Beiträge von GKrazzhoopper

    Hallihallo

    Also sich das Leben zu verschönern ist echt schwer und langwierig. So gut wie alles anfing, scheint es jetzt schon wieder zu kippen und mein Therapeut meint, dass das normal ist und so ein auf und ab noch 2-3 Jahre gehen könnte, bis man "stabil" undepressiv ist... Na toll!
    Aber immerhin bin ich auf dem Weg!

    Was mich immer wieder beschäftigt und v. a. aufbaut ist die Tatsache, dass ich nie so weit wäre und wahrscheinlich überhaupt gar nicht mit mir klarkommen würde, wenn ich noch trinken und kiffen würde. Habe ein sehr gutes Gefühl mit meiner Abstinenz und realisiere gerade, dass ich meine depressiven "Trigger" quasi gerade nüchtern aushalte.

    Vor einem reichlichen halben Jahr hätte ich diesem Druck nicht standgehalten und mir dann einen "schönen" unbeschwerten Abend zur Abwechslung gegönnt. Jetzt trotze ich dem.
    In irendeinem thead hier habe ich geschrieben, dass ich noch darauf warte, dass es mir abstinent besser geht. Sogesehen ist das also nicht ganz richtig, denn das nachhaltige (wesentlich wichtigere) Resultat ist ja, dass ich vorankomme mit meinem ganzen Kladderadatsch im Kopf, aber diese Auszeiten vermisse ich eben auch und weiß sie bis heute nicht zu kompensieren...


    LG, Erik


    silberkralle
    Ich werde es mal versuchen und wenn es funktioniert, werde ich es euch wissen lassen und habe etwas neues für meinen "Notfallkoffer"... :)
    Danke für den Tip.

    Hallöle

    Ich kann mich da jamor nur anschließen.

    Selbst wenn ich tatsächlich selbst nach fundierter wissenschaftlicher Studien noch eine Gegenargumentation starten könnte...


    ... tut es für uns Alkoholiker überhaupt nichts zur Sache
    ... und wäre wahrscheinlich in einem Forum für Alkoholkranke etwas deplaziert xD


    Aber einmal mehr zeigt es uns doch wieder wie manipuliv wir alle sind und wie schnell Dogmen widerlegt werden können.

    So möchte ich abschließen mit:

    Ich bin froh, dass ich keinen [gesunden] Wein mehr trinke! :)


    LG, Erik

    Hi gavris

    Wenn ich deinen ersten thread so lese fällt mir auf, dass wir einige Gemeinsamkeiten haben.

    Was mich irretiert, ist dass in deiner Erzählung heute vom Rückfall nichts über ein negatives Gefühl zu lesen ist.

    Es scheint ein bisschen, als ob es sich so aufgestaut hat, dass du unbewusst (und insgeheim) auch froh warst, dich endlich mal wieder gehen zu lassen...

    Wie bereits oben erwähnt, sehe ich da Gemeinsamkeiten.
    Deswegen versuche ich nach meinen Rückfällen im letzten Jahr eben genau diese Sehnsucht des Vollrausches nicht zu verdrängen sondern eher irgendwie zu bearbeiten, zu lenken o.ä.

    Wie ist das denn jetzt bei dir: Hast du dich gut gefühlt bei deinem Rückfall?


    LG, Erik

    Weißt du, jamor, genau das ist eigentlich der Punkt!

    Wenn du bereichten willst, wie dein Stand ist und dein Befinden im Bezug unsere SHG hier, dann tue das doch deinem thread.
    Wie in einer relaen SHG auch hat jeder das Recht seine Befindlichkeiten zu äußern, allerdings dann an der richtigen Stelle!

    Hättest du deinen thread nicht unpassenderweise "Ich bin froh Alki zu sein" genannt, sondern in Bezug auf dein Letztgesagtes vielleicht "Was klappt nüchtern besser" hätte sich wahrscheinlich keine Diskussion ergeben!

    Denn dann hätte dann auch sicher jeder was beizutragen...


    Und Jene, so wie ich, die eigentlich noch darauf warten, dass es sich abstinent "besser" anfühlt (um es jetzt mal salopp zu sagen) werden unter Umständen inspiriert!

    LG, Erik

    PS: Ich habe zum Beispiel keine Angst mehr, im Tiefschlaf eines meiner weinenden Kinder überhören zu können! Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl.

