Beiträge von GKrazzhoopper

    Fragt ich mich: "Mach ich´s morgen oder doch schon heute?"
    ist man der Faulheit eine leichte Beute!
    Denn schon meine Frage nach dem Wann
    bringt mir das Ziel niemals näher heran!

    Vielmehr kommen die Zweifel und es wächst mein Frust,
    denn Grübeleien rauben mir schon immer die Lust
    an großen Taten und bedeutsamen Schritten
    zum Ablegen von Gewohnheiten und schlechten Sitten!

    Soviele Gründe -doch jetzt sind sie weg-
    Kein Grund mehr zu bleiben, am gewohnten Fleck!
    Wer war ich? Was bin ich? Warum frag ich mich das?
    Frag nicht! Los jetzt! Mach irgendwas!!!


    Erik

    @Spedi
    Dann werde ich deine posts mal ein paar Tage sacken lassen. Vielleicht hast du ja recht. Allerdings frage ich mich manchmal, ob du deine Reaktion auf den ein oder andren Einwand auch so hinterfragst...


    Zitat

    Und das reale Leben ruft...

    ... und das ist auch meine Marschrichtung. Bin allerdings noch nicht ganz angekommen.


    Bruce
    Gedicht. Der Unterschied zu Slam-Poetry ist das slam-poetry Improvisation ist, oder?
    Vielleicht finde ich ja noch eine Melodie dafür :)
    Danke für´s feedback!


    LG, Erik

    Hi

    @noyetname
    Es ist schon eher an "irgend n Job" ...
    Eine Ausbildung wird mir nicht mehr finanziert und meinen erlernten Beruf kann und will ich nicht mehr wirklich ausüben.
    Meine Selbstständigkeit bringt mir nicht das, was ich brauche und naja, ich weiß im Grunde gar nicht, an welchem Faden ich mich halten soll.

    Einen gutes Tipp kam von der Ex. Sie kennt jemanden, der Menschen in ähnlichen Situation bei der Orientierung hilft und das von berufswegen. Nun ist eigentlich das Einzige mein Stolz, der mich davon abhält, sofort zu sagen: DIE IDEE! Peinlich, was?

    Ich werde dennoch Kontaskt herstellen, allerdings mit einem mulmigen Gefühl!


    @Spedi
    Du vermischst da zwei Sachen denken ich:
    Zum einen hast du sicher recht, dass sich Gruppen mit ähnlichem Erfahrungs- und Wissensstand eher zusammenfinden. Das ist normal und birgt auch meiner Meinung nach Gefahren.
    Zum anderen tickt nicht jeder gleich. So wie es 4 Charaktertypen gibt, gibt es noch mindestens 12 verschiedene Kombinationen. Dem einen erscheint es deswegen sinnfreier und unnütz, sich über Dritte bei Stange zu halten, bei dem anderen gehört das zum Charakter seit je her dazu. Und das hat auch nichts mit Defiziten zu tun, sondern ist schlicht Charaktersache.
    Der eine schreibt, spricht und denkt mit Gefühlen, dem anderen ist das alles zu schwammig und er braucht Fakten und Zahlen.
    Keiner der beiden lässt sich vom anderen "überzeugen", aber der "Austausch" kann auf Gegenseitigkeit beruhen ;)


    @bluecloud

    Zitat

    - lerne es auszuhalten

    Das muss ich wohl. Der Tipp kam auch per PN von jemandem, dem es hier ähnlich geht, aber mir versichern konnte, dass man trotzdem gemeinsam geht, auch wenn einem nicht alles kommentiert wird, wie man es sich gerade wünscht!
    Das werde ich wohl lernen müssen, aber ich denke, dass ich auf gutem Wege bin.

    Zitat

    - oder bringe konkret ein Thema, an dem Du arbeiten möchtest.

