Beiträge von GKrazzhoopper

    Hi s.z.

    Du hast mit "Will ich gerettet werden?...." wirklich einen interessanten thread aufgemacht.

    Am interesantesten dabei finde ich, wie jeder etwas anderes darunter versteht.


    Es ist nicht so, dass ich mich mit Absicht in Gefrahr bringe, um meinen Willen zu stärken. Es liegt -metaphorisch ausgedrückt- auf meinem Weg und zeigt mir, wo ich hin will.


    Meine Hobbies haben zudem auch nichts mit Alk zu tun (Gott sei Dank)! Mit Disko und so ist das halt so eine Sache. Ich bin eh keiner, den es oft auf Party zieht, doch ich glaube, dass ab und zu eine "Feier" einfach dazu gehört! Die Paties auf denen ich seit dem ich versuche nüchtern zu bleiben waren aus einem anderen Grund nicht gerade zufriedenstellend (im Grunde waren es einfach schlechte Parties :)) ) aber haben mich nicht getriggert! Nicht währendessen und nicht danach!

    Ich kann nur nochmal wiederholen:
    An dem Moment, wo ich eine Situation der "Gefährdung" wegen verlassen möchte, war noch nicht, wird sicher noch kommen und wird einen wichtigen Schritt für meine zufriedene Abstinenz darstellen!


    Mit meiner "großen Tat" hat es heute ein "Ende" gefunden und naja, natürlich kann es sich nur um eine Frau drehen, wenn Mann so geheimnisvoll tut...
    Nach der Enttäuschung habe ich allerdings Schlimmeres erwartet. Ehrlich gesagt, habe ich erwartet, das filmübliche Bild des trinkenden Enttäuschten an einer Bar vor Augen zu haben und schnell auf andere Gedanken kommen zu müssen.

    Doch in diesem Moment scheint alles zu greifen, was ich mir im letzten und in diesem Jahr im Forum, beim Therapeuten und zu Hause erarbeitet habe:
    Kein Suchtgedanke, keine unlösbare Depression, keine absolute Verzweiflung, keine Panikattacke, eigentlich nichts von dem, nur "ganz normaler" Liebeskummer mit ein paar Tränen, dem Gefühl, das es noch eine Weile anhalten wird aber letztendlich auch irgendwann überstanden ist und eine ganz normale Niedergeschlagenheit!

    Hätte ich nicht gedacht. Ist zwar immernoch "schade" , aber fühlt sich trotzdem gut an!


    Habe heute auch mal mit meiner Mutter über die Problematik hier im Forum (und auch in der realen SHG) geredet, über die Konfrontation mit einigen Trockenen, meiner Meinung und meinem Weg.

    Letztendlich muss ich entscheiden, was für mich wichtig ist und was nicht! Für Infos, Bedenken und Tips bin ich offen, nicht aber für die Kritik, ich würde es nicht ernst nehmen oder würde mich selber belügen. Das wird mir nicht gerecht, bringt mich nicht weiter und verunsichert eher als das es hilft!


    Nachdem ich gerade meinen thread schon wieder gelesen habe, würde ich gerne (für mich) nochmal resümieren:


