Beiträge von elchtreiber

    Moin,

    um die Verwirrung noch zu steigern: Alkohol (Äthanol) entsteht ja
    auf natürlichem Weg durch die Umwandlung von Stärke mittels
    Hefebakterien.

    Da ja nun Brot, Kartoffeln, Gemüse und Obst Stärke enthalten, und
    Hefebakterien praktisch überall vorkommen, machen sich die
    kleinen Biester nach dem Backen / Abfüllen / Pflücken immer
    und überall an die Arbeit und produzieren Alkohol.

    Es ist hinlänglich bekannt, dass reife Früchte (nicht nur über-reife)
    sowie jeder Saft, aber auch eben Brot Spuren von Alkohol enthält.

    Letztendlich ist es wie überall im Leben: die Dosis mach das Gift.

    D.h. solange eine Wirkung des Alkohols durch die geringen Mengen
    ausgeschlossen ist (wer trinkt schon 3 Flaschen Apfel-Essig auf
    einmal), ist es Ermessenssache, ob man nun Apfel-Essig oder
    andere Produkte weiterhin zu sich nimmt.

    Viel problematischer als die Spuren von Alkohol im Essig ist die
    geschmackliche Nähe vieler Produkte, die keinen Alkohol enthalten.
    So sind englische Wein-Gummis zwar ohne Alkohol hergestellt, aber
    die Geschmacks-Imitation ist mir zu nahe dran.
    Ähnlich geht es mir mit Kinderpunsch. Kann ich zwar trinken,
    erinnert mich aber zu sehr an "echten" Punsch.
    Gleiches Thema: Gebäck mit Rum- oder Bittermandel-Aroma.
    So was lasse ich lieber...

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    sieht bei mir ähnlich aus. Ich hab auch mal statt Rasierwasser
    eine alk-freie Emulsion benutzt, weil normales
    Rasierwasser ja auch auf Alkohol-Basis aufgebaut ist.
    Hat mir aber nicht gefallen, benutze jetzt wieder
    "normales".

    In meiner (realen) SHG benutzen die Meisten auch
    kosmetische Produkte und Putzmittel, die Alkohol
    enthalten.
    Das ist aber individuell mit Sicherheit sehr verschieden,
    worauf man reagiert, und was einem "kalt" lässt.

    So komme ich auch mit Senf, Ketchup und
    Essig problemlos klar, aber das gilt eben auch nur
    für mich selbst und soll keinen dazu bringen,
    das auszuprobieren.

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    sicher bekommt man keinen Therapie-Platz von jetzt auf gleich.
    Aber einen Entzug im Krankenhaus zu machen, wäre der sinnvollere
    Weg, der Einstieg in den Ausstieg.
    Und den Platz bekommt man m.E. sofort, wenn man einen
    geeigneten Hausarzt hat.
    Wenn nicht, gibt es die Möglichkeit sich in einer Klinik mit
    Suchtstation in der Notaufnahme zu melden.

    Und statt auf die Flaschen was zu pinseln, räumt die Flaschen komplett
    in den Müll - gemeinsam.
    Es ist unheimlich schwer mit einer Flasche in Griffweite trocken zu
    werden und zu bleiben.

    Da sei auch noch mal an die Grundbausteine hier im Forum
    erinnert. Da gibt's einiges zu Lesen und zum Denken!

    Gruß
    Ralf

    Hallo,

    m.E. ist die zufriedene Abstinenz eine Frage der
    inneren Einstellung.

    Gehe ich mit der Motivation daran, auf Suchtmittel zu
    verzichten, lege ich meiner Zufriedenheit schon einen Stein
    in den Weg, da ich "Verzicht" üben soll.

    Treffe ich die Entscheidung mein Leben zukünftig ohne
    Suchtmittel (aber z.B. mit viel Spass) aufzubauen, brauche
    ich mental keinen Verzicht zu üben, sondern entscheide
    mich für einen positiven Weg.

