Wie verhalte ich mich richtig?

  • Liebe Emma,

    ich fühl mich nicht angegriffen. Ich mach mir nur große, große Sorgen um Dich.
    Und es geht doch auch garnicht deine Leichen auszugraben, die hab ich weiß Gott selber genug.
    Es ging mir darum, dass Du deine nicht vergisst.
    Ich kann einfach da nicht still sitzen und Dich ins Messer reinrennen lassen, auch wenn Du denkst, dass Du damit umgehen kannst.
    Aber da hängt sich mein MuTheresaKomplex zu arg rein.

    Schreib hier ruhig, ich denke, wenn Du so sicher bist, wird der Gegenwind ( ist ja auch gut gemeint, das weißt Du ja auch ) schon aushalten.

    Ich hoffe nur, dass Du weiterhin wirklich auf DICH achtest.
    Und wenn´s schief geht, sind wir ja dann immer noch hier.

    nici :wink:

  • Hallo Emma,

    Zitat

    Hallo Hartmut,
    kann es sein, dass sich da jetzt die Geister scheiden, zwischen einer stoffgebundenen und einer nicht stoffgebundenen Sucht?


    in dieser Situation sehe ich das nicht. Dein stoffgebundener Alkoholiker lässt dich nicht von deiner nicht stoffgebundenen Abhängigkeit los oder gesunden. Es ist ein austesten, aus welchen Gründen auch immer ,aber kein Lösen von der Krankheit .

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Emma,

    Zäumen wir das Pferd doch mal von hinten auf: Was ist denn heute anders als zu dem Zeitpunkt, als Du Dich getrennt hast? Welche Veränderungen haben bei Dir stattgefunden, welche bei ihm?

    Für mich klingt es so, als hättest Du ihn damals verlassen, damit er sich ändert. Ein Manipulationsversuch also. Du bist nicht gegangen, um Dich zu retten. Jetzt, nach zehn Monaten, stellst Du für Dich fest, dass der Manipulationsversuch gescheitert ist. Du hattest noch immer telefonischen Kontakt. Er hat immer angerufen, Du hattest ihn sozusagen an der langen Leine und zu jeder Zeit die Kontrolle, ob Dein Manipulationsversuch erfolgreich ist. Dann hat er sich plötzlich nicht mehr gemeldet. Da hast Du Angst bekommen, er könnte sich von Dir abwenden. Er sagte, Du seist ihm egal. Daraufhin bist Du hingefahren. Damit er die Tür, die Du vorgeblich hinter Dir geschlossen hast, nicht endgültig schließt. Denn Du wolltest Dich nie wirklich von ihm lösen, sondern ihn zur Einsicht zwingen.

    Alleine zu sein, scheint für Dich wesentlich unerträglicher zu sein, als mit einem nassen Alkoholiker zusammen zu leben. Weil er Dich in Deinem Innersten berührt. Mein XY hat mich auch in meinem Innersten berührt. Ich habe ihm mein Herz geschenkt und er hat damit Fußball gespielt.

    Weshalb hast Du Dich einmal als Co-Abhängige bezeichnet (Du hast Dich ja immerhin hier angemeldet) und bist es jetzt nicht mehr? Warum nimmst Du XY die Chance, endlich zur Besinnung zu kommen? Warum machst Du ihn von Dir abhängig?

    Klar fühlst Du Dich von vielen hier angegriffen, vielleicht auch von dem, was ich Dir hier geschrieben habe. Es möchte Dich aber keiner schlagen. Ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, sie möchten Dich nur wecken.

    Liebe Grüße

    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo Hartmut, liebe Feeli und all die anderen,

    Ich danke Euch für die gutgemeinte Unterstützung, bitte nehmt es mir nicht Übel, wenn ich mich nicht rechtfertigen will, das würde mich
    momentan zu sehr von mir wegbringen.

    Aber vielleicht nützt es auch was, wenn ich ein bisserl was von
    mir erzähle.
    Das glaubt mir jetzt vielleicht niemand, aber in den Augenblick, wo nicht ich den XY losgelassen habe, sondern er mich in die Wüste geschickt
    hat, hat sich bei mir ein Schalter umgelegt.
    Ab dem Moment habe ich plötzlich das, was ich mir inzwischen aufgebaut habe, neu betrachtet und richtig genießen können.
    Mir wurde bewusst, wie schön meine neugewonnenen Freiheiten sind. Vorher war auch meine innere Leere immer leer, egal was ich unternommen habe, das habe ich nicht wirklich an mich rangelassen.
    Inzwischen bin ich aber drauf gekommen, wie angenehm es doch ist, sich selbst Tag für Tag mit Gefühlen umgeben zu dürfen, die mir Freude machen.