    Hi jamor

    Zitat

    Wenn ich einige Posts in diesem Forum Lese, Lese ich bei vielen Texten einen gewissen Frust heraus. Ich denke so ein Forum soll auch dienen die positiven Seiten vom Trockensein, von der Lebensveränderung aufzuzeigen.

    Das klingt jetzt vielleicht auf den ersten Blick richtig, aber ich störe mich trotzdem an dieser Verallgemeinerung.

    Hier im Forum schreiben und lesen sehr viele unterschiedliche Charaktere, dass ich mal davon ausgehe, dass einige das nicht so sehen wie du. (Ich zähle mich eig. auch eher dazu)
    Natürlich ist es gut und hilft, aufgebaut zu werden, wenn man eben gerade unten ist, aber man sollte nicht jeden damit "torpedieren", wiiieeee toll es einem selber gerade geht!

    Stell dir vor, dir geht es sch*** und dann kommt einer und meint, wie toll er aussieht und wie die Mädels auf ihn stehen etc.

    Weißt du was ich meine?


    Trotzdem schön, dass es dir gut geht!

    LG, Erik

    Hallo Marci

    Schön, dass du für dich herausgefunden hast, was du willst und dass der Alk dabei nur ein Hindernis ist.

    Ich möchte dir nicht die Euphorie nehmen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man gerade in der ersten Zeit nur auf Zuspruch und Motivation aus ist, ABER...

    Mein Gefühl löst irgendwie Alarm aus.

    Gründe:
    1. Du machst es für dich, nicht für deine Tochter. Sie ist "nur" ein (sehr wichtiger) Aspekt in deinem Leben. Bist du glücklich (und clean) wird sie es auch sein.
    2. Das Gefühl, sich bei seinem "Abstinenzplan" mal eine Auszeit zu nehmen, dabei mal einen Gang runter zu schalten und sich an seine Krankheit erinnern "müssen" (was ja voraussetzt, dass man sie vergessen/verdrängt hat) - was glaubst, woher (von wem) solche Gedanken kommen? Nennen wir es mal nicht Äffchen, sondern wenigstens der "verlauste Affe"...
    3. Wenn dich deine Träume, die sofort Assoziation (egal ob gute oder schlechte) an Alkohol wecken, sollte dich dass nicht wundern, sondern warnen und bestätigen. Natürlich ist alles, was jezt an Emotionen kommt immer mit dem Ruf nach Alk verbunden. Man kämpft ja schließlich mit seiner Gewohnheit! Aber du kämpfst schon -gut so!

    Lösungsansätze:
    1. Gerade jetzt nicht schleifen lassen. Meine Rückfälle gehen alle auf das Konto von "Jetz hab ich´s gepackt und bin über´m Berg"
    2. Viel Lesen, auch vom Schicksal Anderer. Vergleiche anstellen, Gemeinsamkeiten entdecken, vielleicht mal Stellung beziehen oder sich als Leidensgenosse outen! Das Thema omnipresent machen!
    3. reale SHG suchen (s. 2.)


    Mich hat damals sehr gstört, wenn mir hier jemand halbherzig vorgworfen hat, ich würde es nicht ernst nehmen und mich selbst belügen.
    Ich versuche es nun bei anderen (bei dir) besser zu machen, wenn doch der Auslöser solch einer "Kritik" der selbe zu sein scheint!


    Wie auch immer finde ich toll, dass du es durchziehst!
    Gratulation zu 60 trockenen Tagen, eine schöne Zeit mit deiner Familie und viel Kraft!

    LG, Erik

    Hallo jamor

    Vom "craving" habe ich noch nie was gehört...
    Ist das vom Sinn her das selbe wie Suchtdruck? Da es von Gier kommt ist das nur eine Vermutung.

    Was ich dabei interessant finde und das hättest du deinem thread direkt als Aufforderung hinzufügen können ;), wären doch die Antworten auf mögliche Strategien bei einem solchen craving.

    Ich versuche mich gerade auf jede erdenkliche Situation mental vorzubereiten (was in den Augen Mancher als negative oder zu theoretische Herangehensweise betrachtet wird) aber erinnere mich noch ziemlich klar an meine letzten Rückfälle.
    Letzendlich konnte ich 3 davon erfolgreich analysieren, der 4. allerdings stellt für mich ein kleines Rätsel dar und passt gut auf deine Beschreibung des cravings.
    Ich kam, saß, dachte und trank, obwohl ich vorher "eigentlich" (und dieses Wort hat für meine jetzige Abstinenz große Bedeutung ;) ) sicher war, es nicht tun zu wollen. Im Nachhinein war der Auslöser einfach nur banal: Ich habe auf der Karte kein nichtalkoholisches Warmgetränk gefunden...

