Hi Elocin,
stimmt, abgrenzen, trotzdem kommt die Kotze was hoch, weil sich die Bilder in unserem Kopf so sehr gleichen. Geiler Tag, wie die Sonne nochmals knallt und das Hirn frei macht.
LG kaltblut
Hi Elocin,
stimmt, abgrenzen, trotzdem kommt die Kotze was hoch, weil sich die Bilder in unserem Kopf so sehr gleichen. Geiler Tag, wie die Sonne nochmals knallt und das Hirn frei macht.
LG kaltblut
Guten Morgen,
Junge, dieses Forum lebt, durch Dich, durch Menschen die in ihrer Lebenslage strampeln, durch Menschen die ihre Gedanken schreiben, ihre Erlebnisse und Erfahrungen, Menschen die lesen, Menschen die einfach da sind.
Sagen wir es doch mal so: ich, Karl, bin Alkoholiker, meine Freunde sagen ich sei bekloppt, meine Frau ist trockene Alkoholikerin und sagt ich würde mir da was andichten, mein Arzt übergeht einiges und liebe Menschen behaupten, das eine vom anderen unterscheiden zu können. Nur: Ich habe nur 1 Leben. Du alleine entscheidest, was Du Dir warum reinziehst und ob Du lebst. Nach Deinen Worten bist Du ein gefährdeter Säufer, egal ob Dich noch paar Bindfäden halten oder ob Du in Kürze die Seiten wechselst. Da gibt es auch keinen Halt, egal welchen gesellschaftlichen, finanziellen, geistigen oder körperlichen Rückhalt Du hast, das hier, das liegt in Deiner Hand, Dein Leben.
Moonshine, wie gesagt, Du kannst Dich „schön“ umschreiben.
LG Kaltblut
Hallo Moonshine,
schön, auch einmal wieder einen Gleichgeschlechtigen begrüßen zu dürfen.
Junge, Du kannst unglaublich toll schreiben, auch Dich beschreiben, das sagt einiges aus.
Ich lese meine älteren Beiträge manchmal nach, wie oft ich mich da in meiner Frau wieder finde, Wahnsinn, vor allem, seitdem Co und Alk für mich kein Unterschied mehr macht, beide haben was weg, der eine bewusst der andere unbewusst, ich bin mir heute oft immer noch nicht darüber bewusst, wer was eigentlich ist und weiß.
Moonshine, so wie Du, da kannst Du strampeln, tun und machen, mach einfach was oder hast Du Dich schon durchleuchtet? Ich habe einen natürlichen Riss in der Schüssel, sonst wäre ich nicht hier, wie fast alle hier. Je häufiger Du schreibst, Dich liest und verstehst, je eher hast Du die Chance Dich zu begreifen. Kitten kannst Du nur selbst, aber Du glaubst nicht, was es für unglaubliche Risse gibt, wenn Du sie findest.
LG kaltblut
Hi Ette,
könnte der Fleckentferner auch so was in der Richtung sein?
Alk = Droge des abhängigen Alkoholikers, Alk weg und was da produziert wird, trocken gedacht, vieles wieder OK.
Liebe = Droge des Co, Liebe weg oder was immer sie in unserem Hirn produziert, irgendwie wie trockene Liebe denken oder so, vieles wieder OK, auch in uns, weil dann da was anderes produziert wird, eben für uns selbst.
LG kaltblut
Liebe Ette,
Flecken, jede Menge Flecken, kann ich Dir mal ein Köfferchen Wäsche schicken? Aber das stimmt ja so nicht ganz: das sind Tretmienen, lauter richtige Tretminen, da tritt man drauf, da macht es klick und irgendwas geht in die Luft. Ich bin kein Arnie und was da alles hopps geht, ich hasse das, das ist nicht einfach erneuerbar, aber interessant ist das schon. Eine Waschmaschine voller fleckiger Tretminen, der Wahnsinn.
