Exzessiv - Intensiv
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Hallo!
Da war so eine Pappnase bei der Arbeit die Alk mithatte und mir bei jedem
Nein eine andere Sorte angeboten hat.
Ein Mann, ganz frisch vom Baum. So nenne ich die zumindest, obwohl ich mir manchmal schon denke, das ist eine Beleidigung für die Affen.
Jedenfalls habe ich den nicht an den Ohren gezogen. Obwohl es knapp war.LG
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Hi schnuffig!
Da liest sich ja ein leichter Frust über dein Umfeld heraus in den letzten Wochen.
Der Pappnase wird sicherlich auch ein solcher gewesen sein, aber wusste er denn auch wirklich, mit wem er es zu tun hatte? Wenn ein "nein" als solches nicht verstanden wird, dann darf der nächste Satz ruhig "Ich trinke nicht." sein. Das spart dann allen eine Menge Zeit und Frust.
Eine schöne weitere Woche wünsche ich Dir, ich hoffe Du hast auch etwas Freude an der Arbeit haben können?
LG Bruce
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Hi Bruce!
Och, ich habe schon "Nein, danke ich trinke keinen Alkohol" und so gesagt. Dreimal einen ganzen Satz, dreimal Nein.
Und stimmt, du hast recht was den Frust betrifft. Immerhin habe ich zwei Monate Sachen gemacht und meine Ausgaben übersteigen meine Einnahmen immer noch. Dass es allen Leuten dort so geht, ist kein Trost. Im Gegenteil.
An und für sich macht es mir eh immer Spaß mit Menschen zu reden, wenn es nur kurz ist.
Trotzdem. Auf vielen Sachen bleibe ich einfach sitzen.
Gibt angenehmeres.Liebe Grüße
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Ach Matthias, hinter dem Typ taucht wie sonst auch doch von nirgendwo immer eine Frau auf, die behauptet er habe es nicht so gemeint.
Auch wenn ich dann frage, warum er es dann sagt, sind sie immer im Recht. Ihrer Meinung nach.
Das sind die Frauen, denen man für eine größere Summe gefärbtes Wasser verkaufen kann, wenn man draufschreibt, dass es Engel anlockt und die dann alle ihre Freundinnen vorbeischicken weil er so gut wirkt, der Spray.
Ich habe jetzt ein wenig Zeit und ich denke ich male mir einen Baum. Mit ner Strickleiter, falls du auch mal hochkommen willst.
Liebe Grüße -
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Hallo!
Lange darf ich da nicht oben bleiben auf dem Baumhaus, denn einer der Sätze die ich kurz bevor ich aufhörte zu trinken sagte, war: Die Wirklichkeit interessiert mich einen Sch....
Und eigentlich mache ich mir nichts draus, aber wenn ich mir eine Frage stelle, dann denke ich meistens auch so lange nach, bis ich damit fertig bin.
Viele Fragen stelle ich mir ja nicht. Sind eigentlich eh immer die gleichen.
Insgesamt kenne ich außerdem mehr nette Menschen als Idioten.
Auch wenn ich ziemlich zurückgezogen lebe.
Liebe Grüße -
Hallo schnuffig,
Ich frage mich gerade mal, wie es Dir so geht in diesen Tagen.
Gruß, Bruce
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Hi Bruce! Hi Tocco, hallo Forum!
Meine Mutter kann ich gar nicht mehr besuchen, denn die versteckt offene Alksachen in Schränken, die ich aufmache.
Spontanität ist es glaube ich, was ich wieder habe. Das automatische den Kopf in den Nacken fallen lassen zum Lachen.
Ohne Nachzuhelfen. Ohne mich in irgendeine Stimmung bringen zu müssen.
Jetzt bin ich eher still. Meine Freundin ist tot. Das ist es auch was sie wollte. Sie war nicht gesund.
Ich bin froh, dass sie meine Freundin war. Und das ist etwas, was sie immer gewusst hat.
Das Leben ist kurz. Banal aber wahr.Liebe Grüße!
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Hi schnuffig,
Das tut mir leid zu hören. Das Frieden eingetreten ist, ist wohl nur ein kleiner Trost. Nimm dir all die Zeit und Stille die Du brauchst, auch wenn das Leben so kurz ist. Ich denk an dich.
Gruß, Bruce
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Doch Bruce, es ist ein Trost.
Ich habe mich gefragt, warum ich sie nicht spüre und kenne die Antwort nun. Weil wahre Freunde sich freuen, wenn der andere was erreicht hat, was er unbedingt wollte.
Jetzt freue ich mich und sehe sie lachen. Aber unsere wunderbar schrecklich schönen elektronischen Briefe, die taste ich noch lange nicht an.
Sie hat mich um meine Sucht fast beneidet, weil ich dem Alk aus dem Weg gehen kann, aber bei ihrer reichte es, einfach nichts zu tun. Nichts zu essen.
So wie mich dieses schräge Beneiden nicht gestört hat, genausowenig hat sie jetzt was gegen mein Lachen.Tocco, dir auch danke. Ich werde sie, denke ich weiterhin ungeniert Meine Liebste nennen.