    Am 6.1.11 habe ich aus freiem Stücken (ohne meinen Tiefpunkt erreicht zu haben) mit dem Trinken aufgehört. Den Beschluss habe ich bekifft mit 2 Flaschen Wein im Rucksack gefällt und habe es durchgezogen bis zum Sommer. In der Zeit habe ich tatsächlich gedacht, ich schaffe das "einfach so" und habe meine Hausaufgaben (hier z. Bsp.) nicht gemacht. Der erste Moment, an dem ich dann ohne Schtuz konfrontiert wurde war mein Rückfall. Selbst schuld! Wieso ich danach nicht wirklich reagiert habe, erscheint mir im Nachhinein typisch für meine damalige Situation! Ich habe mir alles schöngeredet und gedacht: "Naja, nur ein Ausrutscher! Und soooooo schlimm war´s ja nun auch nicht" Das es kein großer Fehler war, habe ich sogar meinem Therapeuten (unbewusst) vormachen können. Allerdings war ich selber überzeugt davon! Im November dann war ich zum ersten Mal richtig schwach und es zeigte sich die Konsequenz der Inkonsequenz ("Hintertürchen") Dann hatte ich zwar schon eher das Gefühl, dass es sehr ernst zu nehmen ist, aber die richtigen Schritte haben immernoch gefehlt! Ich glaube, dass ich zu der Zeit nicht hier war, hat mit Verdrängung und Scham zu tun! Ich konnte mir ja auch nichts mehr vormachen! Und was dann am 25.12. passiert ist habe ich mit meinem Psychologen konstruktiv durchgekaut! Alles Resultate meines Handelns. Silvester habe ich schon vorher aufgegeben, aber irgendwie war es schon vorher klar, dass "danach" sofort andere Seiten aufgezogen werden. Wahrscheinlich der Neujahrsslogan schlechthin: Neues Jahr, neues Glück!
    Aus meinen Rückfällen habe ich kein Geheimnis gemacht, ich habe mir ordentlich was anhören dürfen, gebe mein bestes jetzt in gleich zwei SHG und werde nächste Woche zur Suchtberatung gehen!
    Positiv erscheint mir nur die Tatsache, das es im ganzen laaaangem letzten Jahr nur 1+1+1+1,5 Rückfälle waren! Wenn ich mir sage, dass ich daraus gelernt habe, es immernoch mache und nun noch mehr weiß, wie wichtig mir das für mich, meine Kinder, meine Gesundheit, minen Verstand, meine Zukubft, meine... ist, kann es nicht NUR schlecht gewesen sein!

    LG, Erik

    Hallo

    Hartmut
    Ich finde, dass du Wortglauberei betreibst.
    Man kann doch nicht ein paar schnell geschriebene Worte so dermaßen auf die Goldwaage legen...

    Deswegen sind dauch nur ein paar Punkte interessant:

    Ja, ich gehe auf Konfrontation. Das empfinde ich klar als das ABSOLUTE Gegenteil von einem Kampf gegen Alkohol.
    Ich will meine Abstinenz INTEGRIEREN, wie soll denn das ohne Konfrontation gehen?

    Und wenn ich mit Leuten zu tun habe, die Nicht- Alkoholiker sind und genussvoll mit dem Alkohol umgehen, was ist denn daran verkehrt? Es ist ein Kampf -wenn du mich fragst- ALLES UND JEDEN, der nur im Ansatz mit Alk zu tun hat, zu verteufeln un zu verbannen. Hab doch nicht von mir , sondern von eventuellen Mitmusikern geredet!!!

    Und wie du das mit Martin auslegst: Da fehlen mir echt die Worte! Das Wort "Kampfabstinentlern" stand deswegen in Anführungszeichen, weil das Wort von ihm selber war und ich es nur zitiert habe... Das geht aus dem Kontext meinesachtens EINDEUTIG hervor.


    Wenn du der Meinung bist, dass nur ein einziger Weg zum Ziel führt und dann natürlich der, den du eingeschlagen hast, zeugt das von einer gewissen arroganz.

    Und da du es nicht verstehst, wie andere auch einen anderen Weg finden können, muss ich dir anscheinend auch Martha´s Worte werklären:
    Ja, ein Rückfall ist nicht von vornerein etwas negatives. Das so zu sehen ist kontraproduktiv. Es geht immer darum die Erkenntnis zu gewinnen. Jeder sammelt anders Erkenntnis. Wenn du Erkenntnis durch Vermeidung sammelst, o.k. reden wir nicht weiter über deine Erkenntnis.

    Interessant vielleicht auch mal meinen Therapeuten zu erwähnen, der mir erzählen konnte, wieviele "stolze" und meinetwegen "Kampfabstinentler" die auf Alkoholikertreffen beliebte Redner sind bei ihm mit schweren Depressionen sitzen.

