Hi Stoffel,
90/10???
LG kaltblut
Hi Stoffel,
90/10???
LG kaltblut
Hallo Albina,
auch ein Willkommen. Aus für „heute genug gelesen“ wird bald „mehr“, eine neue gesunde Sucht, die es wert ist, so wie Du. Lesen kann man nicht genug, es hilft, schreib Deine Geschichte, es hilft.
LG kaltblut
Hallo zusammen,
Statement: wir warten, LZT, vorangehende Entgiftung soll dann passend schnell eingetütet werden, Termine halt und ich versuche ein geduldiger Mensch und Ehemann zu sein. Ihre Wohnungsauflösung mit Einlagerung des Krams geht dem Ende zu, Samstag ist sie bei mir für die Übergangszeit eingezogen. 3 Wochen bin ich davon eh unterwegs, Freitag wieder ins Ausland und dann 2 Reifensätze verblasen, passt schon, wir überstehen die Zeit in meiner kleinen Jugebu mit Singlebett.
Kapitel 2, fast fertig, aber es kommt was hinzu „es ist die Liebe, die Hand in Hand mit „Ihm“ zusammenarbeitet“. Seiten wie wir verliebt blind vom Dach springen, nicht auf die ganz wild, rot aufblinkenden Anzeige schauen: Co Co Co, platsch. Nächste Woche kann es an Kap. 3 gehen, da knallt es erstmals. Das Buch muss jetzt schneller rund werden, mir graut vor meinen Germanistik- und Legasthenikfehlern.
Projekt 1 geht seinen Weg, wird eine heiße Kiste. Die ersten Großen stehen dahinter, fahren drauf ab, weitere kommen nächste Woche. Auch Widerstand erster Klasse, ich war was zu optimistisch.
Kollege aus F, gerade 50 geworden und ich sitzen wartend an der Bar. Er knallt paar Bier weg und ich denke, das sind schlechte Anzeichen. Erklärt mir noch ausführlich, wen man hier alles trifft und was man hier alles für tolle Geschäfte anbahnt, ja ich weiß, bin ja nicht seit gestern dabei und der O-Saft ist frisch gepresst. Da kam mir erstmals ins Bewusstsein, was da alles so abläuft, wie klasse es ist, alles mit klarem Verstand zu verfolgen. Später Dinner, klar gemacht: no alcohol, Wein, Anstoßglas, paar Mal pro forma das Glas hochgehalten, trinke natürlich nur meinen Tee. In einem unbedachten Augenblick kippt das Glas, fange es ab, führe es zum Mund und denke auf halber Strecke: hallo, was geht denn da bei Dir ab, Idiot. Übrigens: die Teesammlung wächst.
Am Folgetag haben wir die Projektumsetzung für Frankreich diskutiert. Keine Chance, ich lief gegen seine Pumpe. Meine erste Vollbremsung. Er hat mir auf charmante Weise zu Ausdruck gebracht: Idiot, ohne Wein, Idiot. Es wird ein langer Weg, kein Verbissener, es macht mir mit jedem Pumpenschlag mehr Spaß, ich bin mit leib und Seele am Ball. Es wird ein Krimi, wie man im Land der besten Weine einen Abhängigen auf seine Seite zieht, nicht trocken, das liegt nicht in meiner Hand. Da sind wir wieder beim durchgeknallten Verrücker, aber ich hole ihn mir und fahre bald mal nach Paris.
Meine Frau hat sich etwas umgestellt. Es gibt Sachen die sind schwer, nehmen Platz weg, fallen auf. Sachen die man früher mit „so was trinke ich nicht“ bezeichnete. Sachen, die in jede Tasche passen oder genussvoll mit Fruchtsäften verzehrt werden. Die Sucht macht vor nichts halt, ade die einstigen Worte von gesund, Genuss und kontrolliert. Sie hat binnen 3 Wochen mächtig zugenommen. Mächtig heißt von 47 auf 52kg, lachhaft auf meinen Rippen, auffallend bei 47kg. Konzentrierter Stoff erster Sahne halt, mit viel Naivität, merkt ja keiner, Irrsinn. Ja, diesen Irrsinn hatten wir auch schon mal vor 3 Jahren, da kannte ich die Anzeichen nicht, das Forum nicht, während einer Spielphase: verstecken, suchen und finden.
Irrsinn war auch unsere nächtliche Diskussion über ihre Vorstellungen, z. B. mal mit mir zu bummeln, durch Läden zu ziehen, einzukaufen, hätten wir seit letztem Jahr nicht mehr gemacht, habe es auch geglaubt, bis mir Sonntags einfiel: häh, was war das für eine gequirlte Kacke, waren wir nicht am 1.4. im Köln shoppen und danach nochmals Schuhe kaufen? Na ja, war halt auch am 1. April. Respekt vor dieser sensationellen einnehmenden Schauspielkunst, dem Garn, aus mit dem ein Co gesponnen wird. Es tat gut zu erleben, wie sie sich von all den Gebrauchsutensilien trennte, den teuren Gläsern oder Kochzugaben, auch ihren Wunsch zu spüren, „Ihn“ endlich los zu werden.
