• Danke Matthias und hi Tocco!
    Positive Gedanken Tocco, das sind konstruktive Gedanken nehme ich an? Auf destruktive Gedanken komme ich eh nur, wenn ich auf den Ruinen dann was Neues machen kann. Die sind mir dann aber auch willkommen.

    Hi Maik!

    Ich glaube mit Alk funktioniert gar nichts besser. Ist nur eine weitere Ausrede, dass das Zeug kreativ machen würde, eine damit man saufen kann.
    Wenn was drinnen ist und raus muss, kommt es ohnehin raus. Wenn nichts drinnen ist, kommt auch nichts raus.
    Ganz einfach eigentlich. ;)

    LG

  • Hi Bruce!

    Wer du dann wärst? Einer von vielen wärst du dann. Bist du aber nicht. Sehr prima das!

    Wozu man fähig ist, das ist wirklich interessant. Ich hab zwar immer gut gemalt, konnte aber nie was zeichnen, ohne dass ich dazu schreiben musste, was es sein sollte.
    Ich glaube, meine Trockenheit hat mir diese Kunst jetzt beschert.
    Endlich sehe ich es. Endlich tut meine Hand das, was das Auge möchte.
    Naja so ziemlich zumindest.
    Das ist halt schon ein Gegensatz zum Schreiben. Da schaut man immer durch die Sachen durch um das zu sehen, was dahinter ist.
    Aber du hast recht, letztlich ist es gar nicht so wichtig, denn es geht mir gut.
    Ich hoffe dir auch!

    LG

  • Hey Schnuffig,


    kann schon sein. Wahrscheinlich konnte die Kreativität bei mir betrunken und stoned einfach besser fließen, weil ich meine Probleme in diesem Zustand konnte ausblenden konnte.

    Wenn man wirklich frei ist, kommt die Inspiration vielleicht irgendwann von ganz allein zurück. Oder ebend auch nicht.

    Ich wollte auch eigentlich bloß etwas schreiben, weil mich Deine Geschichte interessiert und Du in meinen Augen schon viel erreicht hast. Auch wenn es nicht einfach ist, kannst Du wirklich stolz auf Dich sein.

    Leider merke ich hier im Forum dass ich mit meinem Intellekt oft an meine Grenzen stoße. Also meine Einträge bitte nicht als so oberflächlich betrachten, wie sie aussehen ;)

    Ich bin gerade dabei auszutesten wann bei mir Schluß ist und was noch geht. Manchmal merke ich schon beim Schreiben dass etwas Mist ist und ich mich verhaspelt habe, aber drücke dann trotzdem noch auf Absenden. Oooops schon wieder...


    lg Maik

  • Hi Maik!

    Ich hab dich wohl erschreckt, das wollte ich nicht. Mir ist es immer recht, wenn du auf Absenden drückst, ich lese dich gerne.
    Es war mehr so alchemistisches Gedankengut früher. Meistens bis fast immer. Ich befasste mich mit Dreck und dem Versuch eben diesen in Gold zu verwandeln.
    Auf die Idee mich nicht mit Dreck zu befassen sondern gleich nach dem Gold zu suchen, bin ich nie gekommen.
    Dabei ist es so einfach und es wird mit jedem Tag ohne Alk einfacher.
    Weil alles was dabei rauskam sowieso irgendwie Mist war. Auch wenn's andere nicht so sahen, so zählt doch eigentlich nur, wie ich es sehe.
    Und ich sehe es im zweiten Jahr meiner Trockenheit besser als je zuvor. :)
    LG

  • Hey,

    nee nee, nicht erschreckt im eigentlichen Sinne. Ich erschrecke mich dann bloß vor meiner mangelnden Auffassungsgabe. Das er- und verschreckt mich dann ein wenig und ich überlege dann ob das noch besser wird, oder ob da dann bei mir das Limit erreicht ist ;)

    Ich für mich fände es sehr schade nie mehr meiner Musik nachgehen zu können, aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis mein Kopf wieder frei ist dafür. Hoffentlich leben wir uns nicht auseinander...

    Ich habe auch immer mehr düsteren Sound gemacht als alles andere. So wie es in meinem Kopf aussah so hörte sich auch meine Musik an, sehr Düster. Ich hatte es, nachdem ich aufgehört habe zu trinken noch ein paar Mal versucht, aber konnte mich auf keine Stimmung mehr einigen und das Resultat war "nichts". Leere Notenblätter. Die Leere die ich auch sehr oft in mir spüre. Ich wollte dann wieder anders drauf sein... Da hab ichs dann sein gelassen.

