Liebe Melanie, lieber Matthias, hallo Ihr Lieben,
späte Sommergrüße zurück, ich bin in allem was langsam geworden, nur die Zeit, die vergeht viel zu schnell. Andere Menschen sehen, grüßen oder im Kopf haben ist eine schöne Sache, aber keine Notwendigkeit, um ihren Wert zu schätzen. Sie haben ein gutes Plätzchen und das reicht mir. Meine Mutter ist 36 1/2 Jahre älter als ich und wenn ich dieses stolze Alter auch erreichen sollte, werden die Wenigsten von uns Schreiberlingen und Leseratten, die wenigsten in meinem Umfeld, wahrscheinlich noch real da sein. Sie sind dann im Kopf, in Erinnerungen, also, so wie hier im Forum, nicht greifbar und wertvoll, naja, sofern mein Hirn dann noch mitspielt.
Muss Trennung immer sein, haben wir noch ein Chance, gibt es auch Positives, heißt es gelegentlich? Nö, zuerst kommt immer nur Lebensänderung und ändern ist immer so was. Aber dann, in dem Sinne mal wieder was Intimes und Persönliches:
Rückblick Kurzfassung: Frau abhängig, Forum gefunden, Coabhängigkeit erkannt, Änderungen, eigene Sauferei und Fehlprogrammierungen = Süchte erkannt, Änderungen, getrennt, ausgezogen, trocken, 1 Jahr rum, Frau in Therapie, trocken retour, neuer Versuch, nicht geklappt, 2 Jahre rum, seit ü2 ½ Jahren neue, schöne Beziehung.
Ü6 Jahre rum. Ich möchte keine der gemachten Erfahrungen missen, aber auch keine nochmals durchmachen. Vieles, was sich oben so im Zeitraffer liest ist weit weg, danke, dass ich das Forum und Hilfe fand.
29.12.2010 Essenz aus 4 ½ Jahren Forum: Heute, im Heute bleiben, nicht bewerten, lassen, grundlos ändern und ordnen.
So - weiter im Heute: meine tolle Singlewohnung ist getauscht gegen Familienleben, mit Haus, Garten und Glücksfee. Wir leben jetzt zusammen. Uns war etwas mulmig zusammen zu ziehen, schließlich haben wir beide unsere Paarpleiten hinter uns gebracht. Die Freizügigkeiten, die Eigenständigkeit des für sich leben können, das nicht mehr anpassen müssen, das nach Belieben zurückziehen können, hat ja auch was und wird schnell zur Normalität. Vom extremen Klammercolisten, zum „der Mensch ist nicht für Bindungen geschaffen“, ist es da nicht weit, zur Mitte schon. Anfangs schrieb ich hier an einen Freund „dann werde ich Extremist“. Extremen Misst gibt es in der Mitte nicht. Jetzt schauen wir mal, was wir noch so drauf haben. Paarleben heißt üben, probieren, fummeln, immer was tun, sich auseinandersetzen, fühlen, lernen, entwickeln, weit über die Naschkatzenzeit hinaus und nie mit den Kopf am Busen des anderen schnarchend einpennen. Dauernachtgaumensegelsteifmacher könnte vielleicht mehr Paare erfreuen, als die Pillchen für paar Minuten hin- und her.
Beziehung, d. h., dann wenn wir zusammen sind, sind wir zusammen, also beieinander und nicht irgendwo anders, nicht vor der Glotze, nicht am PC, nicht am Telefon oder im Job, einfach ungeklammert zusammen. Das ändert sich jetzt etwas, denn jetzt sind wir ja noch mehr zusammen. Da sind wir schon mal zusammen und gedanklich wo anders. Auch eine neue Situation die es zu meistern gilt.
