Beiträge von GKrazzhoopper

    Hallöchen

    Juhu, Tag 39 hat begonnen!

    Gegstern war ich auf der JamSession und es war toll! Ich hatte nicht nur kein Verlangen nach Alk (und Kiffe) sondern auch das Gefühl, nicht der Einzuige zu sein, dem es so geht. Und mittlerweile bekomme ich es sogar hin, zu mir stehen und das Gefühl der Nüchternheit zu genießen!

    Außerdem war gestern "meine wichtige Tat".

    Hat zwar nicht so geklappt wie erträumt, aber das war zu erwarten. Im Grunde lief es aber gut und auch die (kleine) Enttäuschung hat mich nicht einmal in die Nähe der Gedanken um Alk gebracht! Das war toll!


    Ich grübel immernoch über den Worten von Linde, allerdings bisher noch ergebnislos! Morgen werde ich meinen Therapeuten mal darauf ansprechen!

    Ich glaube eines der Probleme dabei ist, dass ich recht isoliert lebe und solche Gelgenheiten großen Wert haben für mich haben, da es ja auch nette Menschen sind, zu denen ich halt im allgemeinen nicht so oft Kontakt pflege!

    Ich bin froh trocken zu sein. Z. Zt. läufts echt gut.
    Die einzige Angst, die mich immernoch begleitet ist, dass die Sehnsucht wieder stetig zunehmen könnte. Merke zwar noch nichts davon, aber das ging mir bis zum Sommer im letzten Jahr auch so. Würde mich gerne vorbereiten darauf und aktiv daran arbeiten (=Trockensein muss jeden Tag "praktiziert" werden). Mal sehen, was meine SHG morgen dazu sagen wird. Ich bin echt schon ganz aufgeregt!

    LG, Erik

    Jil85

    Wenn du nicht trinken willst, dann trinke nicht!

    Hört sich jetzt nach einer Phrase an (ist auch eine ;) ) aber im Grunde genommen...

    Wie kommst du außerdem zum Alkohol? Wenn du keinen in Reichweite hättest, kopmmst du doch nicht drumherum, dir etwas anderes zu suchen.

    Auch wenn das nicht wirklich ratsam erscheint, aber versuche doch für den Anfang einen Ersatz su suchen! Prickelnde Schorle, Saft, süßer Tee (bei mir war es eine ganze Weile ungesunde Cola, aber immerhin war ich nüchtern)
    Ein großer Bogen um das Alkoholregal wirkt auch Wunder ;)

    Wenn du es wirklich ernst meinst, wird (zumindestens am Anfang) die Hemmschwelle zum Trinken immer größer, je länger du ihn weglässt.

    Warte nicht, bis du einen Grund hast, den Alk wegzulassen um Schaden zu begrenzen. Noch hast du keinen, doch jeder "nasse" Tag könnte das ändern.

    Viel Glück.

    trockene Grüße, Erik

    PS: Das mit der Selbsthilfegruppe kann schon sein. Aber eine Woche um dich zu finden, zu prüfen, ob du es ernst meinst und NÜCHTERN ZU BLEIBEN finde ich eigentlich ganz gut!
    Bei mir gab es eine Email zur SHG (bei der ich mich übrigens auch diese Woche zum 1. Mal angemeldet habe). Schreib doch einfach mal an und schildere dein Problem. Vielleicht ist das noch ein zusätzlicher Impuls.

    Hi Boehmi

    Ehrlich gesagt verrstehe ich nicht, wie du bei deiner Selbsteinschätzung ohne Therapeuten deinen Alltag bestreitest. Ambulant (bei mir ist es eine Sitzung in der Woche) hilft das doch auch mindestens Symtome zu lindern. Und Warteliste, Krankenkasse etc. waren bei mir eigentlich kein Problem. Ein bisschen Glück bei der Auswahl braucht man zwar, aber selbst das Wechseln nach einer "Probesitzung" gestaltet sich problemlos.

    Warte nicht!

    Wenn du versichert bist (davon gehe ich jetzt mal aus) dann kostet dich das keinen Pfennig und du kannst nur gewinnen.

