Beiträge von kaltblut

    Hallo Kathrin,

    in meiner realen Angehörigen Gruppe sind auch regelmäßig alkoholkranke Menschen, die ein trockenes Leben führen, aber Co-abhängig wurden und daß bezieht sich nicht unbedingt auf einen trinkenden Partner, sondern auf Abhängigkeit.

    Oft merken Kinder von alkoholkranken Elternteilen erst im mitteleren Alter, daß da was zu reparieren ist und genauso, wie Menschen jahrelang nicht trinken, aber nie trocken wurden, nie ihre Grundhaltung zum Leben und zu sich selbst änderten, gibt es Co Abhängige und erwachsene Kinder die großen Aufarbeitungsbedarf haben.

    Du wirst überall Willkommen sein, dafür mußt Du nicht im Dreck sitzen, einfach anklopfen.

    LG Kaltblut

    Hallo zwetschke,

    auch noch ein herzliches Wilkommen.

    Zweifel sind gut, sie wühlten mich auf und sorgten für Fragen daß mir der Kopf weg flog. Da konnte ich endlich Antworten suchen und finden.

    Ich habe damals oft die Seiten hier weggeklickt, weil sich mir der Magen umdrehte. Das waren alles neue, unbekannte, aufwühlende Dinge. Sie haben mir geholfen einen neuen Weg zu gehen.

    LG Kaltblut

    Hallo Dippche,

    herzlich willkommen hier im Forum.

    Gestern durfte ich wieder Jungs und Mädchen erleben, die 10, 20, 30 Jahre ältere als ich sind, dabei fühlte ich mich was alt, denn die sprühten voller jugendlicher, lebhafter Energie. „Du bist alt“, ich bin so alt wie ich mich fühle und je mehr ich mich fühle, je jünger und lebendiger werde ich und da habe ich gute Vorbilder.

    Wenn die Kraft durch was Kaputtes ausgeht, ist es Zeit etwas zu verändern und das Flickzeug beiseite zu legen.

    Schreib bitte weiter wie es Dir geht wenn Du vom Arzt zurück bist.

    LG Kaltblut

    Hallo Sonea,

    schön, daß Du hier schreibst, Dir so viele Gedanken machst und bei Deinem Schwager etwas bewegst.

    Es stimmt schon, daß nicht alle die hier schreiben Co-abhängig sind, aber auch viele die sich für nicht Co-abhängig halten, haben mächtige Steine zu buckeln und sind etwas.

    Das der Co-abhängige so viel über andere denkt, hängt auch damit zusammen, daß er sich selbst nicht mehr sieht, er hat sich quasi vergessen. Dann schlägst Du ein altes Bilderbuch auf und rufst: ne, das war ja ich. Da tut es ganz gut, andere wegzulassen und in sich reinzuschauen. Tut oft ziemlich weh, manchen so sehr, daß sie lieber weiterhin etwas sind.

    LG Kaltblut

    Hallo Kathrin,

    ich habe lange Zeit gedacht, noch offener, noch intimer, was soll mir der geschlossene Bereich bringen und selbst wenn es noch tiefer geht, würde es mich nicht überlasten?

    Wenn Du aufgefordert wirst etwas für Dich zu tun, in eine reale SHG zu gehen, zu einem Therapeuten, zum Arzt, zu schreiben, zu lesen, ist das manipuliert? Wenn es von Dir kommt, Du es willst, ist es dann nicht mehr manipuliert? Wozu ist das überhaupt wichtig?

    Ich habe viel geschrieben, was ich heute besser nicht mehr schreiben würde, denn ich sehe es anders. Im geschlossenen Bereich kann ich das aber schreiben, denn es geht um mich, um meine Gefühle und Gedanken, die eben nicht für andere einfach so verständlich sind und vor allem keinen Vogeur was angehen. Selbstverständlich existieren auch im geschlossenen Bereich Schutz- und Selbstschutzregeln.

