Hier stehe ich nun und weiß nicht weiter...

  • Hi Innocent,

    vor so 3 Jahren kauften wir irgendwo einen Zimmerbambus. Da fielen alle Blätter ab, das Ding sah aus wie kaputt. Dann las ich auf dem Schildchen, dass das normal ist, beinahe wäre der in der Tonne gelandet. Fast 6 Monate stand der zwischenzeitlich fette große Topf bei Wind und Wetter d. J. auf dem Hof, durchnässt, verbrannt, verfault, einfach kaputt, Biotonnenware. Irgendwer hat den Faulkrams abgeschnitten. Irgendwie ist dieser riesige schwere tote Topf in den Umzugswaren gekommen. Die Leute weigerten sich dieses Drecksding nach oben zu tragen, irgendwer hat ihn dann doch auf den Balkon im 3. Stock gebuckelt. Aus irgendwelchen Gründen ist dieser Biomülltopf mit vielen, schon einen halben Meter hohen Bambusstäben gefüllt.

    Es gibt diese Dinge, die es nicht gibt.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Ich brauch mal ne Meinung
    Habe ich den Stein im rollen, oder spielen wir wieder das alte Spiel, von alles wird ab heute besser?
    Sie trinkt weniger,manchmal gar nicht.
    Damit macht sie es mir schwer dagegen zu halten.
    Sie hat Verabredungen mit Therapeuten. Was soll ich da sagen?
    Eigentlich wollte ich mir schon eine neue Wohnung suchen,
    weil sie nicht in eine Therapie gegangen ist.Wie ich es von Ihr wollte.
    Sie hat so eine Art zwischen Ding gefunden, Therapeutische Beratung nennt sie das.
    Aber angeblich, raten die Ihr nicht zu einer Therapie.
    Sie schwört Stein und Bein das sie wieder einen Termin in dieser Woche hat, und das sie weiter Gespräche mit einem Suchbeauftragten in ihrer Firma hat.
    Glauben tue ich ihr das im Prinzip schon. Aber ich bohre jeden Tag mehrmals nach, um mir zu versichern, dass da sich was bewegt. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig…
    Keine Ahnung was ich als nächstes tun soll. Quetsche ich sie weiter, mit ich gehe, weil du nichts dagegen tust. Sagt sie du willst sowieso gehen ob ich trinke oder nicht, oder ich tuh doch was, was willst du den noch?
    Sage ich nichts, und warte nur ab.
    Habe ich Angst,dass der Druck wieder weg ist, und ich mit dem ganzen Mist wieder von vorne beginnen kann. Mal abgesehen das ich mich zum Idioten mache, der ich eh schon bin.

  • Zitat

    Eigentlich wollte ich mir schon eine neue Wohnung suchen,


    Mach es auch! Zieh es durch! Ja, ihr spielt das alte Spiel! Du kannst dir auch "vorrübergehend" eine andere Wohnung nehmen. Dann wirst du sehen, ob sie weiterhin etwas unternimmt oder nicht. Mach das so auf jeden Fall nicht mit. Sie macht nicht genug, um vom Alkohol loszukommen!

    Zitat

    Aber angeblich, raten die Ihr nicht zu einer Therapie.


    Was für ein Quatsch...

    Zitat

    Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig…
    Mal abgesehen das ich mich zum Idioten mache, der ich eh schon bin.


    Nein, du bist nicht zu ungeduldig! Sie kommt nicht in die Pötte und will dich mit ihrem Verhalten nur wieder für eine Zeit lang ruhig stellen - sozusagen verarschen! Das hält nicht lange an, und du machst dich nur zum Iditoten, wenn du bei ihr bleibst...

  • sie ist echt raffiniert.Ich kann mich Ayki´s Worten nur anschließen.Sie versucht dich sehr geschickt ruhig zu stellen.
    Du hast ihr ein Ultimatum gestellt. sie tut aber nicht wirklich etwas es ist mehr Schein als sein.Sie scheint zufrieden und du quälst dich immer noch. Wenn es richtig ist was sie tut dann sollte es dir doch besser gehen. Aber du merkst selber das da etwas nicht richtig stimmt. Also halte dich an DICH und nimm dir eine Wohnung. Sag ihr das das was sie tut zu wenig ist und du ausziehst damit es dir besser geht. Wenn sie es ernst meint macht sie weiter mit ihren Gesprächen und nimmt noch andere Hilfen an.

