Beiträge von lottemotte

    Liebe Maggy, liebe Grazia, liebe Nici,

    Zitat von Maggyxxx

    Hallo Lottemotte,

    Wenn ich deine Geschichte lese, bin ich sehr traurig, weil sich das so lange bei dir schon hinzieht.

    Aber es heisst ja, man kriegt so lange immer dieselbe Situation vor die Füße geschmissen, bis man daraus lernt und man selbst etwas daran ändert.

    Zitat von Grazia

    Hallo LM
    Er kämpft nicht um sein Leben. Du aber auch nicht.
    LG Grazia

    Zitat von n i c i


    Es schmerzt, ja, aber ich will leben und nicht begleitend sterben.
    Hab Mut zu deinen inneren Wünschen.
    Frag Dich: wolltest Du es so haben ? Sieht so für dich die "Liebe" aus ?
    LG nici :wink:

    danke für eure Antworten. Es macht mich auch traurig, dass ich nach fast einem Jahr auf und ab der Trennungen es immer noch nicht geschafft habe. Ich mag mich wirklich nicht dafür leiden. Ich will so nicht leben und ich habe eine tiefe Sehnsucht nach einer Liebe, die mehr ist als das. Ich wünsche mir mehr als Gespräche über Alkhohol und Selbstmord. Ich wünsche mir einen Partner mit dem ich wirklich Leben teilen kann. Lange Zeit habe ich mir eingeredet nach der Trennung von meinem Ehemann will ich keine Beziehungen mehr. Aber dann habe ich ihn kennen gelernt und mich mehr und mehr verstrickt. Ich sehe wie wahnsinnig schwer es ist, wenn man in diesem Muster drin steckt. Ich will meine Freiheit zurück. Ich glaube fest, dass er nichts tun wird. Also bleibt es an mir zu tun. Tausend Mal geschrieben, aber ich will nicht mehr. Wenn er wirklich zur Suchtberatungsstelle gehen sollte, wäre das der einzige Schritt, wo es noch eine Chance gebe. Sonst möchte ich abschließen. Das Jahr geht auf das Ende zu und ich will das Ende.

    Liebes Forum,

    es macht mich so traurig wenn ich in seine glasigen Augen schaue. Es ist als ob ich seinen qualvollen Tod vor Augen hätte. Ich habe schon einmal gesehen wie jemand stirbt, der sein ganzes Leben getrunken hat. Es war mein Onkel. Nachdem seine Niere versagt hat, war er ganz gelb am Körper. Er ist mit Anfang 40 gestorben. Viel zu früh. Und für meine Mutter bis heute unverwunden. Es tut mir weh und ich fühle mich doch ohnmächtig. Ich möchte ihn am Liebsten schütteln. Habe ihm jetzt noch mal die Adresse von der Suchtberatungsstelle in seinem Ort gegeben und ihm deutlich gesagt, dass ich mir das jetzt zwei Jahre mit ansehe und es verändert sich gar nichts und das ich es mir nicht bis zum Ende (Tod) ansehen werde. Er will sterben, meinte er. Er will jeden Tag sterben. Das ist hart zu akzeptieren. Ich wünschte ich könnte irgendwas tun. Er sagt mir auch er ist glücklich wenn ich glücklich bin und wenn ich einen besseren Mann als ihn kennen lerne.

    Liebes forum,

    ich melde mich mal nach Längeren mal zurück. Obwohl ich nach wie vor festhalte. Konsequent zu Handeln schaffe ich nach wie vor nicht. Wir haben längere Gespräche über Alkohol geführt. Er hat mir gesagt er will aufhören zu trinken, aber zur Suchtberatung will er auf gar keinen Fall gehen. Ich glaube ihm nicht, kann mir aber nicht verkneifen immer wieder Kommentare bezüglich des Alkohols zu machen. Durch den räumlichen Abstand bekomme ich ja zum Glück nicht alles mit. Keine Veränderung weder bei mir noch bei ihm. Wir drehen uns also weiter im Kreis. Warum ich festhalte? Weil er mir so viel Liebe und Emotionen gibt. Ich weiß krank, aber ich komme nicht los von ihm. So wie er nicht vom Alkohol. Habe es nie geschafft nicht mehr an ihn zu denken. Trotz über 6 Wochen kein Kontakt. Hänge wieder voll drin.

