Beiträge von Waschbaer

    Hallo Iwona,

    Ich lese deine schöne Post schon lange mit. Es ist oft ein Vergnügen deine schönen fröhlichen Beschreibungen zu verfolgen.
    Deine Art zu schreiben mit dem liebenswerten "Akzent" gefällt mir richtig gut. Du vermittels mir eine schöne nüchterne Zufriedenheit.

    Lieben Gruß
    Nobby :D

    Hallo Forum,

    heute stellte ich für mich fest das ich schon lange nicht mehr hier in meinen Thread geschaut habe. Von Zeit zu Zeit mache ich das immer wieder mal. Ich möchte mir die Anfänge immer mal wieder bewusst vor Augen halten. Das was ich erkenne, ist die Angst die ich hatte, ohne Alkohol leben zu müssen. Schnell wurde mir klar das das Wort *müssen* nur in meinem Kopf steckte. Heute möchte ich nicht mehr mit dem Alkohol leben. Es hat sich soviel schönes und neues für mich ergeben das ich das mit dem Alk. Trinken nicht wieder aufs Spiel setzen möchte. Das schöne was ich nun nach mehr als einem Jahr Trockenheit feststellen durfte, ist der immer größer werdende Abstand zum aufkommenden Suchtdruck. Ja verspüren tue ich ihn heute auch noch ab und an. Nur heute weiß ich wie ich damit umgehen kann. Vieles was mich heute ausmacht habe ich hier im Forum gelernt. Ich habe die mir vorgestellten Möglichkeiten der "Dinos" angeschaut und so weit es ging ohne in Frage stellen auf mich übertragen. Zu oft habe ich eigene Wege aus der Sucht gesucht. Zu oft bin ich immer und überall gescheitert. Als ich dann hier ankam, gab es viele Alkoholiker die schon lange trocken waren. Ich schaute einfach was sie besser gemacht hatten. Ich ließ mich fallen und versuchte ohne in Frage zu stellen ihren Erfolgreichen Weg nachzugehen. Natürlich geht das nicht einfach 1 zu 1. Aber die Grundsatz Gedanken waren bei vielen gleich.
    Heute bin ich dafür sehr dankbar das die Dinos so eine unendliche Geduld mit mir als Anfänger hatten und haben. Ich werde mit ihnen meinen jetzt schönen geraden Weg hoffentlich noch lange weitergehen können.

    Vielen Dank an alle Dinos die mir mein neues Suchtfreies Leben mit ermöglicht haben.

    Lieben Gruß
    Nobby, trocken seit 14.02.2011 :wink:

    Hallo anonymous999,

    ich bin oft stiller Mitleser gewesen
    doch heute wollte ich dir zu deinen 7 Monaten gratulieren.

    Zitat

    Zum "entspannen" gibt es noch soviele dinge - da brauch man keinen Alk mehr.

    diese Feststellung finde ich cool. Weiter so.

    Gruß Nobby

    Hallo Maria,

    In meiner hoch aktiven nassen Zeit, besonders die letzten Jahre, verlief mein Leben immer gleich. Arbeiten, saufen, schlafen, saufen, arbeiten, schlafen. Bisschen Aktivitäten waren auch dazwischen, die ich aber eher als hinderlich ansah, da sie mich meist vom Stoff wegführten.

    Heute Trocken hat sich vieles für mich geändert. Zum Beispiel ist mein Gehirn wieder aufnahmefähig. Ich brauche Inputs. Ich bin so wissbegierig wie schon seit 20 Jahren nicht mehr. Ich kann wieder schönen Hobbys nachgehen. Bei jedem noch so kleinen Erfolg freue ich mich heute wie ein kleines Kind. Oft hat genau das mir in den letzten Jahren gefehlt. Echte gefühlte Freude.
    Der Alkohol versprach immer nur eine kurze Pseudo-Freude/Trost. Doch in der nassen Zeit konnte ich das nicht erkennen. Heute trocken habe ich diese falschen Wahrnehmungen entlarven dürfen. Dafür bin ich mir und dem Forum dankbar.

    Gruß Nobby

    Hallo Verena,

    bei mir haben sich die Triggerpunkte im laufe der Zeit verschoben. Manches was am Anfang meiner Trockenheit Trinkgefühle auslöste sind verschwunden. Andere sind leider dazugekommen. Für mich war es in machen Dingen ein sehr achtsames rantasten an die mir bewussten Triggerpunkte. Immer in Gedanken das große Stopp Zeichen. Bis hier her und keinen Schritt weiter. Nüchtern haben wir ja viele Optionen. Ich wünsche dir jetzt schon mal viel Freude auf dem Konzert.

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

    Hallo Verena,

    nun komm ich auch noch. Fast mein ganzes Leben bin ich Wechselschichtler. Der Schlaf war dabei immer ein Problem.
    Als ich dann angefangen habe darüber nicht mehr nachzudenken hat sich der Körper seinen Schlaf geholt, so wie er ihn brauchte. Das schlimmste ist zu liegen und zu grübeln. " So nun wird es aber Zeit fürs Einschlafen" Absolut kontraproduktiv. Mittlerweile schlafe ich an manchen Tagen nicht mehr als 2-3 Std. Geschadet hat es mir bis heute nicht. Oft bin ich dann sogar leistungsfähiger. Einfach die Sache nicht überbewerten. Wenn es dir auf Dauer mit dem Nichtschlafen schlecht geht, würde ich einen Doc. drauf ansprechen. Dann sollten die eventuellen Ursachen abgeklärt werden.