  • Hi Innocent,

    im Prinzip und überhaupt geht es doch um Dich. Sieh mal, wenn ich weiß, spüre und begreifen kann, was in mir abläuft, dann kann ich mit der Situation leben, egal ob meine Frau morgen rückfällig wird oder wie sich mein eigenes Leben entwickeln wird. Was in Deiner Frau abgeht, Du wirst es nicht verstehen können, nur was mit Dir passiert, das kannst Du begreifen. Warum hörst Du nicht einfach auf zu wollen?

    Ansonsten kann ich Aykis Ansichten auch nur teilen. Halbe Sachen sind ein Anfang, aber eben nur halbe Sachen. Meine Frau hätte alles für eine ambulante Therapie gegeben, nur um in der Anonymität unterzugehen und nicht 2 oder 3 Monate isoliert mit einem Haufen Trinker zu verbringen. Wahrscheinlich war das einer ihrer schwierigsten Schritte im Leben, sie ist stolz diesen Schritt gemacht zu haben und das kann sie auch, dreifach Respekt.

    Innocent, Du kannst doch gar nichts mehr falsch machen, zum Idioten kannst Du Dich nicht mehr machen, bist Du schon lange und – tut doch gar nicht weh und schlimm ist das auch nicht, also wird alles seinen Weg gehen, Stück für Stück, Schritt für Schritt, Mist für Mist.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Freunde,
    ich weiß ihr habt recht ,es ist ein Theater oder besser ein Drama das noch kein ende nimmt.
    Sie versucht zu Duschen ohne Nass zu werden, es geht nicht.
    Sie tut es nicht und wird weiter trinken.

    Ich will ihr einen Brief schreiben, alles rein packen was da gelaufen ist.
    Vergessen werde ich die hälfte, doch es wird reichen, um zu sagen ich kann nicht mehr.
    Mein Leidensdruck ist nicht mehr so groß, wie am Anfang. Ganz und gar nicht, ich sehe nur mit jedem Tag klarer,
    was ich falsch gemacht habe.
    Erkenne meine eigenen Fehler. Vor allen den das ich geblieben bin.
    Ein wenig mit dem Säbel gerasselt, und weiter geht’s. Ich bin ein Narr, zwar ein kranker, aber ein Narr.
    Ich kann und will nun meine Kapitulation unterschreiben.
    Nach zahllosen verlorenen Runden ..

    Sieger durch K.O.

    König Alkohol

    Ich gehe meinen Weg, immer weiter. Manchmal im Zick Zack,
    aber beim Segeln muß man auch manchmal kreuzen um an Ziel zu gelangen.
    Danke für`s lesen.
    Innocent

  • hallo innocent,

    brutal gesprochen: vergiss es. sie will nicht und tut nur so als ob, um dich von weiteren schritten abzuhalten. mein ex hat das ganz genauso gemacht, nach meinem ultimatum sich zusammengerissen, weniger, dann garnix mehr getrunken, selbsthilfegruppe, rückfall, nach weiterem druck von mir versprochen, sich um ne therapie zu kümmern, hat drei wochen gehalten, dann war das alles wieder zu doof, weil ers doch so schafft und ich mich nicht so anstellen soll. alle hier haben mir diesen verlauf prophezeit, und ich hab immer noch gedacht "vielleicht schafft ers ja doch". aber er wollte es nicht schaffen, ganz einfach.

    ich hab auch briefe geschrieben, versucht zu erklären, gehofft verständnis zu finden, aber heute sehe ich es so, dass es verschwendete zeit war, unnötige tränen für mich, es ist ja doch nicht angekommen, und genauso wird ein brief bei deiner frau wahrscheinlich auch nicht ankommen. was willst du ihr auch sagen? sie weiss doch was du willst, oder? was willst du erklären? willst du dich entschuldigen? wofür? willst du verständnis wecken? wirst du nicht schaffen. was ich nur meine: wenn dir ein brief gut tut, dann schreib ihn, aber glaub nicht, dass du damit irgendetwas erreichen wirst.

    naja, und der idiot? sind wir das nicht alle? meine freundinnen haben mich auch alle für bekloppt gehalten, aber was solls. ich konnte damals nicht anders, jetzt sehe ich, dass ich bekloppt war. na und? "normal" wär doch eh langweilig :wink:.