    Das wichtigste Kriteritum für eine erfolgreiche Behandlung hast du zudem auch schon: Du bist trocken!

    :arrow: Darauf kannst du stolz sein. :!:

    LG, Erik

    Hallo Boehmi

    leider kann ich dir nicht wirklich einen Rat zu deiner Situation geben, aber dafür das Gefühl, dass du nicht allein bist.

    Ich habe meine 1,5 Jahre zwar lange noch nicht geschafft, doch mir geht es gerade sehr ähnlich.
    Nachdem was du geschrieben hast, hast du dasselbe Problem wie ich, nämlich dass dein Hobby zum einen Erinnerung auslöst und zum anderen von der Mehrzahl Anderer berauscht ausgeübt wird. Bei dir der Fussball, bei mir sind es Musikveranstaltungen!
    Die Nuss wie ich aus disesem Dilemma herauskomme, habe ich auch noch nicht geknackt, aber in einem sind wir uns einig:

    Alkohol ist nicht die Lösung.

    Ich versuche mir immer vor Augen zu halten, dass der Rausch nur dann so verlockend ist, wenn ich nüchtern bin. Die Vorstellung berauscht zu sein macht mir klar, dass diese Verlockung reine Illusion ist. Neben Selbstvorwürfen und vielleicht einem versoffenen Fehltritt (bei dem du vielleicht der Person den Laufpass gibst, die dir gerade über den Weg laufen "sollte") bringt er doch außerdem nur, dass der ganze Mist wieder von vorne beginnt.

    Sei froh dass du dort raus bist.


    Isolation ist zudem doch meistens ein Resultat von einer Depression. Wie reagiert dein Therapeut auf dieses Problem. Mir hat es sehr geholfen, auch solche Themen bedingungslos im Rahmen der Therapie auszuweiden.


    Gut Besserung und halte durch!

    Gruß, Erik

    Hllo

    Also die Anmeldung ist erfolgt. 17 Uhr trifft sich die SHG am Donnerstag. Ich hoffe ich pack das!

    Außerdem ist gerade in dieser Woche "eine wichtige Tat zu begehen" und ich habe Angst vor dem Tief, wenn´s nicht gelingt!

    Schon der Gedanke daran lässt wieder Gewitterwolken bei mir aufsteigen...


    Was vielleicht -ach was- auf jedenfall erwähnenswert ist:

    Heute ist immerhin Tag 36 (in der 2. Staffel) ... Keine Spur von Rückfallgedanken, doch das reicht mir nicht.

    Liebe und trockene Grüße, Erik

    Hallihallo Forum

    Eine Sache ist mir irgendwie die letzten Tage bewusst geworden:

    Die meisten, die sich hier einfinden, beginnen wohl vermutlich mit der Einstellung, in Bezug auf Alkohol und ihre Sucht etwas Besonderes zu sein und nicht an die Dogmen und Grundregeln wirklich gebunden zu sein! Ob das nun um Risikominimerung, SHG oder Lebenswandel geht, vermutlich für die, die hier schon länger dabei sind, sind das die gewohnte Punkte, an denen es (bis zur Einsicht) scheitert.

    Wenn ich mich da irren sollte, korrigiert mich, doch das ist der Eindruck, den ich vom Lesen der threads so bekomme.

    Und meine Erkenntnis der letzten Tage ist, dass es bei mir natürlich auch so ist! Und dabei möchte ich betonen, dass ich nicht meine, ich wäre anders, sondern dass ich DENKE, anders zu sein.

    Mein Zweifel diesbezüglich wachsen aber stetig.

    ( Jürgen )
    Nein, ich hatte es zwar vor, weiß schon wann und wo (Donnerstag 19 Uhr), aber ich konnte mich noch nicht dazu bewegen, zur SHG hinzugehen. Warum? Ganz ehrlich, habe ich wohl Angst, mit Leuten zusammengewürfelt zu werden, die meine Leidensgeschichte belächeln könnten und sich vielleicht fragen, was ich dort will... Das sind halt so meine Ängste.