    Noch dazu bin ich ein Typ, der schon mit sehr vielen Situationen klar kommen mußte, dadurch habe ich schon längst nicht mehr den Drang nach Familie, Zweisamkeit und Partnerschaft.
    Würde jetzt mein Exmann nicht nochmal bei mir anklopfen, würde ich wirklich auch gar keinen Mann mehr wollen.
    Es ist ja nicht so, das nur mit einer guten Beziehung alles geregelt ist, da muß man ja auch ganz schön viel von sich hergeben, das hat aber für mich keinen Reiz mehr.
    Kurz gesagt, ich fühl mich wohl, so wie ich bin und mag nix mehr daran
    ändern.

    Wenn ich am letzten Freitag den EX nicht gesehen hätte, ich wäre gar nicht auf den Gedanken gekommen, meinen Rückzug zu planen.
    XY ist zudem nicht nur ein Trinker, auch noch ein Nazißt und
    Co-Abhängig, aber trotzdem kann er mich mit seinem Charme um den Finger wickeln.

    Also der Reiz ist für einen Neubeginn bei mir nicht wirklich groß.

    Natürlich könnte ich mich hier in meiner Selbstzufriedenheit noch weiter ausrasten, aber dort wartet auf mich ein Mensch,
    der mich braucht und eine Herausforderung ist.

    Bin ja selbst gespannt wie eine Flunder, was da auf mich zu kommt.

    Schöne Grüsse
    von Emma

  • Zitat

    Ich danke Euch für die gutgemeinte Unterstützung, bitte nehmt es mir nicht Übel, wenn ich mich nicht rechtfertigen will, das würde mich
    momentan zu sehr von mir wegbringen.


    Oder erstmal zu Dir bringen, ich denke, das ist es, was Du fürchtest.

    Zitat

    Natürlich könnte ich mich hier in meiner Selbstzufriedenheit noch weiter ausrasten, aber dort wartet auf mich ein Mensch,
    der mich braucht und eine Herausforderung ist.
    Bin ja selbst gespannt wie eine Flunder, was da auf mich zu kommt


    Du schreibst von Selbstzufriedenheit, ja Emma, das war es auch, was Dich hier im Forum hat landen lassen.
    Das Dir bewußt wurde, was Du hattest, dass Dich jemand braucht, und was Du zurück gelassen hast, das alle schwebt vor deinem inneren Auge,
    warum so feige und lässt Dich auf das ein, was kommen kann ? Was retten kann.
    Nee, lieber alles tarnen unter dem Titel "Selbstzufriedenheit" und bevor die Arbeit mit sich überhaupt losgeht, schnell noch das Mützchen "Herausforderung" auf und zurück ins Loch.
    Was ich aber mehr als egoitisch empfinde ist, dass Du nicht nur mit Deinem Leben experementierst. Das wirst aber wieder bestimmt wieder als "Liebe" verkaufen. Gehtst bisschen selbstherrlich durchs Leben, oder ?!

    Lass Dich dann wenigstens therapeutisch begleiten bei deinem Ego-Trip.

    Gruß,
    nici

  • Hallo,

    komme gerade von der Arbeit nach Hause und dachte mir, bevor ich etwas zu Essen herrichte, schaue ich mal kurz hier rein.

    Also wirklich Nici, was du dir mir gegenüber für Unterstellungen erlaubst, dass ist schon ne ganz schöne Frechheit.

    Ich bin nicht hier im Forum, damit man mich blöd anmacht.
    Halte Du dich auch bitte wieder mal an die Grenzen des Erträglichen, sonst schreibe ich an die Forumleitung eine Beschwerde.

    Was bitte reibt dich gerade so auf, dass du in hellseherischer Art über mich herfällst.

    Du weißt nichts über mich. Das was ich mit Selbstzufriedenheit gemeint habe, dass ist meine Erleichterung nach einem harten und langen Weg.

    Dass was dich ankotzt, brauchst du nicht mir entgegen spucken.
    Das kann nur mit dir selbst zu tun haben.

    Ich bin daher wirklich nicht beleidigt, wenn du dich anderweitig
    abreagierst.