    innocent, mach nägel mit köpfen! warte nicht mehr, hoffe nicht mehr. such dir eine wohnung, ein eigenes leben. mach es dir schön. und wenn sie ernsthaft aufhören will, in therapie geht und trocken wird, kann man eine wohnung auch wieder kündigen und wieder zusammen kommen. aber so, wie es jetzt läuft, wird das nix.

    lieben gruß

    lavendel

  • Hallo Freunde,
    es gibt was Neues: ich habe endlich eine Therapeutin gefunden,
    mit der ich den ganzen Kram der Co Abhängigkeit mal besprechen will.
    Gerade meine Kindheit muss ich noch mal aufarbeiten. Die ganzen Jahre habe ich das unterdrückt.
    Durch das schreiben hier, habe ich an der Oberfläche gekratzt,
    es wird Zeit das ich mich mit diesem so lange vergangenen Lebensabschnitt noch mal Auseinander setzten kann.
    Irgendwie freue ich mich darauf, mal den ganzen Kram zu erzählen.

    Gestern war ich in einer AL Anon Gruppe.
    Das war ein Riesen Schritt für mich, ich in einer SHG?
    Das war für mich bisher nicht vorstellbar. Aber es mir gut, und hat mich zum weiteren nachdenken animiert.
    Ob diese Gruppe das richtige für mich ist kann ich noch nicht sagen.
    Mir ist aber auch klar geworden wie wichtig dieses Forum ist, bzw. die Menschen darin.
    Es war der erste Schritt, aus dem Sumpf des stupiden Handelns.

    Meine Frau hat zurzeit eine Saufpause eingelegt. Das macht das zusammen Leben erträglich.
    Sie geht seit neuesten selber in eine SHG, was ich sehr gut finde.
    Ich habe mir aber vorgenommen, mich nicht mehr so sehr damit zu beschäftigen. Ich will meinen Weg gehen,
    mich endlich selber finden und verstehen warum ich so gehandelt habe und Handel, wie ich es tue.

    Danke fürs lesen
    Innocent

  • Hi Innocent,
    es freut mich, das zu lesen! Weiter so. Und schieß deine Frau und deine Gedanken über ihre Sucht in den Wind!
    Dass du dich mit deiner Kinderheit und mit dir selbst auseinandersetzen möchtest, finde ich gut und sehr wichtig! Es gehört zu jedem Menschen dazu, und es hilft einem, klarer sehen zu können!

  • Hallo Freunde,

    jeden Tag erfahre ich neue Dinge über mich, Symptome der Krankheit die ich bis vor kurzem nicht kannte. Nicht wusste das ich sie hatte.
    Ich bin also, in erster Linie bin ich zu kontrollierend, in zweiter Beziehungsgestört, in dritter will ich immer im Mittelpunkt stehen, in vierter kann ich nicht allein sein, in fünfter übernehme ich ständig die Verantwortung für andere, in sechster lüge ich wie gedruckt, in siebter, bin ich ein Feigling der Angst vor dem unkontrollierbaren hat, in achter Line...

    Ich weiß nicht irgend wie bin ich alles, aber doch auch nichts davon. Es bleibt halt auch nichts positives übrig wenn man der Literatur glauben schenkt. Abhängiger und falsch verhaltender, in Selbstmitleid ertrinkender Dummkopf. Bravo wenn das nicht zu einer Depression reicht, was den?
    Egal ich versuch für mich, die Symptome in ein rechtes Licht zu rücken, zu verstehen wie ich ticke. Doch die Unsicherheit wohin der Weg den eigentlich gehen soll bleibt.
    Ebenso die Ungeduld.
    Ich kenne meine Fehler, und jetzt? Was passiert jetzt? Werde ich erfolgreich, glücklich, frei?

    Und dann wenn ich irgend wann geheilt bin. Gibt es einen Rückfall? Alles fängt von vorne an?
    Die Antworten liegen eigentlich auf der Hand. Nur sehen tu ich sie nicht.