    #räusper# ... siehe post von Notyetname

    Wenn ich genau wissen würde, wo es hingeht und was ich will, müsste ich nicht hier sein und außerdem würde ich den Tipp von hier, einfach drauf losschreiben und Gedanken und Gefühle "teilen", nicht befolgen!


    LG, Erik

    manchmal denk ich zurück

    denk an den Alk und denk an den Spaß
    an den Wein, an das Bier und wie ich da saß
    keine Hemmung, keine Probleme hier im Jetzt
    ein herrlicher Frieden vom Rausch nur durchsetzt.

    Und meine Klarheit gibt mir weiter zu denken:
    Vergiss nicht den "Spaß", den du hattest beim kränken,
    beim wieder und wieder Enttäuschen der Lieben,
    beim Verlust von Vertrauen und bei verbalen Hieben.

    Und es stellt sich erst heute die Frage ganz klar:
    War es lustig, so, wie es damals war?

    Jeder Spaß mit einem bitt´ren Gechmack,
    nach der lustigen Nacht früh morgens im Sack!
    Die Angst: Haben die Kinder dich so gesehen?
    Waren sie nochmal munter? Was könnte geschehen?

    Doch eine Weile liegt der Entschluss schon zurück!
    So nicht weiter, sonst versäufst du dein Glück!
    Die ewigen "Heute trinkst du mal nicht ganz so viel"
    wirken im Nachgang wie ein stets verlorenes Spiel!

    Und immermehr kommt die Einsicht heraus!
    So wie du dachtest, sahst du nicht aus!
    Gar Nichts mit lässig, cool, super lustig und tough,
    spätestens beim Lallen war´n die meisten dann baff!
    Du hast nicht gesungen, du hast nur geschrien
    und irgendwann später in einer Ecke gespien!
    Da war nichts mit RocknRoll und "play on the street"
    denn die besten Texte hast du vergessen mitten im Lied.

    Und jetzt, nüchtern, nach dieser beendeten Zeit?
    Sehnst du dich nach dem feeling von stoned sein und breit?

    Nein, wie könnt ich? Was würd´ich verlier´n?
    Nicht mehr auf Parties spät Abends brillier´n,
    Stetig vorankommen, die Liebe zu mir,
    Kein vergessen von Stunden, die gebändigte Gier,
    Vertrauen der Nächsten, einen Draht zu den Kindern,
    Mehr Geld in der Tasche, mein Trübsal lindern,
    mehr Selbstwert für mich und mein Handeln heute und hier...
    Das alles aufgeben, für Wein oder Bier?


    Erik

    ... Ich hasse dieses Schweigen ...


    Bei einer SHG erwartet man halt irgendwas, aber eben nicht Nichts!
    Vielleicht sollte ich wieder anfangen, für mich selber zu schreiben und mir selber die Antworten geben...

    Vielleicht bräuchte ich auch nur anfangen zu schreiben, dass es eine "brisante" Situation mit Rückfallgefahr ist.

    Vielleicht muss ich mir mal wieder sagen lassen, dass meine Grundeinstellung zu diesem Forum die falsche ist.
    Vielleicht sollte ich (draufhin) eingeschnappt sein und mir dann bei einem Rückfall dieselben Texte wie anfang dieses Jahres anhören.

    Vielleicht ist es auch gar nicht so.
    Vielleicht weiß ich auch nur nicht, wem ich das sonst erzählen soll!
    Vielleicht sollte ich es wie schon erwähnt niemanden erzählen.

    Vielleicht reagiere ich nur mal wieder überschwänglich auf die ersten Frühlingssonnenstrahlen.
    Vielleicht habe ich einfach nur keine Lust mehr auf Trübsal und leugne meine Probleme.
    Vielleicht sind sie tatsächlich nicht mehr so bedeutend, dass sie mir Grund genug geben, mein Trübsal aufrecht zu erhalten.

