Hallo Susanne,
wenn die Trennung nicht mit Hass, Wut, Groll, Eifersucht, Verlust und Verletzung verbunden war, wenn es in mir stimmt und alles in mir am rechten Fleck sitzt, werde ich auch mit den Einzelheiten aus dem Leben des Expartners umgehen können. Beziehungen gehen aber selten so auseinander.
Selbst als ich von meiner 1. Frau schon einige Jahre getrennt, geschieden und mit meiner 2. Frau liiert war, passierte einiges in mir, als ihr jetziger Ehemann hier erstmals auflief.
Nun sind meine 2. Frau und ich weder mit einem „Brötchenholen“ und weg, noch mit einen „Bussi“, lass uns mal trennen und nach mehrmaligem Trennen auch nicht mehr mit einen „in Liebe Loslassen“ auseinander gegangen, sondern mit einem radikalen Schnitt und einem mir selbst aufgelegten Kontakt und Gedankenverbot, eine Kapitulation meiner Gedanken. Anders ging es 2 Jahre nicht.
Ich war nicht in mir in Ordnung so lange Altes an mir nagte und da war eine ganze Menge, es drehte sich ja weiter alles in meinem Kopp um meine Frau. Jedes neue BlaBla holte mir sie aus dem Hinterstübchen in die Aktivbirne zurück und schwups war alles wieder voller Matsche.
Kontrollverhalten war das weniger, aber die Unfähigkeit mein Leben zu leben und dazu gehörten auch alte geprägte Abläufe und Äußerungen wiederzubeleben.
Als ich dann einen verständnisvollen Menschen traf, hatte ich zwar was für meinen Verstand aber nicht für den rechten Fleck und so musste ich doch auch akzeptieren, dass da noch mehr war als „nur“ meine Frau. Da mussten erstmal einige Flecken an mir gefunden, beleuchtet, eingeweicht und aufgelöst werden, nicht im Kuschelschongang bei 30°, sondern in der Kochschleudernmangel.
So lange meine Frau in meinem Kopf war, war es schwer möglich meinen Weg zu finden, in meinen Kopf nach Mängel zu sehen und mich nicht da aufzustellen, wo ich nicht hin wollte.
LG Kaltblut