    Danke fürs lesen
    Innocent

  • Hallo Innocent,

    tust du dir in achter Linie grad selber leid? Jau, das kann ich nachvollziehn! Wenn ich aber sage, ich armes Hascherl, bin so benachteiligt, weil ich so viele Fehler habe, dann komm ich so richtig schön ins Loch. Ich weiß, dass es manchmal ganz schön schwer ist, sich aus solchen Gefühlslöchern wieder rauszuziehen. Vor allem, weil es bei mir auch immer wieder Rückfälle gibt, die wie Flashbacks plötzlich da sind und ich das Gefühl habe, alles fängt wieder von vorne an.

    Zu sehen, wo deine Schwächen sind, ist der erste Schritt. Nur mit dem Erkennen bist du noch nicht glücklich und zufrieden. Es bleibt dir aber die Entscheidung, die Schwächen so zu lassen, wie sie sind oder aber zu versuchen, deine Handlungsstrukturen zu ändern. Mir hilft es dabei, wenn mich aus der Opferhaltung löse. Wenn ich mir sage, dass ich die bin, die so schlimm und schlecht ist, dass sie mit vielen Menschen nicht klarkommt, fühle ich mich auch schlimm und schlecht. Wenn ich aber die Entscheidung treffe, dass ich gar nicht mit allen Menschen klarkommen muss und das Gleiche auch allen anderen zugestehe, bin ich nicht mehr Opfer, sondern übernehme die Verantwortung für meine Gefühle und mein Verhalten. Das ist manchmal ganz schön anstrengend, aber wer sagt schon, dass das Leben leicht sei.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Selbstmitleid, ja.
    Ausweglosigkeit, trifft es besser. Heute habe ich so einen Tag. Ich weiß es geht alles so nicht mehr weiter. Ich habe mich am Wochenende wirklich um sie bemüht, war freundlich, habe ihr kene vorwürfe gemacht verständig. Ich habe ihr sogar einen gemeinsamen Urlaub in aussicht gestellt. Das Ergebniss war nieder schmetternd. Total betrunken, erst geheult, weil ich so ein Unmensch bin, dann mich beschimpft weil ich bestimmt etwas mit einer anderen habe.
    Ich muß sie verlassen, aber ich will es nicht. Schitzofren oder?
    Jetzt geht sie seit zwei Wochen in eine SHG. Ich dachte naja, vielleicht bringt ihr das was.Sie kommt entlich weiter sieht was los ist mit ihr.
    Dann erzählt sie mir gestern knallhart sie brauch keine Therapie. Sie schafft das auch so.Punkt.
    Ich weiß wir haben es alle gewusst, das sie mich an der Nase rum führt, doch ich mußte es besser wissen. Vielleicht ist das nötig, das ich immer wieder darauf reinfalle um, entlich mal zu schnallen das es so nicht geht.
    Und ich gehen muß, wenn sich was ändern soll.
    Danke fürs lesen Innocent

  • Zitat

    Ich muß sie verlassen, aber ich will es nicht.


    Das ging/geht uns doch allen so...

    Zitat


    Und ich gehen muß, wenn sich was ändern soll.


    So ist es. Es wird sich FÜR DICH etwas ändern. Was sie daraus macht, ist ihre eigene Entscheidung!

  • Hi Innocent,

    irgendwo stand: wenn wir nicht mehr weiter wissen, glauben nichts geht mehr, dann sind gerade mal 30% unserer Reserven verbraucht. Du glaubst gar nicht, was Du für Reserven in Dir hast. Übrigens, die Tage können nichts dafür, wir können das immer nur selbst.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Freunde
    Manchmal muss man weit zurück gehen um sich wieder selber zu finden.
    Jahre sind vergangen habe immer wieder gleich reagiert. Fehler gemacht wie ich heute weiß.
    Man kann die Uhr nicht zurück drehen, kann nicht alles anders machen was vergangen ist.
    Ich weiß.
    Abhängigkeit ist das mittelbare Bedürfnis irgend was immer wieder zu bekommen egal ob es gut oder schlecht für einen ist.
    Ich bin abhängig von vielen Dingen, abgesehen von meinen Grundbedürfnissen, ist das Gefühl des gebraucht werden, ein wichtiges für mich.
    Ich bin die letzten Wochen so rum geeiert, habe Gefühle in Richtungen entwickelt von den ich vorher nicht wusste das ich sie überhaupt entwickeln kann. Nichts fühlt sich wie früher an.
    -Es war immer ganz einfach, sie war voll, ich war sauer. Sie war nüchtern, ich war froh gelaunt. Ende
    Bei allem ärger, über das saufe, das verhalten, hatte ich immer das Gefühl der zusammen Gehörigkeit. Ihr wohl, wog schwerer für mich als mein eigenes. Ich dachte das ist normal. So muß es sein. Dieses Gefühl, das ich nicht genau beschreiben kann, verflüchtigt sich nun, wird weniger, versickert. Ich hatte mich eingerichtet, in einer Symbiose aus gegenseitiger Abhängigkeit.
    Da ist es wieder dieses Wort. Abhängigkeit.
    Gebraucht werden, unerlässlich sein. Seinen Wert zu bestimmen, über das gebraucht werden. Na ja.

