Beiträge von Clärchen

    Och Renate...vielleicht die falsche Therapeutin???

    Sie soll ja nicht vor Mitleid zerfliessen, aber Mitgefühl wäre auch schön.
    Ich hane mich meinen Schwiegereltern mal anvertraut als es ganz schlimm war. Ich war verzweifelt, hoffte auf Hilfe. Da kam: du schaffst das schon! Dazu ein Schulterklopfen. Das verzeihe ich nie, das Verhältnis ist seit dem sehr abgekühlt von meinr Seite, auch wenn sie sich viel Mühe geben,jetzt. Aber da bin ich Elefant, jetzt brauch ich die beiden auch nicht mehr.
    ich werde auch immer für stark und reflektiert gehalten, das ist nicht immer schön. Ich war zulange stark und nicht wirklich reflektiert, ich war krank......

    Bitte pass gut auf dich auf. Dein Wochenende klingt gut! :)
    LG Clärchen

    Liebe Renate,

    Du schreibst du bräuchtest auch Hilfe! Bitte nimm sie dir! Ich habe fast 2Jahre eine Verhaltenstherapie gemacht. Ich überlege aktuell ob ich nochmal Sitzungen beantrage, das Thema ist nicht durch.......
    Und ich weiss genau was du meinst. Mein Mann erntete viel Lob und Anerkennung für seinen Klinikaufenthalt, sein Trockenwerden. Von mir wurde und wird erwartet dass ich glücklich bin, der Mann is ja nun trocken, was will ich also noch? Ist doch alles gut. Tja, wir wissen es besser.......


    Herzliche Grüße Clärchen

    Hallo Renate!

    Hm, jetzt musste ich echt erstmal nachdenken.......

    Also Ads hat mein Mann nicht bekommen. Deswegen kann ich dazu nichts sagen.
    Er war schon 3Monate trocken bevor er für 8Wochen in die Klinik ging.
    Als er aufhörte zutrinken war er sehr nervös, unruhig und launisch. Das waren die Nebenwirkungen die ich sehr deutlich gesehen habe. In der Klinik gab es viele emotionale Nebenwirkungen, er rief abends heulend an, war wahnsinnig emotional. Damit konnte ich gar nicht umgehen, erst war er jahrelang so hart und oft gemein, dann weinte er mir abendelang die Ohren voll.
    Es ist schwierig mit einem ganz frischen, trockenem Partner. Da kommt soviel hoch, diese intensive Therapie löste bei meinem Mann ganz viel aus. Ich war oft damit völlig überfordert. Habe es nach einiger Zeit auch so komuniziert und die Telefonate beschränkt. Er hatte ja Zeit für sich dort, mein Leben war übervoll, Arbeit, Kinder, Haushalt und der Mann. Puh, es war oft zuviel. Ich habe mich dann zurückgezogen auch innerlich, wollte erstmal beobachten was aus diesem Mann wird, wie er wird. Und ich konnte mich innerlich nicht gleich wieder voll einlassen. Das dauerte noch Monate.
    Schütze dich, dein Partner erlebt grade eine sehr intensive Zeit, viel kommt hoch, mein Mann hatte täglich neue Erkenntnisse, wollte mich telefonisch mitterapieren. Sie sprachen dort über die Angehörigen, ihm wurde klar was es für mich bedeutet haben muss. Ich erinner mich an einen Anruf als er erklärte er wisse nun genau wie ich mich gefühlt hätte und was ich denken würde. Da bin ich ausgeflippt am Telefon, ich war stinkesauer. Da bildete er sich doch ein in meinen Kopf schauen zukönnen. Das hat mich soooo wütend gemacht. An dem Abend hat mich der Chat im geschlossenen wieder runter gebracht. Ich hatte den Sos Knopf gesrückt. Ich reagiere sehr allergisch wenn man mir erklärt was ich fühlen soll. Besonders weil es von dem Mensch kam der jahrelang auf meinen Gefühlen rumgetrampelt ist.

    Ich befürchte das ging jetzt etwas an deinem Thema vorbei. Aber das waren dke Nebenwirkungen bei uns. Ich hätte mir manchmal gewünscht er würde schlafen und nicht anrufen.

    Alles Gute für euch! Clärchen

    Hallo ihr Lieben!

    Nein, Mitleid ist es hier sicher nicht. Das ist schon lange aufgebraucht. Dann kam Ekel, Wut, Zorn, Trauer. Und dann kam seine Trockenheit. Ich konnte wieder mit ihm reden, lachen. Er war wieder da. Und ganz langsam, Stück für Stück kamen die positiven Gefühle wieder hervor, sie waren noch da, nur eben verschüttet. Mitleid ist keine Basis!