    Bezüglich Therapie würde ich dasselbe sagen, mit dem Unterscheid, dass ich mir meiner Sache ziemlich sicher bin. Ich habe im Ganzen letzten Jahr nach dem 6. Januar vier Mal getrunken. Keine Frage, dass das 4 Mal zu viel ist, aber ich rechne mich irgendwie schon zu denen, die bei "Schritt 2" angekommen sind. Und da ich ohnehin in einer Psychotherapie bin (und mein Therapeut meine Meinung dahingehend teilt) ist eine zusätzliche Drogentherapie nicht notwendig. Denke ich...

    Warum ich mich angegriffen fühle ist eine interessante Frage, die ich vielleicht gar nicht mehr so im Detail beantworten will. (Zumindestens nicht hier für alle)

    Ich bin eben sehr sensibel. Ich kann nachvollziehen, dass es aus den o. g. Punkten verständlich und bestimmt manchmal notwendig erscheint, jemanden auf einen Selbstbetrug hinzuweisen! Ich kann auch nicht leugnen, dass zum Teil auch der Inhalt bzw die Botschaft solcher mehr oder weniger aggressiven posts im Nachhinein wirken, DOCH
    jeder tikt eben anders und ich kann damit nicht umgehen!!!

    Das ich offen bin und über mich nachdenke und auch meine posts reflekitere kann man diesem thread entnehmen.
    Ich meine auch nicht, ich möchte mit Samthandschuhen angefasst werden, ...

    ... Ich bitte eben nur um eine wenig Verständnis ;)

    @jurgenbausf
    Ich werde öfter schreiben.

    Hallo Dennis,
    nachdem du bei mir gepostet hast, habe ich deinen ganzen thread von vorn bis hinten gelesen und war erstaunt, wie du so heftig wieder abrutschen konntest, nachdem das erste "Kurzzeittief" überwunden war.

    Nach meinen Rückfällen habe ich mich immer sehr schnell in meinem "Abstinenzplan" wieder gefunden, so als ob nix passiert wär und bearbeite jetzt gerade eher die Voranzeichen.

    Dass man mit Halbherzigkeiten beim Thema Alk nur Trinkpausen schafft ist dir ja offensichtlich mittlerweile auch klar.

    Vor deinem Rückfall hast du von der Sehnsucht nach einem harmlosen Bierchen geschrieben. So ging es mir auch letzens und ich versuche mit aller Kraft, schon diesen Gedanken zu bearbeiten, damit daraus nicht irgendwann zeitversetzt ein Rückfall entstehen kann.

    Hobbies pflegen ist bei mir gerade das wirksamste Mittel.
    Aber auch ich bin noch am Suchen, etwas "wirksameres" zu finden.

    Schön, dass du dich getraut hast, den Weg über eine Klinik zu gehen. Ich wünsch dir viel Glück dabei und auch danach...

    Lass mal wieder was von dir hören.

    trockene Grüße, Erik

    @Linde
    "Vielleicht dieses "Unvermeidbar" mal wirklich auf Herz und Nieren prüfen, ob es unter dem Aspekt der Risikominimierung nicht doch sinnvoll wäre, da weg zu bleiben. Der Preis, den du zahlst für so einen "unvermeidbaren" Abend mit Suchtdruck danach inklusive, ist der dir nicht zu hoch?"

    Wenn jemand meint, ich sollte es mal sacken lassen und darüber nachdenken, bist du der erste hier, der mir wirklich einen Anlass dazu gibt. Danke. Darüber muss ich mal nachdenken...


    PS: zwischen "Gut" und "Böse" gibt es viiiieeeeel Platz!

    Danke für die Antworten.

    Ich will ehrlich sein:
    Ich seh nicht mehr durch! Ich weiß zwar, was ihr meint, doch nicht, wie ich das umsetzen soll bzw. was mir fehlt, um sagen zu können, ich habe es schon umgesetzt.