    Vielleicht überfordere ich einfach nur die Köpfe hier und ziehe das alles zu sehr in den therapeutischen Bereich.
    Vielleicht hat es zu wenig mit Alk zu tun.
    Vielleicht feier ich Gehirnfasching und keiner ist in Stimmung mitzufeiern.
    Vielleicht ist das alles gar nicht schlimm!
    Vielleicht bin ich nur mal wieder zu ungeduldig und fordere meinen Geist zu wenig.
    Vielleicht hätte ich das alles jetzt hier besser wegggelassen und bin gerade dabei mich zum Deppen zu machen.

    Ist das nicht ein "alter Bekannter"?

    "Nein, ich mach mich nicht zum Deppen!"
    ...
    "Wo bin ich hier?"
    SHG!
    "Eben!"
    Keine Antwort! Irretiert, verunsichert, obwohl vielleicht gar nichts dabei?
    "Ja!"
    Meinung gesagt? Einfach mal drauf losgeschrieben?
    "Jep!"
    Trocken und clean?
    "Klar!"

    Na dann, alles i. O. ...


    LG, Erik


    Keine Ahnung!

    Hallo

    Da ich jetzt trocken und clean bin, fallen zwei große Probleme weg, für die ich lange Zeit keinen Ausweg gefunden hatte. Jetzt sind durch die Therapie auch alle anderen "riesigen" Blockaden eigentlich nach einander aufgeweicht worden und nun habe ich beschlossen, dass der Tiefpunkt letztes Wochenende mein letzter gewesen sein soll.

    Selbst die allerletzte Bastion meiner Depression stellte sich in der letzten Sitzung als (letztendlich) recht simples Problem dar. Wenn mich jetzt am Vorankommen nur meine Faulheit abhällt und diese sich noch über alte Muster Absolution holt, liegt es an mir und nur an mir, etwas dagegen zu tun.

    Gleich heute wollte ich voller Tatendrang mal wieder nach Arbeit schauen, aber schon da kommt der erste Dämpfer. Nicht etwa, dass ich irgendwo abgelehnt wurde, sondern ich weiß überhaupt nicht, wo und wie ich überhaupt anfangen soll, mich wieder auf die Spur zu begeben.
    Arbeiten würde ich schon gerne.
    ... und noch mehr....
    Ich glaube ich brauche Arbeit gerade mehr denn je!

    LG, Erik

    Hi jamor und alle anderen


    Nach mehrfachem Lesen dieses threads und Nackenschmerzen vom Kopfschütteln, weiß ich jetzt endlich, was ich hier beitragen möchte:


    Den thread hier zu zerschießen statt auf die Fragen zu "strategien" ebensolche vorzustellen hat einen Nachteil, den die "Schützen" gar nicht registrieren:

    Mich (z. Bsp.) interessieren die angegeben Strategien, weil ich nämlich nicht für jede Frage unbedingt eine passende Antwort/Strategie spontan parat habe. Da ist es doch einmal interessant für mich, von dem einen oder anderen ein paar Inspirationen zu bekommen.


    Nichts anderes war doch auch die Intention von jamor.


    Wie traurig ist das, was daraus entstanden ist, wenn man gar nicht mehr auf die Idee kommt, da könnte ja auch jemand sein, den die Antworten von aufgeschlossenen Trockenen zufriedenen Alkoholikern interessieren, statt im Detail zu erfahren, wie sich jamor mit der Kritik zu seiner Idee, seiner Person und Herangehensweise auseinandersetzen muss!


    Das nennt ihr dann "Helfen in der Gruppe"?!?!?


    Da könnte man dann tatsächlich den ein oder anderen mal nach seiner Attitüde fragen... :?:


    In meinem thread habe ich mir Gedanken gemacht, ob "Psychokram" und "Deprizeugs" hierher gehören, da ich es immer nur anschneide! Wenn ich das hier so lese, weiß ich, warum ich mir diese Frage stelle!


    SO, und jetzt möchte ich jamor und an alle anderen, die hier Strategien beigetragen haben oder noch werden, DANKEN!!!