Co-abhängig? Mein Leben ist nicht mehr nach ihrer Sucht ausgelegt, ihr Ding, es gibt Fußangeln, aber ich gehe meinen Weg und passe auf. Sie vergisst , dass sie angezogen vollkommen nackt vor mir steht, wenn „Er“ da ist. Es lässt mich nicht immer kalt, aber es erhitzt mich auch nicht mehr. Es gibt Anregungen, was sich alles bei mir ändern soll, was ich tun muss, Dinge die sie vermisst, aus ihrer Sicht, wenn „Er“ da ist. Co-Dinge, die einige Zeit von Herzen kamen und nicht mehr sind und eigentlich wenig mit realem Alltag zu tun haben, Wunschträume, wie wir sie alle haben. Ich habe mal angeklingelt: und ich? Unbedeutend, da sich ja eh alles nur um mich dreht Firma, Job, Kids, Projekte, Bike etc. stimmt, bei mir alles unter einem Hut, dazu all ihr Krams, ups haben wir vergessen. Ja, ich stehe in dieser Welt, auf dieser Erde, mit beiden Beinen, bisschen bekloppt, aber normal, wie fast alle, sie noch nicht, es muss noch in ihren Hut. Ich freue mich immer noch darauf nach Berlin zu ziehen, mit einer gesundenden Frau. Die Weichen sind gestellt, auf jeden Fall keinen kalten Entzug mehr, es ist jetzt wie es ist, die kommenden Wochen der Warteschleife gehen schnell vorbei.
So lange unser Respekt, unsere Achtung, unser Vertrauen und unsere Kommunikation nicht auf der Strecke bleiben, glaube ich fest an den Bestand unserer Ehe und was sein wird, das wissen wir nicht. Vertrauen halte ich für sehr wichtig und bin manchmal verwundert, warum es uneingeschränkt da ist, trotz gelegentlicher schmerzender Hiebe, trotz einnehmender Schauspielkunst. Vielleicht liegt es daran, dass ich durch Euch gelernt habe meinem Nebenbuhler zu trotzen, ihn einfach von der Bettkante schuppse, wie lästige Fliegen die auf den Tellerrand wollen, mit einer Handbewegung.
Wisst Ihr eigentlich was sich zwischen diesen Zeilen und meine ersten Zeilen geändert hat? Es fehlt die Liebe, sie ist nicht mehr am früheren Platz. Die Liebe hat eine ganz andere Bedeutung bekommen. Eine tiefere, wertvollere Bedeutung, sie ist uneingeschränkt da, nur, sie lässt mich nicht mehr blind vom Dach springen, es platscht nicht mehr, wir wollen leben.
LG kaltblut
Hi Stoffel,
es gibt Dinge die wurmen und schmerzen, auch ohne Alkohol, auch noch nach vielen Jahren. Was willst Du denn da in die Augen schauen? Vergiss es schnell wieder oder willst Du jetzt einen auf Demo-Platzhirsch machen? Ja, leicht gesagt, aber Du musst da durch.
Ich war einige Jahre von meiner ersten Frau getrennt, wir lebten aber mit den Kindern im gleichen Haus. Klare Vereinbarung: ich keine andere Frau im Haus, sie keinen anderen Kerl im Haus. Irgendwann dackelte ein Kerl an. Kaltblut kochte und ging wie ein Irrer an die Decke, Kinder geimpft, dieses und das. Gekränktes Platzhirschgetue pur, wir waren da schon 5 oder 6 Jahre getrennt, ich mit meiner jetzigen Frau kurze Zeit liiert, also im 7. Himmel. Übrigens, der Kerl ist immer noch mit meiner Ex zusammen, sie wohnen jetzt mit den Kindern in diesem Haus, die Kinder verstehen sich gut mit ihm und ich mich auch mit ihm, ein feiner Kerl, der besser zu ihr passt als ich all die Jahre zuvor.
Familiensachen sind so, da bleibt Dir nur alles abzusichern oder auf Risiko zu leben und das Absichern hält nur bis die Kinder alt genug sind, also für jetzt, für die wichtige Zeit. Was Ehe und Güter betrifft ist eine andere, da kannst Du gütlich viel Geld ohne Gericht und Anwalt sparen.
Stoffel, wer die Liebe sucht, wird sie auch finden, wenn er aufhört zu suchen.
LG kaltblut
Klasse Stoffel,
Du bist auf einem vorbildlichen Weg. 10/90 ist ein phantastisches Verhältnis. Warum, wieso und weshalb, was einst ausschlagend war ist eine Sache, jetzt zählt nur das heute und morgen.
Ob Du sie rechtlich wirklich vor die Türe setzen kannst, nennen wir es mal „ablegen“, lassen wir mal offen. Nicht schön, aber erforderliche Konsequenz.
Tatsache ist doch, nach all den Entwicklungen der letzten Wochen, wird aus 10/90 schnell etwas anderes, wenn der Ex-Partner täglich mit Dir und den Kindern zusammen ist, es kann sich einiges schnell verschieben, so oder so.
Aber so wie ich Dich hier kennen gelernt habe, gehst Du Deinen Weg auf der sicheren Seite.
LG kaltblut
Hallo zusammen,
Frustbolzen verschlucken wir gelegentlich und manchmal höre ich „wir brauchen keine Kerls“. Klar, ich brauche auch nicht immer eine Frau, aber für mich ist und bleibt es schöner mein Leben auch in der Zeit zu teilen, wo es schwieriger ist, gemeinsam zu zweit leben – einfacher wäre es unabhängig, alleine.