    Geht du deinen Weg und ich geh meinen.


    Martha :
    Ich habe z. Bsp. gänzlich auf das Weggehen verzichtet. Mittlerweile habe ich aber festgestellt, dass es gerade für das gemeinsame Musizieren kein Ersatz gibt! Sicherlich muss es nicht die Kneipe für die Jamsession sein, ich suche ja auch noch! Jedoch werde ich nicht von vornerein alles davon abhängig machen, ob irgendwo ein Gläschen Alk rumsteht.


    Ja, Hartmut, es gibt auch Genusstrinker!!!!!!!
    ICH bin Alkoholiker, stehe dazu und will nie wieder Alk trinken!
    Was verstehst du daran nur nicht!?!?!?!?!?


    juergenbausf
    Was soll ich dir denn daran (nicht) glauben?
    Ja, ich glaube dir, dass eine Situation wie diese DEIN Suchtgedächtnis triggert! Wie ich vor ein paar Tagen festgestellt habe, triggern MICH solche Situation nicht, jedoch dafür andere: Eine gemütliche Flasche Wein irgendwo in einem Wohnzimmer z. Bsp. ist für mich wesentlich "gefährlicher".

    Ich hoffe du denkst nicht, dass weil wir Alkoholiker sind, alle exakt gleich ticken...

    Das mir die Situation "nicht gut tut" sind letztendlich schärfere Worte als meine ("es nervt"), jedoch mit dem selben Inhalt. Eine Gefährdung kann ich daran nicht erkennen. Eher eine Stärkung meines Willens.


    drybabe
    Es freut mich sehr, dass du deinen Weg in die zufrieden Trockenheit gefunden hast! Sollte ich meinen eingeschlagene Weg nicht schaffen, werde ich wohl über deine Worte anders denken. Das ist aber nicht vorprogrammiert!


    s.z.
    Exakt der Grund, wieso ich überhaupt mich mit diesem "ungbequemen" Thema hier austausche!
    Das Verdrängen der "Nachwehen" haben letztes Jahr über lang meinen Rückfall verursacht!


    LG, Erik

    Hallo

    Zurück bin ich vom Musikmachen und naja -was soll ich sagen-

    Ich könnte es auch mit Speranza´s Worten ausdrücken:
    Es nervt einfach.

    Ich fühle mich nicht getriggert oder irgendwie schlecht, weil ich als einziger nüchtern war (eher im Gegenteil :D ) aber ab einem bestimmten Punkt merkt man halt bei den anderen, dass das Gehirn einfach zum Teil abgeschalten worden ist. Das ist am Anfang vielleicht noch lustig, aber spätestens wenn man dann mal etwas anspricht und die "Konversation" zu einem völlig chaotischem Desaster wird, spätestens dann...

    ... nervts einfach!

    Wahrscheinlich wird mich mein Hobby schon alleine deswegen zu Leuten führen, die entweder sehr genussvoll oder eben gar nicht mit Alkohol umgehen!


    Martha
    Ich habe ausreichend Interessen und Hobbies. Malen, Musizieren, Musikmachen und Auflegen, Dichten, Schreiben und Beschäftigung mit meinen Kindern reicht mir. Habe auch nicht vor, eines von diesen Hobbies aufzugeben.
    Ich gebe mir gerade selber etwas Zeit, Leute und Orte zu finden, die besser zu meiner Abstinenz "passen". Die Erfahrung heute war deswegen auch wichtig, denn sie hat mir das Gegenteil aufgezeigt, dass es eben einfach "nervig" ist und nervig und kreativ passt zusammen wie Skifahren bei Regen oder im Sturm Federball spielen :)


    Martin
    Das mit den Kontakten muss letzendlich jeder für sich selber herausfinden. Wenn du merkst, dass du dich nüchtern in Gegenwart von Angetrunkenen wohl fühlst, ist das zwar äußerst seltsam und gerade hier sehen dann Einige auch zu recht eine große Rückfallgefahr, aber letzendlich auch o.k. Da man aber (mittlerweile kann ich das auch sagen:) erfahrungsgemäß sowas als eher "nervig" oder im schlimmeren Fall als triggernd empfindet, wird dich deine Abstinenz von ganz alleine auf die richtige Bahn führen.