    LG, Erik


    @Spedi,Melinak

    Zitat

    wenn ich Fakten kennen lernen möchte, dann werde ich mir die dazu notwendige Fachliteratur oder andere -mir seriös erscheinende- Quellen zu Rate ziehen.

    In einer Selbsthilfegruppe möchte ich primär Kontakt mit Menschen, die mir von ihren eigenen Erfahrungen im Umgang mit meinem Thema berichten

    Zitat

    wenn ich begriffe nicht verstehe frag ich bei denjenigen nach, der ihn geschrieben hat, das er ihn mir erklärt. ich brauch hier keine liste.


    Wenn jemandem ein Thema so wichtig erscheint, dass er darüber etwas schreiben möchte, was in diesem Fall ja auch als Hilfestellung für Hilfesuchende gedacht ist, muss man doch nicht seinen Senf dazugeben, wenn es einen nicht interessiert!
    Man kann doch auch mal etwas unkommentiert lassen, oder?
    In anderen Foren nennt man sowas "spam"...

    LG, Erik

    Hartmut
    Natürlich war es Alarmstufe Rot für mich! Nur geht jeder eben anders mit seinem Alarm um!
    Ich hoffe dass ich diese Problematik das erste und letzte Mal durchleben musste, um quasi beim nächten Mal die "Alternative" von vornerein abblocken zu können!
    Wenn du annimmst, dass ich immernoch darüber nachdenke, hast du mich falsch verstanden:
    Nein, es ist eben nicht wichtig zu wissen, wie Chamapgner oder jedes andere exklusive oder nicht exklusive alkoholische Getränk schmeckt!
    :)
    Wahrscheinlich habe ich diese Konfrontation aber gebraucht, denn wie ich gesehen habe, war ich mir vorher eben nicht sicher.

    @TrockenBleiben
    Das macht Mut, wenn man leist, dass es gewissermaßen einfacher mit der Zeit wird. Ich kann es quasi gar nicht erwarten :/
    Untergehen ist keine Option...

    silberkralle
    Das Wort Voraussetzung finde ich an dieser Stelle gefährlich!!!
    Sagen wir, das es eine Hilfe ist, ok?

    Mir scheint das zu wackelig. Ich brauch nur von mir selbst ausgehen und an meine nasse Zeit denken:
    Da wird mal schnell ein Kreuzl weggelassen oder (in nasser Voraussicht) irgendwann ganz nebenbei das Kreuzchenmachen als unwichtig deklariert! Und wenn der Film dann logischerweise vom Gefühl her nicht zum Rückfall passt, wird dieser kurzerhand durch einen schönen ausgetauscht.


    Statt einem Video von "schlimmen" Zeiten, wäre eine konkrete Vorstellung, um wieviel eine trockene Zukunft besser ist wie eine nasse, in meinen Augen sicherer.
    Solch ein Video kann auch schnell mal die Frage aufwerfen:
    Was hätte ich nicht alles besser machen können, wäre ich nicht so dumm gewesen und hätte mich derart gehen lassen?
    Dazu noch ein Beweißvideo... und dann?

    Lieber ohne Videosich sicher sein, dass das Leben auf jeden Fall in jeder Hinsicht besser ist, da man nicht mehr trinkt!
    Vielleicht wäre dann eine Checkliste der in Erreichbarkeit gerückten Ziele aufmunternt!

    LG, Erik

    Hallo Forum

    Am Donnerstag das 3. Mal SHG und schon das zweite Mal ein Gruppenmitglied dirket von dort nach Hause zum Teetrinken und quatschen eingeladen. Ich denke, dass das gut ist, fühlt sich nur noch nicht so angenehm an, wie es könnte. Warum weiß ich im Moment leider auch nicht ...

    Eine echt brisante Situation ist am Dienstag entstanden.

    Meine Exfreundin hat momentan ein bisschen trouble mit einem Mann. Nun hatte sie sich eine 50€ Flasche Champagner um sie entweder mit ihm oder aus Enttäuschung alleine zu trinken. Nun musste sie die Flasche alleine trinken und trotz dass sie mein Problem, meine Vergangenheit etc kennt, fragt sie mich aus irgendeinem Impuls heraus:

    Ist das jetzt echt schlimm, wenn du nur mal ein winziges Schlückchen kosten würdest?

