Hallo Ihr Lieben,
wieder ein trockenes gutes Jahr rum. Die Jahreshighlights:
Nach Wandern und Kraxeln wiederentdeckt, die Berge bieten viel Auslauf, passt nach Überfluss.
Meerrettischblüten, die strahlend weiß auf dem Balkon nach oben wuchsen.
Rote Miniäpfel, die herrlich schmeckten und bisher von meiner als Vogelfutter im Garten hingen.
Gekürzte Kilometerlaufzahlen, enn in der Natur läuft kaum ein Tier regelmäßig zum Spaß 20km, dafür sind Fingerübungen beim Laufen dazugekommen.
Hakaido Kürbis zu Gorgonzola, eine atemberaubend leckerer Mischung
Die tägliche Begrüßung im Büro wie ein frisch Geliebter
Die wunderbaren kleinen roten Blüten des Ananas-Salbei
Es gab eine klasse Reise mit den Kids, da haben wir alle viel gelernt
Klettern in den Bäumen, Spaß am Tanzunterricht, endlich einen Sportverein in Reichweite gefunden und viele gemeinsame Kilometer auf den Bikerücken.
Die kurze Massage meiner 90jährigen Mutter ließ sie erstrahlen und die Umarmung der Kinder tut mir einfach gut. Highlights, nichts Besonderes, nur tiefe Augenblicke in mir.
Gut, einiges war auch nicht so gut, voll verguckt:
Ich habe was zugenommen, da kann ich nachlegen und mit leben, hihi.
Für einige Prüfungen bin ich noch nicht reif, manchmal ist in der Birne nur Birnensaft, aber ich habe ja Zeit was draus zu machen.
Eine neu angefangene Fremdsprache liegt rum, die geht so auch nicht in meinen Kopf
Überhaupt sind da paar Löcher drin. Das ist so wie die Kinder immer über den Käse philosophieren: je mehr Käse- je mehr Löcher- je weniger Käse. Da habe ich ein Problem mit, denn je mehr ich lerne, je mehr vergesse ich und je mehr ich vergesse- eben, je mehr suche ich immer was ich vergessen habe. Das fühlt sich oft an wie reale Zeitlupe. Da komme ich nochmals drauf.
Geschäftlich ist noch vieles zu tun. Obwohl vieles klar und geradlinig ist, wollen die Leute lieber bekleckert werden. Das liegt in der eigenen Beschränktheit und der Fremdsteuerung, das kenne ich ja vom Trinken und Coen, heute großes Ehrenwort und morgen abgestürzt, nur ein Kleinwenig anders. Am Kaffeetrinken arbeite ich noch, auch an meinem Bankkonto.
In der Summe ein zufriedenes Jahr.
Der Umzug nach Bayern hat mir gut getan. Gut, es gibt immer schon mal Verständigungsprobleme, aber, wir sind uns alle doch ziemlich gleich. Hier kann ich gut arbeiten, mich gut ernähren und auf die Gesundheit achten. Gib Obacht, wie ich das in meiner Ausbildungszeit hasste. Obacht auf mich geben. Ja, da bin ich eine ziemliche Sau drin geworden und könnte manch einem auf den Keks gehen, aber auch ruhiger, andere sind nicht ich.
Eines der aufregendsten Gefühle ist es zu wissen, zu spüren, dass weder Suchtmittel, noch Essbares, noch Beschäftigungen oder Streicheleinheiten in verbaler und horizontaler Art ein Verlangen ausüben das über das Maß der Natürlichkeit hinausgeht. Dieser Speichelfluss, der bei bestimmten Gedanken entsteht, diese Heißgelüste, diese Kicks, die sind dabei was auf der Strecke geblieben. Das ist wie drucklos, manchmal wie ein platter Reifen, manchmal dieses genießende Tuckern. Gemächlich in der Mitte. Ist ja auch klar, beim Abheben stoße ich mir nicht mehr die Birne an der Decke und falle nicht mehr durch den Boden bis in den Keller.