Liebe- das Schönste und Dümmste was in unserem Körper, von Kopf bis Bauch umherpoltert. Ich liebe, aber das Gepolter vereinbart sich nicht mit meinem Kopf und mit dem benötigten Egoismus.
Liebe ist für mich all das, was übrig ist, wenn die Produktion der herum polternden Gedanken eingestellt wird, das was auch nach fünf, nach zehn, nach hundert Jahren noch vorhanden ist, tief, unauslöschbar, das was mehr wert ist, als einige Monate des Abhebens.
Ich habe solche Gefühle für meine Frau, auch wenn mein Nebenbuhler zu besuch ist, ändern sich die Gefühle nicht, dann können mich halt beide Mal, ich weiß Besseres mit mir anzufangen.
Aber eines fehlt mir bei Euren Liebeszauberworten: grenzenloses Vertrauen und das wird oft gewaltig erschüttert, wie bei einem Erdbeben, grenzenlos.
LG kaltblut
HI Pott, servus Spedi, allo zusammen,
es hat zwar fast ein Jahr gedauert, aber ein unbezahlbares Jahr, hier im Forum, Eure unbezahlbare Arbeit. Früher war da Hoffnung, ein Bauch voller Liebeszirkus, ein stetes gegen die Wand laufen, ein ausgeknipstes Hirn und ein Jahr war unvorstellbar.
Heute gehen viele Lampen an, bei Freunden, Bekannten, Kunden, in Filmen, bei Fernsehwerbungen, in Büchern, in Zeitungen, täglich und vieles erscheint in einem anderen Licht. Es gab eine Zeit, da hat mich das bekloppt gemacht, da habe ich jedes Prozent gehasst, jetzt ist es einfach und ich sehe das als eine wertvolle Bereicherung, Dinge zu sehen, die vorher nicht da waren und damit umzugehen.
Hier waren Menschen, die sagten sich irgendwann, es bringt mir nichts mehr und fort. Ich habe erlebt, wie sich mir oft der Magen umdrehte, dass ich erschreckte und dass ich einfach raus aus diesem Forum musste, dass mehr Zeit drauf ging, als ich mir erlauben durfte und vieles vernachlässigt wurde, das war es wert. Es gibt hier Menschen die bekommen einen leichten Klatsch und sind weg, andere einen Schubser und hängen dran, an all Euren unbezahlbaren Erkenntnissen und Erfahrungen. Wofür das alles? Es geht um „Leben“.
„Wir schaffen das“ hat in diesen Monaten viele Bedeutungen bekommen: den Sch.. bei ihr wegzubekommen, das lag nicht in meiner Hand, musste ich widerspenstig begreifen lernen, aus der Co-Abhängigkeit raus zu kommen, aus dem Koma bin ich erwacht mit Seinlassen, die eigene Sucht zu akzeptieren, habe ich nie drüber nachgedacht, sie hatte ein Problem, nicht ich, etwas zu ändern, da bin auf dem Weg, mit Nüsse knacken. Ich sehe heute auch diesen riesigen Apparat, der dahinter steht, der davon lebt und sich die Hände reibt, Gänsehaut.
Wir suchen, machen, tun, strampeln, drehen und sehen dabei nicht, dass schon alles in uns ist, einfach so und den Schlüssel dazu, den können wir hier finden, in diesem riesigen Hilfetool, durch Eure wertvolle Arbeit und die kann ein Minisatz wie „das sehe ich nicht so“ sein oder ein langer Erfahrungsbericht. Wichtig bleibt, was in unserer weichen Masse passiert.
Übrigens, im Mai 06 habe ich dieses Forum gefunden, mich am 20.6. angemeldet und am 29.06 erstmals „getraut“ was zu schreiben:
Also, wenn unserer Ehe, unsere Liebe gerettet werden soll, dann muss ich meine Frau fallen lassen, sie Konsequenzen spüren lassen, mich von ihr trennen, sie muss freiwillig in den Entzug wollen, man kann ihr nicht helfen, sie muss sich selbst helfen wollen und das macht ein Alkoholkranker nicht. Habe ich das so richtig verstanden? Nur so kann ihr geholfen werden? Verstehe ich nicht – hätte sie das Leben gefährdende Krankheiten, Unheilbares, wäre sie voll zugedröhnt mit Medikamenten, launisch und streitsüchtig, unbeweglich, ein Pflegefall oder würde sie so irre schnarchen wie ich, vielleicht wäre das noch viel anstrengender, zermürbender, Kraft raubender und da würde ich doch auch nicht sagen: und Tschüss…Auf jeden Fall komme ich nicht damit klar, meiner Frau nur dann zu helfen, wenn ich sie fallen lasse und alternativ alles weiterlaufen zu lassen und mit anzusehen, wie sie in die Kiste wandert. Auch komme ich nicht damit klar, dass ich ihr Vorhaltungen machen soll, für irgendwelche Verfehlungen. Da sind doch keine, außer, dass sie Ihren Bedarf eindeckt, etwas länger schläft als andere, vielleicht bald nicht mehr da ist.
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Ich hatte nie einen Gedanken daran, dass sie unter der Erde besser aufgehoben ist, aber meine Ex-Vermieterin ängstlich fragte, was sie denn nur machen soll, wenn einige Tage die Rollläden nicht hochgezogen werden und etwas passiert sein könnte? Und, würde es was ändern? Wenn wir gebraucht werden, sind wir eh nicht da, kommt der Wagen sie eben was später abholen.
