Beiträge von Petter

    By the way..

    ich finde es klasse, daß wir hier im Forum das Thema Rauchen beackern.
    Es ist zwar etwas völlig anderes als Alkoholismus und nur schwer vergleichbar - darüber haben wir alle ja schon geschrieben.
    Und natürlich ist das hier in erster Linie das Forum Alkoholiker.

    Aber der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, betrifft viele.
    Darüber zu reden und schreiben zu können ist gut und oft ein Anfang vom Ende des Nikotinsucht!

    Peter

    Viele kommen oder kamen mit Carrs Buch nicht klar.

    Ich schon. Der Gedanke, das man sich seine Freiheit zurückholen solle, hat mich tief geprägt.

    Er hat mir auch geholfen, als ich zwei Jahre später mit dem Saufen aufgehört habe.

    Die Freitheit, entscheiden zu können.

    Das ist großartig. Es steckt soviel in diesem kleinen Satz. Er beeindruckt mich und gefällt mir bis heute.

    Peter

    Hallo Diego,

    nimm die Beine in die Hand und geh. Schau dir nächste Woche wie geplant die Wohnung an.
    Es ist wirklich an der Zeit, daß du an dich denkst und nicht an ihn. Da wirst du nichts mehr bewirken können, so schrecklich das ist.
    Was soll denn noch passieren? Es kann ja auch noch schlimmer werden - und das will ich hier nicht ausmalen!

    Du hast nur eine Möglichkeit:
    Gehen.

    Liebe Grüße und viel Mut!

    Peter

    Moin Pellebär - ich danke dir sehr! Bald werde ich öfter wieder Moin sagen, wenn ich in der alten Heimat ankomme. Ich freu mich drauf!


    Liebe Freunde,

    ich habe mich ertappt - oder besser, meine Hausärztin hat mich ertappt. Als ich dort vor einigen Tagen schon das dritte Mal wegen der Ohr-Geräusche aufschlug, hatte sie mir wiederholt empfohlen, mir eine Auszeit zu gönnen, aber mich auch weniger aufzuregen. Daraufhin erzählte ich ihr, was im Dorf los ist, wer hier wie was tut oder nicht tut und bla bla bla und pi pa po. Sie lächelte mich an und sagte: "Sehen Sie, Sie regen sich schon wieder auf. Und das will Ihr Ohr nicht!" *Ertappt!* Es war wie ein Aufwachen aus einer Daueranspannung. Natürlich bin ich wegen der letzten Monate nach der Flut extrem angespannt - aber habe ich das auch bewusst erkannt und an mir selber festgestellt oder gehandelt? Nö. Ich habe nur bemerkt, daß ich sehr erschöpft bin, schnell weine, kaum belastbar bin. Aber wirkliche Konsequenzen gezogen habe ich offenbar leider, leider nicht. Ich habe gehandelt und mein Leben umgekrempelt, um hier wegzukommen. Aber meine körperlichen Signale habe ich leider wieder hintenangestellt. Der Ergebnis teilt mir nun mein linkes Ohr mit. Ich bin aber dankbar dafür. Es ist ein eindeutiges Warnsignal meines Körpers: "Beachte mich gefälligst und nutz´mich nicht aus!"

    Warum schreibe ich das? Weil es in meiner nassen Zeit auch so war. Alle Signale habe ich weggedrückt. Der nächste Schluck brachte ja wieder Entspannung. Es ist mir unbegreiflich, daß mein Körper das sooo lange mitgemacht hat. Offenbar bleiben einige Verhaltensweisen, trotz schlimmer Erfahrungen und trotz trocken leben? Sehr komisch. Diesmal soll mir das eine Lehre sein. Ich will mehr auf mich achten. Und viel öfter "Nein" sagen können, wenn ich den kleinsten Protest meines Körpers merke. Oder noch besser: mich dieser Schwelle der Überlastung gar nicht mehr nähern.
    Leichter gesagt, als getan :)

    Euch einen schönen, ruhigen und entspannten Sonntag.
    Peter

    Wow.. was für ein interessantes Thems, danke Sophiaaa22!

    Alkohol ist ein Gift. Alkohol gaukelt einem vor, daß es einem gut geht mit diesem Stoff. Das schafft er sogar dann, wenn man bereits in der Gosse liegt. Welches Gift könnte schon von sich behaupten, daß es den Süchtigen in den Tod treibt und einem dabei noch Entspannung und Entlastung suggeriert.