Liebe Grüße
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Hallo!
Ich habe einen richtig dicken, etwas gruseligen Roman eines trockenen Alkoholikers gelesen.
Endlich mal ein Buch, das sich mit den Geschmack nicht alkoholischer Getränke befasst, und Sucht als das darstellt, was sie ist. Gefährlich, grausam, tödlich und in dem nie einer der Hauptdarsteller Alkohol konsumiert.
Sehr angenehm zu lesen!LG
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Ein abfotografierter Abschiedsbrief ist in meiner Mailbox. Niemand mit dem ich reden könnte, hat sie gekannt.
Zuviel. Das ist zuviel.
Ich hätte nichts dagegen, jetzt halb bewusstlos am Boden zu liegen.
Das sind die Momente, die Tage auf die man sich hier vorbereitet.
Dann muss alles, was man in seine Trockenheit investiert hat, halten.
Es wird auch halten.
Es wird auch auszuhalten sein. Irgendwie. Werde ich mich gewöhnen an diese Art der Einsamkeit.LG
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Hallo schnuffig,
das ist wirklich bitter. Eigentlich gibt es da kaum einen Trost--
--den besten aber, den es dann doch geben kann, hast Du selbst vor einigen Tagen hier formuliert:
du schriebst: " Ich bin froh, dass sie meine Freundin war. Und das ist etwas, was sie immer gewusst hat." Das ist sehr viel, und es ist etwas das mit der Zeit wachsen wird.
Ich möchte Dir Kraft wünschen. LG Frank
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Zitat von schnuffigAlles anzeigen
Ein abfotografierter Abschiedsbrief ist in meiner Mailbox. Niemand mit dem ich reden könnte, hat sie gekannt.
Zuviel. Das ist zuviel.
Ich hätte nichts dagegen, jetzt halb bewusstlos am Boden zu liegen.
Das sind die Momente, die Tage auf die man sich hier vorbereitet.
Dann muss alles, was man in seine Trockenheit investiert hat, halten.
Es wird auch halten.
Es wird auch auszuhalten sein. Irgendwie. Werde ich mich gewöhnen an diese Art der Einsamkeit.LG
Hallo schnuffig,
Trostworte, wenn sie nicht zur Floskel verdünnt und dadurch unerträglich werden, sind nur schwer zu finden, denn sie versuchen auszudrücken, was sich der sprachlichen Bewältigung entzieht. Deine Freundin hat ihren Tod selbst gewählt. Nach Jean Améry der einzig autonome Akt innerhalb es heteronomen Lebens: Hand an sich legen. So auch der Titel seines wunderbaren Essays, den er schrieb bevor er Hand an sich legte.
Ich wünsche dir, dass du trauern kannst.Liebe Grüße
Jonas -
Sie sieht in dem Brief ihre Unendlichkeit und spricht mich nochmal frei.
Danke Garica und Jonas.
Schlimm, da was sagen zu müssen, das ist mir klar. Aber ihr habt das gut gemacht.
Ich habe nur den Impuls mir High Heels anzuziehen, mich zu schminken. Und wenn ich das tue, dann findet mich niemand mehr. Nur mehr das, von dem es mir recht ist, dass es wer sieht.
Weil niemanden und keinen irgendwie irgendwas angeht.
Ich jeden und alle mit meiner Hülle und einem Lächeln außerdem solange ruhig stellen kann wie ich das möchte.
Keine Gegenwehr von außen gegen mein mich verschließen.
Deswegen bleibe ich hier.
Suche vielleicht nach dem Essay.
Selbstmord ist nichts was ich nicht verstehe. Für mich keine Option. Dennoch.
Dieser Satz hatte jetzt was Befreiendes. -
Hallo Schnuffig,
ich verfolge Deinen Thread schon seit ich hier mitlese und möchte Dir mal ein Riesenlob aussprechen...es ist bewundernswert, wie Du mit Schicksalsschlägen umgehst...das wir Dir im Moment nicht die Bohne weiterhelfen, das weiß ich...aber es gibt keine Worte, die Dich jetzt trösten können, nicht mal die Tatsache, daß es ihre Entscheidung war und sie es so gewollt hat.
So stark wie Du Dich hier zeigst, wirst Du auch diese Situation meistern...auch wenn sowas verdammt schwer ist.
So blöd es klingt...laß Deiner Trauer freien Lauf, aber laß Dich von ihr nicht runterziehen...Deine Freundin hätte das sicher nicht gewollt.
LG Andreas
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Hallo Tocco, mir sowas Egoistisches zu erlauben fällt mir nicht leicht, aber ich weiß, dass du recht hast.
Egoistisch ist es trotzdem. Danke.Hallo Carpenter, natürlich helft ihr mir weiter. So bin ich nicht alleine und stelle auch nichts an. Danke für dein Lob.
Liebe Grüße.
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Toccos: bleib ruhig war (natürlich) Gold wert.
Denn wirklich schlimm war es nur einen Tag.
Ich habe auch nicht die Trauer durch ein anderes Gefühl ersetzt. Muss ich mich gleich selber loben deswegen.
So, weiter geht's.LG
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