Beiträge von co-Elfi

    Hallo Hellren,

    Zitat

    ich verwies ihn zwei bis drei mal aus meiner wohnung und er kam immer näher und schubste mich dann.

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    wobei, mir geschieht nichts.
    ich werde diesen konflikt lösen, auf eine humane art und weise.

    "fliehen" werde ich auch nicht, denn freiheit u leben ist mein geburtsrecht.
    nur, weil ein mensch/mann meint, er müsse macht über mich ausüben, oder mir drohen, ist ein no-go für mich.
    ich bin total zum hassobjekt dieses menschen avanciert.

    ich nehme es nicht auf die leichte schulter, weil ich weiss, wie aggressiv er unter alkeinfluss sein kann.

    ich weiss aber, wenn es mich erwischt und ich kann noch aufstehn, kann ich für nichts garantieren......

    Wie sicher bist du, dass dir nichts passieren kann?

    Ich habe mal ein Selbstverteidigungs-Seminar besucht, weiß also was man in einer Gefahrensituation tun kann und wie man sich da verteidigt. Ich kenne auch "Gewaltfreie Kommunikation".

    Soviel ich weiß funktioniert gewaltfreie Kommunikation unter Alkoholeinfluss nicht.

    Das erste Gebot bei Selbstverteidigung ist erstmal: Sicherheit. Abstand zu demjenigen, der einem schaden kann, minimum 1,50 m , besser eine Wand, noch besser er weiß nicht, wo du bist.

    Erst (!) wenn du in Sicherheit bist kannst du versuchen, einen Konflikt gewaltfrei zu lösen, alles andere ist riskant.

    Hallo Linde,

    ich habe lange nachgedacht, hier meine Antwort:

    Zitat

    Es würde mich unter Druck setzen, wenn ich mitkriege, daß es dir schlecht geht, weil es mir nicht gut geht.
    Dir darf es gut gehen, auch wenn es mir schlecht geht!
    Hast du mal geschaut, ob dieses Muster vielleicht ein uraltes Muster ist, was bei dir schon als Kind "installiert" wurde? Vielleicht wäre das ein Ansatzpunkt.

    Da war was. Mein (mittlerweile verstorbener) Vater war trockener A. und lebte bei meiner Oma. Meine Oma hatte Angst vor ihm und wurde oft von ihm beschimpft. Wenn ich beide besuchte hatte ich die Aufgabe, meinen Papa abzulenken und die Fröhliche Unterhalterin zu spielen.
    Ich fand es schrecklich was da emotional in der Luft lag, fühlte mich unwohl damit und musste dann so tun als wäre ich total fröhlich und ausgeglichen, egal was ich gerade so fühlte :(

    Ich will das nicht mehr, so-tun-als-ob-alles-in-Ordnung-ist. So tun als wäre ich fröhlich, wenn ich es nicht bin. Das mache ich nicht mehr.

    Wenn ich Menschen besuche, die mir nahe stehen und sehe, denen geht es nicht gut und das wird kurz oberflächlich thematisiert und dann wird das Thema gewechselt und alles bleibt in etwa im normalen Rahmen, damit kann ich umgehen.

    Aber wenn dann so-getan-wird-als-wäre-alles-in-Ordnung und sich künstlich in Stimmung gebracht wird und alle außer mir sind plötzlich total gut drauf und freuen sich noch über ihren selbstschädigenden Lebensstil - das überfordert mich, das ist für mich unerträglich.

    Meine Reaktion war zunächst: ich habe diese Menschen dann nur noch ganz selten besucht, das hat mir dann aber wiederum wehgetan, weil ich die Personen dann vermisst habe.

    Mittlerweile mache ich es so, dass ich öfter hingehe, dafür aber nur ganz kurz, damit geht es mir besser. In dieser kurzen Zeit kann ich meine positive Energie aufrechterhalten und kann -wegen-etwas-anderem-fröhlich-sein. Ich glaube, das ist für die Betroffenen auch angenehmer, wenn ich nur kurz da bin und dafür geht es mir dann gut.

    Ich habe also für mich eine Lösung gefunden, fühle mich aber trotzdem unglücklich.

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    Außerdem engagiere ich mich ehrenamtlich. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich?

    Mich selbst zu überfordern indem ich -noch mehr- Menschen helfe, diesmal Menschen, die meine Hilfe wollen, indem ich ein Ehrenamt annehme, bringt mich auch nicht weiter.

    Was mir fehlt ist eine innere Erkenntnis.
    Die Erkenntnis, dass ich einfach so sein kann wie ich bin (also kein MUSS fröhlich zu sein wenn andere es sind und kein MUSS traurig zu sein wenn es anderen schlecht geht) und die Erkenntnis, dass ich meine Gefühle z.T. selbst verursache und diese deshalb auch wählen kann.