    Jedoch ist ein Cut zwischendurch unumgänglich, denn sonst wirst du nie die Möglichkeit haben, überhaupt objekitv urteilen zu können und (ja, in diesem Fall würde ich sogar den "Kampfabstinentlern" redht geben:) wärst auf dem besten Wege in nasse Gefilde!

    LG, Erik

    Hallo Martha

    Das ganze letzte Jahr habe ich das praktiziert, was du als elemtare Risikominimierung beschreibst, betrieben. Und ich kann und will dir da unbedingt zustimmen!!!

    Doch auch das hat mir nicht geholfen, dann nach und nach wieder tiefer zu rutschen, Auch weil ich auf so vieles ersatzlos verzichtet habe.


    Das ich bei einer Session die Möglichkeit habe zu Trinken und/oder einen Rückfall zu erleiden, versuche ich mir jeden Tag bewusst zu machen. Doch nicht nur dort, letztendlich ist es jedes Alkoholregal, welches diese Gefahr birgt.

    LG Erik

    "So, noch einen, und dann bin ich hier raus weil es mir zu blöd ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, deren eigenes Leben ihnen nicht mal am Anfang der Abstinenz wert ist, auf sich zu achten. "

    Ist mir auch zu blöd drauf zu antworten :p

    Habe sowieso keine Lust (mehr) auf mich zu achten!

    Heute werde ich mich ordentlich abschießen und weil ich mich dann morgen schlecht fühlen werde, aus dem Bett trinken! Mal schauen, ob ich meinen Vollrausch unterbrechen kann, wenn meine 2 Kinde wieder bei mir sind. Ich werde sie wahrscheinlich einfach fragen, ob das o. k. für sie ist oder eben mittrinken lassen.
    Oh Mann, das wird bestimmt auch ein Riesenvergnügen, das bei meiner Real-SHG zu erzählen. Wahrscheinlich werden sie sich so überschwenglich freuen, dass wir noch die Sektflasche köpfen können, die ich ab Montag immer dabei haben werde.
    Mein Suchtherapeut hat auch schon gemeint, dass ein zwei Bier am Tag nicht so schlimm wären und ich trotzdem immer wieder gerne kommen kann. Das einzige, was ich nicht machen sollte, ist mein Leben so weiterleben wie bisher, hat übrigens mein Psychotherapeut auch gesagt, der schon gängelnd fragt, wann ich denn endlich wieder trinke, damit er den nächsten Betrag von der Krankenkasse überwiesen bekommt!
    Aber mit Abstand das anstrengendste wird wohl sein, jedem einzelnen wieder davon zu überzeugen, dass ich ab sofort wieder überzeugter Trinker bin...


    Versuch gar nicht erst drüber nachzudenken, im Zweifelsfall habe ich es eh für mich geschrieben.


    ... UND ES IST NICHT ERNST GEMEINT ...


    trockene Grüße, Euer Erik

    mannohmannohmannohmannohmann...

    Ich weiß nur nicht wie lange ich dann damit warten soll.

    Ich habe JAHRE gewartet um eine Chance zu bekommen wie diese. Momentan führe ich keinen "Umgang mit der Musikerszene" bis auf die Jamsession max 2x im Monat!

    Nach 3,5 Jahren Depression in meinem Schneckenhaus, wobei Ausflüge in "die Welt da draußen" immer naß waren, habe ich nun für mich endlich die Gelegenheit, es mit einem "Neuem Image" zu tun.

    Ich muss einfach raus!

    Ich habe gestern zugesagt, alle freuen sich auf mich! Für heute kann ich nicht mehr absagen, also bleibt nur zu schauen, was passiert!