    Das macht u.a. auch den Krankheitscharakter eines Alkoholikers aus. Bei Nikotin, Zucker und vielen anderen Stoffen findet diese grausame - ich sage mal - "Umprogrammierung" durch das Gift nicht statt. Wir können uns daraus befreien. Alkohol aber zerstört Körper und Geist zugleich. Es ist teuflisch, es ist ein Kreislauf, eine Rutschbahn in Hölle und Tod.

    Zu der Beurteilung der Taten eines alkoholkranken Menschen: Ich habe als nasser Alkoholiker Dinge getan, für die ich mich jahrelang geschämt habe. Meine Taten waren widerlich. Als ich anfangs zeitweise tiefer im AA-Programm mitgemacht habe, bin ich dem Vorschlag eines Schrittes im Programm gefolgt und habe mich bei allen entschuldigt, an die ich mich erinnerte fies und gemein gewesen zu sein. Es war kein leichter Schritt, aber danach eine große Erleichterung. Zugleich hatten fast alle Geschädigten Verständnis und ich konnte rüberbringen, wie Alkohol bei mir gewirkt hatte, daß ich so gemein wurde. "Das ist ja krank!" war eine spontane Reaktion. Stimmt! Aber so ist das mit der Alkoholabhängigkeit bei mir gewesen.

    Alkohol ist ein Gift. Egal, wieviel man trinkt, es bleibt ein Gift. Sich über Trinkmengen Gedanken zu machen, ist im Grunde völlig nutzlos. Aber wer sich darüber Gedanken macht, sollte sich ehrlich fragen: warum mache ich mir Gedanken?

    Es gibt übrigens für Menschen, die gerne trinken und sich darüber Gedanken macht, natürlich eine Alternative: diese Alternative heisst nicht trinken. Erfreulicherweise wird das in der Gesellschaft immer mehr akzeptiert und wenn man offensiv dazu steht, bleibt man stark. Und freundlich :)

    Liebe Grüße

    Peter



    Meine Nikotinsucht zu überwinden, war viel schwerer, als meine Alkoholsucht zu überwinden.

    Das kann bei jedem anders sein und laufen.

    Alkohol ist mit Sicherheit zerstörerischer in all seinen Folgen.

    Aber Rauchen... also wirklich. Das war verdammt schwer.

    Ich verstehe alle, die mehrere Anläufe machen sehr gut.

    Peter

    Liebe Qualmer, liebe Ex-Raucher.

    Es gibt tausend Gründe, wieder anzufangen. Ich muss sagen - auch aus eigener Erfahrung - es ist zutiefst deprimierend. Schon beim Griff zur Kippe weiss man: "Hey das ist falsch!" und tut es trotzdem. Dennoch: der, der am meisten darunter leidet, ist der Nichtraucher selber, der wieder zum Raucher wird. Es ist eine ganz blöde Situation, aber was kann man daraus machen: man kann daraus lernen. Sich besser vorbereiten, sich vor allem Gedanken um die Trigger-Situationen zu machen, die Sunschine beschrieben hat. Davon gibt es zwar eine Menge, aber man kann die für sich raussuchen, jedenfalls die Schlimmsten. Das wirkt. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" ... ach Mist, nun fang ich auch noch mit Sprichwörtern an ... ich werde alt.

    Hanseat - mach weiter. Krönchen zurechtrücken, aufstehen, weitergehen. Ohne Qualm und mit Stolz. Du schaffst das.

    Liebe Grüße

    Peter

    Guten Morgen liebe Freunde,

    es tut soo gut, Eure Rückmeldungen zu lesen. Eigentlich brauch ich für das Forum mehr Taschentücher ;)

    Seit 8 Tagen habe ich einen fiesen Tinnitus. Er wechselt die Töne und Geräusche wie Menschen Stimmungen. Es ist nicht einfach, damit umzugehen. Rotlicht, Ruhe Ruhe Ruhe.. Ich gehe spazieren und versuche, runterzukommen. Meine Ärztin hat streng geguckt und gesagt "Sie bleiben zuhause und erholen sich!". Das mache ich nun. Bei meinen abendlichen Spaziergängen durchs Dorf treffe ich immer wieder mal Nachbarn. Gestern war ich bei einem Paar im Haus. Alles wie ausgebombt. Keller und Erdgeschoß bis zur Zimmerdecke vom Flutschlamm zerstört. Elektrik und Heizung und Fenster und Estrich und Putz müssen neu. Die beiden sind noch jung, sehen aber alt aus. Sie leben mit ihren zwei Kindern in einer Notunterkunft. Seit dem 15. Juli geht das so und wahrscheinlich noch bis Mai. Aber die Dankbarkeit, überlebt zu haben, ist riesig.

