Beiträge von kaltblut

    Hallo Replikationsfehler,

    da bist Du auf dem richtigen Weg, es geht um Dich und Gotti hat es Dir ja sehr geschmackvoll dargestellt.

    Welche Konsequenz würde sich denn für Dich daraus ergeben, wenn Deine Frau nur dann weiter trocken lebt, wenn ihr Umfeld von allem Alkohol, von allen Sucht auslösenden Gedanken frei sein müßte?

    LG Kaltblut

    Hallo Emma,

    Du bist hier, das kannst Du in 24h zu jeder Sekunde wenn es Dich irgendwie packt, drückt und verrückt macht. Hier hast Du eine Lese- und Schreibtherapie. Eine reale Gruppe findet sich in jeder Stadt.

    Es hat damals noch lange gedauert, bis ich mir eingestehen mußte, konnte, durfte, dass meine Beziehung und Ehe auf wackligen Beinen und beidseitiger Bedürfnisbefriedigung von außen stand.

    Ich bin dankbar dass das dieses Forum existiert, denn es brachte mich auf den richtigen Weg.

    LG Kaltblut

    Hallo Emma,

    Deine Gegenpole passen recht gut. Wenn Du gut geerdet, gut bei Dir bist, gut Dich Dich sein lassen kannst, wirst Du auch gut in Deiner Mitte bleiben können. Da wird Dir der gegenüberliegende Magnet gut passen. Wenn aber einer aus dem Gleichgewicht kommt, dann pappen die Polende zusammen oder stoßen sich gewaltig ab.


    Danke, dass Du mich daran erinnert hast mal in alten Texten zu lesen, als ich hier ankam:

    Zitat

    „Wisst Ihr, wie wunderschön es ist, wenn dieses zarte Wesen im Bettchen liegt, den Kopf zufrieden lächelnd dreht und mir einen morgendlichen Abschiedskuss auf die Lippen presst. Der Tag ist dann wunderschön, nur diese blöden Gedanken, die waren Anfangs nicht da.“

    Das bisschen Wein war eher wie, dass bisschen Haushalt ist doch nicht so schlimm….

    LG Kalblut

    Hallo Replikationsfehler,

    ich kam hier hin, weil Frau getrunken hat und das mußte doch irgendwie reparierbar sein. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt dass ich ganz schön selbst vom guten Wein abhängig war, also Alkoholiker bin. Das trifft ja nun bei Dir nicht zu.

    Ich habe viel geraucht, gefressen, und und und und war von meiner Frau abhängig. Geliebt und gekämpft habe ich um sie, auch wenn wir heute glücklich getrennt sind.

    Ich hätte ein Problem damit, wenn eine Frau neben mir eine Fahne hat oder nach Kneipe durftet. Hatte ich früher nicht. Für vieles ist in meinem Leben kein Platz mehr und da bin ich sehr dankbar für.

    Wenn Deine Frau tatsächlich 1 Jahr nichts getrunken hat, aus eigener Kraft Dir zu Liebe aufgehören konnte, dann hat sie Dir neben Deinen Kindern ein verdammt großes Geschenk gemacht.

    Du meinst sie hat Angst vor Dir und Du Angst sie zu verlieren? Da habt Ihr beide ganz schön was zu sortieren.

    Hilfe durch Nichthilfe. Mit jedem Rückfall in meine Coabhängigkeit habe ich die Situation nur verschlimmert ohne es zu merken, denn ich wollte doch nur......

    LG Kaltblut

    Hallo Replikationsfehler,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Stell Dir vor, Backmaus wäre Deine Frau, es wird Dir helfen.

    Klar hat Deine Frau Angst, wenn ich etwas Verbotenes machen würde hätte ich auch Angst aufzufliegen. Was willst Du denn verbieten? je mehr Du verbietest, je größer wird der Drang danach, hast Du das nie selbst erlebt, als Kind oder heute, als Ehemann, nur noch im Kopf das sie aufhört zu trinken? Übrigens, warum trinkst Du ihr vor, wenn es Dein größter Wille ist, das sie nicht trinkt?

    Die Frage ist doch, was tust Du für Dich und könntest Du Dir dann auch vorstellen in eine Gruppe zu gehen?

    LG Kaltblut

    Hallo,

    heute hat mir eine schöne Frau in ihrem offenen Sportwagen an der Kreuzung den Vorlauf gewährt, obwohl sie das laut Verkehrsordnung nicht brauchte. Ich habe das einfach genossen, ohne das irgendwelche Stauungen in meinem Hirn zurückblieben. Da bekommt das Wort läufig eine ganz neue Bedeutung.

    LG Kaltblut

    Hi Skye,

    da bringst Du aber einen klasse Kracher. Der Alkohol war das Erste was ich greifen, sehen, erklären konnte. Das die Entwicklungen auf das 10 Lebensjahr und davor, auf meine Eltern und deren Situation und überhaupt auf mich zurückgehen sollten war mir unbegreiflich.