    LG Kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    Skeptiker werden an Exenglorifizierung, festgehaltene alte Liebe und Schönreden denken. Nun, seit ich hier aufschlug ist viel vorgefallen, trotzdem bin ich meiner Frau dankbar und das ist etwas ganz Natürliches. Ja, die bereits erwähnten Veränderungen wären vielleicht auch so gekommen, bei mir, bei ihr, nur anders, irgendwann. Ich kenne Menschen bei denen ist heute noch alles unverändert, da wird gesoffen, gefressen, geglotzt, gespielt, geschluckt, gekauft, verdrängt, gehurt, kontrolliert, funktioniert, belogen, betrogen, gearbeitet, erkrankt und was da sonst hinter den geschlossenen Türen abgeht geht mich nichts an, da ist man wer, auch als Coabhängiger, einige werden damit von uns gehen, andere vielleicht irgendwann noch wach.

    Durch die „Krankheiten“ wurden bei mir Beschleuniger gezündet, Veränderungen griffen um sich wie ein loderndes Feuer und meine Bremsschirme sind oft verbrannt. Ich bin frei, suchtmittelfrei, so wie ich heute Suchtmittel definiere, erkennen kann, Gedanken demaskiere, analysiere, ansehen und auflösen kann, nicht immer, aber es gibt natürliche Warnmelder, die meine Sprinklerzentrale auf Hochtouren laufen lassen oder einfach etwas passieren lassen. Ich habe meinen Anfang gefunden und erstarre nicht mehr beim Anblick des Endes. Es wiederholt sich vieles, nur immer was anders und ich bin auf einem anderen Platz, mein Beobachter mit vertauschten Rollen.

    Vieles was ich meiner Frau in meinem Kopf vorwarf, was ich nicht begreifen und nicht verstehen konnte, was mein Gleichgewicht verlagerte, meinen Geist, meine Seele und meine Gesundheit angriff ist heute verständlich, ist heute auch in mir, ein erkannter und geschätzter Teil von mir, obwohl es nur ein klitzekleiner Teil vom unbegreiflichen Ganzen ist. Andere haben damit heute ihre Probleme, aber das sind nicht mehr meine. Mit dem Vollzug der ineinander greifenden Veränderungen haben wir uns laufend selbst überschlagen und nie mehr einen parallelen Highway befahren. Wir kamen nicht mehr auf eine Augenhöhe. Hochmut, Arroganz, Blindheit, Dummheit ließen uns beide vergnomen.
    Unverständliche Dinge gingen in uns ab und es bereitet mir heute noch Mühe in die Tiefe zu gehen und Narben anzusehen, es ist weder erforderlich, noch bringt es mir etwas. Dieser Teil der verschrumpelten Vergangenheit wird mich immer begleiten und ich kann Gutes daraus ziehen, heute. Ich war unfähig in meiner Ehe natürlich zu bestehen. „Ich“, denn was in meiner Frau abging, geht mich nichts an.

    Einen Schlüssel des Unverständnisses fand ich erst neulich, hier im Forum, ich konnte das nie ausdrücken. Immer wenn wir diskutierten und palaverten, regte sich meine Frau auf, daß ich nicht beim Thema blieb, den Punkt nicht ausdiskutierte und mich rechtfertigend und austeilend auf etwas anderes stürzte. Ich habe nie begriffen was sie laberte, was für einen Punkt, für mich war dieser markante Punkt ihres Hirnes so klar und leuchtend verarbeitet, daß ich schon längst woanders war, dachte ich. Unbegreiflich, daß ich überhört wurde und ich nie verstand was sie genau wollte. Zwei, die sich nicht mehr verstanden. Wie hätten sich zwei unstrukturierte Hirne verstehen sollen? Wie könnten sich im Wandel befindliche strukturierte und unstrukturierte Hirne verstehen? Mehr Intelligenz oder weniger Intelligenz reichen da nicht aus um aus der Dummheit zu kommen. Verstehen geschieht auf einer anderen Ebene.

    Es bringt mir etwas, wenn ich nicht an die böse Lösung unserer Beziehung denke, wenn ich an die schönen Erinnerungen denke, an daß was ich lernen durfte, was ich durch meine Frau mit Pauken und Trompeten für Veränderungen erfahren habe. Dabei denke ich nicht nur an das, was hier steht und sich bis an mein Lebensende fortschreiben läßt, sondern auch an die neuen Dinge von denen ich keine Ahnung hatte, die eine wertvolle Bereicherung meiner gesteigerten Lebensqualität sind.

