Diese Möglichkeit am Samstag Abend einen Job zu erledigen, die raubt mir (schon wieder) den Schlaf.
Es wäre prima, wäre es irgendeine Arbeit. Aber nein, für mich ist es ein WoW Job.
Einer, den ich ablehne. Weil ich nämlich Alkoholikerin bin.
Das Wort Exzess passt zu dem Job. Und ich dürfte ihn dokumentieren. Veröffentlichen.
Schau, könnte ich sagen. Ich habe das gemacht.
Und dann weiter machen.
Das ist nicht mal mehr eine Hintertür. Das ist eine Pforte.
Durch die ich nicht gehe.
Ich habe im letzten Jahr zweimal versucht beruflich Fuß zu fassen.
Zweimal bin ich absolut gescheitert.
Mir kommt vor, alles was ich tue, verliert an Kraft. Winzige Worte, winzige Bilder. Winzige Fotografien.
Trotzdem lehne ich ab.
Es ist mir klar warum und wieso. Es ist sogar selbstverständlich.
Und doch. Und doch.
Hoffe ich jetzt wenigstens auf etwas Schlaf.
Exzessiv - Intensiv
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Schnuffig, es geht doch nicht um "irgendeine Arbeit", die Dir den Schlaf "raubt" , es geht noch nicht mal ums trinken, es geht ums Scheitern. Auf allen Ebenen.
- edit, bitte hier in diesem Forum keine Zitate einkopieren, danke, Linde -
Du bist in meinem Herzen
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Hi schnuffig,
Ich hoffe, du hast deinen Schlaf noch finden können, und träumst jetzt gerade von angenehmen Dingen. Ich wache zur Zeit jeden Morgen leicht bibbernd auf, trotz 2 Decken.
Du spürst mit der Zeit immer mehr, was Du brauchst, und was Du nicht brauchst, um das Leben zu leben, das du möchtest. Das halte ich langfristig gesehen für eine der wirklich guten Seiten der Trockenheit.
LG Bruce
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Trocken sein bedeutet, den Weg zu finden, den es noch gibt.
Den ich aber nicht finde, solange ich nass denke.Mein nächtliches Schreiben hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ein prickelndes Selbstgespräch am Morgen. Bestehend aus den Hauptbestandteilen. Feigling, Aufgeberin und der Rest ist nicht so nett.
Ich habe sie danach angerufen und sie treffen sich heute woanders mit mir.
Inklusive bereitgestellter Wasserflasche.
Ohne euch hier wäre das anders gelaufen.
Juhu.
Danke. -
War toll!
Sich nicht beirren zu lassen und mich auch nicht selbst einschüchtern ist auch toll.
Am besten ist es aber, genug Selbstvertrauen zu haben, es toll zu finden, nicht zu trinken und keine Zweifel daran zu lassen, dass das so bleibt. Alles andere ist nicht so wichtig! Alles andere ergibt sich von selbst.
LG -
Schnuffig,
Dich nicht beirren zu lassen, ist der richtige Weg!
und: Zuversicht!
und: Dich nicht selbst belügen!
und: es geht nicht drum, "es 'toll' zu finden, nicht zu trinken",
sondern darum, das das Leben - so wie es ist - auch ohne Alkohol lebenswert ist.
Schau, Du hast nur dieses einzige Leben, es gibt keinen "Zuschlag". Wenn Du tot bist, bist Du tot. Dann ist nix mehr.
Geh mal früh morgens in die Natur und sei ganz still dabei.
Hör den Schnee knistern, wenn Du darüber läufst, schau Dir die Bäume an, wie sie stehen und allem Wetter trotzen, sie sind vereist, doch im Frühjahr spriessen wieder die Blätter.Ja, SelbstVertrauen ist sehr gut!
Lass allem Zweifel keinen Raum!Dein Walter
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Hallo!
Die Eiche ist zwar schon wieder weg, aber trotzdem.
Ich passe prima zu Menschen die ein wenig sehr schräg sind. Meine Arbeit auch.
In diesem Jahr habe ich ausprobiert, ob ich auch arbeitsmäßig bei den anderen Fuß fassen kann. Nein, kann ich nicht.
Ich kann jetzt bei mir daheim gut für eine alkoholfreie Umgebung sorgen und wenn ich dann konzentriert was mache, dann trinke ich halt aus versehen aus dem Wasser, das ich für die Blumen hergerichtet habe. Das ist zwar grausig aber egal.
Wenn ich zu einer Veranstaltung gehe, laufe ich Gefahr, wenn ich ganz auf meine Tätigkeit konzentriert bin, dass ich aus irgendeinem Glas trinke.
Deswegen ist das Risiko zu hoch.
Denn wenn ich das tue, dann in ich gescheitert. Weil mein Mund nach dem ersten Schluck austrocknet und kein Wasser meinen Durst löschen wird.
Dann ist es zu spät.
Das war's was ich meinte.Liebe Grüße an alle!
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Mit schnuffig (als Kette versteht sich) um den Hals bin ich heute losgegangen und habe ein paar meiner verschmähten Weihnachtsmarktsachen verkauft. An eine Person in einem Laden.
Ich habe mit einem Na trinken wir immer noch nicht? gerechnet, aber es blieb aus.LG
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Die Sonne scheint, die Vögel singen, ich laufe mit der Katze um die Wette, begrüße alle Pflanzen und lache alle Leute an.
Ich passe auch gut auf mich auf, denn im zweiten Jahr meiner Abstinenz weiß ich langsam wer ich bin. Weil ich es erlebe.
Intensiv, nicht mehr exzessiv.
Alkoholikerin zu sein, stört mich gar nicht mehr, weil ich trocken durch mein Leben gehen darf.Schönen, trockenen Tag euch allen!
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Hallo Schnuffig,
das liest sich so schön und ich kann mir vorstellen wie du mit einem strahlenden Gesicht in der Sonne mit deiner Katze wettlaufen spielst