    Zitat von Die_Susanne

    Hallo,

    anscheinend fühlst du dich doch nicht so schlecht in deiner Opferrolle,sonst würdest du dir nicht so leid tun

    Susanne

    @ Susanne Es schein in deinen Ohren wie Gejammere zu klingen. Aber es ist echter Schmerz und echte Trauer, die mich immer wieder überrollt. Wenn ich kein Problem hätte, würde ich hier nicht schreiben. Und auch wenn es so scheint, dass sich bei mir nichts verändert hat. Habe ich viele kleine Schritte gemacht und es geht mir insgesamt viel besser und ich passe besser auf mich auf als letztes Jahr, wo er noch bei mir gewohnt hat und ich kaum geschlafen habe.

    @ Grazia Wie kann ich mich mit dem inneren Kind beschäftigen? Wie macht ihr das konkret. Ich habe das hier schon öfter gelesen?

    Hallo ihr Lieben,

    gestern habe ich im Fernsehn eine Doku gesehen, inder die Tochter sehr unterstützt wurde und ihr immer wieder signalisiert wurde wir lieben dich und wir sind stolz auf Dich. Es hat mich wahnsinnig berührt und löst bei mir Schmerz und Trauer darüber aus, dass mir solche Sätze niemand sagt. Nach einem Telefonant mit meiner Mutter, wo es wieder nur um ihre Probleme ging, habe ich mich einfach nur noch schlecht gefühlt. Ich weiß ich bin 30 Jahre alt und ich höre immer wieder Sätze ab 30 sollte man nichts mehr auf seine Kindheit oder sein Elternhaus schieben. Meine Familie war schon immer anders als andere und als Kind habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht. Ich weiß wenn man Erwachsen ist, trägt die Verantwortung selbst dafür glücklich zu werden und doch macht es mich jedesmal traurig, wenn ich Mütter sehe, die für ihre Töchter da sind oder Familien, die sich sagen wie wertvoll sie füreinander sind. Ich hasse meine Einsamkeit und meine Minderwertigkeitsgefühle und dass ich immer noch Kontakt zu ihm suche, der mir niemals gut tun wird, eine Runde nach der anderen drehe und immer wieder über mich denke, dass ich nicht interessant, nicht schön, nicht liebenswert genug bin für einen Mann, der mir wirklich gefallen würde.

    Schönen Sonntag.
    LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ihn dieses Wochenende für einen Tag in seiner neuen Umgebung besucht. Grazia Du hast Recht. Er kann mir nichts geben, weder Liebe, noch Geborgenheit und schon gar keine Ruhe. Er kann selbst nicht für sich sorgen. Sein Zimmer indem er lebt ist ein Saustall. Es tut weh dies zu sehen. Ist dies ein Spiegel seines Zustandes. Es macht mich traurig. Aber gleichzeitig bin ich auch wieder wacher und weiß es wird niemals für uns funktionieren. Ich würde mich selbst mit ihm zusammen zerstören. Er beharrt weiter auf seinem Opferstatus. Er ist ja auch nur ein Mensch. Ich solle ihn doch verstehen. Beim besten Willen. Ich kann nicht verstehen, wie man sich so wenig selbst versorgen kann. Das ist so traurig. Und das schlimmste ist, man kann nichts tun.

    Lg LotteMotte

    Liebe Dana,

    diesen Satz habe ich auch tausend Mal gehört:

    Zitat von Dana_MUC


    Er sei doch sonst kein schlechter Mensch und täte alles für mich bzw uns.

    Bei gleichzeitiger null Bereitschaft Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Dieser Satz macht mich so wütend. Warum versteht er nicht wie weh dieser Satz tut. Übersetzt heißt das, ich tue doch nichts, ich kann nicht anders, versteh mich doch. Das ist psychische Gewalt. Es gibt nur ein Mittel, um nicht mehr zu leiden - Abstand.

