Hallo Ihr Lieben,
hi, Stoffel, ich hoffe Du hattest angenehme Spülgehilfinnen. Komisches Wort, wären das jetzt Spülerinnen, Helferinnen oder Finninnen? Du hast es toll.
Ayki besser? Dein damaliger Buchtipp, der hat mich ganz schön unpässlich gemacht. Gelegentlich braucht man einen aufe Fresse, damit man wieder mit erhobenem Haupt gerade aussehen kann oder platte Füße in München oder Masern von spedi oder irgend so was.
Hättet Ihr mir damals gesagt, geh zum Arzt, Du hast ein Alkproblem. Ich hätte gestutzt und wäre vielleicht los gedackelt, aber nur vielleicht, ich hatte kein Problem, nur meine Frau.
Hättet Ihr gesagt, klar, typisch Co., lass Dich reparieren, ich hätte gedacht, ja, dafür bin ich ja hier, bringt es mir bei, macht mir einen Stempel drauf und lasst mich wieder OK werden und gut ist.
Hättet Ihr mir etwas von „zu viel lieben“ gesagt, nicht ich wäre der Irre gewesen, ich hätte Euch für Irre erklärt und gefragt, was Ihr denn wohl eingenommen hättet? Ihr hättet mich da getroffen, wo es mir unbegreiflich am Meisten wehgetan hätte. Co sein aus falscher Liebe, was schon wieder für ein unverständlicher Schwachsinn. Ich war heute in einer Werkstatt und die Jungs laberten ziemlich laut, lustigen, sagen wir mal typischen Kerlkrams. Hätte ich denen was von zu viel lieben erzählt, mir wäre was auf den Kopf gefallen, ein Auto, ein Reifen, irgendwas, den ganzen Abend hätten die sich kaputtgelacht über diesen Irren zu viel Lieber.
Meine Eltern haben nicht gesoffen. Meine Eltern haben nicht gestritten, keiner von uns Kids hat je mitbekommen wenn etwas nicht OK war, es gibt nichts zu ergründen, zu forschen, zu tun und zu machen, zu rechtfertigen oder was auch immer, es ist einfach so wie es ist, fertig.
Ablegen von Co-Angewohnheiten, was für „überflüssiges Denken“, dann noch „Nasses Denken“ nicht Trinkender, was es alles gibt, wer soll das alles verarbeiten? So, das ist also ähnlich wie das ungebrochene Lieben der Co´s. Nur mit dem Entzug, sind wir nicht klar, weiterhin hohl in der Birne und vorprogrammiert auf sich ausbreitende Viren, bis zum Absturz. Fakirischer Nadelquatsch, ich bin weder Fakir, noch kann ich es genießen mir solche Dinger in den Balg zu rammen, die müssen da weg, wie lästige Schnacken, Siebenstecher oder was sonst so ungefragt an uns rumsaugt, mit der bloßen Hand, rote Flecken hinterlassend an die Wand geklatscht oder verbannt hinter Fliegengitter.
Therapeuten haben einen so bescheidenen Job, ich beneide sie nicht, von diesen Schauspielern, von diesen Schauspielerinnen, von diesen zur Schau stellenden schamlosen Nassdenkern verar… zu werden und dabei nicht die Nerven zu verlieren. Nein ich beneide sie nicht, sie verdienen meinen allerhöchsten Respekt für ihre Beharrlichkeit, für ihre Standfestigkeit, für ihre Aufgaben und dann noch all den Botzenkakkerspielchen der, „der König will kegeln Kranken“ zu widerstehen.
Sulamith und Salomon, ich stecke Euren ganzen Shir Hashirim Krams in eine Flasche, Korken drauf, ab in den Fluss, in die Sieg, in den Rhein, ins Meer, in den Ozean, ich habe die Nase voll von einseitigem Liebesquatsch, voll von falscher zu viel Liebe, voll von nassem Denken, voll von krankem Co. da sein, voll von Menschen, die nicht in der Lage sind, einfach liebevoll ihre Hand zu reichen. Der ehrliche, siegreiche Finder kann seiner Braut dann ein Ständchen vortragen, rein gewaschen, mit Mehrwert, aber behalte dieses Lied der Lieder oder schmeiße es gleich wieder ins Meer, wenn sie es nicht wert ist oder schicke sie mit, weit weg, nach Ozeanien.
Ein schönes Wochenende Kaltblut