Hallo Caligula,
ich versuche Dir den Eindruck zu übermitteln, den Du bei mir erweckst.
Deine "reflexartige" Verteidigungshaltung erinnert mich an den Anfang meiner Abstinenz.
Auch ich mußte mich mal mit Vorurteilen anderer auseinandersetzen und reagierte am Anfang zu empfindlich drauf.
Steuerte aber dagegen und lief nicht weg. Übte gelassen darauf zu reagieren.
Waren sogar reichlich Therapeuten drunter.
Pöse Purschen aber auch.
Im Endeffekt gilt es, die eigenen Vorurteile gegenüber dem "Alkoholiker" abzulegen, anderen Menschen ihre Vorurteile zu lassen und schlicht und einfach zu sagen, daß sie nicht zutreffen, wo sie nicht zutreffen bzw. das Gegenteil langfristig unter Beweis zu stellen.
Warum Du aus dem Wort "rückfallgefährdet" eine Ferndiagnose, Schmuddelecke usw. ableitest erschliesst sich mir so nicht.
Ich kann es mir nur damit erklären, daß Du Dich nach wie vor in der Schmuddelecke siehst, weil Du Deiner eigenen Abstinenz nicht traust.
Dafür sprechen aus meiner Sicht die Formulierungen mit "noch", "eine Zeitlang", "Königsweg", "meine Kollegen kennen mein Problem" und einige Widersprüche zu Deinem Trinkverhalten ( 99% Alleintrinker aber Rückfallgefährdung beim Fußballspielgucken mit Freunden, bei,während,nach dem S**, ( hääää ? , redest Du mit Partnerinnen auch über Deine Alkoholsucht ????? ) , Suche nach dem Grund für Alkoholismus usw ...
Insgesamt rate ich Dir zu intensiver weiterer eigener Standortbestimmung, Selbsterkenntnis und natürlich Abstinenz.
Unterhaltsam wird es sicher werden mit Dir hier.
LG Jürgen