    Ich habe mich vor etwa 4 Monaten zum ersten mal in diese Forum begeben. Menschen hier kennen gelernt; den es genau so er geht wie mir. Manchen fühlt man sich sofort verbunden, anderen weniger. Wir sind suchende. Ich bin ein Suchender. Suche mich selber in diesem Labyrinth von Gefühlen, alten Verhaltensweisen. Ich kann meinen Gefühlen nicht mehr trauen, er fühle mir alte Wünsche. Reise an Orte die ich schon immer besuchen wollte. Mache, was mir Spaß macht, aber es erfühlt mich nicht.
    Ich habe nicht den Eindruck, dass ich unglücklich bin. Einsam. Manchmal vielleicht.

    Die Welt ist für mich schwieriger geworden, verworrener.
    Viele hier sagten, du musst sie verlassen, weg, neu anfangen. Okay.
    Aber ich glaube nicht mehr das es so einfach ist.
    Ich war in einer SHG der Al-anon. Doch mit der Gott Geschichte, kann ich nichts anfangen. Mit ihm es oder wie auch immer, hätte ich zu viele Rechnungen offen. Auf einen Gott zu vertrauen ist mir zu wenig. Es ist zu passiv, lau.

    Strich drunter und schauen was ist zutun.
    Um die Zukunft zu bewältigen, freie Entscheidungen zu treffen. Reicht das nicht. Ich werde mir helfen lassen. Will mein Verhalten, meine Gedanken verstehen, meinen Gefühlen wieder trauen.
    Ich weiß heute nicht, was es bringen wird. Einem Psychologischen Psychotherapeuten mein Seelenleben auf die Nase zu binden. Mich zu entkleiden, Panzer ab zu legen, Schichten frei zu legen.
    In meiner Vergangenheit bis hin zu meiner Kindheit zu öffnen, mich neu zu erinnern. Aber ich glaube es ist eine Möglichkeit. Jetzt will ich alles wissen. Will wissen wer ich bin.
    Bin bereit mich, neu zu erfinden.
    Ich steh in der Biologischen Mitte meines Lebens. Es wird Zeit das System neu zu Booten. Die Reseattaste drücken und los. Was habe ich zu verlieren?

    Danke fürs lesen.
    Innocent

  • Zitat

    Aber ich glaube nicht mehr das es so einfach ist.


    Wer hat gesagt, dass es einfach ist...

    Zitat

    Will mein Verhalten, meine Gedanken verstehen, meinen Gefühlen wieder trauen.


    Hast du schon mal an eine Verhaltenstherapie gedacht? Oh, ich sollte mal zu Ende lesen - OK, hast du...

    Zitat

    Was habe ich zu verlieren?


    Genau! Gar nichts! Du kannst nur gewinnen! Du bist auf dem richtigen Weg. Und dieses Gefühl der inneren Leere, der Einsamkeit, das kennen wir hier doch alle! Es geht vorbei, wenn du dich selbst wieder lieben kannst, Dich wieder wichtig nimmst und deine Einstellung zu bestimmten Dingen änderst. Das dauert, aber es geht!

  • Lieber Innocent,

    danke Deiner Nachfrage, ich kann nur hier Antworten, es geht so lala.
    Ich bin überrascht welche Fortschritte Du machst.
    Auch wenn Du Dich nicht getrennt hast, was ich bei Dir zweitrangig finde, räumst Du das Feld von hinten auf. Den Fehler im System suchen, eine gute Sache. Format C wird wohl nicht nötig sein aber ein Virenprogramm ist nie verkehrt. Lernen mit dem System umzugehen, Fehler bereinigen, Du bist mir tatsächlich einen Schritt vorraus. Aber... ich lerne und ich bin bereit auch dazu zu lernen.
    Ich wünsche Dir weiterhin von ganzem Herzen viel Erfolg und so wenig Schmerz wie möglich.