Da habe ich jahrelang überdreht, diesen Zustand für normal gehalten und jetzt, wo es nicht mehr so ausschlägt, wo ich in meiner Mitte bin, wo es in mir nicht mehr bekloppt spielt, da soll ich das für normal halten? Wie sollte ich denn auch ich sein, wenn alles bekloppt spielte und ich es nicht mal merkte?
Jetzt denkt mein Kopf eben was anders und auch das hat Konsequenzen. Ich weiß nicht wirklich, ob langsam langsam normal ist oder nur langsam daneben ist. Multiples Denken war doch gar nicht so schlecht, also vieles auf einmal denken. Nun denke ich ja bewusst weniger, da ich ruhiger bin, dürfte es innendrin unbewusst auch ruhiger zu gehen und da der Birneninhalt mein größter Kalorienverbraucher ist, ist ja auch ganz klar, wo die Pölsterchen herkommen, die kommen nicht vom Weihnachtstisch, sondern vom Hirnschwund. Wenn bei uns Kerlen was schrumpelt ist eh alles vorbei. Da gibt es noch Anpassungsbedarf.
Natürlich sein, so wie die Natur es vorgibt, hatte ich verlernt. Die Summe der Abweichungen war nicht normal im Sinne der Zellprogrammierung. Trinken und Coabhängigkeit waren da ja nur die Spitzen des Eisberges. Unter der Wasseroberfläche befanden sich die eigentlichen Entartungen, da ging es rund. Endlich den Partner gefunden zu haben, der die Sehnsüchte befriedigte, gepaart mit Konsum, überladen, überfressen, überdrehen, das kann nur im Karussell mit Übergeben enden. 50 Jahre Fehlprogrammierung lassen sich nicht mit einem Reset einfach neu starten, das ist nicht mit Finger in den Hals und weiter wieder i. O.
Das braucht Jahre, um steife Glieder zu ölen, Sehnen zu entzerren, Nerven richtig reagieren zu lassen, aufgeblähte Zellen zu halbieren und irre Hirnzellen neu zu justieren.
Natürlich sein, ist nicht zu überdrehen, sondern gemächlich im Fahrwasser dahinsegeln, ohne Tsunami, ohne Sturm, ohne Flaute, immer schön in der Mitte und aufhören gegen die Segel zu pusten, denn wie meinte eine liebe Freundin: ich kann keinen Wind machen. Stress, Druck, Angst, Unruhe sind typisch und normal unter den Lebewesen, wie fressen und gefressen werden, aber nicht in dem Ausmaß wie von zivilisierten Menschen selbstgemacht.
Die Ursache der Krankheit liegt immer in der Vergangenheit und im Aussen. Es gehört zu meiner Genesung im Heute zu leben, die Vergangenheit sein zu lassen und das Aussen zu ändern. Es gehört zu meiner Genesung, im Einklang mit der Vergangenheit und dem Aussen leben zu lernen und mit den Ursachen der Krankheiten zu leben. Wenn ich mit mir in Frieden leben will, kann ich mich vor der Vergangenheit und den Aussen nicht auf ewig aus dem Staub machen.
Ich habe damals die Entscheidung getroffen, dass wenn ich schon nicht helfen kann und die Frau nicht trocken bekomme, zumal sie in meinem Kopf nach dem Infarkt nicht mehr lange zu haben schien, dass ich mich mit kaputt saufe. Der Grund zieht weitere nach sich, wie die Unfähigkeit mein Leben zu leben und dem in 50 Jahren aufgebauten Müllhaufen verirrter Bedürfnisse und Gefühle. Darin befinden sich unzählige neue Fragen und Gründe. Mich abschalten und aus dem Staub machen geht nicht, zumindest nicht ohne erneuten Absturz, ohne körperlichen Zusammenbruch, ohne neue Krankheitsausbrüche und davor werde ich mich hüten, aber ich kann lernen liebevoll und natürlich mit mir umzugehen, mich gut hüten. Da sind wir wieder bei: ich bin mein Hirte, mir wird an nichts mangeln.