    Ich weiß nicht, wie ich etwas beitragen soll, wo ich nichts beitragen kann. Wenn ich es kann, dann schreibe ich es und versuche hilfreich zu sein.


    Ich lege offen dar, was in mir vorgeht. Ich gestehe meine Fehler offen ein und erkläre, wie ich an der Lösung feile.
    Dafür lese ich viel (hier) und schreibe ab und zu etwas.
    Wenn ich dann etwas schreibe, weil ich denke, oh mann, hier ist bestimmt jemand, der mir dazu einen Rat geben kann oder mir weiterhilft, bekomme ich Antworten wie

    "Wir sind hier keine Beratungsstelle, wo man mal Fragen einwirft und dann auf Antworten wartet. "
    "Helfen kann sich jeder nur selber. "
    "Einmal im Monat hier schreiben halte ich übrigens für viel zu wenig. "

    Ich versteh´s einfach nicht! Es ist so, wie bei vielen Situationen im meinem Leben. Eine große Diskrepanz zwischen dem, wie mich die Leute wahrnehmen (wollen) und dem, was ich bin.

    Wenn ich anfange, mich und meine Denkweise zu erklären, dann habe ich das Gefühl, es an der falschen Stelle zu tun und wenn ich merke, dass jemand Worte (!!!) nicht so versteht, wie ich sie benutze, wie soll ich mich dann erklären...


    Ich fühle mich echt beschissen jetzt und auch nicht deswegen, weil ich hier vergebens um Wertschätzung für meinen Weg gesucht habe, denn das habe ich nicht! Nein, ich habe das Gefühl, alleine durch zu müssen und alleine heißt eben alleine!!!

    Von einem Ausstausch und einer SHG hatte ich dann wahrscheinlich die falsche Vorstellung! -und ja, dass ist polemisch gemeint!


    Wie auch immer, ich bleib trocken und werde wohl selber in einem halebn oder Jahr herausfinden, ob ich es richtig gemacht habe oder wieder in der klemme sitze. Und dass ich dann nicht ankommen brauch, wurde mir ja auch schon gesagt...
    :(


    Trockene, cleane Grüße

    Erik

    Warum gehen hier eigentlich manche immer vom Schlechten aus?
    Ich fühle mich z. T. richtig angegriffen und weiß gar nicht, weswegen ich eigentlich angegriffen werde...

    @Karsten
    "Wir sind hier keine Beratungsstelle, wo man mal Fragen einwirft und dann auf Antworten wartet."
    Hä? Erkläre mir bitte, was ein Forum ist!!!
    Wenn du erwartest, dass ich zu allem, was ich hier lese, einen Kommentar abgebe, kann das doch nicht in deinem Interesse liegen! Du scheinst davon auszugehen, dass ich hier nicht nach links und nach rechts schaue, nirgendwo etwas lese und nur meine Frage stelle. Warum?
    "... sehe ich da ein dringendes Denkproblem bei dir. "
    Sicherlich habe ich das eine oder andere "Denkproblem", weswegen ich seit mehr als einem Jahr in einer überaus erfolgreiche Psychotherapie bin. Aber der Denkfehler kann doch nicht sein, hier in einem Alkoholikerforum um Hilfe zu bitten, bei einem Problem, welches der Selbstreflexion und -Kritik entsprungen ist!!! Muss man denn jedes Wort auf die Goldwaage legen und im Zweifelsfall gegen(!!!) den Hilfesuchenden verwenden? Ich verstehen deine Attitüde nicht...

    "Wenn sich hier jemand nicht regelmäßig austauscht und wenigstens versucht etwas für sich zu machen, dann macht es auch keinen Sinn, sich nach einem Rückfall darüber zu unterhalten, warum der Rückfall gekommen ist." (vom 4.1.) Sollte ich den Austausch jetzt lieber lassen, oder was?