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

    Hei Verena,

    Zitat

    Ich glaube einfach dass mir das hilft und ich mich dadurch besser fühle.

    ich würde eventuell in diesem Fall auch so handeln. Wenn ich spüre das es mir mit einem Brief besser geht, schreibe ich ihn auch. Heute versuche ich aufkommenden Druck so schnell wie möglich schon am Anfang zu kompensieren. Möglichkeiten finde ich heute, nüchtern, zu genüge.

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

    Hei Verena,

    Urlaub zu Hause, nüchtern unterwegs, kann soooo schön entspannend sein. Es kommt nur auf die richtige Mischung an.
    Wenn der Tag gut mit Unternehmungen gefüllt ist, kann so ein Urlaub sehr schön werden.
    Einfach dem normalen Alltag mal entfliehen ohne ständig die Zeit im Nacken zu haben.

    Ich wünsche dir einen erfüllten Urlaub
    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

    Hallo matthias,

    ich platz jetzt kurz mal hier rein.:wink:
    Nun hast du mich sehr neugierig gemacht.

    Das hier hattest du bei zerfreila geschrieben:

    Zitat

    naja - du beschäftigst dich grade mit der frage: wie es sein kann, dass jemand z.b. nach 25 jahren rückfällig wird?
    ich denk da is grade einer von den 1000 Tagen labilitätsphase gewesen und die aufmerksamkeit (grad an diesem tag) war gering.

    in diesen ersten 3 jahren werden nur ~980 Tage "verbrauchtE die restlichen ~20 kommen dann im laufe der zeit - immer dann wenn die "besondere aufmerksamkeit" nachlässt.
    ich hab im vergangenen jahr z.b. versäumt extra nachzufragen, ob im eisbecher alk drinne is - ich habs dann aber gleich gerochen. einer von den ~20 tagen?

    glück auf


    matthias


    nun würde ich dich gerne fragen, was du glaubst, währe passiert wenn du den Eisbecher ohne den Alkoholgeruch, gegessen hättest ? Glaubst du als Langzeittrockener das so ein Ereignis wieder unbewusst zum Rückfall führen könnte ?

    Lieben neugierigen Gruß
    Nobby :wink:

    Hallo Zerfreila,

    erst mal finde ich es schön, gestern Abend deinen Thread entdeckt zu haben. Schön dich hier wider lesen zu können.

    Als ich die Einsicht zur Alkoholsucht hatte, wusste ich das ich eine Krankheit habe. In meinen Augen stellt jegliche Art von Sucht eine Krankheit dar. Nun habe ich die Sucht gestoppt. Ergo auch, in meinen Augen, die Krankheit selber. Manchmal spüre ich noch Auswirkungen der so gestoppten Krankheit. Aber ich denke mal das es eine Frage der Zeit ist wo auch diese Überbleibsel in den Hintergrund rücken. Dann wird es wohl auch so sein, das ich mich nicht mehr als krank sehe. Wenn ich mich dann aber wieder den *vermeidlichen* Keimen aussetze, darf ich mich nicht wundern wieder krank zu werden. Also sehe ich für mich eine stetige große Achtsam- und Wachsamkeit mir gegenüber, nie mehr in diese Krankheit hineinzugleiten.

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

    Hallo matthias,

    Zitat

    und da is nichmal bekannt wielang der todeskampf gedauert hat.

    das sehe ich heute anders. Fängt der Todeskampf in Wirklichkeit nicht schon beim Suchtverhalten an ? Ich konnte diesen nassen Kampf niemals gewinnen. Ich konnte ihn nur stoppen. Dafür bin ich mir heute dankbar. Ich werde alles dafür tun, nicht zu Opfer Nummer 4 zu werden. Es zeigte mir auch, das es einen wesentlichen Unterschied zum nüchtern werden bedeutet. Nur nicht mehr trinken reicht nicht. Ohne eigene Einsicht und daraus resultierende Lebensveränderungen führen alle Wege nur in die Sackgasse.

    Lieben Gruß Nobby

    Hallo,

    gestern habe ich auf der Arbeit erfahren das der Alkohol sich wieder ein Opfer geholt hat.

    Ein nicht direkter Arbeitskollege ( 50 ) wurde anfangs des Jahres mehr oder weniger durch unseren Arbeitgeber in den Entzug geschickt. Dort ist er dann vorzeitig abgehauen und vor kurzem Tod in seiner Wohnung gefunden worden. Er war leider von Anfang an der Meinung, das er keine Probleme mit irgendetwas hat.

    Das macht in meinem Leben Alkoholopfer Nummer 3.

    Nobby

    Hallo Verena,

    genau wie dir ging es mir am Anfang oft mit dem Alkohol an den Kassen. Er löste Lust- und Trinkgefühle aus. Erst als ich nach ein paar Monaten mich immer direkt hinterfragte, was die weiteren Folgen währen, wurde die Lust darauf extrem geschwächt. Ich weiß heute einfach, das der erste Schluck wieder in die falsche Richtung gehen wird. Solange ich den Alk. nicht anstiere wie ein verängstigtes Tier geht es mir heute gut. Ich bin das Problem, nicht der Alk. an der Kasse.

    Lieben Gruß Nobby