    Mir hat es weiter geholfen, mir die positiven Aspekte der
    Abstinenz vor Augen zu führen, um die Entscheidung
    zu treffen, dass Suchtmittel mir schaden und mein Leben
    verschlechtern. Damit verzichte ich nicht, sondern ich
    entscheide mich für ein besseres Leben.

    Insofern kann man sich die zufriedene Abstinenz sicherlich
    teilweise auch selbst erarbeiten, indem man seine
    Motivation und Situation überdenkt.

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    ich hatte neulich auch so einen Traum, in dem ich wieder
    Bier konsumiert habe. Bin völlig in Panik aufgewacht, und
    konnte nicht mehr einschlafen.

    Als ich am nächsten Tag drüber nachgedacht habe, ist mir
    eingefallen, dass ich am Vortag über einen schlimmen Rückfall
    etwas gehört habe, und mich das emotional ziemlich berührt
    hat.

    Ich habe seit dem aber wieder Ruhe vor solchen Träumen,
    und hoffe das bleibt so.

    Ich denke im Traum versucht der Kopf Dinge abzuarbeiten,
    mit denen er irgendwie noch nicht fertig ist.
    Vielleicht solltest Du mal in Dich rein gucken. Kämpfst Du noch
    gegen das Trinken ? Evtl. sind solche Träume Ausdruck eines
    solchen Kampfes / Problems.

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    alle Menschen sind verschieden! Es gibt auch nicht den typischen Alkholiker.

    Ich habe "nur" am Wochenende und "nur" abends getrunken. Dann aber richtig...
    Das hat mir dann nach 2 Jahren gereicht, und ich habe aufgehört (vor gut 4 Jahren).

    Angefangen habe ich als normal trinkender Jugendlicher und später als
    Erwachsener mit einem recht hohen Konsum.
    Die Probleme mit dem kontrollierten Trinken haben sich im Laufe der Zeit
    - fast 30 Jahre lang - langsam verschlimmert, bis es eben keine Kontrolle mehr gab,
    wenn ich das erste Glas getrunken hatte.

    Ich brauchte über meinen Alkholkonsum weder jemanden belügen, noch habe
    ich Alkohol versteckt.
    Meine Frau und Kinder haben von meinem Problem auch nichts mit bekommen,
    waren sehr überrascht, als ich mich vor einigen Monaten geoutet habe.

    Schaden habe ich damit in erster Linie bei mir selbst angerichtet, weil ich mir jetzt
    auch ein Suchtgedächtnis antrainiert habe, das ich nicht mehr los werden kann.

    Ich denke, das zeigt ein wenig die menschliche Spannweite auch bei Alkholikern...

    Gruß
    Ralf[/u]

    Hallo Susi,

    Du willst für Dich klar erkennen können, ob Dein Partner von jetzt an trocken leben will.

    Das wird wohl schwierig werden.

    Von einem Rückfall kann man doch erst reden, wenn die Absicht vom Alk wegzukommen wirklich klar erkennbar ist.

    Wenn Dein Partner jede Form von Hilfe ablehnt, ist das eigentlich eher ein Zeichen dafür, dass er sich nicht wirklich ändern will, sondern Dir beweisen will, dass er gar kein Alk-Problem hat.
    Damit wäre aber der Rückfall schon vorprogrammiert.

    Ich denke, für Dich selbst musst Du die Grenze ziehen.
    Und wenn die Grenze beim ersten Rückfall liegt, muss er damit klar kommen.
    Das hat nichts mit Druck aufbauen zu tun, sondern mit
    Konsequenz und Selbstschutz.

    Gruß
    Ralf

    Hallo Martin,

    wie machst Du das ?

    Ich gehe häufiger und gerne mal schön Essen ins Restaurant.
    Auch da trinken die Leute am Nachbartisch ihren Wein oder ihr
    Bier. Gehst Du nicht mehr ins Restaurant ?
    Auch im Kino trinken manche Besucher ein Bier, gehst Du nicht
    mehr ins Kino ?
    Im Theater im Foyer trinken wohl die meisten Leute Sekt, also
    Theater auch streichen ?