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Wenn sie es braucht, dann kann ich sie zerlegen und neu aufbauen, aber meine Ehe nicht, dafür gibt es keine Ersatzteile, keine Garantie, nur Verschrottung, das ist Werksbeschi... erster Klasse.
Ohnmacht beendet man nicht durch aushalten, das ist KOMA, die Konsequenz ist : nur durch aufwachen und Scheidung.
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Etwas haben wir in dem vergangenen Brodeljahr nicht verloren: die Achtung, den Respekt und das Vertrauen in uns – unabhängig wer auf welcher Seite steht, es ist da.
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Ich wünsche deshalb allen die neu hierhin finden – nehmt Euch viel Zeit, es geht um Leben und was irgendwann sein wird, das wissen wir nicht. Hier sind immer einige Hundert Menschen, den ganzen Tag, niemand ist hier alleine.
LG kaltblut
PS: bin jetzt paar Tage Ausland unterwegs, Nussknacker besorgen
Hallo Stoffel,
Du hast jetzt einiges zu bewältigen und den riesigen Druck zu verarbeiten, das ist nicht einfach, aber Du hast Kinder, die stehen zu Dir und Du stehst gerade, mit beiden Beinen auf dem Boden, Du kommst da durch.
Was immer Du jetzt machst, halte Dich bei einer drohenden Schlammschlacht bedeckt, gib nicht mehr von Dir als erforderlich und halte Deine Kanonen geladen bis zum Schluss, der wird erst in einigen Monaten kommen, die Mühlen mahlen sehr langsam. Es liegt jetzt in Deiner Hand, ob Du Dich zwischen den Steinen zermahlen lässt oder klar bleibst.
LG kaltblut
Hallo zusammen,
Ostern war für mich zum Grübeln da, feststellen, was ich eigentlich will, was sie will, was sich aus meiner Sicht ändern soll und ob das alles noch passen kann.
Was ich will: mit meiner Frau leben, ohne ihre Krankheit, ohne Nebenbuhler, ohne Co-Abhängigkeit, ohne weitere Einbußen. Was sie will: ihre Krankheit stoppen, mit Ihrem Mann leben, auf eigenen Beinen stehen, ohne weitere Einbußen.
Sie bekommt die Krankheit gestoppt, ich ziehe voll mit, unterstütze und mache, bin kein Flaschenträger, meine empfindlichen Sensoren werden zeitig ausschlagen, hab sie halt, gehen nie mehr weg und ich schätze sie heute auch sehr.
Meine Frau hilft sich, lässt sich helfen, es macht jetzt keinen Sinn über Rückfälle vor zu denken und der Vergangenheit nach zu karten, das wäre sonst wie Ostereier suchen, da wir nicht wissen wo sie versteckt sind, finden wir manche, andere nicht.
Wir kommen dann irgendwann wieder an einem Punkt, wo sich zwei Menschen etwas geben, sich ergänzen – ohne offene Krankheit, also in eine gesunde Partnerschaft. Alles was jetzt kracht, ohne Krankheit, ist normale unkranke Beziehungsproblematik, die man löst oder nicht, es passt oder passt nicht, man geht auseinander oder bleibt zusammen. Grundvoraussetzung für eine gesunde Beziehung ist Kommunikation und das permanente Arbeiten an ihr, der Beziehung. Hört man auf, ist es wie im Job: eines Tages weg, stempeln und da nützt der beste Vertrag nichts mehr, Abstellgleis, erledigt.
Wenn ich mich voll auf die Beziehung einlasse, konsequent in meiner Partnerschaft bin, daran arbeite, bin ich auch abhängig, vom Partner und sie genauso von mir. Bei einer etwas oder vielleicht Beziehung bin ich nicht bereit dazu, erspare ich mir das, für die Kiste brauche ich es nicht. Die Konsequenz ist dann die Beziehung, nicht ich, nicht sie, kein Egoismus, keine Machtkämpfe, wäre es so, Dauerstress, irgendwann erledigt, tschüss.
Etwas haben wir in dem vergangenen Brodeljahr nicht verloren: die Achtung, den Respekt und das Vertrauen in uns – unabhängig wer auf welcher Seite steht, es ist da.
Wir leben nicht gestern, aber alte Werte haben Bestand, so wie Gesetze, ohne sie nützt die größte Freiheit nichts.
Mein Nebenbuhler, der ist noch da, manchmal fange ich mir aus heiterem Himmel noch heftig was Unverständliches ein, aber bald ändert sich ja was, für ihn bleibt bei mir kein Platz. Sie glaubt immer noch, dass ich nicht mitziehe. Die Firma bleibt hier, meine Bude bleibt hier, aber umziehen in die große Stadt, klar werde ich das. Manchmal hält sie mir mein dummes Gequatsche über die Stadt und die Leute vor, kann ich mit leben, Düsseldorfer quatschen dumm über Kölner und umgekehrt, ist aber nicht böse gemeint, sonst müsste wir ja auch auf jeden Bayer böse sein, der uns einen Fisch andichtet. Meine Sensoren sagen aber auch: Trockenheit für ihr Leben, mit mir oder ohne mich, was die Zukunft auch immer bringen wird, nicht als Mittel zum Zweck.
Was hat mir die Ostergrübelei jetzt gebracht: gefundene und nicht gefundene Ostereier.