    Es ist schön dass alles immer klarer wird für Dich, ich hoffe bei mir wirds das auch noch ;)


    lg Maik

  • Der Kopf, der Kopf, mir kommt vor ich lese den heute fast überall.
    Ich brauche meinen Kopf zum Denken. Sonst tappe ich nämlich dem Suchtgedächtnis in die Falle. Wo, wie ich auch lese, "gestern" ja alles so viele einfacher war. Wo Leute tanzen konnten und musizieren und kreativ sein und die Welt spüren.
    Das ist nicht fertig gedacht. Da fehlt das Stolpern beim Tanzen weil besoffen, es fehlt die Unfähigkeit Misstöne noch wahrnehmen zu können. Die Ernüchterung über die Stümperei am nächsten Morgen über das, was betrunken doch ach so toll aussah.
    Deswegen, damit ich mich nicht vom Suchtgedächtnis reinlegen lassen muss, brauche und benutze ich meinen Kopf.
    Für morgen brauche ich ihn vielleicht auch. Weil ich nachdenken muss was ich einkaufen soll etc.
    Aber für jetzt?
    Was brauche ich denn fürs Trommeln mit dem Essstäbchen meinen Kopf? Oder beim Singen oder Schreiben eines rotzigen Seemansliedes?
    Ich darf mich hindenken wo ich will, ich darf sogar beim Wäsche aufhängen fertig machen zum Entern brüllen, weil ich gerade vergesslich bin.
    Jetzt darf ich alles.
    Was ich nicht darf ist mir das Gestern schön reden und mir vor dem Morgen in die Hose machen.
    Aber sonst erlaube ich mir in diesem Moment wonach mir der Sinn steht.
    Faul sein natürlich inklusive.
    Wieso geht das bei mir und bei anderen anscheinend nicht?
    Hm? Hm. hm. Hm!

    LG

  • Hi!

    These? Permanente Angst davor für alles was man tut oder nicht tut jetzt oder später auf irgendeine Art und Weise bestraft zu werden.
    Und sei es mit Reue beim letzten Atemzug über das ungelebte Leben?

  • Habe ich denn nicht die Pflicht Angst vor mir zu haben, nachdem was ich alles über mich weiß, oder glaube zu wissen?

    Habe ich nicht einen Anspruch auf Trauer für ein "ich" das ich ausgesperrt habe, wie einen tollwütigen Hund, der trotzdem Jahre lang an meiner Seite geschlafen hat.

    Habe ich nicht das Recht Panik davor zu haben dass Gitter wieder öffnen zu wollen, weil ich ihn so vermisse, meinen treuen Weggefährten, obwohl ich weiß, dass er mich wahrscheinlich zerfleischen würde?

  • Hi!

    Jo, hättest dir halt gleich das Recht auf Pathos auch noch schreiben sollen. :)

    Du glaubst jetzt der Wau Wau kommt raus, wenn du den Bass voll aufdrehst und dir zur Musik vorstellst, dass du schlank und schön und berühmt und heldenhaft und so bist?
    Oder wieso verbietest du dir so Menschensachen? Oder versuchst es?

    Traurig sein ist natürlich auch ok, sonst wird man ja depressiv wenn man das nicht kann!

    Bitte sehr, soweit mir bekannt, hast du niemanden umgebracht oder schwer verletzt.
    In dem Fall fände ich Tollwut angebracht. Dafür gibts dann Gitter zum Angreifen.

    LG

  • Hallo ihr Lieben,

    ich halte mich gerade ein wenig bei euch auf und habe mir die letzten Einträge durchgelesen.

    Mir sagte das Bild des tollwütigen Hundes zu, nicht zuletzt aus dem Grund, weil es mir mit meinem eigenen Lebenswandel nicht selten ähnlich geht.

    Ich selbst habe vor über einem Jahr meinen letzten Schluck Alkohol getrunken, ich würde mich in Bezug darauf nicht als suchtkrank aber sicher wohl als damalig suchtgefährdet (und zwangsläufig dann heute auch noch oder) bezeichnen.

    Und trotz dem ich weiß, wieso ich aufhörte, was es in mir bewegt hat, was alles seither anders ist, in mir drin, um mich herum, besser.

    Trotz alle dem ist diese "alte Miriel" (vor der ich manchmal sehr erschrocken bin, wenn ich zurückdenke) ein Teil von mir. Und wird es immer sein.

    Ich glaube, dieses alte "Ich" so wie du es beschreibst Maik, wobei ich mir hier nicht anmaßen möchte, meine Beziehung zu Alkohol mit der deinen zu vergleichen, es macht einem Angst. Es ist ein Abgrund, der da ist, der einfach existiert. Von dem man weiß, dass er da ist. Denn auch ich habe diesen Abgrund von heute auf morgen verabschiedet und dennoch trauere ich ihm manchmal sogar nach, was mir auch wiederum Angst macht.

    Aber ist es nicht mit am Wichtigsten, dass man lernt, diesen Teil seiner selbst anzunehmen und dann eben auch loszulassen? Denn nur dann kann man doch im Frieden damit sein, oder?