    Lieben Gruß
    LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    mir geht mal wieder oh wunder, beschissen. Ich fühle mich einsam. Bin gestern noch bei mir um die Ecke bei einem kleinem Bandauftritt gewesen. Neben mir war noch eine andere Frau allein da. Sie war vielleicht um die 50 tanzte allein. Und alle lachten über sie, weil sie nicht tanzen konnte. So ein kleiner Typ tanzte mit ihr und fasste ihr an die Brüste und alle lachten und einige machten sogar Fotos oder filmten sie. Das hat mich alles traurig gemacht und ich dachte, was ist wenn ich mit 50 auch so bin. Ich bin nicht gerade gut drauf. Und oh wunder, um nichts auszulassen, ich habe ihn gesehen, weil ich eine Kette, die ich ihm schenkte letztes Jahr zu Weihnachten, hinter meinem Schrank beim Aufräumen gefunden habe. Sicher ein Zeichen der wahren Liebe. Zack, war die Tür geöffnet, schließlich wollte ich ihm sein Geschenk geben. Und.. Gesehen... Gefühle.... Geküsst... Grrr..... Jetzt will er heute zu mir kommen. Tut mir leid ich schaffe es nicht. Ich fühle mich so allein. Ich weiß nicht wie das andere Frauen allein schaffen. Wenn er vor mir steht ist alles aus. Jammer. Jammer. Jammer. Sorry für diesen Eintrag.

    unverbesserliche LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    ihr habt ja recht, ich mache es mir nur unnötig schwerer, wenn ich den Kontakt aufrecht erhalte, oder besser schwach werde in schweren Stunden der Sehnsucht und Einsamkeit. Habe ihn jetzt gelöscht aus der Sozialen Community. Somit kann er nicht mehr auf meiner Pinnwand posten. Außerdem habe ich ihm noch mal ne SMS geschrieben, dass er mich in Ruhe lassen soll. Ich hoffe sehr, dass er endlich aufgibt. Sechs Wochen ist eine lange Zeit. Das will ich nicht einfach so wieder aufgeben. Der nächste Schritt wäre dann, meine Telefonnummer zu wechseln.

    Liebe Grüße LotteMotte

    Hallo Rena,

    ich wünsche Dir, dass Du es besser schaffst als ich auf Abstand zu gehen und den Kontaktabbruch durchzuhalten. Dadurch ersparst Du Dir viel Leid und Rumeiern. Andererseits fühle ich auch mit Dir, wenn Du das nicht schaffen solltest. Es ist schwer, wenn die Sehnsucht stark ist.

    Alles Gute.
    LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    ich kämpfe weiter um jeden Tag ohne Kontakt. Das Telefon ist erst mal wieder still. Habe ihn jetzt seit 6 Wochen nicht mehr gesehen. Er hat mir gestern irgendwelche sentimentalen Liebeslieder per Mail geschickt, habe nicht darauf reagiert. Ich hoffe immer noch, dass er mit der Zeit aus meinem Kopf verschwindet. Bin froh, dass ich euch habe, damit ich immer wieder lese und immer wieder entscheide, dass ich ein Leben mit Alkohol nicht will. Ich weiß auch, dass ich immer noch gefährdet bin rückfällig zu werden, deswegen bin ich sehr sorgsam und lese auch hier weiterhin viel, damit all das Schlechte nicht verblasst.

    LG LotteMotte

    Liebe Rena,

    ich kann Dich so gut verstehen. Aber erst mal möchte ich Dir gratulieren für den Schritt, den du genommen hast. Du schreibst Du hast jetzt eine eigene Wohnung und doch ist die Sehnsucht groß. 10 Jahre ist eine lange Zeit, klar das die Gedanken um den Partner kreisen. Doch im Grunde weißt Du, dass der Weg der Trennung die einzige Chance aus dem Teufelskreislauf des Leidens ist. Bei all der Sehnsucht hilft es nur sich selbst immer wieder zu bestärken: Nein ich will mich trennen. Und sich auch all die schlechten Dinge ins Gedächtnis zu rufen. Denn wie Du selbst meinstest, ist die Gefahr gross, dass die negativen Erfahrungen verblassen und die Sehnsucht und die Hoffnung wieder stärker werden. Das Einzige was hilft, ist kein Kontakt zu haben oder wenigstens so wenig wie möglich. Auch ich bin genau in der Situation immer wieder eingebrochen. Mit dem Ergebnis, dass ich noch eine Runde gedreht habe. Willst Du noch eine Runde drehen?

    Liebe Grüße ganz viel Kraft.
    LotteMotte

    Hallo Blumenwiese,

    Deine Geschichte hat mich berührt. Nein Du hast Recht anders zu Leben - das ist kein Leben. Mein Freund hat auch bei mir gelebt und täglich getrunken. Bis zu dem Tag, wo ich es nicht mehr ertragen konnte und seine Sachen gepackt habe. Was hält Dich noch? Die Hoffnung, dass sich etwas ändert? Es wird sich nichts ändern, solange nicht bis Du Dich änderst, und das nicht mehr mit Dir machen lässt. Keiner hat das Recht Dich so zu behandeln.