Wie es sein wird, das weiß keiner. Was ich will, das weiß ich und wenn ich es nicht ausprobieren würde, was wüsste ich dann, nichts. Was sie will, das werden wir teilweise erfüllen können, was nach ihrer Therapie sein wird, weiß keiner. Also lasse ich mich darauf ein und sehe mal was so passiert, in meinem Leben, das liegt in meiner Hand, nur das, alles andere nicht, also hätte ich mir die Sucherei auch sparen können, zu viel Grübeln bringt nichts.
Aber eins habe ich drin: Abstand und Konsequenz sind gut für den Wiederaufbau und was mir vorher so weh tat, schmerzt nicht mehr. Wenn ich mir überlege, wie schnell die Monate des Auszugs mit allem Drum herum vergangen sind, ich hätte mir nie träumen lassen, das all das Aufgewühlte, die Zerrissenheit , die schäumenden Vulkane, einmal so aufgeräumt, still und gelassen im Schrank stehen würden. Das liegt bestimmt nicht am Frühling, Ihr habt einen tollen Job gemacht, danke.
LG kaltblut
Hallo Blondi1,
hast Du eine Pappe? Ich habe mit 18 26 Fahrstunden gebraucht, 2x durch die Theorie gefallen, erst bei der 3. Praktischen hatte ich den Schein, alle lachten. Jetzt sind es über 30 Jahre unfallfrei, einige Lacher haben sich damals gleich abgeschossen. Hab Geduld mit Dir, leben ist viel komplizierter als den Führerschein zu machen.
LG kaltblut
Hallo Marlene,
Du beschäftigst Dich mit etwas, wo er nichts von wissen will, nimmst immer mehr Informationen auf. Hättest Du es nicht angefangen, wärst Du vielleicht nicht auf die Seuche gekommen, hättest tausend gute Gründe bei Dir und sonst wo gefunden, die er Dir noch fleißig verstärkt hätte. Wärst sozusagen irgendwann „dumm“ gestorben und „dumm“, das sind wir leider zu oft, über viele Jahre.
Wenn Du bereit bist, dann werde gelassen und lass alles seinen Weg gehen. Gesprächsbereitschaft, die wirst Du bestimmt bald finden und vergiss dabei nicht, Du sprichst dann mit 2 Menschen.
Eines meiner tollsten, aufbauenden, einsichtigen Gespräche führte bei mir zu Jubelschreien, alles wird gut und wenige Stunden später war alles vergessen. Ist halt so, Du hast 2 Menschen. Ein weiter Weg, immer weiter weg, um es vielleicht ganz neu versuchen zu können oder Tschüss zu sagen.
LG kaltblut
Hi Blondi1,
warum man weiterhin die Flaschen kontrolliert? Weil Du voll normal bist. Das sind angelernte Dinge, wie beim Autofahren. Als Beifahrer ist man mit den Gedanken frei und wird gefahren. Wenn die Pappe da ist, dann lernt man, passt auf alles auf und nach Jahren, ist alles drin, im Hirn und Du siehst Dinge, die man eigentlich gar nicht mehr wahrnimmt. Ich halte mich heute für relativ frei von dem Krams. Trotzdem geht immer eine Lampe an, wenn sie nach Alkohol riecht, wenn eine Flasche versteckt ist, wenn sich ihr Tonfall oder ihre Stimmung ändert. Sie reagiert dann mit dem Gegenstück, verstecken, sich nicht melden oder Aggression usw. Das ist drin, bei beiden, eingeimpft, wie eine Fremdsprache, die man lange nicht gesprochen hat, die man versteht, jeden Tag mehr, nur eine überflüssige Sprache.
Ein Alkoholiker ist ein Mensch und hat Gefühle. Gesehen und angenommen hast Du einst nur einen, den Du liebst. Heute hast Du zwei, einen, dem Du nichts wert bist, für den Du da sein darfst, von dem Du geduldet bist, der Dich in den Hintern tritt und gelegentlich ist der Alte da, mal mehr, mal weniger, irgendwann überhaupt nicht mehr. Jetzt halte das mal auseinander. Gepaart mit all den Gefühlen setzt es im Hirn aus, einfach bekloppt. Wahrheit gibt es keine mehr, in diesem Wischiwaschi. Aber irgendwann treffen wir Entscheidungen, machen diesen Sch.. nicht mehr mit und dann ist gut.
Eine Beziehung geht nicht durch eine Therapie oder eine Entscheidung kaputt, die ist meist schon viel früher kaputt. Es gibt Menschen, die geben im hohen Alter die Löffel ab, sind beide Jahrzehnte abhängig, haben sich in Flüssiges geflüchtet, kommen da nicht mehr raus und gehen beide damit drauf, Alltag, auch in meiner Familie.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass meine Frau in Therapie geht und sie kommt mir einem anderen zurück, dann war unsere Ehe auf Sand gebaut, wäre schade, aber ist dann so. Sie sagt, ich passe eigentlich nicht in ihr Beuteschema, aber sie hatte sich das erste Mal im Leben zu Hause gefühlt. Also ist entweder ihr von Fehlgriffen geprägtes Beuteschema nicht OK oder mein Nebenbuhler, der Alk, hat ihr was vorgegaukelt. Auf jeden Fall haben wir eine Chance. Jeder hat eine Chance, aber um die Chance zu sehen muss alles raus aus dem Bauch, damit der Kopf frei wird und das geht nur mit Abstand, mit sein lassen, ohne Einlullerei, ohne Reaktionen auf Reaktionen, ohne Gefühle. Trainier mal einen Hamster nicht im Hamsterrad zu laufen.