    Es hat lange gedauert bis ich denken konnte: „ich liebe mich“
    Es hat noch länger gedauert bis ich laut sagen konnte: „ich liebe mich“
    Es hat noch viel länger gedauert bis ich „ich liebe mich“ sein konnte.

    Egoistisch, narzißtisch, masochistisch, sadistisch, Paranoia, Alkoholiker, sind nur einige Dinge von denen ich keine Ahnung hatte, nur vom abstoßenden gräßlichen Klang der fehlgedeuteten Bedeutung. Alles ist längst in mir, in gesundem Maße, nur, mit fehlender Balance wurde ich ein schiefer Typ. Ich maßte mir an, in einem gesunden Maß zu schreiben, für mich, über meine Frau maßte ich mir an krank und ungesund zu denken, ich, aus meiner Sicht. Ich habe als Kind, vom Schieferberg einer Müllkippe auf eine böse fette gefährliche Ratte mit einem Stück einer dünnen Schieferplatte gezielt, geworfen, sie gespalten. Das waren gräßliche Laute. Wir haben uns gräßlich verhalten und ich bin dankbar dafür, daß ich die Entfremdung erfahren durfte. Dann lese ich wieder die Frage: ob es denn hier nicht eine Beziehung gibt, die es geschafft hat. Vielleicht sind meine Frau und ich jetzt gespalten, getrennt viel zufriedener, glücklicher als zuvor. Denn das Leben geht ja weiter, das Leben und das gelebt werden hat aufgehört. Gut, du stehst da und kannst nichts dagegen tun, ansehen, hinsehen und plötzlich zerfällt alles, einfach so, vorbei.

    In dem Augenblick, als bei mir etwas nicht mehr richtig zu ticken drohte, da tickte alles einfach nur anders richtig, verändert und das war gut so. Menschen haben die Begabung den Punkt unbewußt zu finden der richtig weh tut, wir haben das auch geschafft, nur nicht worauf es ankam. Nicht mit umherfliegenden Schieferplatten, Gewalt oder Wandalismus, feiner, mit Ignoranz, mit Worten, mit Körpersprache, schärfer als die neuen zehnklingigen, achtstähligen Superrasierer, mit feinen nachklingenden schneidenden auf uns gerichteten Gedanken. Ich hatte fünf Jahre Profilierungszeit, da wurde es Zeit zu gehen, sonst wären wir beide gespalten gefallen.

    Wenn ich durch die Posts klicke, dann kann ich nicht glauben, daß so viel Zeit zwischen dem Entschluß mich hier anzumelden, um Hilfe zu bitten und heute liegt, daß so viel passierte und so viel ganz anders wurde, als ich es mir erhofft hatte. Irgendwann kreuzen sich alle Wege, nur anders eben. Anders werden ist nicht schlecht, anders sein ist gut. Die Muster werden sichtbar. Viele Krankheitsmuster, Syndrome und Ursachen, sie gleichen sich so.

    Ich habe viel mitgenommen, von meiner Frau, sie war ein guter Coach. Manchmal habe ich für sie gedacht, übersinnliche Fähigkeiten, sagt ja schon das Wort: Übersinnlich, sich sinnlich über jemanden stellen, das kann ja nur in die Hose gehen. Denken für andere, über deren Sinn denken, wo ich meinen eigenen Sinn nicht sah. Sinnlos. Übersinnlos.

    Daß die Hirnzellen solche Dinge erfassen, daß ich mit all den frei gewordenen Gedanken überhaupt umgehen kann, ist alleine schon ein Wunder.

    Meine Zukunft ist ganz neu ausgerichtet. Diese Gefühl was älter zu sein, aber in einem jüngeren Körper, mit mehr Wissen läßt mich erahnen wie es wäre, mit dem Wissen einiger Jahre Zukunft im Körper eines jungen Burschen zu sein. So ähnlich fühle ich mich, minus viele Kg, aufgeräumter, schneller, flexibler, gerader, ruhiger und mit klaren Lebensbestückungen ausgestattet, nach denen ich mich 50 Jahre lang gebückt habe, nur hob ich tuend, drehend, machend immer das Falsche auf.