    Trinken und Kiffen steht nicht zur Debatte! Die Flucht allerdings schon. Ich hoffe nur, dass es nicht dazu kommen muss (abhängig vom Konsum der anderen und natürlich meiner Stimmung)

    Und wie schon gesagt: Das erste Mal, wo ich flüchten werde, wird ein großer Schritt für mich sein, davon bin ich überzeugt, wie ich auch davon überzeugt bin, dass es dazu (irgendwann) kommen wird!

    LG Erik

    "Ein Rückfall kann immer passieren, keiner kann das wissen. "
    Man selber sollte es wissen ;)

    Dann kann es eigentlich nicht passieren.

    Dein Vorhaben klingt gut und vernuünftig!
    Viel Glück und Kraft für diese erste Zeit!
    Halt uns auf dem Laufenden...

    Gruß, Erik

    @Spedi:

    Meiner ABSTINENZ ordne ich mein Leben nicht unter.

    Bitte nicht falsch zitieren, dann wird es chaotisch.


    Außerdem, wenn ich jetzt auch mal direkt sein darf:
    Deinen Post finde ich unsachlich und da du mich außerdem noch falsch zitiert hast (>Frag dich dochmal wie so was passieren kann<) werde ich nicht darauf eingehen.

    Sieh es meinetwegen schwaz und weiß und pauschalisiere alles, damit hilfst du bestimmt -naja- sagen wir mal allen...

    Schönen Gruß, Erik

    Hartmut

    "Nun frage ich mich wieso Skepsis angebracht ist, an einem erprobten Weg der Risikominimierung"

    Skepsis ist vielleicht der falsche Begriff.
    Ein Leben lässt sich nicht pauschalisieren und jeder geht anders mit seiner Trockenheit um (ACHTUNG: nicht mit Alk, nicht mit Risikos, nicht mit seiner Krankheit etc., sondern mit seiner TROCKENHEIT!!)

    Auch ich minimiere das Risiko, allerdings ist die Isolation von Alkohol aus meinem weiteren Umfeld offensichtlich schwieriger als bei anderen.
    Man sollte die ganze Diskussion vielleicht auch mal dahingehend diffenzieren, dass man solche Gedanke nicht nach 2 Wochen führen darf!

    Für die, die mich jetzt nicht kennen und bei meinen 40 trockenen Tagen die Stirn runzeln:
    Es ist mein zweiter Anlauf. Letztes Jahr habe ich es zum Rückfall kommen lassen, weil ich einfach nicht vorbereitet war. In den brisanten Situationen habe ich nicht gewusst, was ich tun soll und als es zu spät war habe ich mich noch mehr gehen lassen. Einer meiner Fehler im letzten Jahr war, dass ich mich nicht ausreichend damit konfrontiert habe!

    trocken liebe Grüße, Erik

    @Karsten

    ... genau. Denn Trockensein heißt, JEDEN Tag trocken zu bleiben und jeden Tag etwas dafür zu tun, dass es so bleibt.
    Von Allein wird man und bleibt man nicht trocken. Je mehr Aktivität um seiner Krankheit Herr zu werden desto besser...


    LG, Erik

    Marie04
    Das ist der Grund warum ich mich so sehr sensibilisieren will.
    Hat dein Mann denn, wenn er sich diesen gefährlichen Orten "ausgelieferrt" hat, ähnlich wie ich sich mit dem Gedanken angefreundet im Zweifelsfall die Bühne zu verlassen. War er auch in einer (oder zwei ;) ) SHGen, war er bei der Suchtberatung. Nicht das ich nur darauf gewartet hätte auf deine Worte zu "kontern", doch dass ist für mich auch eine Art von "Leben ändern". In wie weit sich das noch mit deinem Ex Mann deckt weiß ich nicht, doch es würde mich interessieren.