    LG Clärchen

    Hallo ihr Lieben!

    Sternchen, alles Gute auch für euch!
    Ja, bei uns war es ähnlich, Plan B war fertig, ich auch mir dieser Beziehung, dann bin ich alleine mit den Kindern in den Urlaub, als ich wieder kam war der Platz in der Klinik arrangiert.
    Herzliche Grüße Clärchen

    Liebe Frozen Tears,

    ob unsere Kinder Schaden genommen haben? Ich wünschte ich könnte laut "Nein " sagen. Das wäre aber falsch. Sicher hat es Spuren hinterlassen. Alles andere wäre mehr als blauäugig zuglauben.
    Aber ich hoffe dass sie die Veränderung des Vaters, der Mutter, der Familie als.so positiv erleben dass sie sehen und erleben welcher Weg der richtige ist. Ich weiss um ihre Gefährdung, es macht mir Angst. Aber sie müssen ihren Weg gehen, wir sind bereit jederzeit zureden, aber erst die Zeit wird zeigen was wirklich wird.
    Danke für dein Lob, aber so stark hab ich mich nicht gefühlt. Auch nach seiner Therapie war ja nicht sicher dass wir zusammen bleiben, ich war lange zurückhaltend, abwartend. Ich habe es nicht bereut, unser Leben ist nun soviel besser, aber es gibt auch Höhen und Tiefen....eben wie überall.
    Du hast recht, man darf nicht vergessen wir haben es mit Sucht zutun. Mein Mann hat nun eine reale Shg, fühlt sich da wohl. Und er redet viel über seine Sucht. Das ist ein riesen Unterschied zu meinem Vater.
    Ich hätte damals selbst nicht geglaubt dass wir wieder zurück zueinander finden. Haben wir aber. Und ich bin selbst manchmal noch überrascht.
    Wichtig ist aber dass ich bei mir auch genau hinschaue, ich falle leicht in alte Muster, hat er mal ganz normale schlechte Laune...dann kann es sein dass ich in alte Cogefühle zurückfallen. Du siehst, die Arbeit ist nicht zuende.
    LG Clärchen

    Hallo Frozen Tears!

    Friede, Freude, Eierkuchen......hmmm...wenns so einfach wäre.
    Du hast es als Kind erlebt, ich auch, auch bei uns wurde nicht mehr viel "darüber " geredet als mein Vater endlich trocken war.
    Und ja, die versäumte Zeit wird beklagt, beweint. Das ist ein ganz Wunder Punkt. Auch bei uns.
    Mein Mann hat eine 8 wöchige stationäre Therapie gemacht, danach ein halbes Jahr ambulant. Ich habe meine Therapie ambulant gemacht. War letztes Jahr 3 Wochen zur Kur.Alleine!
    Unsere Kinder waren nie alleine, einer von uns war immer da, erst ich als mein Mann weg war, dann er als ich in Kur war. Ich bin erst gefahren als mein Mann stabil war, als ich sicher war dass er für die Kinder da sein kann. Wir haben unsere Kinder nie abgeschoben. Wir waren für sie da, haben mit ihnen offen geredet. Sobald mein Mann bereit war die Therapie zumachen haben wir mit ihnen alles besprochen. Haben ihnen angeboten mit Therapeuten zureden. Das wollten sie nicht.
    Das Thema Alkohol ist bei uns, anders als bei einen Eltern damals, kein Tabu. Es ist Teil unseres Lebens, Die Kinder fragen wenn sie etwas wissen wollen. Unsere Tochter ist nun 16 , kommt mit Alkohl in Kontakt, wir reden darüber.

    Es ist uns sehr bewusst dass unsere Kinder gelitten haben, es war eine schlimme Zeit.
    Aber sie waren 12 und 14 als ihr Vater aufhörte zutrinken. Alt genug den Unterschied zusehen. Und sie benennen das auch. Sagen wie anders der Vater war.
    Wir können nichts ungeschehen machen, nur offen und ehrlich mir ihnen sein.
    Du klingst sehr verletzt. Ich kenne deine Geschichte nicht, verstehe aber deinen Schmerz. Ich kenne ihn.
    LG Clärchen

    Hallo Louis!

    Uiii du hast meinen alten Faden aber schwer entstaubt!
    Ja, bei uns läuft es positiv, nicht immer alles eitel Sonnenschein, aber das wäre ja auch komisch.
    Grade zZ kämpfe ich wieder mit alten "Coanfällen".
    Will es allen recht machen, harmonisch solks sein. Tja, ich kann Spannungen innerhalb der Familie immernoch ganz schlecht ertragen, vorallem wenn es von meinem Mann ausgeht. Aber ich sehe es, weiss woran es liegt.
    Der Weg hat noch nicht aufgehört, aber er isr nicht mehr so steil. Manchmal läuft es sich wie von alleine! Manchmal ist es steinig. Aber die Richtung stimmt!

