Guten Morgen, Hepzibah!
Bist Du noch "dabei"?
Lass Dich nich einschuechtern, wenn es mal etwas "wilder" zugeht hier, bitte.
Oh, ich habe auch Antworten bekommen, damals, bei denen ich mich erst mal setzen musste .... und ziemlich gleich danach den Drang hatte, mich und die Situation zu rechtfertigen, zu erklaeren, warum dies-und-jenes so ist, wie es ist...
Das ist mir damals nur begrenzt gelungen (das Erklaeren), weil ich sonst a) zu viele Umstaende haette preisgeben muessen und b) weil das Unerklaerliche schlecht erklaerbar ist, auch mit vielen Worten nicht....
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Was hat nun bei mir ein Umdenken hervorgerufen?
- ich begann zu begreifen, dass vieles von dem, was mich erschuetterte, fassungslos machte, einfach "Symptome" sind. Symptome seiner Krankheit und Symptome meiner Krankheit.
- Obwohl ich mich nach wie vor nicht als "klassisch" Co-Abhaengig definieren wuerde, war mein Selbstwert am Boden (wegen den Bechimpfungen), meine Wahrnehmung verschoben (ich habe sonst kaum Kontakt, und der einzige Kontakt sagte ja immer wieder, das ist nicht so, Du spinnst, Du bist hysterisch wegen Deiner Vorgeschichte, etc.)
- Danach habe ich begonnen mich systematisch zu entziehen, den "Ausfaellen" unter Alk aus dem Weg zu gehen .... auch wenn meine Mittel dies zu tun hier im Forum fuer
gesorgt hatten ......egal ich ging und gehe stracks aus dem Haus, falls "Jemand" betrunken heimkommt.....SOFORT! Kein Einziges Wort wechsele ich mehr!
- Ansage an Denjenigen:"Es ist mir egal, was Du mit Deinem Leben machst, echt, wirklich egal. Wenn Du saufen willst, dann bitte, sauf halt. Bloss mein Auto, wenn Du das auch nur noch ein Einziges Mal nimmst, wenn Du ....dann kannst Du was erleben!"
- Ansage an Denjenigen:"Ich werde nach D. zurueckgehen. Ich bin Dir dankbar, fuer das, was Du fuer mich getan hast, aber so geht es nicht weiter".....das war im Fruehjahr letzten Jahres.
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Was soll ich sagen? Seit ich ganz klar gesagt habe, dass es mir egal ist, wenn er trinkt, ist es deutlich seltener geworden. Was macht das mit mir?
Nichts mehr ..... denn das, was ich sagte stimmt. Es ist mir piepegal, ob er trinkt oder nicht. Ich habe mich "entliebt".
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Was will ich Dir nun damit sagen? Als ersten Schritt ...Bestandsaufnahme.
Zweiter Schritt .....beginne, Dich abzugrenzen.
Das koennen ganz kleine Sachen sein ......Jedesmal, wenn Du es schaffst, NEIN zu sagen, wird ein Stueck Staerke zu Dir zurueckkommen.
Ein kleines Beispiel: er kann sich die Schuhe kaum noch zubinden, weil er so ne Plautze hat .... ich nehme an, er bittet Dich darum, dies zu tun. Sag ihm, er moege sich Schuhe mit Schnellverschluss kaufen, oder er koenne in Badelatschen herumlaufen......es sei nicht Dein Job, Schuhe fuer einen erwachsenen Mann zuzubinden.
So was, kleine Dinge, halt....
Und damit kannst Du sofort, heute sogar, schon beginnen!
Die grossen Schritte, die anstehen ......dafuer brauchst Du Kraft ...... verpulvere sie nicht weiter im Alltaeglichen!
Liebe Gruesse, Lindi