Beiträge von Lindi

    *Hihi* Oldie, "warme, wenn auch absolut zugige (und nebenbei einsturzgefaehrdete) Bruchbude" ..... das hast Du jetzt aber knapp und treffend zusammengefasst.....so ist es!

    Ich "sehe" das wie gesagt ja selbst genau und klar ...und TROTZDEM mache ich wider besseres Wissen was Anderes. Zoegern, Taktieren, Vorschieben ....
    das macht mich ja so verrueckt, dieser innere "Zwang" mal wieder genau das Falsche zu tun (naemlich "Nix").....
    Heute ist Gottseidank Sonntag......sonst muesste ich ja, um euch ueberhaupt noch in die Augen sehen zu koennen, sofort losrennen, auf die Vet-Behoerde... aber es ist ja Sonntag. Was ein Glueck...."da kann ich ja nix fuer".... Manmannmann, so wird das Nichts, mit mir!
    Lindi

    Ach, Inbetween .... dazu steht in meinen aelteren "Faedchen" schon ziemlich viel, will das nicht noch mal aufrollen....

    Grob zusammengefasst.....in D. muss ich mich um mich selbst kuemmern, mit "Unterstuetzung" evtl. meiner Eltern, aber letztendlich allein(-verantwortlich)..... und da gibt es nach all den Jahren der "Verwahrlosung" etliches, was ansteht. Rentenversicherung? A-losengeld? Krankenkasse? Arztbesuche (Zahnarzt dringend noetig)? Weitere berufliche Perspektive?

    All sowas halt..... und hier (O.K., jetzt kommt doch wieder was von XYlons, obwohl ichs ja eigentlich raushalten wollte....) habe ich zumindest Jemand, der "an meiner Seite" ist ..... das Auto repariert, wenns wieder mal nicht geht (wie gestern grad).......den Fernseher zum Laufen bringt (wie vorgestern) .... verlaesslich, treu .... bis halt mal wieder einer "dieser" Tage ist.........und die sind in letzter Zeit (eigentlich, seit ich offiziell die Trennung ausgesprochen habe) selten geworden. Sehr selten..... ob es da einen Zusammenhang gibt ???

    Grazia : Ja, so gehts mir auch....erst wenn das Wasser bis zum Hals steht....und selbst dann.....
    Schon manchmal peinlich, wenn man sich selbst so "von Aussen" betrachtet, gell?

    Lindi

    Hallo Inbetween,
    das find ich aber lieb jetzt, dass Du extra Deine Freundin gefragt hattest....
    Die Details habe ich sooo im Einzelnen nicht erwaehnt, weil es kompliziert ist und ja auch nicht wirklich interessiert.....Deine Freundin hat im Prinzip Recht, mit dem was sie sagt........um das Pferd "pro Forma" (oder auch wirklich) verkaufen zu koennen, muesste es ja erst mal mir gehoeren....und das war nicht der Fall, jedenfalls nicht auf "dem Papier"....das ist nun geregelt....ich bin offiziell nun eingetragener Besitzer *freu*.
    Aktuell geht es um eine Formalie bezueglich der Exportbestimmungen...... Pferd XYZ geht von "Betrieb" A nach "Betrieb B....und da hab ich das Problem, dass es Betrieb "A" (meinen Stall) nicht gibt.....ich habe keine Betriebsnummer und kann auch keine beantragen (weil ich die Richtlinien dafuer nicht erfuelle). DAS genau ist der Gefallen, um den ich den Typen bitten muss, dass er auf dem Papier mein Pferd als in seinem Betrieb "wohnend" anmelden muss/soll.......
    ------
    Ansonsten hast Du Recht....ich "benutze" im Augenblick mein Pferd, um weiterhin auf gepackten Koffern sitzen bleiben zu koennen......

    GENAU!

    Weil ich "Schiss" vor dem habe, was mich in Deutschland erwartet.....hier erwartet mich langfristig gesehen zwar auch nix Gutes (im Gegenteil!)....aber gepackte Koffer, Schwebezustand.....Verdraengen, Ausblenden....
    Meine SPEZIALITAET! Da bin ich gut drin.....
    Lindi

    Guten Morgen, liebe Leute,
    nun wollte ich gemuetlich beim Kaffee auf den Beitrag von Inbetween gestern eingehen ....und zack, soooo viel Neuer Input! Wow!

    dranbleiben : huhuuu, dachte mir schon, dass Du hier auftauchst :P , denn dass Du das Problem auch kennst, hattest Du mal bei Dir erwaehnt, so am Rande.....vielleicht "findest" Du ja in den Antworten auch was fuer Dich!