Von den extremen Höhen in tiefe Wasser abzutauchen, zu gemächlichem an der Oberfläche paddeln und zu akzeptieren, dass weder das Tiefe, noch die Höhe an uns zerren kann, solange wir es nicht zulassen, ist eine wertvolle Erfahrung. Bodenständigkeit heißt ständig geerdet zu sein, wie langweilig. Hinhören und obacht geben kann ganz schön banal, einfach und gewöhnlich sein. Mir kommt das immer wieder so vor wie, Gas geben zu müssen, laufen zu müssen, Sport treiben zu müssen, fressen zu müssen, mich an was abgeben zu müssen. Dann trotze ich und werde zu einem faulen Sack. Da muss ich noch mal tiefer ran. Kerlistisches Sackkratzen bringt mich nicht weiter. Ein aktiver fauler Sack wäre dann ein agiler Sackhüpfer. Da bekommt Agility eine ganz neue Bedeutung. Vielleicht bin ich ja gar kein Kaltblut sondern ein Hund und musste einfach nur an die richtige Leine. Ich mache mir auch nichts vor, wenn ich an Querelen denke. Wenn einer mal pupst und ich denke es stinkt, da sind auch bei mir genug Urinstinkte die hoch kommen.
Mein Vorsatz ist es mit weniger schneller mehr zu erreichen. Nur, genau da liegt der Ausgang in die Beschränktheit, ins Nichtstun, in Faulheit, in Gier, in Angst, in Krankheit. Das sortiere ich noch, denn geistige Phrasen sind dann eher wie Sack zu und ab in den Müll, dazu Urinstinkte, was für eine Stänkermischung.
Einen Ursprung meiner Krankheiten sah ich in der tollen Wissenschaftssendung im 3.TV. Manche Kinder werden geboren und erhalten keine Aufmerksamkeit. Sie beginnen darum zu kämpfen bis sie ableben. Andere bekommen zu viel und verlangen ebenso danach, bis zum Schluss. „Mitte“ ist da so eine Sache. Meine Chancen da raus zu kommen sind ziemlich begrenzt. Erkennen und agieren, nur was? Was in und mit mir passiert mache ich überhaupt nicht, sondern mein Unterbewusstsein, ohne mich. Von den übrigen paar Prozent beschäftigt sich der größte Teil mit was anderem, nur meistens nicht mit mir. Ich muss mich mir ja nicht aufdrängen. Aufdringlich ist mein Bestimmerhirn schon genug. Es steuert alles, reißt sich egoistisch alles unter den Nagel, und gibt erst ab, wenn es ein lautes Bäuerchen gemacht hat. Da ist es egal, ob vorübergehend andere Funktionen und Organe abgestellt werden, erst in die Birne, dann der Rest. Der Sack ist so egoistisch, dass er sogar Teile seines eigenen Hirns abstellt. Vielleicht überträgt sich sowas ja auch.
Gelegentlich muss ich überprüfen, ob es offensichtliche Änderungen in meinem Neuleben gibt. Hier ist ja nun vieles aufgezeichnet und dann frage ich mich: halte ich mich an alles was ich aufgenommen habe? Wie soll das möglich sein, bei so einem raffinierten Hirn, das mich und sich selbst tagtäglich austrickst?
Jemand meinte mal hier: Wenn ich mich mit so viel beschäftige, dann habe ich ja keine Zeit mehr für was anderes, das sei doch kein Leben mehr. Klar, alles auf einmal geht nicht, deshalb geht es ja auch immer weiter und das dauert. Mit bestimmten Dingen kann ich heute nur noch wenig anfangen, früher war das genau umgekehrt. Trinken, Coanteile ausleben, rauchen, fressen, Zeit verplempern und Verplempermenschen, da ist viel drauf gegangen und ich fand das auch noch gut, so gut, dass es fast zum Tod machen war. Immer alles in der Waage zu halten ist als wäre ich ein Puppenspieler, da ist alles in Bewegung, so hat es die Natur vorgesehen, nur dass es noch nicht so richtig klappt. Ich stelle mir das schon mal wie so einen Augsburger Puppenhampelmann vor: lauter Fädchen die in Bewegung sind, Ernährung, Außen, Umfeld, Innen, Bedürfnisse, Umwelt, Mitte, Gesundheit, immer alles schön ausgeglichen halten- und das mit den paar Prozent Bewusstsein. Klar geht das und da ist ja noch der Rest, der alles immer wieder durcheinander bringt, bremst oder ausbremst.