    @jürgenbausf
    HÄ? Hast du gelesen oder überflogen? (s.o.) Soll ich dir eine PM schreiben, wenn ich mal wieder ne Stunde hier gelesen habe?
    Von deinen 3 konkreten Tipps habe ich 2 schon (längst) verinnerlicht und wende sie an. Über den dritten könnte man reden, doch ich glaube nicht mehr, dass das in deinem Interesse lieht! Wozu in einem Forum auch über Dinge reden? Soll er sich doch eine Live-SHG suchen....
    Wenn dir dieser Punkt jetzt wichtiger wie alles andere ist:
    LIES BITTE IM ALKOHOLIKERFORUM "BITTE LESEN" post1!!!!

    Ich weiß nicht, ob das wirklich sinnvoll ist, dass ich mich hier jedes Mal hier so rechtfertigen muss, wo ich doch eigentlich ein gutes Anliegen hatte! Vielleicht seht ihr das ja an dieser Stelle anders.


    So, auf alle anderen "freundlichen" Kommentare:
    Danke für eure netten Antworten!

    Mit "grund egal, hauptsache unvermeidbar" wollte ich nur abkürzen, dass es kein Vergnügungstreff war. Wir haben Informationen bei Eltern eingeholt, die ihr Kind auch auf eine alternative Schule geschickt haben. Die sind auch voll in Ordnung und haben kein Alkoholproblem! Es war ein 2,5 stündiges Zusammensitzen mit allerhand Informationsaustausch!
    Ich kann mir aber auch andere Situation schnell ausmalen, auf welche dieses "unvermeidbar" auch zu trifft. Selbst in meinem Beruf gibt es genug Meetings, bei denen Leute "gesittet" Alkohol trinken!

    Aber darum ging es ja auch im Grunde nicht! Ich habe für mich herausgefunden, dass ich mich wie auch andere User dieses Forums mit Sehnsucht konfrontiert sehe und habe Angst, sie "lediglich" zu verdrängen.


    @BlueCloud
    Mir geht es so bei meiner Lust zu trinken. Ich habe aber das Gefühl, dass es bei mir zweierlei unterschiedliche Dinge sind: Sehnsucht und die Lust zu trinken. Die Lust zu trinken ist mir jetzt schon vergangen und auch am besagten Abend habe ich schnell wieder zu meiner Antipathie gefunden. Aber ich hatte halt diese starke Sehnsucht, jetzt noch schwach, und habe Angst, dass sie wieder kommt und dann unerträglich stark ist.

    Ich denke, dass ich deswegen letztes Jahr rückfällig geworden bin!


    Liebe Grüße, Erik

    Schnuffi
    @Spedi
    Normalerweise werde ich ja per Mail informiert, wenn´s einen neuen post gibt. Diesmal jedoch nicht, deswegen bedanke ich mich erst jetzt für die netten Zeilen. Sodann, ans Werk...


    @Alle

    Hallihallo mal wieder

    Nun gillt es also für mich, nicht die selben Fehler zu machen wie im letzte Jahr. Und über einen bin ich just gestern erst "gestolpert" und nehme mir seit dem vor, es so schnell wie möglich hier nieder zu schreiben!

    Ich war bei einem wichtigen Treffen (Umstände egal, hauptsache unvermeidbar). Wir saßen ca. 2,5 Stunden zusammen und alle (außer natürlich ich) haben erst bis zum letzten Bier und danach Wein getrunken! Ich will in solchen Situation niemanden bitten, er möchte das Trinken unterlassen oder kann mich in ähnlichen Situation nicht einfach aus dem Staub machen. (=brenzlige Situation)

    So, bis hierher eigentlich alles i. O. ! Soweit war ich letztes Jahr auch, soll heißen: Es gab keinen Moment, an dem ich auch nur darüber nachdachte, etwas mit zu trinken! Also was war mir aufgefallen?


    Ich hatte Sehnsucht nach dieser Art von Trinken. Dachte mir wie "Boehmi79" : Die haben es gut, können sich hier mal ein bisschen berauschen und alles ein wenig "lockerer" sehen! So bin ich irgendwie wehmütig geworden und habe mich dabei ertappt, mich wegen meiner Krankheit zu bemitleiden.
    O.k.
    Nach Hause gekommen, lange wach gelegen und viel nachgedacht.