Nichts mangeln, wie soll das gehen, bei von Geburt an eingeimpften Werteverschiebungen? Es fällt mir immer leichter, mich aus Dingen zu lösen, wo ich festgeschweißt war. Angetackert in der Gesellschaft, das ist unnatürlich und steht so nicht in meinen Zellen. Saufen, fressen, rauchen, nicht bewegen, vor der Kiste glotzen, am PC hocken, ungewollte Werbung konsumieren, ununterbrochen telefonieren, Ärzte aufsuchen zum Richten, Medikamente nehmen, behandelt werden, das ist wie sich selbst verstümmeln, sich abschießen und so nicht in mir drin programmiert. Dupliziert in meine Familie, in meinen Beruf, in meine Freunde und Bekannten multipliziert sich alles um ein Vielfaches. Abhängigkeiten von anderen. Andere zum Abladen meines Mülls, zum Beschimpfen, zum Druckablassen, zum Manipulieren, zum geduldeten Missbrauchen zur Befriedigung meiner Fehlprogrammierungen.
Direkt hinein in die Auseinandersetzung. Mich aus-ein-ander-nehmen. Nur, wie setze ich mich wieder zusammen? Dafür gibt es keine Werbung. Um den Müll zu entsorgen darf ich teuer bezahlen.
Nicht mit mir in Frieden zu leben beinhaltet anderen ihren Frieden zu nehmen und führt direkt in die körperliche Armut, in die geistige Verblödung. Will ich das, kann ich das, muss ich das? Loslassen habe ich nie gelernt. Festhalten schon, bis hin zum Fliehen vor und verbohrten Festhalten an Rechtfertigungen, Symptomen und Krankheiten. Jeder der mir zuhört, der mir aus dem riesigen Geldbeutel der Gemeinschaft hilft, füllt mit mir seinen fetten Sack.
Zu den täglichen Ritualen gehören heute Gymnastik, Bewegung, vollwertige Kost, viel frische Luft, klare Gedanken und manchmal alles zusammen. Und Weglassen. Je mehr ich lasse, je mehr kommt zurück. Nur, wie soll ich das verstehen, wenn der Kick fehlt, der Druck, die Last, das Überdrehte, das Auseinandersetzen und Kämpfen, das mich in der Summe mit dem Wohlwollen meiner Umgebung krank machte? Klar, ich hätte auch in Arbeit aufgehen, ein hübsches Sümmchen abzwacken können und wäre in der Abhängigkeitsstufe xy hängen geblieben. Gut abgehangen ist meist nur totes Fleisch, dazu möchte ich noch nicht zählen. Mir schien es wertvoller, die Zeit in Bücher, mich, Ausbildung und Umdenken zu stecken. Sozusagen bin ich mein Steckenpferd.
Umdenken ist eben nicht spediert, also schnell und direkt, es bedarf gelegentlicher Umwege, bei mir zumindest. Eine lange sportliche Diskussion, mit den offensichtlichen Drank nach perfektion, alles wissen zu wollen und feiner Selbstkontrolle, unterbrach ein Mitstreiter mit den einfachen Worten: hört einfach auf zu denken, in Notsituationen schaltet der Körper alle unwichtigen Organe einfach ab, auch euer Hirn und dann macht er was zu tun ist. Vielleicht auch was ich nicht mag, ich bekomme das ja dann nicht mehr mit, mich fragt ja keiner und dann noch geschrumpelt, gut, dass ich das nicht mitbekomme.
Im Einklang mit der Natur, mit mir zu leben, bedeutet nicht, dass ich „Sommer in Orange“ spiele, auch nicht, das ich mir täglich was vor die Stirn klatsche und erst recht nicht, das ich mich im esoterischem Gebömmels weg beame, das ist von Draußen. Ich bin einfach bei mir, denn alles was von außen kommt, ist draußen, das bringt mir wenig, das bin nicht ich.