    Ich wünsche mir eine Meditation mit einem Mantra, das ich mir morgends sagen kann, damit es mir gut geht.
    Ich möchte, dass dieses Mantra beinhaltet:
    -dass ich alle Menschen einschließlich mir selbst akzeptiere mit allen Stärken und Schwächen
    -dass ich akzeptiere, dass ich nur dann mein Bestes geben kann, wenn ich mich gut um meinen Körper kümmere und dass meine Energie trotz all meiner Bemühungen Grenzen hat
    -dass ich akzeptiere, dass die Welt unvollkommen ist und dass ich trotzdem glücklich sein kann, weil ich nur mich selbst ändern kann.

    Ich werde versuchen dieses Mantra zu formulieren, wenn ich es gefunden habe, werde ich es posten ;)

    Hallo an alle,

    mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich anderen nicht helfen kann, wenn diese sich selbstschädigend verhalten.

    Ich glaube, das können nur Profis, also Therapeuten und Ärzte. Und das wiederum klappt nur, wenn der erkrankte Mensch sieht, dass er krank ist und professionelle Hilfe braucht.

    Ich fühle mich angesichts dieser Erkenntnis traurig und hilflos, da ich so gerne möchte, dass es den Menschen, die ich mag, gut geht.

    Klar kann ich mich ablenken und dafür sorgen dass es mir selbst gut geht - aber ich bin doch kein Eisblock und bin traurig wenn ich sehe, wenn es anderen schlechtgeht.

    Wie kommt ihr damit klar wenn ihr seht, dass ihr nix tun könnt?

    Danke im voraus!

    Hallo Maya,

    in deinem Beitrag geht es u.a. um Co-Abhängigkeit sowie die Alkoholabhängigkeit/ die Zwänge eines Dritten.

    Ich war "co-Abhängig" und habe mich darüberhinaus selbstschädigend verhalten. Als ich mich der Gesundheit eines abhängigen Menschen stärker widmete als meiner eigenen Gesundheit, entwickelte ich einen Zwang, ein selbstschädigendes Verhalten.

    Zwischen Zwang und Sucht sehe ich folgende Gemeinsamkeiten
    - Es ist ein selbst-schädigendes Verhalten
    - Man kann aus Willenskraft nicht damit aufhören
    - Entweder es ist einem peinlich und will es vertuschen oder man findet dass es noch normal ist, noch im grünen Bereich, weiter im Programm

    Das Interessante ist: Beim Zwang gibt es KEINEN Stoff der abhängig macht und man kann TROTZDEM nicht aus reiner Willenskraft aufhören...

    Meine Angehörigen konnten mir damals nicht helfen den Zwang zu bekämpfen, egal was sie versucht haben (und das über mehrere Jahre). Selbstschädigendes Verhalten ist oft "Die Spitze des Eisbergs", darunter verbergen sich oft ganz andere Probleme. Es ist eine Art Hilferuf der Seele (zumindest war es bei mir so).
    Nach einer Verhaltenstherapie ging es mir recht schnell besser. Das hat aber nur funktioniert weil ich erkannt habe, was mein eigentliches Problem ist (das Problem hinter dem Symptom) und wie ich es lösen kann.

    Bei Alkoholabhängigen (also mit körperlicher Abhängigkeit) ist das etwas anders. Die müssen den Suchtstoff erst mal entziehen (körperlicher Entzug) bevor man die Seele therapieren kann.
    Wenn man nur den körperlichen Entzug macht, ist da meist noch eine seelische Abhängigkeit. Wenn die nicht behandelt wird, kann der Süchtige einen Rückfall bekommen oder in eine neue Sucht rutschen. Das kommt daher, dass das ursprüngliche Problem (der Eisberg unter der Wasseroberfläche) nicht behandelt wurde.

    Wichtig ist: wenn man nicht mehr mit IRGEDENDETWAS aufhören kann, (egal ob mit oder ohne Suchtstoff) braucht man professionelle Hilfe.
    Nur mit Willenskraft geht das meiner Erfahrung nach nicht.
    Und Angehörige mit ihrer Willenskraft können erst recht nix ausrichten.

    Das bedeutet auch: wenn man jemanden zwingt eine Therapie zu machen und der will diese Therapie nicht und sperrt sich dagegen nutzt die Therapie nix. Er muss es wollen. Seine Seele muss es wollen, es muss seine freie Entscheidung sein.

    Süchtigen kann ich nicht helfen, das habe ich akzeptiert. Auch Menschen die sich sonstwie selbstschädigend verhalten kann ich nicht helfen.
    Zur Zeit arbeite ich daran, das gefühlsmäßig zu verarbeiten.
    In mir kommen immer noch viele Gefühle hoch, deshalb bin ich hier.

    Hallo Molly,

    Zitat

    ich fühle mich so machtlos, mache mir vorwürfe warum ich ihm nicht helfen konnte

    ich fühle mit dir, mir geht es ähnlich, ich fühle mich auch oft macht-los.

    Mir ist mittlerweile klar geworden, dass ich nicht die Macht habe, andere Menschen zu ändern, auch wenn ich mir das manchmal wünsche.
    Beides - also machtlos sein und sich wünschen, man hätte Macht um andere zu Ihrem Glück zu verhelfen - das ist menschlich, man überfordert sich aber auch schnell damit.

    Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass es nur einen Menschen auf der Welt gibt, den ich ändern kann und der bin ich selbst.
    Wenn ich gut zu mir bin und innerlich wachse, mich selbst annehme, habe ich auch genug Energie übrig um für andere da zu sein, ihnen zuzuhören.

    Du hast geschrieben, dass du selbst Probleme hast. Bekommst du Hilfe dafür?

    Hallo,

    offenbar habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

    Ich halte alle Menschen für wertvoll und denke, alle Menschen verdienen Respekt. Jeder Mensch hat einen wertvollen Kern und jeder tut sein Bestes. Jeder Mensch kann krank werden und ist dann genauso wertvoll wie vorher.

    Es ging hier ausschließlich um das Thema Kommunikation : Offener Umgang mit dem Thema "Opa ist krank".
    Jedes Kind braucht mindestens eine Bezugsperson, mit denen es über alles reden kann, also auch über dieses Thema.

    Das Kind kann mit seinen Eltern über alles reden.
    Oma + Opa können das Kind betreuen, es ist dort sicher.
    Insofern ist alles in Ordnung.

    Ich bedanke mich bei allen die sich hier engagiert haben, danke.

    Das Thema hat sich für mich jetzt erledigt.
    Bitte respektiert meinem Wunsch, dieses Thema zu beenden. Danke.

    Habe heute festgestellt, dass das noch was anderes ist wie Trauer.

    Hinter meiner Trauer steckt Wut und Schmerz.

    Wut, dass einige Menschen, die mir nahe stehen, mehr Rücksicht auf Ihre Interessen nehmen als auf meine.
    Und ich bin wütent, weil sie erwarten, dass ich für sie da bin wenn es ihnen schlecht geht und ihnen zuhöre aber nicht bereit sind, sich vernünftig um ihre Gesundheit zu kümmern.
    Und ich bin wütent weil sie sich mal lustig geben und mal in Weltuntergangsstimmung und ich kann dann zusehen wie ich meine Gefühle sortiere.

    Dann fühle ich Schmerz, weil der eine oder andere ein Selbstvernichtungsprogramm laufen hat und erwartet, dass ich das auch noch gut finde. Nach dem Motto - selbst ausgesucht, kann dir doch egal sein.

    Nein, es ist mir nicht egal ob ich die Menschen, die mir nahe stehen in deren Wohnung besuche oder auf dem Friedhof!
    Wenn es mir egal wäre, würden sie mir ja nicht nahe stehen.

    Trauer, Wut, Schmerz, Liebe.

    @Linde: habe es jetzt verstanden (Text war nach-erzählt mit meinen eigenen Worten), nur eigenes Gedankengut einstellen

    @my Angel: Punkt 10, zweiter Anlauf:

    10 Eigene Erfahrung: Wenn ich vor schwierigen Situationen Angst habe, male ich mir das Ereignis vorher oft schlimmer aus, als es eigentlich ist.

    Angst hat aber auch sein Gutes, man ist "vorgewarnt" und kann sich überlegen, wie man sich auf eine bestimmte Situation vorbereiten kann, z.B. mit Entspannungstechniken, gelassener Einstellung usw.

    Wenn ich gelassen bleibe, meine Batterien aufgeladen sind, kann ich die Situation leichter durchstehen.

    Noch besser ist es, wenn ich weiß, was ich hinterher machen kann um die aufgewühlten Gefühle zu beruhigen, Spazieren hilft mir da oder im Forum etwas schreiben, Tagebuch schreiben, Musik hören, was immer gerade passt.

    Hallo !

    War heute wieder mit meiner Familie zusammen.

    Hatte mir ein Buch mitgenommen, in meiner Handtasche, für alle Fälle.
    Als der Punkt kam, als ich es nicht mehr aushielt, bin ich zur Toilette und habe mich mit dem Buch abgelenkt. Ist zwar aufgefallen, war mir aber egal. Ich habe das Recht mich zu schützen.

    Danach war ich spazieren.
    Danach habe ich mit jemandem geredet.

    Danach ging es mir besser.

    Mir ist klar geworden, ich kann die Situation nur durch Gelassenheit verbessern.

    Ich kann nur versuchen, solche Treffen möglichst unbeschadet zu überstehen und noch ein paar gute Gefühle zu retten, das was schön war in meinem Herzen bewahren und den Rest, so traurig es ist, zu akzeptieren, auch wenn es schwer ist.

    Ich bin immer noch traurig, aber es wird besser.

    Hallo Linde,

    danke für deine ausführliche Antwort!

    Mir dämmert auch, dass ich meine Gefühle nicht nur mental, sondern eher über meinen Körper gesund ableiten kann.

    Ich kenne schon verschiedene Atemübungen, und werde probieren, ob mir die vorgeschlagenen besser helfen können.

    Zitat

    Weniger fühlen geht glaube ich nicht, es sei denn, man betäubt sich.

    Es gibt eine Methode, wo man ganz bewusst seine aktuellen Gefühle wahrnimmt und sich fragt - welches Gefühl steckt dahinter, und wenn man das gefunden hat, fragt man das Ganze nochmal, immer weiter bis man kein weiteres Gefühl mehr findet. Das ist dann das "Kerngefühl",
    z.B. Liebe. Und dieses Gefühl fühlt sich dann meist besser an, wie das, was man zuerst hatte.