    Da waren nur Gedanken die sich aneinanderreihten, die Veränderungen herbeiriefen, die mir heute übersinnlich und sinnvoll erscheinen. Mein Überhirn scheint sich geöffnet zu haben, was immer das ist, es war vorher blockiert, mit Suff, Co, Kippen, Fernsehen, Süßigkeiten, Fressen, Liebe, Arbeit, tun, drehen, machen, Aktionen mit Reaktionen bis zur Starre und vielem anderen Schwachsinn, sinnlosem Überschwachsinn, einfach blockierte Synapsen.

    Nicht die Grundlosigkeit brachte uns zusammen, sondern Abhängigkeiten, unbekannte Süchte. Das sollte so sein. Vieles was meiner Frau widerfuhr, durfte ich später erfahren, nur etwas anders. Vieles was ich erfuhr hat oder wird sie erfahren, nur etwas anders. Die vergangenen Jahre waren unverzichtbar, ich möchte keinen Tag missen, jeder hat mich weiter gebracht, zurück zu mir.

    Viele Menschen haben mich weiter gebracht, das Forum, die reale SHG, Freunde und Bekannte, Ärzte, meine Frau, meine Kids, die Familie und ich mich, da darf ich einfach immer wieder danke sagen.

    Ob ich was verloren habe? Ich habe nur gewonnen. Wer will den Wert der Ehe, eine Beziehung, der Liebe, der Erfahrungen und Veränderungen bewerten, beziffern, erfassen, begreifen? Ich, für mich. Ich habe nur gewonnen, Leben gewonnen, mein Leben, mich.

    Meine Frau hat mich an neue Gedanken geführt, zu Veränderungen und neuen Werten, an Kunst, an Architektur, an Literatur, an Hinterfragen, an Ordnung, an ein anderes Sauberkeitsverständnis, an höhere Ansprüche, an anderes Kochen, an Tischkultur, an neue Eßgewohnheiten, an Geschmack, an Entschleunigung, an Gefühle, an die Liebe, an das Leben, an Lebenshygiene. Auch meine Ernährungsumstellung und die nicht mehr krankheitsorientierte, sondern auf Gesundheit ausgerichtete neue Lebensführung ist auf den Kern der Veränderungen zurückführbar. Ja, ich habe gemacht, doch die Anstöße kamen von außen und durch die Krankheit. Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, ungezwungen meine Geschäftsessen trocken und qualmfrei zu verbringen, an vollen Schreibtischen, Vorratsstellen, Bäckereien, Metzgereien und Klopsbuden ohne Regung vorbeizulaufen und andere einfach sein zu lassen, unbewertet sein zu lassen, heute ist das so, nicht immer, aber immer öfter.

    Als ich hier ankam konnte ich mich nur durch blumenreiche Umschreibungen langsam verständlich machen, das war ein anerlebter Ausdrucksfehler. Viele Texte habe ich hier zigmal gelesen, weil es mir unmöglich war so was zu verstehen, Dummheit ist nichts Schlimmes, aber ich kann aus der Wiederholung der Wiederholung lernen. Glaubt denn wirklich irgendwer, ich hätte begreifen können das ich von dem was meine Frau in sich rein schüttete, einmal bei dem landen würde, was bei mir rauskommt? Heute weiß ich, daß auch Stuhlverstopfung ein alltägliches Krankheitsbild und Alarmzeichen zur Überprüfung meines Wohlbefindens ist und gerade Abführmittel in Tee- oder Pillenform klasse Suchtmittel sind, die generationsübergreifend durch falsche Weisheiten verbreitet werden. Nicht nur mit dem was ich in mich rein schütte, was ich esse, auch noch mit dem was aus mir rauskommt wird Kohle gemacht, richtig fette Kohle.

    Die Veränderungen, schränken mich nicht ein und blockieren nicht mein Handeln, sie sind Alltag geworden, liebgewonnen, wie erlerntes Lesen und Schreiben, sie sind einfach, wie die Ergänzung einer Muttersprache, mit all ihren Einschränkungen und Warnsignalen Alltag geworden, Normalität, eingebettet in die grundlose Liebe und den Widersprüchen des Lebens an sich.

    50 Jahre Fehlprogrammierung können nicht einfach deleted und umprogrammiert werden, das ist ein langer Lebensprozeß. 95, 98, 2000, ixpe, asta la vista baby, jahrzehntelanger Schrott den ich mit mir rumschleppe, wie in meinem PC, immer neu, immer up to date, die Updates, Sicherheitsfiles und Überarbeitungen kosten heute mehr Zeit und Geld als der Nutzen. Ich will diesen überforcierten, unhygienischen Lebensmüll nicht mehr in mir verwalten.

