Hallo!
Über eine so lange Zeitspanne hatte ich das noch nie aus dem Nichts.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es ablenken auf die Dauer bringt.
LG
Hallo!
Über eine so lange Zeitspanne hatte ich das noch nie aus dem Nichts.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es ablenken auf die Dauer bringt.
LG
Hallo!
Wo kommen denn die her, deine Alkoholgedanken?
Sicher nicht aus dem Nichts. Vielleicht siehst du dich, wenn du dich nicht ablenkst, wieder mit deiner Freundin besoffen in irgendeiner Ecke.
Und tschüss Auto, tschüss tolle Klamotten, tschüss Freund.
Auf Wiedersehen Leben!
LG
Hallo Zimttee!
Da kannst du natürlich nicht wieder hin. Das ist dir selber klar und das ist gut so.
Besser du suchst dir gleich eine Alternative.
Durchgehend keinen Kontakt zu meiner Mutter hatte ich zwei Jahre. Jetzt wenig. Ich lege auch keinen Wert darauf, zu schauen, ob ich ihr Stand halten kann, ihr gewachsen bin, und schon gar nicht, ob ich doch noch die richtigen Worte finde, die, die sie erreichen.
Mein Leben zu leben finde ich besser, als ein Leben zu leben.
Bestimmt findest du etwas, was zu Dir passt!
LG
Toccos: bleib ruhig war (natürlich) Gold wert.
Denn wirklich schlimm war es nur einen Tag.
Ich habe auch nicht die Trauer durch ein anderes Gefühl ersetzt. Muss ich mich gleich selber loben deswegen.
So, weiter geht's.
LG
Hallo Tocco, mir sowas Egoistisches zu erlauben fällt mir nicht leicht, aber ich weiß, dass du recht hast.
Egoistisch ist es trotzdem. Danke.
Hallo Carpenter, natürlich helft ihr mir weiter. So bin ich nicht alleine und stelle auch nichts an. Danke für dein Lob.
Liebe Grüße.
Sie sieht in dem Brief ihre Unendlichkeit und spricht mich nochmal frei.
Danke Garica und Jonas.
Schlimm, da was sagen zu müssen, das ist mir klar. Aber ihr habt das gut gemacht.
Ich habe nur den Impuls mir High Heels anzuziehen, mich zu schminken. Und wenn ich das tue, dann findet mich niemand mehr. Nur mehr das, von dem es mir recht ist, dass es wer sieht.
Weil niemanden und keinen irgendwie irgendwas angeht.
Ich jeden und alle mit meiner Hülle und einem Lächeln außerdem solange ruhig stellen kann wie ich das möchte.
Keine Gegenwehr von außen gegen mein mich verschließen.
Deswegen bleibe ich hier.
Suche vielleicht nach dem Essay.
Selbstmord ist nichts was ich nicht verstehe. Für mich keine Option. Dennoch.
Dieser Satz hatte jetzt was Befreiendes.
Ein abfotografierter Abschiedsbrief ist in meiner Mailbox. Niemand mit dem ich reden könnte, hat sie gekannt.
Zuviel. Das ist zuviel.
Ich hätte nichts dagegen, jetzt halb bewusstlos am Boden zu liegen.
Das sind die Momente, die Tage auf die man sich hier vorbereitet.
Dann muss alles, was man in seine Trockenheit investiert hat, halten.
Es wird auch halten.
Es wird auch auszuhalten sein. Irgendwie. Werde ich mich gewöhnen an diese Art der Einsamkeit.
LG
Hallo Jonas!
Da bist du der erste und einzige, der je sowas zu mir gesagt hat. Deswegen bin ich so ruhig.
Kannst du beschreiben wie du hörst? Das würde mich sehr interessieren.
Liebe Grüße
Hallo Jonas!
Danke. Ich glaube du tippst mir nicht mit dem Zeigefinger an die Stirn, deswegen denke ich jetzt laut.
Vielleicht hat es sogar einen Grund, warum ich mir ab und an denke, die originellste Art mich zu ermorden, wäre mich bei Schönbergs Musik in ein fahrendes Auto zu sperren, dann ersticke ich nämlich. Überhaupt ist mir für seine Musik bald mal ein Raum zu klein und bewegen darf er sich schon gar nicht.
Strawinskys Frühlingsopfer höre ich jedes Jahr im Frühling, tanzend, und beim ersten Mal hören habe ich mir gedacht, der weiße Hai kann ja doch an Land.
Na gut, ich denke es mir jedes Jahr wieder.