    Haken - für so eine Übung braucht man Zeit. Genau wie mit dem Durchleben durch Musik oder so. Wenn ich mich bewege geht es mir meist gut hinterher.

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    Ich habe auch Möglichkeiten entdeckt bzw. entwickelt, meine Gefühle auszudrücken, so daß es nichts mit anderen Menschen zu tun hat. Also z. B. beim Musikmachen, einfach so für mich.

    Irgendwie kriege ich das momentan nicht auf die Reihe, regelmäßig meditieren und mich bewegen.

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    Daß es anderen mal schlecht geht, ist doch gut! Daran können sie wachsen und lernen und sich weiterentwickeln. Im Zustand immerwährender Glückseligkeit gibt es keine Entwicklung mehr.

    Klar. Bloß kenne ich ganz viele Menschen, die nehmen solche Tiefs eben nur halbherzig wahr, doktern an Symptomen rum.

    Auch kenne ich Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben, sich (bis auf wenige Ausnahmebereiche) nicht weiterzuentwickeln.
    Das kann ich respektieren, ist aber sehr schmerzhaft mitanzusehen, das ist irgendwie Selbstmord auf Raten, bei dem einen Menschen auf der körperlichen, bei dem anderen auf der seelischen Ebene.

    Ist wohl auch zu schmerzhaft, wenn man sein ganzes Leben hinterfragt.

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    Du kannst deinen Abstand zu unglücklichen Menschen verändern, das ist Deins. Und die anderen dürfen so unglücklich sein, wie das gerade dran ist für sie.

    Ja. So traurig es ist, mir bleibt nix anderes übrig, als zu akzeptieren, dass nicht jeder bereit ist, sein Leben umzukrempeln.

    Und ich versuche herauszufinden, wieviel Zeit ich mit diesen Menschen verbringen möchte, so dass beide Seiten etwas davon haben. Und wenn es zu schmerzhaft wird, trete ich halt den Rückzug an.
    Letzteres ist aus "Höflichkeitsgründen" gar nicht so leicht. Da wird dann diskutiert und dann gibt es Streit, da wird dann Dritten vorgeworfen, sie hätten mich "vergrault" :(

    Ich erfinde dann notgedrungen Ausreden, nutzt nicht immer was.

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    Anerkennen was ist, nicht meinen sich einmischen zu müssen. Alles ist für irgendwas gut, auch wenn du das nicht sehen kannst. Keiner kann wissen, was beim anderen für Reifeschritte noch dran sind, bevor der nächste Schritt dran ist, das wäre anmaßend.

    Überleg, ja manchmal habe ich tatsächlich gedacht, ich weiß jetzt was der andere braucht und der ist betriebsblind und kann es nicht sehen.

    Ist es auch Co-Verhalten, wenn ich anderen Feedback gebe?

    Beispiel: Jemand hat sich bewusst entschieden, sein Verhalten zu ändern um eine Krankheit einzudämmen. Und ich sehe - die Person macht etwas von dem sie glaubt, das wäre hilfreich gegen diese Krankheit aber in Wirklichkeit hat sie was verwechselt und schadet sich aus Versehen, also nicht bewusst.

    Unter Feedback verstehe ich - meine Sinneswahrnehmung mitteilen, der andere kann dann mit dieser Information machen was er will.

    Das heißt, ich teile gewissermaßen meine Wahrnehmung mit dem anderen, teile ihm seinen "blinden Fleck" mit.

    Anderes Beispiel: Jemand hat an seinem Pullover einen Fleck an einer Stelle, den er nicht sehen kann und ich sage: Ich sehe dass du dort und dort einen Fleck hast, was du jetzt tust ist dir überlassen.

    Danke im voraus!

    Hallo Emma!

    Von Erfahrungen anderer zu lesen hilft mir auch, wenn ich mich selbst entdecke und sehe, wie andere damit umgehen.

    Zur Zeit bin ich einfach an einem Punkt, ich weiß ganz vieles theoretisch doch irgendwo hakt es und ich weiß nicht genau wo, irgendwann macht es klick und ich weiß, was ich tun kann...

    Ein Haken ist, dass ich eher so ein Kopf-Mensch bin, meine Gefühle kommen da irgendwie nicht hinterher. Theoretisch weiß ich was gut für mich ist, aber meine Gefühle machen mir einen Strich durch die Rechnung. Ich bin ständig dabei, alles zu analysieren, ohne das speziell zu planen, das geht ganz automatisch. Und dann schalten sich meine Gefühle ein und ich bin irgendwie überfordert.


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    Ich habe so wunderbar funktioniert und dabei total übersehen, dass ich für meine Wünsche gar keine Zeit mehr hatte. Dabei war ich doch sehr aktiv unterwegs, auch mit Sport, Kurse, Wellness, Meditation uvm. Trotzdem, ich war immer noch auf der falschen Spur. Warum?