    Das Umstruktieren von Beruf und Hobby...
    Ich finde du drückst sich sehr allgemein aus: Es gibt viele Musiker, es werden nur eine Handvoll sein, die wie ich auf Drogen gänzlich verzichten.
    Also heißt das jetzt für mich: Entweder alleine Musik machen oder NUR die Musiker suchen, die auch abstinent sind?
    Wie gesagt, kommt Musiknichtmehrmachen nicht in Frage!!!


    Ich eifere nicht nach, ich finde MEINEN TROCKENEN Weg.

    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich der Einzige bin, der mit einer Krankheit umgehen lernt.

    Hallo Speranza

    dazu habe ich 2 Fragen:

    Warum ist es bei deinem Ex- Mann in die Hose gegangen?

    Was meinst du mit Umstrukturieren, konkret bezogen auf meinen Beruf und meine Hobbies?

    LG, Erik#

    PS:
    "Was ist dir wichtiger Veranstaltungen zu besuchen bei denen getrunken wird oder deine Sucht in den Griff zu bekommen? Beides zusammen geht nicht da wärst du der Erste. "
    ... mindestens schon der 2te, wie Martin´s o. g. Beispiel von Person 1 offensichtlich macht ...

    Hey Martin

    Wenn du in dem Moment es nicht nur stolz sagst, sondern dankbar und v.a. zufrieden...

    Ich trinke nichts, fühlt sich eh besser an... :))

    Also das ist meine Meinung, zum Diskutieren ist das glaub ich die falsche Plattform.

    Jeder hat eine andere Suchtgeschichte und ich denke, es gibt Fälle, die so extrem sind, dass sie Isolation einfach notwendig machen.
    Dazu zähle ich mich allerdings nicht...


    LG, Erik

    "Bei dir merke ich, dass du keine Erfahrungen annehmen möchtest und eh machst, egal, was geschrieben oder auch deiner realen SHG gesagt wird."

    Ich bitte dich meine Posts auch zu lesen und nicht nur -naja- durch eine Brille hindurch!!!

    Ich BIN wegen dem Hinweis von hier in einer realen SHG, ich WERDE wegen einem Hinweis von dort zur Suchtberatung gehen, ich HABE mich intensiv mit den Worten von (u.a.) Linde auseindergesetzt, um trocken zu bleiben.
    Ich SCHREIBE beinahe jeden Tag, um mich auszutauschen und um mir RATSCHLÄGE DURCHZULESEN!

    Was willste denn? Das ich mein Leben aufgebe um trocken zu sein! Mit 28? Nein ich BIN Musiker, Maler, Dichter, Verantstaltungstechniker und werde das nicht hinschmeißen, nur weil andere in meinem Mileu Drogen nehmen oder sich ein anderer nicht vorstellen kann, dass man bei solchen Hobbies auch nüchtern bleiben kann. Das ist mein Weg, haste richtig erkannt, was du NOCH NICHT erkannt hast, dass ICH diesen Weg trocken GEHEN WILL und gerade sehr viel dafür tue...

    Ich kann mein Leben nicht der Abstinenz "unterordnen". Vielmehr muss meine Abstinenz in mein Leben integregriert werden. Darin liegt für mich die LEBENSWICHTIGE LEBENSLANGE Aufgabe. Das habe ich durchaus "dazugelernt".

    Ich weiß auch nicht, wieviel die anderen 3 bei ihrer Probe konsumieren. Aber ich bin dabei mich mental darauf vorzubereiten, dass wenn es mir zu viel wird, ich die Situation verlasse, denn mit einer Band die Drogen und Musik auf eine Stufe stellt, kann, werde und will ich eh nicht zusammenarbeiten.

    Seht es nicht so s/w.
    und @Karsten: Meine Attitüde ist jetzt und ist es dieses Jahr ja eben gerade, mich vor einem Rückfall zu schützen, nichts zu Verdrängen und mich zu sensibilisieren und notwendige Schritte zu machen, die mich trocken bleiben lassen. Aber vor dem Leben werde ich nicht davon laufen. Wenn ich mein Leben "vernachlässige" schaffe ich dadurch auch Defizite, die, wenn man so will, einen Rückfall noch viel heftiger triggern können, als wenn ich ZUFRIEDEN und INTEGRIERT trocken bin.