    LG, Erik

    Hallöle

    @Spedi

    Zitat

    Ist es nicht schön, dass es hier keine Probleme der Betroffenen beim Prozess des Trockenwerdens und Trockenbleibens mehr gibt, sondern nur noch theoretische Randthemen diskutiert werden? Frage

    Ich find' das klasse. Wie habt ihr das in so kurzer Zeit geschafft? Bei mir und bei Anderen dauerte es Jahre, bis sonst keine Suchtprobleme zum Erfahrungsaustausch mehr da waren. Mit den Augen rollen

    Ich weiß glaube ich, was und v. a. wen du meinst, störe mich aber, dass du es so allgemein in MEINEM thread postest, denn dein "ihr" und "hier" bezieht mich mit ein!


    Trockenbleiben an sich vollzieht sich bei mir im Moment ähnlich einfach wie etwa zur selben Zeit im letzten Jahr! Selbst in "kritischen" Momenten bin ich nicht in Versuchung, selbst wenn ich gennötigt bin, mich mit dem Thema -mehr oder weniger bitter- auseinander zu setzen!
    Ein Mitglied meiner SHG wird gerade zu einem Kumpel/Freund, von denen ich ja zugegebenermaßen viiiel zu wenig habe, und hilft mir, völlig abstrakte Muster meiner "social skills" als gänzlich überflüssig zu entlarven. Das mache ich mir nicht zum Vorwurf oder so, es amüsiert mich eher und ist im Grunde genommen ein logisches Resultat meiner Isolation. Das ist gerade sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo wichtig für mich :)
    Wie gut, dass er auch trocken und clean ist und es an dieser Stelle deswegen keine Diskrepanzen gibt.


    Zu der heftigen Diskussion hier ist mir noch eingefallen, dass es beinahe immer völlig sinnfrei ist, Urteile bei einer rein hypothetischen Schuld auszusprechen. Denn was auch immer man über Trunkenheit am Steuer hällt (ich werde mich nach wie vor hüten, in die hiesige Diskusion auch noch meine Meinung einfließen zu lassen) hat juergen völlig recht, wenn er schreibt:

    Zitat

    Kein Unfall. Kein Führerscheinentzug. Keine Verletzten.

    Also was soll das, jamor? Bei aller Sympathie: Wir sind nicht hier, um uns Schuldzuweisungen zu machen. Deine Meinung zum Thema kundtun, klar -warum nicht?- aber bitte ohne Opfer und Angeklagte. Meistens spielen bei solch unbändiger Wut gegen etwas oder jemanden auch viel die eigenen Baustellen und Probleme eine Rolle! Und so sehr du dich auch in Buße, Reue und guter Vergangenheitsaufarbeitung übst, kannst du offensichtlich genauso wenig mit dem direkten Vorwurf umgehen. Wie auch? Aber vor allem:
    Warum auch!?!?

    So..und da Spedi auch schon mit dem Zaunspfahl gewunken hat, bitte ich, diese Diskussion MIR zu liebe in einem anderen thread fortzusetzen. Dieser thread heißt:
    "nochmal von vorn" und bezieht sich auf meinen zweiten großen Anlauf nach dem Rückfällen im letzten Jahr!


    LG,ERik

    silberkralle
    Oh ja, ich halte in der Tat viel von ihm. Umso erstaunlicher ist, dass dies nicht gleich von anfang an so war. Und wie schon erwähnt: Wir haben das Thema (auf meinen Wunsch hin) mal angesprochen und er erklärte mir, dass es in der Tat Krankheitsbilder und -Syptomatiken gibt, die es nahelegen oder sogar notwendig machen, medikamentös die Wogen zu glätten. Da meine Depression allerdings viel mit inneren Beziehungen zusammen hängt (=seine Worte) würde eine bewusstseinsbeeinflussende Substanz diesen inneren Dialog nur stören, wenn nicht sogar (wie vorher bei mir mit Drogen und Alk) gänzlich zum erliegen bringen. Das macht zwar meine Situation nicht erträglicher, aber lässt mich quasi pausenlos vorankommen. Fühlt sich halt eben nicht immer danach an :)

    Hallihallo

    Also eine wilde Diskussion ist das letzte, was ich jetzt von meinem täglichen tread-check erwatet habe...
    Interessante Problematik, schwierig vereinbare Standpunkte.