Was ich nicht mag ist das moosgrün ockere Zeug, das nach Moder riecht. Ich glaube das ist alles was mit Jagd zu tun hat.
Und bei Cembalos muss ich niesen.
Es ist schön, ohne irgendeine Art von Fachwissen hier reden zu dürfen.
Liebe Grüße
Hi Jonas!
Deine Schönberg Jürgens Kombination würde ich zu gerne hören!
Bei mir ist das so, dass die eine Musik von außen wirkt und die andere von innen.
Das Pop Zeugs, außen Zeugs, hilft mir beim Putzen. (Nachdem ich ja nicht mehr ausgehe um zu tanzen). Metal zum Beispiel nehme ich um Spinnweben von der Decke zu entfernen, weil das Musik ist, bei der ich hüpfe. Anderes gibt Tentakel Arme und somit Geschwindigkeit.
Bob Dylan ist ein prima Abwaschkumpel.
Sonst geht das nur bei Mahler 3.3 (jaja, die Kinderlieder) und Aaron Copland.
Bei dem Popzeugs kann ich außerdem mitsingen. Aber wenn Fafner kommt verlangsamt sich mein Herzschlag. Wenn Siegfried stirbt, dann schlägt mir die Musik von innen gegen den Magen und drückt ihn zusammen. Hätte ich was in der Hand würde ich es fallen lassen. (Ein Teller hab ich deswegen eh weniger) und wenn das Ende kommt, verlasse ich mit der Musik die Erde und spüre den Tod und die Geburt eines Sternes.
Um den Ring zu hören brauche ich alles was ich bin. Für das andere reicht ein Bein oder ein wenig Herz.
Liebe Grüße
Hi Mikini!
Alkohol beeinflusst den weiblichen Zyklus. Das dauert seine Zeit, bis das wieder normal wird.
LG
Grüß dich, Natalie!
Mir hat sie nichts untergemischt, nein. Das Kind, das halt auch mit ihr verwandt ist, hat sie vorher gefragt, aber vom Gesetz her ist es zu jung.
Wegen diesem Kind habe ich vor 7 Jahren das erste Mal das Jugendamt angerufen.
Dann noch zweimal. Dann gab es für mich zwei Optionen: Loslassen oder Zerbrechen.
Menschen, die sich ihrem Schmerz stellen, gelten sehr oft, meiner Erfahrung nach, als wehleidig.
Die, die ihn verdrängen, als tapfer.
Sensibel ist dort nach wie vor ein Schimpfwort.
Aber das kennst du ja.
Danke, dass du vorbei geschaut hast!
LG
Meine Mutter hört nicht auf.
Wenn ich meinen ersten Rausch sehe, sehe ich mich im Schnee nachts gegen einen Zaun fallen und meine Mutter und meine beiden damaligen Freundinnen über mich drüber steigen, auf dem Weg in ein Lokal.
Wer nicht mithalten kann wird liegen gelassen. Punkt.
Sie hatte auch noch eine andere Masche, arm wie sie mit ihrem Alkoholiker Mann war ( was sie eh war).
Diese Masche war, solange zu nörgeln, zu beleidigen und zu schimpfen bis ich das Haus verließ.
Als ich wiederkam hatte ich mich natürlich zu entschuldigen, denn sie konnte vor lauter Sorge nicht schlafen.
Schon lange weiß ich, dass es für mich was meine Vergangenheit betrifft, so etwas wie Gerechtigkeit nicht gibt.
Es kam nie jemand, ein Polizist, ein Lehrer, irgendeine Person, die zu ihr sagte:Das was du deinen Kindern angetan hast, war Unrecht.
Höchstens ist es so, dass ich die bin, die für Larmoyant gehalten wird, obwohl sie es ist, die schon ihr Leben lang im Kreis jammert.
Es war ein Trost, erwachsen geworden zu sein. Es war ein Trost, denn sie hat wieder ein Kind gefunden, das ein Glas Alkohol mit ihr trinkt, wenn sie diesen mit Erdbeersaft mischt.
Wieder ein Kind, dass sich ihre endlos gleichen Geschichten anhören muss.
Wieder bin es ich, die ihr verbal deswegen gegen beide Knie treten musste.
Und es auch tat.
Wieder niemand da, der sich über ihr Verhalten dermaßen empört, dass er es wagen würde, ihr das auch zu sagen.
Keine Gerechtigkeit, kein Trost.
Das ist nicht mehr, als eine nüchterne Feststellung.
Hi Jonas!