    Ich führe ein normales und zufriedenes abstinentes Leben, mir
    ist klar, dass ich krank bin und auch bleibe.
    Aber Restaurant, Kino, Theater etc. gehört für mich zu einem
    normalen Leben dazu.
    Ebenso wie Einladungen aus meinem Bekannten- und Familienkreis,
    die ich gerne annehme.
    Saufkumpanen hatte ich nie und kenne damit auch keine.
    Solche Kontakte würde ich selbverständlich auch meiden.

    Gruß
    Ralf

    Moin Karsten,

    nur mal so schnell gegoogelt:
    - edit -

    D.h. jeder Deutsche trinkt täglich 0,4l alkoholische Getränke - vom Baby
    bis zum Greis.

    Woanders gegoogelt:
    - edit, bitte nichts aus dem Internet hier einkopieren, danke, Linde -

    Also in meinem Bekanntenkreis finden sich von den 17 Prozent
    nur wenige (2!) Leute wieder. Was kein großes Wunder ist, da von den
    17 Prozent der größte Teil aus religiösen Gründen abstinent lebt,
    und ich nur sehr wenige Leute aus diesen Kulturkreisen kenne.

    Ich empfinde das aber nicht als Problem, wenn andere Leute in
    meiner Gegenwart (mäßig) Alkohol trinken.

    Ich denke, dass muss aber jeder für sich selbst entscheiden, und
    danach handeln.

    Gruß
    Ralf

    Hallo,

    von einem Gen-Defekt zu sprechen, halte ich für falsch.
    Was aber zu denken gibt ist, dass ja viele Menschen
    zu viel Alkohol trinken, aber nur eine Minderheit in eine
    Abhängigkeit gerät. Und bei dieser Minderheit scheint eine
    Veranlagung dafür vorhanden zu sein.
    Darauf weist eine Häufung von Alkholikern in den Familien hin.

    Was mir im Nachhinein aufgefallen ist, dass ich Alkohol schon
    sehr früh wegen der Wirkung eingesetzt habe.
    Sei es zum "Abstressen" oder um "lockerer" zu werden oder, oder ...

    Da fängt für mich der Fehler an. Ein Glas Wein als Genuß
    zum guten Essen ist eine Sache, aber Alkohol als selbst
    verordnete "Kopf-Medizin" ist für mich fatal gewesen.

    Dazu kommt - zumindest bei mir - eine absolute Unwissenheit
    über die Wirkung von Alkohol im Körper, insbesondere die
    Langzeitwirkung.
    Ich habe immer nur Fragmente in der Presse über Leberschäden und
    erhöhtes Krebsrisiko gelesen. Und gedacht: soviel trinke ich doch gar
    nicht ....
    Über die Gefahren durch Gewöhnung, die Persönlichkeitsveränderungen,
    die Risiken abhängig zu werden, habe ich erst vor Kurzem durch
    die auch hier empfohlenen Bücher gelesen.

    Gruß
    Ralf

    Hallo,

    nein Du bist nicht verantwortlich für Deine Familie!
    Verantwortlich ist jeder in der Familie für sich selbst und seine
    Handlungen.

    Du solltest Dir wirklich klar machen, wer in Deiner Umgebung gut für Dich
    ist, und wer nicht.
    Wenn Du das nicht von Deinen Gefühlren für Verantwortlichkeit und
    Hilfsbereitschaft trennen kannst, such Dir jemand, der Dir beim Sortieren
    hilft. Evtl. brauchst Du dafür auch eine psych. Beratung.

    Und dann kannst Du nach diesen Ergebnissen handeln und Dich aus
    den Beziehungen und Verstrickungen lösen, die Dir schaden.
    Und das scheinen eine ganze Menge zu sein.