    Meine Meinung über Psychopharmaka habe ich durch Gespräche mit meinem Therapeuten geändert. Sicherlich gibt es sowohl von ärztlicher Seite als natürlich auch von der Seite der Konsumenten Formen von Missbrauch. Inwieweit das jetzt mit der Droge an sich zu tun hat, ist eine Grundsatzfage (besonders bei Medikamenten).

    Meine Form der Depression macht mit medikamentöser Linderung von Symptomen eine Therapie überflüssig. Dass dies dann nicht nachhaltig sein kann und desweiteren meine ohnehin suchtgefährdeten Mechanismen anspricht versteht sich von selbst.

    Letztendlich wäre ein Antidepressiva für mich nur eine weitere Droge, die sich dann in die Liste der Abhängikeiten einreihen würde. Der Grund für Drogen ist (fast) immer die (kurze) Verbesserung des Lebensgefühls und in irgendeiner Art und Weise das Ansprechen des Belohnungszentrums und der Glücksgefühle.
    Ich glaube, dass war es, was jamor sagen wollte.
    Allerdings ist die Verallgemeinung undifferenziert und wird dem Einzelnen nicht gerecht!

    Die Meinung mit Alk am Steuer ist von der Thematik ebenso grenzwertig!

    Ich bin selbst Vater von zwei Kindern und kann jamor nur zu gut verstehen! ABER, wenn du, jamor, anfängst, alles in deinem oder unserer Leben danach zu hinterfragen, ob man damit irgendjemandem geschadet hat oder hättest schaden können... Es wäre nicht dienlich, höchst deprimierend und v. A. triggernd für die, die aus diesem Dilemma ausbrechen wollen!!! Und (nur) das zählt!

    Von daher kann ich zwar gut die Wut eines Vaters verstehen, finde aber toll, dass du, jürgen, so Konsequent warst, um das Risiko auszumerzen.
    Was anderes sollte jetzt und hier keine Rolle spielen.


    @bluecloud
    Das hilft zwar nicht in dem Moment wo es weh tut, stimmt aber insgesamt zuversichtlich. Mein Therpeut redet ja auch von ca. 2 Jahren... und dass ich geduldig sein soll! Ich habe letztens auch ein Buch gelesen, wo gegen depressive Verstimmungen genau das ("Kalender") empfohlen wurde. 3 mal am Tag Stimmung abfassen, feststellen, dass man auch mal gut drauf war und sich dann versuchen daran zu erinnern. Ich werde mir mal einen schönen Kalender suchen...

    silberkralle
    Ein Trabbi !ist! ein tolles Auto!!!

    Toll jamor, haben wir nicht schon einmal irgendwo festgestellt, dass wir dort einer Meinung sind!

    Mein Leistspruch zu Thema war und ist:
    Ich ordne mein Leben nicht der Abstinez unter, sonder möchte sie integrieren. :)

    Medikamente gegen Depri nehme ich nicht!

    Mit Alkohol war ich auch schon in ähnlichen Tiefs, mit dem Unterschied, dass man sich mal ein paar "Verschnaufpausen" gönnen konnte. Die wurden zwar mit der Zeit auch immer weniger "erholsam" aber immerhin.