    Es sind einige Stichwoerter gefallen hier, wo ich beim Lesen innerlich *Bingo* gerufen habe ;)

    Hoffentlich krieg ich das jetzt sortiert.......
    Also, die "Herleitung" und "Ursachenforschung", da will ich mal nicht so drauf eingehen, das waere zu persoenlich, ich muesste zuviel Tatsachen berichten (*aengstlich um die Ecke schiel, ob der Streifenwagen in Sicht ist*).
    Es ist eher so, dass meine Eltern uns sehr wohl zur Selbstaendigkeit erzogen haben ....und auch mit den "Konsequenzen" mussten wir klar kommen (Studienwahl, Studienwechsel - Studienabbruch :oops: ).
    Wenn, dann liegt die Wurzel woanders. Vielleicht in der "Eigenerwartung".
    Das scheint mir naeher hinzukommen....leider war ich ein begabtes, kluges Kind....dass mir alles ohne Anstrengung zufiel,das war fuer mich "normal" und "Standard". Das scheint mir eher der "Knackpunkt" bei der Sache zu sein, diese sehr fruehe Erfahrung.....

    Carpenter hatte ein weiteres Stichwort gliefert: Kreativitaet und die Langweiligkeit des "Normalen" ..... auch das spielt mit rein. Ich hatte auf einer Info-Seite zum Thema gelesen, dass es verschiedene "Typisierungen" dafuer gibt, unter Anderem den Typ des "chaotischen Clowns", der aus seinen Missgeschicken (selbstfabriziert, natuerlich) nette, unterhaltsame Stories macht, ueber die sich andere koestlich amuesieren. Trifft auf mich ziemlich gut zu.
    z.B. zu "Buero-Zeiten" hatte ich immer enorm Probleme, mir meine Klamotten fuer den naechsten Tag vorzurichten. Stehe also auf, *Mist*, keine Bluse gebuegelt......also schwupps ins Bad, derweil das Buegeleisen eingestoepselt, mich angezogen und mit dem lauen Buegeleisen die Bluse am Koerper gebuegelt, grad so das Dreieck, was unter dem Blazer sichtbar ist. Leider habe ich mir mit der Spitze des Buegeleisens in den Hals gebuegelt und einen Brandfleck fabriziert, der aussah, wie ein 1A) Knutschfleck ..... was war nun weniger peinlich, die "wahre" Story" im Buero erzaehlen, oder wissend und geheimnisvoll ob der Bemerkungen laecheln .......
    So in der Art hab ich etliche "Schoten".
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    Von Inbetween kam ein weiteres *Bingo*-Stichwort ...naemlich insgeheim zu wissen, dass ich eigentlich nicht will, was ich wollen muesste ...und es manchmal deswegen sabotiere.
    Aktuell steht dieses ausstehende Gespraech im Zusammenhang mit meinem Umzug. Da muss noch ein bisschen Behoerdenkram geregelt werden und in einem Punkt (die Ausfuhr meines Pferdes, nicht stoehnen, bitte) muss ich ein bisschen tuerken, um gewisse Formalitaeten zu regeln. Es geht nicht auf dem legalen Weg....und deswegen muss dieser Typ mir einen Gefallen tun ..... davon haengt alles ab. Die Ausfuhr des Pferdes, mein eigener Umzug, mein Neues Leben (von dem ich nicht weiss, wie es aussehen wird .....) und tief in mir drin merke ich, ich WILL nicht!
    Aber es gibt auch keine Alternative (mehr) ich MUSS! Und schon greift der Mechanismus, ich "sabotiere" mich selbst, weil ich eigentlich nicht WILL.
    ------
    *Puh*, damit will ich mal bewenden lassen, vorerst.....auch wenn es sooo viele Interessante Ansaetze in euren Beitraegen gegeben hat. Ich werds mir nochmal und nochmal durchlesen....
    Lindi

    Hm, Inbetween, ich muss da erst mal drueber nachdenken, wo "der Punkt" ist ....morgen dann.

