Beiträge von schnuffig

    Mit schnuffig (als Kette versteht sich) um den Hals bin ich heute losgegangen und habe ein paar meiner verschmähten Weihnachtsmarktsachen verkauft. An eine Person in einem Laden.
    Ich habe mit einem Na trinken wir immer noch nicht? gerechnet, aber es blieb aus.

    LG

    Hallo!

    Die Eiche ist zwar schon wieder weg, aber trotzdem.
    Ich passe prima zu Menschen die ein wenig sehr schräg sind. Meine Arbeit auch.
    In diesem Jahr habe ich ausprobiert, ob ich auch arbeitsmäßig bei den anderen Fuß fassen kann. Nein, kann ich nicht.
    Ich kann jetzt bei mir daheim gut für eine alkoholfreie Umgebung sorgen und wenn ich dann konzentriert was mache, dann trinke ich halt aus versehen aus dem Wasser, das ich für die Blumen hergerichtet habe. Das ist zwar grausig aber egal.
    Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe, laufe ich Gefahr, wenn ich ganz auf meine Tätigkeit konzentriert bin, dass ich aus irgendeinem Glas trinke.
    Deswegen ist das Risiko zu hoch.
    Denn wenn ich das tue, dann in ich gescheitert. Weil mein Mund nach dem ersten Schluck austrocknet und kein Wasser meinen Durst löschen wird.
    Dann ist es zu spät.
    Das war's was ich meinte.

    Liebe Grüße an alle!

    Hallo Andreas!

    Leicht kauzig ist nett :).
    Ich hätte dir auch von Teilen der 14 Jahre erzählen können, die ich jetzt schon nicht mehr 21 bin!
    Dann hättest du dir vielleicht gedacht, boah, so eitel und vergnügungssüchtig wie die war ich nie.
    Aber du hattest ja die Wurzeln angesprochen. Ich habe mir auch nicht gedacht, dass du auf hohem Niveau jammerst, sondern nur gehofft, dass du das was wichtig ist verstehst, damit hier nie was von einem Rückfall steht.

    LG

    Hallo Doro!

    Ich komme wegen unserem Gespräch bei Jonas vorbei, wenn es recht ist.
    Lange, fast 10 Jahre, habe ich zumeist ehrenamtlich mit Tätern wie Opfern zu tun gehabt.
    Das war so: Zwar immer noch blöd über den verübten Raubmord etc reden aber eine Quietschestimme oder einen Heulkrampf bekommen, wenn man nach Mama und Papa gefragt hat, denn Mama und Papa haben jeden einzelnen von den "harten" Kerlen geliebt und wer was anderes sagt, der ist ja so gemein.
    Ich interessiere mich, auch weil ich A. Millers Werk sehr schätze, bei mir und fallweise auch immer noch bei anderen, für den ersten Bruch im Leben.
    Es war bei meinen Gesprächen auch nie eine Frau dabei, die in ihrem Leben keinen Vater gehabt hätte, der es den folgenden Männern nicht erst ermöglicht hätte, sie zu quälen.
    Das gilt auch für mich, natürlich. Aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass das besonders interessant ist, denn immer wenn ich nach einem Amoklauf die Zeitung aufschlage, gibt es Diskussionen über Filme und Computerspiele.
    Noch nicht mal welche darüber, warum der die Filme schaut und die Spiele spielt.
    Für mich ist und bleibt das unverständlich.
    Liebe Grüße und nichts für ungut.

    Warum ich gesoffen habe?

    Ich sag mal die ersten 21 Jahre meines Lebens haben sich so angefühlt, als würde ich operiert werden, nur blöderweise wirkte die Narkose nicht. Dauerschmerz gepaart mit der Unfähigkeit mich zu rühren wenn's denn wichtig gewesen wäre mich zu rühren.
    Würde ich da jetzt die Wurzel meiner Sucht suchen und dann noch versuchen sie auszugraben, wäre ich bis mir das gelingen würde, höchstwahrscheinlich bis sicher tot.
    Aber hey, ich habe Glück. Weil die (Langzeit)trockenen hier mir nämlich helfen, nicht an meiner Sucht sterben zu müssen.
    Sie haben einen Riegel den ich vor sie schieben kann. Und wenn ich den Weg gehe, den sie gehen, wenn ich mich an die Grundbausteine halte, dann hält dieser Riegel auch.
    Vielleicht komme ich sogar mal zu der üblen Wurzel. Gut so.
    Aber wenn nicht, werde ich trotzdem nicht an meiner Sucht sterben müssen, solange ich nicht von dem Weg hier abweiche.
    Großartig. Findest du nicht auch?

    LG

    War toll!
    Sich nicht beirren zu lassen und mich auch nicht selbst einschüchtern ist auch toll.
    Am besten ist es aber, genug Selbstvertrauen zu haben, es toll zu finden, nicht zu trinken und keine Zweifel daran zu lassen, dass das so bleibt. Alles andere ist nicht so wichtig! Alles andere ergibt sich von selbst.
    LG

    Hallo Dorothea!