Wenn ich mich als Ganzes betrachte, so von oben, dann sehe ich allerlei Verunstaltungen. Mein Job ist es bei mir zu sein, hinzusehen und zu ändern. Ich kann die Welt, das Außen nicht ändern, andere kann ich nicht ändern, die Vergangenheit kann ich nicht ändern, nur mich. Nichts geschieht auf Knopfdruck. Das Brot im Backofen braucht Zeit. Natürliches Essen braucht Zeit. Verdauung braucht Zeit. Entwicklung braucht Zeit. Ich brauche Zeit. Manchmal bin ich dann kein Hampelmann, sondern eher etwas zwischen diesem nächtlichen Laberkastenbrot und einer Schlaftablette.
Oft bin ich verhalten. Wenn ich mich nicht bewege, dann werde ich rund. Rund werden heißt bei mir schwerfällig sein. Das schlägt aufs Gemüt, das macht anfällig für noch mehr weniger bewegen, für mehr reagieren, fressen, glotzen, für Launen, Abhängigkeit, Maßlosigkeit, Krankheit, Gier, Faulheit, Ärzte, Fremdbestimmung, Stress, Kampf. Ein unglaublicher nicht endender Kreislauf, bei dem ich immer offener für das werde, was ich los werden will. Paar Sachen nicht beachtet und es passiert was. Die einfachsten, aneinandergereihten Vorläufer einer Passiert-was-Bombe kann ich oft sofort erkennen, meist wenn es zu spät ist, dann zerreißt es mich. Mangelerscheinungen im Körper, durch Ernährungsfehler, durch Bewegungsfehler, Fehlprogrammierung in der Psyche, durch falsche Gedanken, durch falschen Umgang, nicht gutes Umfeld, Stress, Hektik, private Änderungen, durch Fehlentscheidungen, durch unangenehme Konsequenzen, durch Unnatürlichkeiten, durch Abhängigkeiten, durch Ängste, durch Unehrlichkeiten, durch Reaktionen auf Reaktionen. Scheinbar urplötzlich kommt etwas hoch. Mit dem ersten Gedanken kann ich die Uhr danach stellen und dann hängt wieder was rum, was nicht dahin gehört.
Ich kann da jetzt suchen, untersuchen und von A- nach B laufen, warum und weshalb erlernen und dann kommt es doch ganz anders. Meine Energieversorgung ist so was. Da sagt einer halb zehn in Deutschland musste dir was rein ziehen, machen alle so, da biste wieder leistungsfähig. Woher wollen die denn wissen? Die sagen das einfach, kassieren jeden Tag ihren Obolus und Millionen machen, jeden Tag. Nun kann es aber sein, dass bei mir nicht mehr genug Insulin produziert wird oder genau diese vom Hirn unterdrückt wird, nicht genug Glukose, die Stoffe nicht hochwertig, nicht natürlich genug sind, nicht genug Sauerstoff bereitgestellt wird, nicht richtig verwertet wird, mein Hirn nach besonders großen Suchtpaketen verlangt oder von allem etwas. Vielleicht sind auch schon einige Zellbereiche versauert und gären vor sich hin, stehen kurz vor der unkontrollierten Teilung, statt Powerleistung zu erzeugen. Wenn ich in meinem Job so einen Stuss labere wie ich es draußen oft höre, dann heißt es: Abmahnung, zahlen. Andere dürfen das und bekommen schulterklopfend alles über den Tisch geschoben. In dem Wirrwarr soll ich den Überblick behalten? Das erscheint mir heute recht viel für meine paar Prozent Bewusstsein, zu kompliziert und da ist es schon mal leichter und angenehmer, andere für die eigenen Unzugänglich zu missbrauchen, sich abzulenken und nicht hinzusehen. So was passiert, bei mir, bei anderen, immer wieder.