Damit der Wahnsinn aus meinen kleinen Hirn geht, muss ich in diesem 20% auf alles Laden, saugünstiges neues Feinwerkzeug kaufen und die ganzen Dinger entschärfen, mit Euch, mit Profis, mit allen die wissen, wo man den Lotkölben ansetzt, den Meißel reinknallt oder einfach nur Superkleber reinlaufen läßt.
Ihr glaubt garnicht, wie geil ich darauf bin, all die Dinger, die verkorksten Gedanken in ihre kleinsten Bestandteile zu zerlegen, um herauszufinden was da wirklich hinter steckt.
LG kaltblut
Guten Morgen,
als ich im Februar meine Wohnung bezog, da gab es ein Heizungsrohrklacken in den Wänden, an 2 oder 3 Stellen, wie das bei Altbauten eben so ist, Geisterknarren, das war schon immer so. Heute Morgen klackerte es auch wieder, in meinem Kopf, denn es ist eher ein Tropf, Tropf auf alte Holzbalken, was erklärt, warum ich wieder das System auffüllen musste und wo das Wasser geblieben ist, seit Februar. Dumm ist es, aus dem Bett zu springen, das Ohr lokalisierend an die Stellen zu legen, denn die Geräusche sind dann weg, als wollte uns jemand veräppeln. Ich habe keine Ahnung von Heizungen, das ist eine Mietwohnung und soll sich doch der Vermieter drum kümmern, nicht mein Ding, dafür gibt es Profis.
Wie im Leben, wenn wir Dinge sehen und begreifen die immer schon in uns sind und die wir dann doch wieder und wieder nicht sehen. Ich brauche was mehr Licht, in meinem Leben, weil da zu viele tropfende, unverstandene Ritzen und Spalten sind, in die ich so nicht sehen kann, dann kann man anfangen und den Lötkolben an den richtigen Stellen ansetzen, dass ist dann auch was für Profis, für die die sich damit auskennen.
LG kaltblut
Guten Vorfeierabend,
wisst Ihr warum ich noch in diesem Forum bin? Weil es mir manchmal mächtig auf den Senkel ging, nicht loslassen zu können, neue Erfolgsberichte aufzusaugen, Entwicklungen auf der einen und anderen Seite oder auch Abstürze und von meinen eigenen Erlebnissen zu berichten, mich frei zu schreiben, in der Hoffnung, irgendwer kann damit etwas anfangen, um irgendwann selbst zu verstehen, was ich da geschrieben habe oder jemand kann mich gerade biegen.
Im Zeitraffer:
Wir hatten eine erfüllte Ehe, meine Frau war mein geliebtes umhegtes Hascherl, ich ihr Rettungsanker,
sie bekam einen Infarkt, ich rastete aus, landete mit einem Beißholz im Mund hier auf den Seiten, begann zu lesen und entfremdete mich durch zahlreiche Siehste- und Ahaerlebnisse von meiner Frau.
Goldene Regel I: in Liebe sein lassen, weg, auf die Nase fallen lassen, was Gutes tun, auf die Liebe verzichten, dafür dann noch eine auf die Nase bekommen, Hände in die Beine nehmen, Kopf unter den Toilettendeckel einklemmen, abziehen und feste auf den Säufer drauf, bis er einsieht: ja, alles doof, aus Liebe zu Dir mache ich alles wieder heile und gut und schön. Nochmals: jemanden bis zur Selbstaufgabe lieben, alles für ihn tun und machen, wir fühlen uns als ein Stück vom Ganzen, abschneiden, wegwerfen, auffangen, wieder zusammenwachsen, gemeinsam weiter machen und dafür sorgen, dass es einem gut geht, sich um sich selbst kümmern. Einfach und klar oder?
Goldene Regel II: Entzug, Therapie, alles ist anders, alles ist schön, alles ist gut. Ist es nicht gut, Trennung vollenden, Partner Partner sein lassen, die eigene Gesundheit geht vor, erlernten Egoismus mit gestärkten Selbstwertgefühl vollenden, unabhängig, frei voneinander leben, gesund sein.
Bis hier ist alles klar, relativ einfach und verständlich- oder?