    Mir ist klar geworden dass hier ein großes Übel begraben liegt!
    Ich weiß (!!!) nun, dass diese Sehnsucht sich verdrängen lässt, aber mit Sicherheit -eben je länger man trocken ist- größer wird und ich irgendwann wieder der Last und dem Druck erliege(n könnte)! Als Beispiel habe ich mir vorgestellt, wie ich wieder ein Jahr "verdränge", ich beinahe platze vor "Sehnsucht" und ich dann "vielleicht in einem besseren Leben" an Silvester mit Sektbowle dastehe. RING -Alarm!!!

    Also jetzt reagieren! Bloß wie?
    Ich bin in der Nacht auch wieder auf den Trichter gekommen und konnte mir sagen, dass ich das alles nicht will und auch auf den Rausch gut verzichten kann; Ich die Vorteile sehe, meine Klarheit nutze, ja sie sogar als Vorteil ausspielen kann usw. usv., aber ...

    ... ich weiß nicht, ob ich dasselbe mache wie letztes Jahr und mir was vormache und eigentlich wieder dabei bin, zu verdrängen. :?:


    So, der gute Vorsatz, mich und euch hier auf dem Laufenden zu halten, habe ich FÜR´S ERSTE eingehalten. Nun seit ihr dran, mir zu weiter zu helfen!

    Danke im Voraus ;)

    Euer Erik

    Hallo

    Es vergehen gerade wichtige Tage, in denen mir einiges bewusst wird!
    Natürlich frage ich mich, warum ich gescheitert bin und was meine Situation jetzt von der vor einem Jahr unterscheidet! Und tatsächlich ist es bis jetzt recht wenig, zumindest was das Alkohol-/Drogenproblem angeht!

    Aber ich finde Antworten darauf!

    Zum Beispiel ist mir klar, dass eines der Probleme die ich momentan (wieder) habe, die Endgültigkeit meiner Entscheidung ist! „Geht da nicht doch was? Irgendwann einmal, vielleicht nach meiner Depression?“ Das kann man zwar am Anfang ganz gut verdrängen, doch es kommt eben wieder und wird immer drängender, je mehr Zeit vergeht!

    Ich glaube, das was Spedi mir sagen wollte ist, dass ich frei von diesen Gedanken sein muss. Ich müsste demnach Alkohol auf die selbe Stufe stellen wie Ecstasy oder Koks. Dann würde ich mich nicht mehr so sehnsüchtig nach einem „feucht-fröhlichem“ Grillen sehnen! Da nun aber Alkohol wesentlicher etablierter und gesellschaftsfähig ist, macht es das schwierig, dieses Gefühl zu bekommen!

    Des weiteren kommt natürlich auch der Gedanke nach dem Kick, dem ultimativen Glücksgefühl, das Abschalten und Vergessen von Zeit, Alltag und Raum wieder auf. Paradoxerweise waren die Momente, in denen ich diesen „Idealrausch“ erlebt habe, äußerst rar und sogar (schon damals) ohne Drogen vorstellbar. Ich habe es eben nur noch nie wirklich praktiziert.

    Ich vermute, dass ist damit gemeint, sein Denken (grundlegend) zu ändern. Nicht zu fragen „wie wäre es?“ sondern den Augenblick auszukosten. Einfach so, nüchtern! Habe ich ja auch schon erlebt, nur sind es eben nur wenige Erinnerungen, die dann noch vom „Suchtgedanken“ verdrängt werden!


    Als ich gestern mit meiner Mutter telefoniert habe, ihr alles „gestanden“ hatte, habe ich ihr genau von diesen Gedanken erzählt („Was ist in 5 Jahren, blablabla...“ ) und habe nach dem Auflegen erkannt, dass egal wann ich erneut trinke, höchstwahrscheinlich (Depression hin oder her) das selbe passieren würde, wie das letzte Jahr! Ein „gutes“ Trinken, ein weniger „gutes“, einen Rückfall, ein Reinfall usw. Vielleicht würde es dank Disziplin länger dauern, aber es wäre nicht aufzuhalten. Ein Hockeyschläger im Diagramm.
    So konnte ich zum ersten Mal wahrhaftig „fühlen“, was die Krankheit bedeutet!
    (Schon wieder beim Nachlesen darüber gestolpert, dass ich von der Krankheit schreibe, dabei meinte ich MEINE Krankheit ;) )


    Ich denke, ich tue gut daran, solche Gedanken und Gefühle mit Euch hier zu teilen.