    Der Körper sendet seine Signale manchmal indirekt und die Seele erst recht, in dem Labyrinth finden sich oft nichtmal Ärzte zurecht. Kann mal jemand einen Übersetzer erfinden, damit man nicht jahrelang suchen muss :roll:

    Funktioniert habe ich eher nicht. Irgendwie hat mein Körper immer schon Warnsignale gesendet, seit meiner Kindheit. Was dann kam war Symptombehandlung und seit ich erwachsen war Therapie, Symptombehandlung, Rückfall, wieder Therapie, Symptombehandlung usw.

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    auch mal etwas zu akzeptieren, so wie es ist,
    und ich mußte lernen, diesmal den Schmerz auszuhalten.

    Ja, das ist auch mein Thema. Irgendwie ist der Schmerz größer als das Problem, schwer auszuhalten. Warum ist schwer zu sagen. Irgendwie bin ich zu sensibel.

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    ich mußte lernen, diesmal den Schmerz auszuhalten.
    Jetzt war ich mit mir konfrontiert, daher mußte ich meine Antennen neu ausrichten, auf mich und bei mir mal nachschauen.

    Naja, seit meiner (schon länger zurückliegenden) Pubertät richte ich meine Antennen auch nach innen. Was ich da finde, ist allerdings auch eher ne Überforderung.
    Liegt daran, dass ich über wirklich alles nachdenke, an allem Möglichen Interesse habe und Wünsche habe, die nicht so einfach zu verwirklichen sind. Ich habe mich all die Jahre auch weiterentwickelt, kleine Wünsche verwirklicht, aber irgendetwas Wichtiges fehlt noch.

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    So wie es aussieht, habe ich bisher ein sehr einseitiges Leben geführt. Ich habe lange Zeit meine Bedürfnisse und meine Träume vernachlässigt. Es gibt emotionale Bedürfnisse, die ich nie ausleben konnte. Das ist meine Baustelle und daran arbeite ich.

    Ich wünsche dir gutes Gelingen, nie aufgeben...

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    Doch Vorsicht, zuerst muß es DIR mal gutgehen, nur dann kannst DU auch für alles andere wieder ein adäquater Ansprechpartner sein.
    Aber auch das könnte noch zuviel sein. (vom CO-Verhalten)

    Ja, ich brauche etwas mehr Balance in meinem Leben.

    Eigentlich hatte ich mir ja immer vorgenommen, nur gut zuzuhören, aktives Zuhören genannt. Das fällt mir deshalb schwer, also nur zuhören, weil sich dabei in meinem Kopf soviel abspielt - Analyse, Gedanken, Ideenblitze, Gefühlsachterbahn.

    Da ganz gelassen zu bleiben ist echt ein Kraftakt.
    Schätze, der Weg ist, meine Kräfte besser einteilen.

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße zurück
    Elfi

    Hallo zusammen,

    @ Linde: Sorry, kommt nicht mehr vor.

    @ Desparates + Innocent:

    Wollte nur erwähnen, es gibt mehrere Möglichkeiten, Mitleid + Mitgefühl zu interpretieren. Sieht vermutlich jeder ein wenig anders.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mitgefühl für mich eher positiv ist (contra Gefühlskälte).

    Mitleid ist meiner Erfahrung nach eher grenzwertig.
    Manchmal ist es nützlich, z.B. dann wenn ich möchte, dass mir jemand hilft.

    Wenn ich aber mit meinem Problem selbst zurecht kommen möchte und NICHT will dass sich jemand einmischt, mag ich nicht bemitleidet werden.

    Mitgefühl ist für mich Gefühlswärme, jemanden verstehen können.
    Das darauf folgende Mitleid eher so ein "lieb gemeintes Einmischen wollen"

    Da muss ich mich an meine eigene Nase greifen, selbst lernen, das besser unterscheiden zu können und vorallen Dingen lernen zu unterscheiden, ob jemand will dass ich helfe oder ob das eher von mir kommt.

    @ alle
    Ich stelle hier mal ein paar Infos zusammen über mich, damit keiner suchen muss:

    Ich bin ein EKA, empfinde mich aber stärker als CO, weil ich schonmal eine (nicht nach Alkohol) süchtige Person erfolgreich von einer Sucht runterbekommen habe (war kein Alkohol), musste allerdings feststellen, dass das nicht viel genutzt hat, eine Sucht kann sich verschieben (z.B. auf Alkohol) oder es droht dauernd ein Rückfall.

    Ich lebe in der Gewissheit, dass ich nix dagegen tun kann, wenn 3 Personen, die ich sehr gerne mag nicht davon abhalten kann sich selbstschädigend zu verhalten.

    Irgendwie sitze ich dauernd auf glühenden Kohlen, sehe das Elend um mich herum, meine Seele und meine Eingeweide tun mir weh und ich würde mich am liebsten - ich weiß auch nicht, ich würde am liebsten alles zuschütten oder verdrängen.