    Eine Freundin hat mal zu mir gesagt "Du lebst eigentlich staendig auf gepackten Koffern, entscheidest Dich nicht zu "reisen" aber auch nicht auszupacken und "zu bleiben"."
    Da ist viel Wahres dran ...... immer in der Schwebe, immer unverbindlich, sich nie festlegen, entscheiden...
    Gepackte Koffer halt - und dann doch nie verreisen, aber es sich auch nie "wohnlich und definitiv" einrichten.
    So halt.
    Lindi

    Hallo Nys, Zimttee, Rhein, Inbetween....

    wie bei den meisten Sachen, die hier so angesprochen werden, koennen die, die es aehnlich kennen meist sofort "was damit anfangen" ... die anderen geben vernuenftige, wohlabgewogene Ratschlaege, die ja richtig sind, aber nicht "greifen"......

    Ich glaube, ganz unten drin, hab ich einfach Angst vor Entscheidungen, bzw. deren Konsequenzen.....ob gut oder schlecht, egal...Konsequenzen gibt es IMMER. Meine Strategie: Abwarten, zugucken, wie die Dinge ihren Lauf nehmen, und dann vor mir selbst sagen "Ich konnte ja nix dafuer".

    Das ist die peinliche, nackte Wahrheit.

    Wenn ich vorher aktiv eingreife, sind die Chancen, dass das Ergebnis nicht ganz so mies ist, deutlich besser, aber dann bin ICH dafuer verantwortlich, weil "Ich habs ja so gewollt"....

    Es hat wirklich nichts mit "Vernunft" oder "Logik" zu tun....es ist einfach ein Mechanismus, den ich bei mir sehe, teilweise mir selbst zugucke, wie ichs wieder vermassel.....aber ich kann ja nix dafuer.

    Deswegen wundert es mich so sehr, wie hier so viele Menschen ihre "Mechanismen" ueberwinden. Das ist nicht einfach, klar, aber sie schaffen es. Mal besser, mal schlechter......aber immer wieder und immer neu anfangen.....und ich reite mich immer tiefer in die ****** und kann mal wieder (wie immer) nix dafuer.....

    Das ist zu Haareraufen, echt!
    Lindi

    inbetween : ja genau "Uff, das war ja mal wieder verdammt knapp". Genau. Gut getroffen.
    Bloss dass ich im Vorfeld schon unbewusst dafuer sorge, dass es wieder verdammt knapp wird......zu spaet anfangen, zu spaet losfahren, so halt.

    Was hat denn bei Dir wirklich eine Verhaltensaenderung gebracht? Denn wissen weiss ich das ja auch (schon lange)......nur aendern kann ich es nicht. Irgendwas in mir "hindert" mich daran, aus welchen dunklen Motiven auch immer .......das genau wuerde mich interessieren.

    Rhein : die innere Vepflichtung zur Perfektion ....ja, das ist wohl die Ursache. Angst, dem Masstab (meinem) nicht zu genuegen....und deshalb starte ich lieber meine Chaos-Orgaisation, weil dann kann ich ja nix dafuer, wenn das Ergebnis nur so mittelmaessig ist.
    Das genau ist das Wesen des "Prokrastinators"...

    Und bitte, ich moechte hier bei diesem Thema mal XYlons und Co-Verhalten aussen vor lassen.....hat wirklich nix, oder nur sehr am Rande, damit zu tun.
    Ist eher Folge, denn Ursache....
    Lindi

    Oh, sorry, hatte grad einen Neuen Beitrag getippt, wie immer beim los senden aus dem Log-In geflogen, routinemaessig aus dem Zwischenspeicher einkopiert und abgeschickt.....bloss hatte ich vorher offensichtlich vergessen, den Neuen Text in den Zwischenspeicher zu kopieren. *Stoehn*.
    Also nochmal tippen.

    Hallo Grazia,
    "sich damit abfinden, dass man so ist" ... bis zu einem gewissen Grad - ja.
    Wenn es "nur" um so Dinge geht, wie Haushalt oder so .... nunja, das ist letztlich eine Frage des "Toleranzpegels"......des Eigenen, wie auch evtl. des Partners.

    Was mir eher zu schaffen macht, sind wirklich wichtige Lebensentscheidungen. Da wird die kleine "Charakterschwaeche" dann echt zum Problem.