Da nutzt es mir wenig, dass ich weiß woher, warum und weshalb. Weiß, dass mein Bewusstsein unbedeutend ist und in mir die Fäden gezogen werden, was ja dann Abhängigkeit von mir wäre- und mich bekomme ich ja nicht los. Manchmal ist es mir einfach zu doof, immer anders zu sein, natürlich zu sein und gegen all das anzuleben, was mir aus allen Rohren von klein auf vorgelebt, vorgemacht wurde und wird. Selbst einige meiner Vorturner oder die, zu denen ich aufblicke, die, die doch immer sagen und vorleben wie es sein müsste, sind die, die überhaupt nicht so sind, wie ich es mir erlebt und erdacht habe. Selbst in einer namhafter Gesundheitswissenschaftssendung, liefen im Abspann die Namen großer Junkfoot Lebensmittelkonzerne, ehrenhalber, verstehe. Einige wenige Weggefährten sind da ähnlich „anders“ gepolt und denen scheint es gut damit zu gehen. Ich freue mich dann riesig, wenn ich wieder einen entdecke.
Langsam verstehe ich was Ehrlichkeit bedeutet. Trotzdem bei mir bleiben. Das tut oft weh. Bewusstes Wegsehen tut irgendwann weh. Nur- vor mir wegsehen, vor mir auch? Das ist am Schwierigsten zu erkennen – und dabei in der Mitte, bei mir zu bleiben, ist noch ein weiter Weg. Um das Wörtchen Ehrlichkeit für mich so zu verstehen, ein Freund lies es mal denkend in mir, habe ich 1 ½ Jahre gebraucht, ganz schön lange.
Der Alkohol, die Coabhängigkeit, das ganze Drumherum der letzten 6 Jahre, das sind unbezahlbare Lehrstunden, um mich immer weiter auf Neues vorzubereiten. Was mache ich denn als Wrack, wenn die Gesundheit nicht mit spielt, ohne Geld, wenn alles verpulvert ist, ohne Zeit, wenn ich nur noch Löcher stopfe, alleine, ohne Familie und Partnerin, weil mich keiner mehr erträgt? Wenn die Lifepoints aufgebraucht sind, bleibt noch die Lotterie. Glücksspiel macht süchtig, heißt es im Abspann jeder Glücksspielwerbung. Da gefällt es mir besser, wenn ich mich immer wieder selbst als Hauptgewinn ziehe und bei mir im Jetzt bleibe.
Als ich hier auflief, da wurden Kräfte in mir aktiviert, die ich so noch nicht kannte. Über mich schreiben, von der Seele schreiben was ich dachte und fühlte, raus lassen, Feedback bekommen, Gleichgesinnte, Verständnis finden, das waren mächtige Antreiber. Zurück zu mir zu finden war da etwas anderes. Vorgelebte Entwicklungsstufen beachten und weiter zu denken als das, was vom Gefühl, ins Hirn, in die Finger, auf die Tastatur, in die Post gelangte, war wieder was anderes. Dazu trugen die Forumsregeln, Beschränkungen und Anregungen bei.
Rum hampeln, Rechtfertigungen, Argumente, Gründe suchen und finden ist recht einfach. Gladiatoren, Mitläufer und Säckchenkrauler gibt es genug. Klar, ich mache mich davon nicht frei. Darauf zu stoßen, zu beachten und abzustellen ist eine unendliche Aufgabe, wie anecken ohne Beulen zu bekommen. Wenn alles aus mir herausbricht, so wie aus einer auf den Kopf gestellten Flasche, ist es schwer jeden Tropfen mit bloßen Händen aufzufangen und in einen neuen, passenden Behälter abzulegen.