    @Spedi

    Ich habe mich sehr geärgert und dennoch über deine Worte lange nachgedacht! Erst wollte ich viel schreiben, jetzt nur noch wenig:
    Im Grunde genommen hast du recht.
    Doch wenn ich davon ausgegangen wäre, dass ich nicht „Nachholbedarf“ habe und mein Vorhaben anders angehen müsste, dann wäre ich nicht hier her gekommen! Dafür, dass du mich darauf hinweisen wolltest, dass ich am 4.1.12 noch derselbe gewesen bin, wie vor einem Jahr, bin ich dir dankbar. Ich hatte es geahnt ;)
    Jedoch:
    Der Ton macht die Musik!
    Aus deinen Worten lässt sich die Wut raus lesen, die du vermutlich auf dich selbst hattest, als du in meiner Situation warst und noch nicht raus gefunden hattest!
    Doch mit Wut hilft man niemanden! Eher neigt man dazu unsachlich zu werden.
    Und auch wenn ich jetzt gerade schon wieder mehr schreibe, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte, möchte ich doch ein Beispiel geben:
    Wenn du mir schreibst, dass mit Offenheit und Risikominimierung es zu „brenzligen“ Situation nicht kommen sollte, dann ist das schlichtweg falsch! Ich bin 28, versuche wieder ins Leben zurückzufinden und es werden verdammt viele brenzlige Situation kommen, auf die ich mich eben unbedingt vorbereiten muss.

    So nun habe ich das für mich geklärt und bin dir ja trotzdem für deine Hilfe dankbar! Nachtragend bin ich auch nur mir selbst gegenüber also betrachte ich den Konflikt zwischen uns als gelöst! Ok?


    Liebe Grüße

    Erik
    (heiß ich übrigens ;) )

    Jürgen

    Danke für deine beschwichtigenden Worte! Bezüglich Suchmittel habe ich nichts zu verbergen.

    Ich möchte clean sein (und bin es ja jetzt auch wieder -seit Silvester), da es mich zurückwirft und meine Depression nährt!

    Selbst der Tabak stört mich noch, aber ich fühle mich noch nicht stark genug auch diesen Schritt zu gehen!


    Das mit dem "harmlosen" Rückfall ist mir mittlerweile auch klar! Vielleicht hätte ich anfangs im thread nicht schreiben sollen, dass ich ihn nicht ernst nahm, sonder stattdessen, dass ich ihn hätte ernst nehmen müssen!!!

    Soweit ist das erst einmal bereichernd und hilfreich für den nächsten Anlauf!


    Auf die Frage hin, was ich jetzt machen will ( oder ganz konkret zu ändern vorhabe) finde ich nach wie vor keine Antwort!

    "Vielleicht hätte ich mir meine ganze Offenheit und Ehrlichkeit sparen sollen und lediglich fragen sollen:

    Was soll ich nach einem 1/4 Jahr Abstinenz und einem Rückfall machen, wenn mein Wille nach wie vor feststeht?"


    Wahrscheinlich habe ich gedacht, es tut gut, sich mal auszutauschen über Leidenswege und Rückschläge! Gleischgesinnte und Zuspruch halt oder so...

    @Spedi
    "Das wäre aber offen und ehrlich dir selbst gegenüber, wenn du es geschrieben und viel mehr für, verinnerlicht hättest."

    Habe ich bereits im Eingangspost!
    Der Grund, wieso ich aufgehört habe, ist eben dieser, nämlich das ich mich nicht abstinent gefühlt habe, egal, wie wenig ich auch gekifft habe! (Die letzte Zeit vor meiner (gescheiterten) Abstinenz waren es vielleicht 2 mal in 2 Wochen im Durchschnitt)

    Also wenn ich nun offensichtlich doch ehrlich und offen war, was fehlt dann, dass man mich ernst mit meinem Vorhaben nimmt?

