Hallo!
Ein wenig Eitelkeit, genau.
Außerdem habe ich heuer eh schon einem Lieferanten ungeschminkt und in Jeans die Tür aufgemacht. Es geht meiner Eitelkeit nicht wirklich darum zu gefallen, sondern zu bestimmen was andere von mir sehen. Deshalb behalte ich sie auch ein wenig im Auge. Das andere Auge ist gerade dabei Zurückzwinkern.
Resilienz. Ok. das bedeutet wohl im übertragenen Sinn man hat so eine Schicht, die den Federn von Wasservögeln gleicht. Egal wieviel man auch untertaucht, man wird nicht wirklich nass und selbst wenn man mal nass bis auf die Knochen wird, erfriert man nicht, sondern schüttelt sich, bis man wieder warm und trocken ist.
Wird man nicht mit so einem Gefieder geboren, kann man es sich zulegen.
Dazu braucht es (auch meiner Erfahrung nach) zuerst mal andere "Wasservögel". Ein Netzwerk - die Fähigkeit sich Hilfe zu holen, sich Kontakte zu sichern - in dem Fall hier dieses Forum.
Und ein gewisses Maß an Ordnung braucht es wohl auch. Zu viele lose Fäden im Kopf, von denen man nicht weiß wo sie beginnen und in welche Richtung sie weisen, macht auch Löcher in die Schutzschicht.
Das Wissen um die eigenen Hände und Füße ist sicher auch gut. Mit den eigenen Händen kann ich meine Sachen erledigen und mit den eigenen Füßen dahin gehen wo ich hin möchte.
Und mit dem, was andere für sich als negative Gefühle verstehen, kann ich zur Not über Mauern, selbst wenn ich nur ein Huhn sein sollte.
Sollte ich mich verlaufen oder trotzdem etwas nicht begreifen, habe ich immer noch das Netzwerk um Fragen zu stellen.
Den Dingen ihre Bedeutung geben. Da unterscheidet sich vielleicht der eine vom anderen am schnellsten, am sichtbarsten.
Für die einen ist der Höhepunkt eines Aktes das, warum sie den ganzen Aufwand treiben, für die anderen ist der Akt selbst der vorrangige Genuss.
Bsp. Essen. Die einen schieben sich was in den Mund, mit der Hand, dass man vielleicht kaum kauen muss, aber es geht eher um das Gefühl satt zu sein und die anderen genießen schon den Anblick der Speise, essen mit allen Sinnen und wissen, dass dieser Akt endet, sobald man satt ist, also nehmen sie sich Zeit und sammeln sich im Schmecken und nicht im Schlucken.
Tut man die Dinge die man tut mit Liebe, oder nicht. Und wenn nicht, tut man es dann wenigstens absichtlich anders?
Wie man es auch dreht, ich habe Hunger.
Und der Begriff als solcher ist mir außerdem noch neu.
Vergangenheitsbewältigung ist auch interessant. Die Chinesen errichten eine Mauer, die Mongolen können über sie rüber, weil sie den Steigbügel erfunden (oder geklaut) haben, ihn vor allem auch benutzen. Das heißt, sie können sich auf dem Pferd auch umdrehen und somit nach hinten schießen und überrennen danach ganz einfach was sich ihnen in den Weg stellt.
Daraus habe ich für mich den Schluss gezogen, dass es ein Vorteil ist, sich im Leben auch umdrehen zu können, Sätze wie - das ist doch viel zu lange her um mich noch beeinflussen zu können - zu streichen und statt dessen bei Bedarf punktgenaue Schüsse in die Vergangenheit zu richten, sich nicht ablenken lassen sondern wenn natürlich auch nur rein subjektiv - zu treffen.
Das einzige, das mit Sicherheit gegen mich gewinnen würde, ist der Alkohol. Aber mit dem Kämpfe ich ja nicht mehr.
Gibt es da wo einen Denkfehler?
Danke für die Gratulation! Und ebenfalls! Klingt nämlich gut, das was du sagst.
Für Pragmatisches ist es bei mir jetzt auch höchste Zeit.
Liebe Grüße