    Mein Häuschen habe ich tatsächlich in nur einer Woche verkauft, aber diese Woche war so anstrengend, daß mich nun der Tinnitus begleitet. Ich habe mich über Interessenten geärgert, die sogar ohne Besichtigung handeln wollten - offenbar sitzt das Geld bei vielen so locker, daß Sprüche wie "Geld spielt keine Rolle" und noch andere doofe Sprüche kamen. Die Lage hier auf dem Markt ist so angespannt, daß die Leute sich schlimm benehmen. Was will eine aufgebrezelte russische Blondine aus Düsseldorf hier auf dem Land zwischen zerstörten Häusern und Rindern?
    Ich habe nun einen Käufer gefunden, der naturverbunden und entspannt ist und der mit den Nachbarn auskommen kann, was auf dem Dorf wichtig ist. Nun hoffe ich, daß seine Finanzierung auch klappt. Vielleicht verschwindet der Tinnitus dann wieder. Das Schlimmste war, fremde Menschen durch mein Häuschen zu führen. Das fühlte sich furchtbar an, aber ist nun hoffentlich vorbei.

    Arbeitsvertrag unterschrieben, Haus verkauft, neue kleine nette Wohnung gemietet. Wenn die ganzen Formalitäten geschafft sind, will ich nach dem Umzug nur noch Ruhe :D

    Danke und liebe Grüße
    Peter

    Guten Morgen Savia,

    wie schön, daß du das alles angehst - ich gratuliere dir!

    Ich mache übrigens auch beides - das Forum und AA. Für mich ergänzt sich das prima, weil diese Gruppen sich stark unterscheiden. Mal bekommt mir das eine gut, mal das andere - aber meist beide gleich gut.
    Das Ziel ist immer das Gleiche: dauerhaft trocken & nüchtern leben. Ist es nicht schön, daß man so viel Auswahl hat? :)

    Viel Erfolg und alles Gute auf deinem weiteren Weg.


    Peter

    :!::!::!: Tätärä! Tusch! Tätärä :!::!::!:

    Heute mal einen großen, lauten Tusch an dieser Stelle allen Freunden, die gerade die Finger von den Zigaretten lassen wollen und können!

    Ich weiss, wie verdammt schwer das ist - Ihr seid alle Helden und ich bewundere, daß Ihr durchhaltet! Weiter so :)

    Liebe Grüße, Peter

    Hallo Sjkaldar,

    herzlich willkommen hier im Forum auch von mir. Schön, daß du hier bist - und nachdem, was du schreibst, bist du hier auch richtig!

    "Nicht trinken reicht nicht." war so ein Satz zu Beginn meines abstinenten Lebens, den ich schnell kapiert hatte. Mein gesamtes Umfeld bestand aus rauchenden und trinkenden Menschen - für mich ganz normal. Das Umfeld zu ändern, war für ich einer der wichtigsten Bausteine zum dauerhaft nüchternen Leben. Denn meine Freunde ließen keinen Zweifel, daß man ohne Alkohol langweilig sei und ein ödes, einsames Leben führen müsse.

    Ich erlebte das aber ganz anders: mit jedem weiteren nüchternen Tag entdeckte ich mich wieder - und all das, was ich mit Alkohol zugunsten der täglichen Betäubung weggedrückt hatte. Du schreibst, du trinkst seit neun Jahren und das Ritual beginnt um 20:15 vor der Glotze. Dieses Ritual kannst du ändern. Mach was anderes. Entdecke ein Buch. Mach Sport. Was hast du denn zum Beispiel getan, bevor das zum Ritual wurde? Da könntest du vielleicht anknüpfen.

    Weiter viel Erfolg wünscht dir

    Peter

    Hey Savia,

    schön, daß du hier bist! Dir muss nichts peinlich, unangenehm oder sonstwas sein. Du bist hier vollkommen richtig.

    Du wirst schon jetzt merken, wie GUT es tut, darüber reden / schreiben zu können!

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen im Forum!

    Lieben Gruß.
    Peter

    Liebe Freunde,

    vielen, vielen Dank für Eure tolle Begleitung.

    Auch wenn ich mal alles gewuppt habe und (wahrscheinlich nach dem Umzug) vollkommen platt in der neuen Wohnung liege, werde ich hier viel schreiben und teilen. Ich kann mir den Tag nur schwer vorstellen, an dem ich alles hinter mir gelassen habe, zumal das ja nur bedingt freiwillig geschieht. Das wird keine leichte Situation, vermute ich. Aber ich lasse das Ahrtal in Liebe zurück, es hat mir soviel gegeben. Das Neue Leben an neuem Ort wird ganz sicher auch schön.