    Viel Erfolg & Mut
    Ralf

    Moin,

    ich will hier nicht ins Philosophische abschweifen, aber jeder Mensch
    - ich auch - gebraucht täglich ein- oder mehrmals eine Lüge.

    Die meisten Lügen sind Übertreibungen oder auch einfach das
    Weglassen der Wahrheit.

    Ein Alkoholiker wird - häufig auch vor sich selber - über seine Sucht anders
    denken, als das objektiv der Fall ist.
    D.h. die üblichen Sprüche "ich kann jederzeit aufhören",
    "so viel trinke ich gar nicht", habe ich selbst auch immer geglaubt, solange
    ich getrunken habe und anderen gegenüber geäußert, wenn ich gefragt wurde.

    Bis zu einem gewissen Punkt tut das wohl jeder Mensch- nicht nur in Bezug
    auf Alkohol. Wer gibt sich selbst gegenüber schon gern zu, dass er stark
    übergewichtig ist, die körperliche Fitness eher schlecht ist etc.

    Aber wenn der Alkohol den Alltag komplett dominiert, dann ist Alkohol und
    jede andere Sucht die Motivation für jedes Handeln. Dann übernimmt die
    Lüge zweckgerichtet auf die Beschaffung den Alltag.

    Worauf ich hinaus will, ist, dass die Übergänge von einem "normalen"
    Gebrauch der Lüge - auch aus Selbstüberzeugung - bis zur dauerhaften
    Lügerei zur Suchtbefriedigung individuell und schleichend sind.

    Die Gleichsetzung Alkoholiker = Lügner ist ein bischen platt, obwohl sie
    sicherlich in vielen Fällen zutrifft.
    Und der Nicht-Süchtige gibt keineswegs immer nur die Wahrheit von sich,
    nur weil er eben nicht abhängig ist.

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    ich finde es super, dass Du Dein Verhalten gegenüber Deinen Kindern
    analysierst, und merkst, dass Du Dich anders verhalten solltest!

    Ich habe festgestellt, dass es für mich sehr schwer ist, solche fest
    "programmierten" Verhaltensweisen dauerhaft zu verändern.

    Mir hat dabei eine (Familien-) Therapie geholfen, solches Fehlverhalten
    aufmerksamer zu betrachten und Strategien zu entwickeln sich dann
    gezielt anders zu verhalten.

    Gruß
    Ralf

    Moin,

    komischerweise taucht bei mir im Kopf immer der Gedanke an
    ein Bier oder ein Glas Wein auf, wenn ich im Laufe des Tages zu wenig getrunkten habe.

    Früher - in der guten alten Vor-Alk-Zeit - war das eher die Vorstellung
    von einer Flasche Mineralwasser, oder einer Cola.

    Für mich ist das eben eine Veränderung im Kopf, die mit der
    Alkoholsucht zusammenhängt.

    Ich nehme das inzwischen eher von der komischen Seite: taucht
    der Gedanke an Bier / Wein auf -> Aha, hol Dir ein Wasser!

    Gruß
    Ralf

    Moin,
    ich bin jetzt seit 4 1/2 Jahren trocken. Am Anfang - in den ersten Wochen - war ich euphorisch, es endlich zu schaffen. Von Verlangen oder Saufdruck habe ich wenig oder eigentlich gar nichts gemerkt. Ich emfpand das trockene Leben als umheimlich positiv.
    Erst im Herbst lt. Jahres hat sich dann mein Suchtgedächtnis auf einmal und sehr heftig gemeldet. Nur der Anblick einer Flasche Cognac hat schon gereicht. Es brauchte nicht mal den Geruch oder ein volles Glas. Da stand im Kopf hinten so ein kleines grünes Männchen und sagte immer nur "ich auch, ich auch ein Glas". War wirklich nicht einfach dem ein einfaches "ich trinke heute nicht" entgegenzuhalten.
    Ich will damit sagen, dass das Suchtgedächtnis nicht mit der Zeit verschwindet und man immer darauf gefasst sein sollte, das es sich wieder meldet.
    Aber seit dem ist auch wieder Ruhe. Fazit: ein "Überfall" in 4 1/2 Jahren.
    Deswegen ist eine SHG und eine Therapie wichtig, damit man es nicht vergisst, das da immer was im Leben bleibt, auf das man achten sollte: seine eigene trockene Gesundheit.
    Gruß & ein schönes trockenes Leben
    Ralf