Hier im Forum gibt es Regeln, Geschriebene und Ungeschriebene. Gelesen habe ich schon viele, ob ich mich immer daran gehalten habe wage ich zu bezweifeln. Nicht über andere schreiben, bei mir bleiben, sachlich bleiben, nichts persönlich nehmen, den Kern sehen, sich nicht auf Spielplätze begeben, nicht plaudern, nicht zu viel schreiben, mehr von sich geben, offen sein, ehrlich sein, zu überlegen, spontan sein, Distanz wahren, die Meinung sagen, nicht provozieren, nichts Allgemeines ansprechen, nichts zerpflücken, keine Suchtverlagerung in das Forum, Abstand wahren, keine Partei ergreifen, nicht schleimen, nicht diskutieren, dem anderen seine gesunden und kranken Gedanken lassen, nichts Missverständliches schreiben, eindeutig, nicht mehrdeutig sein, die Anonymität wahren, mein Anspruchsverhalten überdenken, nicht denken was anderer denken können, darauf achten, was meine Gedanken bei anderen anstellen können, beim Thema Alkohol bleiben, keine Marken, keine Zitate, denn selbst das was andere nur im Mund hatten, kann schon geschützt sein oder einfach zur Seite gehen, wenn sich ein Pickel nähert. Das alles unter einen Hut zu bekommen, den Widerspruch des Widerspruchs und dabei am Ball zu bleiben, abzuwägen, was mir die Veröffentlichung von Gedanken überhaupt bringt, was ich damit offen und im Verborgenen befriedige, das ist wieder wie Flasche, nur größer, so wie das, was aus einem Wasserfass ausgelaufen ist wieder zurück zu bekommen, ohne Druck, ohne Belastung- das bleibt eine unendliches Aufgabe. Eine einfache Aufgabe. Einfach das Fass an die Gedankenrinne anschließen, irgendwann ist es von alleine voll. Das kann ruhig lange dauern, denn dazwischen gibt es ja noch Agility-Paar-Sackhüpfen.
Sagen können, verstehen, ausdrücken, antworten und es dann doch nicht tun. Mensch sein beinhaltet die Freiheit anders zu sein. Das scheinbar gerade heraus posaunte erscheint dann schon einmal gebogen und Gebogenes gerade. Einfach was Krummes stehen zu lassen ist schwer, es geht aber immer besser. Das eine vom anderen zu unterscheiden ist bei mir eine unendliche Aufgabe, wobei, oft muss ich gar nichts unterscheiden. Immer sagen was ich denke und fühle, wann und wo immer und mich dabei als wertvoll achten ist eine längerfristige Angelegenheit, denn wenn ich denke „geschafft“, hat „edit“ in mir schon wieder zugeschlagen. Wenn ich mich an alles halte, dann muss ich nur noch akzeptieren, dass die Gedanken und formulierten Worte anderer deren sind und mit mir nichts zu tun haben. Da bin ich wieder bei den Aktiven, die meinen Weg im Laufe der Zeit kreuzten.
Bei mir sein, das heißt Parameter beachten, agieren und nicht reagieren. Ich kann mir das schön reden, schön vorstellen und gehe wieder dahin, wo ich nicht mehr hin will, ohne was zu merken. Das passiert immer wieder mal, nur immer was anders.
Agieren = Tun, im Heute, ohne zu bewerten, loslassen, ordnen, grundlos ändern
Reagieren = es passiert etwas und ich mache was passieren soll, das was wer auch immer vor gibt.
Das eine von anderen unterscheiden… Das Leben kann ein schönes gemächliches hin- und her sein…
Natürlich funktioniert das nicht reibungslos. Z. B. über Grundlos haben wir uns mal hier gefegt. Was ist grundlos, wenn mein Bewusstsein unbedeutend an meinem Verhalten beteiligt ist und der Rest von einem egoistischen Urinstinkt in Grund und Boden manipuliert wird, zum willenlosen Reaktor degradiert wird? Im Entferntesten wäre das jetzt ein bewusstes Abbrennen agiler Reaktorsäcke. Glauben ja alle, dass so was geht, hatten wir neulich wieder…..