In Köln saßen wir Nachts, im Regen, draußen, bei einem Italiener in der Altstadt. Sie fragte mich, ob ich, wenn ich denn Single wäre, in einem Baggerschuppen auf die Pirsch gehen würde. Das wurde eine lange Nacht. Es ging um Beziehung. Meine mit mir ist voll OK. Unsere fühlt sich Klasse, rund, unbelastet und frei an. Ohne Last, ohne Bedingung, ohne Grund, frei. Wir führen eine anständige Beziehung. An und ständig, mit uns zusammen und jeder für sich, einfach so.
Baggern, Bestätigung finden, Anerkennung, Testosteron produzieren, Männchen sein, Hirn aus, Schwanzsteuerung ein, Glückshormone tingeln lassen oder enttäuscht den Hebel auf Selbstbefriedigung umlegen. Ich kann mir das nicht mehr vorstellen, aber alleine zu leben, ohne dabei wirklich etwas zu vermissen sehe ich heute gelassen- und das geht sogar mit mehreren zusammen. Genau das war für mich damals unvorstellbar und ich lief tagelang wie ein räudiger Opferkater um den Block und wollte nicht mehr, fraß unzähliger Bücher in mich rein und hatte regelrechte Buchorgasmen, wenn ich wieder was Passendes fand, um ins nächste Loch zu fallen.
Die Krönung im Leben ist doch etwas vorgelebtes eines Tages zu wollen und nicht zu können. Es zu können und zu wollen und nicht zu dürfen. Anzukommen, es zu können, zu wollen und zu dürfen, um festzustellen, dass alles schon längst grundlos da ist.
Wie dumm ist es denn, auf andere sehnsüchtig, neidvoll, gar hasserfüllt herab zu blicken? Hass auf andere ist immer auch Hass auf mich, auf was ich nicht bin, nicht kann, nicht habe, nie bekommen habe, was mir fehlt, was ich nicht konnte, nicht durfte, was schon lange in mir ist. Täglich wurde mir Müll eingetrichtert und ich machte den Schlund weit auf, ganz weit auf.
In den kommenden Jahren muss ich eine Altersvorsorge aufbauen, ein Einkommen erwirtschaften und gesund bleiben. Im Heute mit den Erfahrungen der Vergangenheit für morgen schaffen. Da prallt einiges aufeinander. Das geht nur in Harmonie, nur mit mir zusammen.
Kern bleibt die Gesundheit. 6-10 Lebensjahre war die Hochrechnung 2006, als es los ging.. 5 sind verbraucht und es geht mir so gut wie nie zu vor. 5 von heute wieder 40 möglichen Jahren heißt auch, noch 35 Jahre am Ball bleiben. 35 Jahre im Heute, mit den Erfahrungen von gestern für morgen schaffen. Wie meinte eine liebe Freundin: wenn die Knochen knacken, sind wir im knackigen Alter. Alter lass knacken bekommt da eine neue Bedeutung.
Immer mehr erscheinen und kacken reihenweise ab. Gebildete, besser Gestellte, Persönlichkeiten, das scheint ein Teil vom System zu sein oder nur das Altern. Wobei, die, die nicht so viel haben, leben laut Statistik kürzer. Mein Job ist mein Ding für mich so zu drehen, dass es passt und dazu gehören:
Nur das in mich reinzulassen, nur das zu tun, was mir auch gut tut. Da habe ich Probleme, denn konsequent, im Kern, kommt Korinthenkackerei aus nicht umgesetzter Konsequenz. Wenn ich etwas so mache, dass es mir nicht gut tut und durch anderes, bekanntes Tun vermeidbar gewesen wäre, dann ist das jedesmal wie saufen, wie Rückfall. Das passiert mir immer wieder bei vollem Bewusstsein, nur sind es im Verhältnis zu früher, unbedeutende, kleine Dinge. Nicht hoch kommen, also, aus dem Sessel, mit Genuss was falsches Essen, Fehlentscheidungen oder Kaffee trinken.