    Vor so 200 Jahren meinte mal ein Frankfurter VIP, wenn er mit anderen disputiert und im Recht ist, dann weiß er nie ob er nicht schon Augenblicke später im Unrecht ist. Die Natur richtet das. Das Leben, die Natur sind viel zu schön, um an vergangenen blockierten Synapsen festzuhalten.

    Manche meinen ich sei ein Radikaler, ein Unnormaler, ein Verrückter. Stimmt, ich habe radikal meine scheinbare Normalität verrückt, verändert. Im meinem Umfeld befinden sich heute mehr kranke Menschen als ich je für möglich erachtete, achtbare liebenswerte Menschen, viele sind etwas älter, so 10,20,30 Jahre, mit geänderter Lebensführung, seit so 10, 20, 30 Jahren, da ist pures Leben und innen drin, jünger als ich es bin, an diesem Jungbrunnen arbeite ich.

    Ich bin mein Happyend mit dem ich mir noch lange Zeit lasse.

    Lieben Gruß Kaltblut, auf einem sicheren und festen Weg, unabhängig.

    Der Rest steht im Butterweichen und Steinharten, da habe ich Steine weich gekloppt und Butter hartgeschlagen, für die Harten gestreichelt. Ich bin hier nicht alleine. Viel mehr steht bei den anderen. Ich bin hier nicht alleine, alle die hier schreiben hinterlassen ein Stück ihres Lebens, jeden Tag neu, unbezahlbar, kostbar erfahren, einige zahlten mit Lebensstücken.

    Hallo Andi,

    herzlich willkommen. Klasse das Du dich traust hier zu schreiben. Du wirst sicher noch viele Gedanken finden.

    Respekt, wenn Du mitten in einem Faß sitzt und den Überblick behalten hast.

    Hilfe durch Nichthilfe, heißt es, aber auf einem Pulverfaß, das ist eine Herausforderung für Dich, der Weg wird der Gleiche sein.

    Schreib doch noch etwas von Deiner Situation.

    LG Kaltblut

    Hallo Ihr,

    die Co-Abhängigkeit und die damit verbundene(n) Krankheit(en) bleibt(en) für mich ein beflecktes Deckmäntelchen für den unbewältigten Eigenkonflikt, vor dem jeder einmal steht, egal ob Kerl oder Frau, ob gebildet, intelligent, unverstanden, dumm, zum Haustier oder Putzteufel erzogen. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, nicht um gut oder schlecht, es geht darum aus der Unfähigkeit zu handeln herauszukommen. Da gibt es für mich keinen Geschlechterunterschied, denn es geht um eine Familienkrankheit.

    Ein lieber Mensch, der ein erhebliches Freßproblem hat, sagte, als ich ihm ein passendes Buch leihen wollte: damit kann ich nichts anfangen, ich verstehe nicht was da geschrieben steht. Ich habe geguckt und gedacht der verarscht mich, ein patenter Kerl, der lesen und schreiben kann. Er meinte er brauche jemanden, der ihm die Dinge erklärt, sonst versteht er nicht, er versteht nicht den Sinn geschriebener Worte. Auch dafür gibt es entsprechende Institutionen.

    Aber ganz am Anfang, da heißt es Ar... hoch, Zähne auseinander, anfangen und tun, grundloses Tun.


    LG Kaltblut – Jungs haut rein, hier wird nichts abgeschnitten.

    Co-Abhängigkeit scheint typischer Weiberkrams zu sein.

    Merkwürdig nur, daß in meiner realen Gruppe oft mehr gestandene Kerle sind als Frauen.

    Gut, daß bald wieder das Samstagnachmittag Lackpflegezeugs zur Autopolitur ausgepackt wird, da kann Mann sich so richtig einbringen.


    LG kaltblut

    Überall Maulwurfhügel, die müssen wohl wach geworden sein. Ein herrlicher Anblick. Das zeigt mir, daß in Kürze wichtiger weiblicher Besuch eintreffen wird, ein Nachfahre meiner heißgeliebten Königin kommt mich gewöhnlich immer besuchen. Wenn die anderen noch im Winterschlaf liegen, kommt mein Brummerweibchen auf Stipvisite. Bombus lapidarius, mal sehen wie gut sie drauf sein wird. Ich bin zufrieden.