    Der Hausverkauf geht gut an, das hätte ich nie gedacht. Wenn ich Glück habe, ist es nach dem nächsten Wochenende bereits verkauft.
    Eine neue nette Wohnung habe ich auch gefunden. Meine Schwester hat "vorgeguckt" und meinte: "Nimm die"... nun fahre ich nächste Woche in den Norden und seh mir die Wohnung selber an. Ich kehre zurück zu einer Mietwohnung, alles andere ist gerade viel zu viel für mich. Ich mag nicht mehr renovieren müssen, ich will einziehen, Bett und Sofa aufbauen und mich reinschmeissen.

    Bald ist Mitte Januar - es geht rasend schnell. Ende März möchte ich umziehen. Wenn das hinter mir liegt, werde ich eeeendlich mal wieder *schnipp* machen.

    Peter

    Guten Morgen!

    Wie AufderSuche schon so gut geschrieben hast, wird einem ein Verlust vorgegaukelt.

    Dabei bist du gerade dabei, etwas zu gewinnen, Alex: deine Unabhängigkeit - und deine Freiheit, NEIN zu sagen.

    Du machst was ganz anderes im Moment: Du sagst JA zu einem nikotinfreien Leben - mehr Gewinn geht gar nicht.

    Du machst das gut! Wir verfolgen Dich! :lol:

    Peter

    Hallo Egon, unzufriedener Alkoholiker,

    ich muss auch mal meinen Senf dazugeben. Aber keine Sorge - es ist nur mein Senf :)

    Wie ich im Forum mal an anderer Stelle schrieb, sind viele meiner Freunde am Alkoholmissbrauch zugrunde gegangen. Jeder einzelne Tod hat mich berührt und doch habe ich erst nach meinem Trocken werden begriffen, daß auch ich dabei war, mir mit Alkohol mein Leben zu nehmen. Als ich das endlich erkennen durfte, war ich erschrocken und sehr verstört. Ab da begann mein neues Leben ohne Alkohol mit viel Elan und Mut. Ich war voll mit ganz viel Dankbarkeit, daß der Tod an mir vorbeigerschrammelt war. Nüchtern war das Leben plötzlich richtig aufregend, und endlich konnte ich machen was ich wollte. Nach und nach erreichte ich Dinge, die ich nie für möglich gehalten habe und die mich weiter angetrieben haben, das Leben zu geniessen. Natürlich läuft nie alles glatt im Leben - auch bei trockenen Alkoholikern nicht. Aber trocken & nüchtern können wir jeden Mist bewältigen und jedes noch so schlimme Unheil besser als Herausforderung annehmen. Das zu erkennen, macht das Leben spannend, auch wenn manches Unheil sehr, sehr grausam ist und man lange braucht, um den Weg daraus zu finden. So wie es im Moment bei mir die Bewältigung der schrecklichen Flut ist.

    Nach vorn zu gucken, wieder aufzustehen und dann zu merken *hoppla* es geht ja weiter - das macht das Leben aus. Zu sagen "Mir ist langweilig" gilt nicht. Ich habe einen guten Freund, der genauso redet. Er hört nicht auf zu trinken, weil ihm das Leben dann zu "langweilig" sei :) Nun, das muss jeder selber wissen, aber ich weiss genau: er verpasst wahrscheinlich die beste Zeit seines Lebens.

    Liebe Grüße
    Peter

    Guten Morgen Freunde,

    in wenigen Tagen ist die Flut ein halbes Jahr her. Ich werd das nie vergessen. Vorgestern hatten wir tagsüber viel Regen und während es in die Dämmerung ging, brach ein Teil des neuen Ahr-Ufers. Ich weiss, daß es fast allen anderen Bewohnern auch so geht. Eine Nachbarin hat ihren Urlaub an der Nordsee abgebrochen: "Ich kann das Scheiss-Wasser nicht ertragen." ... Wieder krachte das braune Schlammwasser abseits des Flusses in Richtung Dorf. Das triggerte sowas von übel, daß ich nur schwer einschlafen konnte. Da wird noch viel Wasser in meinem Kopf rumfließen müssen, ehe ich wieder ein wenig normaler ticke.

    "Bald zieh ich ja hier weg" dachte ich. Und wenn ich die furchtbaren Schäden im ganzen Tal sehe - und es sieht ja immer noch aus wie nach einem Krieg, weiss ich, daß mein Wegzug richtig ist. Das Zucken in den Augen wird weniger und je mehr ich klären kann, wie ich Hausverkauf und Umzug wuppen kann, desto weniger tauchen auch Tinnitus und Kopfschmerzen auf.