    Ich habe mich oft gefragt, wie sehr mein XY sich wohl an dieses alte Ich klammert, weil es letztendlich eben immer mit viel Kraft udn Mut verbunden ist, diesem "Ich" einen Riegel vorzuschieben. Deshalb musste ich mir nicht selten Erklärungen wie "Das ist eben ein Teil von mir" anhören, die schonmal als Warnung für die Zukunft dienen sollte.

    Aber Nein! Ich kann auch nicht über mich sagen "Aber das ist eben ein Teil von mir" und es ist damit gegessen. Ja, es ist ein Teil von mir, aber ein Teil, der auch bei mir nur in anderen Sphären zum Vorschein kam und den ich deshalb auch nicht als realen Teil von mir betrachten kann, sondern als den Teil, der mir im Grunde aufzeigt, dass ich gerade Missbrauch an mir selbst begehe.
    Und deshalb bin ich froh, dass ich aufgehört habe, mich selbst "zu missbrauchen" und dieser Teil dann eben auch in Frieden ruhen darf.

    Entschuldigung für diesen Redeschwall und die etwas diffuse Schreiberei, aber mich hat das eben sehr angesprochen, das zu lesen. :)

    Ich wünsche euch einen schönen Tag!

    Mit lieben Grüßen


    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo Miriel!

    Bei mir musst du dich nicht dafür entschuldigen, dass du eine Stimme und eine Meinung hast. Sonst glaub ich auch bei niemandem :)

    Kann das sein, dass du, so wie der Maik, den Rest der Welt ausblendet wenn ihr, du, über Abgründe und Tollwut redet?
    Ich kenne nicht viele wirklich böse Menschen, aber genug um zu wissen, dass ich nicht zu ihnen gehöre und nie gehören werde.
    Ich muss meiner Sucht einen Riegel vorschieben, indem ich sie nicht vergesse, täglich daran denke.
    Das ist klar.
    Aber hey, abgesehen davon mag ich mich.
    Ich glaube schon, dass ich ganz gut springen kann. Denn der alte Abgrund liegt hinter mir, neue können sich immer auftun.
    Deswegen bin ich vorsichtig, aber eben nicht bereit mich vor mir oder sonst wem zu fürchten.
    Was ist denn da unten, in eurem Abgrund?

    Liebe Grüße!

  • Hey Ihr Beiden,


    ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst so etwas schreiben. Angst vor den Reaktionen, obwohl es mein inneres eigentlich ganz gut wiederspiegelt.

    Pathos hab ich gegoogelt, kannte ich vorher nicht, aber trifft es wohl ganz gut Schnuffig ;)

    Hab gerade herzhaft gelacht, was selten ist in letzter Zeit. Habe mir mich ganz eng eingewickelt in Frischhaltefolie mit Supermanumhang tanzend vorm Spiegel vorgestellt. Man, ich schmeiß mich weg, wenn jetzt der Hund kommt und mich auswickeln will 8)

    Ach Miriel ich bin schon wieder mit meinem Latein am Ende. Loszulassen ist ja die eine Sache, aber ich für meinen Fall glaube dass ich es erst geschafft habe, wenn dieser tollwütige Hund von alleine gestorben ist (was lange dauern kann, weil solche Hunde sehr alt werden können) oder ich es schaffe ihn durch ein neues zu ersetzen. Vielleicht ein Hoppelhäschen, die sind so niedlich.

  • Hallo Schnuffig!

    Vielen Dank für die Worte mit dem Entschuldigen ;) Ich weiß nicht, ob es jedem Angehörigen hier so geht. Ich schreibe bei euch selten was, lese meist nur und mich kostet es immer Überwindung hier etwas zu sagen oder zu fragen, obwohl ich es viel öfters gerne machen will.

    Ich glaube ich sehe euch manchmal fast so wie eine "Front", die mir irgendwie Angst macht, Angst, jemandem zu nahe zu treten und etwas falsches zu sagen, weil ich eben nicht zu der "Seite" gehöre. Das liegt sicher auch daran, dass ich mich sehr sehr viel mit dem Alkoholismus an sich beschäftigt habe und die Komplexität der Krankheit (so wie ich das empfinde) eben ganz stark empfinde und deshalb mich oft auch nicht in der Lage sehe, mich "da" überhaupt heranzutrauen, weil ich mich dagegen irgendwie klein fühle, also unwissend. Was auch immer :D

    Liegt sicher auch an mir und daran dass ich mich selbst kleiner mache, als ich bin ;)

    Alkoholismus hat sich in seiner Bedeutung für mich als etwas Großes, Schweres, Undurchdringbares, unglaublich Machtvolles sehr gefestigt, was diese Scheu wohl auch auslöst.