    Ein wichtiges Stichwort hast Du erwaehnt....es ist wirklich ANGST, Dinge anzugehen, nicht einfach nur "Unwillen" oder "keine Lust". (O.K., keie Lust gibts auch haeufiger, also grad bei den alltaeglichen Sachen im Haushalt, das koennte man mit etwas mehr "Disziplin wohl recht einfach hinbekommen).

    Aktuell schiebe ich ein wichtiges, entscheidendes Gespraech vor mir her. Tausendmal habe ich ueberlegt, was ich sagen soll, wie ichs angeh, ob Derjenige dann das-und-das-sagt, was ich dann mache, was ich alternativ mache, falls das Gespraech nicht wie erhofft laeuft.....
    Fakt ist, ich habs bis heute nicht gemacht, das Gespraech, seit 4 Wochen haette ich ..... und da haengt wirklich viel dran.......sehr viel.
    Was mach ich? Den Bruder der Person ansprechen, den Sohn der Person ansprechen, vorfuehlen, Temperatur nehmen ......also wenn diese Person was gegen mein "Anliegen" haette (angenommen), haette sie durch mein Rumreden und Vorfuehlen bisher alle Zeit der Welt gehabt, sich eine Gegenstrategie zuruechtzulegen......

    Und ich bin immer noch nicht hin (auch heute nicht) und sitze lieber vorm Computer.....

    Das jetzt nur mal so als Beispiel.
    Lindi

    Hallo Grazia,
    "sich damit abfinden, dass man so ist" ... bis zu einem gewissen Grad - ja.
    Wenn es "nur" um so Dinge geht, wie Haushalt oder so .... nunja, das ist letztlich eine Frage des "Toleranzpegels"......des Eigenen, wie auch evtl. des Partners.

    Was mir eher zu schaffen macht, sind wirklich wichtige Lebensentscheidungen. Da wird die kleine "Charakterschwaeche" dann echt zum Problem.

    Ein wichtiges Stichwort hast Du erwaehnt....es ist wirklich ANGST, Dinge anzugehen, nicht einfach nur "Unwillen" oder "keine Lust". (O.K., keie Lust gibts auch haeufiger, also grad bei den alltaeglichen Sachen im Haushalt, das koennte man mit etwas mehr "Disziplin wohl recht einfach hinbekommen).

    Aktuell schiebe ich ein wichtiges, entscheidendes Gespraech vor mir her. Tausendmal habe ich ueberlegt, was ich sagen soll, wie ichs angeh, ob Derjenige dann das-und-das-sagt, was ich dann mache, was ich alternativ mache, falls das Gespraech nicht wie erhofft laeuft.....
    Fakt ist, ich habs bis heute nicht gemacht, das Gespraech, seit 4 Wochen haette ich ..... und da haengt wirklich viel dran.......sehr viel.
    Was mach ich? Den Bruder der Person ansprechen, den Sohn der Person ansprechen, vorfuehlen, Temperatur nehmen ......also wenn diese Person was gegen mein "Anliegen" haette (angenommen), haette sie durch mein Rumreden und Vorfuehlen bisher alle Zeit der Welt gehabt, sich eine Gegenstrategie zuruechtzulegen......

    Und ich bin immer noch nicht hin (auch heute nicht) und sitze lieber vorm Computer.....

    Das jetzt nur mal so als Beispiel.
    Lindi

    Gute Frage......
    Also, wenn ich ehrlich bin kann ich "Erfolg" nicht geniessen. Ich denke eher, dass er "selbstverstaendlich ist".
    Das klingt jetzt bloed und ueberheblich, ich weiss.....
    Meistens ist es so, dass ich bei wirklich wichtigen Sachen mich nicht "ins Zeug" lege, mich nicht wirklich voll einsetze. Denn das fuer mich "schlimmste" waere, es wirklich,wirklich zu versuchen und trotzdem zu scheitern....also die Angst vor Misserfolg TROTZ Einsatz.

    Wenn irgendwas so laeuft, wie es soll, dann denk ich hoechstens: Na also, geht doch...
    Lindi

    . . . die gute alte "Aufschieberitis" .... das ist mein Problem (also eines davon, aber nicht das Kleinste!)
    Ich hatte erst ueberlegt, ob ich das Thema bei den "Trockenen" einstellen soll, denn die Verhaltensweise ist ja evtl. eher dort bekannt, als bei den "Ueberaktiven, fleissigen" Cos.