    Herzlichen Dank
    Emma

  • Hallo Emma,

    ich lese hier kein "entgegen spucken" und "blöd anmachen".

    Versuch bitte davon auszugehen, daß hier jede/r den anderen unterstützen möchte. Jede/r kommt hier in den Co-Bereich mit seinen eigenen Erfahrungen. Ich ja auch. Ich z. B. würde mit den von mir gemachten Erfahrungen mich in deiner Situation ANDERS verhalten. Wenn ich dir davon schreibe heißt das ja noch lange nicht, daß ich dich kritisiere, alles besser weiß oder daß du das so tun mußt...

    Nimm dir davon, was gerade dran ist, den Rest lass einfach stehen.

    Niemand will dir hier etwas Böses, ganz im Gegenteil.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe Emma,

    ich bin ein wenig erstaunt über die Wendung in Deinem Leben.
    Du hast für mich eigentlich immer recht gefestigt gewirkt, aber jetzt habe ich den Eindruck, dass Du "umkippst".

    Du darfst den anderen ihre Kritik an Deiner Entscheidung nicht krumm nehmen.
    Sie sind eben Co-Abhängige, und Du hast sicher auch gelesen, dass Cos ihren Mitmenschen immer helfen wollen.
    Die meinen immer zu wissen, was gut für den anderen ist. Und sie wissen auch immer am besten, wie der andere wirklich glücklich wird. Das ziehen sie durch bis zur Selbstaufgabe. Und was sie nicht alles drauf haben!
    Du würdest Dich wundern, was für Strategien so ein Co an den Tag legen kann. Allen voran die Manipulation. Da werden die trinkenden Partner verlassen, nur, damit sie "zur Vernunft" kommen und sich dem Willen des Cos fügen. Und es wird dem Trinkenden immer und immer wieder eine neue "Chance" gegeben, egal, was dieser dem Co vorher angetan hat. Der Co sagt sich immer wieder, dass es ja nur die Krankheit ist, die diese Dinge tut, nicht der Mensch selbst.

    Und dem Co ist es auch egal, wie aussichtslos eine Situation ist: Wer so richtig tief drinsteckt in der Co-Abhängigkeit, der hat immer noch die Hoffnung, alles könnte besser werden. Und der glaubt auch, dass kontrolliertes Trinken funktioniert. Meint der Alkoholiker ja auch.
    Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich ein Co in die eigene Tasche lügen kann. Manchmal geht das sogar so weit, dass ein Co meint, er könnte auch kontrolliert Co sein.

    Aber das alles betrifft Dich ja nicht. Du bist ja nicht Co. ;)

    Ich bin es schon. Aber ich bin auf dem Wege der Besserung.
    Und genau deshalb werde ich nicht versuchen, Dir irgendwie zu "helfen". Denn ich habe gelernt, dass jeder sich selbst helfen muss, und dass ich niemandem etwas aufzwingen sollte, nur weil ich meine, es wäre besser für denjenigen.

    Alles alles Gute und bitte bleib doch dem Forum treu. Niemand will Dich hier angreifen.

  • Liebe Emma,

    für mich ist es hier ein Austausch von Erfahrungen, und klar wollt ich Dir nur helfen.
    Ich bin selber zweimal zurück gegangen in diese kranke Beziehung, und hab den Jo-jo-Effekt tierisch zu spüren bekommen.
    Und das gemeine war, nicht nur ich, ich hab es meinen Kindern und auch ihm mit angetan.
    Du stehst jetzt auch an dieser Klippe, und ich kann Dich da nicht kommentarlos springen lassen.
    Ja es war als Hilfe gemeint, und ja ich kann meine Hilfe nicht immer lieb einpacken, manchmal zieh ich da einfach am Kragen.
    Wenn Du meine ganzen Kommentare liest, weißt Du ja auch das ich gut gemeint habe.
    Mach damit, was Du möchtest.
    Vielleicht ist das Helfen ein Teil meiner Co-Anhängigkeit, aber wenn wir uns nicht hier im Forum gegensseitig helfen, wozu dann das Ganze.
    Ich kann nur sagen, dass es nicht immer die Streicheleinheiten waren, die mir weiter geholfen haben. Vielleicht kannst Du das auch mal erkennen.
    Ich wünsch Dir einen guten Weg und halte mich nun aus Deinem Thread raus.