Alles ist wie bei einem schief gebauten Haus, das kann man nicht gerade setzen, das ist Flickzeugs, eine unendliche Baustelle, nur abreißen und wieder neu aufbauen. Manchmal lohnt es sich neu aufzubauen, meist hat man die Nase voll und findet einen neuen, viel besseren Bauplatz. Das liegt nur an uns.
LG kaltblut
Hi Stoffel,
ja, das ist das was am Meisten schmerzt: sein lassen.
Die Kinder, Stoffel, alle Karten sind in Deiner Hand. Ja, sicher Dich beim Jugendamt etc. ab, die Kinder werden bestimmt nicht in ein Wagnis umgepflanzt und jemand der sich mit um Deine Kinder kümmert wirst Du bestimmt finden. Was für die Kinder das Richtige ist, dürfte klar sein, was in Stuttgart oder sonst wo sein wird, das steht in den Sternen, da wird viel Zeit vergehen und in ein oder zwei Jahren kann vieles anders aussehen.
LG kaltblut
Hallo Paddy,
übrigens, sorry, hab da was weg, passiert mir leider, dass da andere Buchstaben stehen als stehen sollten, nimm mich einfach als Punchingball, ist nicht oberflächlich oder böse gemeint, passiert einfach.
Sollten sich andere auch mal auf die Füße getreten gefühlt haben, Legasthenikerreste, sorry, auch meine Germanistin konnte das nicht korrigieren.
LG kaltblut
Hallo Stoffel,
ich finde es ganz toll, wie Du an die Sache rangehst, damit umgehst und klar bleibst. Das ist sicher nicht immer so, bei mir zumindest nicht und ich schätzte Dein Format, binnen 14 Tagen hast Du für Dich, für Deine Kinder Klarheit geschafft und dass, obwohl Du mächtig einen obendrauf bekommen hast.
Hier geht es um Dich und für Dich auch um Deine Kids. Dein Weg ist der Richtige, für Dich, ihr Weg ist zur Zeit der Richtige, für sie.
Nur, ich verstehe nicht ganz was es jetzt zu kämpfen gibt? Dein oberstes Ziel bist Du und dass Du OK bist, dazu bist Du entschlossen, gehst Deinen Weg. Dein Wunsch war es auch, dass Deine Frau den Alk losbekommt, lebt, da ist sie auf dem Weg, was heißt denn jetzt kämpfen? Um die Kinder, um Materielles, um sie? Stoffel, Ihr seid viele Jahre zusammen und auch wenn sich die Wege auf dem Papier trennen, Ihr bleibt über die Kinder immer verbunden. Sie muss Dir nicht folgen, nicht für die Kinder, nicht für Dich, für nichts.
Deine Frau macht einen Ausflug in ein neues Leben, ob es dabei bleibt ist eine Sache, aber am Wichtigsten für sie ist doch von dem Zeugs loszukommen, zu leben und von diesem Augenblick an, stehen wir hinten an, all unsere Liebe und unser Verständnis führen nur zu erdrückendem Unverständnis.
Nichts ist geduldiger als Papier. Wenn ich an der Stelle Deiner Frau wäre, würde ich das Papier liegen lassen, einfach so und mich auf die restlichen Therapiewochen freuen. Was auf diesen 4 Seiten steht, das ist Deine Sicht, nicht ihre, nicht die der Kinder und wenn ich nach Jahren aus dem Koma erwache, dann könnte ich nur die Schultern heben. Vielleicht kannst Du damit umgehen und gehst nicht an die Decke, aber im Krieg, da verlieren immer beide, es gibt keine Gewinner.
Ich wünsche Dir unendliche Kraft und Ruhe, die nächsten Wochen gelassen zu überstehen und weiter friedlich Dein Ding zu machen.
LG kaltblut
Hallo Marlene,
klasse, dass Du hierher gefunden hast und schreibst. Du hast hier sicher schon viel gefunden.
Empathie, das ist ein Charakterzug des zweiten Menschen in Deinen Partner. Da fängt man sich mit großen Augen verständnislos einen ein, man schwankt und die Beine werden schwach und je enger ihr aufeinander hängt, um so mehr bekommst Du ab, bis Dein Leben danach aufgerichtet ist, Du Dich schützt, Du unbewusst co-abhängig bist oder einer gegangen ist.
Gegen den Alk haben wir keine Chance, er ist ganz oben und Deine Liebe, Dein Tun ist nichts wert, Du bist gegen ihn nichts wert. Wenn Du Dir etwas wert bist, lass Wohnung Wohnung sein und löse Dir Deinen Zufluchtsort nicht auf, Du wirst ihn sehr schnell wieder brauchen. Hast Du Dich schon gefragt, warum Du die Einzige bist, die ihn unterstützt? Weil ihn alle anderen so sympathisch finden?
Lieben Gruß kaltblut
Hallo Pappy,
ja, sch.. passiert und bei Dir ganz dick, aber erstmal hast Du zwei Kinder, die können nichts für Deinen Mann, aber sie können ihrer Mutter ganz schön helfen. Geh an ihr Bett und sieh sie Dir an. Schotter kommt wieder, die Frust vergeht, wenn Du aufhörst Dich um die Rachepläne zu kümmern und Du Dir morgen mal all die schönen Dinge vor Deiner Tür ansiehst.