    Vor ein paar Tagen hatte ich schon mal hier geschrieben:
    Bei aller Trockenarbeit und im (erfolgreichen) Kampf gegen die Depression weiß dieses Defizit noch nicht zu kompenieren. Mit fehlen quasi die "Depripausen"

    Mit den stimmungsabhängigen Orten war übrigens ein guter Tipp. :)

    Juergen
    Ich habe im Zusammenhang mit Sport als Hobby eher schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen (Drogen) gemacht. Vielleicht rührt daher meine Abneigung. Die Erfahrung, dass mir körperliche Ausarbeitung gut tut habe ich auch schon machen können. Allerdings rufe ich es elten ab... Warum eigentlich?

    oh gott oh gott -ich hätte mal korrektur lesen sollen... sorry


    Ohne dir jetzt was unterstellen zu wollen:

    Wenn ich vermuten würde, du wüsstest in diesen Momenten genau, was gerade passiert und passieren wird, weil du dich innerlich schon gänzlich darauf eingestellt hast und dich (bewusst, zum teil bewusst oder unbewusst) auch auf den Rausch freuen würdest...

    Könnte das auf dich zu treffen?


    Meiner Meinung nach könnte das der Punkt sein, an dem du ansetzen solltest! Sich in einem solchen Moment bewusst machen können, dass man eben "trockener Alkoholiker" (mit allen nach sich ziehenden Vorteilen und Konsequenzen) sollte zur Trockenarbeit gehören.

    Klappt doch wunderbar... :D

    Ohne dir jetzt was unterstellen zu wollen:

    Wenn man (resp. ich) vermuten würde, du wüsstest in diesen Momenten genau, was passiert und hast dich innerlich schon gänzlich darauf eingestellt haben und dich (bewusst, zum teil bewusst oder unbewusst) auf den Rausch freuen.

    Wie könnte dabei auf dich zu treffen?


    Meiner Meinung nach könnte das der Punkt sein, an dem du ansetzen solltest! Sich in einem solchen Moment bewusst machen können, dass man eben "trockener Alkoholiker" (mit allen nach sich ziehenden Vorteilen und Konsequenzen) sollte zur Trockenarbeit gehören.

    LG, Erik

    Hallo DT

    Willkommen im Forum.
    Schön das du eine Möglichkeit suchts (und vielleicht gefunden hast) dem Problem entgegen zu treten.
    Viel Kraft und Glück dafür!

    Zitat

    Ich war schon regelmäßig in Gruppen bei AA und NA

    Im Grunde genommen will ich mich jamor nur anschließen. Gerade in deinem Fall halte ich eine Vertrauensperson, die du über "Voranzeichen" informieren kannst und die weiß, was konkret dein Problem ist, für sehr wichtig.
    Was ich allerdings nicht verstehe (deswegen das Zitat):
    Sind solche Gruppen nicht zu einem ähnlichen Zweck da.
    Mit welcher Attitüde wars du dort, dass du keine Strategien entwickeln konntest, einen Rückfall zu vermeiden?

    trocken Grüße, Erik

    hallo Jürgen

    Wie schön, dass wenigstens einer noch gesprächsbereit ist.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, alle meine Helfer und Selbsthilfegruppenmitglieder vergrault oder schockiert zu haben.

    Vielleicht fehlen auch den meisten einfach die Worte.
    Das verunsichert.

    Konkrete Planung für´s Wochenende halte ich für eine gute Idee. Im Prinzip versuche ich es auf diesen Wege schon längere Zeit, aber wahrscheinlich nicht mit der ausreichenden Konsequenz. Wenn meine beiden Kinder bei mir sind, stehe ich ohnehin nicht vor diesem Problem und das ist durchaus oft der Fall.
    Auch das Thema Sportgruppe etc. wurde schon in Betracht gezogen, allerdings habe ich da wieder meine Ängste was 1. direkten Kontakt und "Warmwerden" angeht, zum anderen die Angst in eine saufende/kiffende Gemeinschaft zu kommen. Nicht dass ich dann rückfällig werden würde, aber es wäre ein herber Rückschlag wenn Sympathien da wären.

    Vieles scheitert wahrscheinlih letztendlich [wiedereinmal >:( ] an meiner Lethargie, obwohl die schon viel weniger geworden ist.