    Liebe Grüße
    Lillith

  • Hallo Innocent

    " Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren"...


    Zitat von Innocent


    -Es war immer ganz einfach, sie war voll, ich war sauer. Sie war nüchtern, ich war froh gelaunt. Ende

    Ein jahrelang eingeprägter Mechanismus?, Scheuklappe auf, Tunnelblick nach vorn, Horizont beschränkt gegen die Mauer gelaufen!?...Und jetzt öffnet sich plötzlich der Horizont...?, die Wahrnehmung, die Gefühle, die Sichtweise die verschollen war... "Schritt 2" steht nicht zufällig an dieser Stelle -die Wiedererlangung geistig nüchterner, neutraler Gesundheit!!?


    Solche Aussagen finde ich sehr brisant, zumal Sie häufig nur Ratschläge darstellen, jedoch sehr oft keine sichtbare persönliche Erfahrung, keine Lösung dahintersteht, wie Er/Sie dadurch die Situation gemeistert hat!? Im Übrigen nimmst Du Deine jetztige Persönlichkeitsstruktur mit, egal wohin Du auch gehen magst!? Ich möchte Dir hier empfehlen die Beiträge von Ette nicht nur zu lesen, sondern in Ihnen zu reflektieren!?


    Zitat von Innocent


    Ich war in einer SHG der Al-anon. Doch mit der Gott Geschichte, kann ich nichts anfangen. Mit ihm es oder wie auch immer, hätte ich zu viele Rechnungen offen. Auf einen Gott zu vertrauen ist mir zu wenig. Es ist zu passiv, lau.

    Das ging mir zu Anfang genauso, das ich mit "dem Gott" meiner Kindheit nichts anfangen konnte und mit "Ihm" haderte und noch hadere! Allerdings sah ich beim Ersten Treffen auch nur die Dinge an, die mich abstießen. Vom Willen dazu, zu verstehen was es bedeutet eine Geistige Gesundheit wiederzuerlangen war ich meilenweit entfernt. So saß ich also genauso passiv da und reimte mir alles zurecht, wie ich es sehen wollte! Kurz darauf nach meinem persönlichen Tiefpunkt sah es jedoch ganz anders aus! Ich verstand was es heißt, eine Macht größer als ich selbst zu tolerieren, wie immer Sie Sich auch zu verstehen gibt - persönliche freie Auslegung .Du schreibtst von Passivität und ich glaube das Du derjenige gewesen sein könntest, der sich passiv verhalten haben könnte? Aus Angst Dinge auszusprechen die so verkorktst im Kopf sich befinden das man selbst glaubt, bekloppt zu sein wenn man sowas sagt!? Auf dem Niveau eines 16 Jährigen!?? Ich habe festgestellt, nachdem der Mist erstmal ausgesprochen auf dem Tisch lag, sich eine Befreiung einstellte und je ehrlicher ich war, je gesünder war es für mich, da auch Die Anderen sich öffneten und mir zu verstehen gaben, das es bei Ihnen anfangs genauso war. Von den Erfahrenen bekam ich dann auch immer Ihre persönliche Lösung , Ansicht, Umgang mitgeteilt, wie Sie damit umgegangen sind.
    Als ich an den "Tisch" kam, saßen im Durchschnitt oftmals über 100 Jahre real Trocken gelebte Erfahrung von Betroffenen am Tisch. Ich bin überzeugt davon, das kein Therapeut(schon gar nicht, wenn selbst nicht betroffen) auch nur annähernd diese Erfahrung besitzen kann, weshalb ich auch nie in "psychologischer Behandlung" gewesen bin.

    Ich denke auch bei den Angehörigen/Co-Abhängigen verhält es sich ähnlich..? Ich habe auch regelmäßig an offenen/gemeinsamen Meetings
    innerhalb der vergangenen fast 13 Jahre teilgenommen.

    Gruß Hermann
    Alkoholiker - seit Januar 1995 bis heute Trocken ohne Rückfall

  • Hallo Innocent,

    wie geht es Dir? Schon lange nichts mehr gehört, melde Dich doch mal, würde mich freuen....

    Gruß Lillith

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