LG und ich wünsche Dir, dass der Anfall schnell vorbei geht kaltblut
Hallo zusammen,
Ayki, es gibt einige Seiten, aber viel fiel der Taste del zum Opfer. Es gibt hier so viel zu lesen und:
1. eine Frau, die an den Dingen arbeitet, durch die Bürokratie stolpert und so weit ist die LZT anzutreten, wir werden sehen wie schnell das jetzt alles geht. Da machen sich ganz neue Muster breit, purer Stoff für neue Gedanken und der Stoff ist konzentrierter. Wir haben einige der Therapiehäuser besucht und es gibt tatsächlich Unterschiede. Häuser für Menschen ohne intaktes soziales Umfeld, wo nichts mehr passt und welche für mit intaktem Umfeld, wo Job oder Familie noch vorhanden sind, wo es konzentrierter zur Sache geht. Während eines Absturzes meinte sie, ob ich sie denn wirklich bei Erstgenannten sehe. Da konnte ich nur sagen „ja“. 4-6 Monate kochen, abwaschen, putzen, Blumen pflegen und sozialen Umgang mit fremden Menschen haben, warum nicht, es geht um dein Leben, nicht um etepete. Sie hat tolle Wünsche und Vorstellungen, ich nicht. Ich denke erst wieder an ein gemeinsames Morgen, wenn es Sinn macht und da ist heute noch nichts Richtiges greifbar.
2. einen Mann, der sich fragt ob der Kurs passt, kommt noch ein Tschüss, wie bei vielen von Euch, kommt es wie bei Stoffel? Lavendels, tolle Anmerkung, ich erinnere mich an Mai06, sie Herzreha,
gemeinsames Wochenende, düse zurück, sage bin gut angekommen, sie einen im Tee in lustiger Gesellschaft. Bin ich da ausgerastet und beinahe zurückgedüst, wollte alle anscheißen und wäre wohl als Witzfigur ins Wochenblatt gekommen. Auf jeden Fall ist es einfacher, für beide gelassen, mit einem gewissen Abstand Nähe zuzulassen. Wir haben uns was zu sagen, eine Basis für eine gemeinsame Zukunft, aber die nächsten Monate müssen erst einmal rum sein, dann werden wir sehen und Gelassenheit, kann da nur gut tun. Ich liebe meine Frau, aber ich bin und bleibe ein eigenständiges Individium. Außerdem bin ich so zugeknallt, ihre Wohnung ausräumen, einlagern, Job, viel unterwegs, bis Juni habe ich keinen Kopf zum Jammern. Ostern werde ich mich hinsetzen und für mich formulieren, was ich eigentlich greifen will, in Zukunft.
3. dazwischen gibt es viel aus meiner Sicht, schreibe es auf, lege es fort, ich bin wachsam, vor meinen evtl. Rückfällen, ihre lassen mich kalt, ihr Ding. Whitewolfs, Lillys u. a. Berichte, Spedis knappe treffende Kracher oder auch von Hans Fallade, der Trinker, können ganz schön erschrecken, wach halten.
Am 1. April war ein Trickkistentag und wäre nicht der 1. April gewesen, also ein Scherztag, wäre ich nicht durch Euch stark geworden, ich hätte das Handtuch geschmissen, aber das mache ich nicht, genauso wenig wie an unserem ersten Chaotentag mit Dr. Wumme Beam Michelinman. Ein Trickkistentag das ist einer, an dem „Er“, mein Nebenbuhler, einfach den Hammer zieht und loshämmert und fast wäre ich behämmert stiften gegangen. Wisst Ihr, das war „sein“ letztes Pulver, er hat es verschossen. Da waren zwar einige schmerzende Granaten, aber ich kann damit umgehen, mich tief einbuddeln, sie verpuffen über meinem Kopf. Spedi hat bei Isa geschrieben: „Dein Partner verarscht Dich von vorne bis hinten und Du fällst brav darauf rein“. Nein, keine verarschende Blindheit, nur wachsam bleiben, hier stehen zu viele „Hallo Wach Hinweise“ und viel lesen schadet nicht. Wir werden es erleben, ob sie ihren Weg als Chance für sich, für ihr Leben sieht oder nur als Mittel zum Zweck, die Uhr tickt weiter.
Mir ist ziemlich viel wurst, ich dulde keinen Nebenbuhler und langsam bekommt „Er“ zu recht mächtig schiss, dass seine Nüsse knacken oder besser behämmert werden.
Dann gibt es noch ein Buch, Kap. 2 und da geht es gerade um diese latent lattierten Liebegedanken, aber es soll ja kein Drehbuch für nächtliche Pausenfüller zwischen den Ruf-Mich-An-Hotline-Werbespots werden, also hänge ich da bei Seite 18 was fest. Das Drumherum zu Pkt. 1 kommt in Kap. 7, Wir leben vom Töten, und ein neues Kap. 8 hat auch einen Platz in meinen Ordnern „Prävention, von unten, da wo es richtig weh tut“. Es wächst, was durcheinander, aber das wird schon.