Mich stört es auch nicht Alkoholikerin zu sein, damit gehe ich schon seit Ende Mai / Anfang Juni ganz offen um, denn so kann ich mögliche Gefahren und Risiken aus dem Weg gehen. Und ich habe in der SHG und hier gelernt, dass ich mich deswegen nicht schämen muss.
Genieße deinen Tag und tank so viel Sonne wie möglich!
Liebe Grüße
Verena -
Hallo Schnuffig,
ich hab mich sehr gefreut daß du dich mal wieder gemeldet hast.
Und dann noch so Schönes zu lesen...
Und dann noch Katzen dabei (ich hab gerad wieder meine Gastkatzen hier, von meim Freund)...
...Sunshine

LG
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Moin schnuffig,
ich zieh das mal bei Dir rein, wenn es recht ist.
schnuffig schrieb:
"Hier scheint immer noch die Sonne.
Männer, Carpenter, das sind so Kerle bei denen man die Idioten verpetzen kann. Also wenn ich Verena wäre, hätte ich sofort den Freund angerufen. "Baby ich steck in der Klemme, mein Kollege ist nämlich voll der Idiot."Was ist denn dir persönlich lieber? Ne Frau die so tut, als wäre sie ganz furchtbar verliebt und so oder eine, die dir obige Frage stellt?
*** mit jemandem, der nicht mal die Nerven hat, zu sagen was er will, ist doch bitte ein erstklassiger Saufgrund und somit gestorben. "
Warum gehst Du eigentlich gleich davon aus, daß es der Arbeitskollege ein Idiot ist und nicht ernst meint ? Er hätte sich doch, wenn es lediglich um Frühlingsgefühle ginge, ruhig offen äußern können. Der arme Kerl sitzt möglicherweise zuhause und heult sich die Augen aus

Mir persönlich ist eine Frau, die gleich direkt zu Sache kommt, wesentlich lieber...erlebt man allerdings nicht so häufig

Allerdings hast Du recht, diese Typen, die auf große Gefühle machen und die Frau doch nur ins Bett kriegen wollen, sind fürchterlich...grundsätzlich ist an Frühlingsgefühlen aber nix auszusetzen...und wenn man konkret anspricht, was man will (muß ja nicht plump sein), ist alles okay.
Würd trotzdem gerne mal Mäuschen spielen, wie Du so einen Süssholzraspler abfertigst...könnt mir vorstellen, da gäb es einiges zu lachen...und ein dämliches Gesicht auf männlicher Seite

Schönes WE
LG Andreas
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Hallo Andreas!
Naja, wenn er heult ist er halt einer mehr, der ungehalten reagiert weil er nicht bekommen hat, was er möchte. Die Sorte gibt's ja nicht gerade in geringer Stückzahl und ich kann nur sagen, ich schulde nicht einem davon auch nur irgendwas.
Hast du ihn gesagt, den Satz?
Also ich habe.Ansonsten gebe ich ja Ruhe, weil ich auch deswegen zu trinken aufgehört habe, damit ich sie bekomme, die Ruhe.
Ich hab auch gar nicht so wenig männliche Freunde, manchmal treffe ich sie und da sie meiner Menschwerdung nur zuträglich sind, haben wir die feinsten Komplimente für uns.
Besser du kommst da vorbei und spielst nicht Mäuschen, wenn ich wieder mal wen fragen muss, ob er nicht weiß, warum der liebe Gott ihm Hände angemacht hat.Liebe Grüße
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Hi Schnuffig,
klar hab ich den Satz gesagt...
Soso, Du verteilst also feinste Komplimente...kann man die auch als solche erkennen ?