    Viel Kraft und Mut und vor allem Wut.
    Liebe Grüße LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    hier bin ich zurück aus dem Urlaub. Ich habe ihn nun seit fünf Wochen nicht mehr gesehen. Seit dem habe ich es keinen Tag geschafft nicht an ihn zu denken. Manchmal denke ich es wird nie aufhören. Im großen und ganzen gab es kein Kontakt. Aber letzten Samstag um drei uhr morgens, bin ich nach zehn sms, ans Telefon gegangen. Und oh Wunder, seit dem ist es wieder schlimmer. Er lässt nicht locker und ich schaffe es nicht ihn weg zustoßen, also gleiches Lied wie zu beginn des Threads. Ich habe das Gefühl ich komme keinen Schritt weiter. Er will mich unbedingt einmal sehen und ein Teil von mir ist kurz davor schwach zu werden. Ich habe ihm gesagt ich will ihn nicht sehen, ich schaffe das nicht so stark bin nicht und dann fängt alles wieder von vorn an. Sein todschlag argument ist nach wie vor ich liebe dich, du bist meine frau. Ich werde noch verrückt, ewiger kreis ich habe das gefühl ich schaffe es nicht, obwohl ich so sehr kämpfe.

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mir auf meinen Spiegel geschrieben: "Bleib stark!"
    Ich habe ihn nun seit fast vier Wochen nicht mehr gesehen. Seit gestern kommen aber wieder sms. Ich kann nicht ohne Dich. Ich liebe Dich. ... Es ist so schwer. Ich habe reagiert auf die SMS. Ich weiß, Fehler, aber ich nutze immer noch jede Gelegenheit ihm zu sagen, ich liebe Dich auch, aber mit Alkohol gibt es keine Zukunft und ich will keinen Kontakt, pass auf Dich auf. Bis Samstag bin ich noch hier dann bin ich erst mal ne Woche weg. Das hilft. Ich kämpfe weiter jeden Tag. Es ist so schwer für mich und ihr seit die einzigen mit denen ich darüber reden kann. Meine Freunde will ich mit dem Thema nicht mehr belästigen.

    LG LotteMotte

    Hallo Ovivechen1,

    es ist vollkommen normal, bei jeder Trennung gibt es einen Anteil der sich sehnt, der Zweifel hat. Bitte Zweifel nicht zu sehr, es hat gute Gründe, warum du an dem Punkt bist, wo du jetzt bist, der Trennung. Er geht seinen Weg und Du jetzt deinen, natürlich schmerzt das. Aber es ist der einzige hilfreiche Weg für beide, so denke ich mittlerweile. Er muss es für sich tuen, alles andere hat keinen Wert. Versuche Dich abzulenken, aber lass Dir auch Zeit für Trauer. Es ist ok auch traurig zu sein. Sind wir doch Menschen. Aber bleib bei Dir und deinen Gefühlen, versuch dich von ihm zu lösen.

    Viel Kraft - Ich weiß wie schwer es ist. Ich versuche dies seit einem halben Jahr. LotteMotte

    Hallo ihr Lieben,

    drei Wochen Trennung sind geschafft und ich fühle mich gut damit. Ich war gestern tanzen und habe die ganze Nacht durchgetanzt umgeben von wirklich netten Frauen in meinem Alter und ich habe mich frei gefühlt und bei mir gedacht, all die Dramen, all die Selbstmordgedanken, der Alkohol und der ganze Mist - wozu damit belasten, das Leben ist schön und um so viel leichter ohne. Noch eine Woche Arbeiten und dann habe ich auch Urlaub. Alles gute Vorraussetzung, um auf meinem Weg der Trennung zu bleiben und endlich konsequent zu sein.

    Schöne Woche an alle.
    LotteMotte

    Liebe Faithfully,

    ich kann Dich gut verstehen, auch ich habe Moment mit starker Sehnsucht zu kämpfen. Es ist ganz ganz wichtig stark zu sein und Dir all das Schlechte ins Gedächtnis zu rufen und die feste Entscheidung Dir immer wieder vergegenwärtigen: Nein, ich will das nicht mehr für mein Leben. Es ist so schwer konsequent zu sein. Es winkt der Strohhalm von Liebe und gebracht werden. Aber es ist nur ein Strohalm und Du wirst immer wieder verdursten. Ich wünsch Dir die Kraft hart zu bleiben.

    LG
    LotteMotte