    Ich bin mir meines Entschlusses sicher, aber das hat mich nicht kaltgelassen. Bestimmt eine halbe Minute lang habe ich mich gefragt, ob das jetzt wirklich schlimm wäre!
    Ganz spontan war ich mir echt nich sicher! "Ist ja wirklich nicht viel!" "Nur um mal zu wissen, wie es schmeckt!" "Was ist schon dabei?" Ging es mir durch den Kopf! Viele kennen das sicher...
    Auf jeden Fall stellte ich mir nach dieser schier endlosen halben Minute die Frage, ob es wichtig ist zu wissen, wie Champagner schmeckt. Und das war die richtige Frage, denn sie war der Auslöser für mein "trockenes Denken".

    Nein, es ist nicht wichtig!
    Im Grunde genommen ist es völlig egal, wie Champagner schmeckt und auf einen viel wichtigeren Aspekt bin ich dadurch gestoßen:
    Wenn es wichtig wäre zu wissen, wie Champagner schmeckt, würde sich dieselbe Frage letztendlich bei jedem exklusiven Getränk stellen, welches ich noch nicht kenne. Und irgendwann hätte meine Sucht ihre Niesche dann gefunden. Mal da kosten, mal dort probieren, wahrscheinlich irgendwann danach suchen, was man noch nicht probiert hat etc.

    Ich war schon direkt nach dieser halben Minute und nachdem ich dann auch zweifelsfrei meine Antwort verkündet hatte, sehr stolz auf mich!


    silberkralle :
    Ich denke, dass mir diese 100% wie eine Hornhaut wachsen werden. Denn selbst wenn ich mir in 99,9% meiner Zeit auch zu 100% sicher bin, war ich doch erstaunt, wie (wenn auch nur für einen kurzen Moment) eben doch noch Zweifel entstehen!
    Ehrlich gesagt beunruhigen mich diese Zweifel. Sie sind so selten und kommen plötzlich.
    Ich weiß was ich will: Nicht zweifeln und trocken bleiben!

    Es macht es schwer für mich, wenn man in solchen nassen Zweifeln nicht an einen intensiven emotionalen Tiefpunkt denken kann. Ich bin kanpp davor abgesprungen und habe aufgehört; Ich wollte es eben nicht soweit kommen lassen. Was für eine Ironie, dass einem diese Stärke das Leben (resp. die Abstinenz) schwerer macht...


    LG, Erik

    Im Grunde könnte ich diese kurzen Anflug das "Nassdenkens" auch positiv werten, denn er sagt mir andererseits, dass es mir relativ gut geht.
    Ich bin eben sehr wachsam gerade was solche Gedanken angeht. Das ich mir nur wegen des Anflugs einer solcher Gedankenblase gleich einen Kopf mache und sie auch euch mitteile, finde ich gut...

    Gute Nacht jetzt aber :D

    Tachschen

    Nur mal wieder meinen Stand ins Forum werfen:

    Nach 1,5 Monaten fühlt sich alles ganz in Ordnung an.

    Irgendwas hat mich gestern kurz tangiert, aber leider habe ich es vergessen. Im Endeffekt habe ich aber kurz mal wieder meiner Krankheit in Frage gestellt.
    "Selbst gemacht und "leider" einfach nur übertrieben, mal schauen, wie es irgendwann mal aussieht..."

    Kam mir bekannt vor, habe mich schnell wieder mit handfesten Argumenten umstimmen/überzeugen können. Gutes Gefühl, sein "Werkzeugkasten" ständig im Gepäck zu haben.

    Schade, dass ich nicht mehr so genau weiß, was genau diesen Gedanken getriggert hat. Hätte ich gestern hier geschrieben, hätte ich es vielleicht noch gewusst... ://


    Naja, aber trotzdem alles im Lot, Donnerstag wird 3. Mal SHG sein und vielleicht treibt mich die Neugierde doch noch mal zur Suchtberatung.


    Jetzt gerade beim Schreiben wird mal irgendwie bewusst, dass der Winter ohnehin die "leichtere" Jahreszeit ist. Ein bissl Bammel habe ich schon vor dem Sommer, obwohl ich das letztes Jahr ja auch (fast ) hinbekommen habe.
    Vielleicht sagt mir dieses Unbehagen auch nur, dass ich mich eben gut vorbereiten muss, jetzt, in der Ruhe vorm Sturm...


    Wie seht ihr das mit den Jahreszeiten?

    L&T G, Erik

    Hey AW1976

    Also letztendlich kann man dir da nur zustimmen, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, was ihm hilft und was nicht.