So, ich geb nun auch Ruhe...wünsch Dir ne schöne Woche.
LG Andreas
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Ist halt wieder eine Person aus meiner Herkuftsfamilie in eine Klinik eingewiesen worden, wegen ihrer Alkoholsucht und deren Auswirkungen.
Weswegen man mich angerufen hat.
Mich, die ich von je her nicht entscheiden konnte, wer denn nun kränker ist, der Co oder der Trinker, während sich diese Frage für meine Herkunftsfamilie nie stellte. Dass ich diese Person in der Klinik, die in meiner Stadt ist, nicht besuchen werde, versteht sich für mich von selbst.
Genauso wie, dass ich bei Problemen immer schlafen gehen muss.
Ich habe geträumt meine Mutter fährt ein Cabrio im Ort meiner Kindheit und sie fährt los, während ich mich noch außen am Auto anklammere. Ich bin wieder Kind und flehe sie zuerst an stehen zu bleiben, weine, sie lacht kalt, aber dann klettere ich einfach ins Auto.
Worauf sie mir dann meinen Wunsch stehen zu bleiben erfüllt, dann als es mir wirklich schon egal sein kann.
Es war noch ein Kind auf der Rückbank. Eines, das wie gelähmt da saß und es bis heute tut. -
Hi
Das was mich am meisten wundert, immer noch, ist, dass ich nichts mehr schreibe. Es gab, auch am Anfang meiner Trockenheit keinen Tag, an dem ich nicht irgendwas geschrieben hätte.
Jetzt kann ich mich an meinen letzten Text gar nicht mehr erinnern.
Das hatte schon was gemeinsam, mein Trinken und mein Schreiben, auch wenn ich nie betrunken geschrieben habe.
Es war immer der mehr oder viel mehr weniger bewusste Wunsch, doch noch verstanden zu werden.
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, mal alleine gesoffen zu haben, wenn ich es auch nicht ganz ausschließe, dass es vielleicht doch mal so war.
Ist ein Kindheitsknall das. Ich wurde immer gefragt wie es denn nun weiter gehen solle.
Schon bevor ich noch schreiben konnte. Ich habe dann auch immer nachgedacht über sämtliche Fragen und geantwortet.
Ewig gebraucht bis ich kapiert habe, dass egal was ich
sage oder schreibe, danach alles weiterhin so ist, wie es vorher war.
Klar hat es mir später gefallen, dass man mich außerhalb der Familie begabt genannt hat.
Nichts desto trotz dienen alle meine Worte, egal ob wahr oder nicht, der Unterhaltung anderer.
So ähnlich wie das Saufen. Da hatte ich auch ab dem ersten Schluck blendende Laune und Lieder und Witze auf Lager.
Die ich auch immer habe, wenn ich alleine bin. Ich bin praktisch nie schlecht gelaunt, wenn ich alleine bin oder nur ganz kurz.
Ich werde nie wieder mit Worten eine Welt erschaffen, die nicht existiert und das ist beinahe so befreiend wie sie mir nicht mehr zurecht zu saufen.
Was war das für eine Katastrophe am Anfang meiner Trockenheit.
Die Vorstellung keine Welt mehr zu haben, die außerhalb der realen existiert, weil ich sie mir einfach mache.
Die Wirklichkeit, abseits der Natur und dem Gevieh, die Wirklichkeit der Spezies, der ich nun mal angehöre, löst immer noch kein Gefühl der Zufriedenheit aus.
Eine Blume, ein Käfer löst nach wie vor Entzücken aus.
Ich glaube ich bin immer noch ein wenig beleidigt weil ich ein Mensch bin.
Papageien sind und bleiben schöner. Oder Bäume.
Wie gut, dass man neben schreiben auch noch zeichnen oder was bauen kann. Wie gut, dass es Wasser und Saft gibt.
Ein bisschen alt bin ich halt schon um in einem anderen Gebiet gut zu werden.
Aber nur ein bisschen.
LG -
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Hi Schnuffig,
ich schätze es gibt halt ein paar Sachen die mit Alk oder anderen Sachen einfach besser funktionieren (bei manchen Leuten). Ich hab meine Musiksoftware vom Rechner entfernt, bekomme nichts mehr gebacken seitdem ich nichts mehr trinke. Hab auch gar keine Lust mehr was zu machen, weil es mich triggert. Aber das meiste war eh bloß Schrott, kein großer Verlust.
Was hast Du denn so geschrieben?
lg Maik
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Hallo schnuffig!
Du empfindest es als befreiend, nie wieder mit Worten eine Welt zu erschaffen, die nicht existiert. Wenn Du zufrieden mit dieser Einsicht bist, wer bin ich denn, der das in Frage stellen würde?
Meine Erfahrung ist nun eher die, dass es mir trocken immens leichter fällt, kreativ zu bleiben, zum einen, weil die Zeit auf einmal vorhanden ist, und so viel sinnvoller genutzt werden kann, und zum anderen, weil Kopf und Geist nun voll da sind, und auch zu ungewohnter Ausdauer fähig. Das ist es auch, was so ungeheuer befriedigend ist. Zu sehen, wozu man alles fähig ist.
Ob Du dich jetzt je wieder dem Schreiben widmen wirst oder nicht, oder ob Du von fortan lieber zeichnest oder baust, oder gar etwas völlig neues findest, letztendlich bin einfach nur froh, dass es Dir gut geht.
Gruß, Bruce
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