Beiträge von schnuffig

    Hallo Aurinko!

    Hast du dich schon mal mit dem Suchtgedächtnis beschäftigt?
    Ich glaub das mit dem Einen Glas kommt wohl daher. Es geht dann nur um die "Belohnung" , die Dopaminausschüttung, die eingefordert werden möchte.
    Da hilft nur fertig denken. Oder aufschreiben. Also nicht gedanklich bei dem einen Glas stehen bleiben, sondern erst dort mit der Vorstellung aufhören wo der eigene Kontrollverlust bereits eingetreten ist.

    LG

    Hallo Aurinko!

    Das war damals glaube ich, als ich aufhörte mich anzulügen, das befreit ungemein.

    Du schreibst hier davon, dass du weißt, dass du nach dem ersten Glas nicht aufhören kannst und einen Kontrollverlust erleidest und schreibst dann gleich danach von EINEM gemütlichen Glas irgendwas.
    Du schreibst du trinkst übermäßig viel und häufig und gleich danach von hin und wieder Abenden mit Freunden.
    Das kann ja wohl nicht stimmen. Du bist ja nicht hier weil du ein Glas getrunken hast oder hin und wieder mit Freunden sondern weil du keine Kontrolle über deinen Alkoholkonsum hast.

    LG

    Guten Morgen!

    Nehm ich mir mal deine Tiefe der Emotionen durch den Alk Maik und komme da nicht weiter.
    Ich hab u.a. getrunken weil ich es absolut nicht ausstehen konnte müde zu werden. Aber ich habe jetzt lange über die tiefen Emotionen nachgedacht und mir ist nichts eingefallen.
    Je betrunkener, desto oberflächlicher.

    Miriel, Angst, die Kontrolle zu verlieren, hm. Versuch doch mal, ein paar Minuten die Lider deiner Augen nicht zu schließen, Mensch kann doch nicht mal das kontrollieren.
    Bleib einfach nicht bei einem Mann, der behauptet dich zu lieben, aber unfähig ist dich zu mögen.

    Der Punkt vorher, mit dem Angst haben, bestraft zu werden, der ist wichtig.
    In dem Abgrund sitzt nämlich kein tollwütiger Hund, kein Monster.
    Es ist meistens ein Mensch da unten, der nur dann seinen Schrecken verliert, wenn man genau hinsieht.
    Das ist wesentlich am Schrecken und an der Angst. Der kurze, rasche Blick aus den Augenwinkeln, da wohnen die glaube ich, dann das schließen der Augen wenn man spürt, wie sich das Herz verkrampft.
    Es gibt keine Monster.

    LG

    Hallo Miriel!

    Bei mir musst du dich nicht dafür entschuldigen, dass du eine Stimme und eine Meinung hast. Sonst glaub ich auch bei niemandem :)

    Kann das sein, dass du, so wie der Maik, den Rest der Welt ausblendet wenn ihr, du, über Abgründe und Tollwut redet?
    Ich kenne nicht viele wirklich böse Menschen, aber genug um zu wissen, dass ich nicht zu ihnen gehöre und nie gehören werde.
    Ich muss meiner Sucht einen Riegel vorschieben, indem ich sie nicht vergesse, täglich daran denke.
    Das ist klar.
    Aber hey, abgesehen davon mag ich mich.
    Ich glaube schon, dass ich ganz gut springen kann. Denn der alte Abgrund liegt hinter mir, neue können sich immer auftun.
    Deswegen bin ich vorsichtig, aber eben nicht bereit mich vor mir oder sonst wem zu fürchten.
    Was ist denn da unten, in eurem Abgrund?

    Liebe Grüße!

    Hi!

    Jo, hättest dir halt gleich das Recht auf Pathos auch noch schreiben sollen. :)

    Du glaubst jetzt der Wau Wau kommt raus, wenn du den Bass voll aufdrehst und dir zur Musik vorstellst, dass du schlank und schön und berühmt und heldenhaft und so bist?
    Oder wieso verbietest du dir so Menschensachen? Oder versuchst es?

    Traurig sein ist natürlich auch ok, sonst wird man ja depressiv wenn man das nicht kann!

    Bitte sehr, soweit mir bekannt, hast du niemanden umgebracht oder schwer verletzt.
    In dem Fall fände ich Tollwut angebracht. Dafür gibts dann Gitter zum Angreifen.

    LG

    Hi!