Schon interessant, welche Rolle die "richtige" Musik gespielt hat, als ich noch ausgegangen bin. Ich kannte das Nachtleben mit Pausen doch fast 20 Jahre.
Gemieden habe ich zu Beginn meiner Trockenheit die Lieder, die ich gehört habe, als ich dann morgens alleine daheim war.
Inzwischen muss ich sie nicht mehr meiden, denn sie handeln alle von einer Art Einsamkeit und einem Schmerz den ich trocken so nicht mehr kenne.
Daher berühren sie mich nicht mehr. Wir, die Musik zu der man trinkt, und ich, wir haben nichts mehr gemeinsam.
Teile meiner ersten Peer Group haben eine Band. Soweit ich das verstanden habe, hätten sie nicht ungern einen Text von mir.
Aber ich habe innerhalb dieser Töne auch nichts mehr zu sagen.
Ich habe jetzt ein anderes Verständnis von dem, was echt klingt und was nicht.
Auf den weiteren Verlauf dieses Threads freue ich mich schon!
Liebe Grüße
Hallo!
Ich habe einen richtig dicken, etwas gruseligen Roman eines trockenen Alkoholikers gelesen.
Endlich mal ein Buch, das sich mit den Geschmack nicht alkoholischer Getränke befasst, und Sucht als das darstellt, was sie ist. Gefährlich, grausam, tödlich und in dem nie einer der Hauptdarsteller Alkohol konsumiert.
Sehr angenehm zu lesen!
LG
Doch Bruce, es ist ein Trost.
Ich habe mich gefragt, warum ich sie nicht spüre und kenne die Antwort nun. Weil wahre Freunde sich freuen, wenn der andere was erreicht hat, was er unbedingt wollte.
Jetzt freue ich mich und sehe sie lachen. Aber unsere wunderbar schrecklich schönen elektronischen Briefe, die taste ich noch lange nicht an.
Sie hat mich um meine Sucht fast beneidet, weil ich dem Alk aus dem Weg gehen kann, aber bei ihrer reichte es, einfach nichts zu tun. Nichts zu essen.
So wie mich dieses schräge Beneiden nicht gestört hat, genausowenig hat sie jetzt was gegen mein Lachen.
Tocco, dir auch danke. Ich werde sie, denke ich weiterhin ungeniert Meine Liebste nennen.
Liebe Grüße
Hi Bruce! Hi Tocco, hallo Forum!
Meine Mutter kann ich gar nicht mehr besuchen, denn die versteckt offene Alksachen in Schränken, die ich aufmache.
Spontanität ist es glaube ich, was ich wieder habe. Das automatische den Kopf in den Nacken fallen lassen zum Lachen.
Ohne Nachzuhelfen. Ohne mich in irgendeine Stimmung bringen zu müssen.
Jetzt bin ich eher still. Meine Freundin ist tot. Das ist es auch was sie wollte. Sie war nicht gesund.
Ich bin froh, dass sie meine Freundin war. Und das ist etwas, was sie immer gewusst hat.
Das Leben ist kurz. Banal aber wahr.
Liebe Grüße!
Lito, das hatte ich auch mal, zwei Jahre lang, bis ich draufgekommen bin, dass ich in der Nacht huste, was meinen Nacken dann verspannte.
Da hilft bei mir nur alkoholfreier Hustensaft!
Schönen 4. Advent
LG
Guten Morgen Jonas!
Hallo Nys, Jonas hat dir wirklich treffend geschrieben, auf der vorigen Seite.
Du hattest einen Vater der unfähig war, dich vor deiner Mutter zu schützen.
Er hat nicht verhindert, dass seine Prinzessin geschlagen wurde.
Genau das wäre aber seine Pflicht gewesen.
Ich nehme an, du steckst viel Kraft rein um dem auszuweichen oder die Geschehnisse zu revidieren.
Solange du das tust, wird die Geschichte sich wiederholen.
LG
Hallo!
Lange darf ich da nicht oben bleiben auf dem Baumhaus, denn einer der Sätze die ich kurz bevor ich aufhörte zu trinken sagte, war: Die Wirklichkeit interessiert mich einen Sch....
Und eigentlich mache ich mir nichts draus, aber wenn ich mir eine Frage stelle, dann denke ich meistens auch so lange nach, bis ich damit fertig bin.
Viele Fragen stelle ich mir ja nicht. Sind eigentlich eh immer die gleichen.
Insgesamt kenne ich außerdem mehr nette Menschen als Idioten.
Auch wenn ich ziemlich zurückgezogen lebe.
Liebe Grüße