Hallo Mia,
die Fragen beantworte ich auch gerne 
1. Sie haben keine klaren Vorstellungen davon, was normal ist.
Das ist wohl so, v.a. ist der Umfang an Forderungen an mich selbst immens. Ich wurde als Kind auf Leistung getrimmt und verlange mir die selber auch immer noch ab. Vorteil im Nachteil: ich bin enorm willensstark und verkrafte meine aktuelle Chemotherapie (nach Mama hab jetzt ich Krebs) deutlich besser als "es normal ist" (O-Ton Ärztin).
2. Es fällt ihnen schwer, ein Vorhaben von Anfang bis Ende durchzuführen.
Definitiv nein. Ausser ich will was nicht wirklich.
3. Sie lügen, wo es ebenso leicht wäre, die Wahrheit zu sagen.
Aktiv lügen nicht, manchmal nicht alles erzählen schon eher. Prinzipiell bin ich aber ein Fan von Ehrlichkeit.
4. Sie verurteilen sich gnadenlos.
Ja, leider. Bei anderen bin ich sehr tolerant, mir gegenüber aber gar nicht. Ich bin mein schärfster Kritiker.
5. Es fällt ihnen schwer, Spaß zu haben.
Nicht wirklich. Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch.
6. Sie nehmen sich sehr ernst.
Eher nicht. V.a. nehme ich mich nicht sehr wichtig. Wäre schön, wenn ich meine negative Grundeinstellung mir gegenüber mal etwas ändern könnte.
7. Sie haben Schwierigkeiten mit intimen Beziehungen.
Mit Intimität habe ich kein Problem, aber bis ich jemandem vertraue dauert es sehr lange. Und bis ich jemanden als Freund bezeichne auch. Dafür halten diese Freundschaften jetzt auch schon 10, 20 Jahre.
8. Sie zeigen eine Überreaktion bei Veränderungen, auf die sie keinen Einfluss haben.
Ja, das stimmt. Ist mir noch nie aufgefallen. Obwohl ich selber gerne Veränderungen vornehme, mag ich es überhaupt nicht, wenn sie von aussen kommen. Das kann ich nicht kontrollieren, steuern, vorhersehen.
9. Sie suchen ständig nach Anerkennung und Bestätigung.
Oh JA. Immer schon und immer noch. Auch wenn ich weiss, dass ich etwas sehr gut mache, brauche ich dafür die Anerkennung und Bestätigung von aussen. Immerhin bin ich inzwischen den Schritt weiter, dass ich immerhin meine eigene Leistung anerkenne. Früher hab ich die auch noch schlecht gemacht und mein Licht unter den Scheffel gestellt.
10. Sie haben meistens das Gefühl, anders zu sein als andere Menschen.
Definitiv. Viele empfinden mich als sehr extrem und das bin ich wohl auch.
11. Sie sind entweder übertrieben verantwortlich oder total verantwortungslos.
Ersteres. Ja. Ein Traum für jeden Arbeitgeber ...
12. Sie sind extrem zuverlässig, auch wenn offensichtlich ist,
dass etwas oder jemand diese Zuverlässigkeit gar nicht verdient.
Jein. Extrem zuverlässig im Berufsleben / Team. Weniger zuverlässig, wenn es um meine privaten Belange geht. Das ärgert mich selber, dass ich mir selber offensichtlich weniger wert bin als andere es sind.
13. Sie sind impulsiv. Sie neigen dazu, sich mit Verhaltensweisen
festzurennen, ohne alternative Handlungsmöglichkeiten oder eventuelle
Konsequenzen ernsthaft zu bedenken. Diese Impulsivität führt zu
Verwirrung, Selbstverachtung und Kontrollverlust über ihre Umgebung.
Das Resultat ist, dass sie enorm viel Energie aufbringen müssen, um das
angerichtete Durcheinander wieder zu beheben.
Ich bin zwar recht impulsiv, aber ohne dabei destruktiv zu sein. Viele lieben das an mir - und ich selber auch. Ich kann sehr gut über mich selber lachen. Ab dem 2. Satz stimmt es bei mir also nicht mehr.
Was mir immer wieder auffällt:
Ich bin deutlich belastbarer und härter im Nehmen als andere, sehr bodenständig und ein Stehaufweibchen, da ich schon so oft wieder bei Null anfangen musste. EKA zu sein, hat für mich nicht nur Nachteile - es hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Aber der Weg ist natürlich ungleich schwerer.
Lieben Gruss,
Heidi