    Deswegen nur mal meine Meinung über deine Geschichte am Rande:

    Ich fand deine Vorstellung ziemlich krass. Habe eine ganze Weile gebraucht, um auf andere Gedanken zu kommen.
    Die Menge, die du da so nächtens getrunken hast, sollte DICH nachdenklich stimmen.
    Wenn du damals problemlos bis über die 3 Promille getrunken hast, wirst du das bei einem Rückfall über kurz oder lang auch wieder tun. Dass dauerhaftes Vieltrinken tödlich sein kann, wissen wir vermutlich alle. Weiß auch jeder von uns für sich selbst, aber bist DU dir auch bewusst, dass eine Alkoholkonzenration im Blut ab 3,5 Promille mitunter tödlich endet!?!?!?!?
    Also nicht Krankenhaus, Suchtklinik, wieder aufwachen, neues Leben, neue Freunde, neuer Anfang, etc... Neee, ich meine zappenduster, Ende Gelände, Tod eben!!!


    Wenn du deinen Körper soweit konditioniert hast, dass du bei einer "tödlichen Dosis" noch weiter trinken könntest, würde ich es nicht halbherzig angehen! Da kann dein nächster Rückfall nämlich schon ...


    Muss jeder selbst herausfinden, manche eben dann leider zu spät...

    LG, Erik

    Hallo Boehmi,

    vielleicht ein bisschen gewagt, aber eigentlich möchte ich mich nicht der vorwiegenden Meinung anschließen.


    Letztendlich sollte es bei dir nicht darum gehen, was andere machen!


    Natürlich gibt es Veranstaltung, bei denen eher mehr wie weniger Alkohol getrunken wird, aber (bis auf wenige Ausnahmen) lassen sie sich doch nicht darauf reduzieren.
    Was sollte denn am Verkleiden, Witze machen, Tanzen und Feiern verkehrt sein?

    Natürlich möchte keiner von uns, dass du dich als trockener Alkoholiker in Situationen begibst, die einen Rückfall auslösen, doch andererseits sind Depressionen und Isolation genauso gefährlich und können ihrerseits zum Trinken verleiten!


    Ich denke dein Problem sind die Assoziationen.
    Karneval=Feiern=Saufen

    Vergiss nicht, dass du hier in einem Alkoholikerforum schreibst und wahrscheinlich alle hier diese Assoziation mit dir teilen, allerdings hat das eher mit unserer Krankheit zu tun, als mit Karneval! Du wirst sicher viele gesittete Feiern o. ä. finden, wo es eben nicht ums hemmungslose Besuafen geht und desweiteren glaube ich auch nicht, dass du auf dem riieesigen Kölner Karneval der Einzige sein würdest, der keinen Alk trinkt!

    Also heißt es Suchen. Ob es nun Karneval ist oder eine "Alternativveranstaltung" -vielleicht stellst du ja eine eigene Party auf die Beine (Stichwort SHG)- aber traurig am Computersitzen ist in meinen Augen definitiv das Verkehrte!

    Hast du denn Gleichgesinnte?
    Nimm dir doch einen(e) Freund(in) und geh mal Spazieren und schau dir das Theater an. Selbst wenn du feststellst, dass du nicht dazugehörst, wirst du dich doch sicher irgendwann darüber amüsieren können, wie schräg dieses Theaterstück ist. Und dabei bist wiederum auch nicht alleine...


    Nicht den Kopf hängenlassenn :)

    LG, Erik

    Hallo

    Trocken Bleiben
    Danke für den Zuspruch. Ich weiß, dass ich es für mich und mein Leben mache, aber Bestätigung tut immer gut. :)

    s.z.
    Ja und Nein. Das Gefühl, wahrhaftig zu sein und den Kurs zu bestimmen, habe ich auch, doch mitunterunter stellt man erst im Nachhinein fest, dass sich ein gewisser Trend abgezeichnet hat oder so ähnlich. Wenn dies dann in einem Rückfall endet, so lässt sich doch der Punkt, an dem man anfing, fremdgesteuert zu agieren nur selten exakt bestimmen!
    Deswegen kann ich mir nicht 100% sicher sein, aber ich versuche in jeder Situation quasi meine Checklist durchzugehen, um herauszufinden, ob ich z. Bsp. irgendwo ein Thema habe, was ich verdränge oder worüber sich meine Gedanken nicht "richtig" anfühlen.
    Das kostet allerdings auch viel Kraft und Zeit und funktioniert nur bei bedingungsloser Ehrlichkeit zu sich selbst (und seinen Therapeuten)!