    Gruß,
    nici

  • Hallo Emma,

    ja das kann schon weh tun , wenn ein Spiegel vorgehalten wird. Es ist mir auch nicht fremd ;) Mein schlimmster Fehler war dann abzubrechen und zu meinen, die spinnen eh alle ,sie verstehn mich nicht und ich bin gar so arm und sowieso ist es bei mir ganz anders.

    Was ist denn für dich CO Krank? Wie siehst du denn die Krankheit ?

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Emma,

    ich habe mich eben durch die letztes Seiten Deines Thread gelesen. Dann habe ich Deinen Post bei Joanne gelesen, das irritiert mich etwas.

    Kann es sein, dass Du projektierst?

    LG Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo liebe SHG,

    ich möchte mich gerne bei jeden Einzelnen für das Feedback bedanken, habe gemerkt, dass jeder von uns an einer anderen Stelle steht und deshalb auch entsprechend den Erfahrungen interpretiert.

    Langsam verstehe ich auch, dass meine radikale Wendung nicht
    nachvollziehbar ist.
    Mein Thread ist noch dazu etwas konfus, durch manche Gedankensprünge, dann kommt wieder ein Stückerl Vergangenheitsbewältigung und mittendrin ist meine gegenwärtige Reflexion.

    Eine Selbstfindung beschäftigt mich nicht erst seit dem Zeitpunkt, wo ich mit einem Alkoholiker zusammen gekommen bin, sondern die hat schon angefangen als ich 14 Jahre war und
    in eine Bulimi geflüchtet bin.

    Nun als es zur Abspaltung vom Expartner gekommen ist, war das sozusagen für mich dann wie das Tüpfelchen auf dem i, auf meinen Weg in ein gesundes Verhalten.
    Beim XY ist es jedoch genau andersrum. Denn während ich mich immer weiter aus dem Sumpf rausgezogen habe, ist ER immer noch weiter abgerutscht.

    Dementsprechend sind zwischen uns die Fetzen geflogen. XY ist trotz der Trinkerei ein liebenswerter Mensch, war nie gewalttätig oder bewußt aggressiv (mein absolutes No go),
    doch wenn ich ihn wieder unter Veränderungsdruck gesetzt habe, dann
    ist bei ihm der Kragen geplatzt.

    Nur was soll jetzt plötzlich anders sein?

    Anders ist, dass Er inzwischen am Boden aufgeschlagen ist, noch dazu ist Er nach 30 Jahren Alkoholkonsum auch schon auf dem halben Weg in eine Alkoholikerdemenz.

    Klar ist es schlau, wenn ich unter den guten Bedingungen der bereits vollzogenen Trennung, schnell das Weite suchen würde.
    Es ist bestimmt auch keine Herausforderung einen hoffnungslosen
    Fall zu pflegen.
    Und natürlich möchte ich keine Co-Abhängigkeit verherrlichen.

    Meine einzige Intention in der ganzen Sache ist die weitere Sicherstellung meines guten gesundheitlichen Zustandes. Weiters das Erreichen meiner persönlichen Ziele, die ich bestimmt
    auch neben ihn umsetzen kann.
    Möchte wenns geht auch seine Selbstständigkeit erhalten, weil ich eben an seiner Intelligenz, seiner Philosophin und an seiner Nähe, oft viel Freude erleben kann.

    Das ich von diesen Mann mittlerweile wirklich sonst nichts brauche, das verdanke ich meiner eigenen Schaffenskraft.
    Ich bin ganz glücklich nur mit dem, was ich bereits habe.

    Ich hoffe, ich konnte jetzt für etwas mehr Klarheit sorgen.
    Ich erwarte mir dazu kein Verständnis, sondern nur etwas Gelassenheit.

    Liebe Grüsse
    Emma

  • Hallo Emma,

    ich kann das ehrlich gesagt so bedingt nachvollziehen, was Du möchtest. Dein Thread heisst doch "wie verhalte ich mich richtig".

    Wenn ich Dich jetzt lese, scheint ja alles klar zu sein, oder?

    Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Liebe Emma,

    Du siehst das schon ganz richtig. Ich (und ich glaube auch alle anderen) sind verwirrt, weil Dein Thread so startete, wie alle anderen hier.
    Eine selbstzerstörerische Beziehung, die Du dann beendet hast.
    Du hast geschrieben, dass Dein XY Dir gesagt hast, Du seist ihm egal.
    Ein kurzer Besuch reicht, um Dich umzustimmen. Das verwirrt und widerspricht auch dem, was Du so lang und breit hier diskutiert hast.