    Mit Essen zum Beispiel. Ich weiß, dass das falsch ist, kenne mich mit der Materie aus, aber manchmal ist es mir eben wurscht ob ich mich selbstschädigend verhalte, wenn es mir ohnehin mies geht.
    Glücklicherweise ist im Essen ja kein Suchtstoff drin, ist nur ne psychische Komponente. Zunehmen tu ich davon nicht, dafür mach ich das zu selten.

    Früher war ich mal depressiv, darüber bin ich aber hinweg.
    Danach habe ich ein anderes Problem entwickelt, mache zur Zeit erfolgreich eine Therapie, habe dieses Problem praktisch überwunden.

    Heute bin ich schlicht und ergreifend nur traurig.

    Irgendwie erwarte ich vom Leben, dass es schön sein "sollte", harmonisch und so.
    Ich glaube, es gab nie eine heile Welt. Und egal was ich tue, es wird auch keine heile Welt geben.

    Manchmal wünsche ich mir, ich würde weniger fühlen, es tut mir so weh, all das Elend zu sehen und zu realisieren.

    Manchmal igle ich mich zuhause ein, will das alles nicht mehr sehen. Davon geht es mir aber auch nicht besser :(

    Klar habe ich auch Momente, wo es mir gut geht, ich das Leben genießen kann und so. Aber die sind selten. Und ich sehe auch, dass es mir insgesamt besser geht als früher.

    Ich möchte, dass es den Menschen, die ich mag, auch gut geht.
    Ich kann es nicht ertragen lange bei ihnen zu sein, wenn ich sehe, dass es ihnen nicht gutgeht und ich ihnen nicht helfen kann.
    Und deshalb bin ich traurig.

    Hallo Ette, hallo Heinrich,

    danke dass ihr euch Zeit genommen habt, um mir zu antworten.

    Ette : Ich möchte nicht, dass auf die meine alten Threads noch geantwortet wird, weil die sich für mich mittlerweile erledigt haben.
    Ich werde versuchen, ab sofort in diesem Thread zu bleiben, vielen Dank für dein Feedback !

    @Heinrich: Danke ! Es geht mir heute morgen schon wieder besser.

    Hallo my Angel,

    ich habe für diese spezielle Situation Keine Ratschläge für dich, soviel vorab.

    Ich kann nur sagen, wie ich allgemein mit Angstgefühlen umgehe, vielleicht hilft dir das einwenig.

    1 Angst ist IMMER mit Körper(ver)spannung verbunden. Beinahe jede Entspannungmethode hilft gegen Angst.

    2 Musik kann helfen, Entspannungsmusik oder Lieblingsmusik

    3 Mir persönlich hilft Qi Gong, z.B. eine liegende Acht in die Luft malen

    4 Klopfakkupressur soll angeblich auch helfen, habe ich nur mal kurz ausprobiert

    5 Spazieren gehen, Gymnastik und sonstiger Sport setzen Glücksgefühle frei und lenkt ab. Mir reichen da manchmal schon 5-10 minuten, ideal sind 20-30 Minuten.

    6 Tagebuch schreiben mit 2 Spalten: das war heute gut - das nicht so gut

    7 Sich mit Arbeit beschäftigen, einem Hobby, etwas tun dessen Endergebnis man "sehen" und "greifen" kann

    8 Gesellschaft anderer Menschen suchen und über etwas Normales reden, Small talk, ein Stück Normalität

    9 Bücher lesen die Mut machen (z.B. Menschen die erfolgreich eine schwierige Situation durchgestanden haben: Erfinder, Bergsteiger, mutige Frauen usw)

    10 ich habe heute eine schöne Geschichte über Angst gelesen, die möchte ich dir nicht vorenthalten ;)

    - edit, bitte keine Texte einstellen, danke, Linde -

    Hallo,

    habe gerade meine Familie besucht. Nach einer Stunde bin ich vorzeitig aufgebrochen, weil ich es dort nicht mehr ausgehalten habe.

    Das passiert sehr selten.

    Immerhin hatte ich meine Emotionen soweit im Griff, dass ich ganz ruhig war und nichts gesagt habe, mich abgelenkt habe bis ich aufbrechen konnte.

    Ich wünsche mir eine andere Realität, kann nicht akzeptieren dass ich am Schicksal der Menschen, die ich mag nichts ändern kann.

    Ich sehe die Möglichkeiten in jedem Menschen und es macht mich ganz verrückt, dass es dabei bleibt, dass es sich nicht entfaltet.

    Es ist, als ob ich einen Garten wüsste, in dem wertvolle Samen oder ausgewachsene Pflanzen stehen würden, die ich alle persönlich kenne und liebe und dürfte nichts tun, wenn sie langsam verwelken.

    Oder wenn ich Tiere in freier Wildbahn sehe, die krank sind und einen Tierarzt brauchen und ich hätte keine Möglichkeit, ihnen zu helfen, weil sie sozusagen "vogelfrei" sind.

    Oder wenn ich sehe, was die Menschheit diesem Planeten antut,
    und ich realisiere - egal was ich tue, ich kann es nicht aufhalten.

    Ich bin eine Kämpfernatur und bin doch so schwach.