Kaffee trinken macht bei mir was. Einerseits bin ich im Kopf heller, andererseits matt im Körper, die scheinbare Leistungssteigerung ist eben nur Schein. Es folgt immer, immer wieder ein Durchhänger, sei es durch Gelenkschmerzen, ist ja klar, Gift im Körper oder durch gesteigert Aggressivität, gefolgt von Depression. Je nach Umfeld und Situation folgt falsches Essen. Meist gehört viel sitzendes Palavern dazu. Dann meldet sich mein Körper und beginnt zu schreien. Heute ist er so geschult, der meldet sich einfach, tickt aber trotzdem falsch.
Wenn ich dann lese, was bei den Völkern vor tausenden von Jahren abging, warum, wieso und weshalb, was in Ägyptern oder in Mesopotamien alles passierte, wie Änderungen 1000, 500 oder 200 Jahre brauchten, wie die letzten 100 Jahre dagegen einer Explosion gleich kommen und wie unbedeutend da meine Restlaufzeit ist, da kann ich mich gelassen hinsetzen und was ich habe neu betrachten.
Ich habe das Glück gehabt, mich von anderen und ihrem Geschlabbers lösen zu können.
Dann sind da die Werkzeuge: im Heute, loslassen, grundlos, ändern, nicht bewerten, ordnen und die Anwendungsbereiche: Bewegung, Ernährung, Umfeld, Lebensbedingtes
Das brauche ich jetzt nur noch so zu mischen, dass ich damit im Heute, mit den Erfahrungen von gestern für morgen arbeite und je mehr ich konsequent mein Ding für mich durchziehe, je mehr gibt mir das. Mehr ist das gar nicht.
Als ich in das Forum kam, hätte ich mich übergeben können als ich begriff, dass ich bei meiner Frau nichts tun konnte, als ich begriff, dass ich selbst dran hing, als ich begriff, dass nur die Trennung eine Basis zum Leben war. Ich hätte auch oft würgen können, wenn ich manches hier las und mir dachte, das auch noch alles und das noch und dieses und jenes, das brauche ich wirklich nicht. Ähnlich habe ich auch bei Beginn meiner letzten Ausbildung gedacht, soweit muss es ja nicht gehen. Es ergibt sich von ganz alleine, dass wenn sich eine Schraube nicht mehr tiefer rein dreht, sondern erleichternd wiederaus dreht, immer mehr zum Positiven ändert und immer mehr Müll wegfällt.
Das Einzige, was ich für mich tun muss ist am Ball zu bleiben und weiter ändern.
Natürlich habe ich schiss, wenn ich Entscheidungen treffen soll, die mir in 12-15 Jahren das aufbauen sollen, was mir 35 Jahre Unterhalt bringen soll, denn vieles was ich mache ist eben gegen den Strom schwimmen, anders sein. Das erlebe ich jetzt immer häufiger. Meine Ernährung ist anders, meine Zeiteinteilung ist anders, mein Verhalten ist anders und vieles akzeptiere ich in meiner Umwelt und meinem Umfeld nicht mehr. Das führt zwangsläufig dazu, dass ich ein Außenseiter bin, anders, nicht mehr dazu gehöre und das sind eben die Meisten.
Rechnerisch müsste ich also das Dreifache schaffen, aber nach meinen neuen Maßstäben in viel kürzerer Zeit, mit viel weniger Einsatz als früher, in viel trockeneren Tüchern und vor allem: sicherer.
Da ist nur noch das eine vom anderen zu unterscheiden. Soviel ist das gar nicht.
Faulheit macht gierig, Überfluss macht masslos, gierig, faul im Überfluss vegetieren macht Angst. Menschen mit Angst sind blockiert zu ändern und klammern, sind angetackert. Der Ursprung der menschlichen Beschränktheit, der Vorbote der Vergnomung, liegt also in seiner Gier, in seiner Faulheit und in seiner Angst.
Da muss ich mal noch länger drüber nachdenken und die gekreuzten Paradoxien ordnen, Struktur und Konsequenz rein bekommen, aber das mache ich ja schon länger und die hoffentlich noch vielen Jahre im Heute vorauszuplanen motiviert mehr, als sich im Bett zu suhlen und depressiv über Zeit, Ort und Umsetzung des Suizid nachzudenken.