    Soweit ich denken kann, macht mir das zu schaffen und ist auch der Grund, warum vieles in meinem Leben nicht so gelaufen ist, wie es haette sollen oder koennen. Typisch halt.

    Solange ich mich in einem "strukturierten" Umfeld mit klaren Leistungsvorgaben befinde (Schule, manche Arbeiten) geht es. Es hat also nichts damit zu tun, dass ich nur einfach "faul" waere. Im Gegenteil, wenn es klar ist: mach das und das...kann ich anpacken. Sogar sehr effizient.

    Mein groesstes Problem ist "Entscheidungen treffen" ... und dann auch umsetzen. Und mit den Kosequenzen leben, auch wenn es besser haette sein koennen, wenn ich oder doch vielleicht lieber so, oder so???

    Heraus kommt eigentlich immer das Selbe. Ich schiebe vor mir her, nage daran herum, bis es fast zu spaet ist, oder manchmal auch voellig zu spaet, mach dann ad hoc "irgendwas", was dann immer so lala-Loesungen sind.

    Ich kenne das gut von mir, sehe auch, wie ich in konkreten Situationen schon wieder ...... bin aber unfaehig aus der Erkenntnis heraus anderes Verhalten einzuleiten.

    Hat Jemand hier evtl. Erfahrung damit, oder evtl. einen Tip, wie man dem an die Wurzel gehen kann?
    Einfach nur Aufschreiben, Plaene machen, Tagesplaner machen ..... ist zwar nuetzlich, behebt aber nicht das Grundproblem.

    Bin gespannt, auf eure Beitraege..
    Gruesse,
    Lindi

    Groessenwahnsinnig?.... das Wort gefaellt mir natuerlich nicht, aber ja - ich war es wohl.....zu einem gewissen Grad.

    Zuerst habe ich lang gebraucht, bis ich erkannte, dass ueberhaupt ein manifestes Alk-Problem vorlag. Das lag zum Einen daran, dass ich bis zu diesem Zeitpunklt weder in meiner Familie/Verwandte, noch damaliger Freundeskreis mit uebermaessigem Alk-Konsum konfrontiert war. Ich also wirklich die "ersten Anzeichen" nicht erkannte, obwohl sie da waren, wenn auch noch gut "verborgen und kaschiert".

    Zum Anderen lag es daran, dass wir damals "in meinem Umfeld" lebten, er die Sprache nicht sprach, sich also nur schwer Alkohol beschaffen konnte....zumindest nichyt so "unauffaellig" mal eben in die Kneipe gehen...

    Drittens ....bis ich dann wirklich die Augen geoeffnet bekam (durch die Ereignisse) hatte ich schon so viel eingesetzt, aufgegeben (Beruf, Wohnort, Familie, Freunde) ....dass es mir irgndwie "logisch" und selbstverstaendlich und einfach erschien, dass er halt jetzt "bloss" das Saufen aufgeben muesse.
    Wenn ich das konnte, fuer die gemeinsame Zukunft, die Liebe, etc....dann wird er das ja wohl selbstverstaendlich auch koennen (dachte ich).

    Fataler Irrtum....ich hielt mich nicht fuer "Superwoman" mit extra-Kraeften, aber wenn ich mit Normal-Kraeften das konnte (was ich tat), dann dachte ich, dass er das ja wohl auch koennen wird....*haha*
    Pustekuchen.
    Lindi

    Hallo Nys,
    ich bin nach dem Tod meines XY mit vielen offenen Fragen zurueckgeblieben. Auch die beliebte "Hat er mich eigentlich jemals geliebt, oder nur fuer seine Zwecke (auch materiell) benutzt?"-Frage ist dabei. Und es wird NIE eine Antwort darauf geben, denn er lebt nicht mehr.
    Das ist bitter .... ich war soooo hoffnungsvoll, soooo verliebt, soooo ......doof?
    Ich kann das immer noch nicht wirklich zu Ende "denken", dass mein "Bestes", "ich" ..... alles, was so schoen begonnen hat ....
    Ich hatte Jahrelang schwere Alptraeume, war sicher ueber ein Jahr nach dem Tod depressiv (abgesehen von der Trauer) ....

