlergehen unserer Liebsten.
    > alles ist aufgeräumt bis XY kommt, eine gute Atmosphäre schaffen, mit Tisch decken, Blumen arrangieren, frische Bettwäsche, geputzte Fenster, verführerisches Dessous u.w.w.i

    Ja sicher gibt es bestimmt auch gute Hausmänner, nur ich hatte leider nie einen, der mich mal verwöhnt hätte, außerhalb des ***
    Meine Mutter ist sowieso der Oberhammer, sie läuft sogar bis zur Garage, die sie rechtzeitig aufmacht, weil das Männlein heimkommt, oder hat schon früh morgens den Schnee weggeräumt, damit nur ja der Mann pünktlich zur Arbeit kommt.
    Und erst dann, wenn ein Mann auch noch krank ist, oh je da wollen wir Frauen doch vlt. nochmal mehr von unserer Bereitschaft präsentieren.

    Ich glaube schon, dass uns Frauen das Kümmern im Blut liegt, mehr als den Männern, kommt halt dann aufs richtige Maß drauf an.
    Schon allein wenn ein Mann sich nur mal um die Kindern kümmern soll, sind sie schon geschafft. Aber die Frauen geben dann erst richtig Gas.

    Doch ich bin möglicherweise auch ein Spätzünder, denn hätte ich in diesen Forum nichts über Co-Abhängigkeit gelesen, würde ich wahrscheinlich noch immer in der Beziehung ausharren und hoffen, und hoffen und weiter hoffen.
    Mittlerweile habe ich aber auch die Differenz herausgearbeitet, zwischen Krankheit und mein Synonym dazu und Sucht und mein Synonym dazu.
    Den bei Sucht ist Schluss mit Lustig, da hört die Sorgerei dezidiert auf.
    Da müssen wir nämlich ganz andere Prioritäten setzen, jeder muß in seiner Verantwortung bleiben, nur keine Hindernisse oder Konsequenzen von der Sucht wegräumen, nur keine Schönfärberei betreiben, der Alkoholkranke muss die Probleme durchs Saufen selber tragen und ihm/ihr nur ja nichts mehr abnehmen oder leichter machen.
    Jeder Alk-kranke hat in nächster Umgebung gerne ein paar Cos für sich laufen, aber das habe ich mittlerweile gelernt, dafür lasse ich mich nicht mehr einspannen.
    Ansonsten gefällt mir die Frauenrolle ganz gut und habe auch im Bezug auf meine Mutter schon viele wichtige Erneuerungen setzen können.

    Herzlichen Gruß Emma

    Hallo Inga,

    es freut mich sehr, dass es dir wieder viel besser geht.
    Ich finde, eigentlich hätten alle, die sich aus einer Abhängigkeit herauslösen konnten, eine Goldmedaille verdient.

    Ich überlege mir gerade, wie ich diesen gelungenen Prozess zur Unabhängigkeit feiern kann, vlt. an meinen Geburtstag, wenn die Verwandtschaft kommt.

    Aber traurig ist halt schon, dass dabei soviel kaputt gehen mußte, bevor ein Umdenken passiert.
    Schlimm eigentlich, dass ich eine Beziehung gebraucht habe, um mich gut zu fühlen, genauso wie ein Alkoholiker den Alkohol braucht, um sich gut zu fühlen.
    Aber trotzdem kann sich ein Co wenigstens noch reflektieren, der Alki kann das wohl eher nicht.

    Momentan gelingt es mir, dass ich meine Gedanken in die Gegenwart lenken kann und das tun kann, was mir hilft und mich weiterbringt.
    Ich frage mich aber auch, warum kann ich erst jetzt mein Leben gestalten, meine Ideen umsetzen, für mehr Zufriedenheit sorgen, aber in der Partnerschaft ist es nicht gegangen.

    Zitat

    Jetzt habe ich viel mehr schöne Dinge im Leben, auch wenn ich es manchmal zu vergessen scheine.

    Das ist glaube ich schon auch ein Lernprozess, ich erlaube mir, dass es mir gut geht, ich übernehme die Verantwortung und sorge für mich, es darf mir gut gehen, ganz unabhängig vom Partner.

    Jahrelang wollte ich in der Beziehung seine Probleme lösen, aber hat uns das weiter geholfen, nein, weil ich für seine Sucht oder seine Gesundheit eben nicht zuständig bin.
    Wenn jemand den Alkohol braucht um sich wohl zu fühlen, klar ist das doof, nur ändern kann ich nix daran.
    Und auch die Folgen daraus sind nicht meine Angelegenheit.

    Daher kann ich wirklich nur für mich was tun, das habe ich
    jetzt begriffen und das hilft ihm viel mehr als nur zu jammern.

    (ich habe das nur nochmal als Resümee zusammen gefasst)
    Carpe diem
    Emma

    Danke liebe Inga, Nici und Silberkralle für eure Rückmeldungen.

    Mittlerweile habe ich mich wieder beruhigt, meine Wut auf den Ex-Partner hat sich aufgelöst und ich sehe in seinen letzten Worten, die mir gegenüber
    soviel Gleichgültigkeit ausdrücken, nur eine Bestätigung seiner Haltung auch gegen sich selbst und dem Leben allgemein.

    Ist ja nicht nur so, dass ich ihm schon gleichgültig bin, sondern er hat oft gemeint, wenn sein Leben morgen zu Ende wäre, wärs ihm auch egal.

    Wir sind zudem schon 10 Monate auseinander, habe ich mir wirklich erwartet, dass er mir noch liebesseufzend hinterher weint?