    Außerdem löst es in mir auch immer Gefühle aus, mit Menschen zu sprechen, die eben schon und immernoch auf der "nüchternen Seite" des Alkoholismus stehen. Im Gegensatz zu meinem XY. Da fühle ich dann immer großen Respekt davor und bin gleichzeitig traurig, dass es aber halt eben genau zwei Seiten der Krankheit gibt, die man leben kann. Eine nasse und eine trockene.

    Umso schöner finde ich es, nun die Möglichkeit zu haben, mich z.B. jetzt mit dir auszutauschen.

    Dafür bin ich dankbar.

    Das musste mal raus ;)

    Und zum Abgrund. Also ich kann nur sagen, ich weiß halt, zu welchen Dingen ich fähig war, Dinge, die unter Umständen anderen geschadet haben, andere verletzte haben, aber natürlich am meisten mir Selbst. Diese Dinge stellten auch bei mir keine Strafdelikte dar (aber eben klare Grenzüberschreitungen) aber die mir im Nachhinein aufzeigen, wie veränderbar ich sein kann und wie sehr ich selbstzerstörerisch wirken kann, wenn ich mich eben auf dem falschen Weg befinde.

    Den Abgrund betrachte ich nicht als etwas, was mich zum "bösen Menschen" macht, sondern vielmehr als Dinge, über die ich unter Umständen die Kontrolle verlieren kann. Und das macht mir dann aus dem Grund Angst, weil ich die Kontrolle eben nicht mehr verlieren will. Und ja, auch aus dem Grund, will ich diese "Abgründe" nicht vergessen, da mich das Wissen um sie zwar manchmal ängstigt, es mir aber auch zeigt, dass ich dort nicht mehr hin will. Aber klar, kann man es auch so sehen, dass der alte Abgrund eben hinter einem liegt und sich eben neue auftun können.

    Und es stimmt schon, dass es nicht sonderlich hilfreich ist, sich zu fürchten. Und das sehe ich auch bei mir. Ich z.B. habe eine Angst entwickelt gegenüber Alkohol. Ich war deshalb nie in Therapie oder sonstigem, merke aber, dass ich Muster in mir drin habe, die mich an die eines Suchtkranken erinnern, der das erste Glas eben lieber stehen lässt.

    Und diese Angst rührt denke ich daher, dass ich Angst vor dem alten Ich habe, das damit in Verbindung steht.

    Ist das dann eine begründete oder unbegründete Angst? ;)

    Liebste Grüße!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ok, jetzt haben sich unsere Beiträge überkreuzt.
    Ich möchte hier auch garnicht deinen, Schnuffig, Faden benutzen und von deinem Thema abkommen. Sorry! (Und schon wieder entschuldigt ;) )

    Ich finde loslassen besser, als darauf zu warten, dass er stirbt. Denn was wenn er nicht stirbt? Da wäre es doch sicherlich besser, ihn loszulassen, aber ihn eben, wie Schnuffig sagt, nicht zu vergessen. Aber das ist meine Sicht.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Nachtrag:

    Darauf zu warten, dass er stirbt, das erweckt in mir auch irgendwie ein Bild des "in der Situation verharrens". Und hindert somit zwangsläufig am vorankommen.

    Oder?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Und noch ein Nachtrag:

    Das mag jetzt vielleicht weit hergeholt sein. Aber es erinnert mich auch noch weiterhin an unsere Seite der Co.`s, bei denen nicht selten, im wahrsten Sinne des Wortes "gewartet und verharrt wird bis er stirbt" und das geschieht auch letztendlich immer aus Angst.

    Und selbst wenn "er" dann nicht mehr da ist. Losgelassen hat man dann immernoch nicht zwangsläufig.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Das Problem ist halt für mich Sachen zu finden, die einen größeren oder wenigstens gleichwertigen Stellenwert einnehmen können, wie die Erinnerungen an den alten, blöden Hund, den ich aber trotzdem irgendwie mag, so süß mit seiner Tollwut (ich hör ja schon auf!)

    Da diese Erinnerungen fast immer mit sehr großen Emotionen verbunden sind, wozu Alkohol und Drogen nunmal da sind, ist es jetzt an der Zeit einen Weg zu finden mit dem normalen Leben klarzukommen. Mit der Banalität des Seins vielleicht? Ja doch ich glaube schon. Ich meine mein Plan steht, Alkohol und Drogen sind kein Thema, aber wird diese Sehnsucht nach dem Kick, nach Emotionen die außerhalb unseres Seins als Abstinenzler möglich sind, verschwunden sein wenn ich soweit bin?

    Ich weiß es nicht, neige aber eher dazu das anzuzweifeln.

    Mein Abgrund ist dunkel. Ich spiele ganz fröhlich und entspannt mit meinem tollwütigen Hund, während er mich ganz langsam zerfleischt.


    lg Maik

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