    Aber ich hatte einen Traum. Einer von denen, wo man danach aufwacht und sich genau erinnert, es wirklich noch "fuehlt" .... Er kam zurueck, aus dem "Jenseits" sozusagen, besuchte mich. Er hat mir nichts "erklaert", mich nicht um Verzeihung gebeten ..... er kam noch einmal und sagte "Es ist gut, so wie es ist ....Du darfst nun loslassen."
    Also das Gefuehl, dass ich am naechsten morgen hatte war dieses....der genaue Wortlaut (vom Traum), den weiss ich nicht mehr.....aber das Gefuehl danach war eben dieses.
    Loslassen. Auch mit allen ungeklaerten Fragen, allen offenen Verletzungen.

    Das ist nun ueber 10 Jahre her. Ich kann nicht sagen, dass ich mit diesem Teil meiner Geschicht "Frieden geschlossen" haette....aber es quaelt mich nicht mehr (so sehr)....ich habe es akzeptiert. Es war so. Faktum.

    Genau wie all die hier, die mit einer verkorksten Kindheit leben muessen. Die laesst sich auch nicht mehr aendern....sie muessen damit leben.
    Und koennen sich davon bestimmen lassen, von der Wut, der Trauer, der Verletzung......oder es eben annehmen. "Ja, das ist sch... gelaufen, man hat mich verletzt und benutzt" ..... und trotzdem versuchen, ihr Leben nach vorn zu leben.
    ----
    Lindi

    P.S.: pass auf, dass Du Dir mit dem Hadern um Vergangenes nicht das Gegenwaertige zerstoerst! Deinen Mann verlierst ..... den "Spatz" in der Hand.....Ich finde es eh stark von Deinem Mann, dass er nach allem immer noch zu Dir steht.
    Es waere bitter, wenn Du im Sehnen nach den orgiastischen Gefuehlen, der bombastischen "Rose" das kleine "Vergissmeinnicht" am Wegesrand zertrittst.

    Koenntest Du denn in das Haus Deines Vaters, falls "die Luft brennt" bei Dir?
    Hast Du einen Schluessel dafuer? Waere es ihm denn recht?

    Behalte es mal im Hinterkopf, als Not-Quartier......rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unhold im Wald rumteibt, viel kleiner, als dass sich ein Unhold einmal ueber Deinen Innenhof rueber rumtreibt......

    So wie Du schreibst, muckst er sich zwar nicht, seit Samstag (seine Antwort auf Deine Ankuendigung: No comment) ....aber falls da irgendwas kommen sollte, Bitten, Betteln, Drohen, Poebeln, Ignorieren Deines Schlussmachens (waere denkabr, dass er einfach so zum Tagesgeschaeft uebergehen wollen wird) oder Ruhestoerung, IRGENDWAS in der Art, koenntest Du evtl. eine kleine Tasche mit ein paar Pullis und Zahnbuerste packen.......und die Duese machen, innerst 5 Minuten.

    Um so besser, wenn Du sie NICHT brauchst, die Tasche, dann hast Du sie halt umsonst gepackt...aber wenn, ist es gut, wenn sie griffbereit dastuende!
    Lindi

    Hey, Hepzibah, DAS sind ja ueberraschende Ereignisse!

    Wie stark und mutig, Du hast meine Bewunderung!

    Und am aller-aller-Besten ist, dass es sich fuer Dich GUUUUUT anfuehlt!
    Geniesse das und praege es Dir ein......falls da noch was nachkommt oder Du mal nen schwachen Moment hast!
    Jetzt bin ich geplaettet .... :P
    Lindi

    Also, dass Ideal der reinen, selbstlosen Liebe, die nichts anderes will und "verlangt" als sich selbst zu genuegen und in sich selbst Erfuellung zu finden .... ist im Abendland die romantische Liebe in der Tradition der Minnesaenger.
    Allerdings gibt es dabei ein Problem....diese Liebe verlischt im gleichen Augenblick, in dem sie Erfuellung findet, sprich, in dem Moment, in dem sie ein "reales" Gegenueber hat.
    Und das hat nichts damit zu tun, dass auch das juengferlichste Burgfraeulein evtl. Mundgeruch hat, am Morgen....