    Ich war hier wegen meiner Frau, weil die gesoffen hat, nicht aufhören konnte und nicht um Latein zu lernen.

    Meine Eltern waren nicht alkoholabhängig, die hatten halt was anderes, was zur gleichen Verkokung und in die gleiche Struktur führte.

    LG Kaltblut

    Hallo Emma,

    die Sucht verdrängt bei beiden die Realität bis zur absoluten Handlungsunfähigkeit.

    Wenn Großbrände durch Wasser nicht gelöscht werden können, lässt man sie ausbrennen oder zündet ein Gegenfeuer, das ist schon sehr paradox aber oft ein guter und der einzige Weg.

    Bei uns beginnt die Heilung erst, wenn wir aufhören immer neue Wassereimer ins Feuer zu schütten.

    LG Kaltblut

    Hallo Susanne,

    wenn die Trennung nicht mit Hass, Wut, Groll, Eifersucht, Verlust und Verletzung verbunden war, wenn es in mir stimmt und alles in mir am rechten Fleck sitzt, werde ich auch mit den Einzelheiten aus dem Leben des Expartners umgehen können. Beziehungen gehen aber selten so auseinander.
    Selbst als ich von meiner 1. Frau schon einige Jahre getrennt, geschieden und mit meiner 2. Frau liiert war, passierte einiges in mir, als ihr jetziger Ehemann hier erstmals auflief.

    Nun sind meine 2. Frau und ich weder mit einem „Brötchenholen“ und weg, noch mit einen „Bussi“, lass uns mal trennen und nach mehrmaligem Trennen auch nicht mehr mit einen „in Liebe Loslassen“ auseinander gegangen, sondern mit einem radikalen Schnitt und einem mir selbst aufgelegten Kontakt und Gedankenverbot, eine Kapitulation meiner Gedanken. Anders ging es 2 Jahre nicht.

    Ich war nicht in mir in Ordnung so lange Altes an mir nagte und da war eine ganze Menge, es drehte sich ja weiter alles in meinem Kopp um meine Frau. Jedes neue BlaBla holte mir sie aus dem Hinterstübchen in die Aktivbirne zurück und schwups war alles wieder voller Matsche.

    Kontrollverhalten war das weniger, aber die Unfähigkeit mein Leben zu leben und dazu gehörten auch alte geprägte Abläufe und Äußerungen wiederzubeleben.

    Als ich dann einen verständnisvollen Menschen traf, hatte ich zwar was für meinen Verstand aber nicht für den rechten Fleck und so musste ich doch auch akzeptieren, dass da noch mehr war als „nur“ meine Frau. Da mussten erstmal einige Flecken an mir gefunden, beleuchtet, eingeweicht und aufgelöst werden, nicht im Kuschelschongang bei 30°, sondern in der Kochschleudernmangel.

    So lange meine Frau in meinem Kopf war, war es schwer möglich meinen Weg zu finden, in meinen Kopf nach Mängel zu sehen und mich nicht da aufzustellen, wo ich nicht hin wollte.


    LG Kaltblut

    Hallo,

    heute morgen lächelten mich sehr viele zufriedene, glückliche und hoffnungsvoll in die Zukunft blickende Menschen an und das dürfen die jetzt jeden Morgen, denn das macht mich auch sehr zufrieden.

    Vielleicht sollte ich mal in deren Büro fahren und nachsehen, ob die Bilder an den Laternen so richtig sind, aber das lasse ich besser, denn ich bin auch ohne sie zufrieden.

    LG Kaltblut

    Hallo Nat,

    es spricht für Dich, dass Du trotz des "nicht mehr brauchens" wieder hier bist. Leider haben nicht viele den Mut, die einmal dachten auf einem guten Weg zu sein und feststellten, dass da doch noch mehr ist.

    Als Alkoholiker kann ich Dir zu Deiner Frage nichts sagen, als Coabhängiger Mensch, der mit zahlreichen Süchten durchzogen ist erlebe ich mich heute anders als vor 3 Jahren.

    Da stand meine Frau an erster Stelle und ich hätte alles für sie bewegt. Hätte sie das aus mir damals unverständlichen Gründen nicht gewollt, wäre das direkt gegen mich gerichtet gewesen. Ich habe damals vieles anders definiert, ich wußte es nicht anders.

    Heute steht weder eine Partnerschaft, noch ein Partner an erster Stelle. Da stehe ich und das ist die wichtigste Entwicklung auf meinem Weg zur Gesundung. Wenn mich jemand einnimmt, über rennt oder fest hält, kann ich damit nichts mehr anfangen, denn ich weiß heute wie ich damals war und so möchte ich nicht mehr sein und natürlich kann ich auch mit keinem Partner was anfangen der so wäre. Was mir nicht gut tat, hat keinen Platz mehr in meinem Leben.

    Ich bin dankbar, dass ich das heute weiß und mich entsprechend orientieren darf. Das ist immer noch das Schwierigste, mich nach mir zu richten.