    So im Sinne von: Er ist ja so sensibel, nur gelegentlich wenn ihm alles zu viel wird, schlägt er eben zu?
    Er ist so einfühlsam nur wenn er ganz viel Stress hat, tickt er aus?
    Diese Denkweise halte ich für fatal. Menschen, die sowas tun, sind schon lange bevor sie auf ihre Opfer treffen gebrochen.
    Deswegen ist es ja auch egal, wie Mann/Frau sich verhält, denn der Grund warum er/sie zuschlägt, liegt woanders.
    Nicht beim Chef, der Frau, den Kindern. Sondern da, worüber er nicht redet oder abblockt. Sich seine Stimme verändert wenn er darauf angesprochen wird.
    Er stellt sich seinem Schmerz nicht, deswegen kann er ihn anderen zufügen.
    Meistens in der selben Art wie er ihm mal zugefügt wurde, nur anders inszeniert. Aber Ablauf und Muster bleiben gleich.
    Ein zart besaiteter, also empfindsamer, sensibler Mensch hat Zugang zu seinem Schmerz.
    Der wird nie so Sachen sagen müssen, wie "mir ist die Hand ausgerutscht", "es ist passiert" und es tut mir ja so leid, ich werde es bis zum nächsten Mal nicht wieder tun. Weil er es gar nicht tut.

    LG

    Hallo Jonas!

    Ja, es muss einer sein, der von sich selbst wirklich denkt, dass er zart besaitet ist, das ganz fest glaubt, obwohl er es natürlich nicht ist, denn wäre er es, würde es höchstens für Notwehr reichen. Nie aber für eine Gewalttat.

    Ich hätte es akzeptiert, wenn er mit dem Besenstiel gegen die Decke geklopft hätte.

    LG

    Trocken sein bedeutet, den Weg zu finden, den es noch gibt.
    Den ich aber nicht finde, solange ich nass denke.

    Mein nächtliches Schreiben hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ein prickelndes Selbstgespräch am Morgen. Bestehend aus den Hauptbestandteilen. Feigling, Aufgeberin und der Rest ist nicht so nett.
    Ich habe sie danach angerufen und sie treffen sich heute woanders mit mir.
    Inklusive bereitgestellter Wasserflasche.
    Ohne euch hier wäre das anders gelaufen.
    Juhu.
    Danke.

    Diese Möglichkeit am Samstag Abend einen Job zu erledigen, die raubt mir (schon wieder) den Schlaf.
    Es wäre prima, wäre es irgendeine Arbeit. Aber nein, für mich ist es ein WoW Job.
    Einer, den ich ablehne. Weil ich nämlich Alkoholikerin bin.
    Das Wort Exzess passt zu dem Job. Und ich dürfte ihn dokumentieren. Veröffentlichen.
    Schau, könnte ich sagen. Ich habe das gemacht.
    Und dann weiter machen.
    Das ist nicht mal mehr eine Hintertür. Das ist eine Pforte.
    Durch die ich nicht gehe.
    Ich habe im letzten Jahr zweimal versucht beruflich Fuß zu fassen.
    Zweimal bin ich absolut gescheitert.
    Mir kommt vor, alles was ich tue, verliert an Kraft. Winzige Worte, winzige Bilder. Winzige Fotografien.
    Trotzdem lehne ich ab.
    Es ist mir klar warum und wieso. Es ist sogar selbstverständlich.
    Und doch. Und doch.
    Hoffe ich jetzt wenigstens auf etwas Schlaf.

    Hi Carpenter!

    Das war jetzt das zweite Mal, dass ich diese Formulierung verwendet habe. Ich habe sie für die Sorte Mann benutzt, die den Nichtkonsum von Alkohol als Angriff auf ihre Männlichkeit versteht.
    Bei dem hier genannten Beispiel hatte ich auch diesen Eindruck. Meine Erfahrung dazu: Es ist egal was man da sagt, am besten klappt nichts sagen.

    Hallo Verena!

    Das klingt ganz prima!

    Ich habe mein Bett umgestellt und mir eine ordentliche Leselampe besorgt.
    Da lese ich jetzt wesentlich mehr "Krimskrams" als früher und im Badezimmer gibt's Kerzenleuchter an den Wänden.
    Alles ist so, dass ich mich wohl fühle. Na fast alles.

    Weiter so!

    Liebe Grüße

    Hi Cora!

    Ich sage meistens gar nichts mehr. Zumindest nicht zu den Typen, die wirklich ganz frisch vom Baum herunter gekommen sind und die wahrscheinlich daheim das Plakat hängen haben, wo draufsteht, dass Alkohol hilft, an Frauen ranzukommen.
    Die tauchen unverwandt an der Supermarktkasse genauso auf wie beim Spazieren gehen oder sonst wo.
    Nervt zwar, hat aber eigentlich echt nichts mit mir zu tun.

    LG

    Ich bin mir nicht sicher, Oldie, ob ich, wäre ich kein EKA, auch in schallendes Gelächter ausgebrochen wäre, beim Lesen deines Beitrages.
    Aber wahrscheinlich hätte es auch gereicht, einfach alkoholkranke Mutter zu sein.
    Aber am besten wird sein, du fragst sie, die Ekas, was sie als emotionale Erpressung und emotionale Gewalt verstehen:
    a) einen täglich betrunkenen Großvater zu haben
    Oder
    b) einen, der mit ihnen ein Instrument lernt.

    Übrigens lache ich jetzt nicht mehr, jetzt bin ich schon eher zornig, wenn ich an mich und meinen Vater denke. Ob sich die Leute damals auch gedacht haben, dass mein zartes Gemüt es nicht aushalten würde, wenn er wegen mir zu saufen aufhört und mir statt dessen was beibringt?
    Bis heute dachte ich gar nicht, dass das möglich ist. Dass sich wer sowas denkt.
    Echt nicht.

    Hallo Verena!

    Das finde ich toll, dass du dich heute noch um (mehr) Hilfe kümmerst.
    Denn nicht trinken ist ja ein Gewinn und es wäre sehr schade, wenn es das für dich nicht wäre und du dich da durchquälen musst.
    Denn nicht trinken ist ja sehr schön! Und bis jetzt hast du das schon so gut gemacht.
    Ich hoffe du findest was du brauchst!

    LG