Verständlich, dass der Großteil der Beziehungen im Rahmen der Anstrengungen nicht mehr passt, also kaputt geht, weil ja auf beiden Seiten wahrsinnig viel passiert, wie passieren eben, Sieb, Stampfer, unten kommt was anderes raus als oben rein und das soll irgendwie wieder passen, passt eben selten.
Warum ich jetzt immer noch hier bin? Ich bin langsam, ich lerne, wie einen Job, das dauert 3 Jahre oder 5 oder 10 oder es ändert sich jedes Jahr was, dann lernt man immer oder wie Motorradfahren. Ich lache heute darüber, dass ich 30 Jahre brauchte, um meinen Angststreifen ganz abzufahren. Ich habe keine 30 Jahre mehr, aber eine tolle Frau, mit der es nicht mehr passte, sie hat Gigantische geleistet, sie hat mich überrundet im Vorbeigehen und sagte: „ich, ich doch nicht, du wolltest die Scheidung.“ In diesem Augeblick erlebte ich einen multiplen O-Ton Seufzer, ein chronisches Gesichtzucken, eine lähmende Kiefernsperre, weil mit einem Satz der Superstone angestoßen und monatelange Arbeit für den A… war.
Das ist dann das Resultat all der Stolpersteine, die irgendwo rum liegen und hat weniger was mit der unverständlichen goldenen Regel I oder II zu tun. Nicht böse sein, in Regel I und II steckt Wahres, aber auch Dummes, was ich damals aber nicht so gesehen hätte, also war es was, irgendwie unverständlich, damals aber verständlich.
Da lese ich Verzweifelung, „muss es immer kaputt gehen, gibt es keinen anderen Weg?“
Heute hat mir meine Frau zu verstehen gegeben, dass es endlich mal an der Zeit ist die Klappe zu halten. Anfangs habe ich das nicht verstanden, aber wenn sie mir jeden Tag und heute wieder sagen würde, da sind noch 2 mm Luft, geht es noch was tiefer in die Kurve, würde ich dumm schauen, ihr sagen: kannst du mal die Klappe halten, wenn du keine Ahnung hast.
Schwierig, so einfache Dinge nicht zu verstehen. Wir Kerle sind es eben gewohnt uns in den Schritt zu langen, den Tragekomfort unserer Männlichkeit zu überprüfen und für das Grobe da, wir brauchen Betonpfeiler und eine freie Stirn zum Köppen. Ich bin gerade mal bei so 50 Betonpfeiler angelangt, gegen die ich gebumst bin, wahrscheinlich sind es mehr, jede Woche einen könnte ich mir vorstellen. Ich arbeite noch daran, suche, finde jede Woche neue. Betonpfeiler, die ich kannte, die unbedeutend oder unbekannt waren, doch eine so große Rolle spielten und als ich hier landete gab es nur 3: Meine Frau, die Liebe, der Alkohol.
Ich weiß, manchmal drücke ich mich schwer aus, mit so Dingen wie Angst, Eigenliebe, Sowohl als auch, Sinn haben, sein, lassen, kapitulieren, radikales, alles solche Dinge eben, sie zu erkennen, anzunehmen, begreifen, umzuwerfen und wieder neu zu beginnen, immer wieder neu, ein ganzes Arsenal an Brückenpfeilern. Kann sich jemand vorstellen, wenn man sich jahrelang den Ar.. aufreist um etwas Liebe zu erhaschen, wie bescheuert man sich vorkommt, wenn man annehmen muss, einfach akzeptieren muss, dass die Liebe nicht nur verschenkt wird, sondern ohne jegliche Anstrengung einfach so da liegt. Das ist doch tausendmal besser wie, hier nimm mal meine Ferrarischlüssel, ist voll getankt und tschüss.
Hätte mir jemand ins Ohr geflüstert, dass ich selbst die Hauptrolle spiele, meine Hände statt im Schritt an der Stirn verweilen, um die Gaffitireste der geköppten Betonpfeiler zu beseitigen, ich hätte Hirnkrämpfe bekommen, denn für mich, dafür war ich nicht hier, ich war doch voll OK. Das Leben ist wunderbar und ich bezweifele, ob ich alles wirklich so richtig verstehe und begriffen habe, aber dafür gib es ja noch genug Betonpfeiler, ich lerne, ich war nicht OK, aber ich lerne täglich.