Ich bin ja hier im diesem Forum um mich gesund zu machen und das dauert, bei mir dauert das. Ich kann mich hier nicht laufend selbst befriedigen, da ist mir einiges abhanden gekommen. Nö, ich will das auch nicht zurück. Das hat mir lange gut getan, geholfen. Jetzt möchte ich mehr Abstand und fahre damit ganz gut. Mein krankes Hirn ist ja da, in mir, das gehört zu mir und das kann ich schlecht hier lassen. Solange ich noch etwas zu schreiben habe und da ist ja wieder einiges zusammen gekommen, kokelt ja noch einiges in mir rum. Was kokelt muss raus, abbrennen, erlöschen, betrifft mich ja. Da wo es weh tut, da muss ich hin, was nicht heißt, überall meinen Senf dazugeben zu müssen.
Draußen, in der TV-Konsumgesellschaft wird öffentlich dokumentiert und festgehalten, wie andere leben. Da wird nachgespielt, geändert, vorgespielt, wie andere gerne wären. Dann wird gezeigt, wie andere hätten sein sollen können. Das ziehen sich Gucker ununterbrochen, gelähmt und im Abseits rein, um das dann selbst darzustellen. Geguckte Realität. Das ist dann reagieren = es passiert etwas und ich mache was passieren soll, fremdbestimmtes Chaos mit der manifestierten vorgelebten Bestätigung: das ist so richtig. Konsumieren ist richtig, saufen ist richtig, rauchen ist richtig, fressen ist richtig, aufschneiden ist richtig. Da schüttelt es mich gewaltig durch. Alle haben etwas davon, nur ich nicht.
Von Zeit zu Zeit treffe ich auch Menschen, deren Teil der Krankheit es ist, mit Menschen zu spielen, das Ausleben kranker Anteile durch Manipulation und Missbrauch anderer, sich durch Kampf und Streit zu messen, zu positionieren, zu spüren, zu finden, sich auszudrücken wie einen fetten Pickel. Das ist gewöhnliche Urstinkerei. Dabei ist es keine Kunst, das eigene Ver-Halten nicht zu kennen oder bewusst zu übersehen, denn die Selbstlüge ist ja im Kern, im Unterbewusstsein gut aufgehoben versteckt, paar Prozent, was ist das schon, denn die fettesten Pickel sind innen drin.
Da wird es jetzt kompliziert: sich selbst unbewusst belügen, um zur eigenen Befriedigung aus der Konsequenz der Beschränktheit andere zu missbrauchen. Das ist so, wie an einem Fiskalpakt zu arbeiten, dabei zu erfahren, dass es tief innen drin um Fäkalschieberei geht, für die es noch kein passendes Klärwerk gibt. Mit diesem Bakterienherd ist der abgeklärteste Wischmob überfordert, und – da hat jeder sein Recht darauf.
Selbstklärung ist für mich, sich bewusst ansehen können, wenn eine Beule aufplatzt, ohne auf sich und andere zu zeigen, ohne sich zu vergraben. Besser es tropf einfach so heraus, als wenn etwas herausgeschnitten werden muss. Aufdringlich ist mein Hirn schon genug. Es steuert alles, reißt sich egoistisch alles unter den Nagel und gibt erst ab, wenn es sein Bäuerchen gemacht hat. Vielleicht überträgt sich sowas ja auch.
Also, wenn ich alles tue um mein Hirn zu befriedigen, es liebevoll streichle und hege, es mit bestem Bergsauerstoff versorge, mich viel Bewege, die Zuleitungen frei halte, meinen Körper mit unverseuchtem Quellwasser und besten BioÖko tiereiweißfreien Rohstoffen versorge, in gutem Umfeld lebe und meine Lebenseinstellung immer weiter korrigiere, dann bin ich ganz schön abhängig. Noch abhängiger als je zu vor. Wo mag das nur enden?
Alltag, das ist das Leben. Darin zu bestehen, das ist meine unendliche Aufgabe.
Und keine Sorge, so lange meine Finger nicht vergischtet sind, noch was durchs Hirn rauscht, so lange geht noch was.
Danke Karsten, danke Forum, LG und gute 24h Kaltblut
..und der Rest steht wie immer wo anders https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ftopic3884.html