    Hallo Linde,

    Zitat von Linde66


    Je höher die Nachfrage nach Ökostrom, desto interessanter wird es auch für die großen Anbieter, sich nach Alternativen zur Kernkraft umzuschauen.
    LG, Linde

    Das ist mir zu einfach!

    Ökostrom wird nie den konventionell erzeugten Strom ersetzen können,
    weil er abhängig von Wind/Sonne/Wasser ist und damit zu unplanbaren
    Zeiten produziert wird, bei bedarfsintensiven Zeiten aber nicht
    ausreichend zur Verfügung gestellt werden kann.
    Es fehlt schlicht jede Möglichkeit den Ökostrom - auch nur für
    Stunden - zwischenzuspeichern.
    Die Schaffung eines solchen Konzepts liegt ganz sicher nicht im
    Interesse der Stromproduzenten (teuer und unrentabel) und die Politik
    schert's eh nicht.

    Letztlich beruhigt man nur sein Gewissen, indem man Öko-Strom
    bezahlt. Die Förderung des Öko-Stroms wird z.Zt. ausschließlich
    politisch betrieben.

    Wenn man wirklich ökologisch handeln will, ist der 1. Schritt m.E.
    Strom zu sparen. Und das muss wirklich durchdacht werden.

    Wenn ich z.B. ein Haushaltsgerät abschaffe und durch ein sparsameres
    ersetze, spart das Energie ? Meine Stromrechnung sinkt evtl., aber
    was ist mit der Energie zur Herstellung des Geräts ?

    In den ganzen Aussagen der Hersteller (Energie-Effizienz-
    Klasse A++ etc.) fehlt jede Aussage über den Energieverbrauch zur
    Herstellung des Geräts. Ebenso wird über den Energieaufwand und die
    Wege zur Entsorgung geschwiegen (3. Welt-Problematik).

    In meinen Augen wird hier nur politisch verordnete Augenwischerei
    betrieben.

    Gruß
    Ralf

    Hallo Martin,

    in meinem Umfeld gibt es keine - mir bekannten - Alkholiker.

    Wenn ich mich mit meinen Kindern treffe, kann ich sicherlich
    velangen, dass bei diesen Treffen kein Alkohol getrunken
    wird.
    Das ist auch insofern kein Problem, da sie nicht mehr bei uns
    zu Hause wohnen.

    Meine Frau trinkt in meiner Gegenwart seit unserem Gespräch
    keinen Alkohol mehr, obwohl ich das keineswegs kategorisch
    verlangt habe.

    Bei Kollegen und Bekannten kann ich jedoch nicht verlangen,
    wenn ich / wir eingeladen werden, dass dort kein Alkohol
    konsumiert werden darf.
    Bei mir zu Hause werde ich in Zukunft aber keinen Alkohol
    mehr anbieten.

    Problematisch sind für mich die Arbeitsessen mit Kunden und
    Kollegen, bei denen häufig Alkohol angeboten wird und z.T.
    dann auch recht viel konsumiert wird.
    Es ist zwar kein Problem, selbst nicht zu trinken, aber man
    bekommt im Restaurant leider eben ungefragt Alkohol vor die Nase
    gestellt.

    Gruß
    Ralf

    Hallo Dante,

    ja das mit dem Trigger habe ich jetzt auch frisch gelernt...

    Zu Deinen Fragen:
    am Anfang habe ich mit niemand darüber gesprochen.
    Es war nur der innere Entschluss da, aufzuhören.