Es ist ein weiter Weg, ein schöner Weg, ein steiniger Weg. Mit den Wegen ist das wie mit den richtigen Klamotten zum Wetter, man muss die richtigen Schuhe anziehen, dann passt es. Wist Ihr was das Geilste ist? Man weiß weder wann man wo ankommt, noch ob die Schuhe wie lange halten.
Ich bin dankbar für jeden ..schtritt, für jede Streicheleinheit, für jede Minute die ich hier war und weiter bin und danke allen die hier mit unterwegs sind.
LG kaltblut
Hallo Ayki,
wenn der Kerl irgendwann trocken wird, dann ist das für ihn eine tolle Sache, für Deine Kids klasse und für Dich auch nicht schlecht, weil Du dann klar mit ihm reden kannst, ich wünsche es Dir und da spielt es keine Rolle, ob du zwischenzeitlich in der tollsten, glücklichsten und besten neuen Beziehung bist die es gibt. Die Kids lernen von der Mutter und was sie alles Tolles von Dir lernen.
LG kaltblut
Hallo Elle,
danke, klar, Ängste, die kommen einfach und was ist schon einfach? Alles, wenn wir es so betrachten. Da sind wie wieder bei den Ameisen, die würden nie was packen, würden sie nur denken statt zu machen. Wir kommen vom Weg ab, lassen uns abbringen, werden abgeschubst, es gibt so unzählige Möglichkeiten, es gibt Euch und dieses Forum, so wie neue Navi-Werbung, es gibt immer einen Weg auf den Weg, auch wenn man einen weg hat. Gut, dass ich immer schon darauf bestanden habe, dass ich einen Weg habe. Ingane erzählen: einfach durch und weg und selber nach Windeln blöken, rechts und links läuft es aus den vollen Hosen.
Elle, eigentlich ist das gar keine schwierige Kiste, ich bin nur gerade was doof., weil manchmal heißt es nicht glauben, nicht rum eiern und nicht hoffen, da heißt es einfach frei nach Nideggen Arsch huh…. und gut ist.
Dann muss man einfach mal sein lassen, sich in einen Bus setzen und sehen wo man ankommt, einfach mal wieder normal sein, machen, ich denke meine Zeit ist reif normal zu werden, mal sehen.
LG kaltblut
Hi Ette,
was geht denn da? Bei uns sagt man: dem ein sing Ühl es dem andere sing Nachtigal. Wir bleiben unser Leben lang irgendwas, ob das Co ist, Rückfall oder gut Gemeintes, oder Mutterinstinkt oder oder oder, ich denke das ist etwas ganz Normales und sich um andere
Gedanken zu machen auch. Welches Problem hast Du jetzt Deine Gedanken auszusprechen?
Spielst du eigentlich Schach? Schachspieler denken viele Züge Ihrer Gegner im Voraus. Schacos kenne ich trotzdem nicht, also mach Dir mal keinen Kopf, Du bist dafür schon viel zu lange auf einem gesunden Weg.
LG kaltblut
Hi Belgier,
selber? Naive Menschen wie ich, glauben alles selber in den Griff bekommen zu können. Das geht nicht, ich war hoffnungslos überfordert, falsch eingestellt und uneinsichtig. Hole Dir Hilfe von außen, Du wirst die Dinge schwer neutral und verständlich an Deinen Sohn rüber bringen können.
LG und Du schaffst das. kaltblut
Hi Innocent,
irgendwo stand: wenn wir nicht mehr weiter wissen, glauben nichts geht mehr, dann sind gerade mal 30% unserer Reserven verbraucht. Du glaubst gar nicht, was Du für Reserven in Dir hast. Übrigens, die Tage können nichts dafür, wir können das immer nur selbst.