    Skepsis ist aber immer gut. Auch in der SHG ist einer, der ähnlich skeptisch und misstrauisch ist, wie ihr jetzt!
    Übrigens möchte ich mich nächste Woche, auf einen Tipp hin doch noch mal bei der Suchtberatung vorstellen...

    LG, Erik

    Halluu

    Danke an die Gratulanten.

    Ob ich am Donnerstag kann, hängt AUSSCHLIEßLICH davon ab, ob ich meine beiden Kinder hab oder nicht :)

    Und natürlich bleibe ich euch treu (Wasfürne Frage :)) ) !!!


    Gestern war ich wieder auf einer Jamsession.
    Oh Mann, was die Leute dort so zum Teil in sich reinbechern. Habe aber zu keinem Moment Sehnsucht, Neid oder Verlangen gespürt. Lediglich, aber auch dann nur gaaaaanz kurz in dem Moment, wo ich die größten Hemmungen hatte, war der Gedanke da, wie hemmungslos man damals "ans Werk gegangen ist".
    Aber ich konnte mir gaaaanz schnell sagen, dass ich ja IMMER ich sein will und nicht irgendein laut schreiender, völlig verpeilter Kunde, der sich im Suff mal getraut hat das Mikro zu nehmen.
    Hihihi, wenn ich das so schreibe, stelle ich fest, dass ich mich schon gut weiterentwickelt habe...


    Meine Vermutungen gehen jetzt dahingehend, dass offensichtlich diese Partys, Kneipen etc wirklich mein Suchtgedächtnis nicht so ansprechen, bzw. mich "neidisch" machen, wie es diese "ruhigen" Momente machen.
    Beim nächsten werde ich es euch wissen lassen; Vielleicht berichte ich ja dann auch, dass ich geflüchtet bin.
    (Ich glaubhe das wäre ein großer Schritt für mich.)


    Mein Vorhaben, dass WE möglichst positiv und kreativ zu gestalten, läuft also bisher ganz gut (Donnerstag jetzt mal mitgerechnet)
    Auch heute kommt wieder eine interessante Situation, bei der ich noch so ein mulmiges Gefühl habe. Mulmig jetzt nicht, weil ich Angst habe zu trinken oder zu kiffen, jedoch dass es mir bei den anderen zu viel werden könnte und das Flüchten nicht gerade einfach für mich sein würde. Die Chance, bei einer Bandprobe als Sänger zu fungieren, will ich mir aber nicht nehmen lassen.

    So, erstma wieder ne Elle geschrieben.

    Hoffentlich sind hier auch alle so trocken und clean wie ich. :D

    Schöne Grüße, Erik

    Huhu

    Gerade eine interessante SHG kennegelernt.
    Mit Sicherheit werde ich wieder hingehen, vielleicht sogar schon nächste Woche.

    Interessant war auch meine ther. Sitzung heute!
    Ich weiß nämlich jetzt, warum ich mich zum Teil so angegriffen gefühlt habe!

    Und zu Linde´s Worten ist uns auch etwas eingefallen:
    Es sollte mir nicht darum gehen, von vornerein solche Menschen/ Treffen zu meiden (damit sind natürlich jetzt keine "Saufgelage" gemeint), sondern ich sollte wachsam in der Situation entscheiden, ob mir der Preis nicht zu hoch ist und die Courage haben (erlernen), auch diesen Impuls im Zweifelsfall zum Gehen zu nutzen! Letzendlich ist ja auch die Reaktion auf solche "Konfrontationen" stimmungsabhängig.

    Aber ich bin auch gespannt, was ich über die SHG noch so alles über solche Situationen erfahre. Auch hier gab es ja schon allerhand zu lesen...


    LG, Erik

    PS: Interessiert zwar eh kein Schwe**, aber:
    JUHUUU Tag 40 fast geschafft! :D