    Dann habe ich vor ungefähr 2 Jahren im Internet mal einen von
    diesen "Haben Sie ein Alkohol-Problem?"-Tests gemacht.
    Eigentlich mehr aus Spass.

    Habe den dann so ausgefüllt, wie ich in meiner nassen Zeit so
    einen Test ausgefüllt hätte (mit einer gehörigen Portion
    Selbstbetrug eben). Das Ergebnis war eine "gelbe Karte":
    Sie trinken zu viel!

    Dann habe ich soviel Ehrlichkeit aufgebracht den Test mal
    so zu beantworten, wie ich in meiner nassen Zeit tatsächlich
    mit Alk umgegangen war. Das Ergebnis war dann eine
    eindeutige rote Karte: Alkohol-Abhängig!

    Nur habe ich daraus keine Konsequenzen gezogen, weil
    ich dachte, "bist Alkholiker, darfst halt nichts mehr trinken,
    Und gut ist".

    War dann auch 2 Jahre gut, bis dieser Trigger kam.
    Daher habe ich in den vergangenen 4 Jahren gar nichts
    verändert - weder bei mir - noch in meiner Umgebung.

    Erst jetzt - nach dem Lesen hier im Forum - begreife ich allmählich,
    dass ich mich vor allem selbst ändern muss, und auch mein Umfeld.

    Und da fange ich erst seit ein paar Wochen an.

    Und die erste Baustelle ist jetzt eine alk freie Umgebung.
    Unter der Woche, wenn ich arbeiten bin, bin ich damit durch.

    Aber zu Hause am Wochenende ist das nicht so einfach,
    weil ich erst vor 4 Wochen mit meiner Frau über meine
    Alkoholabhängigkeit gesprochen habe.
    Und nach 30 Jahren Ehe und 5 Kindern bin ich einfach
    nicht bereit, kompromisslos einen kompletten Alkoholverzicht
    von Ihr zu fordern. Ich denke da eher an einen Weg,
    den man gemeinsam beschreiten muss, und der aus
    kleinen Schritten besteht.

    Ich habe das Glück gehabt (ich danke Gott dafür), dass
    meine Sucht mich weder Beziehung, Familie noch meinen
    Job gekostet haben.
    Auch das macht einen gewissen Unterschied zu einigen
    anderen Alkoholikern hier im Forum aus.

    Damit ist ein radikaler Neuanfang allerdings auch schwieriger.
    Meine Frau, meine Kinder und meine Bekannten trinken bei
    bestimmten Gelegenheiten Alkohol.
    Eine radikale Trennung kommt für mich da so einfach nicht
    in Betracht.
    Ich muss mir da meinen Weg suchen, denke ich.

    Gruß
    Ralf

    Hallo Frank,

    ich habe vor 4 Wochen mit meiner Frau über das Thema
    geredet. Sie ist "aus allen Wolken gefallen".

    Insofern beginnt gerade ein langsamer Prozess bei ihr, das zu verarbeiten. Wobei sie mich aber unterstützt.

    Und ich selber sehe mich hier auch als "Frischling", zwar
    4 Jahre trocken, aber eben neu in der Erkenntnis, das
    ich mein Leben verändern muss.

    Deswegen klingen meine Fragen bzw. Probleme wahrscheinlich auch ein bischen naiv.

    Gruß & schönes Wochenende
    Ralf

    Hallo Ixi,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Entschluss, trocken zu werden und zu bleiben!

    Das ist der einzige und richtige Weg.

    Mir ging es am Anfang meiner Trockenheit auch so. Nach dem der
    Kater des Vortags weg war, und ich die ersten Tage hinter mir hatte,
    wurde ich geradezu euphorisch.

    Das hat sich dann mit den Wochen etwas gelegt. Aber bis heute
    geht es mir wesentlich besser, als zu den nassen Zeiten.

    Jetzt bin ich seit 4 Jahren trocken und genieße es, jeden Tag ohne
    Kater und klar im Kopf zu sein.

    Liebe Grüße
    Ralf