LG kaltblut
Liebe Lavendel,
da schließe ich mich doch gleich mit Lavendel-Strüschen an:
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag
Kalli Kaltblut
Hallo Ihr Lieben,
Ette Deine Worte machen sehr nachdenklich, weil bis heute von den Wissenschaftlern ungeklärt ist, ob und was wir in den Genen tragen oder ob und was wir anlernen. Nackt betrachtet, so wie ich oft meine Frau ohne Alkohol und ohne Liebe sehe, sehe ich mich jetzt mal im Spiegel an und denke, eigentlich bist Du genau wie früher, aber wenn ich mir die Erlebnisse und Erfahrungen der vergangenen Monate, all die Schlagworte und geköpften Betonpfeiler ansehe, bin ich innen drin anders.
Mit vielen Dingen kann ich anders umgehen, als vor Monaten und Lavendel hat vollkommen Recht, es dauert sehr lange, bis wir unsere Krücken wegwerfen können.
Ich bin froh, dass wir noch Abstand haben, dass ich meinen Zufluchtsort habe und frei entscheiden kann: es ist mir zu viel, ich mag diese Woche nicht heim fahren, ich möchte alleine sein und deshalb gibt es heute ganz einfache leckere Hühnersuppe, Wohnungsputz, Bügelstunden und Lesezeit.
Manchmal denke ich an Normalität und frage mich, was Normalität ist. Es gibt Dinge, auf die ich allergisch reagiere und weiß dann nicht mehr wo ich stehe. Das gelassene Umgehen mit der Sache ist dann gegessen.
Sie lebt in der Anonymität der Großstadt, besucht ihre Gruppen, es ist ihre Sache mit wem sie darüber spricht und mit wem nicht, damit habe ich nichts am Hut.
Sie wünscht absolute Anonymität, in ihrem Beisein, bei ihren Bekannten und Verwandten, klar, ist ihre Sache.
Sie hat keinen Kontakt mehr zu meinen/unseren Bekannten, auch nicht zu meiner Familie, auch ihre Sache.
Egoistisch und nur für mich, mache ich was ich für mich für richtig erachte.
Ich stehe zu meiner eigenen Situation und die stelle ich einige Stufen über die meiner Frau, weil das mein Ding ist. Wenn ich das Bedürfnis habe, mit jemandem über Alkohol und Co. zu reden, mich zu outen, dann mache ich das. Ich laufe nicht mit einem Schild rum, aber es gibt kein Verstecken. Würde ich mich verstecken, hätte ich Bedenken in einer Sackgasse zu landen, will ich nicht mehr.
Wenn sie damit ein Problem hat, dann ist das ihres. Manche Dinge entwickeln sich zu einem Tabu, weil sie befürchtet es würde dann hier stehen oder ich spreche mit jemandem darüber, schade, aber auch das ist ihre freie Entscheidung.
Ich habe meine. Eines hat mich die letzten Tage sehr beschäftigt. Wenn sie einen Rückfall hätte, was würde ich da tun? Es ist leicht mit Abstand das Gefühl zu haben: dann starten wir nochmals durch und nochmals und nochmals.
Ich verstehe die Menschen die sagen: nix mehr, Nase voll, auch die die sagen: da muss man jetzt durch, was ich sagen würde? Ich hoffe, nie dazu was sagen zu müssen. Ihre Äußerung, auf die Situation einer unheilbaren Person im Endstadion: „da würde ich mir auch wieder die Kante geben“, hat mich auf jeden Fall sehr getroffen, noch mehr den gleich danach abgeschossenen Entschuldigungskommentar, dass die Therapeutin das auch so meinte.
Da kotze ich doch gleich und erinnere mich an die Zeilen v. 2.7.06:
„Warum soll jemand das Trinken einstellen, wenn die Aussichten in Kürze den nächsten Infarkt zu bekommen relativ hoch sind?“
Webby: „um die zeit bis zum nächsten infarkt wenigstens 100% zu erLEBEN und noch genießen zu können...“
Wisst Ihr, ich habe mich dann hingesetzt und mal aufgeschrieben, was ich eigentlich bei so einer Diagnose noch alles machen wollte. Ich hätte keine Zeit mehr, um auch nur einmal erleben zu wollen, wie es ist besoffen das Leben fort zuschmeißen.