    Liebe Grüße an alle die hier noch vorbeischauen!


    ClärchenClärchen

    Mensch Louis, da hat sich aber innerhalb eines WE viel bei und in dir bewegt.
    Es tut weh wenn man einsieht dass das Leben welches man sich gewünscht hat, nicht funktioniert. Aber noch schmerzhafter ist es darin zuverharren, zuleiden und sich selbst aufzugeben. Du bist auf einem sehr gutem Weg! Kopf hoch!

    LG Clärchen

    Huhu Louis!

    Du bist zurecht sauer und bedient. Und doch suchst du wieder Gründe dass er bleiben kann...bzw sorgst dich um sein Wohl, wo er hin kann etc. Du bist im Recht, du musst so nicht leben, will er es , ist es seine Entscheidung, auch wo er es tut. Er ist arbeitslos, kann also auch weiter weg, Familie, Geschwister, Freunde oder was auch immer, muss ja nicht hier sein.
    Schau nach dir!


    LG Clärchen

    Hallo!

    Wenn dein Partner seinen Tiefpunkt nicht erreicht hat, das alles für ihn ja noch funktioniert, dann wird er nicht einfach aufhören weil du es dir wünschst. So ist das leider mit der Sucht. Sie ist stärker als eine Partnerschaft. Trinkpausen oder weniger Trinken, damit halzten sie uns bei der Stange, lassen Hoffnung wachsen die sie wieder zerstören.
    Ob er sich Hilfe holt oder nicht, das wird nur er entscheiden. Aber wie ist es mit dir? Hast du schonmal darüber nachgedacht eine Therapie für dich anzustreben?
    Mir hat es sehr geholfen.
    Ich finde es gut dass du dir neue Wohngegende anschaust, Plan B war für mich damals sehr wichtig. Ich wollte wissen wie es ohne Ehemann weitergehen kann, auch finanziell. Übrigens hat ihn das sehr wachgerüttelt, als er merkte wie genau ich mir Infos geholt hatte, Kindesunterhalt und so. Ich glaube da begriff er langsam dass ich des Redens müde war und nun handeln würde.

    Herzliche Grüße Clärchen

    Liebe Louis,

    Fakt ist, er trinkt. Er macht Pausen. Damit beschwichtigt er dich immer wieder. "Sooooo schlimm kann es ja nicht sein, wenn er einfach aufhören kann."
    Wenn ich lese dass er ganz gezielt so trinkt dass er mit der mpu durchkommt, dann muss ich sagen klingt es nicht so als ob er ernsthaft aufhören will. Er spielt Spielchen.Wenn er gezielt so trinkt, dann ist das kein Rückfall, das ist so geplant.

    Du musst sehen was für dich gut ist, kümmer dich um dich, schau dass du gut zu dir bist. Versuche dir klarzuwerden was du willst. Willst du so leben, kannst du das aushalten?

    Gut dass du hier bist. Das Forum kann dir sehr helfen, willkommen.

    LG Clärchen

    Lieber Matthias!

    Ich wünsche dir einen schönen Urlaub mir den "Lieblingsenkeln".
    klingt gut wie du deinen Urlaub planst. Wir waren mir unseren Pubertisten in Berlin, und der Pubertistensohn hat sich unmöglich benommen. Alle geplanten Dinge waren "langweilig ". Nun sind wir wieder zuhause und machen was wir wollen. Also wir Großen.
    Ach war es schön als man die Knirpse an so einem Sommertag ins Schwimmbad schleppte und alles war perfekt.

    Herzliche Grüße Clärchen

    Huhu!

    Du musst nicht jedesmal ein neues Tagebuch eröffnen und es nummerieren. Einfach unter deinem letzten Beitrag auf "Antwort erstellen " gehen und munter weiterschreiben. Sonst wirds so unübersichtlich!:)

    Num die Aussage deines Freundes ist doch ganz klar. Er ist nicht bereit auf den Alk zuverzichten. Eine klare Ansage. Damit hat er dir den schwarzen Peter zugeschoben, bleib, schau zu und schau wieviel du aushalten kannst. Oder beende die Beziehung.
    Gut möglich dass er glaubt du gehst sowieso nicht, warum dann auf Alk verzichten?
    Das sind die Spielchen die unsere Alkis mit uns spielen, es liegt an uns was wir tun. Und glaub mir, ich weiss wie schwer es ist. Ich habe das Spiel über 15 Jahre gespielt.

    Herzliche Grüße Clärchen