Die Frage ist, wie schaffe ich es in der Mitte zu bleiben? Einige Menschen glauben, das geht nur mit Lernen, mit Arbeit, mit unermüdlichem Festhalten, mit Klammern, Fernbleiben und immer weiter an sich arbeiten. Da kann es tausend Regeln und Erfahrungsberichte geben, es geht nur mit Tun und dem Mut dazu haben es tu tun, in kleinen, kleinsten, allerkleinsten Schritten.
Ich mag ja meist angekommen und aus der Mitte heraus klingen, bin ich das denn? Nö, ich habe genauso Existenzfragen, Gesundheits-, Umfelddifferenzen und stehe mir auf dem Verstand, wie alle anderen auch. Früher konnte ich mir ins Hirn langen, nur, oft denke ich, dass ich schon überall war und trotzdem wiederholen sich Dinge, die mir nicht gut tun, nur immer was anders.
Ist doch klar, wenn ich in einem kranken Umfeld lebe, mit krankem Partner, dessen Freunden und Familie, die Kinder den Kranken Krams auf mich zurückstrahlen, dazu all das mache, was das Umfeld erwartet, wie fleißig zum Arzt zu laufen und mir die Birne mit Pharmazeutika zu ballere, kaputten Fertigmüll aus der Werbung esse und trinke, dazu in verqualmter Bude regungslos, erstarrt abhänge und erwarte, dass da was mit mir passiert. Das ist nicht anders, als wenn neben meinem Bett eine Flasche Bier stehen würde, nachts scheint die Sonne und ich habe Durst.
In diesem Durcheinander bin ich der gemachte Streithahn, hört sich auch noch gut an: Ich bin eine Kämpfernatur, ein Aus-ein-ander-setzer.
Ich muss mich heute weder messen, noch streiten, denn das tut mir nicht gut. Die beste Art Streit zu vermeiden ist ihm aus dem Weg zu gehen, notfalls zu laufen. Wenn das nicht geht, auszuweichen. Wenn das nicht geht, vor der Eskalation abschalten oder diese ausschalten. Dann bin ich bei mir. Letzteres ist ein Tiefpunkt, Ende, Finite, Krankheit, kaputt, unter Umständen tot.
Der einzige Haken an der Sache ist, dass ich nur auf mich Einfluss habe, nicht auf das Aussen. Manchmal denke ich, so schnell kann ich gar nicht laufen, so aus Gummi bin ich nicht, um mich so zu verbiegen, wie es das Umfeld gelegentlich verlangt oder so viele Knöpfe und Scheren gibt es nicht um abzuschalten oder Kabel durchzuschneiden, denn ich lebe nicht in der Isolation oder unter dem Glasschutzhaube eines Therapiezentrums, sondern mitten unter Menschen und die haben ihr eigenes Ding im Kopf.
Vieles ergibt sich aus meinen Fehlern, die ich immer noch nicht abgestellt habe, aber der Weg, der wird immer klarer und unbeschwerlicher.
Ziel ist es aufzuhören über wenn und aber nachzudenken. Das macht es einfacher zu leben. Viele Menschen hier, im Umfeld, in Politik und Wirtschaft winden sich tagtäglich mit unglaublichem Eifer, Mut, Anstrengung und Schlaberkrams, als wäre es eine feuchte Flasche neben dem Bett.
Manche Dinge die ich an meiner Exfrau gehasst habe, sind ein Teil von mir. Wenn meine Rechtfertigungen, Gründe und Vorwürfe nichts anderes projizieren als mein eigenes Befinden und meine Opferhaltung transparent ist, dann bin ich mir transparent im Weg.
An dem Punkt liegt alles wieder in meiner Hand und da bin ich wieder am Anfang vom Ende oder beim Käse oder bei mir, nur anders.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr, gute 24h und danke, dass es Euch gibt.
LG Kaltblut
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