Wer der Ansicht ist, ich sollte nicht meckern und froh sein, das bin ich, aber meine Gedanken müssen raus, ich bin mit einem ganz lieben und wertvollen Menschen verheiratet und habe die richtige Entscheidung getroffen, wie es auch immer sein wird, wir werden damit umgehen lernen.
Die Zeit hat so viel gerichtet, sie wird auch anderes richten, warum nicht.
LG kaltblut
Hi Innocent,
im Prinzip und überhaupt geht es doch um Dich. Sieh mal, wenn ich weiß, spüre und begreifen kann, was in mir abläuft, dann kann ich mit der Situation leben, egal ob meine Frau morgen rückfällig wird oder wie sich mein eigenes Leben entwickeln wird. Was in Deiner Frau abgeht, Du wirst es nicht verstehen können, nur was mit Dir passiert, das kannst Du begreifen. Warum hörst Du nicht einfach auf zu wollen?
Ansonsten kann ich Aykis Ansichten auch nur teilen. Halbe Sachen sind ein Anfang, aber eben nur halbe Sachen. Meine Frau hätte alles für eine ambulante Therapie gegeben, nur um in der Anonymität unterzugehen und nicht 2 oder 3 Monate isoliert mit einem Haufen Trinker zu verbringen. Wahrscheinlich war das einer ihrer schwierigsten Schritte im Leben, sie ist stolz diesen Schritt gemacht zu haben und das kann sie auch, dreifach Respekt.
Innocent, Du kannst doch gar nichts mehr falsch machen, zum Idioten kannst Du Dich nicht mehr machen, bist Du schon lange und – tut doch gar nicht weh und schlimm ist das auch nicht, also wird alles seinen Weg gehen, Stück für Stück, Schritt für Schritt, Mist für Mist.
LG kaltblut
Hallo zusammen,
was ist denn eigentlich ein Rückfall? Ein Rückfall ist nichts anderes, als dass meine Gedanken nicht mehr am richtigen Fleck sitzen, entweder als direkte Auswirkung auf das Verhalten meines Partners, auf meine Umwelt oder auf meine eigene Fehleinschätzung.
- beim Partner habe ich keinen Einfluss darauf
- beim Umfeld, habe ich keinen Einfluss darauf
- mich selbst kann ich beeinflussen, auch kontrollieren und zusehen, wie so mancher Schuss nach hinten losgeht, bis ich es wieder lasse, loslasse, sein lasse.
Wir hatten eine Situation, die fast etwas in die Hose gegangen wäre:
a) ich steigerte mich in ein ungesundes Gefühl hinein, fast voll Co
Ich war innerlich geladen, überfordert, joh einbeiniges Gewackel ( lavendel – es geht). Sie reagierte auf mich oder ich auf sie, dachte: das kennst du doch, da ist doch wieder irgendwas im Busch, wobei „Wieder“ sehr schnell auf der Stirn geschrieben steht.
Also, wenn ich manchmal „Co-frei“ schreibe, dann für den Augenblick, niemand wird „Co-frei“, „Alk-frei“ oder „Gedanken frei“, vielleicht, wenn wir eines Tages in der Kiste liegen, aber das weiß keiner.
b) sie steigerte sich in ein ungesundes Gefühl hinein, fast Rückfallgefährdung
Ich habe mir gesagt: wenn mir die Beziehung, das drum herum jetzt gerade nicht gut tut, was mache ich denn hier überhaupt? Ich halse mir gerade zu viel Stress auf, ich brauche und will das nicht. Mach einen Abflug, nachdem ich einige Male keine Änderung in mir spürte, auch als ich genau Gegenteiliges von dem machte, was mein Körper, mein Hirn, sagte.
In diesem Fall hat sie die Situation erfahren gemeistert und sagte: wir müssen reden, sofort, wir redeten.
(Ja, sie, nicht ich, nix zu meckern, Respekt vor der Frau)
Wisst Ihr: sie kann nichts für meinen Stress, für meine Gedanken und Spiegellungen. Nur ich selbst.