    Ich weiß, dass das hier keine SHG für Psychokram ist, deswegen versuche ich dieses Thema im Allgemeinen nur anzuschneiden.
    Erwähnenswert bleibt vielleicht noch die Tatsache, dass ich nach langer Abneigung nun doch bereit bin, mich 6 Wochen psychotherapeutisch stationär behandeln zu lassen. Ein Mitglied meiner Real-SHG meinte auch, ich sollte noch mit meinen Therapeuthen die Möglichkeit einer "gemischten" Therapie (Sucht/Depri) in Betracht ziehen.
    Ich glaube allerdings nicht, dass die Sucht das tragende Problem ist. Allerdings ist das nur ein Gefühl und kann wahrscheinlich genausowenig wie die Frage ob Ei oder Henne beantwortet werden.


    Trocken und clean bin ich seit 1.1. :)


    Irgendwie verstehe ich trotzdem nicht, wie ich es anstellen soll, sponjtan Leute kennen zu lernen.
    Das ist zwar eh schwierig mit einem mentalen Durchhänger, aber kann doch letztendlich nicht unmöglich durch einen starken Abstinezgedanken gemacht werden. Oder doch?

    Wie lernt ihr trockenen Alkoholiker denn "spontan" Leute kennen.

    (Klingt nach einer bescheuerten phantasielosen Frage, aber ohne mich das jetzt selber zu fragen, würde mich das in euren Fällen schon interessieren. Ich bin doch sicherlich nicht der Einzige, der das Kombinationspaket Sucht/Depri "erworben" hat...)


    LG, Erik

    hallo

    Also gestern habe ich kämpfen müssen wie noch nie um abstinent zu bleiben.

    Ich musste mir immerzu sagen, dass ich es nicht will und ja eigentlich froh bin, nicht in diesem Teufelskreis zu stecken.

    Andererseits ist es gerade so dermaßen deprimierend. Nichts kann mich wirklich aus meinem Trübsal rausholen und die alten Trigger werden wach, dass man sich ja berauscht eine "Pause" davon gönnen kann. Will ich ja aber nicht! Hift vielleicht kurz, aber langfristig eher im Gegenteil. Weiß ich ja alles.

    Und da ich sowieso nicht wirklich unter Leute komme, laufe ich dann herum, immerhin ist ja Samstag, und sage mir, ich werde es doch hinbekommen, irgendwo nette Leute zu treffen, schöne Musik zu hören, halt einen schönen Abend zu haben. Und was finde ich vor: ÜBERALL Bier, Schnaps, Likör... Nicht dass ich danach suchen würde, aber gerade wenn man mit seiner Abstinenz "kämpft" (Ich weiß, dass das nicht das richtige Wort ist) fällt es einem doch umso mehr auf!

    Letztendlich war es dermaßen unerträglich, dass ich am Supermarkt Saft, Cola und jede Menge Süßes gekauft habe, mich zu Hause erstmal wieder verschanzt habe, wie ein Besessener das Zeug reingeschlungen habe und mit dem "befriedigtem" Gefühl im Dunkeln an einer abgelegenen Stelle musiziert habe, bis ich irgendwann Rumgeschrien habe und gedacht habe, dass ich wahnsinnig werde.

    Sowas wie:
    "Toll, ich bin nüchtern! Wie guuut es mir doch geht! FREU!"
    Das habe ich echt in einen (halb) verlassenen Park hineingebrüllt...

    Nichts desto trotz war ich auch konstruktiv dabei und konnte ganz gut etwas "rauslassen/ablassen" und war auch stolz auf mich, alles nüchtern gemeistert zu haben, aber es war nicht leicht!

    Ich denke, ich war nicht in Versuchung doch es frustriert und deprimiert, wenn man weiß, dass man seine Stimmung nicht aufhellen (betäuben) kann und sich eben damit abfinden muss.


    LG, Erik