    These? Permanente Angst davor für alles was man tut oder nicht tut jetzt oder später auf irgendeine Art und Weise bestraft zu werden.
    Und sei es mit Reue beim letzten Atemzug über das ungelebte Leben?

    Der Kopf, der Kopf, mir kommt vor ich lese den heute fast überall.
    Ich brauche meinen Kopf zum Denken. Sonst tappe ich nämlich dem Suchtgedächtnis in die Falle. Wo, wie ich auch lese, "gestern" ja alles so viele einfacher war. Wo Leute tanzen konnten und musizieren und kreativ sein und die Welt spüren.
    Das ist nicht fertig gedacht. Da fehlt das Stolpern beim Tanzen weil besoffen, es fehlt die Unfähigkeit Misstöne noch wahrnehmen zu können. Die Ernüchterung über die Stümperei am nächsten Morgen über das, was betrunken doch ach so toll aussah.
    Deswegen, damit ich mich nicht vom Suchtgedächtnis reinlegen lassen muss, brauche und benutze ich meinen Kopf.
    Für morgen brauche ich ihn vielleicht auch. Weil ich nachdenken muss was ich einkaufen soll etc.
    Aber für jetzt?
    Was brauche ich denn fürs Trommeln mit dem Essstäbchen meinen Kopf? Oder beim Singen oder Schreiben eines rotzigen Seemansliedes?
    Ich darf mich hindenken wo ich will, ich darf sogar beim Wäsche aufhängen fertig machen zum Entern brüllen, weil ich gerade vergesslich bin.
    Jetzt darf ich alles.
    Was ich nicht darf ist mir das Gestern schön reden und mir vor dem Morgen in die Hose machen.
    Aber sonst erlaube ich mir in diesem Moment wonach mir der Sinn steht.
    Faul sein natürlich inklusive.
    Wieso geht das bei mir und bei anderen anscheinend nicht?
    Hm? Hm. hm. Hm!

    LG

    Hi Maik!

    Ich hab dich wohl erschreckt, das wollte ich nicht. Mir ist es immer recht, wenn du auf Absenden drückst, ich lese dich gerne.
    Es war mehr so alchemistisches Gedankengut früher. Meistens bis fast immer. Ich befasste mich mit Dreck und dem Versuch eben diesen in Gold zu verwandeln.
    Auf die Idee mich nicht mit Dreck zu befassen sondern gleich nach dem Gold zu suchen, bin ich nie gekommen.
    Dabei ist es so einfach und es wird mit jedem Tag ohne Alk einfacher.
    Weil alles was dabei rauskam sowieso irgendwie Mist war. Auch wenn's andere nicht so sahen, so zählt doch eigentlich nur, wie ich es sehe.
    Und ich sehe es im zweiten Jahr meiner Trockenheit besser als je zuvor. :)
    LG

    Hi Bruce!

    Wer du dann wärst? Einer von vielen wärst du dann. Bist du aber nicht. Sehr prima das!

    Wozu man fähig ist, das ist wirklich interessant. Ich hab zwar immer gut gemalt, konnte aber nie was zeichnen, ohne dass ich dazu schreiben musste, was es sein sollte.
    Ich glaube, meine Trockenheit hat mir diese Kunst jetzt beschert.
    Endlich sehe ich es. Endlich tut meine Hand das, was das Auge möchte.
    Naja so ziemlich zumindest.
    Das ist halt schon ein Gegensatz zum Schreiben. Da schaut man immer durch die Sachen durch um das zu sehen, was dahinter ist.
    Aber du hast recht, letztlich ist es gar nicht so wichtig, denn es geht mir gut.
    Ich hoffe dir auch!

    LG

    Danke Matthias und hi Tocco!
    Positive Gedanken Tocco, das sind konstruktive Gedanken nehme ich an? Auf destruktive Gedanken komme ich eh nur, wenn ich auf den Ruinen dann was Neues machen kann. Die sind mir dann aber auch willkommen.

    Hi Maik!

    Ich glaube mit Alk funktioniert gar nichts besser. Ist nur eine weitere Ausrede, dass das Zeug kreativ machen würde, eine damit man saufen kann.
    Wenn was drinnen ist und raus muss, kommt es ohnehin raus. Wenn nichts drinnen ist, kommt auch nichts raus.
    Ganz einfach eigentlich. ;)

    LG

    Hi Maik!

    Wäh, ein eventuell betrunkener Leiter einer SHG.