    Seitdem ich mich mit meiner Depression und mit meinem Suchtverhalten intensiv und aktiv auseinandersetze, habe ich das Gefühl, dass um mich geht!

    Warum ich so empfindlich auf Ablehnung oder Antipanthie reagiere, weiß ich nicht. Ich denke, ich neige zu HSP! Aber das gibt mir auch keine Absolution und selbst wenn, bringt es meinen Kindern nichts...


    Vielleicht hätte ich mir meine ganze Offenheit und Ehrlichkeit sparen sollen und lediglich fragen sollen:


    Was soll ich nach einem 1/4 Jahr Abstinenz und einem Rückfall machen, wenn mein Wille nach wie vor feststeht?

    @Spedi
    Das empfinde ich alles wie Demütigen!

    Als du selber an dem Punkt warst, wie ich jetzt, wie hättest du auf deine Worte reagiert? Ist das motivierend, anspornend, zum Nachdenken anregend oder einfach nur verletzend, was und wie du da schreibst!
    Fühlst DU dich wenigstens jetzt besser!?

    Nebenbei bin ich jetzt verunsichert, das gute Gefühl ist dahin und ich frage mich, was ich mir gedacht habe, hier zu schreiben!
    Zu meinen Fehlern habe ich gezählt, mich nicht weiter gekümmert zu haben oder hier im Forum zu schreiben!
    Das habe ich doch selber geschrieben!

    Irgendwie habe ich damals das Gefühl gehabt, dass es mir sehr geholfen hat! Irgendwie fühle ich mich jetzt mieser wie vorher!
    Da es dir wahrscheinlich eh egal ist: Ja, du hast mich verletzt!


    Booar, ich könnt heulen, echt!!!!
    Du hast keine Ahnung, was ich das letzte Jahr durchgemacht habe. Wie ich an mir selber gearbeitet habe, wie ich mich isoliert habe (Suchtumfeld...), was für wichtige Schritte die Abstinenz für mich waren!
    Ja und ich habe Fehler gemacht, deswegen bekomme ich jetzt die volle Breitseite! Wie hilfreich!
    Habe es ja verdient! Bekommen die Breitseite alle, die rückfällig wurden? Meinen es die, die rückfällig wurden, von vornherein nicht ernst? Weil sie rückfällig wurden?

    Wahrscheinlich kommt jetzt: Was hast du denn erwartet?

    Hmmm, vieles, aber das eben nicht!


    Klingt jetzt wie eingeschnappt, aber so ist das halt mit Depressiven wie mir:
    Wenn man mich hier nicht ernst nimmt, was will ich dann hier?

    Muss ich mir sagen lassen, dass ich ein elender Selbstbetrüger bin, der sich und allen was vormacht und eh nichts geleistet hat! Wozu?
    Ist echt ne üble Unterstellung!

    @Karsten
    Außer Tabak nehme ich keine Drogen (in Frage käme NUR THC oder Alk) seit dem 31.12.2011.

    @Spedi
    Ist es deine Absicht, mich zu provozieren?

    Ich habe nicht das Gefühl, mir etwas schön zu reden.
    (Wenn doch, dann erkläre oder ziziere bitte meine Worte)

    Wenn ich mich (wie im Dezember) weiter betrügen wöllte, wäre ich nicht hier.


    Und nicht rhetorisch, sondern im Ernst:
    Was soll ich denn jetzt deiner Meinung nach tun?


    Aber bitte schreibe mir nicht, dass ich das alles nicht verstehe, weil ich meinen Tioefpunkt wohl noch nicht erreicht habe (oder so ähnlich)- Ich habe zwei goldige Kinder, denen will ich kein Junkievater sein, wie man es leider doch so oft sieht! Schlimm genug für sie, dass ich meine Depression (noch) nicht im Griff habe!