    Ansonsten im realen Leben ist es immer ein Geben und Nehmen. Und nicht immer kann man es in der Waagschale ausmessen, ob das austariert ist. Aber unterm Strich sollte Jeder der Beteiligten das Gefuehl haben, mit deinen "elementaren" Anspruechen gehoert und "befriedigt" zu werden.
    Wie diese Ansprueche fuer Jeden aussehen, ist unterschiedlich. Einer hat ein sehr intensives Naehebeduerfnis, das fuer einen anderen "klebrig" waere ....der naechste hat ein inneres Beduerfnis nach Selbstbestaetigung (im Job), das evtl. fuer einen Partner O.K. waere, fuer einen Anderen das Gefuehl der Vernachlaessigung (nie hast Du Zeit fuer mich, etc) erzeugen wuerde......es muss einfach passen. Zumindest in den grossen Grundzuegen. Und je aelter Beide Beteiligte sind, desto schwieriger kann man eine 100% Deckung der Beduerfnisse erreichen. Weil die Charaktere, das gelebte Leben, die Erfahrungen schon zu sehr ausgepraegt sind. Da hilft nur noch mehr Toleranz und ggf. raeumlicher/und oder innerer Abstand....
    Lindi

    Hmja, Danke erst mal an Alle, die geantwortet haben....
    Also "Ersatzmama" sucht er definitiv keine, weder fuer sich, noch fuer das Maedel... im Gegenteil, er weiss von mir, dass ich die denkbar schlechteste Besetzung fuer diese "Rolle" ware....

    Das ist halt jetzt mal was ganz Neues, er "braucht" mich nicht, weder zum Kochen, noch zum Putzen, noch zum "Bemuttern" ...... aber er "will" mich (warum auch immer).

    Erwartet eben dann andererseits von mir (oder jeder anderen denkbaren Partnerin), dass diese auch eigenstaendig zurecht kommt.....die beruehmte Augenhoehe eben. Und das ist der Part, an dem ich an mir arbeiten will/muss. Mal schaun, obs gelingt.

    Ansonsten "denkt" ihr schon zu weit voraus ....ich will einfach eben genau diese Anfaenge sorgsam pflegen ...wenn denn Zeit/Raum dazu vorhanden waeren. Und schauen, was sich entwickelt/nicht entwickelt.

    Marie04 : er gedenkt nicht, mich zu "verheimlichen" oder zu verschweigen .... die Frage ist halt, was das Maedchen psychisch verkraftet, zu welchem Moment und "wie".
    Lindi

    Ja, Sarawen, so aehnlich empfinde ich auch ...... allein der Gedanke abgelehnt zu werden, egal wie "nett" ich bin (oder versuche zu sein) .... und die nahezu voraussehbare Reaktion des Papa-Loewen, der "nicht anders kann" ...da krieg ich schon "Anfaelle".
    Dass Deine Schwester da so klar Position bezogen hat, ist sicher nicht alltaeglich.....
    ----
    Tjaaaaa, vermutlich haette ich auch so aehnlich reagiert, wie Du, wenn das von Anfang an klar gewesen waere, mit dem Sorgerecht.....war es aber nicht. Das hat sich jetzt erst so ergeben .... weil Kindi kundgetan hat, dass es lieber bei Papi leben will, als bei Mutti.
    Und ich stand daneben, aussen vor, meine Meinung dazu zaehlt gar nicht (logischerweise) und kann nun ueberlegen, ob mir das, was uebrig bleibt, von diesem Mann, ausreicht oder nicht. Und das ist halt sehr, sehr wenig.

    Da bin ich noch nicht im Reinen mit mir.....

    Hey, Sarawen ..... endlich mal Jemand, dem es genauso geht :P
    Genauso, wie Du es beschreibst..... auch bei mir war es nie wirklich eine Entscheidung "gegen" ..... aber es hat sich einfach nie ergeben. Wie Du sagst. Waere mein Wunsch staerker oder ueberhaupt vorhanden gewesen HAETTE es sich sicher ergeben......zur Not auch allein, ohne Partner.
    Oh Mann, da dachte ich, ich waer nun langsam "in Sicherheit" (rein biologisch gesehen) vor potenziellen Schwiegermuettern ..... und dann DAS!
    Wenn Du die Geduld aufbringst berichte ich gerne ...... es wird sicher ein Weilchen dauern, so schnell schiessen die Preussen nicht!
    Lindi