    LG Kaltblut

    Hallo Britta,

    Weggabelungen sind gut, mich haben sie immer wieder dazu getreten irgendwas zu tun.

    Da war mal eine Dame, ich finde sie nicht mehr, die mußte erst noch das tolle Grundstück im Elsass verkaufen, dann gab noch den mit der zurückgezogenen Scheidung, der dann zum 3. mal die Scheidung einreichte. Überall passierte was.

    Ich wünsche Dir kreative Einfälle Deine Schilder zu malen. Was würdest Du denn da drauf malen, wenn es um "gut" geht?

    LG Kaltblut

    Hi Meikel,

    ich finde es große Klasse, wenn ihr in die Tiefe geht, wobei das oft in eine Art Rechtfertigung abdriftet. Ich habe das getan weil es so auf mich wirkte und wenn Du das so nicht gemacht hättest dann hätte ich nicht und würde auch nicht und deshalb undundund.

    Deshalb heißt es im Heute bleiben und dann wird das von gestern immer unbedeutender.

    Sieh mal und da richte ich mich auch an Britta, ich wusste was meine Frau mag, wie sie dachte, wie sie reagierte, was passierte, dachte ich damals zumindest, dabei habe ich sie oft schamlos missbraucht. Nicht zu sexuellen oder unwürdigen Handlungen, missbraucht, damit sie mir meine Existenzberechtigung als minderwertiges Lebewesen neben ihr erteilte, missbraucht für Anerkennung und Glücksmomente, missbraucht für Liebe, die ich mir nicht selbst geben konnte.

    Wozu habt Ihr Eure Partner missbraucht oder gab es so was nicht bei Euch? Gab es da nur einen ausfälligen Säufer und einen der die Überreste beseitigte?

    Meine zwei Jungs hatten mich damals gelehrt, dass sie immer dann wenn sie satt waren und die Pulle abgesetzt war, das Bäuerchen gemacht war, irgendwann erwachten und wieder was haben wollten. Bei meiner Frau hatte ich das vergessen, es war so ähnlich nur ganz anders.

    LG Kaltblut

    Hallo Meikel,

    danke für Deine Frage. Was machen Deine Frau oder die anderen denn mit den Fragen und Antworten? Überprüfen sie ihr eigenes Verhalten, das wäre ja sensationell klasse:

    merkt man als Angehöriger wirklich nicht
    -wie sehr man sich im Wesen verändert,
    -wie schlimm man aussieht,
    -wie sehr man seine Familie verletzt,
    -wie sehr man sich selbst was vormacht,

    warum sind immer die anderen an allem Schuld???

    Das muss spannend bei Euch sein.

    LG Kaltblut

    Hallo cee,

    ja warst Du denn schon drin? Es geht hier um Dich, nur um Dich und die Erkenntnisse die Du für Dich, Dein weiteres Leben, die nächste Beziehung zu Dir mit nimmst.

    Wenn Du in den Sack haust weil Deine Partnerin woanders rum macht, ist das so als hättest Du vor lauter Schmerz aufgehört zu denken.

    LG und alles Gute komm einfach wieder Kaltblut

    Zitat von Emma123


    Trotzdem gibt es da diese Leere in mir und gerade gegen Abend hin bin ich oft unglücklich. Diese Leere, die es in der Beziehung nicht gab.

    ..Manche Gespräche jedoch arten aber auch in Wortduelle aus und kosten mich viel Energie.

    Hallo Emma,

    ist doch klasse, alles was leer ist, kann gefüllt werden. Heute pflücke ich Pflaumen, was glaubst Du wie dankbar ich für leere Eimer bin.

    Ich bin heute dankbar wenn mich ein Geschäfts- oder Privatgespräch schafft, weiß ich doch dann, dass ich darüber nachdenken muss, denn
    ich muss nichts tun was mir nicht gut tut.

    LG Kaltblut

    Hi Reisende,

    wegwerfen, also wenn es mir nicht mehr gefiel, gegen Neues austauschen, das geht über Geschmack, Kleidung, Autos, Jobs bis zu Partnern und quer durch die Palette der Suchtmittel. Der Suche nach Erfüllung meiner Mängel sind keine Grenzen gesetzt.

    Als ich vor 3 Jahren an unserem Küchentisch saß und feststellte dass da scheinbar was ganz anders war als ich es mir immer gedacht hatte, kamen Zweifel auf, ob ich denn überhaupt richtig dachte. Damals habe ich alles ausgeblendet und Dinge so schön gedacht, wie es eigentlich nur mit einem Dachschaden möglich war. Zwei Jahre habe ich es noch auf mich einhageln lassen, denn die Ängste meine Frau zu verlieren waren größer als mein Verstand.

    Der todbringende Kick eines tiefen Zuges oder der Geschmack eines alten giftigen vergorenen Saftes ist nichts gegen die Freude mein Leben wieder zu leben. Das lebt eben nur in mir und aus mir heraus.

    Deine Fragen hören sich doch klasse an. Du wirst bestimmt herausbekommen wie Du tickst.

    LG Kaltblut