    Zweifel sind normal. Niemand möchte einen anderen Menschen so leiden sehen.
    Jeder, und ich schwöre Dir: JEDER hier war schon an dem Punkt, an dem Du jetzt bist. Du hast nun die Möglichkeit, weiterzugehen auf Deinem Weg und tatsächlich mal anzufangen, für DICH zu leben, oder Du entscheidest Dich für ein Leben mit einem alkoholkranken Partner.
    Ich werde mit Sicherheit nicht versuchen, Dich davon abzuhalten. Wenn Du meinst, dass das Dein Weg ist, dann ist er es.
    Niemandem steht es zu, daran Kritik zu üben.

    Was mich aber sehr sehr besorgt und mir ehrlich gesagt sauer aufstößt, ist Deine Art und Weise, wie Du an diese Sache herangehst.
    Zusammengefasst kommt es bei mir so an, als würdest Du Deinen XY tatsächlich als sowas wie ein Versuchskaninchen sehen.
    Du bist plötzlich wieder bereit, ihm zu "helfen", wenn er denn nach Deiner Pfeife tanzt.
    Ohne Euch beide wirklich zu kennen und nur mit dem Hintergrundwissen aus diesem Forum klingt das für mich überaus entwürdigend für Deinen Partner.
    Du stellst ihn hier da, als wäre er vollkommen lebensunfähig, wenn er Dich nicht hätte.
    Als wärst Du in der Tat die vielzitierte Mutter Theresa, die einem Menschen, der erwachsen ist und für sich selbst entscheiden kann, seine Eigenverantwortung und vielleicht sogar Zuerchnungsfähigkeit abspricht.
    Und vor allem: Diesem Menschen vorschreibt, wie er zu leben hat, damit es DIR gut geht.
    Das mag vielleicht ein bißchen hart klingen, aber so fühlt es sich für mich an.
    Und meine Befürchtung ist, dass Du ihn damit noch viel viel weiter in die Sucht treibst.

    Du hast viel über Alkoholismus gelesen und Dich informiert, da bin ich sicher.
    Und Dir wird auch nicht entgangen sein, dass jeder Alkoholiker an seinen Tiefpunkt kommen muss, damit er etwas ändert.
    Wenn Du zurückkehrst, nimmst Du ihm die Chance auf diesen Wendepunkt.

    Du schreibst, dass er schon so tief unten ist.
    Glaub mir, es geht noch tiefer. Und es MUSS tiefer für ihn gehen, damit er begreift, dass ER handeln muss.
    Dass das für Dich sehr schwer mitanzusehen ist, kann ich sehr gut verstehen. Mir geht es ja mit meinem Ex genauso.

    Du bist gegen den Alkohol machtlos. Der einzige, der ihn bezwingen kann, ist XY.
    Und da ist es auch egal, ob Du im sozialen Bereich arbeitest. Du könntest sogar Suchttherapeutin sein. Du würdest ihm niemals helfen können. Das muss er tun, und er tut es erst, wenn er nicht mehr anders kann.
    Deine Rückkehr verhindert das, und das finde ich sehr bedenklich.

    Du schreibst, bei Dir hat sich vieles verändert. Du bist stärker geworden. Und Du willst gehen, wenn es nicht nach Deinen Wünschen abläuft.
    Meine Frage an Dich wäre:
    Was hat sich während der Trennung denn bei IHM geändert?
    Hat er jemals eine Suchtberatung aufgesucht? Hat er sich dazu entschieden, trocken zu werden? Bisher habe ich in Deinen Postings nichts dergleichen gelesen, aber vielleicht habe ich es ja auch überlesen?

  • Zitat

    Meine einzige Intention in der ganzen Sache ist die weitere Sicherstellung meines guten gesundheitlichen Zustandes.

    Hallo Emma,

    wie meinst du das konkret?

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Linde66,

    Zitat

    wie meinst du das konkret?

    Ehrlich gesagt, dass weiß ich selbst auch noch nicht so genau.

    Weißt, ich habe halt irgendwie das Gefühl, dass ich dem Menschen (XY)
    noch etwas schuldig bin.
    Immerhin war Er, abgesehen von den ganzen Turbulenzen, die passiert sind, auch wie ein Spiegel, hat manchmal mein Verhalten bis zum Korrigieren herausgefordert.

    Ihm verdanke ich eine für mich gute Weiterentwicklung.