Richtig geärgert habe ich mich die letzten Tage eigentlich nur über was ganz Dummes: ein schöner Pullover hat Zwergengröße in der Waschmaschine bekommen, wo der ganze Staubkrams immer her kommt und das ich gestern keinen Fernseher hatte, aber verpasst habe ich ja wohl nichts. Der Alltag hat wieder einen großen Stellenwert. Irgendwie ist aus Euphorie und Enthusiasmus am Schreiben verinnerlichte Gewohnheit geworden.
Das Nüsse knacken ist auch etwas ganz Selbstständiges geworden, 1000 Nummern zu groß für mich, aber jeder Berg ist hoch, wenn man oben ist, dann ist unten alles ganz klein, winzig, aber es macht Spaß im Misst zu wühlen und ich hole mir Elle´s Ameisen, die, die Berge versetzen, meine .ppt steht. Bald geht es los, da werden ganz dicke Fische ins Boot gezogen – und wenn´s schief geht, dann weiß ich zumindest, das ich wieder in diese braune schleimige Masse gepackt hab, das ist es wert, Hände waschen und - wieder und wieder und wieder, bis ich auf diesem Berg bin.
Übrigens, von unseren Vorturnern haben wir ja gerade die offizielle Genehmigung bekommen unseren Ruhestand etwas hinauszuschieben. Da darf ich dann 2 Jahre länger an diesem Projekt arbeiten, also 18 Jahre, das ist doch was Greifbares, wenn ich mir überlege, was in den Monaten seid ich Euch gefunden habe alles passiert ist.
Ich wünsche Euch schöne sonnige Ostertage
kaltblut
Hallo Lesly,
auch ein Hallo und Willkommen. Was willst Du eigentlich gar nicht? Schreiben, Antworten suchen, finden und Deinen Weg gehen? 8 Wochen Klinik, damit es Dir besser geht oder Du für ihn funktionierst?
Weißt Du, es hat einige Monate gedauert, bis ich nach langem hin- und her erstmals eine ganz kleine Änderung vorgenommen hatte. Die Änderung war lächerlich, aber ein riesiger Schritt für mich: „Ich trage Deine Kiste Wein nicht nach oben, wenn Du das brauchst, trage sie selbst“. Also nichts und doch das erste passende Zahnrad.
Speedy hat es schön gesagt: es sind unbewusste Lügner, gelebte Schauspieler und Du bist das gelebte Double.
Atme mal ganz tief durch, lies und schreibe einfach, es geht hier um Dich, nur um für Dich, nicht um Deinen Mann.
Lieben Gruß und ich wünsche Dir viele Zahnräder kaltblut
Hallo zusammen,
einfach machen, nicht so viel denken, Männergedanken. Es gab da einmal eine Frau in meinem Leben, die sagte plötzlich, sie sei noch nicht bereit für eine Beziehung und wolle es lieber fließen lassen, mal sehen wo das Leben sie hinträgt, einfach so, ohne Bindung. Da war sie weg und ich habe es nicht verstehen können.
Ob eine Beziehung hält, was wird oder wieder eine/r enttäuscht ist, lässt sich nicht in Schubladen stecken. Darüber zu analysieren, gut das ist Eure Sache, Frauen haben mehr Tiefsinn, der bei uns was auf der Strecke geblieben ist. Das ist nun mal so, wir wurden anders ausgestattet und bei manchen Threads bleibe ich einfach auf der Strecke. Tatsache ist doch und da können wir noch so beschädigt und Co. sein, Verliebtheit ist etwas Wunderschönes, kann Krankheiten heilen, Kraft geben und uns Dinge machen lassen, die wir nie für möglich hielten. Wir haben unmögliche Dinge gemacht, den Kopf geschüttelt, irgendwann gesagt bis hier und nicht weiter. Betonpfeiler und gegen laufen, heute kann ich darüber wieder lachen.
Männergedanken: was nützten mir 250ps, wenn ich morgens eh immer im Stau stecke und keinen Parkplatz finde? Da schiebe ich mich doch lieber mit 2m in jede Lücke und parke direkt vor der Tür. Ist einfach praktischer. Wenn ich jetzt die Vor- und Nachteile aufwiege, dann habe ich zum Schuss einen ganzen Fuhrpark und bin nur noch mit putzen beschäftigt.
Co sein ist eine klar definierte Sache die wir vorher nicht sahen, nicht kannten, nicht verstanden, so wie jahrelanges ärgern über den fehlenden Parkplatz und dann fahren wir irgendwann mit der Bahn und gut ist. Tiefsinn OK, aber jeder Mensch ist und bleibt einzigartig. Da das passende Gegenstück zu finden, ist praktisch ausgeschlossen, es sei denn, jedes Einzelstück gibt etwas von sich ab, bis es passt, dazu sind wir bereit oder auch nicht und je mehr wir geben, je verletzbarer sind wir, aber nur wir lassen das zu.
Wenn jeder Autofahrer etwas mehr in den Rückspiegel sehen würde und daran denkt, dass Bikes etwas schneller angeflogen kommen und jeder Biker daran denkt, dass da hinter dem Steuer auch Träumer sitzen, würden manche Unfälle nicht passieren, trotzdem knallt es. Weil Frauen zu viel lieben? Kann man zu viel lieben? Liebe Deinen Nächsten, wenn wir das aufhören, gibt es uns nicht mehr.
Wir haben hier einen riesigen Werkzeugkasten, wissen nach Monaten des Begreifens zu deuten, aber schützen können wir uns nur indem wir es wachsam fließen lassen. Gedanken eines Kerls.
LG kaltblut