    Hallo Weitsicht,

    Du machst eine ganz tolle Entwicklung durch und ich lese Dich gerne. Ich habe damals auf manche Äußerung sehr gereizt reagiert, mit Rechtfertigungen und Begründungen. Dazu gab es keinen Grund, denn ich konnte vieles noch nicht begreifen, dazu brauchte ich Monate und Monate, andere waren da schon viel weiter, Frauen sind oft viel weiter.

    Deine Kindheit ist Deine, meine war anders, die Suchtmuster treffen sich dann wieder, irgendwo.

    Es gibt Gefühle, die tun mir nicht gut. Die können Kettenreaktionen bewirken. In diesem Augenblick spielt es keine Rolle, ob ich krank bin, Angst habe, warum und wieso und überhaupt. Da gibt es für mich nur eine einzige Reaktion, nicht nach links oder rechts zu sehen, nicht vor oder zurück, das Hirn abschalten, S/W einschalten und gut ist. Vieleicht kann ich ja morgen oder übermorgen besser damit umgehen, aber nur Heute, im Jetzt lebe ich, auf sicheren Wegen.

    Große Klasse, wenn Du mit Deinen Gefühlen gut umgehen kannst. Ich konnte lange Zeit mit meinen Gefühle nicht umgehen.

    Lass mich einfach einmal in die spedierte Trickkiste greifen: da haben wir Wege finden und Gründe suchen. Der Zauber liegt im grundloses Tun.

    LG und schönes langes Wochenende Kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    gestern hatte ich eine merkwürdige Erfahrung. Als ich ein Buch verleihen wollte wurde es dankend abgelehnt. Derjenige meinte er könne zwar den Kindern vorlesen, er versteht aber nicht die Zusammenhänge und brauche jemanden dem er zuhören kann, dann versteht er. Nicht das Lesen, die Zusammenhänge verstehen ist also wichtig. Er ist ein Mann der Öffentlichkeit, er versteht Menschen, aber keine Texte. Ich war sehr erstaunt. Da fiel mir ein wie oft ich mich über das Geschreibsel mancher Forenteilnehmer aufregte, weil ich es nicht verstand. Ich muß es nicht verstehen, es ist alles schon lange in mir, ich kann es nur noch nicht richtig lesen und dann habe ich Probleme mit dem Denken an sich.

    Immer wenn ich schlecht über Erlebtes nachdenke, wenn etwas Vergangenes hochkommt, dann bin ich der Einzige dem es weh tut, der sich dabei verletzt, dem es nicht gut geht. Für meinen Frieden brauche ich keine schlechten Gedanken, denn ich kann verändern. Ich kann zum Beispiel meine Richtung ändern, mit einem Schritt bin ich wieder aus der Vergangenheit im Hier und Heute.

    LG Karl

    Da sprach mich jemand auf mein Belohnungssystem an, mit dem ich das eine und andere geschafft hätte. Belohnungssystem, wow dachte ich. Derjenige war sehr erstaunt, als ich sagte: ich bin mein Belohnungssystem, ich bin frei von äußeren Belohnungen, mein Leben, der Einklang mit der Natur, daß ist mein Lohn. Ich kann das genießen, mich.

    LG Kaltblut

    Hallo kphvie,

    herzlich willkommen und danke, daß Du schreibst.

    Du schreibst zwar ganz unten, aber Du hast einen Plan, eine Richtung und einen Willen, das ist sehr viel. Halt daran fest.

    LG kaltblut

    Hi Dagmar,

    das Leben ist viel zu schön um erwartungsvoll auf Müllbergen zu sitzen.

    Wenn das Suchtmittel aus unserem Kopf ist, ist es ja noch nicht fort. Irgendwas kommt immer mal hoch. Das Schlechte wurde bei mir irgendwann bedeutungslos, an das Gute denke ich gerne, aber wenn ich schon mal zu lange und zu tief denke, dann drückt es ganz schön aufs Hirn.

    Bist Du stimmig mit Dir?

    LG kaltblut