    Ich hab mir heute früh gedacht "Trenn dich, Peter." ... Nicht nur von der Gegend, dem Häuschen und der schönen Landschaft. Auch von Dingen. Während ich das schreib, geht mir durch den Kopf, was ich alles abgeben kann und auf einmal wird mir viel leichter. Warum werden so viele Dinge, die man sich mal zugelegt hat, plötzlich zu Ballast? Das ist interessant. Heute früh fühle ich mich ein ganz klein bisschen wie in meiner ersten alkfreien Woche im Jahr 2006: "Weg mit dem belasteten Zeug und neu anfangen." Ich werde eine Liste machen. "Mitnehmen. Verschenken. Wegwerfen" ... Das befreit :))))

    Danke fürs Lesen sagt
    Peter

    Hallo Kiki24,

    ich habe den Eindruck, daß du eventuell anwaltlich schlecht beraten wurdest.

    Auch wenn er dein Mieter ist, ist er doch auch dein Partner und ganz unabhängig vom Status neigt er zu Gewalt.
    Allein die Ankündigung von Gewalt genügt, um jemandem sofort vor die Tür zu setzen.
    Genau das ist auch der Weg.

    Beim nächsten Anlaß kann man ihn mit der Polizei rausholen lassen - so schrecklich das ist. Aber dann ist er raus.

    Schloß auswechseln, (vorbereitete) Kündigung datieren, unterschreiben und ihm zukommen lassen - mitsamt seiner Habe.

    Soll er doch rechtlich dagegen vorgehen - es wird ihm nichts bringen. Kein Gericht wird ihm helfen.
    Aber dir bringt es Ruhe und Sicherheit, die du dringend brauchst.

    Liebe Grüße

    Peter

    Hallo Hanseat,

    ich gratuliere! Fast Zwei Wochen - hab ich richtig gerechnet? Wahnsinn - ich freu mich für dich.
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, daß du das Schlimmste geschafft hast! Toll gemacht :)

    Alles was nun kommt ist "nur" das Verhindern, zur ersten Kippe zu greifen. Wie beim Alkohol eigentlich.
    Wenn du doch mal nach einer Zigarette greifen willst, dann verschieb´ das einfach und sag dir "Ach ne, jetzt nicht!" oder besser "Heute nicht!".
    Denn: "Morgen ist ein neues Heute" :) So ein bisschen tricky habe ich das schon immer empfunden, aber bei mir hat es gewirkt.

    Geniess´das Leben ohne Rauch - mit mehr Geschmack und mehr Luft in der Lunge und mehr Vitalität.

    LG Peter

    Hallo LiNe,

    auch von mir noch herzlich willkommen. Schön, daß du bist. Ich gratuliere dir zu deinem ersten Jahr ohne Alkohol - großartig!

    Deine Schilderung, wie du reingeschlittert bist, wie du mit so viel Alkohol gelebt hast, und wie du dann wieder rausgekommen bist, mit deinem Tiefpunkt - betrunken auf dem Kinderspielzeug aufzuwachen - hat mich sehr berührt. Ich ziehe den Hut vor deiner Einsicht und deinem Weg. Du hast viele Einschläge erlebt - nun hast du vielleicht nüchtern & trocken besser die Möglichkeit, endlich einiges zu verarbeiten. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg und freue mich, mehr von dir zu lesen ;)

    Viele Grüße

    Peter

    Zu sagen "Das sind meine letzten drei Schachteln" wäre nichts für mich.
    Damit würde ich mich unnötig unter Druck setzten - genauso, wie es anderen anzukündigen. "Naaaa... rauchst du schon wieder?" ;) wäre die unweigerliche Reaktion ...
    Aber das habe ich auch alles durch, wie fast jeder Ex-Raucher.

    Am Ende war es ein ruhiges Abwarten auf den richtigen Zeitpunkt. Meine Vorbereitung darauf waren Texte und Bücher aller Art, die ich zum Thema Rauchen in die Hände bekam. "Bleib cool"... "Hab keine Angst" ... so in der Art habe ich mir Mut gemacht. Und dann habe ich eine starke Erkältung nutzen können, während der ich ohnehin nicht so starken Rauchdruck hatte. Jeder Tag ohne Kippen habe ich einfach um einen Tag ergänzt. Da ich wusste, daß ich schon nach wenigen Tagen mit dem Rauchen durch bin, hab ich mir gesagt "Ach Peter, dann lass es doch einfach".

    Es geschieht alles im Kopf.

    Pflaster, Spray etc. machen andere reich, aber helfen dir nicht bei deiner Kopf-Entscheidung.

    Viel Erfolg und bei Rauchdruck oder - fragen einfach anschreiben :)

    LG Peter