    Silberkralle, deine Idee, ich solle mir seine Aussage in Großformat übers Fernsehkasterl hängen, finde ich übrigens genau richtig.
    Denn ein Umdenken würde mir gar nicht schaden.
    Noch immer hänge ich viel zu sehr an den Erinnerungen fest,

    fühle mich wie ein angeschossenes Reh und verhalte ich auch so.
    Nur damit muß langsam mal Schluss sein, das grenzt ja schon fast an Selbstmitleid.
    Zu lange schon ist mein Blickwinkel auf alles Negative, auf die Mängel focussiert und reduziert.
    Aber wenn ich ehrlich bin, dann gäbe es auch jede Menge angenehme Erfahrungen, die mir jeden Tag begegnen und ich viel mehr wertschätzen sollte.
    - den Menschen, die mir freundlich entgegen kommen
    - jede Menge Freiräume, die ich habe
    - die Freiheit und die Lust zu kommen und zu gehen, wie ich will
    - zu Essen, Trinken wann und wie ich will
    - Unterhaltungsmöglichkeiten, diverse Arbeiten, uvm.

    Ich habe mir vorgenommen, dass ich auch mein Selbstbewusstsein wieder stärken will. Es tut mir richtig gut, mich selbst wieder zu beachten, auf die Frisur, meine Kleidung , Figur und die Fitness.
    Leider war ich auch da schon recht nachlässig.

    Zitat

    Doch hast Du, mit der Trennung hast Du ihm ein sorgloses Weitersaufen erschwert, für ihn ganz schlimm. Ich bin auch eine solche Schachfigur, damals war ich noch der Bauer, der meistens geopfert wird, um ans Ziel zu gelangen. Jetzt bin ich auf dem Weg die Dame (also die mächtigste Schachfigur) zu werden. Kommst Du mit?

    Ja das stimmt Inga, die Trennung tut ihm bestimmt weh und er ist ziemlich wütend, habe ich doch dadurch seinem bequemen Leben ein Ende gesetzt.
    Ich habe es erzählt bekommen, wie schlecht er schon aussieht.
    Ist für einen Mann, der plötzlich alleine dasteht und auch noch den Haushalt über hat, bestimmt schwer.

    Wenn ich mir unsere Zeit zusammen jetzt nochmal vor Augen halte, dann empfinde ich das Schicksal für beide Seiten - für einen Alkoholiker/in
    und einen Co-Abhängige/n eigentlich total erschütternd.

    Aber, wenn nur nicht hören, sehen, fühlen und das grausame (Trauer)spiel beginnt.

    Liebe Grüße für alle von n`em Esel
    Emma

    Hallo,
    jetzt muß ich doch noch was los werden, weil ich
    grade sehr verwirrt bin.
    Ich glaube, ich habe schon wieder was Falsches getan.

    Nachdem ich heute lange Spazieren war, habe ich den restlichen Nachmittag in so einer Suchtfiebel gelesen.
    Da sind ja auch viel gute Ratschläge für die Co-Abhängigkeit drinnen.
    Nur leider hat das bei mir das Gefühl erweckt, dass ich auf die Sucht meines Ex vlt. oft ungünstig reagiert habe, durch Vorwürfe und Diskussionen, die auch gar nichts bewirken.

    Jetzt habe ich IHN blöderweise daraufhin heute nochmal angerufen, aus schlechtem Gewissen oder was weiß ich.
    (immerhin hat er die letzten Monate auch bei mir oft angerufen).

    ER wirkte auf mich am Telefon relativ nüchtern.
    Nach dem zweiten Satz hat er mich ziemlich wüst angefahren.
    Was wüsst?.....du bist ma schau wurscht!!! - und hat aufgelegt.

    Er ist glaube ich, gerade sehr wütend auf mich, vielleicht weil seine Manipulationen in der letzten Zeit bei mir wirkungslos geblieben sind?

    Also jetzt reicht es mir aber wirklich.
    Die Kontaktsperre werde ich jetzt einhalten.
    "Aber bitte könnte ihr Lieben mir mal auf die Sprünge helfen?"

    Ich gestehe ihm seine Wut ja zu, ist sein gutes Recht.
    Aber wieso kann dieser Mensch mich so derart verzerrt
    darstellen, obwohl ich ihm nie, wirklich nie etwas angetan habe.
    Ich höre förmlich, wie er über mich, genauso wie früher, die ungeheuerlichsten Sachen erzählt.
    Das ist so verletzend. Ich habe für ihn so viel gemacht.
    Hat das den alles überhaupt keinen Wert gehabt?
    War ich immer nur eine Schachfigur in seinem Leben, nur gut genug zur Befriedigung seiner Bedürfnisse?
    Ich fühle mich gerade so benutzt.

    Nur gut, dass jetzt zwischen uns mehr als 100 km liegen, sonst würde
    ich ihm an die Kehle springen.
    Huuch, darf dem nur ja keine falschen Tränen nachweinen.
    Besser ich lasse den *** in Frieden und entsorge meine Wehmut um ihn im Mistkübel.

    Hoffe so sehr, ich werde stark bleiben und kann den ganzen Bullschitt
    endlich vergessen.

    Emma

    Ja liebe Nici, ich werde deine Anweisungen
    ehrlich noch umsetzen.

    Zitat

    Also heißt sich selbst austricksen, A..backen zusammen kneifen und einfach mal los und sehn was passiert. Klar bekommt man nicht nur positiv feedback, aber das bekommen wir halt auch.