    Schön, dass du dich an dieser Stelle sicherer fühlst. Allerdings möchte ich dir den Tipp geben, eben genau diese Sicherheit auch ab und an auf Herz und Nieren zu prüfen.


    LG, Erik

    Hi Markus

    Willkommen im Forum!
    Schön, dass du das Problem erkannt und ohne kompromisslos bereit bist, das Problem an der Wurzel zu packen.

    Wenn ich jetzt so die Kurzform deiner Vorstellung so lese, habe ich das Gefühl, dass du im letzten Jahr einen ziemlichen krassen Cut durch dein Leben erfahren musstest.

    Deswegen hoffe ich, dass du jetzt nach der Therapie erstmal irgendwo "ankommen" kannst. Bei den Eltern ist das ja mit 28 so eine Sache...


    Hast du denn außer deinen Kindern etwas, woran du dich "festhalten" kannst?


    LG, Erik

    Hallöle

    Am Donnerstag war ich zum 2ten Mal in der Real-SHG und es war gut. Ich fühle mich dort wohl und werde es wohl ab jetzt zu meinen Aktivitäten zählen, die mir bewusst machen, dass es mit meiner Krankheit niemals vorbei sein wird.

    Mittlerweile habe ich mich gegen eine zusätzliche Therapie entschieden, weil ich das Gefühl habe, auf gutem Weg zu sein und mich "nicht durcheinander bringen lassen will".


    Martha
    Ich habe lange über deine Worte und meine Antwort nachgedacht! Im Grunde genommen immernoch ergebnislos ...
    Ich kann nicht 100% sicher sein, ob ich das Ruder letztendlich selbst in der Hand habe. Wer kann das schon?
    Bezogen auf meine Krankheit habe ich aber das Gefühl, stabil genug zu sein, um mir zumindestens sicher sein zu können. Sicherlich können einen die Euphorie und der Stolz trügen, aber da auch andere Prozesse in meinem Leben gerade sehr stark in Bewegung geraten, würde ich es "allerhöchstwahrscheinlichst" merken und auch genug ehrlich mir selbst gegenüber sein, wenn da noch irgendein anderer Antrieb da wäre.
    Für mich bleibt es erstmal wichtig, situationsbedingt zu entscheiden und vor allem sich mit den Konsequenzen im Voraus auseinanderzusetzen. Denn wenn ich "gehen will", werde ich nicht gehen, wenn ich mich in dem Augeblick erst damit auseinandersetze.

    Trockene Grüße,
    Erik

    Nachtrag:
    Also ich habe mir irgendwie das falsche Datum gemerkt:
    Es war wohl der 11.1.11!!!
    (finde ich ehrlich gesagt komisch, dass ich mich um eine ganze Woche verhaue. Ich muss das nochmal nachrecherchieren! Außerdem wäre das Datum ja sensationell, schon komisch das ich mir ein anderes merken "wollte"...)


    Nachdem ich gerade ALLE threads von mir (inklusive Vorstellung) nochmal gelesen habe (danke für den Tipp Martha), finde ich, dass ich damals die Situation echt gut beschrieben habe! :)))#

    Ich finde es krass, wie ich Anfang Februar schon irgendwie plötzlich den Kontakt abgebrochen habe. Kann mich gar nicht erinnern, warum ich das gemacht habe!


    Mich hat auch nachdenklich gestimmt, was meine Einstellung zu einer SHG (besonders dieser hier) angeht!
    Statt es selber zu differenzieren, was ich brauche und was nicht, fühle ich mich von Leuten "provoziert", die mir nur helfen wollen ...oO...


    Also wenn ich da irgendwo mal habe durchklingen lassen, dass ich daran zweifle, dass mir der ein oder andre helfen will, möchte ich mich dafür entschuldigen!


    Martha und Linde
    Es ist schon interessant, wie die einen weniger und andere mehr in der Lage sind, mich zu "erreichen"! Damals wie heute bewegen mich eure Worte am meinsten und lassen mich tiefer gehen und auch mal feste Denkstrukturen zu hinterfragen. Schön das es euch gibt!


    Schön, dass es das Forum gibt und wir uns zusammen helfen trocken zu bleiben!

    THX@ALL

    LG, Erik alias GKrazzhoopper

    (Keine Angst, soll jetzt keine Verabschiedung sein...)