Ich kann nichts für ihre Projektionen und Empfindungen, nur sie selbst.
Wir beide können uns aber den Wind aus den Segeln nehmen, halt geben, wenn wir reden.
Es kann nicht alles immer schön sein, toll sein, mit Friede, Freude, Eierkuchen und wir können auch nicht immer alles sofort hier und heute sehen, spüren, fühlen, merken, entscheiden, alles hat seine Zeit, das ist Alltag, mal so, mal so.
Innocent : Pferdeflüsterer für Antipaten, geile Bezeichnung, ja …..
@ Ette: ja, ich werde keinem auf die frisch geputzten Schuhe kotzen oder Antipasta ins Ohr, beim Flüstern…, aber dran denken, dabei sinnvoll und dahin schmelzend lächeln.
@ Spedi: ja, nicht an "den Anderen" oder "den Umständen", nur an uns und jetzt versuchst Du mal ganz langsam, ein Basta einem würgenden Spiegelgucker in das Pferdepflüsterhälschen einzutrichtern… dabei lächeln.
LG kaltblut
Hi Ayki,
Du kannst Tagebücher vernichten, verbrennen, entsorgen, aber keine Gedanken. Ich finde es nicht, wer hat mir damals geschrieben: „wenn es dir beim Verarbeiten hilft, dann schreib“ oder so? Ich habe lange nicht geschrieben, weil es mir nicht gut tat, aber es wird wieder und dann wird mir das was mich aufwühlte den Weg zeigen.
Du kannst (oder wirst oder musst) lernen mit den Gedanken umzugehen und sie langsam wieder an Dich ran zu lassen, weil die Gedanken immer da sind.
LG kaltblut
Hi Innocent,
vor so 3 Jahren kauften wir irgendwo einen Zimmerbambus. Da fielen alle Blätter ab, das Ding sah aus wie kaputt. Dann las ich auf dem Schildchen, dass das normal ist, beinahe wäre der in der Tonne gelandet. Fast 6 Monate stand der zwischenzeitlich fette große Topf bei Wind und Wetter d. J. auf dem Hof, durchnässt, verbrannt, verfault, einfach kaputt, Biotonnenware. Irgendwer hat den Faulkrams abgeschnitten. Irgendwie ist dieser riesige schwere tote Topf in den Umzugswaren gekommen. Die Leute weigerten sich dieses Drecksding nach oben zu tragen, irgendwer hat ihn dann doch auf den Balkon im 3. Stock gebuckelt. Aus irgendwelchen Gründen ist dieser Biomülltopf mit vielen, schon einen halben Meter hohen Bambusstäben gefüllt.
Es gibt diese Dinge, die es nicht gibt.
LG kaltblut
HI Ihr Lieben,
ich habe da so meine eigenen Vorstellungen. Jede bekommt nach der Winterpause eine Seite, welche im Frühjahr am Meisten blinkt… ich kauf dann schon mal den Powerreiniger, Zahnbürsten und Blitzeblanktücher..… endlich wieder Zeit zum Schreiben.
LG und weg kaltblut
Hallo Ette,
kann ich in Deiner Gruppe mal Mäuschen spielen? Mir ging Ähnliches durch den Kopf, nicht Gedanken an Menschen denen es schlechter geht,
nicht Gedanken an Menschen denen es besser geht, sonder warum :
"ich unterbewusst Negatives von mir gebe, um von meiner Frau gekrault zu werden, statt meinen geraden positiven Weg zu gehen und diesen Krams einfach abzuhacken, das Gegenteil zu tun. Ich muss das mal loslassend ordnen, vielleicht nur mal unkontrolliert oder in Gegenrichtung in mich rein schwimmen und einpaar neue Erfahrungen sammeln."
Ich fühle mich weniger von irgendwelchen Ex-Dingen gesteuert, die ja in unserem Kopf eingebrannt sind, ich habe eher das Gefühl, mein Sender bringt die falschen Nachrichten und ich denke einfach nur zu viel.
LG kaltblut