    Es ist einfach traurig.
    Ich könnte jetzt hingehen, positiv denken, es ist nur ein Teil der Wirklichkeit, es gibt auch schöne Momente, die du genießen kannst etc.

    Klar, ich kann mir das Leben schön machen.

    Trotzdem weiß ich - anderen geht es mies und dann hat mein "schönes" Leben irgendwie einen faden Beigeschmack.

    Kennt ihr das? Ich brauche keine Ratschläge mehr, nur Trost....

    Hallo an alle,

    ich stecke in einem Muster fest, in einer Sackgasse.

    Wenn mir jemand von seinen Problemen erzählt, möchte ich gerne menschliche Nähe herstellen durch mitfühlendes Zuhören.

    Während ich zuhöre, fühle ich stark mit, wechsle die Perspektive. Ich stelle mir dann vor, ich wäre die Person mit dem Problem. Es ist dann plötzlich mein Problem.

    Ich denke dann, wenn ich eine Lösung weiß und es nicht sage,
    bist du schuld wenn der andere dieses Problem weiterhin hat,
    wenn er von selbst nicht auf die Lösung kommt.

    Mir ist mittlerweile klargeworden, dass das ungesund ist.

    Auf der Gefühlsebene fühle ich aber trotzdem stark mit. Ich muss regelrecht die Schotten dicht machen, wenn ich mit Menschen zusammenbin, die irgendwelche Probleme haben - und eigentlich hat doch jeder Mensch so seine Probleme.

    Ich dachte, es ist gut, mitzufühlen, die Perspektive anderer einzunehmen, doch das schaffe ich irgendwie nicht, das frisst mich auf.

    Ich glaube, das hängt auch damit zusammen, dass ich Angst davor habe, gefühlskalt und egoistisch zu sein.

    Als Kind hat man mir immer gesagt, du darfst nicht wie dein Vater werden (bin EKA), der ist egoistisch. Naja, und manchmal bin ich halt auch egoistisch. Irgendwie habe ich die Balance noch nicht gefunden.

    Ich möchte gerne mit Menschen zusammensein, deren Nähe genießen,
    ohne dass ich mir deren Probleme zu eigen mache.

    Irgendwie rutsche ich aber dauernd in diesen Perspektivwechsel rein,
    mitfühlend zuhören und schwupp bin ich wieder in die Gedankenwelt des anderen geswitcht.

    Und ich denke, ich würde mir selbst und dem anderen einen großen Gefallen tun, wenn ich eine Lösung suche. Dann fühle ich mich verantwortlich dafür.

    Wenn ich mich aber abgrenze, die Schotten dicht mache, nicht mehr mitfühlend zuhöre, dann fehlt mir die menschliche Nähe und ich bin allein.

    Hallo Emma,

    >danke für deinen langen Text. Du scheinst mir irgendwie vom Fach zu sein, hast genau die Fragen erwischt, auf die ich selber nie gekommen wäre. Danke nochmal. >

    Nein, ich bin nicht vom Fach, ich bin ein EKA, neige zur Co-Abhängigkeit, und mache gerade meine dritte Therapie, weil ich Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe.
    Das mit den Fragen kommt daher, dass ich viele Kommunikationsbücher gelesen habe. Außerdem vermeide ich es, irgendwelche Tipps zu geben (klappt nicht immer), weil ich weiß, dass das nicht so gut ist. Schäme mich mittlerweile für mein Verhalten hier im Forum, habe vom Moderator einen Anschiss bekommen, weil ich sowenig über mich selbst schreibe :oops:

    >Ich bin nämlich der typisch zum Helfen erzogene Mensch. Diese Helferrolle hat mich ausgemacht, war bisher meine Identität, die mich erfüllt hat, auch beruflich. >

    Emma, ich war kurz davor, auch darein zu rutschen. Ich dachte, ich weiß was gut für andere ist, weil ich versucht habe, deren Probleme sachlich zu analysieren. Das ging über ein (gesundes) Feedback hinaus. Ich habe andere mit jeder Menge Tipps versorgt. Ich fürchte, hier im Forum mache ich gerade den gleichen Fehler, auch wenn ich stattdessen mehr Fragen gestellt habe. Das mit den Tipps will ich jetzt ganz sein lassen, irgendwie ungesund.

    <>Was würde passieren, wenn er anrufen würde, er lässt sich helfen, ist sicher aufgehoben, das wäre sein letzter Anruf, Tschüß. <>

    >Das wäre dann wohl so, als hätte sich meine Mission erfüllt.
    Würde wohl glatt darauf was trinken gehn.>

    Du meinst, du würdest das auf dich beziehen, als dein Erfolg?
    Überleg. In der gleichen Situation wäre ich erleichtert, aber wohl auch ein wenig euphorisch,aufgedreht, ohne das mir als Erfolg zuzuschreiben.
    Das mit der Mission kenne ich von mir auch.
    Frage mich, wie viele Möchtegern-Therapeuten es wohl in Deutschland gibt...