    Vielleicht kommt das L auch davon, dass du wie ein Kind neben deiner Mama rumgehst und eigentlich tust (oder auch nicht mehr :) ) was ihr gefällt und sie möchte.
    Dafür bist du sicher mal schon zu alt. ;)
    Könnte ich mir gut vorstellen wenn ich an meine Mutter denke.
    Die putzt gerne Fenster und steht auf das Gefühl wenn sie dann sauber sind.
    Ich putze sie nur weil sie dreckig sind.
    Aber befriedigend wird das nie sein für mich.

    Ich dürfte ein Pfeil sein. Im Winter. :D

    LG

    Hi

    Das was mich am meisten wundert, immer noch, ist, dass ich nichts mehr schreibe. Es gab, auch am Anfang meiner Trockenheit keinen Tag, an dem ich nicht irgendwas geschrieben hätte.
    Jetzt kann ich mich an meinen letzten Text gar nicht mehr erinnern.
    Das hatte schon was gemeinsam, mein Trinken und mein Schreiben, auch wenn ich nie betrunken geschrieben habe.
    Es war immer der mehr oder viel mehr weniger bewusste Wunsch, doch noch verstanden zu werden.
    Ich kann mich auch nicht daran erinnern, mal alleine gesoffen zu haben, wenn ich es auch nicht ganz ausschließe, dass es vielleicht doch mal so war.
    Ist ein Kindheitsknall das. Ich wurde immer gefragt wie es denn nun weiter gehen solle.
    Schon bevor ich noch schreiben konnte. Ich habe dann auch immer nachgedacht über sämtliche Fragen und geantwortet.
    Ewig gebraucht bis ich kapiert habe, dass egal was ich
    sage oder schreibe, danach alles weiterhin so ist, wie es vorher war.
    Klar hat es mir später gefallen, dass man mich außerhalb der Familie begabt genannt hat.
    Nichts desto trotz dienen alle meine Worte, egal ob wahr oder nicht, der Unterhaltung anderer.
    So ähnlich wie das Saufen. Da hatte ich auch ab dem ersten Schluck blendende Laune und Lieder und Witze auf Lager.
    Die ich auch immer habe, wenn ich alleine bin. Ich bin praktisch nie schlecht gelaunt, wenn ich alleine bin oder nur ganz kurz.
    Ich werde nie wieder mit Worten eine Welt erschaffen, die nicht existiert und das ist beinahe so befreiend wie sie mir nicht mehr zurecht zu saufen.
    Was war das für eine Katastrophe am Anfang meiner Trockenheit.
    Die Vorstellung keine Welt mehr zu haben, die außerhalb der realen existiert, weil ich sie mir einfach mache.
    Die Wirklichkeit, abseits der Natur und dem Gevieh, die Wirklichkeit der Spezies, der ich nun mal angehöre, löst immer noch kein Gefühl der Zufriedenheit aus.
    Eine Blume, ein Käfer löst nach wie vor Entzücken aus.
    Ich glaube ich bin immer noch ein wenig beleidigt weil ich ein Mensch bin.
    Papageien sind und bleiben schöner. Oder Bäume.
    Wie gut, dass man neben schreiben auch noch zeichnen oder was bauen kann. Wie gut, dass es Wasser und Saft gibt.
    Ein bisschen alt bin ich halt schon um in einem anderen Gebiet gut zu werden.
    Aber nur ein bisschen.
    LG

    Hi!

    Für mich ist das auch nichts, das mit weit in die Zukunft denken. Kann ich nicht, mag ich nicht, verwirrt mich.

    Jobs hatte ich auch schon viele, komische, doofe, kuriose, lächerlich auch (war mal ein Schild ;) )

    Beim Zeitungsaustragen hätte ich bestimmt eine Kamera mit.
    Oder einen Bleistift wenn ich ne Pause hätte.

    Alles wird leichter, wenn man am Abend was sieht, was man noch gemacht hat.
    Irgendwas darüber hinaus.

    LG

    Hey Verena!

    Ja, es ist schon heftig.
    Letztens wollte ich auch raus. Da haben meine Füße glatt vor dem Lokal gebremst und ich bin rückwärts wieder gegangen.
    Aber ich hebe trotzdem ab, wenn mich meine Freunde anrufen. Weil ich ja, wenn gewisse Lieder gespielt werden, immer noch headbangen muss, geht einfach nicht anders und das find ich auch gut so.
    Dir liebe Grüße!