    Ich werde nächste Woche nochmal hinfahren.
    Ich weiß aber nicht was da auf mich zu kommt.
    Doch intuitiv habe ich dabei ein gutes Gefühl.

    Vielleicht kommt es auch nur zu einer letzten Aussprache.
    Vielleicht ist ihm meine Gegenwart hilfreich.
    Vielleicht erlebe ich eine weitere Enttaüschung.
    Vielleicht erlebe ich, dass sich seine Orientierung verbessert.

    Das alles sehe ich erst dann, wenn ich dort bin.
    Ich denke, als Partnerin kann man schon genau feststellen, in welche Richtung auch der andere unterwegs ist.
    Natürlich will ich seiner Genesung nicht im Wege stehen.

    Wenn ich es schaffe, dass ich tatsächlich gut bei mir bleiben kann, dann denke ich, wird schon nicht alles schief gehen.


    Hallo DesperateS,

    schönen Dank für deine tiefgreifenden Überlegungen.

    Aber ich muß zuerst noch herausfinden, woran ich wirklich bin.


    Unter dem Motto: LEBE DEIN LEBEN
    wünsche ich allen einen schönen Tag,

    LG Emma

  • Hallo SHG,

    bitte, bitte wer streut mir Asche auf mein Haupt?

    Je näher nämlich die Zeit rückt, wo ich zu meinen (Partner?) fahren will, desto mehr gefriert mein innere Welt, die ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe,.... zu EIS.

    Wenns zwischen uns wirklich nur um ein bisserle Schuldgefühl geht,
    wäre es doch irgendwie doch blöd, wenn ich schon jetzt alle meine neuen Zelte, Bekannte, Job, Beratungsstelle,.... abbrechen würde.

    Denn das fällt mir nämlich immens schwer.

    Wie gesagt, die Angst in mir, setzt mich langsam unter Druck.

    Auch hat zwischen uns die letzten Tage gar kein Kontakt bestanden,
    und das nährt meine Zweifel.

    Also habe ich heute mit Ihm telefoniert, weil ich nach mehr Gewissheit
    suche, und noch mehr Klarheit brauche.
    Das Gespräch ist auch gut gewesen, denn ich habe alle meine Befürchtungen einbringen können.

    Na, er meint halt, ja wegen die fast 8 Jahre Beziehung.
    Na und wegen dem Hund....
    Auch weil er aber spätestens im Frühjahr nach einer Frau suchen möchte.
    .... und so leicht ist das ja auch nicht.

    Dazu habe ich mitgeteilt, dass mir seinerseits zu viel Gleichgültigkeit rüber kommt, dass das für mich kein Grund ist, zurück zu kommen.

    Also ihr seht schon, ich passe gut auf mich auf.

    Weiß ja nicht was Er macht, vielleicht probiert er das
    gezielte Trinken aus.
    Jedenfalls scheint es ihm besser zu gehen, doch in seiner gemütlichen Ecke hängt er sicher noch drinnen.

    Ja das geht mich zwar eh nichts an, das ist schon seine Sache, doch im Falle einer gemeinsamen Zukunft meine ich, betrifft mich
    das natürlich wieder.

    Deshalb möchte besser noch mehr Zeit verstreichen lassen,
    und mein Leben so wie jetzt weiterleben.
    Nur das was Er tun will, kann er mir ja mitteilen oder eben auch nicht.
    Dann sehe ich schon weiter, wies kommt.

    Na, das mußte einfach raus, jetzt gehts schon wieder besser.
    LG und ein schönes WE
    Emma

  • Da kann ich mich nur DespaerateS anschließen: nun bekommst also Du ein Ultimatum??

    Oh toll, weißt Du was Emma, eine Frau bekommt ihr Leben auch ohne Partner gebacken! Vielleicht nicht immer einfach .... aber bevor mich jemand gefühlloser wieder in die Hände bekommt bleibe ich lieber mein Leben lang alleine.

    Zumal ich mir dann noch erahnen kann wie es weitergeht ... nämlich schlimmer als es je war weil er ja nun die Oberhand hat.

    Nun gut, Du musst entscheiden was Dir wichtig ist wenn du schone eine eventuelle gemeinsame Zukunft in Erwägung ziehst.

    Meine Psychotherapeutin sagte mal zu mir "Denken sie an ihre Zukunft, mit ihm haben sie keine". Kluge Frau, auch wenn mir das damals zu wenig Antwort war.

    Lieben Gruß von Dagmar

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