    >das ist wieder ein Stück Freiheit, die Abgabe der falschen Verantwortung zurück an den Verursacher.>

    wenn ich das lese, geht mir das Herz auf. Ich glaube oft, ich wäre verantwortlich dafür, wie es meiner Familie geht. Fühle mich wie auf glühenden Kohlen, wenn ich weiß es geht einem Familienmitglied nicht gut- mach was sonst ist es deine Schuld, wenn es schlimmer wird :(
    Das ging bei mir soweit, dass ich das auf Bekannte, Kollegen ausgeweitet hatte. Wenn es der Kollegin nicht gut geht, geht es mir auch nicht gut.

    >Die Zeit die ich jetzt neu investieren kann für wichtige Dinge, aber ich halte noch immer den Pinsel in der Hand und weiß noch gar nicht genau welches Bild ich jetzt malen soll.>

    Pinsel ist doch gut, da brauchst du nur noch ein bisserl Farbe ;)

    >Wünsche gibt es viele, aber muß erst die neuen Pläne schmieden und umsetzen was geht.>

    Wünsche dir, dass du deinen wichtigsten Wunsch findest und verwirklichen kannst! Oder einen kleinen Wunsch, den du sofort verwirklichen kannst.

    Schönes Wochenende!

    Hallo Linde,

    Zitat: Wann geht es mal um DICH?

    Es ist schlimm für mich, wenn ich sehe, dass es meiner Familie schlecht geht, ich fühle da ganz stark mit, bin sehr sensibel.

    Ich habe mich von der Familie zurückgezogen, weil ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll.

    Ich kann da nicht dauernd hingehen, Schotten dicht und nur die "Oberfläche" genießen.

    Also wenn ich zum Essen eingeladen bin, nur das Essen genießen.
    Ich habe immer meine Antennen ausgefahren und registriere, wenn jemand traurig ist, wenn es Probleme gibt und da fühle ich mit, fühle mich dann selbst nicht gut.

    Ich kann mich zurückhalten, den anderen ihr Problem lassen,
    kann aber die Gegenwart der Familie nicht mehr genießen,
    weil ich weiß, denen geht es nicht gut, das macht mich einfach traurig.

    Ablenken hilft mir auch nicht, ich denke trotzdem dran.
    Ich kümmere mich durchaus um mich, ich lese viel, habe Hobbys usw.

    Aber im Hinterkopf weiß ich: der Familie geht es schlecht und sobald ich da hin gehe, werde ich traurig. Und wenn ich nicht hingehe, bin ich auch traurig, früher oder später denke ich dran, egal wieviel Ablenkung ich habe.

    Ich weiß nicht, was ich tun soll mit meinen Gefühlen :(

    Klar weiß ich, es ist das Problem der anderen, nicht mein Problem, realistisch betrachtet geht es denen manchmal auch gut und wenn nicht kann ich es auch nicht ändern.

    Fakt ist aber: Das ist nix was ich ausblenden kann. Es ist ein Alptraum ohne Ende.

    Hingehen und leiden? Daheimbleiben und trotzdem leiden?
    Schotten dicht machen? Nix mehr fühlen?
    Gefühle umdeuten? Alles nicht so schlimm?
    Positiv denken? So tun als ob alles wunderbar wäre?

    Diese ganzen Techniken, rational mit Gefühlen umgehen,
    die Realität sehen, das Positive wahrnehmen sind ja gut und schön, irgendwie bringt mich das nicht weiter.

    Ich sehe die Realität, die ist nicht gerade erbauend.
    Ich sehe, dass da Potential zur Veränderung ist, das bringt mich aber nicht weiter, weil ich nix machen kann.
    Ich sehe, dass ich nix tun kann, das macht mich nicht gerade gelassener.
    Ich kann mich entspannen und gelassen sein, aber nicht rund um die Uhr.
    Dazu müsste ich stundenlang meditieren, dafür hab ich keine Zeit.

    Meine Gefühle sind immer noch da.
    Ich bin traurig, ich bin wütend, ich fühle mich hilflos, ich habe eine diffuse Angst vor der Zukunft, manches was passieren könnte ahne ich, anderes weiß ich schlichtweg nicht, kann ich nicht wissen.

    Mir selbst kann ich meistens helfen. Meiner Familie kann ich nicht helfen.

    Ich glaube, ich bin nicht stark genug, um diese Gefühle auszuhalten,
    wenn ich die Familie besuche, ich weiß nicht wie ich das bewältigen soll.

    Klar könnte ich jedesmal meditieren, ich weiß wie ich mich abgrenzen kann, mich erden kann, ganz gelassen sein kann usw.

    Aber das alles kostet total viel Zeit und Kraft.

    Ich glaube, ich kann das nicht oft machen. Und dann fühle ich mich einsam. Ich bin gerade den Tränen nahe.

    Ich bin halt total sensibel, nicht wirklich belastbar.

    Ich müsste mehrmals am Tag meditieren, damit es mir gut geht.

    Und dann will ich auch noch Geld verdienen, wie soll ich das machen, wenn es mir nur dann gut geht, wenn ich soviel Zeit brauche, damit ich mit meinen Gefühlen klarkomme :roll:

    Hab grade einen Durchhänger, sorry. Jammern bringt ja auch nix :o:?